Diskussionspapier zur Einführung der W-Besoldung und Juniorprofessur

Es gibt ein neues Diskussionspapier von meinem Institut und mir mit dem Titel „Anreize für Hochschullehrer vor und nach der Dienstrechtsreform“. Die Zusammenfassung ist ganz kurz: „Die Einführung der W-Besoldung und der Juniorprofessur durch die Novelle des Hochschulrahmengesetzes 2002 wird kritisch betrachtet, sowohl aus der damaligen Perspektive als auch rückblickend.“ Ich finde es interessant, dass die Befürchtungen größtenteils nicht eingetreten sind, was aber auch daran liegt, dass das Bundesverfassungsgericht die gesetzliche Grundlage der Reform gekippt hat, woraufhin sie nur noch partiell verwirklicht wurde.

10 Gedanken zu „Diskussionspapier zur Einführung der W-Besoldung und Juniorprofessur

  1. Es ist doch immer noch so, dass man mit externen Rufen tendenziell höhere Gehälter erzielen kann. Das liegt daran, dass externe Rufe als Ausweis von Qualität gelten. Dieses System ist ganz anders als in Unternehmen, wo es in der Regel keinen guten Eindruck macht, wenn man den Chef mit einem externen Angebot um ein höheres Gehalt bittet.

    Ein Professor, der mehr Geld haben möchte, verbraucht also erhebliche Ressourcen einer anderen Universität. Und warum vertraut die eigene Universität einer anderen mehr als der eigenen Einschätzung, was die Qualität eines Mitarbeiters betrifft? Ich weiß nicht, ob dieses System wirklich optimal ist.

    • Die Aussage war nicht, dass Rufe keine Rolle mehr spielen, sondern dass Professoren lieber im System der C-Besoldung verharren wollen, was sich so nicht bewahrheitet hat, und dass es nun weitere Möglichkeiten zur Gehaltssteigerung gibt, was zutrifft.

      Bei Unternehmen gibt es solche, die auf Angebot von außen mit Gehaltserhöhungen reagieren, wenn sie Mitarbeiter halten wollen, während andere das grundsätzlich nicht tun. Letzteres ist im konkreten Fall ineffizient, wenn man jemanden ziehen lässt, der im eigenen Unternehmen mehr wert wäre, aber es reduziert das Bemühen um externe Angebote.

      Bei Universitäten werden Fehlanreize vermieden, wenn Gehaltserhöhungen nicht rein intern ausgekungelt werden, und hält sich der Aufwand für andere Universitäten in Grenzen. Allerdings kann es passieren, dass Universitäten eigentlich bessere Bewerbungen gar nicht erst berücksichtigen, weil sie diese für nicht glaubwürdig halten.

  2. Der letzte Satz trifft den Kern: De facto wird eine Lüge erwartet. Also man muss der anderen Universität irgendwelche Märchen erzählen, warum man unbedingt wechseln möchte, auch wenn völlig klar ist, dass man nur einen externen Ruf haben möchte. Das widerspricht dem Kern von Wissenschaft, nämlich dem Streben nach der Wahrheit.

    • Das zeigt wieder, dass Sie kein Wissenschaftler sind. Es wird keine Lüge erwartet und ein echter Wissenschaftler lügt auch nicht, sondern bewirbt sich nur bei echtem Interesse, was erfolgreiche Rückverhandlungen keineswegs ausschließt.

      • Sie beschönigen die Realität in merkwürdig naiver Weise. Natürlich ist es realistisch, dass jemand mehr Gehalt bekommen möchte und dafür eine externe Scheinbewerbung tätigt. Ich denke, dass Sie das auch wissen.

      • Sie mögen zu diesen Menschen gehören, ich nicht. Außerdem ist es gar nicht so einfach, intelligente Menschen zu täuschen, wie Sie sich das offenbar vorstellen.

  3. Übrigens fühle ich mich allmählich durch Ihre Abwertungen persönlich beleidigt. Ich bitte Sie ernsthaft damit aufzuhören.

      • Keiner der Beiträge hier war auf Sie als Person gemünzt. Es ist nicht souverän, darauf mit persönlichen Angriffen auf den Diskussionspartner zu reagieren.

      • Sie bezeichnen sich als Wissenschaftler und werfen gleichzeitig echten Wissenschaftlern pauschal Lügen vor. Als ich das zurückweise, meinen Sie: „Sie beschönigen die Realität in merkwürdig naiver Weise“ und ich sei „nicht souverän“. Doch, ich bin souverän in meinem Blog und verwarne Sie. Wenn Sie so weitermachen, werden Ihre Kommentare grundsätzlich gesperrt.

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