Diskussionspapier zu Corona-Erfahrungen als Hochschullehrer

Im aktuellen Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 3/2021 berichte ich von „Erfahrungen eines Hochschullehrers aus einem Jahr Corona-Pandemie“, nämlich meinen eigenen. Diese waren, nur auf meinen Beruf bezogen, nicht einmal nur negativ. Trotzdem hätte ich mir auch da mehr Freiheit und Augenmaß gewünscht.

6 Gedanken zu „Diskussionspapier zu Corona-Erfahrungen als Hochschullehrer

  1. Die Digitalisierung verleiht der „Verschulung“ an den Universitäten weiteren Antrieb. Diese Verschulung lehne ich zumindest für den Bereich der Sozialwissenschaften ab; wünsche mir stattdessen das Leitbild des humboldtschen Bildungsideals, dem ich in meinem Werdegang an drei namhaften Universitäten in vertretbarer Studienzeit nahe zu kommen versuchte.

    • Bislang hat die coronabedingte Digitalisierung nicht zu einer verstärkten Verschulung der Universitäten geführt (im Gegensatz zur Umstellung auf Bachelor und Master), sondern zu einer großen Varianz an Veranstaltungsformen. Diese Vielfalt sehe ich als Vorteil an, doch sie könnte wieder verloren gehen durch zunehmende Vorgaben oder auch einfach der Orientierung an wenigen Standards.

  2. Habe mir alles gut durchgelesen. Wusste gar nicht, dass Professoren in so kurzer Zeit so fleißig sind. Vorab meine Anerkennung, auch wenn ich nicht dazu priviligiert bin.
    1. Wie sehen sie grundsätzlich die Digitalisierung an den Hochschulen in der nahen Zukunft, und sind sie auch der Meinung, dass der Nachholbedarf im Gegensatz zur Qualität anderer außereuropäischen Universitäten noch sehr hoch ist.
    2. Welche Lehren hat/ oder wird ihre Universität ziehen auf ähnliche Vorkommnisse wie die jetzige Pandemie?

    • Andere Länder sind viel weiter bei der Digitalisierung, wobei sie an den Universitäten leichter ist als an den normalen Schulen oder gar Grundschulen. Trotzdem wird es eine Rückkehr zu Präsenz- und Hybridveranstaltungen geben. Einen universitären Plan hat es für die Pandemie nicht gegeben, sondern wie in der großen Politik wurde auf Sicht gefahren, was ich auch in zukünftigen Krisen erwarte.

      • Hybrid im Sinne von alternierend zwischen digitaler und Präsenzlehre? Dass sich in Zukunft die Dozenten filmen, wenn sie im Hörsaal stehen, das sehe ich eher nicht. Der Aufwand hier ist nicht unerheblich, weil die Dozenten sich im Hörsaal typischerweise bewegen und nicht einfach nur auf einem Platz sitzen.

      • Es gibt ganz unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten von digitaler Lehre und solcher vor Ort. Einige hatte ich schon vorher verwendet, zukünftig dürften es mehr werden, während aktuell Präsenzveranstaltungen verboten sind.

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