Fischer hält sich für westlicher als die Angelsachsen

Es meint der Obergrüne „Joschka Fischer: «Mit Brexit und Trump haben sich die Briten und Amerikaner vom Westen verabschiedet»“. Das ist eine absurde Vorstellung von einem früheren linksextremistischen Gewalttäter. Großbritannien und die USA sind der Westen, nicht die Grünen, von denen sich freie Menschen nicht bevormunden lassen wollen. Die EU ist nicht mehr auf dem richtigen Weg und es gibt keine europäische Souveränität, von der Joseph Fischer träumt. Er sieht doch sogar selbst, dass Deutschland wichtig ist, will es aber nicht national denken. Westbindung und Europaorientierung sind richtig, aber als souveräner und demokratischer Nationalstaat wie die meisten anderen EU-Mitglieder auch. Die Idee, Deutschland einfach durch Europa ersetzen zu können, ist ein Fehler und schon wieder ein gefährlicher deutscher Sonderweg. „Eine Weltmachtrolle der EU“ sieht Herr Fischer immerhin nicht, will dann aber doch „auf Augenhöhe“ mit der Weltmacht USA sein, statt die Vorteile einer ausdifferenzierten Beziehung mit Arbeitsteilung zu erkennen. Deutschland sollte seinen NATO-Verpflichtungen einschließlich hinreichenden Verteidigungsausgaben nachkommen, aber nicht „mehr militärisches Engagement“ zeigen, wie der Wandler der Grünen von einer Friedens- zur Kriegspartei fordert.

15 Gedanken zu „Fischer hält sich für westlicher als die Angelsachsen

  1. WER ist Joseph Fischer?
    Ein früherer Taxi-Fahrer und Gewalttäter, über den Weggefährten sagen, er sei ein „selbstverliebtes Arschloch“ (Zitat!). In seinem PKW wurde die Waffe gefunden, mit der der FDP-Politiker Heinz-Herbert Karry umgebracht wurde. Als Außenminister hatte er den ersten deutschen Militäreinsatz gegen ein europäisches Land seit dem 2. Weltkrieg und die systemstische Vergabe von Visa für Zwangsprostituierte aus dem Ostblock zu verantworten. Fünfmal geschieden ist er (eine Exfrau nennt ihn „Kotzbrocken„, Zitat!) und jetzt hällt er nur noch Reden gegen viel Geld. Was soll aus so einem Mund Gescheites kommen…?

    • Und mit dem Mordanschlag auf Jürgen Weber will er auch nichts zu tun gehabt haben. Weber wurde bei lebendigem Leib verbrennt. Er „überlebte“ mit schweren Verletzungen. Die medizinischen Spätfolgen sind aber schwer zuzuordnen. Jedenfalls ist Weber mittlerweile mausetot.

      • Seine direkte Tatbeteiligung ließ sich in diesem Fall nicht beweisen, doch er verkehrte in terroristischen Kreisen und wurde äußerst gewalttätig gegen einfache Polizisten. Er hätte nie Außenminister werden dürfen. Vordergründig hat er seine Ansichten geändert, aber seine Befürwortung von Gewalt ist geblieben und er ist für die deutsche Beteiligung an einem Angriffskrieg verantwortlich.

      • Das ist richtig. In dem Fall standen Aussage gegen Aussage. Er soll am Vorabend, den Einsatz von Molotovcoktails ermutigt haben. Er streitet es ab. Es sind nur, für meinen Geschmack, zuviele Merkwürdigkeiten wie die Mordwaffe in seinem Auto, um an seiner Redlichkeit zu zweifeln.

        Ähnliches gilt auch für seinen Kumpagn Christian Ströbele, der immer noch stolz darauf ist, mit der „taz“ Gelder für Waffen gesammelt und eben solche nach Lateinamerika geschmuggelt zu haben. Der streitet das nicht mal ab.

        Wer denen „Pazifismus“ abkauft, hat nicht aufgepasst.

    • Es mussten Spitzenpolitiker schon wegen weitaus weniger zurücktreten, als was Fischer alles auf dem Kerbholz hat! Aber er wurde ja sogar über Jahre zum „beliebtesten Politiker“ gekürt (Mich würden wirklich die Einzelheiten interessieren, wie diese „Umfragen“ zustande kommen!). Stellen wir uns einfach einmal vor, ein AfD-Politiker hätte eine ähnliche Vita mit Gewalt und Extremismus. Es wird zwischen Rechts und Links mit zweierlei Maß gemessen, was ich nicht akzeptieren kann!

  2. ….Fischer ist mit begrenzter Intellektualität ein Größenwahnsinniger, nicht erst seit heute.

    Er kann sich bestätigt fühlen durch Aufmerksamkeit von Medien und Politiker/innen.

    Bestätigt fühlen durch Werdegang in höchste Ämter wie AM für Deutschland. Rätsel für meine Wenigkeit warum Madeleine Albright diesem Typus u.a. so viel persönliche Sympathie schenkte.

    Ein Frauentyp was er auch Privat voll auslebte ? Aus meiner Sicht dicker Mops ohne Disziplin, vulgär und mit eigenartiger verdrechselter Sprache – a la Dutschke – die etwas ausdrücken soll was er mangels Bildung nicht besitzt.

    Diametral seine persönlich erfolgreiche Berufsausübung unter Vernichtung, Vertreibung ganzer Chemie und Pharma – Industriezweige – ( ….siehe Hoechst, heute Sanofi-Gruppe ) und als Krönung der Außenminister.

    Persönlich erfolgreich u.a. bei der Autolobby ( ……ein Traum ist wahr geworden ! ) als Grüner und Medien ganz allgemein.

    Wider Deutsche Interessen bei sogen. „Visumerleichterungen “ im März 2000 die es ca. 300.000 Ausländern ermöglichten völlig unkontrolliert in die Bundesrepublik einzureisen. ( ….siehe Die Welt vom 07.02.2005 ) Etc.

    Wie bereits oben geschrieben , Fischer kann mit begrenzter Sichtweise weder USA noch GB ins Weltgeschehen – einschl. Geschichte und Zukunft ) einordnen. Ist als wenn der berühmte Hund den Mond anbellt.

  3. Die Idee, Deutschland einfach durch Europa ersetzen zu können, ist ein Fehler und schon wieder ein gefährlicher deutscher Sonderweg.

    Nein, leider ist es kein Sonderweg. Hier rennen alle gemeinsam zur Klippe. Der Vorwurf des „Sonderwegs“ ist ohnehin immer etwas schief, weil auch Mehrheiten falsch liegen können. Der gemeinsame Irrweg der EU wurde schon von Thatcher beschrieben.

  4. Fischer ist ein großes politisches Naturtalent für seine Sache gewesen, aber hier irrlichtet er komplett.

    Das Perverse ist, daß die Grünen Schmuddelkinder von einst sich selbst mittlerweile für das ureigene Wesen des Westens halten, während ihre fanatische Politik der Masseneinwanderung, Multikulturalisierung und gesellschaftlichen Identitätspolitik für imaginäre (Klein)Gruppen in Wirklichkeit den sicheren Untergang des Abendlands bewirkt.

    Und der Linksruck der CDU/CSU hat ihnen dabei komplette Narrenfreiheit gegeben, indem er die politische Tektonik völlig durcheinander gebracht hat.

    Diesen Prozess entgegenwirken kann eigentlich nur noch eine Kombination aus handfester wirtschaftlicher Krise, erstarkender AfD und einem beherzten Bundeskanzler Merz.

  5. Tatsächlich gab es unter rot-grün einige Militäreinsätze. Aber es gab auch ein klares Nein zur Beteiligung am Krieg gegen den Irak 2003. CDU/CSU hätten sich hieran beteiligt.

    • Frau Merkel war seinerzeit tatsächlich für eine deutsche Beteiligung am Irak-Krieg. Die rot-grünen Kriegsbeteiligungen hatten das allerdings vorbereitet. Es wäre für Deutschland und den Rest der Welt besser, wenn für Deutschland die Beteiligung an fremden Kriegen oder gar eigene Kriege bis heute tabu geblieben wären mit Ausnahme der reinen Verteidigung Deutschlands und seiner NATO-Verbündeten.

    • Ja. Fairerweise muß man sagen, daß bei der „humanitären Intervention“ 1999 das politische Klima der Regierung Schröder keine andere Wahl gelassen hat, selbst wenn sie gewollt hätte. Alle gesellschaftlichen Akteure waren für die „humanitäre Intervention“, ein einzelner Kritiker wie Peter Handke wurde gnadenlos fertig gemacht. International standen 19 NATO-Länder der US-Luftwaffe Spalier, um der antiserbischen Kriegspropaganda vom „Hufeisenbogen“ naiv Glauben zu schenken und die Albaner faktisch in den Vollbesitz des Kosovo zu bomben.

      Erst in der Folge wuchs die Skepsis am Bomben für den Frieden so stark, daß Schröder 2003 genug öffentlichen R+ckhalt hatte, um sich dem Verlangen der Amerikaner an der nächsten „Intervention“ im Irak verschließen zu können. Trotzdem erforderte das noch erheblichen politischen Mut. Mehrere andere mittelgroße NATO-Verbündete (Polen, Spanien) gaben dem US-Druck nach und zogen ohne große Überzeugung ins Feld.

      Die Grünen haben sich damals zu einer Pro-Kriegspartei gewandelt, die sie bis heute geblieben sind. Aber sie sind damit keineswegs allein. Ich erinnere daran, daß Transatlantiker wie der WELT-Autor Richard Herzinger den bewaffneten Einsatz gegen das Assad-Regime bei jeder Gelegenheit gefordert haben. Erst in den letzten 2-3 Jahren wurde er wohl von der Redaktion abgeschaltet.

      Der amerikanische Denker Steve Sailer hat diese Politik treffend als „invade the world, invite the world“ bezeichnet, bei der ‚progressive‘ und neokonservative Kräfte zum Schaden des Westens und der gesamten Welt unheilvoll zusammenwirken (https://twitter.com/steve_sailer/status/665654490998042625)

      • Die Frage ist, warum überhaupt 1999 ein so starker Eifer vorhanden war, den Kosovokrieg zu führen. Die Existenz des Hufeisenplans ist in der Tat umstritten und Joschka Fischer hat mit dem Auschwitzvergleich sehr dick aufgetragen. Möglicherweise haben einige Linke in Serbien ein neues Hitler-Deutschland in kleinerer Form gesehen, aber ich kenne mich in der Geschichte des Balkan zu wenig aus, um das präzise einschätzen zu können.

        2001 gab es nach 9/11 große Zustimmung zu einer Intervention in Afghanisten. Beim Irakkrieg 2003 war die Motivation von Anfang an nebulös und es hat sich ja auch nachher herausgestellt, dass die Beweise für die Massenvernichtungswaffen gefälscht waren.

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