Impfstoff von AstraZeneca jetzt erst ab 60

‚Was alles beim Impfen schiefgehen kann‘, wird von unseren Politikern weiter ausgetestet. ‚Nun wird selbst das Impfen verboten‘, im Prinzip schon zum dritten Mal. Zuerst wurde der Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland nicht für Menschen über 65 Jahre zugelassen, weil keine hinreichenden Daten über die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe vorlagen. Dann wurde er ganz verboten, weil es bei jüngeren Menschen unklare Todesfälle nach dem Impfen gegeben hatte. Zwischenzeitlich wurde der ‚Impfstoff von AstraZeneca wieder zugelassen‘, weil die Vorteile des Impfens die mögliche Risiken überwiegen. Nun kommt das dritte Verbot, diesmal für alle unter 60 Jahren wegen weiteren Todesfällen und schweren Erkrankungen (siehe „Astra-Zeneca in der Regel nur noch für Menschen über 60“). Ausnahmen vom Verbot sind möglich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“. Ungeklärt ist noch, wie mit den Zweitimpfungen verfahren werden soll.

Wissenschaftlich ist es richtig, sich stets nach den verfügbaren Informationen zu richten, so dass sich mit zunehmender Erfahrung Empfehlungen tatsächlich umkehren können, in diesem Fall die Impfempfehlung erst für Jüngere und nun für Ältere. Politisch sind solche schnellen Kurswechsel jedoch nicht sinnvoll. Im Grunde findet gerade ein Massentest mit mehreren Impfstoffen statt, weil das Wissen um die Wirkungen und Nebenwirkungen einfach noch nicht groß und gut genug ist. In der Risikoabwägung kann man sich trotzdem impfen lassen, aber darf niemand dazu gezwungen werden. Gleichzeitig sind die Impfverbote in einer solchen Lage nicht gerechtfertigt. Die Politiker wissen eben nicht besser, was gut für die Menschen ist. Sie gehen nicht einmal selbst mit gutem Beispiel voran. Also sollte jeder selbst entscheiden dürfen, ob, wann und womit er sich impfen lassen möchte. Das gilt aber auch für die meisten anderen Schutzmaßnahmen vor dem Virus.

17 Gedanken zu „Impfstoff von AstraZeneca jetzt erst ab 60

  1. Die Frage ist eher, warum genau diese Entscheidung nicht schon früher gefallen ist. Es ist doch so oder so sinnvoll zuerst die alten Menschen zu impfen. Wenn sich Polizisten infizieren, ist das nicht schön, aber bei deren Gesundheitszustand dürfte eine Coronainfektion in aller Regel harmlos verlaufen.

  2. Im EU-Vergleich wohnen die wenigsten Deutschen im Eigentum, gehen am spätesten in Rente, zahlen aber hohe Steuern und die höchsten Strompreise. Abgesehen von China, gibt es kein Land mit einem größeren Parlament, nirgendwo sonst dauert der Bau eines Flughafens 15 Jahre. Und sogar Entwicklungsländer versorgen ihr Volk deutlich besser mit Corona-Tests und Impfungen.

    Merkel hat uns in 16 Jahren ruiniert. Wenn ihre linksgrünen Genossen im Herbst Neu-Buntland endgültig übernehmen, werden dem gehirngewaschenen deutschen Michel vielleicht die Augen samt Hühneraugen aufgehen… 🥵

  3. Jetzt schlägt die Stunde der Coronahysteriker. Sie müssen sich nun entscheiden, welches Risiko sie zu tragen bereit sind, ihr Leben vor dem Virus zu retten.

    • Wer total risikoavers ist, kann in der realen Welt nichts mehr sinnvoll entscheiden. Vielleicht wollen deshalb so viele die Entscheidungen an die Regierung abgeben, die es aber auch nicht besser weiß und die Risiken vergrößert.

  4. Bei allem Ernst der Lage nimmt die Impfsituation in EU und Deutschland Züge einer dunklen Komödie an. Durch einen ultraharten Lockdown lässt sich nun nichts lösen. Wir müssen an mehr Impfstoff kommen. Sputnik V halte ich persönlich für den besten, auch, weil er schon am längsten verabreicht wird.
    Hinsichtlich der Sinusvenen-Thrombosen mit Sprung auf 13 auf 31 Fälle binnen zwei Tagen, so sind sicherlich zehn Mal so viele Fälle aufgetreten und und z.B als Embolie beerdigt worden.
    Über die erhebliche Problematik der Nebenwirkungsmeldungen habe ich hier schon hingewiesen.
    Schleierhaft ist mir, was die Beratung des Patienten soll, da die Sinusvenen-Thrombose im Einzelfall nicht vermeidbar ist. Ihre Erkennung setzt einen hohen Aufwand bei relativ geringer Anfangssymptomatik voraus. Korrekt wäre es, dem Patienten eine Impfung mit einem anderen Mittel vorzuschlagen. Das ist zur Zeit aus ideologischen Gründen hier nicht lieferbar, nämlich Sputnik V.
    Die Ursache ist, dass eine enge Hilfsdisziplin, die Virologie, die Meinungsführerschaft übernommen hat. Streng gesehen sind Virologen spezialisierte Molekularbiologen ohne wesentliche klinische Kompetenz.
    Die Behörden wie die EMA werden z.B. von einer Ms. Cook geleitet, von der Ausbildung eher eine Drogistin als Pharmakologin, also für Hustensaft etc, zuständig.

    • Sollte die Dunkelziffer bei den Nebenwirkungen tatsächlich so hoch sein, sind diese zumindest für jüngere Frauen tatsächlich schlimmer als die Krankheit und sollte die Zulassung für sie wohl doch ganz entzogen werden. Könnte es sein, dass diese Thrombosen auch bei Älteren vorkommen, bei ihnen aber gar nicht entdeckt werden wegen anderer Krankheiten und ohnehin höherer Sterblichkeit?

      • Völlig richtig. Es müsste auch gerade bei den Älteren von Amts wegen vorgeschrieben sein, alle Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung zu obduzieren. Der Fall des 36-Jährigen in Essen ist auch nur durch die zufällige Autopsie enttarnt worden. Er lief sonst unter der Diagnose Lungenembolie.
        Trotz aller moderner Bildgebung ist die Autopsie immer noch der Goldstandard für die exakte Feststellung der Todesursache. Es entspricht der Menschenwürde, dass Todesursachen einwandfrei festgestellt werden; natürlich mit Einverständnis der Patienten bzw. Angehöriger.

      • Wäre es nicht sinnvoll, endlich auch mehr mit COVID-19 gestorbene Menschen zu autopsieren, um abschätzen zu können, wie viele wirklich (nur) daran, wie viele damit und wie viele multikausal bzw. mit Corona als Anlass, aber nicht der tieferen Todesursache gestorben sind?

      • Insbesondere stellt sich die Frage, ob diese Nebenwirkungen nicht auch bei den anderen Impfstoffen auftreten. So sehr unterscheiden sich die Impfstoffe gar nicht.

      • Doch, die Unterschiede sind sehr groß und diese konkrete Nebenwirkung ist bei den anderen Impfstoffen nicht beobachtet worden und auch nicht zu erwarten.

      • Die Impfstoffe sind in dem Sinne ähnlich, dass sie ähnliche Antikörperreaktionen generieren. Unterschiedlich ist die Art und Weise, wie die anzugreifenden Virusimitationen gebildet werden. Das Problem bei diesen Nebenwirkungen sind aber die Antikörperreaktionen.

  5. „Ungeklärt ist noch, wie mit den Zweitimpfungen verfahren werden soll.“ Wer nach der Erstimpfung keine schwere Nebenwirkung hatte, wird sie höchstwahrscheinlich auch nach der Zweitimpfung nicht erleiden, würde ich mal vermuten. Davon abgesehen stelle ich mir die Frage, ob eine Zweitimpfung überhaupt sinnvoll ist, solange Impfstoff insgesamt knapp ist. Ende Februar wurde über eine Studie berichtet, wonach das Risiko eines Krankenhausaufenthalts nach der Erstimpfung mit AstraZeneca um 94 Prozent sinkt. Das wäre doch eine ausreichend hohe Schutzwirkung, weshalb die Zweitimpfdosen besser für Erstimpfungen eingesetzt werden sollten.

    • Es kann nach der zweiten Impfung auch noch Nebenwirkungen geben, die jedoch auch anderer Art sein können. Die Zweitimpfung erhöht den Schutz und verlängert ihn vermutlich auch. Sie ist eigentlich vorgeschrieben und individuell sinnvoll. Kollektiv ist es richtig, dass möglichst viele Erstimpfungen Priorität haben sollten, um das gesamte Erkrankungsrisiko zu reduzieren. Vor allem ist es ein Fehler, jetzt knappe Impfstoffe für spätere Zweitimpfungen aufzuheben, wenn es ohnehin mehr Impfstoffe geben wird.

  6. Das macht die ganze Coronapolitik doch vollends unglaubwürdig. Wenn es wirklich darum geht, zehntausende von Toten in den nächsten Monaten zu verhindern, dann sollte man das Risiko von ein paar Dutzend Impftoten nicht scheuen. Das sind genau die Abwägungsentscheidungen, die ich von einer politischen Führung erwarte.

    • Sie empfehlen genau die Pauschalmaßnahmen, an denen die ganze Corona-Politik leidet. Insgesamt werden mehr Menschenleben durchs Impfen gerettet. Für Teilgruppen kann das aber durchaus anders aussehen. Am Virus sterben vor allem alte Männer, am Impfstoff von AstraZeneca vor allem junge Frauen. Deshalb wäre es richtig, auch hier viel mehr auf Freiwilligkeit und Aufklärung zu setzen als auf Zwang und Propaganda, die auch noch ständig wechseln und das heute Gebotene morgen ganz verbieten.

  7. Pingback: Impftermin reserviert trotz unklarer Regeln in NRW | Alexander Dilger

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