EU will Verbrennungsmotoren nun über Euro-7-Norm verbieten

Die EU plant schon wieder den nächsten Schlag gegen ihre eigenen Bürger und Unternehmen (nach ‚EU für willkürliche statt planbare Emissionsziele und Verbot von Verbrennungsmotoren‘): „Verbrenner-Aus ab 2025? ‚Dann ist auch für Hybridautos Schluss‘: Antriebs-Experte erklärt, was Euro 7 für Autofahrer bedeutet“. Die EU plant gegen den Rat ihrer eigenen Experten neue sehr strenge Abgasgrenzwerte auch in Extremsituationen, die z. T. unter der Messgenauigkeit liegen und auch von Elektroautos nicht eingehalten würden, wenn die Stromerzeugung einbezogen würde. Das eigentliche Ziel ist rein politisch, nicht allgemeine Vorgaben zu machen und dann dem Wettbewerb zu überlassen, welche Art von Autos und Motoren sich durchsetzt, sondern einseitig Elektroautos zu pushen, selbst wenn diese weniger umweltfreundlich sind. So könnten mittelfristig Verbrennungsmotoren CO2-neutral mit synthetischen Kraftstoffen fahren, während beim tatsächlichen Strommix (und wegen der energieaufwendigeren Herstellung) Elektroautos zu relativ viel CO2 führen. Die Emissionsreduktion ist aber gar nicht das wirkliche Ziel, sondern das Verbieten und Regulieren selbst. Dabei wird auch wieder missachtet, dass der Rest der Welt sich ganz anders verhält. Gute Technik aus Europa und insbesondere Deutschland könnte global viel mehr bewirken als der Ausstieg aus immer mehr Bereichen.

18 Gedanken zu „EU will Verbrennungsmotoren nun über Euro-7-Norm verbieten

  1. Den bekannten negativen Aspekten in der eMobilität noch folgende Erwartung hinzugefügt:
    Sollten sich tatsächlich sprunghafte Fortschritte in der Batterietechnik ergeben, verwandelte sich der eKfz-Bestand laufend zu Schrott. Der gegenwärtige eKfz- Absatz scheint von Firmennachfrage für die Überlassung an Mitarbeiter getrieben zu sein (z.B. von SAP), wobei den Mitarbeitern steuerlich günstige Sachbezüge winken . Die Firmen schreiben dann in 6 Jahren ab und stoßen in der Zweitverwertung auf keine Nachfrage, weil der Privatanwender mit Amortisations- Zeiten von 10 und mehr Jahren rechnet. Zu der Unsicherheit beim Betrieb der eKfz wird dann – für den Privatanwender entscheidende – Wertinstabilität hinzutreten. Vielleicht holen wir dann alle die nach Afrika exportierten Gebrauchtfahrzeuge zurück ?

    • Die Laufzeit alter Batterien nimmt ab, während neue Batterien gleich mit längerer Laufzeit starten. Das größte Risiko ist aber auch hier wieder politisch. Nach Fahrverboten für Diesel und Benziner können z. B. auch solche für Hybridfahrzeuge kommen. E-Auto-Besitzer könnte man mit höhen Gebühren für die Entsorgung des Sondermülls belasten.

  2. Ein Verbot erscheint mir ebenfalls als realitätsfern und rein ideologischer Natur zu sein. Stattdessen wäre es doch ökologisch sinnvoller, stärker in die Technologie des öffentlichen Nahverkehrs zu investieren und dadurch Alternativen zum Automobil attraktiver zu machen. Auch deutsche Autobauer könnten stärker in Bus und Bahn investieren, damit keine Arbeitsplätze verlorengehen.

    • Corona zeigt doch, dass der öffentliche Personennahverkehr eher eine Schönwetterveranstaltung ist. Es gibt auch schon genug Produzenten von Bussen und Bahnen, die Nachfrage oder deren Organisation sind das Problem.

      • In puncto Organisation, Herr Professor Dilger, stimme ich Ihnen zu. Verspätungen und kurzfristige Personalausfälle müssten rechtzeitig behoben, Taktungen erhöht werden.

        Nach erfolgreicher Impfung der Massen wird die Gefahr durch Corona aber hoffentlich wieder entschärft werden, wodurch die Nachfrage wieder anziehen könnte. Im ländlichen Raum werden Pkw weiterhin eine wichtige Rolle spielen, doch in urbanen Zentren ist ein Ausbau des ÖPNV unverzichtbar, wie die ganzen Belastungen (Staus zur Rush Hour, Smogwerte, Stress usw.), vor allem durch Pkw-Pendler verursacht, sowie die daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen zeigen. Das ist u. a. der Grund, weshalb die Nachfrage nach Nutzung des ÖPNV vor der Corona-Krise angestiegen ist, nur die von Ihnen beschriebene verbesserungswürdige Organisation führt dazu, dass viele frustriert sind und dann doch wieder mit dem Auto fahren.

        Die Autofahrer dürften sich freuen, wenn mehr Menschen auf Massen- und/oder andere Verkehrsmittel (Fahrrad, E-Scooter) umstiegen, da dies zumindest in den Großstädten zu einer räumlichen Entlastung auf der Straße führen könnte.

      • Selbst wenn die Corona-Pandemie irgendwann vorbei ist oder zumindest nicht mehr zu solcher Panik führt, kommt die nächste Krise doch bestimmt und sind der öffentliche Personennah- und -fernverkehr verwundbarer als individuelle Mobilität. Zwar sind Autos teuer, aber ihre Grenzkosten sind recht niedrig, wenn man eines hat.

    • Durch den Einbau von Lüftunsanlagen ließe sich das Infektionsrisiko verringern, so wie es in allen anderen geschlossenen und gemeinsam genutzten Räumen auch erforderlich sein wird. Ab einer bestimmten Auslastung ist Bus- und Bahnfahren mittel- bis langfristig emissionsärmer als Autofahren.

      • Bei hoher Auslastung, die in Corona-Zeiten aber doch gar nicht erwünscht sein kann, sind Bus und Bahn aktuell emissionsärmer als motorisierter Individualverkehr. Mit synthetischen Kraftstoffen könnten bei nachhaltiger Erzeugung aber Verbrennungsmotoren netto gar kein CO2 mehr ausstoßen, während der importierte Kohlestrom weiterhin E-Autos, E-Busse und Bahnen antreiben würde. Was Lüftungsanlagen angeht, setzt die Politik doch lieber auf Verbote, Masken und im Winter offene Fenster, z. B. auch in Schulen.

  3. Ich bin eigentlich froh, dass wir bald wieder die Amerikaner im Boot haben, was die Qualität des Klimas angeht. Zur Zeit entsteht um Shanghai alle 3 Wochen ein neues Kohlekraftwerk. Das dauert noch, bis sich das ändert. Bei den E-Autos hat man schon mal damit angefangen, sich vom Öl zu distanzieren. Im Jahre 2023 werden dann die Plastikflaschen vom Markt kommen. Sie werden dann ersetzt durch Flaschen aus verwertbarem Material. Es ist falsch, der Entwicklung zu viele Steine in den Weg zu legen.

    • @Horst Krebs – Wenn Sie den Eingangsbeitrag und die Folgebeiträge richtig verstanden haben, geht es um den richtigen Weg zur Verringerung von Treibhausgasen bei Vermeidung von wirtschaftlichen Brüchen und gegen eine Entwicklung, die erwartbar das Gegenteil des Gewünschten erreicht. Falls Sie das nicht so sehen, einfach mal die „Steine im Weg“ näher beschreiben.

      • Herr Berger, es ging um Verbrennungsmotoren und um Abgaswerte. Dieses habe ich mit dem Oberbegriff „Klimaschutz“ in Verbindung gebracht. Mit „Steine im Weg“ habe ich diejenigen gemeint, denen die Einschränkungen zu hoch seien. Somit meine ich, dass ich mich sachbezogen geäußert habe. Mein Problem ist oft, dass ich meine Gedanken imaginär darstelle. Herr Professor Dilger meint, dass viele Äußerungen von mir absurd seien. Dem könnte ich mich fast anschließen.

      • Auch das ist irgendwie absurd bzw. paradox. Vielleicht bin ich aber auch zu streng mit Ihnen. Mit strenger Logik kann man sich ziemlich verrennen, während man rein intuitiv richtig liegen kann, ohne das ausgefeilt begründen zu können. Im konkreten Fall ist es jedoch so, dass die Gleichsetzungen von Verbrennungsmotoren mit vielen Emissionen und E-Autos mit Emissionsfreiheit nicht den Fakten entsprechen.

      • Bei uns in der Dominikanischen Republik kostet eine Gallone Benzin Premium (entspricht wohl Super Plus) 208,90 Pesos. Eine Gallone sind 3,875 Liter. 208,90 ÷ 3,875 = 53,91 Pesos für 1 Liter. 1 € = 70 Pesos, d. h. 1 Liter Super Plus Benzin kosten hier 77 Eurocent. Das ist knapp die Hälfte zu Deutschland. Hier macht mir das Fahren mit meinem Geländewagen noch richtig Spaß. Über die panische Klimareligion in der EU kann ich nur lachen…!

    • China emittiert inzwischen deutlich mehr CO2 aus fossilen Brennstoffen als die USA und die EU zusammen. Trotzdem gilt unseren links-grünen Medien Donald Trump als der Bösewicht und Xi Jinping als der große Klimaretter. Im Übrigen lassen sich auch Plastikflaschen wiederverwerten, sei es als Mehrwegflaschen oder durch Recycling des Plastiks.

    • UK hat den Corona-Impfstoff nur schon zulassen können, weil es nicht mehr in der EU ist. Ich wäre zwar weiterhin vorsichtig, aber wer ihn sofort nutzen will, soll das dürfen, zumal die EU ihn ebenfalls zulassen wird, nur eben später.

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