Bund subventioniert marode Kaufhauskette

Der „Bund will Galeria Karstadt Kaufhof mit Hunderten Millionen Euro stützen“. Es soll einen Staatskredit von bis zu 460 Millionen Euro vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds geben. Dabei war der Konzern schon vorher marode und erst letztes Jahr in einem Insolvenzverfahren. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls des Kredits ist höher als die der vollständigen Rückzahlung. Es wäre besser, den Lockdown zu lockern, statt ein überlebtes Geschäftsmodell und darüber letztlich Banken und Vermieter zu subventionieren.

Ich war gegen den ‚Kahlschlag von Galeria Karstadt Kaufhof auch in Dortmund‘, wobei Karstadt und Karstadt Sports zumindest bis zur letzten staatlich verordneten Schließung doch wieder eine Perspektive in Dortmund hatten, während Kaufhof schon geschlossen wurde. Trotzdem ist dieser Weg der Marktverzerrung durch Staatshilfen für Konzerne, während kleinere Wettbewerber in die Röhre schauen, ökonomisch falsch und auch unfair. Dabei finanziert der Bund den Kredit selbst auf Pump und will sich dabei nicht länger selbst beschränken (siehe ‚Kanzleramtschef will Schuldenbremse mit Grundgesetzänderung aushebeln‘).

7 Gedanken zu „Bund subventioniert marode Kaufhauskette

  1. Ein weiterer Schlag ins Gesicht aller KMUs, kleinen Selbständigen und Familienbetriebe, mit deren Steuergeldern derartige Geschenke letztlich finanziert werden. Gerade René Benko wird ganz sicher Wege finden, diesen Kredit nicht zurück zu bezahlen. Deutschland haben fertig. Es vertreibt seine eigenen Leistungsträger außer Landes und bereitet seinem Mittelstand den Garaus. Was für eine „weitsichtige“ Politik!

  2. Der „ultraseriöse“ Österreicher René Benko ist ein enger Freund von Kurz. Die Merkel kann den Kurz doch eh nicht leiden, weil der sie gerne kritisiert.
    Die 2 Ösi- Wirecard Helden, die Merkel und die SPD hineingelegt haben, hatte wieder enge Kontakte zur FPÖ.
    „…Der frühere FP-Abgeordnete Thomas Schellenbacher bleibt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den früheren Politiker wegen mutmaßlicher Fluchthilfe für den Wirecard-Vorstand Jan Marsalek……“
    https://www.vienna.at/wirecard-ex-fpoe-abgeordneter-weiter-in-u-haft/6875688

    War wieder typisch, Strache will, dass die großbrüstige Escort-Dame die Krone kauft und dann kauft der ÖVP-nahe Benko 24,5% der Krone und versucht jetzt weiter die möglicherweise ganz unter seine Kontrolle zu bringen. Hätte mir aber nicht gedacht, dass der HC so dämlich wie der Lucke ist, der will nach der Niederlage in Wien wie der Lucke nach der Niederlage in B-W politisch weiter machen und bei der nächsten Parlamentswahl und möglicherweise bei der Landtagswahl in Oberösterreich 2021 antreten. Lucke hat es von 1% auf 0,03% gebracht, so peinlich wird HC natürlich nicht abschneiden, aber der wird es von 3,5% auf 1,5% bringen.

  3. Pingback: Zu „Hayek und die Pandemie“ | Alexander Dilger

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