Zoobesuch mit Auflagen

Heute waren wir im Dortmunder Zoo. Normalerweise wäre das wohl nicht berichtenswert. Wir waren früher mit unseren Kindern recht häufig in Zoos. Doch die Zeiten sind nicht normal und auch die Zoos wurden in den Dauerlockdown geschickt, so dass einige Tiere gelangweilt waren und extra bespaßt werden mussten (siehe „Dortmunder Zoo: Tiere im Lockdown“).

Seit dem 10. März darf der Zoo wieder öffnen. Allerdings gibt es Auflagen wie eine Reservierungspflicht und das ständige Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, was im Freien wenig sinnvoll ist und ausgerechnet von einem Bediensteten der Sicherheitsfirma konsequent missachtet wurde. Außerdem sind alle Tierhäuser zu und auch sonst weniger Tiere zu sehen als üblich, während erstaunlich viele Besucher im Zoo waren. Vielleicht sind alle wie wir noch schnell heute gegangen, da es morgen zu einer weiteren Verschärfung kommt, nämlich einer Corona-Testpflicht mit tagesaktuellem negativen Ergebnis (siehe diese Allgemeinverfügung in Verbindung mit der jüngsten Coronaschutzverordnung von NRW).

Das gerade erst wieder aufgenommene Fußballtraining unserer Kinder wäre auch nur noch unter dieser Bedingung möglich (zumindest für unseren Sohn, während die Tochter noch nicht in der Schule und damit weder test- noch maskenpflichtig ist), fällt deswegen aber wieder ganz aus. Dabei wäre Sport gesünder als diese ganzen Schikanen.

17 Gedanken zu „Zoobesuch mit Auflagen

  1. Seien Sie froh, dass Sie mit Ihren Kindern noch einmal einen Zoo besuchen durften. Wenn die Grünen nach der Bundestagswahl die Macht ergreifen, werden Zoos, genau wie Zirkus bald verboten, weil die Tiere ja dort „gefangen gehalten werden“.

    Wenn dann auch die Massentierhaltung verboten und Fleisch stationiert wird, lade ich Sie ein, pollo oder puerco asado bei uns in der Dominikanischen Republik zu genießen. Falls die Grünen das Fliegen verbieten, kommen Sie mit Tuifly über Brüssel zu uns. Von Dortmund haben Sie es da ja nicht weit…

  2. Schikanen und Repressalien ohne Ende sowie weitere Mega Lockdown-Drohungen, denn Merkel wollte und will keine Lockerungen und ernstgemeinte Entschuldigungen oder Verantwortungsübernahme gibt es von ihr nicht.
    Nachdem die Coronatodeszahlen im Januar nach ca. 10 Wochen Lockdown ihren Höhepunkt erreicht hatten, sind sie jetzt vergleichsweise niedrig. Und daher müssen nun immer größere Angst- und Drohkulissen aufgebaut werden.
    Wer stoppt die Alte im Kanzleramt? Hoffentlich hat sie den Bogen auch aus Sicht der Ministerpräsidenten und vielleicht auch der Fraktion längst überspannt.

    • Frau Merkel hat doch gestern in ihrer Propagandastunde mit Anne Will angedeutet, dass sie die Ministerpräsidenten entmachten will, während sie den Vorsitzenden ihrer Partei direkt angriff und zu demontieren versuchte, wie es ihr davor schon mit Frau Kramp-Karrenbauer gelang.

      • Die Frage ist: Wird ihr das gelingen und was würde dann ggf. in einer neuen Version des Infektionsschutzgesetzes stehen?

      • Frau Merkel könnte über ihre Mehrheit im Bundestag ins Infektionsschutzgesetz schreiben lassen, was sie möchte. Rechtlich könnte dann nur noch das Bundesverfassungsgericht vor beliebigen Grundrechtsbeschränkungen schützen. Faktisch haben viele Menschen einfach keine Lust mehr und erfolgt die Durchsetzung der vielen Ge- und Verbote auch recht willkürlich und lückenhaft.

        Wahrscheinlich kommt es noch einmal zu einer Verschärfung des Lockdowns ganz ohne Gesetzesänderung. Wie letztes Jahr werden diesem und sich die Politiker dann wieder alle Erfolge zuschreiben, die ohne sie wie beim Frühling oder trotz ihnen wie jetzt beim Impfen eintreten.

      • Hat sie wirklich eine Mehrheit z.B. für Ausgangssperren? Ich selber hätte gegen solche für einen begrenzten Zeitraum am Abend oder in der Nacht nichts, aber ich bin nicht sicher, dass die Mehrheit hier mitgehen würde. Dito das Schließen der Geschäfte, ohne dass zuverlässige Ausgleichszahlungen gewährt werden.

      • Frau Merkel wird schon ihre Kanzlermehrheit bekommen, wenn sie das im Paket abstimmen lässt und vielleicht noch ein paar Zugeständnisse an die SPD macht, während abtrünnige Stimmen der Union von den Grünen ausgeglichen werden. Aber sie wird die Verantwortung gar nicht in der Form übernehmen wollen, sondern lieber weiter Herrn Laschet demontieren. Politisch bringt das ständige Ankündigen von strengen Maßnahmen mehr als deren tatsächliche Durchführung, siehe Herrn Söder.

      • Laut Merkels jüngst verstorbenem Biografen Gerd Langguth hatten sich viele ihrer Freunde und Bekannten aus den 1970er und den 1980er Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eher eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten:
        https://www.n-tv.de/10631536
        Sie vollendet jetzt ihr „Werk“ und bereitet die endgültige Machtergreifung der Grünen vor.

  3. Müssen die Tiere nicht auch Masken tragen? Soweit bekannt sind sibirische Tiger und Grizzlybären ausgesprochene Coronaleugner. In Californien sind die Gorillas schon geimpft.

    • Die meisten Tiere sind von diesem Virus nicht betroffen. Dass anderswo schon Tiere geimpft werden, während in Deutschland immer noch Menschen mangels Impfung sterben, zeigt das Versagen der Regierung.

  4. Vielleicht empfiehlt sich hier die Rechtsauslegung von Hermann Höcherl (Bundesminister des Inneren 1963- 1965) https://is.gd/ra3ctM -u.a.: „Die Beamten können nicht den ganzen Tag mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen.“

  5. Diese Auflagen sind absurd und bald werden die Zoos vielleicht auch wieder ganz geschlossen. Umgekehrt stecken sich jeden Tag Menschen an, wenn sie sich in Büros aufhalten (auch im öffentlichen Dienst, der von Lauterbach et al. gar nicht thematisiert wird) oder im ÖPNV fahren.

    • Es ist nicht gut untersucht, wo sich in Deutschland welche Menschen anstecken. Jedenfalls ist die Sterblichkeit stark zurückgegangen, weil trotz des geringen Impftempos insbesondere in den Altenheime viele der besonders Gefährdeten schon geimpft sind. Frau Merkel und Herr Lauterbach kennen nur den Lockdown-Hammer, dabei sind andere Instrumente viel effektiver und erst recht effizienter.

      • Der Lockdownhammer ist aber das einzige Mittel, das in der aktuell rollenden dritte Hysteriewelle akzeptiert wird.

      • Von Frau Merkel und ihren Anhängern, nicht von Liberalen wie mir, insbesondere da er nicht so wirkt wie versprochen. Es sind seit Anfang November immer zwei, drei Wochen, die wir noch durchhalten sollen.

      • Diese Ansagen sind tatsächlich frustrierend, aber die Annahme, dass es ab Mai/Juni durch die zunehmenden Impfungen deutlich besser wird, ist plausibel. Man kann den Verlauf der voraussichtlch ankommenden Impfdosen ja verfolgen. Wenn im 2. Quartal 70 Millionen erwartet werden, müsste schon viel schief gehen, damit Ende Juni nicht ein Großteil geimpft ist.

      • Die Impfungen gibt es mit oder ohne Lockdown. Die Politiker könnten sich immer noch darauf konzentrieren, mehr Impfstoffe schneller zu beschaffen und zu verimpfen, was viel mehr Leben retten würde als die Zwangsmaßnahmen, mit denen sie sich und das Publikum offensichtlich lieber beschäftigen.

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