Merkel räumt erstmals Fehler ein und hebt Oster-Ruhe wieder auf

Das gab es noch nie. Frau „Merkel bittet um Entschuldigung für Oster-Ruhe“ und nimmt sie zurück. „Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler“, behauptet sie und bittet „alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung“. Für sich genommen ist es gut, wenn Fehler erkannt und korrigiert werden. Das meint auch die Kanzlerin: „Ein Fehler muss als Fehler benannt werden und vor allem muss er korrigiert werden.“ Dafür hat sie insbesondere von Parteifreunden viel Lob erhalten.

Aber aus vielen Gründen ist das doch keine so großartige Leistung von ihr. Erstens war der Fehler offensichtlich und hätte gar nicht erst gemacht werden dürfen, auch nicht mitten in der Nacht bei einer Marathonsitzung mit überlanger Unterbrechung in einem ungeeigneten und verfassungsmäßig gar nicht vorgesehenen Entscheidungsgremium.

Zweitens hat sie den Fehler nicht aus den richtigen, sachlichen Gründen zurückgenommen. ‚Verkürzte Einkaufszeiten […] führen zu mehr Infektionen‘, was ihr jedoch egal ist oder von ihr noch immer nicht verstanden wurde. Sie konnte den Beschluss einfach nicht umsetzen, weil das rechtlich und wohl auch politisch zu schwierig gewesen wäre in der kurzen Zeit. Folglich hat sie sich aber auch gar nicht wirklich zu dieser Korrektur entschieden, sondern war quasi dazu gezwungen.

Drittens handelt es sich eigentlich nur um eine Kleinigkeit, ob Gründonnerstag und Karsamstag Ruhetage sein sollen, was immer das heißen mag, oder jetzt eben doch nicht. Es hat viel schwerere Fehler in der Corona-Pandemie gegeben, die z. T. immer noch anhalten wie das mangelhafte Bestellen und Verimpfen der lebensrettenden Impfstoffe oder der unzureichende Schutz der Alten- und Pflegeheime, woran jeweils Zehntausende Menschen starben und sterben, weshalb wiederum 80 Millionen im Lockdown gehalten werden, der dagegen kaum hilft. Dafür gibt es weder eine Entschuldigung noch eine Kurskorrektur. Auch schon vorher hat Frau Merkel schwere Fehler gemacht und z. B. für ihre Flüchtlingspolitik eine Entschuldigung empört verweigert (siehe „Merkel: ‚Dann ist das nicht mein Land'“).

Viertens lässt die Kanzlerin alle Ministerpräsidenten im Regen stehen, denen sie zuvor die Zustimmung zu diesem Unsinn abgerungen hatte, der nun ersatzlos gestrichen wird, obwohl sie ihn vorher als unbedingt notwendig und alternativlos hingestellt hatte, was diese dann z. T. auch so öffentlich erklärten. Es ist fraglich, welche Zugeständnisse sie ihnen künftig noch abringen kann und welcher Wert ihren Zusagen noch beigemessen wird. Im Grund hat sie ihr politisches Kapital verspielt und alle warten nur noch auf ihren Nachfolger.

71 Gedanken zu „Merkel räumt erstmals Fehler ein und hebt Oster-Ruhe wieder auf

  1. Im Grunde dürfte keiner der beteiligten MPs wiedergewählt werden. Denn offenbar hatten ja alle zugestimmt. Ist Söder nicht angeblich Jurist? Weiß er nicht, dass gesetzliche Feiertage von den Ländern beschlossen werden müssten (oder war im Wissen darum von „RuheTagen“ die Rede? Weiß Söder nicht, dass gar nicht mehr die Zeit gewesen wäre, alle 16 Landesparlamente zusammenzurufen? Sind die MPs inzwischen alle so weit weg vom Alltag, dass keiner drauf kommt, dass es internationale Lieferketten gibt, die z.B. die Autohersteller nicht im Hauruck hätten ändern können? Spätestens jetzt sind auch alle 16 amtierenden MPs angezählt. Somit auch Söder und Laschet. Der Klügere von beiden lässt dem Anderen den Vortritt zu einer Kanzlerkandidatur, die absehbar sowieso scheitern wird.

  2. Ich war gestern einige Stunden im Auto unterwegs als die frohe Botschaft verkündet wurde. Bayerns Coronator schob dann ein paar Stunden später in einer Regierungserklärung hinterher, welch großen Respekt er vor Merkels Eingeständnis habe, dass es sich aber nicht um Merkels Fehler handele, sondern um einen Fehler der ganzen Runde und er sich daher ebenfalls entschuldige. Wahrscheinlich wollte er damit zum Ausdruck bringen, dass es niemand besser kann als Angela Merkel. Jedenfalls keiner der amtierenden Ministerpräsidenten. Die Beste Bundeskanzlerin aller Zeiten ist und bleibt also alternativlos. Einer erneuten Kandidatur stellt sich niemand in den Weg.

    Wie im ‚Jürgen Fritz Blog‘ zu lesen ist, arbeitet die alternativlos Einsichtige auch bereits an weiteren Entschuldigungen. Wohl nicht zuletzt, um dem Wahlvolk zu verdeutlichen, dass es keine bessere Führerin als die beliebteste Bundeskanzlerin aller Zeiten gibt und geben kann: https://juergenfritz.com/2021/03/24/nach-fehlereingestandnis-merkel-plant-weitere-entschuldigungen/

    *sarcasm off*

  3. Der oberste RKI hat gestern noch einmal verdeutlicht, worum es ihm wirklich geht: Es ist egal, ob die vulnerablen Menschen geschützt sind oder nicht, es geht um die Vernichtung des Virus. Für dieses Ziel verlangt er eine mittlerweile auf 80% hochgezogene Impfquote, die auch all die einschließt, für die Corona nur ein besserer Schnupfen ist.
    Bis dies 80% erreicht sind, wird Merkel auch versuchen, uns mit diesen albernen Lappen rumlaufen zu lassen und alles zu verbieten, was das Leben angenehm macht. Von Grillparty bis Schützenfest.

    Das verspricht einen heißen Sommer. Wir leben in spannenden Zeiten.

    • Das Virus könnte nur global vernichtet werden, was entweder viele Jahre dauert oder wahrscheinlich nie mehr gelingt. Es lässt sich jedoch einhegen und weniger tödlich machen, in Deutschland hoffentlich schon diesen Sommer.

      • @Alexander Dilger
        „… hoffentlich schon diesen Sommer.“

        Ihr frommer Wunsch möge in Erfüllung gehen.

        Eher glaube ich allerdings, dass Frau Merkel ganz Deutschland einhegen lässt. Natürlich nicht am Stück, sondern schön partagiert, damit sich niemand zu weit von seinem Zuhause entfernt.

      • Ja, als Einbahnstraße. Alles rein in den afropäischen Möchtegern – Melting Pot Germoney.

      • Unser Problem: „Der männliche Merkel“ (Laschet) ist kaum besser (und Söder eventuell auch nicht besonders) – und die Macht im zukünftigen Bundestag. vom Bundesrat zu schweigen, müssen sich CDU/CSU und FDP wohl weiter mit Rot-Grünen teilen…

    • Die möglichen Nachfolger aus CDU oder gar Grünen machen leider auch angst und bange. Zum Spätsommer dürfte die Bevölkerung überweigend durchgeimpft sein, was diesen pro-Lockdown-Parteien Auftrieb bescheren dürfte, während die Insolvenzwelle politisch leicht bis hinter den Wahltermin verschleppt werden kann.

  4. Kleines Ablenkungsmanöver. Weitere schlimme Lockdown-Maßnahmen und drastische Reisebeschränkungen sind jederzeit möglich.
    Verantwortung übernehmen? Bei Merkel bisher Fehlanzeige.

  5. Merkel hat sich vor dem Volk entschuldigt für eine Sache, die eigentlich richtig war. Dass die Ministerpräsidenten der Sache zugestimmt hatten, ist das eigentliche Dilemma. Das ist Zeugnis eines schwachen Sinnes, wobei die Fehlentscheidung einer einzelnen Person zu akzeptieren ist., Sie ist halt nicht der Papst, dem die Unfehlbarkeit in die Wiege gelegt wurde. Wollen wir hoffen, dass der Impfstoff reicht, bevor die 40.000er Marke überschritten wird.

    • Es war nicht richtig, die Einkäufe um Ostern herum verdichten zu wollen. Der Impfstoff hilft weniger gegen Infektionen als gegen schwere Erkrankungen und Todesfälle, deren Reduktion jedoch auch viel wichtiger ist. Infektionen ohne jede Erkrankung sind doch eigentlich gar nicht besonders schlimm und kommen mit anderen Viren und Bakterien ständig vor.

      • Dann müsste man ja auch sagen können, je mehr Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren, je besser ist es für die Nichtinfizierten, was eigentlich ja auch stimmt. Dem zur Folge machen wir mit jedem Lockdown etwas falsch. Ich meine das ganz im Ernst. Haben sie eine Ansteckung, haben sie Antikörper für ca. 9 Monaten entwickelt. Ich rede hier nicht über eine Herdenimmunität. Im Prinzip weiß ja noch niemand etwas über die Langzeitwirkung einer Impfung, aber was ich weiß ist, dass für jeden Impfwilligen 15 Formulare auszufüllen sind, bis er denn geimpft ist. Das gibt es in keinem Land auf dieser Erde.

      • Man sollte nie vergessen, wie lange Impfstoffe normalerweise brauchen bis sie zugelassen werden und dass die Länder, die Corona bereits überwunden haben, überwiegend so gut wie gar nicht geimpft haben.

      • Wirklich überwunden hat bislang kein Land die Pandemie. Durch Impfungen ist das immerhin möglich. Die schnelle Entwicklung und Zulassung der Impfstoffe hat ihren Preis, doch trotzdem überwiegen insgesamt die Vorteile des Impfens, wenn auch nicht zwingend für jeden. Bei jungen Frauen könnte das Impfrisiko größer sein als das Risiko, an dem Virus ernsthaft bis tödlich zu erkranken.

      • Ich bin sonst kein Impfgegner. Aber die Sars-Cov-2 Impfstoffe, die wohl aus gutem Grunde alle nur eine „Notzulassung“ besitzen, sind mir nicht geheuer. Niemand weiß, welche Nachwirkungen diese mit heißer Nadel gestrickten Impfstoffe noch entfalten werden und die Skepsis ist nicht nur bei Laien wie mir, sondern auch unter Ärzten nach wie vor sehr groß, obwohl Letztere sich mit der Umsetzung der Impfempfehlung ein hübsches Zubrot verdienen werden (sie sollen angeblich für jede Impfung 150 bis 175 € erhalten).

      • Die Impfstoffe wurden in der EU doch regulär zugelassen, was zur Zeitverzögerung beitrug und eine Haftung der Hersteller ermöglichen sollte. Wie sich nun herausstellte, wurde diese Haftung jedoch vertraglich ausgeschlossen. Es fehlt wieder einmal eine vernünftige Risikoabwägung. Vielen alten Menschen rettet das Impfen das Leben, bei jungen Menschen ist es hingegen ähnlich gefährlich wie die Krankheit.

      • Karl Lauterbach beschwört doch bereits seit Tagen ein Horror-Szenarion für 50-jährige herauf!

      • Macht er Ihnen Angst? Ich halte auch nichts von der ständigen Panikmache vor Kindern durch ihn, Herrn Drosten und jüngst den Spiegel.

      • Nein, Panikdirektor Lauterbach macht mir keine Angst.
        Aber ich kann mich ja auch jederzeit aus Deutschland zurückziehen.
        Jedem Deutschen ist das leider nicht vergönnt.

      • Für die Nichtinfizierten sind nur diejenigen gut, die sich schon infiziert hatten, aber nicht mehr infektiös sind. Wie viele das sind, weiß niemand, weil es nicht systematisch untersucht wird. Das Impfen ist viel zu bürokratisch, aber auch ansonsten ineffizient und viel zu langsam.

      • „nicht mehr infektiös“: Aufgrund der Mutanten ist dieser Zustand leider nur für eine gewisse Zeit relevant, denken Sie etwa an die zahlreichen Neuinfektionen in Manaus.

      • Eine erneute Infektion ist, wie eine Infektion nach einer Impfung, möglich, aber unwahrscheinlich. Der Verlauf bleibt dann auch meist milder oder völlig symptomfrei. Wie es langfristig ist, weiß noch niemand, weil es das Virus noch nicht so lange gibt.

      • In Manaus waren im letzten Sommer drei Viertel der Menschen infiziert, jetzt sind es vermutlich wieder so viele. Ich wünschte es mir ja auch anders, aber dies ist die traurige Realität. In Zukunft werden mindestens jährliche Auffrischungsimpfungen notwendig sein, um die Pandemie zu kontrollieren, halbjährliche würde ich nicht ausschließen.

      • Aus Zoonosen resultierende Pandemien könnten sich künftig häufen (siehe z.B. https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/natur/2097428-Sars-CoV-2-war-noch-nicht-alles.html), wenn die Menschhheit nicht endlich beginnt, die Probleme an der Wurzel zu packen, statt immer nur an den Symptomen herum zu doktern. Das gilt ganz besonders für das deutsche Gesundheitssystem, welches den Ereignissen traditionell genauso nur hinterherläuft wie die derzeitige Regierungspolitik. Es liegt ja auf der Hand, dass es für Ärzte und Pharmaindustrie gewinnbringender ist, zu impfen und Kranke zu behandeln als vorzubeugen. Wie das ethisch und moralisch einzustufen ist, interessiert im „Besten Deutschland aller Zeiten“ offenbar kaum jemanden. Die Krankenkassen und der Staat bezahlen ja … (Oh Herr, lass Hirn vom Himmel fallen, falls es Dich gibt!)

      • Es wurde geschätzt, dass Zweidrittel der Menschen in Manaus infiziert waren. Die neue Variante ist ansteckender und kann eher zu Reinfektionen führen, aber auch nicht bei jedem. Wie bei Grippe könnte es jedes Jahr eine neue Welle geben, aber weniger schlimm als die ersten. Insgesamt sind Coronaviren eben doch nicht so gefährlich wie Grippeviren, nur der Vergleich der ersten mit der x-ten Welle war schief.

      • Zumindest in Deutschland wird die neue Welle wohl schwerer im Sinne von mehr Ansteckungen verlaufen, wobei mir unklar ist, inwiefern das am individuellen Verhalten der Menschen liegt (das Thema fehlende Impfungen klammere ich mal aus). Die Mutanten gibt es ja auch in anderen Ländern und hier sind derartig rasante Anstiege aktuell nicht zu beobachten.

      • Nachdem Deutschland – mit mehr als einem Jahr Verspätung – so langsam endlich einmal anfängt zu testen, werden die Infiziertenzahlen natürlich demnächst hochschnellen. Das liegt aber daran, dass jetzt die bisherige Dunkelziffer sichtbar wird und nicht an tatsächlich höheren Werten. Bestes Deutschland aller Zeiten eben.

    • Die eigentliche Frage ist doch, warum wir überhaupt neue Höchststände sehen müssen. Dass die Mutante ansteckender ist, kann man nicht abstreiten. Aber wenn sich jeder an die Hygieneregeln halten würde, hätten wir damit kein Problem. Meine Vermutung ist, dass neben den Kitas und Schulen vor allem der Arbeitsplatz ein Problem ist. Allerdings nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch im öffentlichen Dienst. Wenn man acht Stunden lang im Büro sitzen muss, lässt man halt doch mal die Maske fallen, etc.

      • Die problematischsten Hotspots sind Flüchtlingsunterkünfte, Kreuzfahrtschiffe und die ‚Partyszene‘.
        https://www.aerzteblatt.de/archiv/214372/Fluechtlingsunterkuenfte-Ploetzlich-ein-Corona-Hotspot
        Das ist schon lange bekannt.

        Aber es ist natürlich politisch nicht korrekt, hierauf hinzuweisen. Wer es trotzdem wagt, ist mindestens ein Rassist, wenn nicht gar ein Nazi. Daher gehen wir alle brav in Sippenhaft und warten, bis auch die letzten ‚Partypeople‘ und nicht Assimilierbaren auf Steuerzahlers Kosten von Dolmetschern in ihrer Muttersprache aufgeklärt worden sind.

  6. Jetzt träumen Merkels Leute schon vom Verbot von Auslandsreisen wegen Corona.

    Ich freue mich dann schon auf die neuen Montagsdemos mit den Schildern „Wir fordern Reisefreiheit“ …

  7. Klar gibt es mehr Corona-Fälle, da mehr getestet wird.
    Wenn es mehr IQ-Tests gäbe, hätten wir auch mehr Idioten!

  8. Der nächste Reinfall bahnt sich an: Wenn Rückkehrer von Mallorca auf Befehl der Reichskanzlerin positiv getestet werden, sollen sie in Mallorca in Quarantäne gehen. Die Spanier werden sich hierfür bedanken. Spanien steht noch nicht unter Merkels Befehlsgewalt. De Spanier werden mit Sicherheit darauf bestehen, dass positiv Getestete nach Deutschland ausgeflogen werden.
    Wieder ein Beispiel für die Arroganz gegenüber den eigenen Bürgern, die ja nur diszipliniert werden sollen, aber auch gegenüber dem souveränen spanischen Volk. Ich wünschw bestes Misslingen.
    Merkels Macht erstreckt sich höchstens auf ein Ausreiseverbot für Deutsche. Bei Wiedereinreise droht die Anklage wegen Republikflucht.

    • Das ist halt die Folge davon, wenn man sich als Regierungschefin mit Händen und Füßen dagegen wehrt, Urlaub in Ferienwohnungen zuzulassen. Diese Modellprojekte à la Tübingen kommen jetzt plötzlich in Mode (was ja auch sinnvoll ist), aber man gesteht den Bürgern nicht zu, mal einige Tage Tapetenwechsel zu bekommen. Von Psychologie hat die Regierungschefin nicht viel Ahnung.

      • Raus darf man noch, aber vielleicht nicht mehr rein, zumindest nicht als deutscher Bürger, sondern nur als Flüchtling. Vielleicht sollte man dann seine Papiere wegwerfen.

      • Ich hatte schon überlegt, bei der Rückkehr nach Deutschland meinen Pass verschwinden zu lassen und als in Südafrika verfolgte Weißer in Deutschland Asyl zu beantragen. An meinem Akzent, so zu sprechen wie Howard Carpendale, müsste ich allerdings noch arbeiten… 😉

      • @howardmacorisano

        Hello Again!
        Ja, solche Ideen sind naheliegend.
        Allerdings möchte ich als weißer Südafrikaner nicht unbedingt mit hunderten Afroeuropäern im Auffanglager verweilen müssen … (war das jetzt noch politisch korrekt? 😉)

      • Na dann sollen mich die Grünen mal schön abschieben.
        Gibt es dafür wenigstens einen Goldenen Handschlag? 😎

    • Ist es überhaupt rechtlich und moralisch zulässig, Deutsche, gerade auch noch erkrankte, die Hilfe bräuchten, aus dem eigenen Land auszusperren? Gelten die Grund- und selbst Menschenrechte überhaupt nichts mehr in Merkelland?

      • Was ist die Alternative? Soll sich ein Coronapositiver zu 100 anderen Gästen ins Flugzeug setzen? Viel besser wäre doch ein 14-tägiger Hotelaufenthalt auf Mallorca, am besten auf Staatskosten.

      • @Sebastian Kunze

        Vollkasko für Mallorca-Urlauber auf Steuerzahlers Kosten?
        Was ist denn das für ein Unfug?
        Könnte von Olaf Scholz oder Peter Altmaier sein.

      • Wie ist es denn sonst üblich? Wenn man in Staat X positiv getestet wird, muss man doch umgehend in Quarantäne, und zwar direkt in Staat X und nicht in Staat Y.

      • Deutschland kann aber Spanien nicht vorschreiben, wen es wie zu testen hat. Sollte ein Deutscher ohne Corona-Test nach Spanien zurückfliegen müssen?

      • Deutsche Flughäfen haben Notunterkünfte. Das sind meist neu errichtete Containerhütten, die für Mallorcaurlauber zur Verfügung gestellt werden könnten. Feldbetten stehen auf Abruf. Wir schaffen das!!

      • Dann müsste aber alle Passagiere in Quarantäne. Ok, das könnte natürlich das Ziel sein.

      • Die Krankenkassen sollen jetzt die Hotels für Touristen zahlen, die vielleicht gar nicht krank sind. Besser finde ich die Absicherung über die Reiseveranstalter.

      • Teure Vollkaskogesellschaft.
        Wie wäre es, wenn deutsche Pauschalurlauber ihre Risiken endlich mal selbst tragen?

      • @Sebastian Kunze

        Schon die Überschrift ist irreführend.
        „Kostenlos“ für wen?

      • Warum sollten die Krankenkassen oder gar der Staat diese Kosten übernehmen?
        Ist es denn Angelegenheit der „Solidargemeinschaft“ (Allgemeinheit), wenn sich Urlauber dem Risiko einer willkürlich von Frau Merkel angeordneten Quarantäne aussetzen?
        Haben wir tatsächlich schon so viel Sozialismus, dass niemand mehr selbst für sein Handeln und daraus erwachsende Risiken verantwortlich ist?

      • Wir sind doch einig, dass die Krankenkassen nicht für Hotels etc. zahlen sollten, was sie wohl auch nicht tun. Bei den Staaten ist die Frage, ob man die Regeln für unsinnig hält. Falls ja (was ich tue), sollte der Verursacher, also der jeweils den Unsinn vorschreibende Staat, dafür zahlen. Falls nein, sind die Reisenden die Verursacher und sollten selbst zahlen.

      • Wer ist „der Staat“ als Zahler?
        In diesem Fall ja wohl der Steuerzahler, obwohl er diese unsinnige Entscheidung gar nicht getroffen hat. Warum also sollte dann bitteschön ausgerechnet der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden?

        Ich meine, dass wer eine Reise tut, derartige Risiken einkalkulieren muss. Zudem mit seiner derartigen Kakistokratenregierung.

        Generell stellt sich ohnehin die Frage, wie gerecht oder ‚demokratisch‘ es überhaupt ist, dass eine aus Nicht-Leistungsträgern bestehende Mehrheit mittelbar darüber bestimmt, wie die von ihr gewählte sozialistische Regierung das Geld einer Minderheit von Netto-Leistungsträgern tagaus, tagein zum Fenster hinaus wirft.

      • Die Regierung handelt für den Staat, der also auch für ihr Fehlverhalten zahlen muss. Das kann am Ende die Steuerzahler treffen, was jedoch nicht zwingend ist, weil der Staat auch noch andere Finanzierungsquellen hat. Meinen Sie hingegen, dass der Staat alles darf, ohne dafür haften zu müssen? Sollten Aktiengesellschaften auch nicht für Managerfehler haften müssen, weil das die armen Aktionäre treffen könnte?

      • Letztlich können Manager (jedenfalls Geschäftsführer und Vorstände) immer für ihre Fehler haftbar gemacht werden, da sie die Haftungsbeschränkung für Kapitalgesellschaften nicht vor Haftung schützt. Die Haftungsbeschränkung nimmt nämlich genau nur (nicht im operativen Geschäft tätige) Gesellschafter und Aktionäre in Schutz, aber nicht das Management. Politiker hingegen werden hierzulande leider für gar nichts haftbar gemacht. In der Praxis werden sie sogar nicht einmal gefeuert, sondern bestenfalls weg gelobt. Daher hinkt Ihr Vergleich.

      • Das hängt von der Art der Fehler ab. Echtes Fehlverhalten oder gar Straftaten führen zur persönlichen Haftung des Managers oder dessen häufig vom Unternehmen bezahlter Versicherung, einfaches Pech bei wirtschaftlich vertretbaren Entscheidungen nicht. Außerdem entlässt das nicht das Unternehmen aus der Haftung gegenüber Dritten. Entsprechend ist es beim Staat, Politiker und Beamte bei grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz durchaus in Haftung nehmen könnten, das aber nur selten tut. Dagegen haben wir zum Glück keine politische Justiz, wird also niemand dafür bestraft, dass z. B. geltende Gesetze der nächsten Regierung nicht passen.

      • Es gibt wohl spezielle Versicherungen für diese Fälle, also wird die Angelegenheit rein marktwirtschaftlich gelöst.

      • Wenn es tatsächlich schon entsprechende Versicherungsangebote gibt, warum sollte der Steuerzahler („Staat“) oder die Gemeinschaft der Krankenversicherten dann hier überhaupt einspringen?

        Wer Vollkasko möchte, soll so eine Versicherung abschließen und gut ist´s.
        Wer dafür zu geizig ist, hat eben Pech gehabt.

        Und wer keine dilettantischen Willkürentscheidungen einer unfähigen Kakistokratenbande mehr will, der sollte sich gut überlegen, wo er bei der nächsten Wahl sein Kreuzchen macht.

      • Als Tourist können Sie über Ihren Reiseveranstalter abgesichert sein oder auch nicht. Die normalen Auslandskrankenversicherungen zahlen wohl ebenso wenig wie die gesetzlichen Krankenversicherungen, eben weil es nicht um Krankheitskosten geht. Mir sind keine Individualversicherungsangebote für Endverbraucher zu diesem Risiko bekannt.

      • Da steht nicht, dass man diese individuell buchen könnte, sondern man ist als Pauschalreisender entweder über den Veranstalter versichert oder eben auch nicht.

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