„Heiko Maas fordert: Geimpfte sollen wieder ins Restaurant dürfen!“ In der Sache bin ich näher bei ihm als seine Kritiker (siehe ‚Sonderrechte für Geimpfte?‘ und ‚Diskussionspapier zu liberaler Corona-Politik‘). Mich überzeugt sogar sein Argument, dass es gar nicht entscheidend ist, ob Geimpfte vielleicht noch andere anstecken können, da sie selbst nicht mehr (schwer) erkranken: „Denn wenn erst mal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden.“ Er meint auch: „Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg.“ Das gilt allerdings z. B. auch für Kinder. Diese erkranken fast nie schwer an COVID-19 und werden trotzdem besonders drangsaliert von unseren Politikern. Ich würde auch sofort unterschreiben, dass ich aufs Intubieren verzichte, wenn ich dafür meine Freiheit zurück bekäme. Deshalb finde ich eine andere Aussage von Herrn Maas problematisch, die viel über das Rechtsverständnis des ehemaligen Justizministers offenbart: „Deshalb finde ich: Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen.“ Was ist mit den Ungeimpften? Sind es überhaupt Grundrechte, wenn sie einfach so von der Exekutive kassiert oder nach Gutdünken manchen gewährt und anderen vorenthalten werden können?
Entsprechend stimmte ich der Anwältin Jessica Hamed zu. Sie sieht den „Corona-Lockdown in der Kritik: ‚Meilenweit vom evidenzbasierten Handeln entfernt'“. Sie kritisiert nicht nur den Rückzug der Legislative, sondern auch das kritiklose Durchwinken der mangelhaft gerechtfertigten, unverhältnismäßigen und oft ineffektiven Maßnahmen der Exekutive durch die Judikative:
Ich kann nicht oft genug betonen, dass der Staat seine Grundrechtseingriffe rechtfertigen muss, und nicht die Bürger[…] ihre Freiheitsrechte. Die Situation hat sich sowohl bei Gericht als auch gesellschaftlich umgekehrt. […]
Auch über ein Jahr nach dem Bekanntwerden des neuen Coronavirus sind wir meilenweit vom evidenzbasierten Handeln entfernt. So ist es z.B. völlig unklar, ob und wie viel die jeweiligen drastischen Einschränkungen helfen. […] Es ist weder die Entscheidungsbasis bekannt noch das politische Ziel klar definiert: Verhinderung der Überlastung des Gesundheitswesens oder die weitgehende Vermeidung jeder Ansteckung? […] Warum nicht schon lange für eine valide Datenlage gesorgt wurde, ist mir unbegreiflich. […]
Das Virus ist für einige Menschen sehr gefährlich, und die Krankheit muss ernst genommen werden. Aber jeder Mensch hat grundsätzlich auch das Recht zu entscheiden, wie er mit Risiken umgeht. Offenbar traut man der Bevölkerung aber nicht zu, vernünftige und richtige Entscheidungen zu treffen. […]
[Es ist] jedem Menschen möglich, sich vor einer Infektion zu schützen, etwa durch das Tragen einer geeigneten Atemschutzmaske. Die Möglichkeit, sich mit einem Erreger zu infizieren, gehört grundsätzlich auch zum allgemeinen Lebensrisiko; wie hoch das ist, kann man durch sein eigenes Verhalten beeinflussen. […]
Ist es nicht völlig unsolidarisch, eine gesamte Gesellschaft in den Lockdown zu schicken, anstatt mit staatlichen Maßnahmen – wie etwa der Versorgung der Bevölkerung mit FFP2-Masken – dafür zu sorgen, dass Risikogruppen geschützt werden, aber gleichzeitig Kinder zur Schule gehen können? […]
Seit Monaten scheint man zu glauben, dass Solidarität bedeute, dass alle Menschen Einschränkungen erfahren müssen, damit nicht nur ein Teil Einschränkungen erleidet. Man verkennt so die Realität, dass das Virus vornehmlich für alte bzw. sehr alte Menschen gefährlich und lebensbedrohlich ist. […]
Ein würdevolles Leben muss für alle – auch im Pflegeheim! – gewährleistet sein, dies gelingt mit den aktuellen Maßnahmen nicht. Abgesehen davon ist der Schutz der besonders gefährdeten Gruppen nicht gelungen.
Ich dachte, wir leben in einer Demokratie? M.E. sind diese Grundrechtseingriffe von der deutlichen Mehrheit der Bürger gewollt. Das AfD-Milieu schreit doch immer nach Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild. Dann führen wir für diese Situation eine solche durch und schauen, was herauskommt.
Das Volk wurde und wird nicht gefragt. Außerdem ist vor einer solchen Entscheidung eine echte öffentliche Diskussion nötig, nicht nur Angstpropaganda. Aktuell müssten die Parlamente viel mehr debattieren und entscheiden, statt alles der Exekutive und insbesondere verfassungsmäßig gar nicht vorgesehenen Runden der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zu überlassen.
Wir nähern uns eben immer mehr dem Kastenwesen:
https://reitschuster.de/post/lockdown-fuer-den-poebel-3-gang-menue-fuer-soeders-minister-und-polizei/
Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert auch das Volk. Die allgegenwärtige Propaganda würde schon dafür sorgen, daß das Volk mehrheitlich dem alternativlosen Regierungshandeln die Zustimmung erteilt.
Mir wäre neu, dass bei Schweizer Volksabstimmungen eine bestimmte Berichterstattung im Vorfeld vorgeschrieben wäre.
Übrigens sieht man an den sinkenden Fallzahlen, wie wichtig es in einer Pandemie ist, Schulen und Kitas wann irgendwie möglich geschlossen zu halten (bzw. im Notbetrieb laufenzulassen).
Vorgeschrieben sind nur Antragsbegründung sowie Begründung des Gegenantrags. Faktisch findet eine echte öffentliche Diskussion statt und ist die Medienlandschaft in der kleinen Schweiz pluralistischer als in Deutschland.
Ihre Aussage zu den Schulen ist weder evidenzbasiert noch differenziert genug. Warum schreiben Sie positive Effekte allein den politischen Maßnahmen und dabei konkret den partiellen Schulschließungen zu, deren Ausbleiben aber nicht der Politik, sondern den bösen Bürgern und insbesondere Kindern?
Diesen Einwand verstehe ich nicht. Es ist sehr plausibel, dass in den Schulen, insbesondere in kleinen Klassenzimmern, Viren verbreitet werden und man sieht nun einige Wochen nach den Schließungen, dass die Zahlen sinken. Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass die Schließungen der Baumärkte einen relevanten Einfluss hatten? Das sind doch im Wesentlichen nur Schaufenstermaßnahmen, um die bemitleidenswerten Schüler/innen nicht einseitig zu belasten.
Sie haben sich eben nie mit den Schwierigkeiten einer Kausalanalyse beschäftigt, sondern schließen naiv von einer Korrelation auf Kausalität, wobei es doch auch noch viele andere Korrelationen gibt, die sie ausblenden, z. B. mit dem Wetter oder den Feiertagen. Es gibt Hinweise darauf, dass Schulschließungen zu mehr statt weniger Infektionen unter Jugendlichen führen, da diese etwas anderes in der Zeit tun. Für kleinere Kinder ist überhaupt nicht erwiesen, dass sie andere Menschen nennenswert anstecken. Wahrscheinlich sind sie einfach nur Opfer, sowohl bei den Infektionen, die für sie zum Glück fast immer glimpflich verlaufen, als auch von den Zwangsmaßnahmen, die Sie bejubeln.
Sie werfen Fachbegriffe ein, die hier völlig unpassend sind. Etwa kann das Wetter ganz offensichtlich keine Erklärung sein, weil es seit Mitte Dezember durchgehend kalt ist. Weiterhin gibt es die starken Kontaktbeschränkungen, durch die private Treffen von Schülern wohl eher nicht stattfinden. Schließlich ist die Viruslast zumindest bei etwas älteren Schülern vergleichbar mit der von Erwachsenen, sodass es auch in ihrem eigenen Interesse ist, wenn sie sich möglichst wenig in vollen Klassenräumen aufhalten.
Kausalität ist in der hier verwendeten Form gar kein besonderer Fachbegriff, sondern das Konzept dahinter ist grundlegend für die ganze Diskussion. Wenn Sie den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht begreifen, können Sie gar nicht sinnvoll über Maßnahmen und deren Effekte diskutieren. Das erklärt natürlich viele Ihrer Kommentare hier.
Das Wetter hat doch erheblich variiert in den letzten Wochen. So hat es gestern in Dortmund geschneit, an anderen Tagen waren die Temperaturen im zweistelligen Bereich und schien die Sonne. Das beeinflusst sowohl das menschliche Verhalten als auch direkt die Viren.
Offensichtlich kennen Sie keine Jugendlichen und erinnern sich auch nicht mehr an Ihre Zeit in diesem Alter, sonst würden Sie nicht glauben, dass willkürliche Kontaktbeschränkungen von diesen hundertprozentig eingehalten würden. Das Infektionsrisiko mag für Jugendliche vergleichbar mit Erwachsenen sein, ihr ernsthaftes Erkrankungs- oder gar Sterberisiko ist aber viel, viel kleiner als bei alten Menschen. Das Argument von Herrn Maas, warum Geimpfte wieder Grundrechtsträger sein sollten, trifft auf Kinder und Jugendliche schon die ganze Zeit zu.
Uns unterscheidet, dass Sie vorgefertigte Meinungen zu möglichen Ursachen haben, und zwar weitgehend die, die in Ihr Weltbild passen. Ich hingegegen schaue mir die Lage objektiv an und erkenne, wie gefährlich Jugendliche in diesem Zusammenhang sind. Es geht um das Risiko, Viren weiterzugeben, nicht um ihre eigenen Erkrankungen. Mir wäre es auch lieber, wenn man die Schulen einfach so öffnen können, aber das ist nun einmal nicht so.
Der seltene Schneefall könnte übrigens tatsächlich zu einem kurzfristigen Abfall in sieben Tagen führen, falls wie zu erwarten überproportional viele Menschen draußen waren.
Sie schauen die Lage doch nicht objektiv an, sondern haben das Vorurteil, dass besonders strenge Maßnahmen immer auch besonders viel bringen würden. Dabei übersehen Sie, dass sich sowohl Menschen als auch Viren anders verhalten, als Sie und Ihre politischen Idole es gerne hätten. Welches Infektionsrisiko geht denn z. B. von Grundschulkindern aus? Wie können Jugendliche das Virus an Sie weitergeben, wenn Sie sich selbst hinreichend schützen?
@Sebastian Kunze
„Ich hingegegen schaue mir die Lage objektiv …“
Tolle Selbsteinschätzung. Gratuliere! 😂
Niemand ist objektiv. Oder gehören Sie auch zu denen, die die Wahrheit gepachtet haben?
Ich habe doch geschrieben, dass vieles der aktuellen Maßnahmen aus meiner Sicht nur Schaufenstermaßnahmen sind.
Infizierte Jugendliche gefährden indirekt mich, auch wenn ich versuche mich zu schützen, weil 1. keine Maske perfekt ist und 2. es viele Menschen gibt, die sich nicht genug schützen, dann von ihnen infiziert werden und die Intensivstationen blockieren. Ich spreche hier nicht von Schuld, sondern einfach von Kausalketten.
Es gibt schon ziemlich gute Masken zum Selbstschutz, z. B. FFP3-Masken mit Ventil. Damit verbreiten Sie zwar die Viren wie jemand ohne Maske, aber das ist völlig legal. Sie wollen doch auch alle Jugendlichen einsperren, weil diese andere infizieren könnten, die dann wiederum Ihnen Ihr dringend benötigtes Bett auf einer Intensivstation blockieren könnten. Wie unwahrscheinlich und zugleich völlig egoistisch ist das denn? Eine moralische Empörung über Zehntausende Tote würde ich noch verstehen, aber glauben Sie ernsthaft, dass Ihr Leben in großer Gefahr ist, nicht direkt durch COVID-19, sondern durch einen fehlenden Platz auf einer Intensivstation, auf die Sie vielleicht aus anderen Gründen müssten??? Eben hielten Sie noch Kausalität für einen unpassenden Fachbegriff, nun argumentieren Sie mit Kausalketten, die an zahlreichen Stellen gebrochen sind.
Eine FFP2 ohne Ventil reicht Ihnen nicht?
Was heißt egoistisch… Die Frage wäre doch eher, wie groß der Schaden für die Jugendlichen ist. Muss man die mitunter nervigen Mitschüler, die einen vielleicht sogar auf dem Schulhof verprügeln (siehe Dortmund Aplerbeck), täglich sehen?
Sie hatten geschrieben, dass „keine Maske perfekt“ sei, womit Sie Schulverbote für alle Kinder und Jugendlichen rechtfertigen wollten (oder besser gleich deren Einsperren?). Kinder und Jugendliche haben kein besonderes Risiko durch COVID-19. Gewalt ist ein größeres Problem für sie, aber dagegen will unser Staat nichts mehr tun, sondern Frau Merkel lässt lieber weiter unkontrolliert Gewalttäter (und Infizierte) ins Land.
Wir sehen durchaus vieles gleich, aber ich kann Ihre positive Einstellung zum Präsenzunterricht in Schulen in der aktuellen Situation nicht wirklich nachvollziehen. Wie ich erläutere, kann es sogar handfeste Vorteile für die Kinder haben, wenn sie nicht in die Schule müssen.
Ihr letztes Argument war, dass Jugendliche in der Schule verprügelt werden können. Was hat das mit der Pandemie zu tun? Daraus würde doch folgen, dass die staatlichen Schulen dauerhaft geschlossen werden müssten, weil der Staat für die Sicherheit der Schüler nicht garantieren kann. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich aber gegen Zwang in beide Richtungen, also sowohl gegen die staatliche Schulpflicht als auch gegen das Verbot von Unterricht oder gar die gegenwärtige Kombination von beidem.
Die Pandemie ist eine Chance, leistungswillige Schüler vor Asozialen zu schützen, indem sie zuhause beschult werden. Eine dauerhafte Aussetzung der Präsenzpflicht wäre optimal.
Das käme einer faktischen Abschaffung der Schulpflicht gleich und die weitere Verslumung von Problemvierteln würde dadurch erheblich befeuert.
Richtig wäre es, die Schulpflicht ganz aufzuheben und durch eine Beschulungspflicht zu ersetzen. Momentan leben wir in der schlechtesten aller möglichen Bildungswelten mit staatlicher Schulpflicht ohne ordentlichen Unterricht, sei es in der Schule oder zu Hause. Viele Eltern kümmern sich natürlich trotz der Doppelbelastung vorbildlich um ihre Kinder, doch andere Kinder werden völlig abgehängt, woran dann wieder der böse Kapitalismus schuld sein soll.
Die Schulpflicht ist eine große Errungenschaft, um Parallelgesellschaften daran zu hindern, ihr eigenes, ideologisch verformtes „Bildungs“wesen aufzubauen und ihnen z.B. religiöse Märchen statt Biologie beizubringen, oder auch stark verfälschte Geschichtsbilder zu vermitteln. Ich gebe dir aber recht, dass der aktuelle Zustand ganz und gar nicht wünschenswert ist. Entweder die Schulpflicht kann (mindestens teilweise oder als Notbehelf Vollzeit) in elektronischer Form umgesetzt werden, oder sie muss eine Pause einlegen. Das gegenwärtige Herumgewürge mag für einige privilegierte Schüler mit außergewöhnlichem häuslichem Umfeld wie Sebastian es vor Augen hat von Vorteil sein. Für weniger privilegierte Kinder kann es fatal sein. Neben einem zügigen Ausbau der elektronischen Möglichkeiten (was machen die Kultusminister:innen eigentlich beruflich, z.B. während der letzten 12 Monate?) müsste jetzt ein kurzer und knackiger europaweiter Lockdown her (incl. Schließung der Supermärkte und aller nicht existenznotwendigen Wirtschaftstätigkeit), und danach müsste ein geregeltes Leben nach dem Beispiel Australiens aufgenommen werden. Man nennt das wohl #ZeroCovid. Das Trallala mit den FFP2-Masken kann doch nicht wirklich ernsthaft die Antwort „der Politik“ auf diese Herausforderung sein.
Die Schulpflicht wurde eingeführt, um die Staatsideologie zu vermitteln (und um die Kinderarbeit etwas zu begrenzen, um später bessere Soldaten zu haben). In einer liberalen und pluralen Gesellschaft sollten auch andere Ansichten vermittelt werden dürfen, allerdings nicht ausschließlich, wozu Wettbewerb und die Kontrolle von Mindeststandards gehören.
Was sollen die Leute denn noch essen, wenn Sie ihnen jetzt auch noch den Einkauf von Lebensmitteln verbieten wollen? Auch wenn Sie den normalen Bürgern alles verbieten, sterben die Leute in den Alten- und Pflegeheimen trotzdem, entweder völlig unversorgt oder, zum Glück deutlich weniger, durch Ansteckung von ihren Ärzten und Pflegern. Warum schützt man nicht gezielt diejenigen, die den Schutz wirklich brauchen?
Auch Supermärkte haben Abhol- und Lieferdienste. Das ist vielleicht noch nicht zu sehr verbreitet, jetzt wäre aber eine Gelegenheit, diese Angebote auszubauen.
Wie führt es zu null Neuinfektionen, wenn sich die Leute vor den Supermärkten drängen, statt sich darin zu verteilen, oder wenn der Lieferdienst die Viren frei Haus liefert? Den sehr Alten und Kranken nützt beides ohnehin nichts.
Das Abholen müsste über den Tag verteilt sein und der Lieferdienst wird wohl keine Viren verbreiten, wenn er nur kurz die Waren an der Tür abgibt.
Wenn die Menschen verhungert sind, können sie auch keine Viren mehr verbreiten. Problem gelöst. Es gibt übrigens keinerlei Nachweis für Infektionen in Geschäften, aber am besten alles verbieten.
> am besten alles verbieten
Wenn man Infektionsschutz als „verbieten“ verunglimpfen will, dann kann man das natürlich tun. Im Kern ist aber das andere Wort der Punkt: für eine kurze Zeit ALLES einschränken, was nicht unbedingt überlebensnotwendig ist, um auf ein Niveau wie in Australien zu kommen, und es dann nach dortigem Muster aufrecht zu erhalten, d.h. für die Großzahl der Menschen wieder ein vhm. normales Leben zu ermöglichen.
Und natürlich benötigt das ein wenig Vorlauf, dass sich jeder Haushalt einen kleinen Vorrat für drei Wochen anlegen kann. Danach sollten natürlich nicht Lieferdienste die Viren verteilen, sondern bestenfalls noch Notlieferungen aus eingelagerten Notfallbeständen an die verteilt werden, die sich verkalkuliert haben.
Wollen Sie jetzt auch noch Wörter verbieten, und zwar ausgerechnet den richtigen Ausdruck „verbieten“? Darum handelt es sich doch eindeutig und die einzige sinnvolle Frage ist, ob es gerechtfertigt werden kann. Sie unterstellen einfach, dass noch mehr vom Gleichen benötigt wird, damit die Pandemie verschwindet oder zumindest stark zurückgeht. Wir sind aber schon seit Anfang November im Lockdown, der ursprünglich nur zwei bis vier Wochen dauern sollte. Doch die Infektionszahlen sind saisonbedingt gestiegen statt gefallen. Das gilt auch für andere vergleichbare Länder, ob diese nun einen strengeren Lockdown hatten oder gar keinen. Richtig wäre es hingegen, endlich die Risikogruppen vernünftig zu schützen und die übrigen Menschen wieder arbeiten oder lernen zu lassen. Im Frühjahr gehen die Infektionszahlen so oder so zurück und nächsten Herbst sind vielleicht genug geimpft, wenn die Regierung nicht auch da wieder völlig versagt.
@Alexander Dilger
„Im Frühjahr gehen die Infektionszahlen so oder so zurück und nächsten Herbst sind vielleicht genug geimpft, wenn die Regierung nicht auch da wieder völlig versagt.“
Letzteres wird mit großer Sicherheit eintreten. Jedenfalls, falls sich bis dahin nicht herausgestellt hat, dass die Impfung von so verheerenden Nebenwirkungen begleitet wird, dass diese Impfstoffe bis dahin schon wieder vom Markt genommen wurden – denn dann kann sich die Regierung als verantwortungsvoll und umsichtig feiern und unter großem Jubel des Volkes der Dichter und Denker wiederwählen lassen. Bis zu Merkels Kanonisation ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.
Warum diese unnötigen Strohpüppchen?
Natürlich will ich dir den Ausdruck „verbieten“ nicht verbieten. Aber ich mag auch nicht verboten bekommen, darauf hinzuweisen, dass „verbieten“ meiner Ansicht nach nicht das angemessene Framing für Infektionsschutz ist.
Nicht „mehr vom Gleichen“, sondern eben genau das nicht: Nicht weiter willkürliche Maßnahmen, bei denen diejenigen ausgespart werden, die starke Lobbygruppen haben und die Schwächsten hart rangenommen werden.
„Die Risikogruppen schützen“ hat übrigens überhaupt nicht funktioniert. Um dein Argument mal kurz umzudrehen: Wieso erwartest du, dass mehr vom Gleichen hier irgendwelche Aussichten auf Erfolg haben könnten. Der beste Schutz für die Risikogruppen ist doch, neben der Impfung, wenn einfach weniger Infektiöse rumlaufen, bei denen sie sich was einfangen können.
Bei deinen Bedenken zum Impfen hingegen, da bin ich voll bei dir. So wie Spahn und die MPs bisher alles durch ihre Halbherzigkeit und Zögerlichkeit verseppelt haben, werden sie auch das in den Sand setzen. Richtig wäre gewesen, einfach bei allen Herstellern auf gut Glück ein ausreichendes Kontingent zum Durchimpfen zu bestellen und dann alles was wir nicht brauchen an ärmere Länder weiter zu geben, die der Gier der Pharmakonzerne nichts entgegenzusetzen haben. Damit hätten wir uns sogar noch Freunde gemacht. Aber so macht das halt China.
Ihr ungefragtes Duzen ist hier unerwünscht. Wir sind erwachsene Menschen in Deutschland, die sich nicht näher kennen. Verbieten ist die richtige Bezeichnung für Verbote und kein Framing, welches Sie versuchen, um Ihre exzessiven Forderungen in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Supermärkte sind einfach deshalb noch offen, weil die Menschen Essen und andere Dinge des täglichen Bedarfs ständig benötigen. Bitte benennen Sie auch nur einen belegten Fall, wo sich jemand beim Einkaufen im Supermarkt in Deutschland angesteckt hat. Dagegen gibt es Zehntausende belegte Fälle in Alten- und Pflegeheimen mit vielen Todesfällen in Folge, um die sich die Politik nicht richtig kümmert und über die Sie sich offensichtlich auch nicht näher informiert haben.
Wenn das Klima so entscheidend ist, warum sind die Zahlen dann jüngst in Südafrika so stark gestiegen?
Das haben wir doch schon diskutiert. Südafrika ist nicht mit Deutschland vergleichbar. Für Deutschland und unsere europäischen Nachbarn ist hingegen bekannt, wann die Saison für Coronaviren ist.
Um diese Frage qualifiziert beantworten zu können, müssten schon ein paar entscheidende Kriterien, wie die Frage danach, ab wann in Südafrika in welchem Umfang getestet wurde, in die Betrachtung mit einbezogen werden.
Das ist mir zu pauschal. Es ist doch viel naheliegender, dass es dort tatsächlich eine Mutation gibt, die ansteckender ist. Ähnliches scheint aktuell auch für Portugal zu gelten. In Portugal mag es im Moment kälter als im Sommer sein, aber das erklärt doch nicht alleine derartige steile Anstiege, ähnlich wie es auch im UK oder in Irland zu beobachten war.
Wenn Sie sich näher für Südafrika oder Portugal interessieren, dann informieren Sie sich doch bitte an geeigneter Stelle dazu. Ich mache hier Aussagen zum Infektionsgeschehen in Deutschland, die davon in keiner Weise tangiert werden. Natürlich ist es möglich, dass es in Zukunft eine ganz andere Entwicklung gibt, z. B. durch eine Mutation des Virus oder auch ganz andere Viren. Aber wenn man so risikoavers ist, dass man jedes auch nur abstrakt mögliche Risiko fürchtet, kommt man aus dem eigenen Haus oder als andere drangsalierender Politiker aus dem Lockdown nie wieder heraus. Allerdings gibt es auch Risiken im Haus und im Dauerlockdown, die mit der Zeit immer größer werden.
Das ist sehr naiv gedacht. Deutschland ist doch keine Insel, die mit dem Infektionsgeschehen anderswo nichts zu tun hat. Ich vermute, dass wir alle froh sein können, dass Sie keine verantwortungsvolle Position in der Politik haben. Das ist ganz neutral gemeint.
Es ging nur um Ihre fehlerhafte Argumentation, dass das Infektionsgeschehen in ganz anderen Ländern gegen den dominanten Einfluss der Jahreszeiten in Deutschland sprechen würde. Gegen das Einschleppen von gefährlichen Viren(varianten) aus anderen Ländern helfen nur effektive Grenzkontrollen oder notfalls sogar Grenzschließungen. Hätte die von Ihnen gefeierte Bundesregierung das vor einem Jahr beherzigt, hätten wir jetzt gar nicht die Probleme. Auch aktuell wird die Mobilität in Deutschland stärker eingeschränkt als nach Deutschland aus echten Risikogebieten.
Dass Supermärkte ganz natürliche Kandidaten für die Virusverteilung sind, entspricht nicht nur dem gesunden Menschenverstand (schlechte Durchlüftung, man kommt vielen Menschen nahe, viele davon mit schlecht sitzenden Masken oder dem sog. „Nasenpimmel“), sondern es gibt auch schon ausgedehnte Studien und Statistiken dazu, z.B. hier:
Klicke, um auf oemed-2020-106774.full.pdf zuzugreifen
oder auch hier:
Klicke, um auf Weekly_COVID-19_and_Influenza_Surveillance_Graphs_w47.pdf zuzugreifen
Wir befinden uns übrigens im Internet und ich habe meines Wissens nach niemandem erlaubt, mich durch Siezen zu beleidigen. Und ich bin die Dame hier, ich darf, bei allem angebrachten Feminismus, zumindestens eine respektvolle Anrede einfordern 😉
Die verlinkte Studie bezieht sich auf nur einen einzigen Supermarkt in den USA. Angestellte mit Kundenkontakt haben sich dort häufiger infiziert als solche ohne, was jedoch keine Kausalität beweist, da sie sich auch in anderen Eigenschaften unterscheiden dürften (z. B. Einkommen und Bildungsniveau). Nach der Studie schützt auch Rauchen signifikant vor einer Infektion, was es trotzdem nicht empfehlenswert macht, während Handschuhe zu mehr Infektionen führen, was vermutlich nicht kausal ist, sondern auf ein insgesamt höheres Risiko hindeutet. Dasselbe dürfte für das Tragen von Masken am Arbeitsplatz und außerhalb gelten, was mit einem (insignifikant) höheren Infektionsrisiko verbunden ist.
Die verlinkten Charts zeigen doch nur, dass die meisten Leute einkaufen gehen, also auch die meisten Infizierten in der Woche vor ihrer Infektion.
Vielleicht gelten auf Ihrem Blog die allgemeinen Regeln von Anstand und Höflichkeit nicht, auf meinem schon und auch sonst meist im Internet, welches einfach nur ein Medium ist.
Wer behauptet, dass es in Supermärkte keine Ansteckungen gibt, sollte erklären, warum wir immer immer noch fast 20000 Neuinfektionen pro Tag haben. Winter bla bla, schön und gut, aber irgendwo müssen die Menschen sich anstecken. Abgesehen vom Supermarkt gibt es für viele Menschen kaum noch Möglichkeiten.
Zum Diskussionsniveau des Blogs: Sie sollten noch erwähnen, dass hier nicht nur anständig diskutiert wird, sondern Wissenschaft betrieben wird. Ein interaktives Fachjournal quasi, allererste Sahne.
Es finden jeden Tag millionenfach viel engere Begegnungen statt als in Supermärkten, z. B. in Altenheimen, wo Infektionen auch viel gefährlicher sind als in den Supermärkten und Schulen, auf die Sie alle Maßnahmen konzentrieren wollen.
Hier wird explizit keine Wissenschaft betrieben, sondern mit Laien wie Ihnen diskutiert, auch wenn das mühsam ist.
Sie haben doch letztens behauptet, dass Ihr unwissenschaftliches Diskussionspapier zur liberalen Politik Wissenschaft sei und dass hier im Blog darüber wissenschaftlich diskutiert werde.
Das habe ich beides nicht behauptet, sondern das genaue Gegenteil. Mein Diskussionspapier ist durchaus wissenschaftlich, wenn auch keine für Top-Journals geeignete Spitzenforschung. Dagegen ist dieser Blog nicht wissenschaftlich und Ihre Diskussionsbeiträge sind es schon gar nicht. Tut mir leid für Sie.
Wer massive Einfgriffe fordert und durchsetzt, der muss auch für deren reibungslose Umsetzung bei gleichzeitigem Auffangen der Folgen sorgen können. Gerade Letzteres ist aber nicht einmal ansatzweise gegeben.
Ein aktuelles Beispiel: https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/rki-warnung-ffp2-masken-gefaehrlich-fuer-aeltere-art-698195
Die Politikerkaste beschließt also irgendetwas – richten, bezahlen und ausbaden sollen es dann alle anderen. Und das soll noch Demokratie sein?
Das Internet. Das ist da, wo in Altenheimen mehr Kontakte stattfinden, als in Supermärkten, und wo Wirtschaftswissenschaftler Leuten vorwerfen, sie seien Laien in Fragen der Übertragung ansteckender Krankheiten. Ich liebe es ❤
Hoppla, das sollte doch unter den Beitrag von „22/01/2021 um 13:17″…
Es gibt hier nur (?) drei Ebenen von Kommentaren. Wenn Sie auf einen Kommentar auf der dritten Ebene antworten wollen, ist dies beim entsprechenden Kommentar der zweiten Ebene einzufügen. Ich kann Kommentare nicht verschieben, weshalb es sich gegebenenfalls empfiehlt, den Kommentar noch einmal an der gewünschten Stelle zu posten, aber nur, solange die Diskussion nicht bereits fortgesetzt wurde wie hier jetzt.
Das ist zwar völlig unsachlich, aber irgendwie lustig. Ich antworte umgekehrt völlig unlustig, aber sachlich: Es geht nicht darum, dass in Altenheimen mehr Kontakte stattfinden, sondern dass diese enger und gefährlicher sind. Deshalb kommt es dort zu mehr und eher tödlichen Infektionen. Vernünftige Politik würde sich darauf konzentrieren und nicht noch allen Bürgern verbieten wollen, Lebensmittel einzukaufen.
Es ist kein Vorwurf, dass Herr Kunze kein Wissenschaftler ist, sondern eine Feststellung. Dabei weiß ich gar nicht, was er beruflich macht, doch es ergibt sich aus seinen Kommentaren. Denn es gibt einen Kern von Wissenschaftlichkeit, der (fast) allen Disziplinen gemeinsam ist. Als Wirtschaftswissenschaftler bin ich kein Experte für die Übertragung von ansteckenden Krankheiten, kann jedoch die wesentlichen Erkenntnisse dazu zur Kenntnis nehmen, zumal die statistischen Methoden die gleichen sind, und mir dann Gedanken zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen machen, für die umgekehrt die jetzt von der Bundesregierung als hauptsächliche Berater herangezogenen Virologen keine besondere Expertise haben. Eigentlich geht es darum, völlig unterschiedliche Risiken gegeneinander abzuwägen, was nur multidisziplinär möglich ist. Vielleicht schätze ich die gesundheitlichen Risiken falsch ein, doch immerhin versuche ich diese Einschätzung, während die Befürworter immer härterer und dauerhafter Lockdowns die anderen Risiken gar nicht zu berücksichtigen scheinen.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei turkishmaid für die Unterstützung. Tatsächlich bin ich der Ansicht, dass Herr Dilger die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie nur ungenügend einschätzt. Ich selber bin übrigens auch Wirtschaftswissenschaftler, aber offensichtlich mit einem breiteren Fokus. Es ist schlicht entlarvend, dass hier Vermutungen über meinen beruflichen Status angestellt werden müssen, um Argumentationen zu diskreditieren.
Sie sind sicher kein Wissenschaftler. Vielleicht haben Sie einmal Wirtschaft studiert, doch den grundsätzlichen Ansatz gar nicht verstanden. Es gibt nichts umsonst und es geht stets um Trade-offs. Entsprechend haben Sie auch keinen breiteren Fokus als ich, sondern einen völlig verengten, der auch noch besonders wirtschaftsfern ist.
Nun ist es vielleicht Zeit für gegenseitige verbale Abrüstung. Ich bin Tit-for-Tat-Spieler. Wenn Sie meine wissenschaftlichen Beiträge als unwissenschaftlich angreifen, hört der Spaß auf, zumal Sie das argumentativ gar nicht untermauern können, sondern selbst zugeben, gar nicht zu wissen, was Wissenschaftlichkeit ausmacht. Das ist tatsächlich eine schwierige Frage und hier können und sollen nicht nur Wissenschaftler mit wissenschaftstheoretischer Spezialisierung diskutieren. Doch warum können Sie nicht akzeptieren, dass es auch andere Meinungen gibt? Diese stehen nicht beziehungslos nebeneinander, sondern zwischen ihnen sollen Argumente entscheiden, die ihrerseits nicht alle gleich gut sind.
Allerdings kann es auch unterschiedliche Präferenzen, Interessen und Grundwerte geben, die sich nicht wegdiskutieren lassen, dann aber als solche herausgearbeitet werden sollten. So gewichte ich z. B. individuelle Freiheit höher als absoluten Lebensschutz. Das ist aber auch kein völliger Gegensatz, weil die meisten Menschen ihr Leben und auch das von anderen freiwillig schützen wollen, während umgekehrt eine unfreie Gesellschaft das Lebene ihrer Mitglieder weniger statt mehr schützt.
Ich habe Ihren letzten Diskussionsbeitrag als unwissenschaftlich bezeichnet, während Sie mich pauschal diskreditieren. So betrachten Sie nicht die Möglichkeit, dass ich eher von der Wirtschaftsmathematik her komme, also sehr an quantitativen Zusammenhängen interessiert bin, während ich den Mehrwert von qualitativen, ideologisch geprägten Sermonen nicht immer direkt sehe.
Sie machen sich hier über mich und meinen Blog lustig, schreiben aber munter weiter Kommentare. Warum suchen Sie sich nicht eine andere Spielwiese? Es diskreditiert doch niemanden, kein Wissenschaftler zu sein (außer wenn man einer ist…).
Mathematik ist vor allem angewandte Logik und die Zahlen sind doch nur ein möglicher Objektbereich. Warum tun Sie sich dann mit verbalen Argumenten so schwer? Gerade in der Wirtschaftsmathematik müssten Sie doch gelernt haben, dass man nicht gezwungen ist, nur eine Zielgröße zu maximieren bzw. minimieren. Zumindest kann man ganz unterschiedliche Ziele in einem Maß bündeln, z. B. dem Nutzen oder gesellschaftlich der Wohlfahrt. Gesundheit und langes Leben tragen dazu bei, aber die Minimierung des Sterberisikos überragt nicht alles andere.
Warum sind Sie so empfindlich? Es ist doch tatsächlich amüsant, dass Sie hier auf dem Siezen bestehen, gegeben, dass dies hier ein freiwilliger Treffpunkt ist, sozusagen Freizeit.
Ich habe kein Problem mit verbalen Argumenten. Aber wenn Sie Ihre Texte nun auch schon mit mathematischen Arbeiten gleichsetzen, dann müssten Sie zumindest einmal die Menge der Annahmen klar formulieren und dann klare Folgerungen daraus ziehen.
Auch in der Freizeit ist ungefragtes Duzen unter Erwachsenen außerhalb von studentischen Zirkeln nicht üblich.
Ich setze meine verbalen Texte nicht mit mathematischen Arbeiten gleich. Dann würde ich doch besser mathematische Beiträge schreiben, was aber für einen Blog nicht sinnvoll erscheint und auch sonst sehr vom Thema abhängt. Sie scheinen zu glauben, dass es nur entweder Mathematik, auch noch verengt auf quantitative Methoden, oder Geschwafel gibt. Aber dazwischen gibt es viel, viel mehr.
Außerdem würde das bedeuten, dass Sie Ihre eigenen Kommentare hier für reines Geschwafel halten. Jedenfalls sehe ich keinerlei Formeln, keine klaren Annahmen und Folgerungen daraus, sondern zahlreiche Widersprüche, z. B. diese Forderung an mich, die Sie selbst nicht erfüllen, oder Ihr Lob von ausgerechnet der Corona-Politik von Herrn Trump, während Sie hierzulande einen ultraharten Lockdown fordern.
Das Gegenteil ist richtig: Beispielsweise ist es im Sport absolut üblich, sich direkt zu dutzen. Allgemein für Hobbies trifft das zu.
Mathematik und quantitative Methoden, das ist rein verbal ein Synonym.
Sie haben auf die Punkte, die ich an Trumps Coronapolitik gelobt habe, immer noch nicht geantwortet. Ich verstehe nicht, warum Sie so eindimensional denken. Nur weil man einige Aspekte gut findet, kann man andere kritisieren.
Bei meinen Hobbys einschließlich Sport und diesem Blog ist das anders.
Mathematik und quantitative Methoden sind keine Synonmye. Mathematik umfasst nicht nur Quantitatives im Sinne von Zahlen und Mengen, während umgekehrt nicht alle quantitativen Methoden mathematisch sind, jedenfalls nicht in einem gehaltvollen Sinne.
Sie hatten die Glaubwürdigkeit und die vielen Jobs von Donald Trump gelobt, worauf ich geantwortet hatte, dass beides nicht stimmt, sondern er besonders unglaubwürdig war (und ist) sowie unter ihm viel mehr Jobs vernichtet als geschaffen wurden. Sie sollten keine Fake News verbreiten. Lobenswert an der Trump-Präsidentschaft ist z. B., dass er keinen neuen Krieg angefangen hat.
Aristoteles hat Mathematik definiert als die Wissenschaft des Quantitativen. Es gibt natürlich Bereiche wie etwa Geometrie, die weiter weg sind von dem, was Wirtschaftsmathematiker typischerweise machen. Aber früher oder später kommt man eigentlich immer zu irgendetwas, was mit zählen, messen,… zu tun hat.
Mir ging es um die Anfangsphase der Präsidentschaft von Donald Trump.
Wo hat Aristoteles die Mathematik so definiert? Gerade in der Antike war die Geometrie doch von Arithmetik und Algebra getrennt. Axiomatik und logisches Schließen sind ebenfalls nicht quantitativ, sondern können auf Quantitatives und Qualitatives gleichermaßen angewandt werden. Ein guter Mathematiker muss kein guter Rechner sein und umgekehrt.
Schon anfangs war Donald Trump alles andere als glaubwürdig. Auf dem Arbeitsmarkt und beim Wirtschaftswachstum war er selbst anfangs nicht erfolgreicher als sein Vorgänger und insgesamt ziemlich erfolglos, was ihn den Wahlerfolg kostete. Das sind doch quantitative Zusammenhänge, für die Sie nur auf die Datenreihen schauen müssten.
Eine Quelle dafür wäre
https://link.springer.com/chapter/10.1057%2F9781137400734_4
„From the time of Aristotle to the eighteenth century, one philosophy of
mathematics dominated the field. Mathematics, it was said, is the “science of
quantity”.“
Das ist doch gerade kein wörtliches Zitat von Aristoteles, sondern „it was said“, von wem auch immer. Die Gemeinsamkeit aller mathematischen Objekte ist für ihn am ehesten die Größe, nicht die Menge, die man sowohl geometrischen Figuren als auch Zahlen zuschreiben kann.
Schauen Sie hier, wenn Sie es immer noch nicht glauben:
Apostle, Hippocrates George, „Aristotle’s Philosophical Principles of Mathematics“ (1983). The Society for
Ancient Greek Philosophy Newsletter. 5.
https://orb.binghamton.edu/sagp/5
Wenn Aristoteles das tatsächlich geschrieben hätte, könnte es doch nicht so schwer sein, ein entsprechendes Zitat beizubringen. Unabhängig davon führt doch der verlinkte Text selbst aus, dass die heutige Auffassung von Mathematik davon abweicht. Ihr Verständnis von Mathematik ist zugleich zu eng und auch zu weit, weil nicht alles Quantitative mathematisch in einem wissenschaftlichen Sinne ist.
Die Quellenlage ist doch wirklich eindeutig. Ich verstehe leider kein Altgriechisch, muss mich daher auf Übersetzungen verlassen.
Dann geben Sie doch bitte eine entsprechende Textstelle bei Aristoteles an, gerne auch in deutscher Übersetzung (ggf. schaue ich dann ins Altgriechische Original, da es tatsächlich auch auf den Begriff ankommen kann).
Das führt uns nicht weiter. Haben Sie uns Beweise vorgelegt, dass die Erkrankungen in Südafrika von Klimaanlagen herrühren? Na also.
Bitte hören Sie mit der Trollerei auf. Wenn Sie sich über Südafrika informiert haben, können Sie darüber berichten. Ansonsten ist das Thema hier erledigt, da ich explizit nichts darüber zu berichten habe.
P. S.: Dass Sie kein Aristoteles-Zitat finden, klärt auch diesen Punkt. Ihm ging es seinerzeit ohnehin nicht um eine Definition, was Mathematik ist, sondern um die Zurückweisung der Ideenlehre von Platon.
Alles klar, ich würde Sie dann nur bitten, in Zukunft etwas vorsichtiger mit den Interpretationen der Coronazahlen zu sein. Sie sind ja anscheinend nicht daran interessiert, sich ein globales Bild zu machen.
Wo machen Sie sich denn ein globales Bild und wer hat überhaupt eine entsprechend umfangreiche Theorie anzubieten? Es ist schwierig genug, dass Infektionsgeschehen in Deutschland zu erklären. Ich habe nur Ihren Einwand zurückgewiesen, dass das Infektionsgeschehen in ganz anderen Ländern mit ganz anderen Bedingungen den starken Einfluss der hiesigen Jahreszeiten negieren würde, der sich klar in den Daten zeigt.
Danke für dieses hervorragende Interview! Ich kann nahezu komplett zustimmen und werde es weiterverbreiten.
Um mich zu schützen, brauche ich den Staat. Das ist mein Grundrecht. Wer unserem Staat vorwirft, dass er meine Grundrechte beschneidet, sollte das Land verlassen und sich eine Unterkunft in Brasilien suchen. Wer die Freiheit einer Intubation vorzieht, missachtet das Freiheitsrecht.
Der Staat schützt Sie doch überhaupt nicht, das müssen und können Sie selbst tun, während ich Sie in keinster Weise gefährde, was Sie einfach unterstellen, um die Beschneidung meiner Grundrechte zu rechtfertigen. Wenn Sie Ihre Grundrechte nicht bzw. anders ausüben wollen, ist das Ihre Entscheidung. Freiheit ist doch auf jeden Fall besser als eine Intubation. Es fragt sich nur, ob eine Intubation im Falle einer sehr schweren Erkrankung die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht oder sogar senkt.
Leider würden Sie mich (indirekt) gefährden, wenn Sie sich unaufmerksam verhalten würden, da die Kliniken jeden behandeln, solange Kapazität vorhanden ist. Das Argument trifft zwar auch auf anderes gefährliches Handeln zu, da haben Sie recht. Aber Corona ist halt doch noch einmal etwas anderes, weil es sehr viele Menschen betrifft.
Rauchen betrifft auch sehr viele Menschen, Übergewicht noch mehr. Letztlich rufen Sie zum Kampf der Generationen auf, da vor allem sehr alte Menschen das Gesundheitssystem belasten, sowohl finanziell als auch in der Kapazität. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich bis Ostern infizieren, ist mit und ohne staatliche Willkür sehr klein, das Risiko einer schweren Erkrankung mit COVID-19 noch viel kleiner.
Es gab meines Wissens nach noch nie einen Kollaps auf den Intensivstationen durch Schäden in Folge von Rauchen oder Übergewicht.
Das liegt daran, dass die entsprechenden Patienten ständig die Intensivstationen bevölkern. Wären sie nicht mehr da, gäbe es kurzfristig viel mehr freie Kapazitäten. Mittelfristig würde Herr Spahn diese Kapazitäten dann allerdings auch abbauen, um das dann zur nächsten Rechtfertigung von massiven Grundrechtsbeschränkungen zu verwenden.
Liegen standardmäßig auf den Intensivstationen nicht eher Krebspatienten, Menschen nach erlittenem Herzinfarkt oder schlicht Patienten nach umfangreichen Operationen? All das kann man auch erleiden, ohne zu rauchen oder übergewichtg zu sein.
Rauchen führt u. a. zu Krebs und Herzinfarkt. Wir müssen alle irgendwann sterben, aber Rauchen hat auch 2020 viel mehr Leben verkürzt, Lebensjahre gekostet und auch Krankenhausbetten belegt als COVID-19.
@Horst Krebs
Und wer bitteschön schützt uns vor einem von Narren regierten Staat?
Leider sind wir ja nicht alle einsichtig, deshalb erstellt der Staat den Rahmen, wo er denkt, das in diesem Rahmen wir besser geschützt sind. Dem müssen sich dann auch diejenigen unterordnen, die anderer Meinung sind. Es geht mir darum ,mein Leben zu schützen, nicht ihres. Bolsonaro ist gegen eine Impfung und lässt sein Volk krepieren.
Also ich fühle mich durch diesen Staat nicht gut geschützt, lieber Herr Krebs.
Da passe ich lieber selbst auf mich auf.
Das ist allgemein vernünftig und in dieser Pandemie ganz besonders.
Ich kann da nicht für Sie sprechen, aber ich bin sehr einsichtig. Ich habe die Argumente und Handlungen unserer Politiker geprüft und für zu leicht befunden. Es gibt einige Experten mit anderer Ansicht, mit denen eine ernsthafte Diskussion lohnen würde, doch diese fordern ganz andere Maßnahmen. Warum orientieren wir uns in Deutschland nicht an viel erfolgreicheren Ländern? Im Frühjahr mochte noch die Illusion herrschen, wir würden ganz gut durch die Pandemie kommen. Doch inzwischen sind hier die aktuellen Infektions- und Todeszahlen pro Kopf schlechter als in den USA, wo Sie noch über die „Trump-Toten“ lästerten. Sie sollten auch nicht vergessen, dass ausgerechnet der Bundesgesundheitsminister sich infizierte und der bayerische Innenminister beim Feiern erwischt wurde.
Richtig ist, dass wir Bürger uns (aber erst recht die Poltiker sich) auch an solche Gesetze und Verordnungen halten müssen, die wir ablehnen oder sogar als unsinnig erkannt haben. Aber wir dürfen sie kritisieren und der Verweis auf die staatliche Autorität ersetzt keine inhaltlichen Argumente.
Sollte es nicht darum gehen, möglichst jedes Menschenleben zu schützen, das dann aber auch wirklich zu tun, ohne zu viel Freiheit und Wohlstand für reine Symbolpolitik zu opfern?
Das Spektrum der Experten ist breit, aber es gibt auch viele, die die aktuellen Maßnahmen (und zusätzlich noch weitere) für sinnvoll halten.
Herr Drosten verdient viele Millionen an seinem Test und seiner Rechtfertigung des Regierungskurses. Reine Virologen sind ohnehin keine Experten für das Abwägen von gesundheitlichen und anderen Risiken. Schließlich könnte es sogar überlegenswert sein, das Virus in Deutschland ganz auszurotten. Das muss man dann aber auch in vertretbarer Zeit schaffen und danach die Grenzen streng kontrollieren etc., was unsere Politiker doch auch nicht wollen. Der jetzige Kurs ist eine Katastrophe, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich und gesellschaftlich. Wie kann man das nur übersehen und sich die Lage sowie Regierung schönreden?
In toto ist der Kurs natürlich eine Katastrophe. Leider wird niemand dafür Verantwortung übernehmen.
Aber die Verantwortung wird doch schon fleißig verteilt von der Regierung. Die bösen Bürger sind schuld, insbesondere Kinder sowie Kritiker wie ich, auch wenn ich mich an den ganzen Unsinn halte und im Gegensatz zum Bundesgesundheitsminister nicht infiziert habe.
Das hier ist ein interessanter Kommentar zur Auswahl der „Berater“ der Regierungschefs:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-politik-die-bestellten-berater-kommentar-a-9edd178d-1843-4522-8bde-f4c8bc0dfa30
Diese Art und Weise ist wirklich ärgerlich, da die Meinungsvielfalt der Wissenschaftler ganz offensichtlich nicht abgebildet werden soll. Stattdessen wird die grünsozialistische „Zero Covid“ Initiative gepusht. Gerade war zum Beispiel die Wissenschaftlerin Viola Priesemann in den Tagesthemen; die Gute steht bekanntermaßen den Grünen nahe. Weiterhin ist interessant, dass Melanie Brinkmann davor warnt, dass 2021 wegen der Mutation noch schlimmer als 2020 werden könnte. Ist da die Impfeuphorie völlig verflogen?
Es geht dabei nicht um Wissenschaft, sondern nur um Politik. In der Sache wird diese dadurch nicht besser, aber darum geht es auch nicht, sondern um Macht und Popularität. Es ist eine gute Krise für Frau Merkel.
Dass sich der SPIEGEL so regierungskritisch äußert, habe ich schon länger nicht erlebt. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass dieses einstmals meinungsbildende Organ über die Jahre zunehmend uninteressanter geworden ist und ich mich daher als früherer Abonnent desinteressiert abgewandt habe.
Interessant übrigens auch, dass Virologe Hendrik Streeck sich wieder etwas kritischer zu Wort meldet (https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_89303824/corona-regeln-virologe-streeck-kritisiert-strikte-kontaktbeschraenkungen.html).
Eine positive Laschet-Nebenwirkung?
Man erkennt sich bei diesen Coronarepressionen als Frosch wieder, der in einem Behälter mit kaltem Wasser sitzt, das langsam langsam erhitzt wird. Wenn der Frosch dann merkt, daß das Wasser heiß ist, ist es für ihn zu spät …
Ganz offenbar war Zero Covid schon von Anfang an das Ziel von Merkel und ihren Beratern. Daß dieses Ziel in einer globalisierten Welt mit unkontrollierten Migrationsströmen idiotisch ist, schert sie dabei wenig. Wer sogar das Klima retten will, wird sich auch hier von der Realität nicht vom Weg abbringen lassen.
Mir fällt dabei nur noch das Bohlen-Zitat ein: Mach mal einem Bekoppten klar, daß er bekloppt ist …
(Hoffen wir, daß sie nur bekloppt sind und nicht andere Gründe eine Rolle spielen.)
Der angebliche Versuch mit den Fröschen ist unzutreffend. Frösche verlassen das Wasser, wenn es ihnen zu warm wird. Aber mit den Bekloppten hat Dieter Bohlen Recht.
Apropos „Klima retten“ …
Batteriebetriebene Elektroautos sind ein alter Hut. Sie haben schon früher aus genau denselben Gründen wie heute ihren Weg in den Markt nicht gefunden: https://www.zwischengas.com/de/blog/2021/01/11/Die-Bilanz-der-Elektroautos-damals.html
Hätten Frau Merkel und Herr Spahn doch nur wirklich von Anfang an etwas gegen die Pandemie getan. Dann wäre es vielleicht sogar möglich gewesen, dass Virus aus Deutschland herauszuhalten, aber natürlich nicht ohne Grenzkontrollen.
Merkels Resümee wird – wie schon einmal vor fünf Jahren – lauten: „Nun sind sie eben da“. Diesmal auf Covid-19 und seine Mutationen bezogen. Erst Panik mit Billionenkosten. Dann Fatalismus. Zuletzt Übergang zur Tagesordnung, als wäre nichts gewesen.
Hendrik Streeck (https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/01/15/zero-covid-medizinisch-nicht-erreichbar) und Alexander Kekulé (https://www.deutschlandfunk.de/virologe-kekule-corona-mutationen-sind-kein-grund-zur-panik.694.de.html?dram:article_id=491063) wiegeln ja bereits medienwirsam ab, während ihre Kollegen noch im Kanzleramt tagen.
Bei Gelegenheit kann Frau Merkel einfach die Experten austauschen und verkünden, dass die Krise dank ihrer genialen Führung vorbei sei. Wenn sich das unmöglich behaupten lässt, sagt sie umgekehrt, dass sie schon immer für schärfere Maßnahmen war und alle anderen schuld seien, nur nicht sie selbst.
So ist es. Hauptsache, die Beste Kanzlerin aller Zeiten kann noch bis ans Ende ihrer Tage weiter regieren.
Ich glaube nicht, dass Maas ein überzeugter Demokrat ist!
Jedenfalls hält er wenig vom Rechtsstaat und den Grundrechten, weshalb er als Bundesjustizminister eine völlige Fehlbesetzung war (was ihn aber auch nicht zum Bundesaußenminister qualifiziert).
Herr Dilger, ich habe nicht über die „Trumptoten“ gelästert, so wie sie es in einem obigen post geschrieben hatten. Das entspricht überhaupt nicht meinem Charakter. Ich habe das Wort „Trumptote“ benutzt, weil Trump dem Volk zeigte, dass er vorbildhaft keine Maske trägt und damit Schuld an vielen der Toten hat. Und viele Amerikaner hatten tatsächlich keine Maske getragen als Grund der Freiheit- Dieser heroische Schrei nach Freiheit hat vielen Amerikanern das Leben gekostet, und ich hatte sie als „Trumptote“ bezeichnet, eben nicht als Lästerung, sondern Entzug der Freiheit durch Tod. Freiheit durch Tod zu verlieren ist allenfalls die Freiheit des anderen, auch wenn der andere es nicht verdient hat.
Glauben Sie wirklich, daß diese albernen Stofflappen in Deutschland auch nur ein einziges Leben gerettet haben?
Gerade heute haben doch selbst unsere glorreichen Politiker bemerkt, dass Stoffmasken und Schals nichts gegen Viren nützen.
Die Lösung aller Probleme ist in Sicht. Kreiert von einer bunten Gruppierung besonders Wissender (darunter kein einziger Wirtschaftsexperte). Man muss nur das Geld der „Reichen“ nehmen, es zusammen mit den zu dezentralisierenden „Geflüchteten“ (!) verteilen und dann erst einmal alles zusperren und herunterfahren, bis der Kobold, äh Covid, verschwunden ist. Alles könnte so einfach sein, wenn sich nur endlich alle zum Kommunismus bekennen würden: https://zero-covid.org/
Oh Herr, lass endlich Hirn vom Himmel fallen, falls es Dich gibt !
Faktisch würde mit diesen Vorschlägen die Wirtschaft vollständig ruiniert, ohne dass das angebliche Ziel von null Infektionen erreicht würde. Zugleich würde das Impfen noch mehr verzögert und der Anreiz zur Entwicklung neuer Impfstoffe beseitigt.
Imposant sind vor allem die vielen Berufsbezeichnungen. Beim Studium der Unterzeichnerliste habe ich Berufe entdeckt, die man nicht einmal googeln kann.
Das ist mir gar nicht so aufgefallen. Es sind halt viele „Aktivist*innen“ dabei, aber kaum jemand, der in den Wirtschaftsbetrieben arbeitet, die durch den Aufruf stillgelegt werden sollen, als wenn die Unterzeichner vom geforderten Geld allein leben könnte ohne reale Güter und Dienstleistungen.
Alles was Sozialisten von Geld verstehen, ist die Tatsache, dass Sie es von anderen Leuten haben wollen. Das wusste sogar schon der große Künftige-Generationen-Versklaver Konrad Adenauer, mithin selbst ein Sozialist.
Ich („Sie“) bin doch schon mit meiner ganz normalen Besoldung zufrieden, könnte aber auch ohne diese überleben. Wenn Sie bereits Herrn Adenauer für einen Sozialisten halten, wie nennen Sie denn dann Frau Merkel?
Adenauer war ein Sozialist, wusste es aber vielleicht selbst gar nicht.
Frau Merkel hingegen ist mit dem Bolschewismus groß geworden und eine hundertprozentige Überzeugungstäterin.
Upps. Das große „S“ war ein Tippfehler, der mir gerade erst aufgefallen ist. „Sie“ sollte natürlich klein geschrieben sein. Es bezog sich nicht auf Sie, Herr Dilger, sondern auf die Sozialisten, die ja im Allgemeinen vor allem keine Gegenleistung für das Geld anderer Leute erbringen, sondern sich mit deren Geld nach Gusto „frei“ entfalten möchten.
Dabei haben die heutigen Bolschewisten längst vergessen, dass „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ zunächst ein Gefangenenlied und später einer ARBEITER-Hymne gewesen ist (https://www.youtube.com/watch?v=jFPPKiQOf1Y&list=RDjFPPKiQOf1Y&start_radio=1&t=0).
Zum Arbeiten („Ausbeutung“) sind sich LINKE heute aber natürlich zu fein und ihre Schützlinge ebenfalls. Letztere sind auch nicht mehr die arbeitende Leistungsträger-Bevölkerung, sondern Sozialschmarotzer aller Herren Länder.
Ich weiß, das war ein kleiner Scherz. Tatsächlich haben sich postmoderne Linke von den Arbeitern abgewandt und betreiben lieber Identitätspolitik, die zuvor eine Domäne von Rechten war.
Die ganze politische Landschaft ist die letzten Jahre ziemlich bizzar geworden. Ich weiß nicht, ob mir das früher (als ich noch kein Mitglied einer Partei gewesen bin) nur nicht so aufgefallen ist, oder ob sich die politischen Prioritäten so rasant verändert haben. Jedenfalls fällt es mir immer schwerer, den regierenden Komödienstadl auch nur halbwegs für voll zu nehmen. Ernst nehmen muss man diese sich immer weiter von der Realität des Lebens entfernende Entwicklung aber schon, denn schließlich richten unsere Regierenden gewaltige Schäden an, die noch unsere Kinder und Enkel werden ausbaden müssen.
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