Liberale gewinnen niederländische Parlamentswahl

Die „Partei von Premier Rutte gewinnt Wahl in den Niederlanden“ wie erwartet und zuvor (siehe ‚Wahlausgang in den Niederlanden‘ 2017), obwohl er wegen eines Kinderbeihilfen-Skandals zurückgetreten war. Auf den zweiten Platz hinter der VVD kommt überraschend D66. Damit sind bei unseren Nachbarn zwei liberale Parteien führend und werden voraussichtlich mit den Christdemokraten (CDA), die Stimmen verliert, weiter regieren. Die PVV von Geert Wilders fällt auf den dritten Platz zurück, wie auch Grüne und Sozialisten verlieren. Insgesamt sind 17 Parteien im Parlament, da es keine Prozenthürde gibt, was offensichtlich auch bzw. besser funktioniert.

14 Gedanken zu „Liberale gewinnen niederländische Parlamentswahl

  1. Die Niederlande sind mit Deutschland nur in sehr wenigen Punkten vergleichbar. Insbesondere das Selbstverständnis der Menschen unterscheidet sich fundamental.

    • Woher wissen Sie das? Unterscheidet sich das Selbstverständnis der Niedersachsen auch fundamental von dem der Bayern? Blödsinnige Aussage. Fakt ist, dass Liberale Politik mehrheitsfähig sein kann

      • Ich kenne mich in den Niederlanden nicht gut aus. Ich finde ihre Bemerkung „blödsinnige Aussage“ in ihrer Heftigkeit aber fragwürdig. Ja, ich kann ganz klar sagen, dass zwischen Nord- und Süddeutschland Unterschiede in der Mentalität bestehen. Zwischen Süddeutschland und der Schweiz liegen sogar Welten hinsichtlich der Mentalität. Warum sollte das bzgl. der Niederlande anders sein?

      • @danielsodenkamp

        Vielleicht kennen Sie keine Niederländer. Ich kenne einige.
        Auch bin ich nicht Ihrer Auffassung, dass sich das Selbstverständnis Deutscher über einen Kamm scheren ließe. Insbesondere was die nach wie vor riesigen Unterschiede zwischen West und Ost angeht.

        Und dass Liberale Politik in den Niederlanden mehrheitsfähig ist, belegt ja meine Aussage nur. Oder wollen Sie mir ernsthaft erzählen, Sie könnten sich vorstellen, dass Liberale Politik bei unseren sozialistisch aufgezogenen Neubürgern (gemeint sind die durch die „Wiedervereinigung“ hinzugewonnenen) oder denen, „die noch nicht so lange hier leben“ auch mehrheitsfähig sei?

      • @PeterBurger:Vielleicht verstehen Sie meinen Punkt nicht? Sie können z.B. innerhalb Süddeutschland auch unterschiedliche Selbstverständnisse z.B. zwischen Badenern und Württembergern machen. Nur käme niemand auf diese Idee; zumindest nicht mehr, seitdem die Völkerpsychologie in den 1920er Jahren als unbrauchbar erkannt wurde. Sie wäre eben genauso blödsinnig. @300sel. Ich kenne einige Niederländer! Und eine Menge Deutscher. Eine pauschale Aussage, dass sie sich in ihrem Selbstverständnis unterscheiden traue ich mir deswegen nicht zu. Glückwunsch, dass Sie solche Aussagen hinkriegen!

      • @danielsodenkamp

        Dann sollten Sie auch wissen, dass „Ausnahmen die Regel bestätigen“.
        Und an ein paar (wenigen) individuellen Ausnahmen können Sie eben nicht festmachen, dass es tendenziell nicht so sei, wie von Herrn Burger und von mir angeführt.

  2. Warum soll Liberale Politik was positives sein?
    Diese linksliberale D66 ist für noch mehr EU-Zentralismus und mehr Masseneinwanderung.

      • Sie werfen NEOS und Volt in einen Topf?
        Um Himmels Willen – erkundigen Sie sich bitte erst einmal, welche Partei welches Programm hat.

  3. Mit dem Konflikt zwischen Baden und Württemberg kenne ich mich aus. Ob sie es glauben oder nicht, er spielt für die Selbstwahrnehmung einiger Menschen (nicht meiner) nach wie vor eine Rolle. Sie können die „Grenze“ bis heute an Grenzsteinen sehen. Sie können sie anhand der Mundart sogar immer noch hören. Sie merken sie beim Weinangebot im Supermarkt und an vielem mehr.

    Selbstverständlich ist das kulturelle Selbstverständnis in verschiedenen Regionen ein anderes. Natürlich gleichen sich die Metropolen heute immer mehr an. Ob nun München, Berlin oder Hamburg, da spielen eher globale denn regionale Aspekte eine Rolle.

    Ich weiß nicht, was sie mit den 20er-Jahren wollen. Dass es freiheitsliebende, etwa die Schweiz oder Amerika, und weniger freiheitsliebende Nationen (z.B. Deutschland) gibt, ist eigentlich weithin bekannt. Sie basieren auf gewachsenen kulturellen Gepflogenheiten, die sich nur langsam ändern. Ich würde mich gleichwohl freuen, auch in Deutschland früher oder später eine freiheitsliebende Tradition vorzufinden.

    • Freiheitsliebende Traditionen gibt es hier zu Lande zuhauf, meist in dörfischen Gebieten. Ich war von 1971 bis 1974 Präsident im Junggesellenverein unseres Dorfes und bis heute hat sich keine der damals praktizierten Traditionen verändert. Die Pflege des Brauchtums wird in den ländlichen Gebieten noch heute hochgehalten, und sie sind ein sehr wichtiges Argument zum Erhalt unserer Gesellschaft. Und ……. in unserem Dorf am Rhein gab es einen Campingplatz, in der Sommerzeit stets voll mit Holländer. Zu mindestens die holländischen Mädchen haben uns immer gut gefallen, sie waren unseren Dorfmädchen immer etwas voraus. Meistens hatten wir gemeinsam Lieder gesungen, sie waren einfach fröhlicher alsmeine Klassenkameradinnen.

    • Meine Bemerkung auf die 1920er Jahre habe ich vllt nicht hinreichend präzise eingebettet. Gemeint ist, dass es bis dahin in der Psychologie einen starken Forschungszweig gab, der Völkerpsychologie betrieb und nahe dran war an rassetheoretischen Ansätzen. Die Nazis haben das natürlich gerne für sich vereinnahmt und mit dem Ende der Nazidiktatur war dann auch die Völkerpsychologie vorbei.

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