Macht Corona glücklicher?

„Deutsche trotz Pandemie zufriedener“, behauptet der „World Happiness Report 2021“ (siehe Tabelle 2.1. im 2. Kapitel). Damit steigt Deutschland vom 15. Rang (gemäß Durchschnittswerten 2017-2019) auf den 7. Platz weltweit auf. Ganz vorne liegt unverändert Finnland (trotz höherer Selbstmordrate, die wiederum nicht hoch genug ist, dass alle Unglücklichen aus der Statistik fallen würden) gefolgt von Island, Dänemark, Schweiz, Niederlanden und Schweden. Wer also in ein glücklicheres Land auswandern will, sollte nicht zu sehr in die Ferne schweifen (Neuseeland liegt auf dem 9. Platz hinter Norwegen und vor Österreich).

Aber wie kann es sein, dass die Corona-Pandemie und vor allem die mit ihr begründeten Grundrechtsbeschränkungen die Menschen glücklicher gemacht haben sollen? Auf mich trifft das definitiv nicht zu. Aber vielleicht bereitet es etlichen Mitbürgern Freude, wenn anderen die Freiheit genommen wird, die man selbst auch nicht so richtig mag oder sich heuchlerisch herausnimmt, ohne sie anderen zu gönnen. Eine andere Erklärung könnte sein, dass sich der Referenzrahmen verschiebt. Man weiß Dinge oft erst richtig zu schätzen, wenn sie einem fehlen. Abgefragt wurde auf einer Skala von 0, dem schlechtestmöglichen Leben, bis 10, dem bestmöglichen, wie man das eigene Leben einschätzt. Die Pandemie erinnert daran, dass man durchaus qualvoll sterben oder von der eigenen Regierung beliebig schikaniert werden kann. Im Vergleich dazu geht es den meisten noch ziemlich gut, selbst wenn es eigentlich schlechter ist als in den Jahren zuvor, als man der 0 vielleicht eher ein langweiliges als schreckliches Leben zuordnete.

66 Gedanken zu „Macht Corona glücklicher?

  1. Es kann noch viele andere Gründe geben, so kann man z.B. die Heimarbeit im Vergleich zur Präsenz im Büro gut finden oder man findet es gut, dass die Kinder mehr zuhause sind und man mehr Zeit mit ihnen verbringen kann. Sind Ihre Kinder bei Ihnen zuhause eher auf der Soll-Seite?

    • Es geht doch um den Durchschnitt. Nicht jeder kann nun neu in Heimarbeit arbeiten, ich konnte es z. B. schon früher und andere können es weiterhin nicht oder werden ganz freigestellt mit dem Risiko dauerhafter Arbeitslosigkeit. Aber vielleicht wird das Ergebnis auch dadurch getrieben, dass besonders geschädigte Kinder und Jugendliche gar nicht befragt werden und in Altenheimen isolierte und zugleich gefährdete Menschen wohl auch weniger.

      Über die Kinder (und die Zeit ihrer Eltern) verfügt der Staat völlig willkürlich. Für nächsten Dienstag konnte ich einen dienstlichen Termin nur bedingt zusagen, weil bis heute niemand weiß, ob dann Schule und Kindergarten stattfinden werden oder nicht. Würden sie dauerhaft ausfallen, könnte man sich besser darauf einstellen und wir könnten z. B. überlegen, zumindest vorübergehend in ein freieres (und sonnigeres) Land zu ziehen.

      • Sie können doch problemlos nach Mallorca. Vielleicht gibt es kurzfristig irgendeinen Quarantänefall, der den Schulbesuch leider unmöglich macht.

      • Für mich bleiben die politischen Risiken viel größer und unberechenbarer als die durch das Virus selbst. Das Herumreisen erhöht vielleicht etwas das Infektionsrisiko, nicht der Verbleib an einem anderen Ort. Trotzdem könnte es jeden Moment wieder passieren, dass man ausgewiesen wird, irgendwo strandet oder in Quarantäne geschickt wird. Die Schulpflicht kann ebenso zwangsweise durchgesetzt oder auf Aufgabenblätter beschränkt werden, die jedoch physisch abgeholt werden müssen. Wie können Sie das enorme Politikversagen ignorieren oder sogar noch gutheißen?

      • Es gibt doch so viele Möglichkeiten, sich gegen diese Einschüchterungsversuche zu wehren. So hätten etwa Geschäfte schon längst in konzertierten Aktionen öffnen können. Warum nimmt man die staatlichen Übergriffe so einfach hin?

      • Ich dachte, Sie befürworten die staatlichen Zwangsmaßnahmen. Privater Rechtsbruch ist keine Lösung dagegen, sondern der Staat muss endlich wieder die Grundrechte achten und zulassen, dass Menschen von sich aus vernünftige Entscheidungen treffen oder auch ihre eigenen Fehler machen.

      • Sollen jetzt wieder private Treffen verboten werden, wenn man sich vorher mit Schnelltests absichern kann? Natürlich gibt es ein Widerstandsrecht gegen willkürliche Maßnahmen.

      • Es sind doch fast alle Corona-Maßnahmen willkürlich, weder verhältnismäßig noch überhaupt effektiv. Predigen Sie jetzt Anarchie?

      • Ein Rechtsstaat funktioniert nur, wenn die Handlungen der Gewalten allgemein akzeptiert sind. Wenn ein Gesetz beschlossen wird, nach dem man jedes Jahr mindestens eine Person liquidieren muss, kann die Antwort darauf nicht sein, dieser Norm zu folgen.

        Unabhängig davon war und ist es richtig, die Präsenzpflicht an den Schulen abzuschaffen bzw. Anreize zu setzen, dass sich möglichst wenige Schüler dort physich aufhalten, SOLANGE es keine hinreichenden Schutzkonzepte gibt. Schauen Sie sich die aktuelle Explosion der Neuinfektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen doch an.

      • Was ist denn das für ein schräger Vergleich? Sie waren doch bisher für die ganzen Ge- und Verbote. Ich halte diese für falsch, aber der Schutz von Leben ist immerhin eine Begründung dafür, auch wenn ich denke, dass sie bei genauerer Betrachtung nicht trägt. Ihre Logik führt in den Bürgerkrieg, wenn die einen z. B. ihr Leben schützen wollen (oder das von ungeborenen Kindern) und andere ihre Freiheit, die einen das Klima und die anderen den Wohlstand etc. Der liberale und demokratische Rechtsstaat soll zu einem Ausgleich der Interessen führen, wozu alle Kompromisse machen und die Gesetze akzeptieren müssen. Das schließt Kritik daran und das friedliche Eintreten für Veränderungen keineswegs aus.

      • Aber Gesetze haben doch auch Grenzen, wie mein Beispiel zeigt. Außerdem können sie kreativ ausgelegt werden. So könnten z.B. Sie doch aktuell ohne weiteres Übernachtungen in einem Beherberbungsbetrieb buchen mit der Begründung, dass Sie dort Homeoffice machen möchten. Die Familie gehört dann halt dazu.

        Ein Bürgerkrieg droht doch vor allem, wenn die Regierung gegen den klaren Mehrheitswillen verstößt und Teile der Bevölkerung erheblich unter der Politik leiden.

      • @Sebastian Kunze

        Ein Bürgerkrieg in Deutschland?
        Der war gut. Ist fast so wie „Steht ein Manta vor der Uni“ oder „Zwei Studenten gehen an einer Kneipe vorbei“.

      • Moment, das Thema Bürgerkrieg wurde von AD aufgeworfen. Ich halte das ja auch für abwegig. Von Anarchie sind wir im bürokratischen Deutschland nun wirklich sehr weit entfernt.

  2. Mich erinnert das daran, dass ich vor über 20 Jahren ein Projekt leitete, bei dem es darum ging, Mitarbeitern in einem industriellen Fertigungsprozess mehr Partizipation, mehr Mitbestimmung, mehr Freiheiten einzuräumen. So, wie wir es uns an der Uni erdacht und theoretisch abgeleitet hatten, sollte alles partizipativ mit den Arbeitern erarbeitet werden. Was der Zeitgeist aus den 70ern halt so weitergetragen hatte.
    Es hat auch keiner offensiv torpediert, wir hatten auch alle viel Spaß und einige Erfolge. Aber der richtige Durchbruch blieb dann doch aus. Irgendwann sagte mir mal einer der Arbeiter: „Herr Sodenkamp, Sie machen das ja alles ganz toll und so. Nur wir Arbeiter, wir wollen das alles eigentlich gar nicht. Wir wollen einfach nur unsere Arbeit machen, pünktlich nach Hause gehen und unsere Ruhe haben. Eigentlich wollen wir keine Verantwortung übertragen bekommen.“ Da wurde mir klar, dass mehr Gestaltungsspielräume, mehr Freiheitsgrade (die ich für mich immer angestrebt habe) für viele, vllt. sogar für meisten, Menschen eben kein so erstrebenswertes Ziel ist. Das könnte die weitgehende Akzeptanz der Freiheitseinschränkungen in der Pandemie erklären, zumal diese den Menschen plausibel begründet scheinen
    Es könnte auch sein, dass die Corona als gerecht empfunden wird. Vor Corona war es eben eine Frage des Geldes, ob jemand auf den Bahamas urlauben konnte. Während der Pandemie hilft mir das Geld nichts, wenn die Reisebeschräkungen alle treffen
    Ein weiterer Grund ist, dass Corona ja als potentiell tödlich wahrgenommen wird. Das Thema Tod, das sonst in allen Kulturen mehr oder weniger tabuisiert wird, wird durch Corona in einer zuvor nie dagewesenen weltweiten Diskussion enttabuisiert. Mein Eindruck ist gerade bei älteren Menschen, dass sie oft einfach froh sind, überhaupt noch am Leben zu sein. Soll heißen: Je präsenter das Thema Tod ist, umso glücklicher schätzen sich die Lebenden, noch leben zu dürfen. Das kann auch eine Erklärung sein, wenn jetzt höhere Zufriedenheitswerte als vor Corona gemessen werden.

    • Es ist doch völlig in Ordnung, wenn jemand freiwillig Verantwortung abgeben möchte, solange das nicht auch anderen aufgezwungen wird, wie es durch die Politik im Gegensatz zur Marktwirtschaft droht.

      Dass der Tod präsenter erscheint und viele sich freuen, überhaupt ohne große Schmerzen am Leben zu sein, gehört zur angesprochenen Änderung des Bezugsrahmens („Framing“). Objektiv ist die Lage jetzt schlechter als vor Corona, subjektiv nicht unbedingt. Das führt zu einem politischen Dilemma: Letztlich ist das subjektive Empfinden wichtiger, aber trotzdem sollte gute Politik versuchen, die objektive Lage zu bessern.

    • Ich stimme Ihnen zu, dass die meisten Menschen tatsächlich gar keine Freiheiten wünschen. Ich konnte mir das früher gar nicht vorstellen, da ich von Natur aus rebellisch und unangepasst eingestellt bin und schon immer mein eigenes Ding machen wollte. Mit mehr Lebenserfahrung habe ich erkannt, dass das nicht der Wunsch der meisten Menschen ist. Sie wollen starre Regeln, sie wollen auch eingeschränkt werden. Sie wollen gar nicht selbst entscheiden. Das war ein Schock für mich, der jetzt in der aktuellen Pandemie auf allerschlimmste Art und Weise bestätigt wird.

      Ich stimme Ihnen nicht zu, dass die reine biologische Funktion von „Leben“ an Stellenwert gewonnen hat. Die sehr alten Menschen, die ich kenne und kennengelernt habe, haben und hatten sich allesamt mit dem Tod arrangiert. Da war und ist niemand dabei, der einfach nur physisch existieren möchte. Es ist das „Leben“, was ein Leben erst lebenswert macht. Wer aktuell nicht die Regeln bricht, der hat besonders als sehr alter Mensch jedoch kein Leben mehr.

      Wir sind alle sterblich, für mich ist und war das keine neue Erkenntnis. Vielleicht ist die heutige Gesellschaft auch einfach „verweichlicht“, ohne Corona damit verharmlosen zu wollen. Vor einigen Jahrzehnten hätte man andere Sorgen als Corona gehabt. Das ist in der heutigen Gesellschaft wohl nicht mehr verbreitet. Noch vor 100 Jahren war bereits eine Geburt eine gefährlichere Sache als Corona. Nicht wenige Mütter und Kinder sind daran gestorben. Hätte man deshalb darauf verzichtet? Greise, für die Corona brandgefährlich ist, gab es praktisch nicht. Ich glaube, wir begehen aktuell einen riesengroßen Fehler. Menschen können sich selbst schützen, wenn sie das möchten. Die Möglichkeiten dafür (Tests, Lieferdienste, teilweise Impfungen etc.) liegen vor. Es obliegt jedem Menschen selbst, wie er mit der Situation umgehen möchte.

      • Die meisten Menschen könn(t)en sich selbst schützen, was die meisten Zwangsmaßnahmen zweifelhaft macht. Es gibt Ausnahmen, z. B. in den Alten- und Pflegeheimen, wo der Staat aber gerade nicht seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist und die meisten Toten zu beklagen waren. Auch anderer Zwang sollte unterlassen werden, z. B. die Schulpflicht. Hier pendelt die Politik zwischen den Extremen Pflicht zum Schulbesuch und faktisches Verbot durch Schulschließungen, statt den vernünftigen Mittelweg zu wählen bzw. zuzulassen.

  3. Die Deutschen werden mir immer mehr zum Rätsel. Der Lockdown ist für mich mittlerweile Lebenszeitverschwendung und diese lustigen bunten Scheine, die ohne Gegenleistung unter das Volk gebracht werden, können keine Bewegungsfreiheit ersetzen. In Merkelland mit all diesen Schlafschafen eingesperrt zu sein, ist wirklich Höchststrafe.

    • Ich halte die Ergebnisse für Fake News. Wenn ich mich aber täusche und der Report spiegelt die aktuelle Stimmungslage tatsächlich wider, lese ich ein implizites Bekenntnis für Sozialismus heraus: Gleichheit ist wichtiger als das Glück der größtmöglichen Menge. Lieber geht es allen gleich schlecht als einigen besser als anderen auf insgesamt höheren Niveau.

      • Nimmt die Ungleichheit wirklich ab oder wird sie nicht noch verschärft? Mit sicherem Job und Homeoffice profitiere ich, während die Kinderfeindlichkeit noch einmal deutlich zugenommen hat.

      • 47 Prozent der Grünen-Wähler sind für eine Verschärfung des Lockdowns. Es scheint, daß nicht nur die Grünenpartei, sondern auch ihre Wähler für Verbote besonders empfänglich sind. Es ist aufschlußreich, daß gerade die hedonistischste Wählergruppe am meisten Angst vor dem Tod zeigt. Bereits in der Klimadebatte wurden ausgesprochen apokalyptische Töne angeschlagen. Religion scheint wirklich eine Leerstelle zu sein, die mit irgendetwas besetzt werden will, ohne jedoch von ihren atheistischen Nachfolgeerscheinungen wirklich ausgefüllt werden zu können. Das Resultat sind solche verquasteten, degenerativen Ersatzethiken wie die grüne Hypermoral. Nietzsche hätte solche Spätzeitphänomene mit einem Blick erfaßt, er hat ja viel über den geistig-kulturellen Niedergang des Westens gewußt und geschrieben.

        https://www.welt.de/vermischtes/article228827155/Umfrage-Deutliche-Mehrheit-der-Deutschen-gegen-Verschaerfung-des-Lockdowns.html

  4. Ergebnis Statistik erinnert fatal an “ …Ich glaube nur der Statistik , die ich selbst gefälscht habe „.

    Auch in unserem persönlichen Umfeld ist kein Einzige/r glücklich oder gar glücklicher mit der aktuellen Lage, weder wirtschaftlich, noch im persönlichen Bereich.

    Einschränkung der persönlichen Freiheit einschl. Mobilität – in Deutschland , in das Ausland – ist zu groß. Bei Kindern, Studenten, Erwerbstätigen, in der älteren Generation.

    Was bleibt ist wieder eine Meinung die der aktuellen Regierungspolitik in die Hände spielt.

    “ Klimakatastrophe “ als Turbo für das Grüne Wahlergebnis in BaWü gleichwohl Deutschlands Anteil an der Weltbevölkerung nur 1 % ( ! ) beträgt und CO 3 Anteil bei 2 % dümpelt.

    Aber wir retten die Welt. “ …Ick fass mir an de Birne “ .

    • Ich kenne auch niemanden persönlich, der die Corona-Politik gut findet, obwohl sie in Umfragen trotz allem immer noch große Zustimmung erfährt. Es könnte sein, dass unser soziales Umfeld alles andere als repräsentativ ist. Vielleicht liegt es aber auch an der spezifischen Form der Fragestellung. Ähnlich erschreckend ist die große Zustimmung für die Grünen, die alles der Klimapolitik unterordnen wollen, die in dieser Form ganz offensichtlich gar keinen realen Effekt auf das Weltklima haben kann bei immensen Kosten an Wohlstand und Freiheit.

      • Sie sprechen einen ganz wichtigen Aspekt an, Herr Dilger: Unsere Wahrnehmung ist nicht repräsentativ.
        Nichtsdestotrotz staune ich schon auch über die Ergebnisse derartiger Befragungen. Offenbar ist Deutschland die Hochburg des Masochismus.

      • Es geht im realen Leben nicht um Inhalte oder um Wahrheiten. Es geht um Gefühle und Deutungshoheit. Wer die Deutungshoheit besitzt und die Gefühle der Menschen damit bestimmt, kann alles, auch völligen Unsinn, durchsetzen. Die Aufklärung konnte hier temporär Abhilfe verschaffen, doch nun erleben wir einen Rückfall, weil es Themen gibt, die ein einfacher Mensch niemals selbst erfassen kann. Religion war leider nie tot, sie kommt wieder, nur in neuen Gewändern. Der Mensch scheint sie zu brauchen.

      • Wie schon der Sozialismus, so scheinen auch die Grünen eine Ersatzreligion bereitzustellen ohne Gott bzw. mit anderen Göttern (Mutter Erde, das Klimam, die Natur). Hinzu kommt die massenmediale Dauerpropaganda und die selektive Berufung auf angeblich unbezweifelbare Wissenschaft (von Klimaforschern und bestimmten Virologen, während man zugleich an Homöopathie und nicht an zwei biologische Geschlechter glaubt).

      • @Peter Burger
        „Religion war leider nie tot, sie kommt wieder, nur in neuen Gewändern.“

        I can´t agree no more.

      • Die ÖR sind letztendlich auch nichts anderes als früher der Pfarrer, der auf der Kanzel seine Predigt gehalten hat. Das Problem ist, dass sich diese Ersatzreligionen mittlerweile tief ins Über-Ich hineingefressen haben und man auch mit stichhaltigen Argumenten nicht mehr so einfach dagegen ankommt.

      • Mit (pseudo)religiösen Fanatikern kann man tatsächlich schlecht sachlich diskutieren. Aber es geht doch vor allem um die vielen Mitläufer und eher unpolitischen Wähler, denen von bürgerlicher Seite kaum noch ein attraktives Alternativangebot gemacht wird. Frau Merkel, inzwischen auch Herr Söder und mit ihnen CDU wie CSU laufen selbst in die falsche Richtung und sind von Opportunisten durchsetzt, die lieber noch schnell einen Maskendeal abziehen. Die AfD wird inzwischen von einer anderen, eher noch schlimmeren Sekte dominiert, während die FDP unter Christian Lindner zu schwach und wankelmütig ist.

      • @Peter Burger

        Die Ersatzreligionen (Klimawahn, Covid-Angst, Weltumarmungssucht usw., usf.) sind vor allem Ausdruck des Nicht-selbst-denken-Wollens.

      • In meinem Umfeld gibt es leider jede Menge Unterstützer der Merkel- und Coronapolitik. Etwa an den Gymnasien hier im Rheinland sind bei den Schülern weit über 50%-60% linksgrün (inkl. Merkel) orientiert, bei den Lehrern nicht viel weniger, gilt für städtische und katholische Gymnasien gleichermaßen.
        Der Riss geht quer durch die Gesellschaft, Familien, Nachbarschaften usw.

      • Wie immer, das kann man nicht verallgemeinern. Ich vernehme aber leider eine zunehmende Radikalisierung. Die fanatischen Ideologen setzen die gutmeinenden Mitläufer unter Druck. Damit wird Zwietracht gesät und noch funktionierende soziale Beziehungen zwischen liberal-konservativen auf der einen Seite und grünorientierten Menschen auf der anderen Seite zunehmend erschwert.

        Das Private soll wieder politisch werden. Der Hintergrund ist ganz einfach: Man möchte die gemäßigten Grünen zu einem größeren Bekenntnis zwingen. Indirekt wirkt das dann – vor allem in Großstädten – auf den politischen Gegner. Der soll isoliert werden oder sich noch besser unterwerfen. Entweder du trinkst den Sojalatte und isst den Veggieburger mit oder du bleibst alleine zuhause. Diesem Druck hält man im Bürgertum meist leider nicht lange stand.

        Über die Massenmedien erreicht man schließlich noch jene Menschen, die abseits der grünen Blase noch in stabilen, traditionelleren Verhältnissen leben. Hier wäre eigentlich die CDU als Gegenpart und Schutzpatron gefragt. Da hier nichts kommt, ist leider auch diese Flanke offen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die grünen Missionare auch hier unumkehrbar eindringen.

        Wir werden in Deutschland anders als in den USA daher auch keine Spaltung haben. Das Land wird einheitlich Grün mit vereinzelten Opponenten, denen aber jede Wirkungskraft abgeht.

      • Gut erkannt, Herr Burger. Sie sind jung. Wandern Sie aus, so lange es noch geht.

      • Linke beanspruchen doch schon seit Jahrzehnten die Deutungshoheit, insbesondere in studentischen Milieus, ohne je wirklich die Mehrheit gewonnen zu haben. Es könnte auch eine stärkere lokale Spaltung geben wie in den USA.

      • @Alexander Dilger
        „Es könnte auch eine stärkere lokale Spaltung geben wie in den USA.“

        Hoffentlich!
        Das vom Grünen Boris Palmer regierte Tübingen macht gerade vor, was alles möglich wäre, wenn man nur wollte: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89687066/corona-in-tuebingen-tagesticket-erlaubt-leben-ohne-massnahmen.html
        Aber das wird die Mehrheit der Merkeljünger nicht beeindrucken. Sie folgen lieber ihrer geliebten Führerin ins Verderben.

      • Das Beispiel zeigt aber auch, dass es pragmatische Grüne gibt und die eigentliche Konflitklinie quer durch die Parteien verläuft.

      • Boris Palmer ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Bei den Grünen gilt er als Aussätziger.

      • Sie stießen aber auf Gegenwehr. FSJ soll mal gesagt haben, dass Konservative kämpfen müssten und es keinen Rückzug ins Private geben könne. Dieser Mann hatte damit knapp die Hälfte der Bevölkerung und die wichtigste Partei hinter sich. Heute hat der grüne Zeitgeist hingegen keinen Gegner mehr. Ich fürchte auch, dass seine Aussage auch auf heute zutrifft. Ein Rückzug ins Private wird vom Gegner nicht mehr gestattet. Nur ist das liberale und konservative Lager zu geschwächt, um diesen Kampf überhaupt noch aufzunehmen.

        @300sel
        Ich hatte als Kind den großen Wunsch in die Schweiz auszuwandern. Daran hat sich bis heute auch nichts geändert. Nur sehe ich mich mittlerweile als familiär in Deutschland gebunden an. Und man muss sich keiner Illusion hingeben: Natürlich ist die Situation im Ausland, v.a. in der Schweiz, noch besser. Aber auch dort sind die gleichen Kräfte erfolgreich am Werk. Lediglich die Entwicklung ist noch nicht so weit fortgeschritten.

      • Hat sich bei den normalen Menschen wirklich so viel verändert? Die Mehrheit ist doch noch immer bürgerlich, was soziale und ökologische Präferenzen einschließt. Das traurige parteipolitische Angebot ist das Problem. Die Nachfrage scheint sich im politischen Markt nicht einfach ihr Angebot zu schaffen und die Markteintrittsbarrieren sind extra hoch gesetzt worden. Gerade deshalb sollte es jedoch Möglichkeiten für politische Unternehmer und nicht nur Opportunisten und Glücksritter geben. Das Hauptproblem ist vielleicht, dass für unternehmerische Persönlichkeiten die vielen Alternativen außerhalb der Politik verlockender sind.

      • @Peter Burger

        Die Schweiz ist keine Alternative, außer zum vorübergehenden Geldverdienen. Die meisten Schweizer haben sehr große Vorbehalte gegen Ausländern, ganz besonders Deutschen gegenüber. In der Schweiz kann man sich als Deutscher kaum assimilieren. Ich spreche da aus persönlicher Erfahrung.

      • Ja, es hat sich in den letzten Jahren noch einmal sehr viel verändert. Das ist zumindest mein Eindruck. Die Gesellschaft wird immer intolerant und unnachgiebiger. Es ist erschreckend. Radikale Gruppen wie FfF vergiften die Gesellschaft.

      • Das ist so. Den Deutschen (insbesondere Großstädtern) fehlt einfach die Gelassenheit. Ein in Deutschland lebender Franzose hat einmal zu mir gesagt, dass es ihm vorkomme, als ob die Deutschen jeden Tag einen Eimer Essig zum Frühstück trinken. Dem konnte ich nicht widersprechen.

      • Relativ normal erscheinende bürgerliche Familien in westlichen Großstädten, insbesondere mit Affinät zum öffentlichen Dienst, wählen heute by default grün, vor einigen Jahrzehnten wäre es die Union oder die SPD gewesen. Ihre Weltsicht ist mehr oder weniger stark ideologisch angereichert mit Klima, Gender, One World etc.
        Sie oder ihre Kinder können bzw. werden mittelfristig einen reality Schock erleiden, wenn das Kartenhaus ihrer schönen neuen Welt zusammenbricht.
        Je weniger stark die ideologische Verblendung und Verhärtung dieser Menschen ist, um so eher besteht noch die Chance, einige von ihnen für vernunftorientierte Politik zurückzugewinnen, zunächst im Sinne von ein paar mehr Palmers bei den Grünen.

      • Auch im ÖD gibt es Überzeugungstäter und Mitläufer. Klar, der ÖD ist für Überzeugungstäter und Weltverbesserer besonders anziehend. Es gibt aber auch genügend eher unpolitische Menschen, die einfach nur nach Gefühl wählen. Das sind dann eben jene, die durch die Medienpropaganda erfasst werden und Grün wählen, obwohl das eher nicht ihrem eigenen Naturell entspricht, das traditionell eher bei der CDU aufgehoben wäre. Man darf nicht vergessen, dass der typische Lehrer, typische Verwaltungsmitarbeiter von Natur aus sehr risikoavers ist und eher keine Experimente mag. Diese Menschen sind teils schon unfassbar sicherheitsorientiert. Ein Wahlprogramm der Grünen, das die komplette Republik umkrempeln möchte, ist ihnen da eigentlich nicht besonders nah. Die Medienpropaganda verkauft es aber nicht als solches und als eher unterwürfige Charaktere folgen sie dem Trend und entscheiden sich gegen ihre ureigenen Interessen für die Grünen.

        Palmer ist übrigens ein ganz schlechtes Beispiel. Der ist einfach rebellisch veranlagt und sich seinen Prinzipien treu geblieben. Deshalb ist er irgendwann aus der Zeit gefallen. Mit seiner Partei hat er nichts mehr am Hut. Sie wird ihn demnächst auch absägen und eine Mehrheit in der Tübinger Bevölkerung erfolgreich gegen ihn organisieren.

        Nein, das grüne, eher unpolitische Bürgertum wird nicht von selbst zur Vernunft kommen. Die einzige Chance, die ich sehe, ist eine aggressive Gegenkampagne der CDU, die aber nicht in irgendeiner Weise moralisch kaputtgeschrieben werden kann. Ich wüsste nicht, wie das gelingen soll.

      • @Peter Burger

        Leider scheint sich die von Ihnen sehr treffend beschriebene und immer größer werdende Wählerklientel nicht die geringsten Gedanken darüber zu machen, wie diese letztlich trügerische Sicherheit finanziert wird. Erst wenn die letzten Nettoleistungsträger unter der hohen Steuer- und Abgabenlast zusammengebrochen sind und/oder das Land verlassen haben, wird es ein Erwachen geben. Der Crash ist also unvermeidbar, da systembedingt. Das haben sozialistische Wohlfühlsysteme eben so an sich. Nach etwa 70 Jahren haben sie sich noch alle durch Staatsbankrott selbst erledigt. Rien ne va plus.

      • Von der CDU sind keine positiven Impulse zu erwarten. Bestenfalls wird sie endlich Frau Merkel los, ohne sie gegen Herrn Söder einzutauschen. Die FDP müsste viel mehr leisten und gegebenenfalls auch die Freien Wähler.

    • «Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.»  
      Marie von Ebner-Eschenbach

  5. Menschen sind tatsächlich sehr missgünstig. Viele haben kein soziales Leben und freuen sich darüber, wenn es nun andere Menschen auch nicht haben. Andere Menschen bewahren sich verbotenerweise zumindest zum Teil ein soziales Leben und möchten gleichzeitig selbstgerecht anderen Menschen das soziale Leben verbieten. Meistens nehmen sie diese Scheinheiligkeit gar nicht erst wahr. Wasser predigen und Wein trinken, ist jetzt aber auch nicht unbedingt neu.

    Der Mensch ist leider kein Homo Oeconomicus. Er schaut nicht auf seinen eigenen Nutzen. Er hat böswillige Präferenzen. Er bevorzugt es, wenn es ihm selbst schlechter geht, falls es gleichzeitig anderen Menschen noch schlechter geht.

    Für mich selbst ist das schwierig, da ich anders ticke und ich mehr auf mich als auf andere achte. Aber es ist wichtig, dieses Phänomen zu verstehen. Vor allem in Deutschland ist dieser Effekt kulturell leider besonders ausgeprägt.

    Insofern glaube ich tatsächlich, dass es vielen Menschen aktuell gar nicht so schlecht geht. Natürlich gibt es die Gegenbeispiele. Aber die jüngsten Wahlen zeigen eindeutig, dass der Leidensdruck nicht besonders hoch ist. Der Zustrom von Ausländern hat an die Wahlurne gelockt, eine völlige Aufgabe der Freiheitsrechte nicht. Das kann und muss man so nüchtern konstatieren, wie es nun einmal der Fall ist.

  6. „Für mich bleiben die politischen Risiken viel größer und unberechenbarer als die durch das Virus selbst“ – Das ist für die Befindlichkeit des politisch Interessierten das Entscheidende und wird in seiner Tragweite wohl noch weitgehend unterschätzt. Als Ergebnis des Miss- Managements in der Pandemie könnte die CDU/CSU die Regierungsteilhabe einbüßen und Deutschland noch weit größeren Experimenten als den gegenwärtigen der Kanzlerin ausgesetzt werden. Eine Ahnung vermitteln die Wahlprogramme der Grünen und der SPD, deren Umsetzung in Kombination in ihren Auswirkungen eine erschreckende Vorstellung ist.

    • Grün-Rot-Rot ist trotzdem besser als Schwarz-Grün oder gar noch eine Merkel-Amtszeit. Dann gibt es hoffentlich wieder eine ernsthafte Opposition und zukünftig vielleicht sogar eine bessere Regierung. Schwarz-Grün würde hingegen das grüne Wahlprogramm stärker umsetzen (können) als eine links-grüne Regierung und gar keine Hoffnung auf eine wieder bessere Regierung bringen.

      • RRG würde das Wahlprogramm ebenfalls umsetzen, nur eben noch krasser und mit etwas mehr öffentlichem Widerstand dagegen. Das könnte, nicht muss, in 4 Jahren zu einer Abwahl führen. Die Erfahrungen aus zahlreichen Bundesländern spricht leider dagegen und eher für einen Gewöhnungseffekt.

        Die Frage ist vielmehr, was innerhalb der CDU nach einer verheerenden Wahlniederlage passiert. Bisher kannte man nur eine Blaupause, nämlich die der SPD. Mit mehr vom Gleichen noch tiefer in den Abgrund. Mit Merz im Bundestag scheint man sich für eine Meuterei positionieren zu wollen. Wahrscheinlich ist die Partei aber schon zu sehr von innen zersetzt, um noch einmal zu den Ursprüngen zurückzufinden.

      • Der Widerstand, sei es in der allgemeinen Öffentlichkeit, durch eine echte Opposition im Bundestag oder auch im Bundesrat, würde dazu führen, dass Grün-Rot-Rot oder auch eine Ampel weniger Unsinn durchsetzen kann als Schwarz-Grün oder gar Grün-Schwarz. Blicken Sie auf Rot-Grün unter Gerhard Schröder zurück. Sie hat schlimme Sachen gemacht wie aktive Kriegsbeteiligung, aber insgesamt war diese Regierung besser als die letzte Kohl-Regierung davor oder gar die Merkel-Regierungen danach. Sollte die Union zerfallen, kann sich etwas Neues entwickeln. Schon jetzt halte ich den Aufstieg der Freien Wähler für einen Hoffnungsschimmer.

      • Die CDU ist dem Tod geweiht. So wie Schinkenhäger, Hardenberger Korn und die SPD. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Sie alle sind Unternehmungen, die unfähig sind, sich selbst neu zu erfinden und deren Zielgruppe ganz einfach ausstirbt.

      • @Alexander Dilger

        „Grün-Rot-Rot ist trotzdem besser als Schwarz-Grün oder gar noch eine Merkel-Amtszeit.“

        Grün ist immer Gift. Egal ob mit Rot oder Schwarz gemischt.

      • “ . . .Sollte die Union zerfallen, kann sich etwas Neues entwickeln. Schon jetzt halte ich den Aufstieg der Freien Wähler für einen Hoffnungsschimmer. . . “
        Ihre schon zu Hass changierende Abneigung gegen Frau Merkel verleitet zu Irrationalität. Parteipolitik wird von Persönlichkeiten geprägt. Gerhard Schröder ist -wie Wolfgang Clement (und ich) – in den ersten Nachkriegsjahren aufgewachsen. Diese Generation hatte einen Bezug zur Erwerbstätigkeit, wie er in der Politik seither immer mehr verloren gegangen ist. Deutschland kann nicht warten, bis die derzeit diskutierten Spitzenpolitiker die Altersweisheit von Herrn Kretschmann erreicht haben. Für Ihren Glauben an ein reinigendes Fegefeuer sollten Sie nicht auch noch agitieren.

      • Wie können Sie immer noch wider jede Erfahrung glauben, dass die Politik von Frau Merkel gut oder auch nur das kleinere Übel sei? In der Bundesrepublik Deutschland hat es noch nie eine so schlechte, freiheits- und wohlstandsvernichtende Regierung gegeben. Das würden selbst die Grünen nicht toppen, auch wenn ihr übles Programm ehrlicher ist als das der Union.

  7. Eine Pandemie ist ein außergewöhnlicher und einmaliger Zustand, der Grundrechtsbeschränkungen zulassen muss, weil das Leben das höchste Gut des Menschen ist.
    Grundrechtsbeschränkungen sind in einer Pandemie keine politische Willkür sondern eine Hilfe, damit das Leben nicht leichtfertig in Gefahr gerät. Bei einer Pandemie geht es ja nicht nur darum, sein eigenes Leben zu schützen, sondern auch das Leben des anderen. Der Einschnitt in die Grundrechte wird für uns erst dann verständlicher, wenn wir übrig geblieben sind.

    • Das hängt davon ab, wie gefährlich eine Pandemie ist. Corona ist nicht Ebola. Staatliche Zwangsmaßnahmen müssen deutlich mehr nutzen als schaden, um gerechtfertigt zu sein. Das kann ich aktuell leider überhaupt nicht erkennen. Trotz oder sogar wegen der Maßnahmen gibt es viele Tote zumindest mit oder wegen Corona. Zugleich ist die Übersterblichkeit nicht ausgeprägt, während die Grundrechtsbeschränkungen und die Kosten der Maßnahmen historisch beispiellos sind.

  8. Ebola ist doch im Vergleich zu Corona bislang harmlos, in bezug der Anzahl der Toten als auch in bezug der Infizierten. Ebola war auch keine Pandemie und Neuinfektionen gibt es keine. So gesehen ist ihre Aussage, dass Corona nicht Ebola ist, richtig, wenn sie es dann auch so gemeint hatten.

    • Es drängt sich leider zunehmend der Verdacht auf, dass die schwere Corona-Grippe „Covid-19“ vor allem ein Geschäftsmodell korrupter Politiker ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.