Diskussionspapier zu Täuschungsanreiz und Ehrlichkeitspräferenz

Anknüpfend an mein ‚Diskussionspapier zu Teamdoping‘ widmet sich das Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 1/2021 „Cheating Alone and in Teams“ („Täuschen allein und in Teams“). Die deutsche Zusammenfassung lautet:

Es gibt für ein Projekt eine Belohnung, die durch Fähigkeit, Anstrengung und Betrug gesteigert werden kann. Dies wird für einen Agenten und ein Zweierteam analysiert. Als Erweiterung wird eine Präferenz für Ehrlichkeit hinzugefügt, die Betrug verhindern kann, aber nicht unbegrenzt und nicht so leicht im Teamkontext.

40 Gedanken zu „Diskussionspapier zu Täuschungsanreiz und Ehrlichkeitspräferenz

    • Es ist nicht wirklich eine mathematische Diskussion, weil dafür das Modell viel zu speziell ist. Mathematiker interessieren sich für ganz allgemeine Zusammenhänge. Hier geht es darum, die inhaltlichen Zusammenhänge zu veranschaulichen und zu zeigen, dass sie tatsächlich widerspruchslos zusammenpassen. Gegebenenfalls lassen sich daraus auch empirisch testbare Hypothesen ableiten.

      Die verschiedenen Funktionen haben unterschiedliche Dimensionen, die ich vielleicht explizit hätte hinschreiben sollen (R wird z. B. in Geld gemessen, U in Nutzeneinheiten und p ist tatsächlich dimensionslos). Die Variablen selbst sind dimensionslos, damit sie in die verschiedenen Funktionen zugleich eingesetzt werden können.

      • Warum nehmen Sie sich nicht einfach mal mehr Zeit für eine Arbeit und arbeiten wirklich z.B. noch eine empirische Analyse dazu aus? Ich sehe den Sinn nicht darin, unbedingt jeden Monat ein Diskussionspapier zu veröffentlichen. Ein umfangreicheres Projekt könnte man besser publizieren und es hätte nachher mehr Impact.

      • Warum schreiben Sie nicht selbst einen wissenschaftlichen Aufsatz, statt hier solche Tipps zu geben? Sie können auch gerne mein kleines Modell weiter ausbauen oder empirisch testen. Es ist übrigens aus einem Projekt mit Daten zu Fehlverhalten entstanden, welches sich dann leider zerschlagen hat.

        Gerade bei wissenschaftlichen Aufsätzen gilt das Paretoprinzip, also die 80-20-Regel, wonach man rund 80 Prozent des Beitrags mit 20 Prozent der Arbeit schafft und das Perfektionieren dann den Großteil der Mühe verursacht. Ich bin inzwischen in einer Position, wo ich frei entscheiden kann, bei welchen Projekten sich diese Mühe lohnt bzw. wo ich sie mir machen will. Die ersten 80 Prozent machen meist mehr Spaß und bringen insgesamt mehr Erkenntnis.

      • Sie stellen die Diskussionspapiere auf Ihrem persönlichen Blog zur Diskussion und sollten sich daher auch Fragen zu Ihrer Arbeitsweise gefallen lassen. Die Einstellung mit den 80:20 finde ich fraglich im Hinblick darauf, dass Sie auch Doktoranden betreuen. Von Doktoranden wird erwartet, dass sie eben gerade keine reinen Vielschreiber sind, sondern referierte Publikationen, idealerweise mit hohem Impact, produzieren. Sollte ein Doktorvater nicht zumindest die nötige Einstellung dazu vermitteln, anstatt sich damit zu rühmen, dass er sich auf seinem Altenteil ausruhen kann? Doktoranden sollten gerade lernen, dass die 20% Arbeit am Ende sehr wichtig für gute Publikationen sind.

      • Da Sie kein Wissenschaftler sind, können Sie meine Arbeitsweise nicht adäquat beurteilen. Wenn Sie einer wären, würden Sie das gar nicht erst versuchen. Es ging hier weder um Doktoranden noch ums Ausruhen oder um „20% Arbeit am Ende“. Offensichtlich haben Sie weder meinen Antwortkommentar noch das Paretoprinzip verstanden, sondern wollen einfach nur herummosern bzw. mal wieder anderen Leuten unsinnige Vorschriften machen.

      • Ich meinte natürlich 80% am Ende, bitte verzeihen Sie. Warum sollten Wissenschaftler andere Wissenschaftler nicht kritisieren?

      • Wissenschaftler kritisieren dauernd andere Wissenschaftler. Dabei geht es jedoch um Inhalte und Argumente, nicht die Themenwahl oder Publikationsformen, zumindest solange sich diese im wissenschaftlichen Bereich befinden. Top-Journals sind ein Signal für hohe wissenschaftliche Qualität, aber es liegt hier weder Identität noch Exklusivität vor. Gerade besonders neue und geniale Ideen haben es schwer, durch die vielen Filter zu kommen, was natürlich nicht den Umkehrschluss erlaubt, alles dort Abgelehnte sei besonders großartig. Im Übrigen ist auch und gerade in der Wissenschaft Arbeitsteilung sinnvoll. Das gilt thematisch, aber auch für die Methoden und im Lebenszyklus. Es wäre ineffizient, wenn Professoren nur dasselbe machen würden wie Doktoranden.

      • Wenn Wissenschaftler mit ihrem Professorentitel Politik machen wollen, ist auch ihre Arbeitsweise relevant. Bei Ihnen ist das vielleicht nicht ganz so wichtig wie z.B. bei Herrn Lucke, der explizit als Vorsitzender einer Professorenpartei punkten wollte. Und dann geht es schon auch darum, wie anerkannt die wissenschaftlichen Leistungen, dokumentiert durch referierte Publikationen, sind.

        Ich will Ihre Leistungen ja gar nicht schlecht reden; Sie haben immerhin einen h-Index von 4 bei CitEc und einen von 7 bei Scopus. Also ich würde nicht empfehlen, Sie aufgrund schlechter Forschung zu entlassen.

      • Wie kommen Sie immer auf solche absurden Ideen? Ich will nicht als Wissenschaftler mit meinem Professorentitel Politik machen. Sie ziehen auch keine in meinem Fall relevanten Zitationsmaße heran, weil Sie als Laie eben weder die Inhalte noch die geeigneten Beurteilungskriterien einschätzen können. Schließlich können auf Lebenszeit verbeamtete Professoren gar nicht „aufgrund schlechter Forschung“ entlassen werden, zumindest solange diese nicht strafrechtlich relevant ist. Wenn ich nichts mehr forschen würde, bekäme ich nicht einen Euro weniger. Es gibt Probleme im deutschen Hochschulwesen, doch die liegen ganz woanders.

      • Wenn Sie die Bedeutung des h-Indexes negieren, dann stellt sich wirklich die Frage, wer von uns beiden der eigentliche Wissenschaftler ist. Sie sollten mich nicht unterschätzen.

      • Es kommt vor allem auf die Datenbasis an. Aber auch sonst passt der h-Index eher zum heutigen Veröffentlichungsverhalten in den meisten Naturwissenschaften sowie Medizin. Sie haben halt ein paar Sachen aufgeschnappt, aber nicht durchdrungen, so dass Ihnen die Anwendungsbedingungen und -grenzen nicht klar sind.

      • Nennen Sie bitte Qualitätskriterien in Ihrer Disziplin. Jeden Monat ein Diskussionspapier herauszubringen ist doch gerade ein Charakteristikum der Forschung in den Naturwissenschaften oder der Medizin. In der VWL würde man mehr Wert auf eher weniger, dafür hochwertiger veröffentlichte Arbeiten legen.

      • Sie haben doch noch nicht einmal meine Disziplin richtig identifiziert, obwohl sie veröffentlicht ist. Es gibt Kollegen, die schreiben jedes Jahr ein Buch. Das sind weniger Veröffentlichungen, aber mehr Seiten als zwölf Diskussionspapiere.

      • Ein ernstzunehmender Wissenschaftler sollte die eigene Disziplin benennen können und zudem erläutern können, mit welchen wissenschaftlichen Leistungen man dort gute Chancen auf eine Professur hat.

      • Nein, dann könnten Sie das besser. Vermutlich haben Sie schon studiert und halten sich deshalb für einen großen Wissenschaftler. Aber es gehört mehr dazu bzw. etwas anderes, nämlich der innere Drang nach Erkenntnis statt die Meinung, es schon alles besser zu wissen als die dummen Professoren.

      • Und was macht Sie so sicher, dass ich kein Professor bin? Weil ich Sie gelegentlich inhaltlich kritisiere bzw. Sie auf Ihre gelegentlichen Falschbehauptungen aufmerksam mache? Sie sollten beachten, dass ein Blog wie der hier keine Ständeordnung hat.

      • Da Sie kein Wissenschaftler sind, sind Sie auch kein Professor. Sie blamieren sich ständig mit falschen Behauptungen und fehlerhaften Argumenten, ohne das überhaupt zu merken. Der Status spielt hier im Blog normalerweise überhaupt keine Rolle, doch Sie reiten dauernd auf meinem herum, wohl wegen eines Minderwertigkeitskomplexes.

      • Spannend ist das aktuell nicht. Denken Sie allein an Ihre absurde Aussage, dass die Todeszahlen durch Corona mit einer schweren Grippe vergleichbar sind. Meine Vermutung ist, dass Sie meine Korrektur davon direkt akzeptiert hätten, wenn ich hier als Professor auftreten würde.

      • Es ist wirklich langweilig. Was Sie hier als „absurde Aussage“ bezeichnen, ergibt sich klar aus den Daten, mit denen Sie sich doch angeblich so gut auskennen. Eine vernünftige Argumentation würde an der Frage ansetzen, welchen Einfluss die Gegenmaßnahmen daran hatten, wobei auch hier die Daten zeigen, dass die Infektionsdynamik jeweils schon vorher zurückging.

      • Sie interpretieren die Daten schlicht falsch. Ich hatte das erläutert.

      • Sie hatten das behauptet, nicht erläutert. Die Todeszahlen waren letztes Jahr nicht außergewöhnlich hoch. Ob die Sterblichkeit der Infizierten deutlich höher ist, ist wegen der immer noch nicht hinreichend untersuchten Dunkelziffer unklar. Selbst wenn es so sein sollte, spielt die Infektiosität natürlich auch eine bedeutende Rolle. Am Ende geht es dann doch wieder um die Todeszahlen und ob die Maßnahmen diese wesentlich senken konnten oder nicht.

      • Natürlich waren die Todeszahlen höher als bei jeder anderen Grippewelle nach der Spanischen Gruppe. Warum streiten Sie nachweislich wahre Fakten ab?

      • Das sind nicht „nachweislich wahre Fakten“, sondern Fake News. An der Hongkong-Grippe sind in ganz Deutschland (Bundesrepublik und DDR) mehr Menschen gestorben als bislang an COVID-19. Nun ist die aktuelle Pandemie noch nicht vorbei, aber es handelt sich immerhin schon um die zweite Saison und Welle. Wenn man alle Grippesaisons aufaddieren würde, käme man auf noch viel höhere Zahlen. Hinzu kommt, dass jetzt vor allem sehr alte Menschen sterben. Vor fünfzig Jahren wurde fast niemand so alt, sondern starben jüngere und zuvor gesündere Menschen.

      • Sie dürfen die Zeiträume nicht verwechseln, also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. So beziehen sich die 50000 bei der Hongkong-Grippe auf anderthalb Jahre. Auf ein Jahr bezogen wären das 50000 * 2/3 (der Kehrwert von 1,5) = 33333 1/3. Bei Corona sind wir bereits bei 50000 in einem Jahr.

      • Sie verschieben wie die Kanzlerin ständig die Zielgröße. Sie hatten eine Behauptung über absolute Todeszahlen aufgestellt, nicht über Todeszahlen pro Zeit. Hinzu kommt, dass es jetzt Tests auf das Coronavirus gibt, während die Grippetoten einfach aus der Übersterblichkeit geschätzt wurden, die damals höher war als 2020. Schließlich bezog sich meine von Ihnen als absurd abgetane Behauptung nur auf Vergleichbarkeit mit einer schweren Grippewelle, nicht darauf, dass dabei definitiv mehr Menschen sterben als an COVID-19. Die Vergleichbarkeit ist bei ähnlicher Größenordnung gegeben, auf ein paar Tausend Tote mehr oder weniger kommt es dabei nicht an (jeder Tote ist natürlich bedauerlich, aber das gilt für Grippe- und Corona-Tote gleichermaßen). 100.000 COVID-Tote in Deutschland wären eine andere Größenordnung, die aber aus meiner Sicht immer noch nicht einen Lockdown über viele Monate und das Suspendieren vieler Grundrechte rechtfertigen würde. Ich hoffe nicht, dass es zu nochmals 50.000 COVID-Toten kommt. Bei einer deutlichen Mutation wäre es aber doch eigentlich auch schon die nächste Krankheit, ansonsten müsste man alle Grippewellen ebenfalls zusammenzählen.

      • Falls die Zahl der Covid-Toten (korrigiert für den Saisoneffekt) sinkt, dann in erster Linie wegen der Impfungen. Wenn es keine Impfungen und keinen Lockdown oder vergleichbare Maßnahmen gäbe, hätten wir locker eine sechsstellige Todeszahl.

        Allgemein ist die Verharmlosung des Virus mit dem Hinweis auf frühere Grippewellen natürlich absurd. Als Humanist kann man doch eigentlich nur folgern, dass man dann auch früher bessere Maßnahmen hätte treffen müssen. Ob Baumärkte hätten schließen müssen, sei dahingestellt, aber eine MNS-Pflicht im ÖPNV hätte man schon vor Jahren einführen können.

      • Wegen der von Ihnen gerühmten Bundesregierung und EU-Kommission gibt es noch überhaupt nicht genug Impfungen in Deutschland, um einen signifikanten Effekt auf die Todeszahlen zu haben (höchstens durch Impfschäden, die dann aber den Grunderkrankungen zugeordnet werden, was bei COVID-19 nicht so gemacht wird). Der Effekt des Lockdowns ist auch nicht so groß, wie Sie behaupten, wie man am zeitlichen Verlauf und auch im Ländervergleich sieht. Alles überragend ist der von Ihnen bezweifelte saisonale Effekt. Die Humanisten der Renaissance waren Vorläufer der Aufklärer und setzten sich für menschliche Freiheit statt willkürlichen Zwang ein. Es verbietet Ihnen doch niemand, ständig einen Maske zu tragen, während Sie sich von allen anderen Menschen absondern.

      • Tatsächlich ist der saisonale Einfluss begrenzt, wie etwa das Beispiel Südafrika zeigt. Die Humanisten haben sich gegen eine starke Unfreiheit im Mittelalter gewandt. Das ist kein Vergleich mit den moderaten Einschränkungen, die es aktuell gibt.

      • Jetzt kommen Sie schon wieder mit Südafrika, ohne die ganz anderen Bedingungen dort in Betracht zu ziehen. Der saisonale Einfluss in Deutschland, dem Rest Europas und in Nordamerika ist eindeutig. Im Mittelalter gab es andere Freiheitsbeschränkungen, weder landesweite Lockdowns noch Maskenpflicht selbst bei Pestausbrüchen.

      • Der saisonale Einfluss ist natürlich auch in Europa nicht eindeutig. Denken Sie an Finnland und Schweden, die klimatisch vergleichbar sind, aber andere Fallzahlen haben. Oder an Irland oder Portugal mit den Peaks direkt nach Weihnachten. Genau zu diesem Thema gab es gestern bei Markus Lanz ein interessantes Streitgespräch.

      • Natürlich ist der saisonale Effekt in Europa eindeutig. Er besagt, dass jetzt im Winter die Zahlen viel höher sind als im Sommer, dass sie im Herbst stiegen und im Frühjahr fielen sowie wieder fallen werden. Er besagt nicht, dass an allen Orten die Infektions- und Todeszahlen stets gleich hoch sind. Da gibt es Varianz, die aber nicht mit den Maßnahmen erklärt werden kann.

      • Aber sicher können die Peaks in Irland und Portugal mit den Lockerungen über Weihnachten erklärt werden. Dazu kommt das Thema Mutationen.

      • Woher wissen Sie denn, dass die steigenden Infektionszahlen in Irland und Portugal an den Lockerungen und nicht z. B. den Mutationen lagen, zumal der weitere Verlauf in beiden Ländern unterschiedlich war bzw. ist?

      • Was soll das denn für eine Mutation sein, die einmal ganz schnell einen Peak erzeugt, der dann direkt wieder abfällt? M.E. kann das nur durch schnelle Lockerungen erklärt werden, insbesondere in Irland.

    • Grundsätzlich stimme ich zu. In meinem Blog versuche ich allerdings, sie argumentativ loszuwerden, zumal am Anfang meist nicht klar ist, wer ein Troll ist und wer ernsthaft diskutieren will. Die meisten Trolle geben irgendwann auf. Einige schlagen so über die Stränge, dass ich sie dann aussperre. Nur Herr Meister bleibt dauerhaft dabei und ist auch nicht immer ein Troll, sondern je nach Tagesform bzw. Thema ganz vernünftig.

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