Grüne verbieten Neubau von Einfamilienhäusern

Die Grünen zeigen sich einmal mehr (siehe z. B. auch ‚Grünen ist inzwischen Tempolimit am wichtigsten‘) als Verbotspartei, wollen dazu aber nicht stehen, sondern veröffentlichen eine ablenkende „Klarstellung: Interview Anton Hofreiter“ mit der These: „Die Behauptung, Grüne wollten Einfamilienhäuser verbieten, ist falsch.“ Das ist selbst falsch. Richtig ist, dass die Grünen (noch?) nicht alle vorhandenen Einfamilienhäuser verbieten und z. B. abreißen lassen wollen. Richtig ist aber auch, dass die Grünen zusammen mit der SPD dafür gesorgt haben, dass in neuen Bebauungsplänen in Hamburg-Nord keine Einfamilienhäuser mehr zulässig sind. Alte Bebauungspläne können also noch den Neubau von Einfamilienhäusern zulassen, aber ab sofort gibt es keine neuen Baugebiete mehr, wo Einfamilienhäuser neu geplant und gebaut werden dürften.

Das hat Herr Hofreiter, immerhin Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, nicht nur verteidigt, sondern ausdrücklich begrüßt und auch anderen Kommunen empfohlen. Dabei verwies er neben angeblichem Klimaschutz, dem mit längeren Fahrwegen von außerhalb Hamburgs auch nicht unbedingt gedient ist, auf die hohen Preise von Einfamilienhäusern in Ballungsräumen, als ob diese durch das Verhindern von Neubauten sinken statt noch stärker steigen würden. Vielleicht geht es tatsächlich darum, die Immobilien der grünen Klientel wertvoller zu machen.

Der SPD reicht diese Verbotspolitik in Hamburg aber noch nicht, weshalb sie im Saarland noch weiter geht. Ein „Werbeverbot soll Saarländern die letzte Shopping-Freude austreiben“. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger von der SPD verbietet Supermärkten die Werbung für Dinge, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Die Fachgeschäfte dafür dürfen bundesweit ohnehin nicht mehr öffnen, aber mit Corona lässt sich momentan eben jedes Verbot rechtfertigen. Warum ist Herr Hofreiter noch nicht darauf gekommen?

46 Gedanken zu „Grüne verbieten Neubau von Einfamilienhäusern

  1. Hier stimme ich Ihnen ausnahmsweise einmal nicht zu. Egal, an welchem Punkt man in Deutschland steht, das nächste Gebäude ist max. 6 Kilometer entfernt. Würde man (zum Teil nicht mehr genutzte) Truppenübungsplätze außen vorlassen, reduziert sich diese maximale Distanz sogar auf 3 Kilometer. Freiflächen/Spielplätze für Kinder? Fehlanzeige! Wir sollten die Diskussion nicht so reflexartig wegschieben. Weitere überzeugende Argumente finden sich auch bei: https://www.n-tv.de/politik/Niemand-will-das-Eigenheim-verbieten-article22360565.html

    • Ich sehe den Flächenverbrauch tatsächlich auch als Problem. Nicht für den Klimaschutz, wohl aber für den Landschaftsschutz, der für mich ein hohes Gut ist, weshalb ich aber Windkraftanlagen noch viel mehr ablehne als auswuchernden „Siedlungsbrei“. Zunehmende Siedlungsflächen bei perspektivisch abnehmender Bevölkerung ist nicht zuletzt auch ein ökonomisches Problem, weil die Infrastrukturkosten pro Kopf steigen.

      Aber anstatt neue Einfamilienhäuser pauschal zu verbieten, sollte sich die Politik lieber Gedanken machen, wie sie den Umbau vorhandener Gebäudesubstanz attraktiver machen kann. Es ist doch ein Irrsinn, dass Ortszentren auf dem Land mit immer mehr Leerständen zu kämpfen haben, was auch ein ästhetisches Problem ist, während auf der „grünen Wiese“ neuer Wohnraum entsteht. Hat jemand Vorschläge?

      • Es ist sinnvoll, leerstehende Gewerbeflächen in Innenstädten umzuwidmen, durchaus als Wohnflächen, aber auch als Parks o.ä. Man wird nicht alle Menschen zum Wohnen in die Innenstädte locken können, viele wollen eher am Stadtrand wohnen.

      • Der Flächenfraß durch Einfamilienhäuser ist in manchen Gegenden zwar erschreckend, jedoch weit weniger ausgeprägt als der Flächenfraß durch Gewerbe. Insbesondere Konsumtempel wie die omnipräsenten „Einkaufszentren“, Lebensmittel- und Bekleidungsdiskounter, Outlet-Stores, Möbelhausketten, Baumärkte etc. verschandeln die Umgebung vieler – auch kleiner – Gemeinden und forcieren zugleich das Aussterben der Ortskerne. Hier gehört angesetzt. Zum Beispiel durch Wiedereinführung der früher üblichen Verkaufsflächenbeschränkung.

      • Falls die Flucht an den Stadtrand anhält, drohen uns im schlimmsten Fall nordamerikanische Verhältnisse: Ausgefranste Siedlungsränder in steriler Legobauweise, während in die verödeten Innenstadtviertel die alimentierten „Neubürger“ ziehen. Innenstadtghettos würden entstehen.

        Aber reine Verbotspolitik ist keine Lösung. Die Wanderungsbewegung in die Peripherie ist auch die Folge der Peuplierungspolitik (Flucht vor Überfremdung) und der Europolitik (Flucht in Sachwerte) der Bundesregierung. Hier muß man ansetzen.

      • @Eurokanadier

        Es müsste nicht so kommen. Sehen Sie sich Frankreich an. Da wohnen die meisten Zuwanderer in den Banlieues (Plattenbau-Trabantenstädte), was – bedingt durch die Bewohner – natürlich auch zu sozialen Brennpunkten führt, aber immerhin die Qualität der Innenstädte einigermaßen erhält.

        Aber die schlauen Deutschen bauen die Platten der einstigen DDR lieber „zurück“ und stellen den Neubürgern teure Neubauten auf Steuerzahlers Kosten hin, die sodann in kürzester Zeit herunter gewirtschaftet werden, während eigene Obdachlose unter der Brücke schlafen oder beispielsweise im „Ulmer Nest“ direkt beim Alten Friedhof Platz nehmen dürfen (https://www.ulm.de/aktuelle-meldungen/z%C3%B6a/dezember-2019/schlafkapsel-ulmer-nest, https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/schlafkapsel-ulmer-nest-soll-obdachlose-vor-kaelte-und-uebergriffen-schuetzen-17191377.html). Absurdistan D eben.

      • Aber auch die Einkaufszentren stören mich nicht, im Gegenteil. Wenn sie optisch ansprechend gestaltet sind, verkehrsgünstig gelegen sind und alles bieten, was man braucht, wo ist das Problem?

      • In diesen Einkaufszentren sind i.d.R. nur noch Filialen irgendwelcher großer Handelsketten vertreten. Der alte Einzelhandel stirbt aus. Mit ihm bleiben Beratung und Qualitätsbewusstsein auf der Strecke. Von den kulturellen Auswirkungen durch die Verödung der Innenstädte einmal ganz abgesehen.

        Deutschland ist auf dem besten Wege ein so zersiedeltes Landschaftsbild zu entwickeln wie es Eurokanadier oben (15/02/2021 um 13:27) beschrieben hat. Dieses finden Sie heute nicht nur in USA und Kanada, sondern bereits fast überall auf der Welt.

      • Die Verödung der gewachsenen Alt- und Innenstädte?
        Die wirtschaftliche Benachteiligung des Einzelhandels und kleinen Geschäften?
        Die Schwierigkeit für Leute ohne Auto die Einkaufstempel am Stadtrand zu erreichen?

      • @Eurokanadier
        „Die Schwierigkeit für Leute ohne Auto die Einkaufstempel am Stadtrand zu erreichen?“

        Ach, machen Sie sich keine Sorgen.
        Die Drohne liefert frei Haus, was Sie benötigen (siehe hier bei 0’09“: https://www.youtube.com/watch?v=Hx3DhoLFO4s).

        Alles wird gut.

        Ihr
        Klaus Schwab
        *Realsatire aus*

      • Die französischen Banlieues sind aus meiner Sicht ein abschreckendes Beispiel für Trabantenstädte, die teilweise völlig abgekoppelt von der Stadt selber sind. Viel sinnvoller ist doch eine Durchmischung, also eine Reihe an Einfamilienhäuser, danach ein moderat hohes Mehrfamilienhaus, dann wieder Einfamilienhäuser,…

        Glauben Sie ernsthaft, dass Sie in den kleinen Fachgeschäften besser beraten werden? Sind nicht z.B. Rezensionen bei Amazon in großer Zahl oftmals aussagekräftiger?

      • @Sebastian Kunze

        Das kommt auf die eigenen Produktkenntnisse und auf das Produkt an.
        Eine Fotokamera traue ich mich durchaus übers Internet bestellen. Aber da mir der Fachhändler in aller Regel denselben Preis machen wird, unterstütze ich lieber den Fachhändler.
        Ein Filetsteak, frischen Fisch oder andere hochwertige Lebensmittel würde ich niemals im Netz bestellen. Und Kartonschnitzel esse ich grundsätzlich nicht.

      • Im Internet gibt es auch Fachhändler… Ein Punkt mag das Anprobieren von Kleidung sein, wobei mich manchmal die Verkäufer auch durchaus nerven. Dito übrigens auch im Restaurant: „Darf es schon etwas zu trinken sein?“ „Ist alles bei Ihnen in Ordnung?“ Da hat man am heimischen Esstisch i.d.R. mehr Ruhe.

      • Der Internethandel muss neue Ware zurücknehmen, wenn sie dem Empfänger nicht gefällt. Diese wird dann (gerade bei Bekleidung) überwiegend vernichtet, da dies kostengünstiger ist, als sie noch einmal in den Kreislauf zu bringen. Dasselbe gilt für die meisten Elektrogeräte und viele andere Produkte. Ein absoluter Irrsinn und Raubbau an der Umwelt! (vom Transport in jeden einzelnen Haushalt ganz abgesehen)

        Niemand zwingt Sie, im Restaurant zu essen. Im falle der meisten Restaurants istt man dort auch erheblich minderwertiger als mit guten Zutaten zuhause. Aber die meisten Menschen können entweder gar nicht mehr kochen oder sind zu bequem dazu.

      • Bei günstiger Ware kann man Retouren vielleicht wirklich abschaffen. Wer sich Strümpfe bestellt, die nicht ganz passen, der kommt schon irgendwie damit zurecht, wenn er keine Chance hat sie zurückzuschicken.

        Restaurants sind halt für das Ambiente gedacht und das fehlt durchaus im aktuellen Lockdown.

      • Diese Unsitte, dass man (frau) sich Kleidung oder andere Waren nur zum An- oder Ausprobieren schicken lässt und danach geht sie retour, um vernichtet zu werden, gehört m.E. dringend auf breiter Front boykottiert oder sogar verboten. Zum einen ist es asozial allen zahlenden Abnehmern gegenüber, die nichts zurückschicken, die Retouren aber mittelbar mitfinanzieren und zum anderen mangelt es sowohl Retourenverursachern als auch dem Gesetzgeber, der dies zulässt, völlig an Wertschätzung (der Arbeit anderer Menschen) und Umweltbewusstsein.

      • „Aber anstatt neue Einfamilienhäuser pauschal zu verbieten, sollte sich die Politik lieber Gedanken machen, wie sie den Umbau vorhandener Gebäudesubstanz attraktiver machen kann. Es ist doch ein Irrsinn, dass Ortszentren auf dem Land mit immer mehr Leerständen zu kämpfen haben, was auch ein ästhetisches Problem ist, während auf der „grünen Wiese“ neuer Wohnraum entsteht. Hat jemand Vorschläge?“

        Anton Hofreiter spricht haargenau diese Problematik in besagtem Interview an. Er nennt das „Donut-Dörfer, außen prall, innen hohl, mit Siedlungen am Rand und einer kaputten Tankstelle als traurigem Rest im Kern.“

        Aber Vorsicht! Das ist nur eine vorgeschobene Lüge die dazu dient seine Lust an sinnlosen Verboten auszuleben.

      • Das ist doch nur der aussichtslose Versuch, mit mehr Regulierung Probleme zu lösen, die allein durch falsche Regulierung entstanden sind. Glauben Sie ernsthaft, dass der Markt dazu führt, dass Zentren leer bleiben und die Leute lieber außerhalb wohnen wollen bei höheren Preisen? Für sich genommen sind Ortszentren attraktiver (wie im globalen Maßstab Metropolen), was zu höheren Preisen führt. Es muss auch niemand Einfamilienhäuser in Innenstädten verbieten, das regeln Angebot und Nachfrage von ganz allein.

      • Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen in NRW aussieht. Aber in Bayern, insbesondere, je mehr Sie sich den (ehemaligen?) Zonenrandgebieten nähern, gibt es sehr viele solche Dörfer, wie sie Anton Hofreiter beschreibt. In den Neuen Bundesländern, also der ehemaligen SBZ (Sowjetisch besetzte Zone), ohnehin.

        In unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen Zonengrenze gibt es auf bayerischer Seite sogar regelrechte Geisterdörfer, um die herum sich nie Neubaugebiete gebildet haben (nicht vor der Wende und auch danach nicht), in denen die meisten Häuser leerstehen. Und das mitten im Hochpreis-Immobilienland Bayern!

      • Landflucht lässt sich wie von mir skizziert gut erklären, ein Donut-Dorf nicht. Welche Marktkraft sollte den Dorfkern unattraktiver machen als das Umland? Das kann eigentlich nur an schlechter Regulierung liegen oder dem Fehlen eines echten Dorfes. Wenn es keinerlei Geschäfte etc. mehr gibt, sondern nur Ansammlungen von Häusern, dann kann es natürlich attraktiver sein, nicht ganz so dicht bei seinen Nachbarn und an der dicken Straße zu wohnen.

      • Wie es zu den Donut-Dörfern gekommen ist, lässt sich schon erklären. Sie sind ursächlich der Vernichtung der Kleinunternehmen durch immer mehr Bürokratie und immer höhere Hürden für Unternehmer geschuldet. Das hat die einstmals funktionierenden Ortskerne absterben und einen nicht unerheblichen Teil ihrer Bewohner abwandern lassen. Um dies zu kompensieren, versuchten die betroffenen Gemeinden, neue Bewohner zu gewinnen. Und zwar zunächst durch Vergabe günstigen Baugrunds und später (nämlich überall dort wo ausgeuferte Gewerbegebiete wuchern) durch billige Gewerbegrundstücke. Letzteres hält bis heute an.

      • Um auf meine eigene Frage einzugehen: Ich bin kürzlich auf die Idee eines Flächenzertifikatehandels gestoßen. Es gab hierzu bereits einen Modellversuch des Umweltbundesamtes (siehe https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-10-02_texte_116-2019_modellversuch-flaechenzertifikatehandel.pdf).

        Hierbei müssen die Kommunen für Flächen, die im Außenbereich zur Versiegelung planungsrechtlich „freigegeben“ werden, Zertifikate einlösen. Die Kommunen bekommen jährlich Zertifikate (nach Einwohnerzahl) zugeteilt, können diese kaufen oder verkaufen sowie für Vorhaben in Folgejahren ansparen. Durch Rückbau bzw. -planung bestehender Flächen können die Kommunen auch Zertifikate selbst generieren.

        Ich empfinde das zunächst als charmante Idee. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Flächenverbrauch durch eine feste Mengenvorgabe begrenzen will. Dann dürfte der Zertifikatehandel ein effektives und effizientes Instrument sein, so wie auch beim CO2. Ein großer Vorteil besteht wohl darin, dass die Innenentwicklung relativ günstiger würde. Je nachdem, wie stark die bebaubare Fläche durch die Gesamtzahl der Zertifikate eingeschränkt wird, würden vermutlich die durchschnittlichen Bodenpreise ansteigen und gerade neue Eigenheimsiedlungen teurer und seltener werden, weil diese Siedlungsform schlichtweg nicht flächensparend ist. Und ob man das will, weil man den Flächenverbrauch als großes Problem ansieht, ist die politische Frage. Aber der Zertifikatehandel wäre doch wenigstens ein marktwirtschaftliches Instrument (auch wenn keine Privaten damit handeln, sondern Kommunen) und könnte eventuell an die Stelle mancher vorhandener planwirtschaftlicher Instrumente treten.

      • Das scheint mir in der Form nicht sinnvoll. Der Flächenverbrauch bundesweit ist nicht das Problem, schon gar nicht der durch Wohnhäuser. In Ballungsräumen kann es hingegen sinnvoll sein, ein paar Grünflächen etc. zu erhalten, was ein solcher Handel gerade nicht gewährleistet.

    • Ich mache gerne Spaziergänge durch schöne Einfamilienhaussiedlungen. Ungerne bewege ich mich in sozialen Brennpunkten in Hochhaussiedlungen.

    • Das wäre für mich auch nicht der Aufreger des Monats, zumal solche Eingriffe in die kommunale Selbstverwaltung doch in einiger Ferne liegen.
      Was in monatlicher Aktualisierung ein wirklicher Aufreger sein müsste, sind die gigantischen Eingriffe in die Wirtschaft durch die europäischen Institutionen und durch die Regierungen Merkel. Beispielhaft: Mindestlohnregelungen mit den Aufzeichnungsverpflichtungen, Kassensicherungsverordnung, Datenschutzgrundverordnung, neuerdings Lieferketten-Gesetz (in Vorbereitung)- teilweise mit hohen Bußgeldandrohungen, die auf die Dividenden durchschlagen (von der existenzbedrohenden konzeptionslosen Energieversorgung ganz zu schweigen). Die Kassensicherungsverordnung wird fast ebenso viele Kleinbetriebe wie Corona zur Aufgabe bewegen. Gegen die Minister Nahles und Un-Heil sind – @ francomacorisano – die Grünen Waisenknaben (-knäbinnen). Während man im Kleinbetrieb dem letzten Schwarz-Euro hinterherjagt, genehmigte sich das Berliner Freizeitparlament am 26.9.19 mal eben eine Diäten-Erhöhung um 58 % von 3 944 Euro auf 6 250 Euro ab 2020 (entsprechende Steigerung bei Übergangsgeld, Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung) – übrigens gegen die Stimmen der AfD (Quelle Hans Herbert von Arnim- Der Griff in die Kasse- Heyne Verlag 2020).

      • „in einiger Ferne“: Das ist zu kurz gedacht. Auch wieder historisch ist klar zu erkennen, dass die Linken vieles durchsetzen konnten, weil die Konservativen sie nicht ernst genommen haben. Stichwort vorpolitischer Raum.

      • „„in einiger Ferne“: Das ist zu kurz gedacht. . .“ – Es ist schon richtig, immer Eventualitäten zu bedenken. Das darf uns aber nicht daran hindern, in der Gefahrenabwehr Prioritäten zu setzen. Die Skandalisierung alltäglicher Meinungsäußerungen -gerade auch in den Medien – lenkt geradezu von den Prioritäten ab.

    • @ danielsodenkamp
      Es passt zu Ihnen, dass Sie die linksgrüne Bevormunderei auch noch gutfinden und wie das Bertelsmann-n-tv verteidigen. So erreicht Deutschland in wenigen Jahren den Lebensstandard wie Portugal, nur mit weniger Sonne 🙂

      • @francomacorisano

        In zehn Jahren wären die meisten Deutschen froh, wenn sie die Lebensqualität (nicht den formalen „Lebensstandard“) der Portugiesen hätten.

      • Ich finde Bevormunderei niemals gut und dürfte wohl einer Anhängerschaft von rot-grün unverdächtig sein. Woran es uns doch immer mehr mangelt ist, Argumenten der anderen Seite einmal zuzuhören und zu prüfen, ob nicht im Kern was dran sein könnte. Dieser Automatismus, mit dem Linke alles reflexartig ablehnen, was von „rechts“ kommt und umgekehrt ist ein immer größer werdendes Problem.

      • @ danielsodenkamp
        Sie haben leider nicht bedacht, dass in den Jahren der Merkel-Kanzlerschaft das politische Koordinatensystem weit nach links verschoben wurde. Was noch vor 15 bis 20 Jahren offizielle CDU-Positionen waren, wird heute als rechtsextremistisch ausgegrenzt und medial, ja sogar vom Verfassungsschutz verfolgt. Nur ein paar kleine Bespiele: Vor weniger als 20 Jahren sprach Friedrich Merz (CDU) noch von der „Deutschen Leitkultur“, die CDU hat jede deutsche Haftung für Schulden anderer EU-Staaten vollkommen ausgeschlossen und Otto Schilly (ex-Grüne, SPD) sagte auf „Flüchtlinge“ bezogen „das Boot ist voll“.

        Als 1989 Mauer und Stacheldraht fielen, waren wir Bürgerlichen so naiv zu glauben, der Sozialismus sei für immer erledigt. Wir hatten vergessen, dass die 68er und ihre Schüler längst in ihrem „Marsch durch die Institutionen“ angekommen waren und Linke durch Kaderschmieden besser präpariert waren und immer frecher, fordernder und aggressiver auftragen als wir.

  2. Also zurück in die DDR-Plattenbauten?
    Wer da wohnt, ist von Blockwarten auch besser zu überwachen!

    Die Grünen wollen immer verbieten, verteuern und umerziehen.
    Aber SPD und Union hecheln dem hinterher oder eilen dem, wie Sö-kel, sogar noch voraus. Dass Menschen solche Parteien wählen, ist politisches Sado Maso: Herrin, quäle mich mehr…!

    • Die DDR-Plattenbauten waren nach der Wende nicht als Wohnform das Problem: Es waren die zu geringen Wohnungs- und Raumgrößen („Arbeiterschließfächer“), die die Besserverdienenden an den Stadtrand in die EFH, DH und Reihenhäuser trieben. Parallel dazu trug die Wanderungsbewegung nach Westen zur Ausdünnung des Mieterbestandes und damit zu Kostenunterdeckung in den Objekten wie ganzer Stadtteile und zum Ausschluss fälliger Sanierungsmaßnahmen bei – was dann letztlich zu teilweisem Rückbau führen musste.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Viele Platten standen lange Jahre leer. Auch heute gibt es noch genug davon. Statt „Geflüchtete“ dort kostengünstig einzuquartieren, beschenkt man diese aber lieber mit Neubauten in den teuersten Städten der Republik und verplempert damit nicht nur Unsummen Steuergelder, sondern schürt obendrein den Sozialneid. Ist das wirklich nötig?

    • Sehen Sie das doch mal pragmatisch:
      Wenn keine Einfamilienhäuser mehr gebaut werden dürfen, gewinnen die bestehenden automatisch an Wert. Auf mittlere Sicht wird das zu einer Entmischung der wohlhabenden Grünenwähler*Innen von den Prolls in den Wohnkasernen führen, so daß erstere weiterhin unbeeinflußt von der Lebensrealität der Menschen in ihrer Blase verbleiben können.

  3. Bislang sind – nach Verstreichen einer gewissen Schamfrist – noch alle grünen Forderungen von Muttis neuer ?DU übernommen worden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, daß das diesmal anders sein könnte.

  4. Der Skandal ist der Bezug zur grünen Flüchtlingspolitik: Wenn eine Million Neubürger aufgenommen werden, wird Platz benötigt.

    Dieser Kommentar aus dem alles andere als rechten Spiegel macht bereits Vorfreude auf ein neues Leben in „Fickzellen mit Fernheizung“ (Zitat eines ostdeutschen Dramatikers):

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hamburg-gruene-verbieten-einfamilienhaeuser-traumhaus-ade-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000175196783

    Es gibt genügend Beispiele, in denen Hochhaussiedlungen zu sozialen Brennpunkten wurden.

  5. Welche Ironie. Im vorstädtischen Rotweingürtel werden die Grünen doch besonders gerne gewählt. Schließlich glaubt man sich dort von den Folgen der grünen (Einwanderungs)politik hinreichend weit entfernt. Wenn die grüne Revolution nun ihre eigenen Kinder frißt, wacht diese Wählergruppe vielleicht auf. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.

    • Sicher wird es für „vorstädtische Rotweingürtel“ Bestandsschutz geben. Aber neu gebaut werden dürfen Einfamilienhäuser künftig nur noch für mindestens zehn- oder zwölfköpfige Großfamilien. Und im nächsten Schritt kommt dann die Enteignung von selbst genutzten Bestandsimmobilien wegen Fehlbelegung …

  6. Wenn das kommt, bestelle ich einen Übersee-Container und nehme das letzte Schiff in den dann noch freien Westen. Oder Osten, da die sich vom Kommunismus ja auch schon länger verabschiedet haben.

    • Wohin wollen Sie mit Ihrem „letzten Schiff“ denn fahren?
      Der Gründer des WEF predigt seit Jahren einen solchen Wandel und der rot-rot-grüne Zeitgeist tut sein Übriges. Phantasielose Staatenlenker folgen ihnen (Schwab und Zeitgeist). Da ist kein Land in Sicht … die Reißleine kann nur das Wahlvolk selbst ziehen und das ist so desinteressiert wie nie zuvor.

      • Die Versiegelung der Landschaft hat natürlich vielfältige Ursachen.
        Haupttreiber sind ausufernde Gewerbegebiete und Windkraftanlagen.
        Aber auch die Umschlagplätze des Blödkonsums (insbesondere für aus Fernost importierte Ramschware) leisten hierzu ihren nicht unerheblichen Beitrag.

        Kein Grund also, Menschen ihr in den meisten Fällen hart erarbeitetes Einfamilienhaus nicht zu gönnen und sie in kommunistische Plattenbauten umzusiedeln.

  7. Statt auf jeden Kommentar einzeln zu antworten, möchte ich daran erinnern, dass es nicht darum geht, ob man selbst Einfamilienhäuser präferiert. Es geht auch nicht um eine Pflicht, sie zu bauen, sondern umgekehrt um ihr pauschales Verbot. Die Grünen haben auch nicht nur unverbindlich davon gesprochen, sondern ein solches Verbot in Hamburg durchgesetzt und dann bundesweit als Beispiel angepriesen. Das ist völlig illiberal, antimarktwirtschaftlich und einmal mehr gegen junge Leute gerichtet, während viele Grüne ihre Villa schon haben und sich über den Wertzuwachs durch verhinderte Konkurrenz freuen.

    • Erinnern wir uns an die Ur-Grünen in den frühen 80ern. Langhaarige, unrasiert Typen, mit selbstgestrickten Pullovern, die schon von weitem so aussahen, als riechen sie schlecht. Selbstgedrehte Zigarette im Mundwinkel, unterwegs mit klapprigen Autos, wo hinten ein „Atomkraft? Nein danke“-Aufkleber drauf war und oft viel Qualm rauskam.

      Das hat sich geändert. Heute sitzen diese Typen an Schaltstellen auf Behörden oder Instituten, sind Lehrer, Journalisten oder sogar Manager, verdienen oft viel Geld, wohnen in hypermodernen Villen oder aufwändig sanierten Fachwerkhäusern. Sie leben im Luxus mit hipper Öko-Mode, teurem Bio-Food und trendigen Elektroautos, was sich Normalbürger gar nicht leisten können.

      Auch ihre Ablehnung von Militär, Polizei und Geheimdienst hat sich total geändert, denn jetzt regieren sie, direkt oder indirekt, mit und können die einst gehasste Staatsgewalt gegen ihre politischen Gegner einsetzen. Grüne sind durch und durch verlogen!

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