Laschet neuer CDU-Vorsitzender

Armin „Laschet ist neuer CDU-Vorsitzender“. Im ersten Wahlgang hatte er mit 380 zu 385 Delegiertenstimmen noch knapp hinter Friedrich Merz gelegen, während Norbert Röttgen immerhin 224 Stimmen erhielt. Diese gingen dann mehrheitlich an Herrn Laschet, der die Stichwahl mit 521 zu 466 Stimmen recht deutlich (52,8 Prozent) gegen Herrn Merz gewann. Meinen Glückwunsch! Formal muss das Ergebnis noch durch eine Briefwahl bestätigt werden, was jedoch als sicher gilt.

Noch nicht sicher ist, ob Herr Laschet damit auch Kanzlerkandidat der Union und nach der Bundestagswahl Kanzler wird. Allerdings gehe ich davon aus, dass Herr Söder den bislang immer wieder bekräftigten Anspruch der CSU bzw. von sich selbst bei der Kandidatenaufstellung aufgeben wird. Nun rächt es sich, dass er sich ohne Not zu sehr bei den Grünen angebiedert hat, weil er und die CSU damit nicht mehr zum Einbinden der konservativen CDU-Mitglieder und Wähler taugen. Auch Herr Merz wird seine politischen Ambitionen wieder begraben und nicht länger inner- oder gar außerhalb der CDU gegen die CDU-Führung ankämpfen. Selbst die Chancen von Frau Merkel auf eine Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft, die sie sich verbal explizit offen ließ, sind noch einmal deutlich gesunken. Herr Laschet ist ihr hinreichend ähnlich und könnte mit FDP, Grünen und/oder SPD problemlos koalieren. Für die FDP ist seine Wahl günstig, hatte Herr Röttgen eine mögliche Zusammenarbeit doch bezweifelt (siehe ‚Röttgen will lieber schlecht als gar nicht regieren‘) und hätte Herr Merz ihr auf andere Weise geschadet. Die AfD bleibt Fundamentalopposition und der Platz einer wirklich konservativen Partei bleibt verwaist. Wenigstens besteht die Hoffnung, dass die CDU und damit das ganze Land nicht noch weiter nach links rücken und auch die Coronapolitik nicht noch illiberaler wird.

173 Gedanken zu „Laschet neuer CDU-Vorsitzender

  1. Warum sollte die CDU jetzt gegen einen weiteren Linksruck abgesichert sein?

    Hat Spahn sich mit seiner „Frage“-Werbesendung geschadet?

    Wird Merz Minister?

    • Abgesichert ist gar nichts, aber Herr Laschet regiert doch z. B. mit der FDP besser als seinerzeit Frau Merkel. Herr Spahn ist nur peinlich und Herr Merz will wahrscheinlich gar nicht Minister werden.

      • Herr Merz wollte nur Kanzler werden, nicht Minister, was er nun auch nicht mehr wird. Wäre er an echter Mitarbeiter interessiert gewesen, hätte er als Stellvertreter von Herrn Laschet kandidiert und ihn ersucht, ihn zum Kandidaten fürs Wirtschafts- oder gar ein Superministerium nach der Wahl zu machen.

      • Würde vermuten, dass wir aktuell in NRW (oder auch anderswo) die Konstellation schwarzgelb das letzte Mal sehen, zumindest aber für lange Zeit.

      • Lieber Herr Prof. Dilger! Herr Laschet regiert trotz Koalition mit der FDP (die Frau Merkel zur Zeit ja nicht möglich ist) so schlecht wie Frau Merkel in der Koalition mit der FDP von 2009-2013. Bis zur Landtagswahl in NRW 2010 hatte die 2009 an die Regierung gekommene Merkel-Westerwelle-Regierung, meine ich mich zu erinnern, sogar die Mehrheit im Bundesrat. Laschet definierte in seiner Rede seine Politik als „Weiter so“ (also weiter wie Merkel), Söder forderte dasselbe.
        Ich denke, es ist überflüssig, hier die gegenwärtigen und erst die zukünftigen Kosten (Risiken) des Merkelismus darzulegen. Merkel-Laschet ist zuwenig geringeres Übel, um es auch nur geringfügig zu loben. Merkelismus/Laschetismus funktionieren machtmäßig, weil die Bevölkerung zuwenig aufgeklärt ist. Das ist unsere Aufgabe, meine ich.

      • @Ulrich Motte
        „Das ist unsere Aufgabe, meine ich.“

        Dem kann ich nur beipflichten, Herr Motte. Der dekadente Zustand der Parteienlandschaft und die nicht vorhandenen Gerstaltungsmöglichkeiten über parteiliches Engagement lassen gar keine andere Option mehr zu, als sich außerparlamentarisch aufklärend zu betätigen, wenn man politisch überhaupt noch irgendetwas bewegen will. Dies ist jedenfalls meine Haupterkenntnis nach knapp acht Jahren (erstmaligem) Engagement in einer politischen Partei.

      • Doch die politische Wirkung muss dann doch wieder über die Parteien erzielt werden, solange wir nicht mehr Elemente direkter Demokratie haben.

      • Wir bräuchten in der Tat mehr Elemente direkter Demokratie. Und die lassen sich in Großstaaten wie Deutschland eben nicht verwirklichen. Was fehlt, ist der Mut zu mehr Regionalität statt preußischem Zentralismus.

      • Das eine schließt das andere nicht aus. Volksentscheide, Direktwahlen und das Hochwählen von Listenkandidaten wären natürlich auch in großen Staaten wie Deutschland möglich, dazu mehr Föderalismus und Subsidiarität.

      • Föderalismus und Zentralstaat vertragen sich in der Praxis nicht.

      • Das sind doch auch zwei verschiedene Modelle für einen Staat, während Sie gar keinen Föderalismus wollen, sondern viele kleine Staaten.

      • Richtig. Weil „Föderalismus“ unter dem Dach eines preußischen Zentralstaats gar kein Föderalismus sein kann, sondern nicht einmal seine Feigenblattfunktion richtig zu erfüllen mag.

      • Mit guter Politik in Deutschland oder auch nur der Gründung einer halbwegs anständigen Partei rechne ich schon gar nicht mehr. Es geht hier nur noch um die Wahl des kleineren Übels. Vielleicht wäre das gestern Herrn Merz gewesen, aber wir durften dabei nicht mitwählen und die CDU-Basis auch nicht. Jetzt rede ich den Erfolg von Herrn Laschet schön, auch weil es immer noch viel schlimmer kommen kann. Herr Söder wäre schlimmer, eine fortgesetzte Kanzlerschaft von Frau Merkel auch. Schwarz-Gelb mit Herrn Laschet als Kanzler wäre in der jetzigen Lage tatsächlich das beste Ergebnis im Herbst. Wahrscheinlicher ist Jamaika, worin dann die FDP möglichst stark sein sollte. Ich erwarte davon keine großen Verbesserungen, aber vielleicht nicht immer noch mehr Verschlechterungen. So wird nächste Woche der Lockdown wohl nochmals verschärft, obwohl er bei der Pandemiebekämpfung nichts bringt, aber uns viele Freiheiten nimmt und Wohlstand vernichtet.

      • Im Prinzip müsste Ihnen die „Verschärfung“ aber gefallen, so ist im Gespräch, die Communitymasken, deren Nutzen begrenzt ist, im Handel und ÖPNV nicht mehr zu erlauben. Genau davon schreiben Sie seit Monaten.

      • Auch wenn Sie das nicht verstehen, bin ich für Freiheit statt Zwang. Der Zwang zu völlig unsinnigen Sachen ist besonders abzulehnen, aber auch von Sinnvollem sollten die Menschen besser überzeugt als dazu gezwungen werden.

      • Sie sollten nicht den Fehler begehen, aus Ideologie jeden sinnvollen Vorschlag pauschal erst einmal abzulehnen, nur weil er Ihre persönliche Freiheit einschränken könnte. Ideologie ist in der Politik i.d.R. ein schlechter Ratgeber.

      • Halten Sie Menschenrechte, Grundrechte und das Grundgesetz für Ideologie? Umgekehrt halte ich Sie für einen Ideologen, der anderen Menschen ohne jede Hemmung und Begründung seine Ideen aufzwingen will. So haben Sie gar nicht begründet, was an einer allgemeinen Maskenpflicht sinnvoll sein soll. Immerhin scheint Ihnen langsam zu dämmern, dass Schals vielleicht doch nicht so gut gegen Viren schützen. Statt aber den entsprechenden Zwang zu hinterfragen, wollen Sie ihn verschärfen.

      • @Sebastian Kunze

        Eine Partei ohne Ideologie hat weniger Profil als ein runderneuerter Autoreifen. Wofür soll so ein Wahlverein denn stehen?

      • Ihre Attacken sind vollkommen gegenstandslos, da diese Maßnahmen nicht aus der Luft gegriffen sind. Denken Sie an Operationen; wollen Sie es dabei der freien Entscheidung der Ärzte überlassen, ob sie eine OP-Maske tragen?

        Ich muss bei allem Söderbashing zugeben, dass dieser gute Vorschlag von Markus Söder kam. Gibt es das überhaupt anderswo auf der Welt? Man könnte spannende Daten erheben.

        Natürlich muss das Ganze auch durchdacht sein, etwa sollte der Staat die nicht unerheblichen Kosten vollständig übernehmen und für eine schnelle Verfügbarkeit der Masken sorgen.

      • Natürlich sind diese Maßnahmen völlig aus der Luft gegriffen. Bislang ist irgendein Mund-Nase-Schutz vorgeschrieben einschließlich Schals und Stoffmasken, die (fast) nichts bringen. Welche Rechtfertigung gibt es dafür? Ärzte tragen bei Operationen normalerweise OP-Masken, keine FFP2-Masken. Die meisten FFP2-Masken sind nicht dafür geeignet, für lange Zeit und wiederholt getragen zu werden, der Zwang wird aber genau dazu führen. Schließlich kann sich doch jeder selbst hinreichend mit FFP2-Masken (und auf andere Weise) schützen, der das möchte. Wieso müssen dann andere dazu gezwungen werden? Herr Söder glaubt doch selbst nicht daran, sondern fordert rein populistisch ständig neuen Unsinn, statt die schutzbedürftigen Menschen in Bayern effektiv zu schützen.

      • Sie übersehen, dass es nur um den Handel um den ÖPNV geht, mithin um Bereiche, in denen man sich eher kurz aufhält.

      • Im Nahverkehr kann man Stunden zubringen und viele fahren zumindest zweimal täglich. Lebensmittel einkaufen muss man mehrfach die Woche. Glauben Sie ernsthaft, dass jeder ständig eine neue Maske verwendet wird? Selbst alten Leuten wird doch nur eine Maske pro Woche zugebilligt. Was ist schließlich mit den Beschäftigten in den Verkehrsunternehmen und Läden?

      • Und nein, es reicht gerade nicht aus, wenn sich nur die Willigen selber schützen. Es geht um die zu vermeidende Überlastung des Gesundheitssystems. Meine persönliche Freiheit wird konkret durch diejenigen eingeschränkt, die sich nicht genug schützen, da ich bei einem Unfall o.ä. dann vielleicht keinen Intensivplatz mehr bekommen könnte.

      • Wieso wollen Sie auch einen Unfall bauen? Weil Sie Ihr Unfallrisiko nicht einschränken wollen, darf ich fast nichts mehr machen?

        Vor allem folgt aus Ihrem „Argument“ die totale Gesundheitsdiktatur: Rauchen muss sofort verboten werden, weil es zu viel mehr Toten führt und auch das Gesundheitssystem stärker belastet als COVID-19. Übergewicht muss deshalb ebenso verboten werden bzw. alle irgendwie ungesunden Nahrungsmitteln einschließlich den meisten Getränken. Autofahren wird schon sukzessive verboten. Aber es ist natürlich auch ungesund, so viel Zeit vor dem Computer verbringen. Deshalb gute Nacht!

      • @Sebastian Kunze

        Trifft die für Deutschland herbeigeredete „Überlastung des Gesundheitssystems“ denn tatsächlich zu? Ich würde eher von einem in Teilbereichen (nicht in allen) schlecht organisierten Gesundheitssystem sprechen.

      • Wenn dieser Schei*Staat, mir einen bestimmten Maskentyp auch noch vorschreiben will, soll er bitteschön die Kosten dafür übernehmen.

        Ich würde mich über soviel zivilen Ungehorsam freuen, dass die Polizei damit gar nicht mehr fertig wird…!

      • Ja, der Beweis war zwar nicht nötig, überzeugt aber hoffentlich immer mehr Menschen davon. Es ist kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, dass ausgerechnet er kürzlich der beliebteste Politiker in Deutschland war.

  2. Türken-Armin Laschie wird CDU-Chef? Also Merkel mit Pipimann! Erinnern wir uns an die erst kürzlich gemachte Aussage der saarländischen Putzfrau: „Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr stark weiterentwickelt. Sie ist heute eine andere Partei, als sie das vor 10 oder 20 Jahren war. Auch, weil wir heute eine andere Gesellschaft haben„.

    Das CDU-Establishment wollte Merz ja unbedingt verhindern. Die AfD darf das freuen. Mit einer weiter linken CDU ist rechts davon eben nicht mehr nur die Wand, wie Strauß einstmals sagte…😜

    • Zwischen der CDU und der AfD befindet sich zur Zeit ein riesengroßes Vakuum und die AfD wäre gut beraten, dieses endlich seriös zu füllen, statt weiterhin „sozialen Patrioten“ und Maximaletatisten gerecht werden zu wollen.

      • Die Lücke ist inzwischen tatsächlich riesig. Dass die CDU unter Frau Merkel nach links verschoben wurde, führte zur Gründung der AfD. Deren Drang immer weiter nach rechts ist allerdings selbstverschuldet. Wir konnten es nicht verhindern, dass andere das befeuert haben, die zwischenzeitlich z. T. selbst ausgetreten sind, weil ihnen die AfD jetzt angeblich zu rechts ist. Ich sehe leider immer noch keine Trendumkehr, aber auch keine andere Partei, die diese Lücke mit Aussicht auf Erfolg zu füllen versucht.

      • Diese Lücke kann nur die AfD selbst füllen. Aber dafür muss sie endlich rote Linien ziehen und deren Einhaltung auch durchsetzen. Mit ewiger Verneigung vor Tronkenburg wir das nichts.

      • Die CDU hätte die Lücke gestern auch etwas verringern können, hat sich aber anders entschieden. Ich denke eher, dass die AfD jetzt noch weiter nach rechts rücken wird, bis sie irgendwann links rauskommt.

      • Wenn die AfD sich weiter von Leuten wir Tronkenburg und Glaser vor sich her treiben lässt, könnte es in der Tat so enden. Warten wir es ab.

      • Die Genossen in der CDU sehen sich eben mehr als Rivalen ihrer roten Genossen von der SPD.

    • Markus Söder wird gar nicht dafür kandidieren. Folglich wird er auch kein Kanzler. Falls jemand ernsthaft glaubt, Söder würde sich das antun, nehme ich gerne entsprechende Wetten an.

      • Wollten wir nicht schon einmal darum wetten, konnten es aber nicht operationalisieren? Warum hält Herr Söder sich diese Option denn immer noch offen? Auf welche Gegenleistung hofft er für einen Verzicht, wenn er gar nicht kandidieren will?

      • Haben Sie Markus Söder ein einziges Mal sagen hören, dass er beabsichtige zu kandidieren? Ich nicht. Er hat es bislang lediglich nicht dementiert. Das ist alles.

      • Aber warum dementiert er es nicht auf zahlreiche Nachfragen hin, wenn er es definitiv nicht will? Umgekehrt ist es nicht ungeschickt, die Absicht nicht explizit zu äußern (aber eben auch nicht zu dementieren), wenn sie tatsächlich besteht. Er hält sich die Option immer noch offen, auch wenn er weiß, dass seine Chancen gestern gesunken sind.

      • Er spielt damit, um sich interessant zu machen. Das ist reine Eitelkeit.

      • Gerade weil er eitel ist, will er auch Kanzler werden und es nicht Herrn Laschet überlassen, dem er sich ohne sachlichen Grund haushoch überlegen fühlt.

      • Sie irren sich. Besser König in Bayern als Kanzler in Preußen.

      • Das müssten Sie mir nicht sagen, sondern Ihrem König. Ludwig II. machte zwar auch keine gute Figur, hat uns aber immerhin schöne Schlösser hinterlassen.

      • Die Schlösser des bayerischen Märchenkönigs wurden zu seinen Lebzeiten als unsägliche Verschwendung angesehen. Heute sind sie die größten Tourismusmagneten Bayerns, wenn nicht ganz Deutschlands und haben dem Freistaat mit Sicherheit ein Vielfaches ihrer Kosten wieder eingespielt. So schlecht sind diese Hinterlassenschaften also nicht …

  3. Die Regierungsmannschaft in NRW arbeitet recht reibungslos miteinander und gut im Hintergrund abgestimmt. Vielleicht bekommt er das auch in der CDU hin und lässt mehr Flügel wieder partizipieren. Es wurde immer Röttgen als Brückenbauer gesehen, allerdings sehe ich das eher im Naturell von Herrn Laschet. Er wird einiges von Frau Merkel weiterführen, aber um die Trümmer von Frau Merkel zu beseitigen, braucht er die wirtschaftliche Kompetenz der Merzwähler. Die CDU hat ihre Rechtsstaat- und Wirtschaftskompetenz in den letzten Jahren komplett verloren.
    Und er wird uns hoffentlich vor Deutschlands größten Gefängniswärter Söder schützen.

  4. Unspektakulär, wie erwartet. Ob die verbliebenen Konservativen oder Wirtschaftsliberalen nun auf einen Witschaftsminister Merz setzen? Ich denke, Merz wird nichts mehr.
    Enttäuschte Kräfte rechts der Mitte werden sich nun hoffentlich von der Union abwenden, so dass die Union wieder und weiter Stimmenanteile und Mitglieder verlieren möge.

    • Ja, Herr Merz wird nichts mehr und will es wohl auch gar nicht. Dass er jetzt noch schnell Wirtschaftsminister unter Frau Merkel werden wollte, war entweder ein schlechter Scherz oder das bewusste Herbeiführen eines Anlasses, sich jetzt ganz zu verdrücken.

  5. Hoffnungsträger Merz hat sofort nach seiner Niederlage Herrn Laschet angeboten, als Wirtschaftsminister in die Regierung Merkel einzutreten. Wozu erst ein Schwergewicht luxiert werden müsste. Richtige Antwort der Kanzlerin, sie beabsichtige keine Regierungsumbildung.
    Veni, vidi, vici? Als Loser ist man eben kein Julius Caesar.

    • Das schwere Gewicht, das zur Zeit auf dem Stuhl des Wirtschaftsministers sitzt, könnte doch das gescheiterte Fräulein Spahn ablösen. Dann wäre der Weg für ein Schwergewicht frei.

      • Warum sollte Frau Merkel das tun und auch noch ausgerechnet für Herrn Merz? In einem Kabinett von Herrn Laschet würden die Karten ganz neu gemischt. Doch ich vermute, dass Herr Merz dann gar nicht mehr am Tisch sitzt.

  6. Ich stimme weitgehend zu. Wie gerne er am Ende wirklich mit den Grünen (alleine) regieren würde, wird man sehen. Vielleicht würde er sogar zu Jamaika tendieren, wenn schwarz-grün nur eine knappe Mehrheit hat und es für schwarz-gelb nicht reicht?

      • Die FDP braucht ein Momentum. Wenn sie z.B. 3-4 Prozent von euch abgreift und die Union die 40 im Blick behält, könnte es reichen.

      • Ich tippe mal eher auf Union 30 bis 35 und FDP 6 bis 7. Ergibt zusammen 36 bis 42. Das reicht nicht für Schwarz-Gelb.

      • Die Voraussetzungen für das Momentum wurden gestern geschaffen. Herr Lindner müsste den Ball nur aufgreifen, lässt ihn aber vermutlich fallen. Träume von einer Ampel sind fatal. Die FDP müsste auf Schwarz-Gelb setzen, sich aber zugleich zu Jamaika als Option bekennen, in der die bürgerlichen Kräfte dann besonders stark sein sollen. Bürgerliche Wähler müssten dann FDP wählen, um Schwarz-Grün zu verhindern und in Jamaika das Gegengewicht zu den Grünen zu stärken.

      • Mehr als 40% für beide zusammen (Union und FDP) sind nicht drin.

      • Doch, aber dafür müsste man natürlich ordentlich arbeiten, insbesondere die FDP. Sie darf nicht nur auf Leihstimmen von der Laschet-CDU hoffen, sondern müsste die vielen bürgerlichen Nichtwähler ansprechen. Sie könnte auch Merz-Wähler attrahieren, während Herr Laschet Merkel-Wähler von der Abwanderung zu den Grünen abhält.

      • Häte, hätte, Fahrradkette. Würde die AfD das tun, was notwendig wäre, um die Lücke zu füllen, könnte sie mit 30% den Ton angeben. Das tut sie aber leider genauso wenig wie Herr Lindner die FDP aus dem Tal der Tränen führen wird.

      • Alles ist möglich, aber es gibt Wahrscheinlichkeiten. Die FDP hat gute Chancen auf Regierungsbeteiligung, die AfD nicht, was beides auch besser so ist.

      • Eine 4%-FDP hat keine Optionen auf Regierungsbeteiligung. Jedenfalls nicht auf Bundesebene.

      • Ich sehe die Position der FDP bei der Bundestagswahl noch nicht, tut mir leid.

      • Das ist die aktuelle politische Stimmung bei der FGW.

      • Wer ist denn die ‚FGW‘ ?
        Mir ist diese Abkürzung nicht geläufig.

      • Falls Sie mit ‚FGW‘ die Forschungsgruppe Wahlen meinen – die hält weder Merz noch Laschet noch Röttgen, sondern nur Söder für kanzlertauglich und gibt in ihrer letzten Sonntagsfrage der CDU 37%, der FDP aber nur 5% (die letzte Befragung wurde allerdings vor dem CDU Parteitag durchgeführt). Siehe: https://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Politbarometer/

      • Herr Söder ist nicht kanzlertauglich und in Deutschland wird der Kanzler auch nicht direkt gewählt (sonst wäre es Frau Merkel auch nie geworden, wenngleich sie viel später zur beliebtesten Politikerin in Deutschland wurde).

      • Kim Jong Un ist auch der beliebteste Politiker Nordkoreas.

      • Die FGW unterscheidet zwischen Prognose und politischer Stimmung. Bei letzterer stehen CDU/CSU bei 40%.

      • Ich habe das schon gesehen.
        Aber die FDP liegt dann bei 4% und fliegt aus dem Bundestag.
        Bleibt also wieder nur Schwarz-Grün oder Schwarz-Rot.

        Und was genau bedeutet eigentlich „Politische Stimmung“ ???

      • Politische Stimmung bezieht sich auf die Parteipräferenz ohne taktische Überlegungen. Die FDP profitiert z. B. von Leihstimmen und die AfD von Proteststimmen.

      • Diese ist aber nicht kriegsentscheidend, so lange auch taktisch gewählt wird.

      • Daher sagte ich ja, dass die FDP ein Momentum braucht. Etwa könnte Herr Merz überlaufen, so wie Claus Strunz es vorschlägt.

        Was die FGW sich da zusammenrechnet, ist nicht wirklich durchsichtig, das stimmt wohl.

      • Merz wird nicht zur FDP überlaufen. Er will ja die ganz große Bühne und die gibt es bei der FDP nicht.

      • Die Bühne hätte er dort schon, aber er könnte nicht sofort Kanzler werden, weshalb er auch in der CDU wieder abtauchen wird.

      • Die FDP hat nur noch den Rang einer versnobten Kleinkunstbühne. Damit ist doch kein Blumentopf zu gewinnen. Auch nicht für Friedrich Merz.

      • Herr Merz hat gestern die Option ausgeschlagen, in der CDU konstruktiv mitzuarbeiten und dafür Ende des Jahres, aber eben nicht sofort, mit einem Ministeramt belohnt zu werden. Er geht jetzt natürlich nicht zur FDP oder gar zu LKR, gründet auch keine eigene Partei, sondern verlässt wieder die politische Bühne. Wäre Frau Merkel so eine Diva, hätte sie schon in den 1990er Jahren aufgegeben.

      • Herr Merz wird nicht überlaufen, aber die FDP könnte sich für enttäuschte CDU-Mitglieder und entsprechende Wähler öffnen.

      • Die FDP hat dank Christian Lindner inzwischen das Image einer Partei für Fuzzis mit Leasing-Porsches und Tussis mit Prada-Täschchen. Wo bleibt da der glaubhaft gelebte politische Inhalt?

      • Wenn die anderen Parteien das Ende des Verbrennungsmotors fordern und dann den E-Autos auch noch den Strom abschalten wollen, ist ein Vertreter von Leasing-Porsches eben immer noch das kleinere Übel.

      • Ja, Lindner fährt noch echte Porsches mit Luftkühlung. Das ist dann aber auch schon sein einziges ernst zu nehmendes politisches Statement und ich bin mir nicht sicher, ob das für seine anderen Parteifreunde auch gilt. Was fährt Ihr CDU-Idol Friedrich Merz eigentlich für ein Auto? Mit irgendetwas muss er ja zu seinen Flugzeugen kommen, oder?

      • Höcke lässt sich in einem Audi A8 kutschieren. Aber ich vermute, dass er ihn als großen „Horch“ bezeichnet. Das kommt bei seiner Klientel sicher gut an.

      • Das ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Gut möglich ist Jamaika, was der FDP zahlreiche Wähler zutreiben sollte, die den Einfluss der Grünen begrenzen wollen.

      • Wozu Jamaika, wenn es auch für Schwarz-Grün reicht?
        Die FDP ist zur Zeit überflüssig wie ein Kropf!

      • Aber vielleicht reicht es nicht für Schwarz-Grün, insbesondere wenn Jamaika eine ernsthafte Option ist. Warum sollte dann ein normaler CDU-Wähler nicht für die FDP stimmen, um den Einfluss der Grünen zu reduzieren? Warum stimmen Sie selbst dann nicht für die FDP? Ist Ihnen das Ausdrücken von Protest wirklich wichtiger als eine zumindest kleine reale Verbesserung bzw. das Verhindern einer echten Verschlechterung? Gerade weil die AfD versagt hat, ist die FDP immer noch im Spiel.

      • Ich habe früher immer für die FDP gestimmt. Aber irgendwann ist genug. Ich sehe in einer inzwischen so apolitischen Partei wie der FDP keine Option für Irgendetwas. Wenn ich den Einfluss der CDU erhöhen wollte, müsste ich CSU wählen. Das wäre dann konsequent. Will ich aber nicht. Denn wer CSU wählt, bekommt Merkel (wer FDP wählt, übrigens auch).

      • Das ist dieses Jahr anders als in den 15 Jahren davor. Frau Merkel bleibt uns nur erhalten, wenn es keine klare Regierungsbildung unter Herrn Laschet gibt.

      • Sie übersehen eine Kleinigkeit:
        Herr Laschet in Regierungschef in NRW. Dort kann er eine Regierung nach seinem Gusto bilden, aber nicht in Berlin. In Berlin regiert seit 2005 Angela Merkel.

      • Herr Laschet kann dieses Jahr Kanzler werden und in Abhängigkeit vom Wahlergebnis seine eigene Koalition basteln. Er muss es nur wollen. Wenn er zögert, schlägt die Stunde von Herrn Söder oder steht Frau Merkel immer noch bereit.

      • Söder interessiert das gar nicht und Merkel wird sich ihren Untertanen nach erneutem Geziere selbstverständlich noch einmal gnädigst zur Verfügung stellen.

      • Natürlich kommt die FDP in den Bundestag, aber selbstverständlich wird es bei weitem nicht für schwarzgelb reichen.

      • Warten wir es ab.
        FDP und AfD sind nach meiner Einschätzung bei der diesjährigen Bundestagswahl Kandidaten für die 5%-Hürde. Sie ahnen es nur nicht.

    • Bei Markus Lanz hatte Herr Laschet am Vorabend des Parteitags seine Präferenzordnung offenbart: Schwarz-Gelb > Jamaika > Schwarz-Grün (eine unwahrscheinliche Fortsetzung der Großen Koalition irgendwo dazwischen). Daraus ergibt sich eine riesige Chance für die FDP. Ich fürchte aber, dass Herr Lindner sie nicht zu nutzen versteht.

  7. Ich hätte mir einen Reformer gewünscht, da wäre Merz der einzige gewesen. Er kann binomische Formeln besser umsetzen. Wenn die Pandemie vorbei ist müssen wir dann schauen, dass wir den Anschluss an Amerika und China nicht weiter verpassen. Dazu passt ein Versöhner wie Laschet weniger. Ich hoffe jetzt, dass als erster Schritt jetzt mal zügig die NATO Schulden bezahlt werden.

    • Genau dafür wäre Herr Merz unpassend, weil er zu wenig am gemeinsamen Auftreten von Europa interessiert ist. Deutschland alleine wird weder gegen die USA noch gegen China bestehen können.

      • Ich halte Herrn Merz auch für keine gute ‚Alternative‘.
        Zum einen ist er alles andere als ein Sympathieträger und zum anderen liegt auf der Hand, dass er eher die Interessen von BlackRock vertreten und durchsetzen würde als die des deutschen Mittelstands. Da könnte die CDU auch gleich einen chinesischen Lobbyisten zum Vorsitzenden und nach Merkel (also ab 2053 oder so) zum Bundeskanzler wählen.
        Nichtsdestotrotz kann all das natürlich über die Schwächen des gewählten neuen CDU-Vorsitzenden nicht hinwegtäuschen. Die Strippenzeherin bleibt aber wohl ohnehin Frau Merkel, deren Einfluss unter Friedrich Merz vielleicht etwas gedämpft worden wäre.

      • Frau Merkel wird, wenn sie denn irgendwann tatsächlich geht, keine Strippen mehr ziehen, bis dahin aber sehr wohl, so auch gestern.

      • Sag ich doch. Sie wird weiter Strippen ziehen, denn sie wird so schnell nicht gehen …

      • Diese EU unter Frau von der Leyen kann aber nicht einmal ordentlich in Deutschland entwickelte Impfstoffe bestellen. Richtig wäre eine echte Zusammenarbeit mit allen westlichen Demokratien, nicht die absichtliche Schwächung der eigenen Demokratie, Volkswirtschaft und inzwischen auch Volksgesundheit.

      • Ich würde sauber trennen zwischen der EU und Europa. Es gibt zahlreiche erfolgreiche europäische Staaten, die nicht in der EU sind und mit denen man zusammenarbeiten sollte: Norwegen, Schweiz,…

      • Sie sollten UK nicht vergessen. Die EU in ihrer heutigen Form ist jedoch mehr schädlich als nützlich. In Europa gibt es außerdem noch Länder, mit denen eine Zusammenarbeit zumindest schwierig ist, insbesondere Russland, aber auch Weißrussland und mit einem kleinen Fitzel die Türkei.

  8. Die AfD kann gerade wahrscheinlich ihr Glück kaum fassen. Die Union ist die beste Lebensversicherung. So viele Probleme in den letzten Monaten bei der AfD, aber egal, da man nun einen Wahlkampf um die Merz Wähler führen kann. Hinzu kommt, dass die CDU in Thüringen mit RRG indirekt regiert, die FDP dabei kräftig geholfen hat, da man den eigenen Ministerpräsident kurz nach der Wahl wieder fallen lassen hat, überhaupt die von Merkel erwünschte Neuwahl ermöglicht. Welcher Konservative oder Liberale kann so eine Union oder FDP noch wählen? Ja, in den neuen Bundesländern wird die Bundestagswahl nicht entschieden, aber allein dort kann die Afd nun wieder ihre 30 Prozent schaffen, Direktmandate gewinnen, was für die Symbolik wichtig ist. Schafft es die Afd, einen ordentlichen Spitzenkandidat aufzustellen, der Charisma hat, Wähler in den alten Bundesländern ansprechen kann? Mal sehen… Jedenfalls scheint die Union der persönliche Rettungssanitäter der Afd zu sein, immer bereit, sie ins Leben zurückzuholen! Für mich gibt es nur Nichtwählerschaft oder AfD. Noch habe ich mich nicht entschieden.

    PS: In Thüringen wurde die Landtagswahl auf die Bundestagswahl verschoben…von RRG und CDU. Kann es sein, dass man Zeit gewinnen will bis Sommer, bis der Lockdown vorbei, Impfungen erfolgt sind, da aktuell bei Wahlen wohl AfD und FDP profitieren würden?

    • Eigentlich müssten für die AfD zur Bundestagswahl 30% drin sein. Aber leider nur eigentlich, solange die Höckes nicht gehen und die Dilgers nicht zurückkommen…!

      • Welche praktikablen Ideen haben Sie, Höcke, Gauland und Co. aus der AfD zu komplimentieren? Von selbst gehen die ja nicht …

      • Wenn Sie die AfD wirklich noch einmal umkrempeln wollen, sollten Sie sich darauf konzentrieren, dass möglichst viele gute Kandidaten zur Bundestagswahl aufgestellt werden. Der Höcke-Flügel hat nicht die Mehrheit und könnte nur in den neuen Bundesländern ein paar Mandate ergattern, wenn alle anderen sich einig und nicht so opportunistisch sowie kurzsichtig wären.

      • Der Flügel ist nicht das einzige Problem. Es gibt da noch die profillosen Karrieristen, die sich jeder Strömung andienen, nur um einen Job zu bekommen, etliche Sozialisten und auch die Maximaletatisten. Bis zu den Aufstellungsversammlungen zur Bundestagswahl 2021 (die zum Teil ja auch schon gelaufen sind) lässt sich das nicht mehr entzerren. Das wäre also eher ein langfristiges Projekt. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser Rhein, Donau und Elbe hinunter.

      • Immerhin sprechen die Mehrheitsverhältnisse im Bundesvorstand und im kürzlich nachgewählten Landesvorstand Niedersachsens eine andere Sprache. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob Jörg Meuthen genügend Tempo zulegt, um diese Gelegenheit auch zu nutzen. Besonders groß ist das dafür zur Verfügung stehende Zeitfenster nämlich nicht.

      • Das wird beides nicht passieren. Aber warum stellt die AfD nicht prominente Kandidaten von außerhalb der Partei auf, z. B. das „Quartett des Grauens“, für welches die FAS umsonst wirbt? Selbst die reinen Pöstchenjäger müssten doch eigentlich erkennen können, dass solche Kandidaten viel mehr Mandate und damit verbundene Posten bringen als kosten.

      • Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst?
        Zwei Professoren, die sich politisch verbrannt haben, Mäxchen Otte und Amarone-Krall als Dreamteam? Warum nicht noch Mr. Dax und vielleicht noch Lodda Matthäus oder Oli Kahn um das halbe Dutzend voll zu machen? 😂

      • Diese „Kandidaten“ in spe kennt doch Otto Normalbürger überhaupt nicht. Und zumindest Max Otte würde genau wie Amarone-Krall nur Politik in eigener Sache machen. Wobei ich Markus Krall als Superminister für Önologie und Nahrungswirtschaftslobbyismus durchaus ähnliche Qualitäten zutraue wie der derzeitigen Amtsinhaberin Julia Nestlé Klöckner.

      • Ich denke nicht, dass sich Millionäre wie Otte oder Krall in die Niederungen der Tagespolitik der AfD begeben würden. Natürlich würde ein Max Otte der AfD mit seiner Bekanntheit Stimmen bringen. Natürlich würde er auch wertvolle Sachkenntnis einbringen. Aber von der Seite kommentiert es sich eben doch am besten. Nicht zu vergessen, dass er sich längst mit Teilen der Partei verzankt hat.

        Otte bezeichnet sich selbst als reich, Merz als gehobene Mittelschicht, das spricht für eine gesunde Selbsteinschätzung. Warum er im Machtkampf der AfD als CDU-Mitglied für den Flügel Partei ergreift, wissen allerdings nur die Götter.

      • Das ist wirklich absurd, dass Herr Otte für den Höcke-Flügel in der AfD kämpft. Das spricht doch dagegen, ihn irgendwo aufzustellen. Aus reiner CDU Sicht könnte das natürlich eine Taktik sein, um die AfD zu zerstören, doch er scheint da echte Sympathien zu haben.

      • Interessante These (um nicht zu sagen „Verschwörungstheorie“ 😂). Max Otte ein weiterer CDU-Agent Provocateur im Dunstkreis der AfD? Gar nicht mal so unwahrscheinlich …

      • @ 300sel
        Ich weiß nicht, was Sie gegen Markus Krall haben…?
        Max Otte fand ich lange auch gut, aber seine Parteinahme für den „Flügel“ hat mich schockiert.

      • @francomacorisano

        Markus Krall ist in erster Linie Lobbyist seines Arbeitgebers Degussa-Goldhandel.

      • Aber Markus Krall hat verdammt viel Sachverstand und kann komplizierte Vorgänge gut erklären. Im AfD-Bundesvorstand könnten wir ihn gut gebrauchen.

      • Dann lieber gleich Dirk Müller. Der ist erheblich unterhaltsamer.

    • Welcher Konservative oder gar Liberale kann diese AfD noch wählen? Um die Grünen zu schwächen, müssen bürgerliche Wähler einmal mehr CDU oder FDP wählen. Echte Erneuerung sähe anders aus, aber die Alternativen sind schlechter einschließlich der Alternative für Deutschland.

  9. MP Armin Laschet agiert – aktueller Stand – analog Klon von Kanzlerin Merkels Gnaden.

    Ist ein Verwalter, kein Gestalter , farb- und ideenlos, jedenfalls wird, kann und will er Deutschland nicht vom Mehltau befreien.

    Deutschland größtes – noch – Industrieareal NRW wird weiter deindustrialisiert, Abgabe von Souveränität ans Monster EU nur logische Folge. D o r t wird Deutschland verwaltet. Er will auf keinen Fall in einen harten Wettbewerb mit anderen europ. Nationen treten, sein Credo ist doch Solidarität und damit kann er problemlos auch mit der SPD koalieren, Stimmen dieser Wählerklientel sind ihm sicher.

    Trauerspiel für junge , dynamischen Frauen und Männer die Zukunft gestalten wollen und mit Kompetenz könnten.

    Bedauerlich dass die Entscheider in der Wirtschaft keinen wesentlichen Einfluss auf die Wahl genommen haben. Kurzsichtig wie bisher will man bequem aus dem klimatisierten Büro agieren.

    MP Söder ? Mit Aussage zum nahenden Ende vom Verbrennungsmotors ist der doch bei männlichen Wählern – sofern noch bei Verstand – unten durch auch wenn Meinungsumfragen in Bayern diametral sind.

      • Herr Söder hat keinerlei Überzeugungen, aber auch keine realen Erfolge vorzuweisen. Seine hohen Beliebtsheitswerte sind ähnlich absurd wie die von Herrn Spahn oder Frau Merkel.

      • Innerhalb Bayerns hat Markus Söder sehr wohl Erfolge vorzuweisen. Zum Beispiel die Dezentralisierung von Hochschulen und Ministerien, die so manche strukturschwache Region sehr beflügelt.

    • Herr Laschet ist tatsächlich mehr Verwalter als Gestalter. Aber wollen Sie wirklich Gestaltung z. B. durch Herrn Söder oder Frau Baerbock? Bei den Corona-Maßnahmen war Herr Laschet auch eher ein Bremser als ein aktiver Feind von Grundrechten wie Herr Söder, ebenso bei der Abschaffung der deutschen Automobilindustrie.

  10. Hier noch der aktuelle Wahl-O-Matrix-Mittelwert – der letzte aus der VLÄ (Vor-Laschet-Ära):

    Schwarz–Grün: 55,1 %
    Schwarz–Rot: 51,0 %
    Schwarz–Gelb: 42,6 %
    Grün–Rot–Dunkelrot: 41,9 %
    Grün–Rot–Gelb (Ampel): 40,4 %

    Quelle: https://juergenfritz.com/2021/01/17/der-letzte-bundestagswahltrend-vor-laschet/

    Einzige Regierungsoptionen sind demnach Schwarz-Grün oder die Fortsetzung der „Großen Koalition“ (die ihren Namen wegen der geschrumpften SPD schon lange nicht mehr verdient).

    Man darf gespannt sein, wie der nächste Bundestagswahltrend für die Unionsparteien aussieht …

    • Jamaika wäre natürlich auch möglich, wobei es witzlos ist, solange Schwarz-Grün eine eigene Mehrheit hat. Den Grünen können wir schlecht Stimmen klauen, aber was spricht gegen eine Umverteilung von der Union, aber auch AfD und vor allem von den Nichtwählern zur FDP? Außerdem werden die Grünen in den Umfragen systematisch überschätzt.

      • Die FDP ist doch völlig uninteressant geworden.
        Karrieristen in Feinripp-Unterhemden auf Wahlplakaten?
        Telekom-Magenta als neues Branding?
        Wer braucht so eine Partei?

      • In einer anständigen Demokratie bräuchte niemand eine solche Partei, doch im Realsozialismus ist der Blinde mit Krückstock König.

      • Nicht einmal das. Die FDP ist nur noch ein reines Marketingtool für eine Handvoll Politkarrieristen. Mehr ist von ihr nicht geblieben.

      • Es wäre ein Wunder, wenn Schwarz-Grün nicht möglich wäre. Das wäre nur denkbar, wenn Scholz tatsächlich mal Taten statt nur Worte sprechen lässt und die Grünen ausreichend schwächt. Zudem wären gute Ergebnisse der AfD und FDP nötig. Zu 80% sehen wir im Herbst Schwarz-Grün, wobei das noch schlimmer als aktuell Schwarz-Rot wäre.

        Ansonsten haben wir im März Landtagswahlen im Ausnahmezustand wie bereits 2016. Sollte die Umfragen das Meinungsbild in der Corona Krise falsch einschätzen und bestimmte Parteien davon systematisch profitieren, dann werden wir das bei den Wahlen erfahren.

      • Schwarz-Grün ist für sich genommen tatsächlich schlimmer als Schwarz-Rot, Herr Laschet allerdings trotz aller Schwächen besser als Frau Merkel. Eine Deutschland-Koalition wäre auch noch möglich.

      • Warum sollte die CDU eine „Deutschland-Koalition“ eingehen, wenn sie auch mit nur einem Koalitionspartner regieren kann und sich (wie die Grünen selbst auch) bereits dafür warm läuft?

      • Das sehe ich nicht so. Jeder wirklich kleine Koalitionspartner könnte das Bündnis leicht unter Druck setzen, in dem er droht, es platzen zu lassen. Eine verfettete SPD hingegen, die viel zu viele Mitarbeiter beschäftigt und durchfüttern muss, wird immer dankbar für die Rolle des Juniorpartners in einer „GroKo“ sein und die Grünen sind auf dem besten Weg, es ihr gleich zu tun.

      • Die Grünen wollen mehr. Das ist vielleicht sogar der Hauptgrund für ihren Erfolg. Die Wähler spüren, dass sie nicht nur hinter Posten her sind, sondern auch an ihre Richtung glauben. Das finde ich grundsätzlich gut, nur die konkrete Richtung nicht.

      • Noch glauben die meisten Grünen ihren eigenen Blödsinn vielleicht. Wie Sie an Boris Palmer sehen, gibt es aber auch Zweifler.

      • Herr Palmer ist doch auch ein Überzeugungstäter, nur hat er z. T. andere Überzeugungen als die meisten Grünen, vielleicht weil er als Oberbürgermeister mehr Kontakt mit der Realität hat.

      • Na das meinte ich doch. Also nicht, dass Boris Palmer keine Überzeugungen hätte, sondern eben andere, eigene. Und zwar solche, die mehr mit der Realität zu tun haben. Die meisten Grünen hingegen sind in Städten lebende Tagträumer, die gerne das ihre Städte umgebende Land in Wind- und Solarparks verwandeln wollen und billigend oder unwissend (?) in Kauf nehmen, dass in fernen Ländern seltene Erden unter widrigsten Bedingungen abgebaut werden, damit sie in ihrer Stadt emissionsfrei Bus, Auto oder E-Bike fahren können. Wie die ethische und energetische Gesamtbilanz ihres grünen Lifestyle aussieht, interessiert sie nicht.

  11. Sollte die Werteunion tatsächlich den Mut haben, sich abzuspalten, empfehle ich als Name der neuen Partei: Die Christlich Demokratische Partei (CDP) – die wahren Christdemokraten.

      • Friedrich Merz hat ganz sicher keine Ambitionen, eine 5%+X Partei anzuführen. Sonst könnte er genauso gut versuchen, die FDP zu kapern. Wird er aber nicht, da er sich ja für einen ganz, ganz Großen hält.

      • Ja, aber Friedrich Merz ist nicht ‚Friedrich der Große‘, sondern hält sich nur dafür.

    • Mit dem notorisch blasphemisch von den Unionsparteien missbrauchten Adjektiv „christlich“ lockt man doch heute keinen Wähler mehr hinterm Ofen vor.

    • Es gibt einen neuen, jungen und interessanten BuVo-Kandidaten der WU, Felix Schönherr, der die Loslösung von der Union will. Wenn die AfD sich spaltet, etwa wg. VS-Beobachtung, sieht er die Chance für eine neue Partei, anderenfalls sollte die WU ein tatsächlich überparteilicher Verein werden.

      • Eine neue Partei hätte doch bessere Chancen, wenn die AfD sich nicht spaltet, sondern die ganzen Problembären behält. Ich bin nicht sicher, ob die WerteUnion allein die kritische Größe hätte, zumal nicht alle die CDU verlassen würden. Doch mit zwei, drei echten Prominenten wäre die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen.

  12. Hätte, hätte Fahrradkette wenn Merkel nicht so gesundheitlich angeschlagen wäre, würde sie bis zum biblischen Alter Kanzler spielen. Motto Adenauer. In ihrer Abdankungsurkunde wird sie schon eindeutige Worte für ihren Nachfolger und eine Reihe von Höflingen hinterlassen die ihren Willen
    weiter tragen sollen. Mit wem eine CDU regiert ist doch der CDU egal, Hauptsache man regiert.
    Eine starke Opposition kann sich nicht entwickeln dafür ist der Politikbetrieb zu komplex. Meine Meinung deine Meinung wird innerhalb der Orga . zu persönlich genommen und nicht dem großen gemeinsamen Nenner untergeordnet. Die Krux der AFD. Deutschland hat fertig.

    • Macht lässt sich nicht so einfach übertragen, insbesondere da Frau Merkel alle potentiellen Konkurrenten ausgeschaltet hat. Frau Kramp-Karrenbauer konnte sie zwar wählen lassen, aber nicht als ihre Nachfolgerin durchsetzen. Die Wahl von Herrn Laschet war auch kein reiner Selbstläufer und er selbst wird sich von ihr abzusetzen versuchen, sobald er einmal Kanzler ist.

      Was ist denn der gemeinsame Nenner mit Hern Höcke?

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