Lockdown weiter verlängert und verschärft

Ende Oktober letzten Jahres wurde ein ‚Partieller Lockdown ab Montag‘, den 2. November 2020, für den November beschlossen, um angeblich ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen. Daraus wurde natürlich nichts (bzw. nur trotz und nicht wegen unserer Politiker). Der ‚Lockdown w[urde] verlängert und verschärft‘, und zwar mehrfach, siehe ‚Lockdown mangels Wirkung verlängert‘, ‚Strengerer Lockdown geplant statt gezielte Maßnahmen‘ und ‚Verschärfter Lockdown bis 2021‘. Heute wurde die nächste Verlängerung und Verschärfung beschlossen (siehe „Kontakte deutlich minimieren“ und den „Beschluss“ von „der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 5. Januar 2021“).

Die Verlängerung betrifft alle bisherigen Maßnahmen und dauert vorerst bis Ende Januar. Auch wenn es regierungsseitig keine Strategie und keinen Plan gibt und die Verantwortlichen erklärtermaßen nur auf Sicht fahren, lässt sich leicht voraussagen, dass es dann weitere Verlängerungen geben wird mindestens bis zum März und je nach Wetter auch bis April oder Mai. Denn es wird rein saisonales Infektionsgeschehen fälschlich bewusstem menschlichen Verhalten zugeschrieben, welches man meint, mit staatlichem Zwang kontrollieren zu können und zu müssen. „Ziel von Bund und Ländern bleibt es, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu senken“, was auch mit den verschärften Maßnahmen im Winter gar nicht erreichbar ist und dementsprechend von anderen europäischen Ländern mit z. T. noch drastischeren Maßnahmen auch nicht erreicht wurde.

Zu den drei wesentlichen Verschärfungen ab nächstem Montag (11. Januar) gehört erstens, dass nur noch „private Zusammenkünfte im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet“ werden. „In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern“ (was bereits „[ü]ber 70 Land- bzw. Stadtkreise“  betrifft) gibt es dann zweitens eine „Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt“. Vor allem liegt kein triftiger Grund für diese extreme Freiheitsbeschränkung vor, die erkennbar (z. B. in Sachsen, wo sie schon praktiziert wird) nichts bringt, wobei auch die anderen Grundrechtsbeschränkungen unabhängig von jeder empirischen Evidenz erfolgen. So wird drittens eine Testpflicht bei der Einreise aus ausländischen Risikogebieten eingeführt, selbst wenn die Inzidenz dort deutlich niedriger ist als am Zielort in Deutschland.

77 Gedanken zu „Lockdown weiter verlängert und verschärft

  1. Diese ganzen Maßnahmen sind de facto Empfehlungen in der Hoffnung, dass die Menschen sie weitgehend umsetzen. Sie sind nicht kontrollierbar. Mein persönliches Leben ändert sich dadurch kaum; ich stelle mich in der Tat darauf ein, dass es ab Ostern wieder halbwegs normal abläuft.

    • Nein, das ist staatliches Recht, wenn auch nicht Gesetz, sondern auf dem Verordnungswege (der Länder, während deren Verabredung dazu mit der Kanzlerin tatsächlich unverbindlich ist). Es sind bei Verstößen auch empfindliche Strafen möglich, die allerdings eher zufällig bzw. willkürlich verhängt werden. Gerade Familien mit Kindern sowie junge Erwachsene werden enorm belastet, obwohl sie die Pandemie kaum direkt betrifft, während die tatsächlich Gefährdeten nicht hinreichend geschützt und viel zu langsam geimpft werden.

      • In absoluten Ausnahmen wird so etwas vielleicht mal verfolgt. Die Wahrheit ist doch, dass die bestehenden Beschränkungen seit Monaten von vielen Mitbürgern nicht ernst genommen werden, weil de facto keinerlei Strafe droht. Wie erklären Sie sich sonst die nach wie vor hohen Infektionszahlen?

      • Die Erklärung steht doch im Text: Es ist Winter. Normale Erkältungskrankheiten sind jetzt noch viel mehr verbreitet trotz Abstandsregeln und Gesichtsmasken. Nur die Grippe scheint diese Saison auszufallen wie schon in der letzten, was viele Todesfälle mit positivem Coronatest erklären dürfte.

        Wieso sind Sie für die Maßnahmen, wenn Sie glauben, dass diese ohnehin nichts bringen? Wenn diese für Sie selbst gar keinen Unterschied machen, können Sie in Ihrem Fall auch nicht wirken. Dasselbe gilt für Leute, die sich nicht daran halten.

      • Zur Übertragung braucht es physische Kontakte, Winter hin oder her. Nennen Sie doch mal einige typische Übertragungswege, die noch möglich sind, wenn sich jeder an die Regeln halten würde.

      • Die Maßnahmen setzen doch einfach nicht an den relevanten Stellen an. Welcher physische Kontakt wird z. B. dadurch vermieden, wenn ich nicht mehr durchs Sauerland (oder auf den Kanaren) laufen darf, sondern nur noch durchs vollere Dortmund? Wessen Gesundheit hilft es, wenn Oma und Opa nicht mehr gleichzeitig ihre Enkel besuchen dürfen, sondern nur noch nacheinander? Dafür dürfen und sollen die Leute weiter dichtgedrängt mit virendurchlässigen Schals vor dem Gesicht in Bus und Bahn unterwegs sein. Pfleger und Ärzte können wie im Frühjahr in Alten- und Pflegeheimen das Virus weiter von Zimmer zu Zimmer bringen, wogegen überhaupt kein Lockdown schützen kann, sondern nur mehr Tests und Impfungen, die die Regierung gerade mit Ihrem Segen verzögert. Schließlich haben Sie doch selbst argumentiert, dass sich viele ganz ohne Konsequenz nicht mehr an die Regeln halten würden. Solche Regeln schaden mehr, als dass sie nutzen. Weniger, dafür besser begründete, akzeptierte und kontrollierte Regeln würden allen real mehr helfen, nur vielleicht weniger falsches Lob bekommen.

      • Es ist halt so gedacht, dass man sich weder in der vollen Dortmunder Innenstadt noch auf einer vollen Rodelpiste und ebenfalls nicht in einem vollen Flugzeug in den Süden aufhält, sondern einfach mal zuhause bleibt. Auch der Besuch bei den Großeltern sollte ausfallen. Wenn alle diese einfachen Kontaktbeschränkungen vier Wochen lang durchziehen würden, wäre das Problem vermutlich schnell erledigt.

      • Die meisten Leute halten sich doch an alle Regeln, was aber nicht ausreicht, um die einfach im Winter nicht passenden Vorgaben für die Infektionszahlen zu erfüllen. Dass diese im Oktober erfüllt waren, hat doch den nachfolgenden Anstieg auch nicht verhindert, wie jetzt haltlos versprochen wird für den Fall, dass sie wieder erreicht werden, was erst im Frühjahr passieren wird.

      • In der Tat sind das Problem die wenigen, die sich nicht an die Regeln halten, weil sich hauptsächlich durch sie die Viren immer weiter verbreiten.

      • Wenn die Unvernünftigen wie Herr Spahn das Virus nur untereinander verbreiten, kann das allen anderen doch eigentlich egal sein.

      • Die Lebenswelten lassen sich halt nicht komplett trennen. Im Supermarkt im Dorf treffen sich alle…

      • Das mag so sein, aber warum glauben Sie, dass Maßnahmen für alle dann eingehalten werden und wirken, solche nur für medizinisches und pflegerisches Fachpersonal aber nicht?

      • Wie kommen Sie jetzt auf das Fachpersonal? Ich denke, dass es in jeder Bevölkerungsgruppe zu viele Menschen gibt, die zu wenig zur Eindämmung machen. Nehmen Sie das Beispiel ÖPNV. Wenn jeder eine halbwegs anständige Maske tragen würde, gäbe es hier keine Ansteckungen. Der einfache MNS reicht aus, um andere zu schützen, mit einer FFP2-Maske würde man sich auch selber schützen. Wenn es nur einige gibt, die etwas tragen, was ihre Viren nicht abhält und andere keinen ausreichenden Eigenschutz haben, dann verbreitet sich das Virus.

      • Es sollte doch primär um den Schutz der Risikogruppen gehen. Wenn diese und deren Kontaktpersonen sich hinreichend schützen, warum muss man dann noch die Schulen schließen? Mit einer FFP2-Maske kann sich jeder hinreichend selbst schützen. Warum muss man dann noch andere zum Tragen von Schals zwingen, die niemanden schützen?

      • Die Menschen sind nicht perfekt, sie vergessen dann doch mal die Maske, benutzen sie falsch, etc.

  2. Solche Zwangsmaßnahmen gab es noch nicht mal im Krieg.
    Wie lange soll das noch gehen?

    Aber mir geht es in der Dominikanischen Republik im Moment auch nicht so viel besser. Wir haben nun wieder Ausgangssperre wochentags ab 17 Uhr, wobei bis 19 Uhr auf direktem Weg nach Hause gefahren werden darf (z. Bsp. von der Arbeit). Samstags und sonntags beginnt unsere Ausgangssperre bereits um 12 Uhr mittags! Wer sich nicht daran hält und von der Polizei ohne Ausnahmegenehmigung erwischt wird, landet eine Nacht im Gefängnis und muss eine Geldstrafe bezahlen.

      • Dass es hier keinen Winter wie in Deutschland gibt, ist einer der Gründe, warum ich hier bin. Es kann bei mir im Cibao-Tal jetzt im Januar schon mal nachts auf 15° runter gehen und man sieht Leute mit dicken Jacken und Strickmützen. Am Pico Duarte, dem höchsten Berg der Karibik (3.098 mtr.) schneit es in dieser Jahreszeit manchmal sogar, wobei der Schnee nicht liegen bleibt.

        Wir hatten hier bei knapp 11 Millionen Einwohner insgesamt 176.378 registrierte Corona-Infektionen (Stand 05.01.21), also fast 1,6% der Bevölkerung. 39.027 Fälle sind angeblich noch aktiv und 2.419 Menschen bisher daran gestorben (ca. 0,02% der Einwohner und 1,37% Sterberate der Infizierten). Ich beobachte, dass sich die Mittelschicht recht diszipliniert verhält, während die Bewohner von Armenvierteln, ebenso wie die Superreichen, sich schon immer an keine Regeln gehalten haben. Vorsichtig bin auch ich, aber Panik war noch nie ein guter Ratgeber.

  3. Staatliche Aktionen nur des Verbietens willen. Von Maßnahmen kann man kaum sprechen, da sie vom Haupt-Infektionsgeschehen nahezu unabhängig sind. Wenn man sieht, was Gastronomie, auch Großkantinen, an hervorragenden Hygienekonzepten umgesetzt haben, ist das eine Riesen-Sauerei und eine unerträgliche Belastung aller U70 oder U60 und erst recht der jungen Leute und Kinder, die kaum von Corona betroffen sind und auch kaum zur Verbreitung beitragen.
    Politisch und medial gibt es zwar endlich etwas mehr Contra gegen die Regierenden, aber es reicht noch lange nicht für eine Wende.
    Positiv sind weiterhin Menschen-Ansammlungen (statt Demos, die sehr schnell unterdrückt würden) gegen den Wahnsinn, von denen etwa aus Nürnberg und Wien berichtet wurde, in der Silvesternacht auch in Berlin.
    Und junge Leute suchen auch Mittel und Wege zum Feiern, siehe in der Bretagne und in Katalonien.

  4. Danke für schonungslose Abrechnung die wir uneingeschränkt teilen. Gleichwohl aktuell hilf- und machtlos. Gleich ob Privatperson oder im Unternehmen.

    Es gibt nur Chance W a h l e n 2021 mit Änderung der verkorksten Strategie pauschale Lösungen gleichwohl Schwerpunkte und tausend andere kleinere intelligentere Lösungen das zielführende, richtige sind. ( Änderung andere Strategie meine Meinung ) .

    Wahnsinnig , dramatisch traurig sind die neuen Beschränkungen für unsere Kinder, gleich ob Kitas oder in Schulen. Sind an Seele / Psyche irreparable Schäden.

    • Die Wahlen bringen höchstens das Ende der Merkel-Ära, aber selbst das ist nicht sicher. Die Mehrheit der Parteien, Politiker und angeblich auch Wähler ist doch für den ganzen Wahnsinn, wobei ich persönlich fast niemanden kenne. Außerdem wird die Regierung die rein saisonalen Besserungen im Frühjahr und Sommer für sich beanspruchen, während für die höheren Zahlen im Herbst und Winter allein den bösen Bürgern die Schuld gegeben wird.

      Die Auswirkungen für unsere Kinder sind noch nicht klar. Wenn sie Kita und Schule weiter bzw. wieder besuchen dürfen, werden sie das tun.

      • Ich beobachte, dass gerade Senioren oft nur ARD, ZDF und Dritte Programme schauen, und zwar viele Stunden am Tag. In dieser Bevölkerungsgruppe scheint die Zustimmung zur Regierungspolitik auch entsprechend hoch zu sein

      • Die Interessenlage ist verschieden. Wer kein Kind mehr ist und keine Kinder hat, muss sich nicht vor reinen Kinderkrankheiten fürchten, so wie man sich vor einer fast nur sehr alte Menschen betreffenden Krankheit nicht fürchten muss, wenn man noch nicht so alt ist. Dabei vermute ich, dass das Alter allein überhaupt nicht wichtig ist und rüstige Rentner ebenso wenig gefährdet sind wie ich, sondern ohnehin todkranke Menschen mit Corona sterben und vielleicht an Corona noch etwas früher. Aber auch wer sich für gefährdet hält, kann selbst etwas dagegen tun und sollte nicht nur auf seine Mitmenschen schimpfen oder sich auf Politiker verlassen, die wirksame Schutzmaßnahmen und Impfungen vernachlässigen.

  5. Zunächst: ich glaube an Corona.

    Und dennoch:

    1) Daß sie unfähig sind, sei ihnen verziehen. Denn „wir“ (das Wahlvolk) haben sie (als Repräsentanten unserer eigenen Unfähigkeit) in die Ämter gewählt. Aber wie ist es zu erklären, dass bei ihnen (wie auch bei den Wählern) völlige Lernresistenz vorherrscht?

    2) Was haben Merkel & Co. von dem offensichtlichen, vermeidbaren und unangemessenem Zugrunderichtenden der Basis von Staat und Gesellschaft, nämlich der wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der (ohnehin viel zu wenigen) verbliebenen Leistungsträger, nämlich der kleinen und mittleren, vielleicht bald auch großen Unternehmer /n?

    3) Wenigstens auf die Eigeninteressenwahrung unserer Polit-Laiendarsteller war bisher immer Verlass – warum nicht in diesem Fall? (Ich gehe davon aus, daß ein wirtschaftlicher Niedergang einsetzt, der so erheblich sein wird, daß er den herrschenden Figuren Pfründe kosten wird.

    Das sind meine ernsthaften Fragen. Wer kann sie bitte grundlegend beantworten. Mir ist es ein Rätsel.

    • Das würde voraussetzen, dass sich unsere Politiker mit den langfristigen Folgen ihres Tuns beschäftigen und eine sachliche Strategie verfolgen würden. Tatsächlich geht es ihnen nur um kurzfristige taktische Vorteile. Diese ergeben sich momentan aus immer absurderen Forderungen ohne Rücksicht auf deren Wirkungen, siehe z. B. die Beliebtheit der Herren Söder und Spahn ohne jede reale Grundlage.

      • Die Nichtfinanzierbarkeit der Auswirkungen ihrer Maßnahmen ist ihnen nicht klar? Oder etwa bereits die Auswirkungen selbst?

      • Es ist nicht ihr eigenes Geld, welches ihrer Ansicht nach die EZB nach Belieben schaffen und Deutschland sowie nun direkt die EU per Kredit aufnehmen können.

  6. Wenn der deutsche Untertan sich auf eine Vorschrift berufen kann, dann feiert seine Seele Reichsparteitag. Deshalb werden die meisten diese unsinnigen Anordnungen nach Kräften erfüllen. Wenn sie dann sehen, daß ein paar Abweichler sich nicht buchstabengetreu daran halten, erwacht in ihnen die Berufung zum Blockwart und sie werden ihre Nachbarn mit Wonne denunzieren.

    • Eigentlich müsste es gut für die Pandemiebekämpfung sein, dass sich die meisten Deutschen an Recht und Gesetz halten. Nur leider sind die Verordnungen nicht wirklich geeignet dafür, sondern reduzieren vor allem die Freiheit und den Wohlstand statt Infektionen und Todesfälle.

  7. De facto ist jetzt das Grundgesetz ohne vernünftigen Grund ausgehebelt. Es herrscht also in Deutschland ein rechtloser Zustand. Damit ist das Widerstandsrecht (und ein „state of nature“) aktiv.

    Historisch ähnlich ist die Lage in Sankt Petersburg nach der Abdankung des Zaren und der Flucht der Regierung Kerensky. Genial hatte Lenin – wie von ihm in „Staat und Revolution“ vorhergesagt, die Macht schlicht ergriffen und eine Revolutionsgarde (später Rote Armee) auf sich vereidigt.

    Wo ist nun unser liberaler Lenin, der beherzt zugreift das Machtvakuum füllt und – gemäß dem Gebot des GG – eine neue Verfassung gestaltet?

    • In der Sache stimme ich zu, dass die Grundrechtsbeschränkungen nicht gerechtfertigt sind. Aber das ist wohl noch nicht für alle offensichtlich. Es gibt auch noch Wahlen, bei denen die Verantwortlichen voraussichtlich wieder eine Mehrheit bekommen werden. Es stellt sich deshalb eher die Frage, ab wann man sich als Einzelner nicht mehr an solche absurden Regeln gebunden fühlen sollte. Aber auch das sollte man nicht so leichtfertig annehmen wie z. B. die linken Klimaaktivisten. Schlimmstenfalls droht ein Bürgerkrieg (wie in Russland seinerzeit).

  8. Diese Abspaltung von der AfD in Solingen wird keinen großen Erfolg haben. Der Abspaltungsname ist zwar nicht ultraschlecht aber doch eher durchschnittlich.
    „RD für „Rationale Demokraten“

      • So lange diese „Regierung“ und Merkels Corona-Kabinett in Amt und Würden sind, ist ohnehin Hopfen und Malz verloren.

      • Ja, leider. Die entscheidende Frage ist, ob und ggf. wie wir dieses Jahr eine bessere Regierung bekommen können. Schlimmstenfalls bleibt Frau Merkel uns erhalten, aber Frau Baerbock oder Herr Söder wären auch keine große Verbesserung.

      • Die „Beste Kanzlerin aller Zeiten“ bleibt uns selbstverständlich erhalten.
        Haben wir darob nicht bereits gewettet?

      • Sie haben hier am 20.08.20 eine entsprechend Wette von Herrn Walter angenommen, ohne dass ein Wetteinsatz konkretisiert wurde. Ich würde wie Herr Walter gegen eine Fortsetzung der Kanzlerschaft von Frau Merkel wetten (abgesehen von der Übergangsperiode bis zur Kanzlerwahl), weil ich sie durchaus für möglich halte, aber mit einer Wahrscheinlichkeit deutlich unter 50 Prozent.

      • Möchten Sie mitwetten?
        Wenn Merkel für eine fünfte Amtsperiode als Bundeskanzlerin antritt, gewinne ich, wenn nicht, bekommen Sie zum Trost eine Flasche Champagner. 😂

      • Topp, die Wette gilt. Wenn Frau Merkel endlich geht, mache ich ohnehin eine Flasche auf, die ich dann ersetzen könnte, da es danach hoffentlich wieder mehr Anlässe zum Feiern gibt. Wenn sie bleibt, ist das alles auch egal und sollten wir noch einmal konkreter übers Auswandern diskutieren.

      • An Ihrer Stelle würde ich schon einmal bei der HSG oder der ETH vorfühlen, denn diese Wette gewinne ich … 😏

      • Ich würde also konkret mitwetten. Ich wette, dass Merkel ihre Kanzlerschaft nach der Bundestags-Wahl nicht fortsetzt, bis auf die Übergangsphase zur Kanzlerwahl. – Bei Gewinn der Wette würde ich roten Portwein oder Rotwein bevorzugen.

      • Alles klar. Ich schlage ein, auch wenn nach jüngsten Erhebungen Friedrich Merz wohl doch Chancen auf den CDU-Vorsitz haben soll.

      • Auch die CDU ist und bleibt eine verlorene Kakistokratenpartei. Egal ob Merz, Merkel oder Laschet sie anführt. Erneuerung sieht anders aus als den ollen Friedrich nach 20 Jahren aus der Mottenkiste zu holen.

  9. Schön, dass ihr euch alle aufregt und ihr die Maßnahmen gegen die Pandemie als unsinnig betrachtet. Da sollte man doch einfach mal hingehen und schauen, wie andere europäische Länder das machen. Kann ja nicht sein, dass alle es falsch machen. Als Beispiel habe ich mir mal die Bestimmungen von Großbritanien und die Niederlande ausgesucht. In allen anderen europäischen Ländern ist es ähnlich. Eure Kritik ist sicherlich für manchen angenehm, ist ja auch eine aufopfernde Situation. Beim Kampf ums Leben hört allerdings der Egoismus auf.

    Großbritanien: Für die nächsten 6 Wochen die strengsten Kontakteinschränkungen,die sie je hatten. Die Wohnung darf nur noch in Notfällen verlassen werden. Schulen bleiben geschlossen, Alle Geschäfte, außer Supermärkte, werden jetzt zugesperrt. Restaurants geben Speisen nur noch außer Hauses ab. Es geht hier bei um geschätzt 600.000 Betriebe.

    Niederlande: Seit dem 15. Dezember sind Geschäfte und Einrichtungen geschlossen. Wer einreisen will, muss in Quarantäne. Kontaktbeschränkungen wie in Deutschland auch. Kinos,Theater und Museen sind weiterhin geschlossen, ebenso wie Friseure, Fitnessstudios und Schwimmbäder.
    Restaurants, Bars und Cafés bleiben weiterhin geschlossen.
    Hotels sind geöffnet, aber die Hotelrestaurants sind geschlossen und der Zimmerservice ist nicht verfügbar.
    Bürger dürfen sich pro Tag nur noch mit zwei anderen Personen treffen.
    Schulen und Kitas sind seit dem 16.12. geschlossen.
    Erstmalig seit Ausbruch der Corona-Pandemie müssen auch Geschäfte im Einzelhandel- außer für den täglichen Bedarf – schließen.
    Veranstaltungen sind verboten.
    Alkohol und Softdrugs (wie Cannabis) dürfen zwischen 20 Uhr und 7 Uhr nicht verkauft werden. Außerdem ist es nicht erlaubt, zwischen 20 Uhr und 7 Uhr Alkohol im Freien mit sich zu führen oder im öffentlichen Raum zu konsumieren.
    Außerdem ist seit dem 1. Dezember das Tragen einer Maske in öffentlichen Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend. Die Maskenpflicht gilt dort für alle Personen ab 13 Jahren.

    • Der Verweis auf andere Länder entbindet nicht von der sachlichen Begründung für jede einzelne Maßnahme, die sowohl geeignet als auch verhältnismäßig sein muss angesichts der schweren Grundrechtsbeschränkungen. Hinzu kommt, dass die Situation in UK offensichtlich deutlich schlimmer ist, während die Maßnahmen in den Niederlanden eher milder als in Deutschland erscheinen.

    • Herr Krebs, die Covidioten sind leider unbelehrbar. Ich finde es auch erschreckend, was man hier und anderswo teilweise liest. Wer all die Maßnahmen ablehnt und andere durch sein Verhalten gefährdet, sollte eigentlich eine Bescheinigung mitführen, dass er im Krankheitsfall keinen Intensivplatz benötigt. Das wäre zumindest fair gegenüber den Vernünftigen.

      • Sie sind doch nicht vernünftig, sondern fordern unwirksame und unverhältnismäßige Verbote, die Sie nicht begründen können, während Sie nichts gegen Impfverzögerungen und mangelnden Schutz in Altenheimen haben, was wirklich Menschenleben kostet. Für meine Freiheit würde ich sofort darauf verzichten, zwangsbeatmet zu werden, aber Sie wollen doch anderen Menschen zugleich ihre Freiheit und Gesundheit nehmen, ohne sich zu schämen.

      • @Sebastian Kunze

        Was ist „vernünftig“ und was „unvernünftig“?
        Wer entscheidet das?

        Ist es vernünftig, Billionen für völlig unwirksame Maßnahmen zum Fenster hinaus zu werfen?

      • Durch Lockdowns lässt sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen und die Kurve abflachen. Das ist ja auch schon gelungen und das zeigt auch der Vergleich mit anderen Ländern. Der Ländervergleich zeigt aber auch: durch Lockdowns lässt sich die Pandemie nicht beenden, sie flammt immer wieder auf.

        Es ist nur denjenigen Ländern gelungen, die Pandemie wirksam einzudämmen (Taiwan, Südkorea, Neuseeland), die
        – schnell und viel testen
        – Kontaktpersonen schnell identifizieren
        – Infizierte und Cluster schnell isolieren (inkl. Abschottung gegen das Ausland)

        Genau das bekommen die meisten westlichen Staaten nicht hin (man schaue sich nur mal an, wie umständlich viele Verwaltungsprozesse im Zusammenhang mit Tests von Kontaktpersonen ablaufen), weshalb sie ausschließlich zu Lockdowns greifen und sich damit langsam wirtschaftlich (und moralisch) zugrunderichten.

        Man könnte es auch so sagen: die privaten Haushalte (Kontakteinschränkung) und die Privatwirtschaft (Entwicklung von Tests und Impfstoff) leisten ihren Beitrag, der ungeheure Mittel verschlingende Staatsapparat dagegen nur unzureichend.

      • Ich stimme in allen Punkten zu. Vielleicht betone ich hier nicht hinreichend, dass die Gesamtheit der Maßnahmen (allerdings nicht jede einzelne davon) tatsächlich eine gewisse dämpfende Wirkung auf das Infektionsgeschehen hat. Für einen Inzidenzwert unter 50 oder gar von (fast) 0 wären jedoch ganz andere, viel zielgerichtetere Maßnahmen nötig, während ein Lockdown nicht einmal ein stumpfes Schwert, sondern eine primitive Keule ist.

      • Es ist unrealistisch, Altenheime flächendeckend sehr gut schützen zu können, wenn die Pandemie draußen wütet. Impfverzögerungen sind tatsächlich ein Problem, aber es deutet doch immer mehr darauf hin, dass die Bundesländer hier die Bremser sind. Es stehen noch viele Dosen ungenutzt herum, weil die Logistik nicht richtig angelaufen ist. Schließlich wären die Verbote weitgehend unnötig, wenn es nicht einige wenige gäbe, die durch ihr Verhalten die Pandemie immer weiter am Laufen halten.

      • Es wäre nicht schwer, die Altenheime viel besser zu schützen als aktuell. Immerhin will man jetzt mehr testen.

        Wenn die Regeleinhaltung das Problem ist, sollte man nicht mit immer weiteren Regelverschärfungen reagieren, die die Akzeptanz aller Regeln weiter untergraben, sondern sich auf die Kommunikation und Kontrolle von einigen wenigen und vernünftigen Regeln konzentrieren.

      • Gerade Altenheime ließen sich doch sehr einfach schützen, in dem man die Außenwelt draußen hält.

      • Die Ärzte und Pfleger müssen kommen, könnten aber mehr getestet werden oder eine Entschädigung dafür bekommen, dass sie sich an Kontaktbeschränkungen halten, statt diese allen Menschen aufzuzwingen.

      • 300sel: Entscheiden tut das die Exekutive bzw. Legislative. Da mit Ihrer Partei niemand koalieren möchte und Ihre Partei nicht auf 50+X% der Sitze kommen, wird sie nicht gefragt.

      • Die Exekutive entscheidet die Regeln, die Ermächtigungsgrundlage dafür wurde einmal von der Legislative angepasst. Ob die ständig neu beschlossenen Regeln vernünftig sind, ist eine ganz andere Frage, deren korrekte Antwort von den besseren Argumenten abhängt.

      • @Sebastian Kunze 16:02 Uhr

        Das beantwortet meine dritte (und wichtigste) Frage von 15:44 Uhr nicht.

      • Yorck Dietrich: Es ist wirklich erschreckend zu sehen, wie die gesamte so genannte westliche Welt bei der Bekämpfung dieser Pandemie versagt. Wenn man wohlwollend wäre, könnte man es damit erklären, dass die genannten asiatischen Staaten mehr Erfahrungen mit diesem Thema haben. Aber z.B. die deutschen Behörden versagen ja auch in anderen Dingen, wenn es um logistische Abläufe geht.

      • Alexander Dilger
        sagte am 06/01/2021 um 16:13 :“ . . .Es wäre nicht schwer, die Altenheime viel besser zu schützen als aktuell. Immerhin will man jetzt mehr testen. . . .“
        Doch- es ist schwer, wie meine Erfahrung mit dem normaler Weise gut geführten Pflegeheim zeigt, in dem meine Mutter lebt. Die Heime waren schon vorher mit Fachkräften schwach besetzt; da befindet sich dann plötzlich die Hälfte infolge Ansteckung im privaten Umfeld in Quarantäne und plötzlich tummeln sich unterbelichtete, der deutschen Sprache nur mäßig kundige Hilfskräfte im Stress durch die Gegend. Und die Verbindungen zur Außenwelt sind vielfältiger als hier vermutet. Die Infekte fressen sich dann immer wieder durch die Stationen. Deshalb gibt es auch kaum ein Pflegeheim ohne Infekte.

      • 300sel: In welcher Einheit denken Sie? Euro können es nicht sein.

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  11. Es ist schon befremdlich, dass die ganzen Maßnahmen und Pseudo-Maßnahmen in Deutschland so wenig Wirkung zu erzielen scheinen.

    Hier in Vorarlberg ist der 7-Tage-Inzidenzwert von 851 in der Spitze (12. November 2020) inzwischen auf 177,5 (5. Jänner 2021) gefallen. Natürlich steigt die absolute Zahl der Infizierten noch immer leicht, aber etwas anderes war jahreszeitbedingt ja auch gar nicht zu erwarten.
    Quelle: https://www.vol.at/114-neuinfektionen-am-dienstag-in-vorarlberg/6857153

      • Hohe Werte sind relativ. Jedenfalls kann ich in Deutschland trotz des Dauer-Lockdowns keine stringent fallende Tendenz erkennen. In vereinzelten Landkreisen schon (was nicht unbedingt am Lockdown liegen muss), aber in der Gesamtbetrachtung?

      • Ein Inzidenzwert von 136,5 ist im europäischen Vergleich nicht sonderlich hoch. Es ist schwerer, ihn zu dritteln als einen Wert von 1.000.

      • Sehr aussagekräftig ist der Inzidenzwert ohnehin nicht, wenn nur ein Bruchteil der Bevölkerung(en) getestet wird. Schon gar nicht ist der Inzidenzwert bei unterschiedlich hohem Testgrad in verschiedenen Bevölkerungen vergleichbar. Ein wirklich brauchbares Bild ergäbe sich erst, wenn tatsächlich jeder Bewohner (oder wenigstens ein Großteil davon) getestet würde. Totalverweigerer und -ignoranten wird man natürlich trotzdem nie erreichen und abbilden können.

      • Die Regierungen wollen doch offensichtlich gar keinen repräsentativen Überblick über die Verbreitung des Virus, da sie ihn sonst schon längst hätten erstellen lassen, am besten regelmäßig.

  12. Im Sinne des Eingangsbeitrags hat auch Sarah Wagenknecht am 8.1. in Focus online https://is.gd/5iXxcT argumentiert. Diese Rundum-Schläge der Landesregierungs-Chefs führen zu nichts Gutem. Mir ist aber auch kein schlüssiges Handlungs- Konzept z.B. seitens der in der Presse oftmals zitierten Herren Hüther (IW Köln) und Fuest (Ifo München) bekannt, welches die Bedürfnisse der Wirtschaft mit dem Infektionsschutz in Einklang bringt. Ein solches Konzept könnte so aussehen: Mit Hilfe der Job-Center/der Bundeanstalt für Arbeit werden aus dem Pool der Kurzarbeiter/Arbeitslosen Interessierte für einen zeitlich begrenzten Einsatz als Hygienebeauftragte angeworben und mit Hilfe der Branchenvertreter bzw. jeweiligen Fachaufsicht für Heime (meist bei den Landkreisen, kreisfreien Städten) geschult und in der Anwendung von Schnelltests unterwiesen. Diese Hygienebeauftragten werden im Rahmen eines speziellen Rechtsträgers an zu definierenden Brennpunkten tätig, führen Schnelltests durch und kennzeichnen Getestete z.B. mit farblich nach Wochentag differenten Einmal- Armbändern zur Legitimation des testfreien Zutritts für weitere Brennpunkte. Wer sich solchen Kennzeichnungen entzieht, muss sich bei Bedarf erneuten Tests unterziehen.

    • Herr Fuest hängt noch ohne Rücksicht auf jede Erfahrung der Idee an, dass sich durch einen einmaligen und befristeten Lockdown das Virus vollständig und dauerhaft unter Kontrolle bringen oder sogar ausrotten ließe. Ein Ende mit Schrecken wäre auch mir lieber als ein Schrecken ohne Ende, den wir aber genau auf diese Weise bekommen. Ihr Vorschlag setzt bei den Risikogruppen an, was ich für sinnvoll halte, doch er reicht für sich genommen nicht aus.

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