Linke wählt Linksextremistin zur Vorsitzenden

„Links und laut“ seien die beiden neuen Vorsitzenden von Die Linke, Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow. Dabei ist Genossin Wissler nicht einfach nur links, sondern linksextremistisch. Sie hat erst während ihrer Kandidatur um den Parteivorsitz ihre Mitgliedschaft in Marx21 formal beendet, einer vom Verfassungsschutz beobachteten Trotzkistenvereinigung, die von einer kommunistischen Revolution träumt. Trotzdem oder gerade deshalb erhielt sie 84,2 Prozent der Stimmen. Das ist so, als wenn Björn Höcke mit großer Mehrheit zum Bundesvorsitzenden der AfD gewählt würde und das wegen der Selbstauflösung des Flügels als ganz harmlos angesehen würde.

Dabei stimme ich mit Frau Wissler sogar in einem Punkt überein, nämlich dass „ein Ende aller Auslandseinsätze der Bundeswehr“ richtig wäre. Das macht mich aber nicht zu einem Extremisten, sondern zeigt, wie gewaltbereit selbst Politiker der gemäßigten Parteien wieder sind. Viele von ihnen wollen auch gerne mit der umbenannten SED koalieren und selbst FDP sowie Union bevorzugen einen Ministerpräsidenten von ihr gegenüber einem Liberalen.

20 Gedanken zu „Linke wählt Linksextremistin zur Vorsitzenden

  1. Freundliche Glückwünsche für die Trotzkistin Wissler gab es sogar vom Generalsekretär der CDU Hessen, Manfred Pentz: «Mit ihr hat die Partei eine geschliffene Rednerin und charismatische Persönlichkeit an die Doppelspitze gewählt», erklärte Pentz. «Sie hat sich als engagierte Oppositionspolitikerin im Hessischen Landtag einen beachtlichen Ruf erarbeitet, der sie nun auf die Bundesebene führt

    Was hätte wohl Alfred Dregger dazu gesagt…??? 🙂

      • Und damit wäre oder ist unsere freiheitlich-demokratische Grundordung gestört und auf dem Wege zu ihrer Zerstörung. Welche Länder sind wehrhafter und stabiler, was könnten wir uns von denen abschauen (?), wobei die ideologisch fehlgeleitete Mehrheit hierzulande Vernunftargumenten gar nicht mehr zugänglich ist.
        Oder doch Koffer packen, wer es sich erlauben kann und wohin?

      • Die Pandemie-Maßnahmen zeigen jedenfalls deutlich, dass die Grundrechte das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, wenn der politische Wille fehlt, sie zu achten. Tatsächlich werden sie uns nur gnädig gewährt oder eben ungnädig entzogen, wofür sich immer irgendeine Rechtfertigung finden lässt und wegen uns weder Gerichte noch unabhängige Medien schützen.

      • @Andreas Walter 9:13 Uhr

        Klar Koffer packen. Verlassen Sie Deutschland, so lange es noch geht. Merkels Ziehvater Walter Ulbricht lässt grüßen …

  2. Wohin? In die Schweiz vielleicht. Aber da würde es bald zu voll. Skandinavien vielleicht oder GB. Österreich, Tschechien. Holland.

  3. JW sieht zumindest einigermaßen gut aus und ist ledig. Die physische Attraktivität ist übrigens ein verbreitetes Phänomen bei Linken, vergleichen Sie mal Bilder von Parteitagen von den Linken und von der AfD.

    • Es gibt Studien, die für rechte Politiker eine höhere physische Attraktivität belegen. Was kaum verwunderlich ist, schließlich legen Konservative größeren Wert auf die äußere Erscheinung, wohingegen sich das Denken (und damit auch das Handeln) der Linken stark um vermeintliche innere Werte dreht. Dass man trotzdem mehr linke physisch attraktive Politikerinnen sieht, dürfte mit ihrem großen numerischen Übergewicht zu tun haben, was wiederum teilweise auf die Frauenquote zurückzuführen ist.

      • Solche Studien kenne ich auch, wenngleich nicht für Deutschland. Die Begründung war, dass es auf der linken Seite mehr auf Inhalte und Gründe ankäme. Wenn diese nicht so wichtig sind, fällt die Wahlentscheidung nach anderen Kriterien, z. B. dem Aussehen. Allerdings könnte es sein, dass das heute nicht mehr gilt. Die linke Seite hat die Diskurshoheit erreicht und damit das Interesse am ernsthaften Diskurs verloren. Die Frauenquote könnte ebenfalls dazu führen, dass weitere sachfremde Gründe an Bedeutung gewinnen.

    • Ist es wirklich das, worum es auf der politischen Bühne geht?
      Und falls ja – warum ist die SED dann das Schlusslicht unter den im Bundestag vertetetenen Parteien und die CDU ganz vorne? Irgendetwas stimmt an Ihrer Theorie nicht.

  4. Ich hatte schon nicht verstanden, warum in den letzten beiden Tagen rund um die Uhr auf fast allen Kanälen ausführlich und interviewreich immer wieder über diesen Parteitag der „Linken“ berichtet wurde. Sogar Coronanachrichten rückten in die hinterste Reihe. Ich habe mir heute keine „Welt am Sonntag“ gekauft, um diesen Siff nicht noch zu intensivieren.

  5. Die CDU (Hessen) gratulierte schon – ganz so wie es sich für linke Parteien untereinander gehört (https://www.hessenschau.de/politik/cdu-loescht-glueckwuensche-an-wissler—generalsekretaer-pentz-unter-druck,wissler-pentz-ruecktritt-100.html).

    Die Tolerierung der Regierung Ramelow in Thüringen war eben kein Zufall, sondern signalisiert die neue Normalität bei der CDU. Daniel Günther hatte damals die neue Nähe zur umbenannten SED schon klar zum Ausdruck gebracht: https://www.t-online.de/region/kiel/news/id_87301228/guenther-abstand-der-cdu-zur-afd-ist-groesser-als-zur-linke.html

  6. Pingback: Grüne wollen mit Linke und Linksextremistin koalieren | Alexander Dilger

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