Sonderrechte für Geimpfte?

Sehr viele Politiker legen jetzt Bekenntnisse ab, dass es keine Sonderrechte für Geimpfte geben soll. Verlassen sollte man sich jedoch nicht darauf, denn das heißt nicht, dass sie nicht schon bald ihre Meinung ändern könnten bzw. sich dann falsch verstanden fühlen werden, wenn der Wind bzw. die Mehrheitsmeinung sich dreht (spätestens wenn die Mehrheit geimpft ist). Viel wichtiger ist jedoch die Frage, ob die nun beschworene Verweigerung von Sonderrechten überhaupt sinnvoll ist.

Voraussetzung für eine Vorzugsbehandlung ist, dass Geimpfte (und früher Infizierte) andere nicht mehr infizieren können bzw. nur noch mit einer sehr stark reduzierten Wahrscheinlichkeit. Das ist bis heute nicht abschließend geklärt und ist bei Impfungen gegen andere Infektionskrankheiten durchaus unterschiedlich. Wenn Geimpfte selbst nicht mehr erkranken, aber andere noch infizieren können, sind sie in gewisser Weise für andere noch gefährlicher, weil das Ansteckungsrisiko durch sie mangels Symptomen schwerer zu erkennen ist. Zugleich hätte sich die Idee erledigt, über Impfungen eines (großen) Teils der Bevölkerung Herdenimmunität erreichen zu können. Es müssten dann nahezu alle geimpft werden, damit jeder für sich geschützt ist.

Können Geimpfte hingegen andere nicht mehr anstecken (oder nur noch mit sehr kleiner Wahrscheinlichkeit), gibt es keinen sachlichen Grund mehr für Maskenzwang, Abstandsregeln, Reise- und Berufsausübungsverbote etc. für sie. Es wären nur ineffiziente Gleichheitsforderungen, die dann zu völlig sinnlosen Einschränkungen für diese Menschen führen würden (wobei man Sinn und Verhältnismäßigkeit vieler Maßnahmen auch für alle anderen hinfragen sollte). Vielleicht wollen unsere Politiker aber auch einfach nur davon ablenken, dass sie nicht hinreichend viele Impfdosen bestellt haben, obwohl man sie ihnen explizit anbot. Das Knappheitsproblem bei den Impfungen wird jedenfalls größer, wenn die Vorteile einer Impfung zunehmen. Nicht nur mich belasten die Zwangsmaßnahmen viel mehr als die Sorge vor dem Virus oder einer Impfung.

68 Gedanken zu „Sonderrechte für Geimpfte?

  1. Unproblematisch ist eine Vorzugsbehandlung, wenn jeder prinzipiell die Chance gehabt hat, sich impfen zu lassen. Jetzt ganz am Anfang würde ich angesichts der Knappheit noch größere Verteilungskonflikte um den Impfstoff befürchten, als es sie ohnehin schon gibt. Ich sehe die Fehler bei der Organisation des Impfstoffes zwar auch, aber noch im November hätte das niemanden interessiert, weil es den Impfstoff de facto noch nicht gab. Jetzt gibt es ihn und plötzlich sind alle heiß darauf.

    • Vorzugsbehandlung ist doch schon ein bestimmtes Framing. Eigentlich geht es darum, die Grundrechte nicht weiter einzuschränken, wenn dazu kein Grund mehr besteht, was bei nicht ansteckenden Personen der Fall ist. Es gibt einfach keine Rechtfertigung dafür, auch nicht den Gleichheitsgrundsatz, weil Ungleiches ungleich zu behandeln ist. Wichtig ist nur, dass die Impfreihenfolge fair ist, also ihrerseits nach sachlichen Kriterien erfolgt und bei gleichem Rang z. B. nach Los.

      • Derzeit kann von einer nachvollziehbaren Impfreihenfolge keine Rede sein. Es gibt eine grobe Liste, wer zuerst geimpft wird, aber diese Liste umfasst wesentlich mehr Personen, als mit dem aktuell verfügbaren Impfstoff versorgt werden können. Die Behörden entscheiden daher nach irgendwelchen Kriterien, die lokal unterschiedlich sein können.

      • Innerhalb der Gruppen ist das so, für die Differenzierung der Gruppen gibt es hingegen Gründe. Wirklich lange muss man warten, wenn man zum großen Rest gehört, der vielleicht erst nächsten Winter geimpft wird, so dass noch ein halbes Jahr Lockdown droht.

  2. Wann wird Merkel samt Hofstaat und Ministerpräsidenten live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen geimpft. Ich bin ja absolut kein Fan des greisen Biden, ABER der hat sich als einer der Ersten öffentlich impfen lassen…!

    • Wer älter ist, profitiert gleichzeitig mehr von der Impfung und riskiert weniger durch Impfschäden (außer wenn diese bei Älteren überproportional häufig und schwer auftreten sollten).

  3. Herr Professor Dilger,
    ich kann das Wort „Herdenimunität“ nicht mehr ertragen und schlage dieses Wort als Unwort des Jahres vor. Menschen, wie Kinder, Frauen und Männer und alles was sich hinter dem Stern versteckt, sind keine „Herden“!!! Menschen sind und bleiben Menschen!!!

  4. Der Prozess läßt sich nicht aufhalten.

    Polen hat jetzt schon bei der Einreise eine Ausnahmeregelung für „Personen, die eine erfolgte Impfung gegen COVID-19 nachweisen können“ (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/polensicherheit/199124).

    Und Ungarn sogar eine für „Personen, die beim Grenzübertritt glaubhaft nachweisen können, dass sie innerhalb von sechs Monaten vor dem Grenzübertritt bereits an COVID-19 erkrankt waren.“ (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/ungarnsicherheit/210332)

    Da ich zu letzterer Gruppe gehöre, freue ich mich natürlich über meine ‚Sonderrechte‘ und werde sie womöglich sogar in Anspruch nehmen. Nicht zuletzt, weil sich die Einschränkung der Reisefreiheit immer mehr nach DDR anfühlt.

    Ausnahmeregelungen beim Maskenzwang in der Öffentlichkeit halte ich dagegen für unpraktikabel, da die Mitmenschen ja nicht den Status von Personen kennen können, die ohne Masken herumlaufen.

    • Wie haben Sie sich denn angesteckt und hatten Sie Symptome?

      Es gibt doch auch Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen müssen oder sogar können. Diese werden z. T. angefeindet, was für einen offiziellen Button o. ä. bei Maskenbefreiung spräche. Dessen missbräuchliche Verwendung müsste dann entsprechend bestraft werden.

      Wenn die Mehrheit geimpft ist, dreht sich das Verhältnis doch sogar um, dass nur noch eine Minderheit die Maske bräuchte, um andere Mitglieder dieser Minderheit nicht anzustecken. Sobald jeder die Gelegenheit zur Impfung hatte, gibt es eigentlich auch dafür keinen Grund mehr, da sich die Ungeimpften dann freiwillig dem Infektionsrisiko aussetzen.

      • In einer Bar. Meine Symptome waren mild, eine verstopfte Nase und leichte Abgeschlagenheit. Insgesamt neun Tage. Kein Fieber, Husten oder Geschmacksverlust, keine Lungenprobleme. Ich dachte, es sei eine Erkältung, weil die Syptome so untypisch für Corona waren. Habe es mit Vitamic C und viel Ruhe nach Feierabend bekämpft. Vitamin D habe ich – ohne von der möglichen Wirkung gegen Corona gewußt zu haben – auch genommen.

        Meine Kontaktliste umfasste 10 Personen. Einen guten Kollegen habe ich davon angesteckt, 24 h bevor ich selbst erste Symptome verspürt habe. Im Büro. Deswegen kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Vorsicht vor längerem Aufenthalt in kleineren, geschlossenen Räumen.

        Unser beider Erfahrung: Nachdem man genesen ist, gewinnt man eine andere Sicht auf die Dinge. Ich fühle, daß die Politik ein Repräsentationsproblem hat. Keiner vertritt angemessen die Interessen der Genesenen. Wir sind nach wie vor von allen Zwangsmaßnahmen betroffen, als hätten wir nichts an Immunität gewonnen.

        Seitdem sind noch viele mehr von Corona genesen und die Gruppe der Geimpften wird vorausssichtlich noch schneller anwachsen. Deswegen ist für mich klar, daß bald mit Wucht Forderungen nach einer Andersbehandlung kommen werden. Und kein Politiker kann es sich leisten, eine rasch anwachsende Wählergruppe im Wahljahr zu ignorieren.

        2020 war schon ein Krampf. 2021 werde ich nicht opfern. Ich will mein Leben zurück, vor allem die Reisefreiheit. Und ich glaube, so denken und fühlen Millionen von Menschen.

        Deswegen werden die Sonderrechte kommen.

      • Es geht hier nicht nur um politischen Druck durch Wählerstimmen. Sie könnten auch gegen die Verletzung Ihrer Grundrechte klagen, wofür es offensichtlich keinen sachlichen Grund mehr gibt.

      • Mein Bekannten- und Freundeskreis ist voll mit „Covid-Kranken“. Die Wahrheit ist: Keiner hat schwerwiegende Symptome erlitten, jeder Erkrankte hat schon weitaus schlimmere Grippeerkrankungen gehabt.

        Im erweiterten Kreis hört man allerdings auch von schwerwiegenderen Fällen, durchaus auch mal bei jüngeren (ca. 30-60 Jahre) Leuten. Diese Menschen haben aber alle eines gemeinsam: Sie haben allesamt in der Pflege gearbeitet. Offensichtlich ist man dort tatsächlich gefährlichen Konzentrationen ausgesetzt und davor nur unzureichend geschützt.

        Insofern ist es nachvollziehbar, dass man die Pflegekräfte zuerst impft. Da werden auch schon fleißig Impftermine versendet. Allerdings wollen diese viele nicht wahrnehmen. Wobei sich am Ende bestimmt viele doch noch dafür entscheiden, die Skepsis scheint aber dennoch groß.

        Ich bin dafür, dass die Impfungen möglichst schnell allen Bedürftigen zugänglich gemacht werden. Ich bin aber kategorisch gegen jede Sonderbehandlung. Ich möchte selbst entscheiden können, ob ich geimpft werde. Ich habe vor einer Impfung zwar keine Angst, aber das habe ich auch nicht vor einem Atemwegsinfekt.

      • Es ist keine Sonderbehandlung, seine Grundrechte wahrnehmen zu dürfen, wenn jeder Grund für deren Einschränkung entfallen ist. Die eigentliche Frage ist doch, ob dieser Grund für die Ungeimpften hinreichend ist. Selbst wenn man das jetzt bejaht, gilt es nicht mehr, sobald jeder sich hätte impfen lassen können.

      • Das ist doch Quatsch. Nur weil man mal eine Infektion hatte, ist man nicht sein ganzes Leben lang immun. Man kann wieder erkranken und sogar daran versterben. Hierfür gibt es bereits unzählige Beispiele weltweit. Die Grippe bekommt man bekanntlich auch immer wieder und eine Kreuzimmunität über verwandte Coronaviren hat ebenfalls bereits eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung. Sonderrechte für „Genesene“ sind aus medizinischer Sicht absolut unsinnig.

        Das wird ja auch spannend an der Impfung. Wahrscheinlich wird man weiterhin krank, im Regelfall nur nicht ganz so schlimm. Infektiös bleibt man womöglich auch, bei der Impfung von AstraZeneca ziemlich sicher, bei jener von Biontech vielleicht/hoffentlich weniger.

      • Es gibt Infektionskrankheiten, gegen die man durch einmalige Erkrankung oder auch Impfung ein Leben lang immun ist und bleibt. Bei anderen ist eine Auffrischung nötig, wobei die Erkrankung eher stärker immunisiert als eine diese nur vortäuschende Impfung. Bei Grippe ist das Problem, dass jedes Jahr neue Virenvarianten auftreten, gegen die bisherige Erkrankungen und Impfungen nur bedingt schützen.

        Wer keinerlei Symptome hat, ist nicht krank, kann aber trotzdem ansteckend sein. Wenn Impfungen dazu führen, schützen sie nur die Geimpften selbst. Wenn sie aber dazu führen, dass die Geimpften niemanden mehr infizieren, gibt es keinen Grund mehr für Grundrechtsbeschränkungen für sie. Letztere bedürfen stets der Rechtfertigung, nicht das Wahrnehmen der Grundrechte.

      • Lasst Euch alle mal impfen. Ich stelle mich ganz hinten an und warte ab. Aber im Mai muss ich nach Deutschland kommen und hoffe sehr, dort über den Sommer wieder Arbeit zu finden.

      • Im Mai dürfte es rein saisonal unabhängig von den Impfungen besser sein. Die eigentliche Frage ist, was nächsten Herbst und Winter passiert.

      • Ich möchte meine Grundrechte schon heute wieder. Ob geimpft oder ungeimpft. Ich hätte sie nie abgegeben. Ich sehe aber nicht ein, dass Geimpfte, Genesene oder was auch immer diese schon wieder vor mir bekommen sollen.

        Wer Schutz möchte, der soll Zuhause bleiben, Spezialmasken tragen und sich künftig impfen lassen. Ich habe auch nichts gegen Angebote (kostenlose Spezialmasken, Taxifahrten etc.) für Risikogruppen. Ich bin aber absolut dagegen, dass die breite gesunde Masse am Leben gehindert wird.

      • Ich würde es auch begrüßen, wenn unser aller Grundrechte besser geschützt bzw. weniger von der Regierung angegriffen würden. Aber während es bei uns noch eine Begründung dafür geben mag, auch wenn wir diese nicht teilen und vor allem nicht für hinreichend und verhältnismäßig halten, ist das bei Personen, die gar niemanden mehr anstecken können, definitiv nicht der Fall.

      • @ Peter Burger am 29/12/2020 um 13:13

        Es ist sehr unterschiedlich. Mein Krankheitsverlauf war definitiv harmloser als die Erkältungen, die ich in den letzten zwei Jahren zuvor hatte.

        Aber die Hälfte der Corona-Fälle, die ich persönlich mitbekommen habe, hatte schon tagelang Fieber, Husten und Lungenprobleme. Darunter auch ein Kollege, der sich bei derselben Person an demselben Abend ebenfalls angesteckt hat.

        Aber ich habe noch von keinem Fall in meinem Umfeld gehört, der so krass gewesen ist wie die Schilderungen einer starken Grippe (die ich persönlich noch nie erlebt habe). Deswegen denke ich, daß für die Masse der Leute außerhalb der Risikogruppen die Medizin (Lockdown, Insolvenz, Vereinsamung) schlimmer als die Krankheit ist.

      • Für Personen außerhalb der Risikogruppen gilt das auf jeden Fall. Sie sterben eher an einer Grippe oder sogar normalen Erkältung. Die eigentliche Frage ist, ob das höhere Risiko für sehr Alte und Vorerkrankte diese massiven Einschränkungen für alle über Monate oder sogar Jahre rechtfertigt. Selbst Angehörige aus den Risikogruppen können doch ihre Freiheit inklusive sozialen Kontakten höher gewichten als die Reduktion des Sterberisikos, die zumindest in Altenheimen nicht einmal sonderlich groß ausfällt.

      • Es ist doch nicht neu, dass schwere Grippeverläufe (wovon ich selbst schon betroffen war, ja, ich ging mehrere Wochen durch die Hölle) bei jungen Menschen häufiger und möglicherweise auch gefährlicher sind als Corona. Corona ist eine Krankheit, die Alte und Schwache befällt. Die Grippe ist eher für junge Menschen eine Gefahr. Man denke an die Spanische Grippe, die selbst in Ländern ohne Kriegsschäden und Hungersnot Massen an jungen Menschen dahingerafft hatte. Deshalb sollte man die Risikogruppen effektiv schützen und nicht das Alltagsleben verbieten.

      • Die Spanische Grippe war ein Sonderfall, weil sie vor allem jüngere und mittelalte Erwachsene getötet hat und dann noch so viele davon. Eine normale Grippewelle tötet auch Alte und Kranke, aber eben auch Kinder und Menschen im arbeitsfähigen Alter, was bei der aktuellen Corona-Pandemie kaum der Fall ist, weshalb ihr tatsächlich ganz anders begegnet werden sollte als mit den unspezifischen Maßnahmen in Deutschland, die dann noch nicht einmal zum Erfolg führen bzw. überhaupt kein klares Ziel haben.

      • Es wird so oft in liberalen Kreisen behauptet, dass man ja einfach die Risikogruppen schützen könne und dann alles gut wäre. Wäre das so einfach, würde man es weltweit machen. Allerdings zeigt sich, dass es nicht gelingt. Wenn das Infektionsniveau in den Nichtrisikogruppen hoch ist, dann springt das Virus auch irgendwann auf die Risikogruppen über, weil sich die Lebenswelten nicht perfekt trennen lassen. Gute Masken etc. helfen viel, sind aber auch kein Wundermittel.

      • Es sagt niemand, dass es einfach ist, aber unsere Politiker versagen doch sowohl beim Schutz der Risikogruppen als auch mit ihren gegen die gesamte Bevölkerung gerichteten Maßnahmen. Anfang November wurde ein leichter Lockdown für angeblich nur den November gestartet, der nichts gebracht hat, weshalb man ihn ebenfalls ohne Erfolg zweimal verlängerte und verschärfte. Im Januar wird sich dieses Trauerspiel wiederholen. Das kostet ungemein viel Lebensqualität, Wohlstand und Leben.

      • Eurokanadier: Könnten Sie „In einer Bar“ spezifizieren? War es eher die Aerosolbelastung in der Raumluft oder direktes Anhusten oder… ? Das sind sehr relevante Fragen, über die es allgemein wenig Erkenntnisse gibt.

  5. Die Frage der Sonderrechte ist rein akademischer Natur. Da die Impfungen nicht markt- sondern spahnwirtschaftlich organisiert werden, stellt sich die Impffrage den normalgefährdete Bürger frühestens im Herbst.

    • Ja, aber Millionen Menschen werden dann schon geimpft sein. Warum gönnt man alten Menschen nicht wieder mehr soziale Kontakte in ihrer verbleibenden Zeit oder Pflegepersonal keine Reisen?

      • Warum? Weil dies nur, wie Unlauterbach unlängst verriet, das Vorspiel für einen noch größeren Lockdown ist. Den großen Klimalockdown. (Und der deutsche Untertan wird wieder mit Freude mitmachen.)

  6. Ich glaube nicht, dass wir dauerhaft zu wenig Impfstoff haben. Spätestens wenn die anderen Anbieter nachziehen, werden wir in Deutschland Impfstoff im Überfluss haben. Engpass ist da viel eher qualifiziertes Impfpersonal. Offensichtlich schon jetzt, sonst würde man nicht einfach die fünffache Impfstoffmenge spritzen.

    Ich hoffe, dass ich um eine überflüssige Impfung herumkomme, fürchte aber, dass es auf eine indirekte Impfpflicht herauslaufen wird. Spätestens wenn die große Masse Zugang zum Impfstoff bekommt, werden private Anbieter loslegen mit dem Verlangen von Impfausweisen. Dem Staat gefällt das freilich, so wird er nicht selbst zum Buhmann.

    • Wenn alle die Gelegenheit zur Impfung hatten, gibt es doch überhaupt keinen Grund mehr für die Zwangsmaßnahmen. Jeder, der wollte, konnte sich durch eine Impfung schützen. Wer nicht wollte, hat keinen Anspruch, von anderen Masken, Kontaktbeschränkungen, Verzicht auf Berufsausübung etc. zu fordern.

      • Ich möchte nicht geschützt werden, da ich aufgrund meines Alters keinen Schutz benötige. Ich möchte aber auch nicht geimpft werden, weil ich die Impfung aufgrund meines Alters ebenfalls nicht brauche. Ich verstehe deshalb nicht, warum man nach freiwillig erfolgten Impfungen a) eine Maskenpflicht und b) eine Impfpflicht für den renitenten Rest benötigt.

        Die Welt soll mich einfach in Ruhe mein Leben leben lassen und mich nicht zum Verbrecher abstempeln, weil mir meine eigene Gesundheit wichtiger ist als das vermeintliche Wohl der Allgemeinheit. Der Mensch ist ein soziales Wesen, aber im Kern auch mit einer gesunden Prise Egoismus ausgestattet. Genau diesen fordere ich ein.

      • Eine Impfpflicht ist abzulehnen. Dass Geimpfte (und Genese) ihre Grundrechte vorher zurückerhalten, ist jedoch sachlich gerechtfertigt und entspricht keiner Impfpflicht durch die Hintertür. Süätestens wenn jeder, der wollte, sich impfen lassen konnte, sind auch denen, die es nicht wollten, wieder ihre vollständigen Grundrechte zu gewähren. Jeder soll selbst entscheiden, welche Risiken er (nicht) tragen will.

      • Leider ist die Krux dabei, daß die Allgemeinheit immer noch für die Kosten einer Coronabehandlung der Impfverweigerer aufkommen müßte. Und wer die Kosten trägt, darf auch das Sagen haben.

      • Dieses Argument müsste dann aber auch andernorts gelten. Warum den Raser auf Kosten der Allgemeinheit behandeln? Warum den Fettsüchtigen? Warum den Raucher? Die PKV hat gewisse Aufschläge in der Kostenkalkulation. Warum nicht in der GKV?

        Dieses Argument ist deshalb doch völlig vorgeschoben. In unserer Gesellschaft ist allgemein akzeptiert, dass Menschen auf Kosten der Allgemeinheit medizinische Behandlung genießen. Ob verschuldet oder unverschuldet spielt überhaupt keine Rolle. Wer bei dieser Frage plötzlich ethisch differenziert, der zeigt, dass es ihm in Wahrheit eben nicht um Nächstenliebe geht.

      • Es geht doch erkennbar nicht um Nächstenliebe, sondern es gibt verschiedene Interessen, von denen manche moralisch überhöht und andere verdammt werden, was morgen auch schon wieder umgekehrt sein kann.

        Behandlungen werden nicht wegen „Schuld“ der Patienten verweigert, es wäre höchstens ein Zuschlag bei der Krankenversicherung gerechtfertigt.

      • Außerdem erhöhen Sie natürlich mit einer Impfverweigerung die Gefahr, den Virus an Mitmenschen weiterzugeben.

        Echte libertäre Gesellschaften mit maximaler individueller Freiheit hat es in der Geschichte nur eine gegeben: Die Insel von Robinson Crusoe. Und das auch nur solange bis Freitag dazukam.

      • Wenn alle sich impfen lassen konnten, sind die Mitmenschen, die noch infiziert werden könnten, doch ebenfalls solche, die sich nicht impfen lassen wollten.

      • Libertäre Freiheiten gab es in den nordamerikanischen Kolonien und in den USA an der frontiers line, der gedachten Grenze von der Zivilisation zur Wildnis. Die europäischen Einwanderer kamen lange bevor staatliche Strukturen existierten. Daher sind libertäre Vorstellungen in den USA weit verbreitet und ein ganz wesentlicher kultureller Unterschied zu Deutschland.

        Noch heute leben in den USA Leute ganz weit draußen, wo sie mit den Staatsorganen wenig Berührung haben. Ich war mal in Oklahoma und da hat man von seinen „Nachbarn“ gesprochen, die eine Autostunde auf Schotterpisten entfernt gewohnt haben und sagten, „Washington kann mich mal„…

      • Nein, es geht nicht um Nächstenliebe. Ich finde es aber schon erstaunlich, wie plump manche Leute ihre Maske fallen lassen.

        Ich bin ganz ehrlich: Das Pflegepersonal tut mit leid. Es braucht hierfür aber keinen offensichtlich nutzlosen Lockdown. Wir haben auch nicht zu wenig medizinisches Gerät. Wir haben einfach zu wenig Personal. Das Personal gäbe es aber. Alleine ich kenne mehr als eine Hand voll inaktives Pflegepersonal. Mit besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld stünden die bereits morgen wieder auf der Matte. Das wäre alles 1000x günstiger gewesen als dieser Horror-Lockdown momentan.

      • @ Alexander Dilger am 29/12/2020 um 14:42

        Das wäre aber erst im Endzustand so, wenn sich die beiden Gruppen der Geimpften und Nichtgeimpften abschließend gebildet hätten. Bis dahin könnten Impfverweigerer den Virus aber unter Impfwilligen, die noch nicht an der Reihe waren, verbreiten.

        Der Libertarismus bietet keine Antwort auf komplexe gesellschaftliche Fragen. Am ehesten kommt man ihm noch in einer abgeschiedenen kanadischen Holzhütte. Bei sozialem Kontakt entpuppt er sich schnell als eine Mischung aus grenzenloser Naivität und rücksichtslosem Egoismus. Ich sage das nicht verurteilend, sondern mit einem Anflug von Bedauern.

      • Libertäre lehnen staatlichen Zwang komplett ab, während Liberale wie ich ihn befürworten, wenn er gerechtfertigt und verhältnismäßig ist, aber sonst nicht, was Staatsgläubigen wiederum egal ist, weil sie jede Willkür der Regierung per se für gerechtfertigt halten.

    • Die fünffache Impfstoffmenge haben sie bereits in Stralsund gespritzt. Die Rezipienten liegen nun im Krankenhaus.

      Aber Spaß beiseite: In Israel werden täglich 150.000 Bürger geimpft. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl müßten in Deutschland bei gleicher Quote täglich gut 1.000.000 Impfungen erfolgen. Während Israel in ein paar Wochen durch ist, warten die Deutschen geduldig, bis alle anderen versorgt sind.

      • Interessant. Das geht fix. Ich lese, es sind 100.000, was immer noch sehr viele sind (https://www.timesofisrael.com/israel-nears-500000-vaccinated-in-new-daily-record-teachers-to-be-prioritized/).

        Ich frage mich allerdings, ob der Verteilungsschlüssel gerecht ist und arabische Israelis auch angemessen in den Genuß der Impfung kommen. Ganz zu schweigen von den Palästinensern in den besetzten Gebieten. Als Besatzungsmacht sollte Israel dort auch eine Fürsorgepflicht haben.

        Bei dieser Geschwindigkeit macht die Reihenfolge allerdings keinen großen Unterschied mehr. Erinnert mich an den Film „World War Z“, wo Israel auch vorausschauender als andere Staaten handelte. 😉

      • Global dürfte es sich um ein Nullsummenspiel handeln, also was in Deutschland an Toten durch verspätete Impfungen produziert wird, wird anderswo eingespart. Daher geht es im Kern um die Frage, ob einem z.B. ein linksradikaler toter 90-Jähriger aus Deutschland näher steht als ein bürgerlicher toter 90-Jähriger aus den USA.

      • Das ist eine völlig unethische Sichtweise. Es ist auch kein Nullsummenspiel. Durch mehr Ressourceneinsatz könnten natürlich auch mehr Impfstoffe schneller bereitgestellt werden.

      • Langfristig ja, aber in den kommenden Wochen ist die globale Menge an Impfstoff sicherlich sehr begrenzt. Was wäre in der Zeit aus Ihrer Sicht ein geeigneter globaler Verteilungsschlüssel?

      • Die kommenden Wochen machen keinen großen Unterschied. Technisch wäre es noch möglich, dass nächsten Herbst und Winter alle Impfwilligen geimpft sind, zumindest in allen wohlhabenden Ländern. Viele Länder werden das auch hinbekommen, bei unserer Regierung habe ich jedoch Zweifel.

    • Man sagt mir, daß ich zum essentiellen Personal gehöre (was totaler Unsinn und tatsächlich Ausdruck von Gruppenegoismus ist), aber ich werde gerne anderen den Vortritt lassen. Bei meinen Eltern hoffe ich dagegen, daß sie sich bald impfen lassen können. In der Nutzen- und Risikoabwägung gewinnen alte Menschen am meisten durch die Impfung, Genesene wie ich am wenigsten.

      • Es macht doch überhaupt keinen Sinn, Genesene jetzt impfen zu wollen. Der Impfstoff ist knapp und sie werden dadurch nicht immuner, sondern nur einem zusätzlichen Impfrisiko ausgesetzt.

      • So sehe ich das auch. Ich bezweifle aber stark, daß die Gesundheitsämter so sortiert sind, daß sie Genesene überhaupt identifizieren können. Ich habe selbst erlebt, daß die Gesundheitsämter an meinen beiden Wohnsitzen unabhängig voneinander arbeiten. Jedes Amt hat seine eigene Datenbank, meldet die Fälle nach oben, hat aber keine Kenntnis von Vorgängen in anderen Kreisen.

      • Es reicht doch, wenn ein Gesundheitsamt Ihnen das bescheinigen kann. Man könnte auch einfach einen Test auf Antikörper machen.

      • Das Gesundheitsamt bescheinigt das im Regelfall nicht. Eine diesbezügliche Anfrage ist bislang unbeantwortet geblieben. Der deutsche Gesetzgeber hat anders als in einigen Nachbarländer (noch) keine Bestimmungen für Genesene erlassen. Uns gibt es juristisch nicht. Die Durchmeldung meiner Infektion durch die Gesundheitsbehörden erfolgte telefonisch, so daß ich keine schriftliche Bestätigung meiner durchlaufenen Covid-Infektion besitze.

        Den positiven Antikörpertest, den ich trotzdem habe, habe ich auf eigene Kosten im Ausland vornehmen lassen. Den Rechtswert dieses Dokuments, das in fehlerhaftem Englisch verfaßt ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

      • Es ist eine politische Frage. Regierung und Parlament sind dafür verantwortlich, die Gesundheitsämter sind nur ausführende Organe. Ich verstehe sogar, dass man keinen Anreiz setzen will, dass sich Menschen absichtlich anstecken. Bei den Impfungen kann das aber doch überhaupt kein sinnvolles Motiv sein.

    • @ Peter Burger

      SIe werden da keine Chance haben. Sobald Millionen geimpft sind, haben diese eine andere Interessenlage. Der Druck auf Nichtgeimpfte nachzuziehen, wird gewaltig ansteigen.

      Es wird zwar keinen direkten Impfzwang geben, aber die Sache wird so aufgezogen werden, daß Lockerungen nur Geimpften zugute kommen. So wie es jetzt schon punktuell der Fall ist (s.o. Beispiel Polen). Auch Genesene wie ich werden sich gegen den faktischen Impfzwang nicht behaupten können, weil ja „Restrisiko“.

      Die Medien werden den Furor gegen Impfverweigerer nur noch befeuern, so daß Impfverweigerer irgendwann wie Aussätzige, Geisteskranke oder – Lieblingsausdruck der Linken – gleich „Menschenfeinde“ behandelt werden. Was kommen wird, können Sie in jedem schlauen Buch über Massenpsychologie, angefangen bei Nietzsches tiefen Einsichten, schon jetzt nachlesen. Die Mehrheit bestimmt hier die Moral und die Marschroute.

      • Vielleicht kommt es so, aber es wäre irrational (wie leider so vieles in der Politik). Wenn die Mehrheit geimpft ist, geht für sie doch gar kein Risiko mehr von den Ungeimpften aus. Ungeimpfte gefährden nur andere Ungeimpfte, was Maßnahmen rechtfertigen kann, solange noch nicht jeder sich impfen lassen konnte, der es wollte. Danach sind diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, mit dem verbliebenen Ansteckungsrisiko unter sich und sollten sich gegenseitig in Ruhe lassen.

      • Klar ist es irrational. Aber der Politik wird es leicht fallen, irgendwelche Risikogruppen zu benennen, die von einer allgemeinen Impfung profitieren könnten (Neugeborene, ausländische Touristen oder Geimpfte, bei denen die Impfung nicht anschlug).

        Wobei ich gar nicht einmal glaube, daß sie sich soviel Mühe bei der Rechtfertigung geben wird. Man muß sich doch nur das Beispiel der Gesichtsmasken vergegenwärtigen. Die wurden ohne wissenschaftliche Beweise für ihre Effektivität verordnet. Und der Verfassungsschutz hat schnell die einzige außerparlamentarische Opposition gegen solche Zwangsmaßnahmen ins Visier genommen (Querdenken).

        Das Muster, wie mit Impfgegnern verfahren wird, ist also schon erprobt. Das Haten wird beginnen, sobald die Zahl der Geimpften eine kritische Masse erreicht hat, vorausgesetzt der Impfstoff bewährt sich leidlich. Im schlimmsten Fall rechne ich mit einem gesellschaftlichen Klima à la „Kauft nicht bei Ungeimpften“.

      • Das droht tatsächlich, aber vernünftige Menschen beteiligen sich nicht an diesem Unsinn, ganz gleich, wie sie selbst zu den Impfungen stehen. Leider gibt es zu wenige solche Menschen in Deutschland.

      • So lange wird es wohl nicht dauern, aber der nächste Herbst und Winter sind noch nicht gesichert, während unsere weitsichtigen Herrscher uns jetzt wohl noch den ganzen Winter an Kontakten hindern und ganze Branchen vernichten wollen.

      • Wo bitte konkret lesen wir die von Ihnen empfohlenen Tiefen Einsichten Nietzsches zur Massenpsychologie?

  7. Wir haben jetzt zu wenig Impfdosen. Überall lese ich, wir hätten zu wenig bestellt. So dämlich ist ja eigentlich keiner. Der Termin Ende des Jahres war ja schon seit Monaten wahrscheinlich gemacht worden.
    Soweit mir bekannt ist, wurden die Dosen als Erstimpfung jedem EU Land nach irgendeiner Verhältnismäßigkeit zugeteilt. Das finde ich auch gerecht. Israel hat keine Dosenprobleme, sie konnten kaufen, so viel sie wollten, sie sind ja auch nicht reglementiert wie wir hier in der EU.
    Ich hoffe nun, dass für die Zweitimpfung in 3 Wochen der Stoff auch zur Verfügung steht. Dazu mal eine Frage, die bislang noch nicht kommuniziert wurde. Muss der Impfstoff beider Impfungen der gleiche sein?

    • Die EU hätte mehr bei den zeitlich schnellsten Impfstoffproduzenten kaufen können, hat das aber wohl wegen französischer Präferenzen für einen eigenen Hersteller abgelehnt. Unabhängig davon hätte die Bundesregierung zusätzliche Impfdosen kaufen können, hat das aber auch verpennt.

      Für die Zweitimpfungen wird der Impfstoff bereits jetzt zurückgehalten, ansonsten könnte man jetzt bereits doppelt so viele Personen impfen. Es muss auch ein gleichartiger Impfstoff sein. Wie nötig die zweite Impfung tatsächlich ist, ist noch nicht hinreichend klar.

  8. Hier handelt es sich eben gerade nicht um Sonderrechte, sondern um die Wiedereinsetzung Einzelner nachgewiesen Gesunder in ihre unveräußerlichen Grundrechte. Die Grundrechte sind nach Ossenbühl ihrem Wesen nach Abwehrrechte (des Einzelnen) gegen den Staat. Ganz streng genommen dürfen diese Grundrechte nur bei konkreter Gefahr, die von bestimmten Einzelnen ausgeht, eingeschränkt werden.
    Somit ist die Minimalforderung, dass Menschen mit nachgewiesener Immunität und fehlender Ansteckungsfähigkeit – egal ob durch Impfung oder durchgemachte Erkrankung – in ihre vollen Rechte einzusetzen sind.
    Es bleibt ohnehin zweifelhaft, ob die Grundrechtseinschränkungen überhaupt vertretbar sind bei nicht bekanntem Immunitäts- und Infektiositätsstatus, wie bei großen Versammlungen von Coronademonstranten. Mir jedenfalls ist kein einziger gesicherter Fall bekannt, wo sich jemand – mit oder ohne Maske – im Freien angesteckt hätte. Nach Spahn’scher und Merkelscher Logik vom größten Glück der größten Zahl könnte ein einzelner Verdächtiger auch sein Leben verwirken.
    In einem Land mit Juristen in der Tradition von Freisler, Filbinger und Globke ist allerdings mit einem Gerichtserfolg im Sinne der Protestierer nicht zu rechnen.

    • Richtig, die Grundrechte von 80 Millionen Menschen in Deutschland werden massiv beschränkt, obwohl die allermeisten nicht infiziert sind und dementsprechend auch niemanden infizieren. Es erfolgt nur auf den reinen Verdacht hin, dass man infiziert sein könnte. Bei nachgewiesener Infektion ist hingegen eine Quarantäne gerechtfertigt, allerdings wegen der ungenauen Tests auch eine Widerlegung des Nachweises möglich.

  9. Pingback: Maas will, dass Geimpfte statt alle ihre Grundrechte wieder ausüben dürfen | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.