Biden als Präsident vereidigt

Seit heute ist Joe Biden der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Eigentlich noch wichtiger ist jedoch, dass Donald Trump nicht mehr Präsident ist. Von daher hat Joe Biden den wichtigsten Punkt, für den er vor allem gewählt wurde, schon heute geliefert. Dass er besser regieren wird als sein Amtsvorgänger, ist auch keine hohe Hürde. Viel schwieriger wird es werden, die USA wieder zu einen. Das bedeutet nicht, dass alle Amerikaner einer Meinung sein müssten, sondern dass sie gemeinsam über den richtigen Weg diskutieren und auch zivilisiert streiten, um dann die Ergebnisse von demokratischen Abstimmungen und Wahlen zu akzeptieren, auch wenn sie unterlegen sind, während die Gewinner nicht zu sehr auftrumpfen oder gar nachtreten. Das lässt sich nicht vom Präsidenten allein verwirklichen, während Donald Trump das Gegenteil ganz einseitig praktizierte und seine Anhänger ihm dabei bis heute gefolgt sind. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass er ohne Amt auch an Einfluss verliert und nicht wie angedroht politisch zurückkehrt, während bessere Politik das Leben von Millionen Amerikanern verbessert und auch ihre Herzen erreicht.

Vergleichbares gilt international, wobei man nicht vergessen sollte, dass auch Joe Biden amerikanischer Präsident ist und nicht die Interessen seines Landes und Volkes vergisst, wie es deutsche Politiker hinsichtlich ihres eigenen Landes und Volkes leider inzwischen zu tun pflegen. Zu den deutschen Interessen gehören gute Beziehungen zu den USA, die nun wieder leichter möglich sind. Trotzdem muss man in Deutschland etwas dafür tun, z. B. die selbst eingegangenen Verpflichtungen gegenüber der NATO erfüllen.

52 Gedanken zu „Biden als Präsident vereidigt

  1. Biden mag sympathisch sein, aber die Amtsübergabe vor vier Jahren war aktiver, dynamischer. Denken Sie nur an die vielen Twitterbotschaften, auf denen DJT ankündigte, neue Jobs in den USA geschaffen zu haben. Man hatte den Eindruck, dass hier glaubhaft (!) neue Politik gemacht wird. Umgekehrt versucht Biden die Illusion zu erzeugen, dass die Regierung nur nett wirken müsse, um das Land zusammenzuführen, wohlwissend, dass das nur schwer gelingen wird. Oder glauben Sie, dass es den amerikanischen Traditionalisten gefallen hat, dass Lady Gaga bei der Amtseinführung gesungen hat?

    Bei Markus Lanz wurde gestern auffallend betont, was DJT alles gut gemacht hat. Ich bin gespannt, wie DJT in zehn oder 20 Jahren bewertet wird.

    • Wenn Sie die Trump-Tweets schon glaubhaft fanden, verstehe ich auch, warum Sie Frau Merkel und ihren Hofberichterstattern alles glauben. Am Ende sind unter Präsident Trump mehr Jobs vernichtet als geschaffen worden, was ehrlicherweise an der Pandemie lag. Er wird auch in Zukunft als einer der schlechtesten US-Präsidenten bewertet werden, irgendwann auch von den Republikanern, die durch ihn gerade den ganzen Kongress verloren haben. Das schließt leider nicht aus, dass es 2025 einen noch schlechteren Präsidenten geben könnte.

      • Meine Empfehlung an Sie wäre, weniger unpassende Vergleiche zu nutzen und mehr auf den konkreten Punkt einzugehen. So beziehe ich mich explizit auf Tweets, die deutlich vor der Pandemie kamen. Sie müssten diese Inhalte dann falsifizieren.

      • Herr Trump ist doch gerade kein Beispiel für Glaubwürdigkeit. Wenn Sie das trotzdem behaupten, müssen Sie das irgendwie belegen und nicht meine Falsifikation zu relativieren versuchen.

      • „Der neue US-Präsident sagt, zahlreiche Firmen hätten sich dank seiner Politik dazu entschlossen, wieder in den USA zu investieren und Zehntausende von Jobs zu schaffen. Auf den ersten Blick scheint das auch zu stimmen: Diesen Montag kündigte etwa der Energiekonzern ExxonMobil an, die Produktion in Texas und Louisiana ausweiten zu wollen. Trump triumphierte auf Twitter. Er dankte dem Unternehmen für die Investitionen über 20 Milliarden Dollar und dafür, dass man über 45.000 Arbeitsstellen schaffen wolle.“

        Das wird später im Artikel zwar auch wieder relativiert, bestätigt aber trotzdem meine Aussage über den Anfang der Präsidentschaft.

        https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-03/donald-trump-usa-wirtschaftswachstum-arbeitsplaetze-barack-obama

      • Es ist wirklich bedenklich, wie Sie nach der hiesigen Regierungspropaganda nun auch die von Donald Trump naiv glauben und wiedergeben, zumal diese vier Jahre veraltet ist und doch inzwischen bekannt ist, was danach passierte. Ständig entstehen und vergehen Arbeitsplätze. Der Saldo war unter Donald Trump anfangs nicht besser als unter seinem Vorgänger und am Ende verheerend. Zuletzt schied 1933 ein US-Präsident mit einem negativen Gesamtsaldo bei den Arbeitsplätzen aus dem Amt. Das hat natürlich mit der Coronapandemie zu tun, für die Donald Trump nichts kann. Aber sein Umgang damit war nicht sonderlich glücklich und kompetent, wie doch gerade Sie zugeben müssten, wenn Sie nicht völlig unterschiedliche Maßstäbe diesseits und jenseits des Atlantiks anlegen.

      • Welche Fehler hat er denn bei der Pandemie gemacht? Hat er nicht im Gegenteil dafür gesorgt, dass es frühzeitig einen Einreisestopp für Chinesen gibt und dass massenhaft Impfstoff gekauft wird? Beides ist in Deutschland nicht passiert.

      • Sie sind doch hier stets für Maskenzwang und das Einsperren zumindest von Kindern eingetreten. Jetzt wollen Sie sogar die Supermärkte schließen, feiern aber Donald Trump als großen Helden der Pandemie. Konsistent ist das nicht, sondern höchstens konsequent falsch.

      • Ok, einigen wir uns auf schach matt zu meinem Gunsten, wir kommen hier aktuell nicht weiter.

      • Ihnen sind einfach die Argumente ausgegangen. Ihre inkonsistenten Positionen lassen sich aber auch nicht rational verteidigen. Sie müssen sich schon entscheiden, ob Sie Trump- oder Merkel-Fan sein wollen, während ich die Politik von beiden begründet ablehne.

    • Trump stand neben einer insgesamt sehr viel friedfertigeren Außenpolitik als all seine zu unseren Lebzeiten wahrnehmbaren Vorgänger auch für sehr große Transparenz. Bei Biden hingegen wurde schon zur Amtseinführung mit den Auftritten von Katy Perry, Lady Gaga, Bruce Springsteen, Justin Timberland usw., usf. eine maximal unpolitische Show inszeniert, als handele es sich um den Super Bowl und nicht um die Amtseinführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Ablenkung von der Politik ist also zurück. Gebt dem Wahlvolk Brot und Spiele und sie sind zufrieden.

      • Genau so ist es. Seine häufige Kommunikation per Twitter war für einen Staatsmann sehr ungewöhnlich, aber volksnah. Naja, warten wir ab, was von ihm noch so kommt bzw. wer dann 2024 für die Republikaner antritt. Wir werden die kommenden Jahre schon irgendwie überstehen.

      • Nein, nein, natürlich nicht. Auch der Zweite Irakkrieg lag nicht an Geoerge W. Bush oder den USA, sondern daran, dass der Irak Saddam einfach nicht selbst stürzen wollte. Und alle anderen Angriffskriege der USA waren ohnehin nur „militärisce Operationen“, keine Kriege. Wir wissen Bescheid.

      • Den zweiten Irakkrieg der USA hat George Bush Jr. mutwillig angefangen. Aber halten Sie z. B. auch den ersten Irakkrieg seines Vaters für ungerechtfertigt? Da Sie außerdem nicht zwischen Kriegen und anderen Militäroperationen unterscheiden wollen, war auch Donald Trump nicht so friedlich, wie Sie ihn jetzt darstellen. Völlig beispiellos ist es, dass ein Präsident zum Sturm aufs Kapitol aufruft.

      • Ich verteidige doch nicht Trumps Rolle bei dieser peinlichen Stürmung des Kapitols. Dennoch wäre es an den zuständigen Polizei- und Sicherheitskräften gewesen, Schlimmeres zu verhindern.

        Was Ihre Unterscheidung zwischen Kriegen und verniedlichten „militärischen Operationen“ angeht, kommen wir sicher auf keinen gemeinsamen Nenner. Spätestens wenn es Tote gibt, ist es doch pervers, solche „Operationen“ derart zu verharmlosen.

      • Warum verharmlosen Sie dann die Toten, die auf Donald Trumps Konto gehen? Aber auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr führen zu Toten.

      • Ich verharmlose diese Toten doch überhaupt nicht. Wie kommen Sie denn auf so etwas?

        Natürlich ist es genauso verkehrt, ja pervers, dass ie Bundeswehr in Westafrika um Uran für französische Atomkraftwerke kämpft. Dies ganz besonders vor dem Hintergrund des deutschen Atomausstiegs.

      • Biden ist auch für „America First“.
        Es ist für ihn so selbstverständlich, dass er es eben nicht hinausposaunen muss…

      • Das ist doch gar kein Militäreinsatz und diese Konvois waren auch unter Donald Trump üblich, wie in dem verlinkten Artikel steht.

      • Hat Joe Biden der alternativlosen Kanzlerin eigentlich schon mitgeteilt, dass nicht nur sein böser, böser Vorgänger, sondern auch er, der lupenreine Demokrat, keine Fertigstellung von „North Stream 2“ (https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/thema/nord-stream-2) billigt?

        Wie wird das weiter gehen?

        US-Sanktionen gegen Deutschland?
        Oder gar gegen Mecklenburg-Vorpommern?
        Kein impfstoff für Deutschland?
        Spricht die Kanzlerin ein Machtwort und beendet endlich diesen (ACHTUNG *Ironie*) nervigen Föderalismus?

        Was meinen Sie?

      • Die Kanzlerin ist doch noch für die Pipeline und versucht mal wieder, die Konflikte auszusitzen. Wenn der Druck jedoch zu stark werden sollte, wird sie schon immer dagegen gewesen sein. Frau Schwesig dürfte jetzt wegen ihrer Kritik bei der Kanzlerin in Ungnade gefallen sein und wäre dann ein geeignetes Bauernopfer.

  2. Trump hat in seiner Amtszeit nicht alles richtig gemacht, aber einige Dinge eben doch. Seine guten Entscheidungen sind genau die Entscheidungen, die die Linken nun mit Hochdruck ins Gegenteil verkehren.

    Und exakt deshalb wäre Trump der bessere Präsident gewesen.

    • Was hat Donald Trump denn richtig gemacht? Am besten war noch, was er nicht gemacht hat. Aber als besserer Präsident hätte er die Wahl gewonnen. Er hat zwar mehr Wähler mobilisiert als 2016, aber eben noch viel mehr für seinen Gegenkandidaten, der für sich genommen gar nicht besonders stark war.

      • Betrachten Sie doch einfach nur Trumps Entscheidungen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung. Biden hatte nichts Dringenderes zu tun, als den Import neuer Proletarier und somit potentieller Linkswähler wieder zu beschleunigen.

      • Frau Merkel lässt jeden unkontrolliert ins Land, während Donald Trump selbst kleine Kinder von ihren Eltern trennen und einsperren sowie gesetzestreue Erwachsene deportieren ließ, nur weil sie vor Jahrzehnten von ihren Eltern illegal über die Grenze gebracht worden waren. Der richtige Weg liegt einmal mehr in der Mitte zwischen diesen Extremen.

      • Auch Deutschland deportiert gut Integrierte Migranten und lässt zugleich hunderttausende Asylbegehrer mit gefälschter Identität ins Land. Wo ist da der Unterschied?

      • Wenn Sie gar keine Unterschiede erkennen können, was gibt es dann an Präsident Trump zu loben (oder an Frau Merkel zu kritisieren)? Ich sehe hingegen große Unterschiede, finde jedoch beide Ansätze nicht gut.

      • Immerhin sind wir uns erfreulicherweise in dem Punkt einig, dass beide Ansätze nicht gut sind.

      • Trumps Handeln zum „Genderismus“ und zur „Abtreibung“ etwa fand ich aus sehr liberalen Gründen schon (recht) richtig. Sein Handeln in Bezug auf Transsexuelle (was für arme Menschen oft !) fand ich dagegen antiliberal. Und Lola hat auch recht!

  3. Trump war ein sozialistischer Schuldenmacher und förderte die Politik künstlich verbilligten Geldes.
    Ob Biden da besser ist…???

  4. Am ersten Tag drei Fehlentscheidungen.
    1. Wiedereintritt in den Pariser Club der Klimahysteriker mit unabsehbaren Folgen für die US –Wirtschaft, Freudenproklamationen bei vd Leyen und Merkel.
    2. Wiedereintritt in die WHO, keinesfalls eine wissenschaftliche Einrichtung, sondern ein Versorgungswerk für Häuptlinge aus der dritten Welt. Der gegenwärtige Chef ist in massiven Wahlbetrug verwickelt und hat wohl Napalm-Einsätze gegen sein eigenes Volk angeordnet.
    3. Stopp des Keystone-Pipeline-Projektes von Alberta nach Louisiana, Jubel bei Frau Baerbock. Nun müssen täglich kilometerlange Züge mit Ölwaggons mehrere tausend Kilometer abfahren, was um Größenordnungen für die Umwelt gefährlicher ist als eine saubere Pipeline.
    Der letzte WASP war Trump. Die Inauguration war eindeutig von Latinos bestimmt, Amerikas Zukunft. Lopez hat sogar Bemerkungen auf Spanisch angefügt.

    • Das waren alles angekündigte Wahlversprechen. Im Übrigen könnten weniger rassistische Republikaner viele Stimmen von Lateinamerikanern gewinnen, da diese meist recht konservativ sind.

    • Die OHNE-MICH- oder NUR-HALB-MIT-MIR- Politik schließt eine Nation von internationalen Gestaltungsmöglichkeiten aus. Das ist bisher auch ein Leitfaden der deutschen Außenpolitik, letzterer nicht ethisch, sondern nur von der Vermeidung innenpolitischer Konflikte getragen.
      Die Absage an das Keystone-Pipeline-Projekt könnte die gewollte Reduzierung der Ölförderung beflügeln- nicht unlogisch.

  5. Ich finde Ihren Optimismus faszinierend. Sie sind ein sehr guter Wissenschaftler, aber bei Ihren politischen Analysen fehlt Ihnen gerade zu den USA der Zugang zu den Menschen vor Ort. Scheinbar haben Sie keinerlei Bezug zu Normalbürgern in den USA außerhalb der Ost- und Westküste. Dort wird bspw. in der Mehrheit nicht nur von der Trump Basis, sondern auch normalen Republikanern, das Verhalten vom ehemaligen Vize Pence, dem ehemaligen Mehrheitsfuehrer im Senat und anderen vom Establishment der Republikaner schlicht als Verrat angesehen, wie sie jetzt auf Kuschelkurs mit Biden und den Demokraten gehen, bei der Vereidigung gemeinsam lachen etc. Verschwörungstheorien u.a. von der Elite in Washington, Verschwörung aus Politik, Wirtschaft Medien, Kultur, Sport gegen die Bevölkerung werden weiteren Zulauf bekommen. Die Spaltung in den USA wird sich eher noch vertiefen, gerade durch die vielen Maßnahmen von Biden, die jetzt schnell durchgewunken werden, bevor man 2022 den Senat womöglich wieder verliert, aber niemals abgebaut, da die Vorstellungen zwischen den Lagern von der Zukunft der USA extrem auseinanderliegen. Da kann man auch gleich von einer Versöhnung der Wähler der Grünen mit der AfD in Deutschland sprechen, während die Gesellschaftspolitik der Grünen umgesetzt wird… Wie wahrscheinlich wäre das? Hätte man tatsächlich ein Interesse an Versöhnung, würde man aktuell vorallem verwalten, nicht massiv ab dem ersten Tag parteipolitisch gestalten. Die Demokraten vergessen scheinbar, dass sie von vielen Wechselwaehlern in der Mitte nicht gewählt wurden, um der WHO oder dem Klimaabkommen wieder schnell beizutreten, wie es die besten Freunde der Demokraten, die Multimillionaere in Hollywood mit ihren Privatflugzeugen etc., gern hätten, sondern schlicht aus dem Grund, weil sie mit der Rhetorik von Trump ein Problem hatten, ein Mann mit besseren Manieren wollten. Zudem bekommen die Menschen die Heuchelei und Doppelmoral mit, wie unterschiedlich man mit Trump 2017 und Biden 2021 umgeht, wie jetzt bspw. gerade von den Medien von Versöhnung gesprochen wird, die 2017 nicht schnell genug ein Impeachment Verfahren gegen Trump haben konnten, weil es für sie unmöglich war, dass Trump demokratisch gewählt wurde, die Wahl durch seine Absetzung rückgängig machen wollten. Die Realität ist doch, dass man immer von Versöhnung spricht, wenn die Linken wollen, dass ihre Politik widerstandslos umgesetzt wird. Jetzt wollen die Demokraten ihre Wahlversprechen umsetzen, die Republikaner sollen als Zeichen der Versöhnung ihren Mund halten, ansonsten gehören sie zu den Kapitol Randalierern. Das gleiche Prinzip kann man auch seit Jahren in Deutschland beobachten, und hier funktioniert es leider sehr gut. In Deutschland bestimmen auch schon längst die Medien und dubiose Meinungsumfragen die Politik, wie sich u.a. bei FFF gezeigt hat, zuvor auch schon beim Atomausstieg, Energiewende. Die USA sind zwar auf den gleichen Weg, aber die Basis der Parteien wehrt sich dagegen mehr, da sie u.a. mit dem System der Vorwahlen viel mehr Macht als in Deutschland hat.
    Die Idee, dass Deutschland jetzt plötzlich seinen Verpflichtungen bei der NATO nachkommt, wird in den USA auch für das Gegenteil sorgen. Bei Trump wird sich geweigert, leere Versprechen, einfach ignoriert, aber Biden bekommt die Erfüllung als Einzugsgeschenk, weil er eine linkere Politik macht [37 von 537 Wörtern abgeschnitten, AD].

    • Ich bin relativ gut über die USA informiert und habe doch sogar Verwandte dort. Donald Trump hatte 74 Millionen Wähler, von denen die Mehrheit immer noch zu ihm hält. Viele wollen seine Niederlage noch immer nicht anerkennen, was extrem belastend für die Demokratie ist. Aber die Lösung kann doch nicht sein, sich deshalb nicht mehr an Recht und Gesetz zu halten und demokratische Ergebnisse einfach umzukehren, wie es Donald Trump versucht hat.

      Joe Biden muss jetzt vor allem reale Erfolge erzielen. Das geht nicht, wenn er mit Rücksicht auf Trump-Anhänger erst gar nichts versucht. Natürlich bringt Versöhnungsrhetorik alleine wenig, trotzdem ist sie besser als direkte Aufrufe zur Spaltung und Parteilichkeit, wie sie von seinem Vorgänger kamen. Der neue Präsident muss auch die Demokraten zusammenhalten, die sehr heterogen sind, und versuchen, moderate Republikaner auf seine Seite zu ziehen. Für die Republikaner ist doch auch nicht Joe Biden das Hauptproblem, sondern Donald Trump, der seine schwere Niederlage eben nicht eingeräumt und aussichtsreicheren Kandidaten Platz gemacht hat. Sein Fehlverhalten ist auch dafür verantwortlich, dass die Republikaner zwei nahezu sichere Sitze in Georgia und damit die Mehrheit im Senat verloren haben.

      • Können Sie nicht einfach die Wörter, die Sie abgeschnitten haben, in einem neuen Kommentar veröffentlichen? Es ist doch schade, wenn Gedanken unterbrochen und nicht veröffentlicht werden, ein Teil der Diskussion fehlt. Zudem ist es auch eine gewisse Zeit und Mühe, seine Gedanken zu ordnen und aufzuschreiben, die damit nicht gewürdigt wird. Vielleicht können Sie – wie es auf anderen Seiten oft vorkommt – eine Beschränkung der Zeichen oder Wörter einfügen bzw. aktivieren, so dass man einfach nicht mehr weiterschreiben kann, sobald das Limit erreicht ist? Man kann auf einem Tablet schwer einschätzen, wann Ihr Limit erreicht ist, zumindest geht es mir so.

      • Es soll niemand hier so lange Kommentare schreiben. Die meisten meiner Blogbeiträge sind kürzer. Sie waren doch auch schon beim nächsten Thema, wofür sich gegebenenfalls ein zweiter Kommentar gelohnt hätte.

        Ich habe keine Möglichkeit gefunden, dass die Wörteranzahl automatisch begrenzt wird. Wenn Sie oder sonst jemand eine kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Ansonsten sollten Sie möglichst nicht mehr schreiben, als Sie auf dem Bildschirm ohne Scrollen gut lesen können.

      • So eindeutig, wie Sie es darstellen, dass Trump für Georgia allein verantwortlich ist, wird es in den USA nicht gesehen, auch in manch Medien. Zu Recht wird die Frage gestellt, wo die Republikaner – das Establishment – im Wahlkampf waren. Wo waren Romney und Co., die den Republikanern, die mit Trump und/oder seiner Ansicht zum Wahlbetrug ein Problem haben, klar machen, dass es jetzt hier nicht um Trump mehr geht, sondern die Zukunft, darum, dass man im Senat die umstrittenen Wahlkampfversprechen der Demokraten, deren Durchregieren, verhindern muss? Es ist doch offensichtlich, dass das Establishment der Republikaner gerade versucht, wieder die Macht in der Partei zurückzugewinnen, die Niederlage absichtlich in Kauf genommen oder sogar beabsichtigt wurde. Jedoch sind nicht die Arnold Schwarzenegger die Mehrheit der Basis, in großen Teilen ist das Establishment im Gegenteil extrem verhasst, weshalb auch Verschwörungstheorien aufblühen seit Jahren. Man will in der Basis in großen Teilen keinen Kuschelkurs mit den Demokraten, wie er jetzt vorgeführt wird, man will keine Romney und Co. zurück. So werden die Republikaner zerrissen, was vielleicht die Medien, Europa und Co. freuen würde, aber für Konservative und Liberale eigentlich ein Horrorszenario sein sollte. Man kann in Deutschland und anderen Ländern in Europa sehen, was dann die Zukunft ist. Man braucht ein Gleichgewicht, zwei verschiedene und starke Parteien. Die Republikaner brauchen die Trump Wähler. Umfragen sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber es ist doch ein Fingerzeig, wenn nicht nur 45 Prozent der Republikaner die Randalierer vom Kapitol unterstützt haben, sondern auch noch insgesamt über 30 Prozent der Bevölkerung mit dem Präsidenten Trump und seiner Politik zufrieden waren, wo Biden vereidigt wurde. Mag sein, dass es der schlechteste Wert aller Präsidenten ist, aber nach dem Vorfall und der dazugehörigen Berichterstattung ist es dennoch bemerkenswert, und ignorieren kann man 1/3 der Menschen nun mal nicht, gerade die Republikaner, deren Wähler es sein dürften, ohne Hellseher sein zu müssen.

      • Sie sollten unterscheiden, wie etwas tatsächlich ist und wie es in bestimmten Kreisen gesehen wird. Beides ist politisch relevant, aber auf unterschiedliche Weise. Vor Donald Trump mächtige Republikaner haben ihn jetzt größtenteils nicht unterstützt. Er hat aber auch engste Verbündete wie seinen Vizepräsidenten Mike Pence vor den Kopf gestoßen, weil er nur an sich selbst denkt und ihm nicht nur Anstand und Gesetze, sondern auch alle anderen Leute völlig egal sind. Dass er trotzdem immer noch so viele Anhänger hat, ist ein Problem. Dennoch müssen sich die Republikaner von ihm lösen, sonst überlassen sie den Demokraten für viele Jahre das Feld.

        Bei den Vorwahlen ist es anders, doch bei den eigentlichen Wahlen entscheidet gerade in den USA der Medianwähler und gewinnt regelmäßig der Kandidat, der mehr in der Mitte steht oder zumindest so wahrgenommen wird. 2016 war das Donald Trump, da Hillary Clinton sich zu weit links positioniert hatte. Er wurde eigentlich nur gewählt, damit sie nicht ins Amt kommt. 2020 war es umgekehrt, nun war er der extremere Kandidat und Joe Biden wurde nur gewählt, um ihn loszuwerden.

  6. Herr Berger, habe soeben ein Interview der BBC mit einem indigenen Anführer der Anti-Keystone-Bewegung gehört. Er teilt in der Tat Ihre Meinung: Ohne die Pipeline bliebe das Öl im Boden. Es werden also täglich weiterhin 831 000 Barrel mit Ölwaggons der Canadian National Railways befördert. Aktien davon besitze ich und freue mich darüber.
    Der Stopp ist natürlich vollkommener Unsinn und wird auch von Umweltfreund Trudeau bedauert.
    Der Beitritt zum Pariser Abkommen ist wohl auch unwirksam, da internationale Verträge einer 2/3 Zustimmung des Senats bedürfen. Obama hat diese Zustimmung damals versäumt.

    Zu unserer früheren Debatte: Eine Demenz ist eine neurologische und nicht eine psychiatrische Erkrankung.

    • Der Beitritt zum Abkommen ist nicht unwirksam, aber ohne Ratifikation, die eine Zwei-Drittel-Mehrheit des Senats voraussetzt, bindet sich der Präsident quasi nur selbst. Sein Nachfolger könnte gleich wieder austreten.

  7. Mir fällt zu dem heutigen Blog Thema nichts ein, was irgendeinen Sinn ergeben würde. Ich hoffe nur, dass unsere Regierung es mit Amerika nicht wieder so versaut, wie mit den Impfdosen.

    • Keine Sorge Herr Krebs. Die Beste Bundesregierung aller Zeiten wird sich Joe Biden andienen wie einst Barack Obama, Jimmy Carter und Bill Clinton. Alles gut.

      • Bei der besten Kanzlerin aller Zeiten bin ich nicht so sicher. Nord Stream 2 wird doch z. B. weiterverfolgt, obwohl auch die neue US-Regierung dagegen ist und nun sogar das EU-Parlament. Europäische und transatlantische Solidarität wird immer nur beschworen, wenn es gerade passt, z. B. um den Skandal um die mangelhaften Impfstoffbestellungen zu verschleiern.

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