Friseurbesuch

Heute waren mein Sohn und ich beim Friseur. Normalerweise wäre das nicht berichtenswert, aber die Zeiten sind nicht normal. Wir waren das letzte Mal im Oktober beim Haareschneiden. Im Dezember wurde es verboten, was alles andere als normal ist und zur Pandemiebekämpfung nichts Wesentliches beiträgt. Aber es gibt noch viel schlimmere Verbotsexzesse, z B. „Dortmunds Maskenpflicht im Freien kann niemand mehr verstehen“.

Heute durften Friseure erstmals wieder legal öffnen und ich hatte gleich nach der Öffnungsankündigung (siehe ‚Lockdown zum sechsten Mal verlängert mit Ausnahmemöglichkeit für Schulen‘) den Termin für heute vereinbart. Dabei war es dann gar nicht voll. Während der ganzen Zeit kam nur ein anderer männlicher Kunde. Mein Sohn musste sich auch die Haare waschen lassen, was er nicht mochte, und eine OP-Maske tragen (angeblich wegen der Innung, während die Coronaschutzverordnung von NRW Kinder davon explizit ausnimmt), während ich draußen warten musste, bis ich selbst an der Reihe war.

Schließlich erzählte der Friseur, dass er im Dezember selbst an COVID-19 erkrankt war, allerdings nicht bei der Arbeit, sondern vermutlich in der U-Bahn. Denn viele Maßnahmen sind einfach nur Schikane, während die wirklich gefährlichen Orte und gefährdeten Personen von den grundrechtsbeschränkenden Politikern vernachlässigt werden. „Der Staat drangsaliert uns, um sein Scheitern zu übertünchen“.

13 Gedanken zu „Friseurbesuch

  1. Vielleicht spenden Sie Herrn Spahn € 9.999 und dürfen -zusammen mit anderen- 90 Minuten mit ihm dinieren- Coronamaßnahmen hin oder her. Es wäre eine schöne Gelegenheit, ihm mal die Meinung zu sagen (sofern Sie bei 15 weiteren Teilnehmern zu Wort kommen; vermutlich mussten die Teilnehmer nur einen selbstverliebten Monolog von Herrn Spahn über sich selbst ertragen). Wenn Sie ihn dann richtig ärgern wollen, legen Sie einen Euro und einen Cent drauf und überweisen € 10.000,01. Und fragen Sie ihn doch dann bitte auch, wer ihm die Haare in den letzten Wochen stets so akkurat geschnitten hat.

  2. Wer die passenden Leute kennt, läßt sich seine Frisörin nach Hause kommen. Bei uns auf dem Dorf kennt jeder eine. Hier sind die Menschen trotz Merkel den ganzen Winter über mit ordentlichen Frisuren rumgelaufen.

  3. Gestern war ich in einer bayerischen Großstadt mit hohem Migrationsanteil. Am Abend kurz vor 20 Uhr (!) standen noch etwa zehn Personen vor einem Friseursalon. Innen waren alle drei Stühle besetzt. Die „jungen Männer“, die außen warteten, standen im Pulk auf dem schmalen Geheweg zusammen und krakeelten laut herum. Wie man das von dieser impulsiven Bevölkerungsgruppe eben so kennt. Keiner trug eine Maske. Keine Einhaltung des Mindestabstands. Etwa 15 Meter weiter kontrollierte die Polizei eine blonde Motorradfahrerin aus nicht erkennbarem Grund.

  4. Gut zu wissen. Für Kinder ist Friseurbesuch immer sehr zwiespältig, Umstände mit Maske machen es nicht besser. Aber ein wenig eitel sind die Kleinen schon und wenn der Schnitt passt ums besser.

    Meine Wenigkeit war im November 2020 auf dem Stuhl, plane jetzt kurz vor Ostern weil ich nicht draußen vor der Tür warten möchte.

    Meine Friseurin ist eine wunderbare Frau, Meisterin ihres Faches. Eine hübsche lebhafte Person mit türkischen Wurzeln, aber in Mentalität absolute Preussin !

    Schöner offener, moderner Salon. Meist macht sie es nur noch allein weil der preiswertere Wettbewerb in der Umgebung zu groß ist und mit eigenen Azubis hat sie nur Pech gehabt.

    Hoffe dringend wir gehen der Normalität entgegen, irreal eh weil die Ansteckungsgefahr durch Aerosole im Freien – bei frischer Luft – bei Null liegt. Aktuelle Studien div. Mediziner – vom WDR
    oh wunder am 22.02. publiziert und BILD die auch alles weiß berichtet von Virologen gleiches.

    Joggen, längere Zeit laufen mit Maske im Freien ist kontraproduktiv für Gesundheit, wir atmen unsere bereits verbrauchte Luft wieder ein, das ist doch völlig blöd !

  5. Immer wieder lustig, dass die Leute ausschließen bzw. sagen können (wollen), wo sie sich infiziert haben. Das ist kompletter Schwachsinn, schlicht nicht möglich.

    • Das ist nicht definitiv möglich, aber es gibt Wahrscheinlichkeiten, z. B. wenn man andere Infizierte konkret kennt oder eben umgekehrt weiß, dass an der Arbeitsstätte kein anderer erkrankte.

  6. Das Frisörverbot konnte ich ja noch irgendwie verstehen und auch akzeptieren. Gerade dieser Beruf ist sehr kontaktaktiv mit stets wechselnden Neukontakten.
    Wo die Grenzen aber überschritten werden ist z.B. das Verweilverbot. Da gehst du in Düsseldorf über die Rheinallee und darfst nicht stehenbleiben. Wenn sich der Schnürsenkel öffnet, weitergehen, nicht zubinden.

    • Aber bitte auch nicht über den offenen Schnürsenkel stolpern, das könnte teuer werden… Das ist völlig verrückt, während ein „Ansammlungsverbot“ noch irgendwie sinnvoll sein könnte.

  7. Seit über 20 Jahren war ich in Deutschland nicht mehr beim Friseur. 20 und mehr Euro für Haare schneiden ist mir zu teuer. Meine Frau macht mir den Schnitt mit einer gute Haarschneidemaschine und wir sparen das Geld.

    In der Dominikanischen Republik zahle ich für den Haarschnitt beim Friseur nur 200 Pesos (ca. 2,90 Euro). Dort wird der Friseur nicht mit preußischer Staatsbürokratie und seinen tausenden Vorschriften gegängelt… 😉

    • Im Hochpreisland Deutschland mit seiner irrwitzigen Staatsquote ist ein Friseurbesuch teuer und der Friseur verdient trotzdem wenig. Hier im Westen Österreichs ist der Friseurbesuch zwar genauso teuer, aber mein Friseur fährt immerhin ein Jaguar Cabriolet und einen Porsche Carrera.

      • Danke für den Hinweis! Ich hatte in der Tat versäumt, darauf hinzuweisen, dass Friseure in Deutschland, trotz hoher Preise, sehr schlecht verdienen. Bei uns in der DomRep fahren die peluqueros zwar keine dicken Autos, gehören aber zur Mittelschicht. Man kann ohne großen Aufwand einen „Barber Shop“ (wie man das hier in Spanglish nennt), aufmachen, zahlt eine kleine Pauschalsteuer und nur der Kunde entscheidet, ob er die Leistungen dort gut findet: Der Markt und NICHT der Staat regelt das…!

      • @francomacorisano

        Bei meinem sehr guten Friseur in Katalonien kostet der Haarschnitt auch nur 6 €, obwohl er nicht weniger Aufwand betreibt als mein mehr als vier mal so teurer Friseur hierzulande. Dennoch sind die Preise, die wir Männer beim Friseur bezahlen natürlich im Gegensatz zu den Friseurkosten unserer Damen noch ziemlich moderat … 😉

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