Trump-Anhänger stürmen Kapitol und Demokraten gewinnen Senatsmehrheit

Die ‚Wahlleute wähl[t]en Biden zum Präsidenten‘ wie zuvor die Wähler. Das sollte heute offiziell vom Kongress bestätigt werden, was auch Donald Trumps Vizepräsident Mike Pence verfassungsgemäß verkünden wollte, woraufhin er sogleich von Trump-Anhängern als Verräter beschimpft wurde. Der schlechte Wahlverlierer hetzte seine Anhänger sogar auf, gewaltsam ins Kapitol einzudringen, was keineswegs so harmlos ablief wie letztes Jahr beim Reichstag, sondern eher einem Putschversuch ähnelte und zu mindestens einer Toten und der Unterbrechung der Kongresssitzung führte (siehe „Trump-Anhänger dringen in Kapitol ein – US-Nationalgarde muss eingreifen“). Das wäre ein echter Grund zur Amtsenthebung von Donald Trump, wenn er nicht ohnehin schon abgewählt worden wäre.

Zuvor hatte der noch amtierende Präsident auch dafür gesorgt, dass die Republikaner beide Senatssitze bei den gestrigen Stichwahlen in Georgia verlieren. Dadurch haben die Demokraten nicht nur im Repräsentatenhaus die Mehrheit, sondern auch hauchdünn im Senat, da beide Parteien je 50 Senatoren haben, aber bei einem Patt die Stimme der künftigen Vizepräsidentin Kamala Harris den Ausschlag gibt. Noch gestern hatte ich das nicht erwartet und auch nicht befürwortet, weil so die Demokraten durchregieren könnten, was die USA noch mehr spalten würde. Der heutige Tag bestätigt aber noch einmal, dass Donald Trump völlig undemokratisch ist und sich die Republikaner von ihm befreien müssen, was in der von ihm herbeigeführten völligen Opposition am ehesten gelingt. Die USA sind hingegen eine gefestigte Demokratie, die selbst so einen Präsidenten übersteht.

72 Gedanken zu „Trump-Anhänger stürmen Kapitol und Demokraten gewinnen Senatsmehrheit

  1. Es ist gut, dass Sie sich so klar positionieren. Ich sah den Präsidenten über eine lange Zeit positiver als viele Mitbürger, aber seit seiner Wahlniederlage habe ich zunehmend den Respekt verloren. Das Aufstacheln vor der Stürmung des Kapitols setzt dem die Krone auf. Er müsste dafür juristisch zur Verantwortung gezogen werden, auch wenn die Gefahr eines echten Putsches wohl nicht bestand, da das Militär etc. diesbezüglich nicht auf seiner Seite standen bzw. stehen.

    • Donald Trump hat es jetzt endgültig übertrieben. Der harte Kern seiner Anhänger wird jetzt noch fanatischer, alle anderen wenden sich mit Grausen ab. Er dementiert einfach seine Niederlage, die nicht nur eindeutig war, sondern auch historisch ausgeprägt. So hat er nicht nur die Wiederwahl als Präsident verloren, was selten genug vorkommt, sondern für die Republikaner nach dem Repräsentantenhaus nun auch den Senat.

  2. Im Hinblick auf die üble Beleidung des christlichen Glaubens („Amen und Awoman„) empfinde ich für die Stürmung des Capitols eine klammheimliche Freude:
    https://www.die-tagespost.de/politik/aktuell/amen-and-awoman-us-kongress-fuehrt-gendersprache-ein;art315,214887
    Hätte sich irgendjemand getraut, genderische Wortspielereien über „Allah“ oder „Mohammed“ zu machen…??? Bei einer Stürmung durch radikale Mohammedaner wäre das Capitol niedergebrannt und gesprengt worden…!!!

    • Aha. Wegen eines Wortspiels empfinden Sie klammheimliche Freude darüber, dass ein Präsident zum Sturz der Demokratie aufruft? Dann haben Sie entweder die Ernst der Lage nicht erkannt oder Sie sind kein Demokrat und sollten erwägen, Ihren Wohnsitz von der DOMREP z.B. nach Nordkorea zu verlegen. Dann freuen wir uns auf Ihre Kommentare von dort zur deutschen und internationalen Politik

    • Die künstlichen Änderungen der Sprache sind tatsächlich abzulehnen, in Deutschland ist es z.B. das Gendersternchen. Die Frage ist, ob solche kulturellen Aspekte dazu beitragen, dass sich ein Teil der amerikanischen Gesellschaft radikalisiert. Oder sind es ökonomische Aspekte (Ungleichheit, gesunkenes reales Einkommen in vielen Teilen der Bevölkerung)? Oder weißes Vormachtdenken bzw. Rassismus?

      • Die verschiedenen Aspekte kommen zusammen und es gibt doch eine vergleichbare Radikalisierung auch auf linker Seite, die z. T. sogar als Vorbild für rechte Demagogen dient.

    • Was wäre wohl passiert, wenn afro-amerikanische Staatsbürger als Teil der Black Lives Matter-Bewegung das Kapitol gestürmt hätten? Sie wären vermutlich alle direkt erschossen worden.

      • Keine Sorge. Kein Schwarzer wäre zu Schaden gekommen. Joe Biden hätte ihnen – politisch korrekt – höchstpersönlich den Roten Teppich ausgerollt. Stand aber diesmal nicht im Drehbuch. Vielleicht beim nächsten Showspektakel.

      • Das wäre tatsächlich bei einem Präsidenten Joe Biden möglich. Das Eindringen von Klimaaktivisten in den Reichstag wurde doch auch viel weniger skandalisiert als das von Gegnern der Corona-Maßnahmen.

      • Es wären nicht alle erschossen worden, aber die Erstürmung wäre wohl durch den sofortigen Einsatz der Nationalgarde verhindert worden. Es ist zu bedenken, dass der Präsident selbst hinter dem Angriff auf das Kapitol steckte, statt es zu verteidigen. Die Erstürmung erfolgte auch nicht irgendwann, sondern genau dann, als sein Nachfolger offiziell als nächster Präsident bestätigt und ausgerufen werden sollte. Das gelang schließlich mit Verzögerung und Donald Trump hat inzwischen eingeräumt, am 20. Januar freiwillig zu gehen.

    • „A-women“ ist natürlich völlig Unsinn. Vergleichbares greift leider auch bei uns um sich. Trotzdem kann man das überhaupt nicht mit den Verfehlungen von Donald Trump und seinen Anhängern vergleichen.

      Islamisten hätten das Kapitol wohl nicht erstürmen können – außer bei einem islamistischen Präsidenten im Weißen Haus, unter dem es mit der Demokratie dann allerdings tatsächlich vorbei wäre.

  3. Mir ist unverständlich, wie so etwas überhaupt passieren kann.

    Was waren das für Leute, die das Kapitol gestürmt haben?
    Ist das Kapitol denn nicht weiträumig abgesichert?
    Und falls nicht – warum nicht?
    Oder wurde die ganze Nummer vielleicht nur als Show für die anwesenden Medien inszeniert?

    Und wenn ich dann noch so etwas lese (Willy Wimmer ist schließlich nicht irgendwer) …
    [Link auf völligen Unsinn entfernt, AD.]
    …ist das ernst zu nehmen oder nicht?

    Fragen über Fragen.

    • Das Kapitol hat eine eigene Polizei, die darauf jedoch nicht vorbereitet war und auch nicht hinreichend groß. Die Nationalgarde hielt sich anfangs heraus, insbesondere da sie eigentlich der Präsident hätte entsenden müssen, der aber doch gerade erst seine Anhänger zum Kapitol geschickt hatte.

      • Der Artikel ist nicht frei lesbar. Sein erster Tweet dazu lautete: „Unfassbare Szenen im US #capitol #CNN einschalten Sofort“. Das ist schon sehr bemerkenswert für einen prominenten Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der immer höhere Zwangsbeiträge fordert.

        Aber wahrscheinlich meinen Sie diesen Tweet: „Wer schon oft durch die vielen sicherheitsschranken des #Capitol gegangen ist, angeschissen wurde wegen eines einzigen falschen Schritts. Wer die zig Millionen teuren unterirdischen sichehrheitsnlagen kennt, muss sich fragen, wie diese Stürmung so leicht sein konnte“. Dabei ist die Erklärung doch ganz einfach: Der Kongress ist die Legislative, die von der Exekutive geschützt werden müsste. Doch der Präsident hat die Stürmung nicht nur „billigend in Kauf genommen“, sondern dazu aufgerufen. Es war seine Inszenierung.

      • Ja, ich meinte den zweiten Tweet von Claus Kleber. Dieser findet sich auch in dem von mir verlinkten Artikel der DWN.

        Dass das ganze eine inszenierte Show (leider mit Toten) gewesen ist, denke ich schon auch. Zudem die offenbar bestens vorab informierten Kamerateams von CNN & Co. bereits Gewehr bei Fuß standen und erstaunlich professionell inszenierte Bilder lieferten.

        Allerdings frage ich mich, wie die zuständige Kapitol-Polizei und andere Sicherheitskräfte einen derartigen Irrsinn überhaupt zulassen konnten. Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.

      • Donald Trump hat bei dieser Show in der Tat keine gute Figur abgegeben. Trotzdem bleibt die Frage, wie ein Mob von Clowns und militanten Fanatikern einfach mal eben an der Capitol Police und anderen Sicherheitskräften vorbei das Kapitol stürmen kann.

      • Das wurde doch auch schon geklärt. Die Kapitol-Polizei ist zu klein und hätte höchstens viel mehr schießen können auf größtenteils unbewaffnete Demonstranten. Wäre Ihnen das lieber gewesen?

      • Dass die Capitol Police zu klein sei, kann doch nicht wirklich ein ernsthaftes Argument sein. Die Dienste wussten sicher, dass an diesem Tag mit größeren Protesten zu rechnen war.

        Eine Bekannte in den USA (Deutsche) schildert mir die Situation folgendermaßen:

        „Das Capitol wurde „gestürmt“ von der Antifa. Du musst Dir dass genauso vorstellen wie in Berlin mit dem Reichstag, wo extrem wenig Polizisten die dann nachdem der Plan aufging die Sperren aufmachten die Antifanten reinkamen und dann halt auch ein paar Trump Anhänger mitgerannt sind. Das CNN Kamerateam stand parat und Nancy Polosi hatte Ihre Show. Ein völlig abgekartetes Spiel.
        Das Italien, ich habe hier gehört der Alte Premier Renzi an den Wahlmanipulationen der Mafia beteiligt sein soll, ist wohl sicher. Die Spuren gehen wohl vom Server in Frankfurt direkt nach Italien.
        Es wurden nicht registrierte neue, ergo nicht gefaltete Wahlzettel für 10 $ das Stück zu Gunsten von Biden gefälscht hier direkt in den Staaten, dafür wurden diverse Kisten echte Wahlzettel vernichtet bzw. auf dem Müll gefunden. Ein italienischer Mafiaboss in den USA war damit betraut.
        Die nächsten 2 Wochen werden spannend und belastend, denn die Hochverräter haben sich geoutet, auch etliche wo man es nicht dachte unter den Republikanern.
        Pence war 50:50 Chance, dass er einsieht, dass er längst als Verbrecher aufgeflogen ist und die Chance zum Guten nutzt.
        Es gibt mehr Wähler wie registrierte Wähler, viele Tote haben aus dem Jenseits vermutlich gewählt. Wahlfälschungen durch Programmierungen sind erfolgt.
        Deshalb waren viele Schwingstaaten plötzlich in den Auszählungen gestoppt obwohl über 90 Prozent bereits gezählt waren und Tage später wie durch ein Wunder hat dann trotz Trump Vorsprung Biden gewonnen. Kriminelle auf höchstem Niveau. Biden ist nur vorgeschoben, denn der ist so krank und hatte extreme Ausfälle hier. Man vermutet, dass der nur vorgeschoben wurde für Kamala.“

        Ausnahmslos alle US-Amerikaner, die ich kenne (auch solche, die in Deutschland leben) denken ähnlich. Keiner davon ist politisch engagiert. Nur ein Freund, der Deutscher ist und länger in USA gelebt hat (was aber schon gut zwanzig Jahre zurückliegt), sieht es nicht so.

        Alles nur Verschwörungstheorie?

      • Das ist alles Unsinn ohne einen einzigen Beleg. Wenn es solche gäbe, warum hat Präsident Trump diese nicht in seinen zahlreichen Anfechtungsverfahren gegen das Wahlergebnis vorgelegt? Warum verlinken Sie keine halbwegs seriösen Quellen? Wenn es so einfach wäre, warum hat dann der Präsident, der es doch auch sonst mit der Wahrheit und dem Recht nicht so genau nimmt, nicht selbst die Wahlen zu manipulieren versucht? 2016 hat das doch schon einmal geklappt…

      • Ich maße mir nicht an, den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen oder der hierzulande durchdringenden Medienberichterstattung beurteilen zu können. Ferndiagnosen überlasse ich lieber dafür bekannten Spekulanten. Aber ich meine anhand der Einschätzung der mir persönlich bekannten US-Amerikaner und Personen, die in USA leben bzw. länger gelebt haben, zu spüren, dass die Stimmung in den USA wohl nicht so ist, wie die meisten Menschen in Mitteleuropa es annehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

      • Sie sollten zwischen Fakten und Stimmung unterscheiden. Die Stimmung ist tatsächlich so, dass Donald Trump bei dieser Wahl mehr Stimmen bekam als jemals ein US-Präsidentschaftskandidat zuvor einschließlich ihm selbst 2016. Nur Joe Biden hatte diesmal 7 Millionen Stimmen mehr, insbesondere wegen Donald Trump, der eben seine Gegner noch stärker mobilisiert hat als seine Anhänger. Von diesen halten ihm viele immer noch die Treue und ihn ohne jede sachlichen Grund für den Wahlgewinner. Das untergräbt die Demokratie, die davon lebt, dass man Niederlagen und den Wahlerfolg des politischen Gegners akzeptiert.

      • Ich bewerte das doch gar nicht. Nur halte ich nicht alles für „Fakten“, was uns von den diese ausgebenden Pressestellen als Fakten verkauft wird. Dafür gab es gerade aus den USA schon viel zu viele „Alternative Fakten“ (denken Sie z.B. nur an Saddam Husseins angebliche Massenvernichtungswaffen). Auch der Sturm des Kapitols wirft erhebliche Fragen auf.

      • Doch, Sie bewerten offensichtlichen Unsinn als irgendwie ernstzunehmen und diskutierenswert. Wer demokratische Wahlergebnisse anzweifelt, muss stichhaltige Beweise vorbringen. Die Verfahren, wie darüber entschieden wird, sind Teil der Demokratie und des Rechtsstaats. Bei einem Fussballspiel gilt doch auch die Schiedsrichterentscheidung, wenn sie nicht von einem zuständigen Gremium als offensichtlich fehlerhaft aufgehoben wird, selbst wenn an der sachlichen Richtigkeit Zweifel bestehen bleiben oder manchmal sogar beim nachträglichen Nachweis einer Fehlentscheidung.

      • Nein, ich bewerte keineswegs.
        Wenn ich etwas zitiere und damit zur Diskussion stelle, bedeutet das nicht, dass ich selbst es mir zu eigen mache. Das müsste gerade Ihnen als Wissenschaftler doch bewusst sein.

      • Sie haben nichts zitiert, sondern behaupten Unsinn vom Hörensagen, den Sie dann argumentativ weder verteidigen können noch wollen. Das ist hier unerwünscht.

      • Wenn ich etwas ausdrücklich in Anführungszeichen setze und sogar darauf hinweise, dass ich mir das nicht zu eigen mache – wie oben geschehen – dann soll das trotzdem kein Zitat sein?
        Das finde ich schon sehr schräg, Herr Dilger.

      • Wer ist denn Ihre anonyme Bekannte und wie kommt sie zu solchen Behauptungen, die Sie sich selbst angeblich nicht zutrauen? Woher sollen wir wissen, dass Sie sich das nicht alles nur ausgedacht haben, und sind Ihnen die Ungereimtheiten nicht selbst aufgefallen und peinlich?

      • Ich bin doch nicht verpflichtet, hier Dritte vor Ihr Tribunal zu zerren.
        Geht´s noch?

      • Umgekehrt, Sie sollen hier keinen Unsinn verbreiten. Hat Ihre Bekannte Ihnen das überhaupt erlaubt? Wenn ja, könnte sie es doch selbst posten. Wenn nein, dürfen Sie sie hier gar nicht zitieren.

      • Dass ich eine für Sie anonyme Quelle zitiere, bedeutet nicht, dass ich sie Ihnen offen legen muss. Guten Tag noch. Für mich ist diese unsinnige Diskussion hiermit beendet.

      • Sie verbreiten hier Unsinn, zu dem Sie nicht stehen, und verstecken sich hinter einer angeblichen Bekannten, die Sie nicht nennen. Das ist reine Trollerei und ich hätte meinem ersten Impuls folgen sollen, das nicht freizugeben.

      • Witziger Bericht ihrer Bekannten. „Schwingstaaten“ klingt wie eine Mischung aus Schwein und Swingerclub, mithin koprologisch.

  4. Frustrierend , irreal die ganze Situation .

    Trump hat überzogen, hat es vermasselt. Man wendet sich von diesem Irren als Präsidenten ohne Moral, Ethik, ohne Verstand ab. Keine Träne.

      • Der sehr gute Präsident Trump hat ganz am Ende einen Fehler begangen. Dennoch war er ein Friedenspräsident, der sehr viel Gutes für die Menschen getan hat. Der Abgang selbst aber ist es, der ihn unsterblich gemacht hat.

  5. Mit der Mehrheit im Senat können nun die Ziele zur CO2-Reduktion in den USA verfolgt werden. Die USA sind der zweitgrößte CO2-Emitttent der Welt und somit dürfte es auch für den Rest der Welt relevant sein, ob und inwieweit die ökologische Wende in den USA durchgesetzt wird. Mir persönlich ist es völlig egal, welche von den beiden Partei regiert, solange nun politische Maßnahmen zur CO2-Reduktion eingeleitet werden. Der Sturm auf das Kapitol zeigt nur, dass es womöglich zu weiteren massiven Auseinandersetzungen in dieser „Kulturrevolution“ kommen wird.

    • Die Emissionen gehen in den USA ohnehin absolut und vor allem relativ zurück. In China steigen sie noch trotz aller Lippenbekenntnisse und auch andere Länder wie Indien werden mehr zusätzlich emittieren, als wir überhaupt noch einsparen können.

      • China ist nach wie vor die Werkbank und Montagehalle der ach so grünen westlichen Welt, die sich immer noch blöd konsumiert. Tendenz steigend, nicht fallend. Dass die dafür benötigte Energie überwiegend kein „Ökostrom“ (jedenfalls nicht i.S. von ökologisch) ist, sollte doch jedem klar sein.

      • Nö, hier freut man sich über die tolle Ökobilanz, wenn energieintensive Produkte aus China und der Strom aus französischen AKWs sowie polnischen Kohlekraftwerken geliefert werden.

  6. Donald Trump hat eine breite Basis. Die Republikaner sollen sich von vielleicht bis zu 30 % ihrer Wähler in manchen Bundesstaaten verabschieden, damit man sogar in Bundesstaaten, wo man 60 bis 70 % in der Regel bekommt, plötzlich Angst haben muss, gegen die Demokraten zu verlieren? Ohne Trump Wähler könnten die Republikaner weitere Südstaaten verlieren, was schon ausreicht, um keine Chance zukünftig zu haben, den Präsidenten zu stellen. Wenn die Demokraten nicht einen Kurs wählen, wie ihn diese 4 linksextremistischen Frauen wollen, haben die Republikaner ohne ihren rechten Rand schlicht keine Chance, da Wechselwaehler in den USA vielleicht lediglich zwischen 10 bis 20 % ausmachen. Mag sein, dass wie in Deutschland jetzt viele Politiker der Republikaner die Seiten wechseln und auf Kuschelkurs mit den Demokraten und den Medien gehen. Jedoch werden in den USA die Kandidaten in Vorwahlen von der Basis gewählt, wie in Deutschland bspw. die Union kann man in den USA nicht den Willen der Basis ignorieren. Wenn die Romney und Co. sich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, das Feld zersplittert ist, hat die Trump Basis gute Chancen, den nächsten Kandidaten wieder in den Vorwahlen mit ungefähr 30 % und mehr zu bestimmen.
    Was auch diejenigen, die jetzt davon reden, Trump einzusperren, bedenken sollten. Es reicht aus, wenn 1 % seiner Anhänger ein Trump vor Gericht oder sogar im Gefängnis nicht akzeptieren, und die USA brennt. Was ist besser, ein Trump der täglich Golf spielt, oder ein Trump vor Gericht oder im Gefängnis, was die Gesellschaft noch mehr spalten, Anschläge und mehr wahrscheinlich macht? Davon abgesehen, dass dann seine Tochter antreten wird und ihn begnadigt, wenn sie zur Präsidentin gewählt wird. Mag sein, dass auch Wähler der Republikaner Trump loshaben wollen, im Gefängnis wollen sie ihn deshalb noch lange nicht sehen.

      • Wieder so eine geniale Ferndiagnose, Herr Sodenkamp. Wie machen Sie das nur? Wo lernt man das?

      • Menschen wie Sie sind das Problem in der deutschen und amerikanischen Gesellschaft. Im Hass versunken noch das Streichholz am Pulverfass zünden. Ihre Denkweise erinnert an totalitäre Systeme. Wer mir bzw. wessen Verhalten mir nicht gefällt, ist krank und gehört in die Psychiatrie weggesperrt. Sie scheinen keinerlei Ahnung zu haben, was in einer Psychiatrie abgeht, was dort für Menschen sind. Trump ist im Vergleich zu jenen kerngesund, auch wenn vielleicht manche Verhaltensweisen von ihm nicht dem Durchschnitt entspricht, gewöhnungsbedürftig sind. Allein ein autoritäres oder totalitäres Denken, was auch nicht selten bei Menschen vorkommt, die sich moralisch überlegen fühlen, ist keine Krankheit.
        PS: Sie werden sich bestimmt auch freuen, dass Biden nun mit beiden Kammern durchregieren kann? Jedoch wird für Sie und andere das böse Erwachen kommen. Wenn Biden alle Wahlversprechen umsetzt, da alle Abgeordneten der Demokraten im Senat, auch jener aus Westvirginia, brav mit dem Repräsentantenhaus zustimmen, wird sich die Gesellschaft weiter radikalisieren. Zudem steigen die Chancen, dass die Republikaner 2024 wieder ins Weiße Haus zurückkehren. Die Wechselwaehler haben zum Großteil nicht für das Wahlprogramm von Biden gestimmt, auch nicht für seine Vize, die ihn wahrscheinlich während seiner Amtszeit ablöst, sondern für ihn als Person, der nette alte Mann. Ich würde sagen, dass mit der verlorenen Wahl in Georgia sogar die Chancen auf einen zweiten Trump gestiegen sind, vielleicht Ted Cruz oder Ivanka Trump 2024. Für die Demokraten könnte der gewonnene Senat nach hinten losgehen. Wie Herr Dilger schon geschrieben hat, in den USA ist durchregieren nicht populär, große ungehinderte Veränderungen durch die Demokraten werden die Spaltung vergrößern…und damit hat ein zweiter Trump gute Chancen.

      • Biden mit beiden Kammern durchregieren? Der kann sich wahrscheinlich nicht mal mehr morgens beide Hosenbeine anziehen. Regieren wird die Kommunistin an seiner Seite. Hier werden sich manche noch wundern.

      • Kamala Harris ist keine Kommunistin, schon gar nicht im europäischen Sinne. Joe Biden muss sich nicht selbst anziehen, sondern könnte auch dafür die richtigen Leute beschäftigen.

      • Harris ist keine Kommunistin im sowjetischen Sinne, aber mindestens radikalsozialistisch wie Nachwuchs-Revoluzzer Kevin Kühnert…!

      • „Klar rechts von Frau Merkel“ zu stehen, kann immer noch sehr links sein …

    • Es ist doch wohl nicht Ihr Ernst, dass man auf eventuell notwendige juristische Schritte verzichten sollte, nur weil man sich vor der Rache der Trumpfaschisten fürchtet.

      Übrigens ist die Rolle der Basis bei den Vorwahlen nicht klar, da prinzipiell jeder US-Bürger an den Vorwahlen teilnehmen kann.

      • @300sel …..Lesen Sie mal das Urteil alle führenden Fachleute im Gebiet der Persönlichkeitsdiagnostik über Trump. Da herrscht Einigkeit, dass der nicht alle Latten am Zaun hat. Seine Nichte charakterisiert ihn aus der Nähe ebenso. Ich weiß ja nicht, wie Sie zu einer abweichenden Diagnose kommen? Wo haben Sie denn Persönlichkeitsdiagnostik gelernt? Kenn Sie Trump denn persönlich oder wie kann Ihre Ferndiagnose ergeben, dass er nach Ihrer Auffassung offenbar völlig vernünftig und rational handelt? Oder sind Sie auch einer dieser bezahlten Trolle, die alles erzählen, wenn nur die Kasse stimmt?

      • @danielsodenkamp

        Im Unterschied zu Ihnen und anderen Neunmalklugen Ihres Kalibers habe ich überhaupt keine (Fern-)Diagnose über Donald Trump aufgestellt. Also bleiben Sie doch bitte schön erst einmal bei sich. Es scheint eine krankhafte Eigenschaft deutscher Gutmenschen zu sein, die halbe Welt durch edles Richten aus der Ferne geistig kolonialisieren zu wollen. Frei nach Emanuel Geibels „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“ (aus ‚Deutschlands Beruf‘).

      • Jeder US-Bürger darf an den Vorwahlen teilnehmen, muss sich dafür aber für eine Partei registrieren lassen. Daraus folgt bereits, dass der Medianwähler einer Partei bei den Vorwahlen deutlich stärker in eine Richtung tendiert als der Medianwähler der allgemeinen Wahl. 2016 wurde Donald Trump allerdings als mehr in der Mitte wahrgenommen als Hillary Clinton und auch als viele andere Republikaner, die vor allem die Ausgaben für die Mehrheit der normalen Amerikaner kürzen wollen. 2020 erschien er radikaler als Joe Biden. Dieser Eindruck hat sich jetzt noch einmal deutlich verstärkt.

    • Ich glaube, auf Sie gehe ich besser nicht ein. Sie kündigen ja Gewalt geradezu an. Und ich habe keine Lust mir mein Auto von Leuten wie Ihnen oder 300sel abfackeln zu lassen – oder schlimmeres. Wie kann man nur so voller Hass sein?

      • Ich sehe keine Gewaltankündigung von Frau (?) Mette. Das wäre auch völlig inakzeptabel. Die gegenseitigen Beschimpfungen in meinem Blog sollten ebenfalls nicht. Davon gibt es in den Weiten des Internets schon genug. Hier sollte möglichst sachlich diskutiert werden, selbst wenn die Meinungen sehr verschieden sind.

      • @danielsodenkamp
        „… ich habe keine Lust mir mein Auto von Leuten wie Ihnen oder 300sel abfackeln zu lassen“

        Geht´s noch?
        Ich erwarte Ihre umgehende Entschuldigung für diese boshafte Unterstellung.

      • Das Abfackeln von (den bösen) Autos (der angeblich Reichen) ist nun doch eher eine Spezialität von Linksaußen…!?!

    • Die Republikaner müssen Donald Trump jetzt unbedingt loswerden. Wen sollen seine Anhänger denn sonst wählen? Schlimmstenfalls bleiben sie zu Hause. Aber er ist der größte Wahlverlierer seit Generationen. Das ist kein Grund, ihn einzusperren. Am besten wäre es wohl, wenn er sich selbst ins Ausland absetzt.

  7. Wichtig für die Welt ist, wie ein Amerika mit der Welt zurecht kommt. Trump hat in Europa versagt, Trump hat in Asien versagt, Trump hat in Amerika versagt. Israel hätte es auch ohne ihn geschafft. Trump ist eine Gefahr für den Weltfrieden, vergleichbar mit anderen Größen dieser Erde. Alleine deshalb muss die USA sicherstellen, dass er nicht mehr zur Wahl kommt.
    Ich sage es nicht aus Angst oder Panik. Biden muss die Besinnlichkeit einleiten, damit die Verrohung der Menschen zum Stillstand kommt. Dazu muss man Werte vermitteln. Mal gespannt, ob er es schafft.

    • Donald Trump ist nur noch zwölf Tage im Amt und wird da keinen Krieg mehr anfangen, was er schon die vier Jahre davor nicht getan hat, was vielleicht seine größte Leistung war. Dass er in vier Jahren erneut gewählt wird, halte ich für ausgeschlossen. Es könnte allerdings sein, dass jemand wie er oder noch schlimmer antritt und sogar gewinnt.

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    • Das war kein Sturm auf das Kapitol während einer entscheidenden Sitzung, sondern eine Demonstration mit Eindringen in Räume des Senats. Die Zahl der Demonstranten war deutlich kleiner und der Präsident war seinerzeit nicht auf deren Seite.

      • @Alexander Dilger
        „… und der Präsident war seinerzeit nicht auf deren Seite.“

        Ne, schon klar. Und genau deshalb wird diesbezüglich ja auch mit anderem Maß gemessen.

      • Es wird mit dem gleichen Maß gemessen. Der Präsident ist für Sicherheit und Ordnung zuständig, nicht für Aufrufe zum Aufruhr.

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