Impfstoff könnte Pandemie oder zumindest Panik beenden

„Pfizer und BioNTech geben erfolgreiche erste Zwischenanalyse ihres COVID-19-Impfstoffkandidaten in laufender Phase-3-Studie bekannt“. Bislang liegt keine wissenschaftliche Studie dazu vor, sondern nur diese Pressemitteilung, die allerdings vielversprechend ist. Demnach geht das Ansteckungsrisiko um über 90 Prozent zurück durch zweimaliges Impfen, bei dem bislang keine größeren Nebenwirkungen festgestellt wurden. Eine baldige Zulassung zumindest in den USA ist möglich (und vertrauenswürdiger als in China oder Russland, siehe ‚Putin lässt Corona-Impfstoff ohne hinreichende Tests zu‘). Für das komplette Eindämmen der Pandemie müssten Milliarden Menschen geimpft werden, was lange dauert. Doch Risikopatienten könnten zuerst geschützt werden, wenn es wirklich keine ernsthaften Nebenwirkungen gibt.

Wegen des geringen Krankheitsrisikos würde ich für mich und vor allem meine Kinder allerdings noch abwarten, zumindest wenn das Impfen wirklich freiwillig sein wird wie versprochen und auch keine großen Vorrechte daran geknüpft werden. Unseren Politikern traue ich allerdings inzwischen alles zu. Immerhin eröffnet ihnen ein Impfstoff einen Ausweg aus der selbst erzeugten Massenpanik, sogar wenn er nicht so gut wirken sollte wie erhofft. Sie könnten die Pandemie einfach für beendet erklären und es wird kaum jemand zurückschauen, ob SARS-CoV-2 all die Panik, Kosten und Grundrechtsbeschränkungen jemals wert war. An den Börsen gab es dementsprechend heute ein Kursfeuerwerk, nicht nur für die betreffenden Pharmafirmen, sondern in den meisten von den Corona-Maßnahmen schlimm gebeutelten Branchen, während bisherige Krisengewinnler Kursverluste hinnehmen mussten.

25 Gedanken zu „Impfstoff könnte Pandemie oder zumindest Panik beenden

  1. Es ist doch gut, wenn Sie und andere sich nicht impfen lassen wollen, dann bleibt mehr für mich übrig. Ich möchte lieber gestern als heute eine Impfung bekommen.

  2. Jetzt müssen Sie, Prof. Dilger, aufpassen, dass Sie nicht wieder den ganzen Schwarm hiesiger Trumpisten am Hals haben, der sich über den späten Zeitpunkt der Veröffentlichung durch Pfizer und BioNTech (nach der Wahl) beklagt.

  3. Es handelt sich hier um einen völlig neuen Typus von Impfstoff (RNA-Impfstoff), dessen Auswirkungen noch gar nicht übersehen werden können. Ich empfehle hierzu diesen Podcast:

    Ansonsten bin ich äußerst mißtrauisch gegenüber jeglicher Maßnahme, zumal wenn damit einigen ein beispiellos großes Geschäft winkt. So etwas wie ein zumindest näherungsweises Vertrauen irgendwelchen Maßnahmen der Regierung gegenüber habe ich nicht (mehr) und werde auch zukünftig nie mehr eines entwickeln, nicht mal rudimentär. Wenn sie dieses Land offensichtlich vorsätzlich an die Wand fährt und noch Schlimmeres vorhat, dann weiß ich nicht, warum ich auf solche Jubelmeldungen hereinfallen sollte.

    • Vielleicht ist dieser Impfstoff völlig ungefährlich, vielleicht aber auch nicht. Das kann noch niemand seriös sagen, zumal bei milliardenfacher Impfung weltweit selbst seltene Impfschäden in der Summe recht groß werden könnten. Dagegen ist das Risiko von COVID-19 inzwischen einigermaßen überschaubar und rechtfertigt die meisten Maßnahmen nicht, was auch für eine Impfpflicht mit einem ganz neuen Impfstoff gelten würde.

    • Das Konzept der RNA-Impfstoffe ist allerdings überzeugend und ich sehe nicht, wo hier Gefahren für den menschlichen Organismus liegen könnten. Dass die Schnittmenge von Coronaleugnern und Impfgegnern nicht leer ist, ist allgemein bekannt.

      • Es geht um eine Einschätzung von Risiken. Sie glauben der offiziellen Linie, dass COVID-19 eine ganz schlimme Seuche sei, die jede Gegenmaßnahme rechtfertigen würde, und Impfen völlig harmlos. Ich halte hingegen SARS-CoV-2 für viel weniger schlimm als die Gegenmaßnahmen einschließlich möglicher Impfpflicht mit einem völlig neuartigen, nicht hinreichend getesteten Impfstoff. Das größte Risiko dabei ist eine zu starke Immunreaktion des Körpers. Daran sterben doch auch die meisten Patienten von COVID-19, nicht direkt am Virus selbst.

      • Demokrat
        sagte am 10/11/2020 um 09:30 :“Das Konzept der RNA-Impfstoffe ist allerdings überzeugend . . .“ – Dr. Hockertz stellt nicht das Konzept in Frage, beklagt vielmehr den Umstand, dass ein Impfstoff ohne die unverzichtbaren toxikologischen Voruntersuchungen auf den Markt gebracht werden soll, wobei erschwerend hinzutritt, dass es für diese Methode keine analog verwertbaren Erfahrungen gibt. Dr. H. ist kein Coronaleugner -gewichtet aber die Infektionsstatistiken anders als die herrschende Meinung; er bekennt sich ausdrücklich zum Nutzen von Impfungen auf der Basis gesicherter Verfahren.
        Sehen und hören Sie sich den Podcast doch mal in Ruhe an.

      • Sie unterstellen mir Dinge, die ich nicht behauptet habe. Impfen ist per se erst einmal harmlos. Gab es in den letzten Jahren überhaupt Impfstoffe, die schwerwiegende Nebenwirkungen hatten? Die Immunreaktion des Körpers ist natürlich zu kontrollieren, was eines der Herausforderungen ist und daher besonders im Fokus steht. Es gibt bei dem neuen Coronavirus außer der RNA-Technik auch viele andere erfolgversprechende, eher tradtionelle Ansätze. Ab welcher Zahl von Probanden würden Sie den Impfstoffen denn vertrauen?

      • Impfen ist doch nicht per se harmlos, sondern sehr gefährlich. Deshalb gibt es doch die aufwendigen und langwierigen Zulassungsverfahren. Den etablierten Impfstoffen würde ich deshalb vertrauen, einem ganz neuen im Schnelldurchgang nicht. Wenn viele Millionen Menschen längere Zeite keine Impfschäden gezeigt haben werden, wäre das ein gutes Zeichen.

      • An Impfstoffen für diese Art von Viren wird schon lange geforscht. So sind etwa für SARS prinzipiell Impfstoffe verfügbar, die allerdings irgendwann nicht mehr weiter beforscht wurden, als die Pandemie auslief. Weiterhin ist Schnelligkeit kein Gegenargument, weil diese offensichtlich nicht auf Kosten der Gründlichkeit ging. Vielmehr wurden enorme Ressourcen aufgewandt und Prüfprozesse parallel durchgeführt. Langzeitschäden in sehr großen Kohorten sind immer möglich, aber das gilt für jedes frisch zugelassene Medikament.

      • Es gab bislang keinen Impfstoff gegen Coronaviren und es gibt auch jetzt keine großzahlige oder gar langjährige Erfahrung damit. Jedes frisch zugelassene Medikament hat Risiken, erst recht bei stark verkurztem Zulassungsverfahren unter erheblichem politischen Druck. Was halten Sie also für unvernünftig daran, sich beim Spritzen nicht gleich vorne anzustellen?

      • Lesen Sie auch, was Sie als Quelle anführen? „Derzeit (Stand Oktober 2020) existieren für den Menschen lediglich experimentelle Coronavirusimpfstoffe, das heißt, es ist für humane Coronavirusimpfstoffe noch keine Arzneimittelzulassung erfolgt.“

      • Sie sollten lernen, zwischen „existieren“ und „zugelassen“ zu unterscheiden.

      • Die ganze Diskussion geht um die Zulassung und dann massenhafte Nutzung von Impfstoffen, nicht irgendwelche in der Erprobung, wovon es inzwischen eine sehr große Zahl gibt. Ich wiederhole meine Anfangsempfehlung, dass Sie sich doch freiwillig für eine Studie melden und gleich impfen lassen können, wenn Sie so heiß darauf sind.

    • Eine schlüssige Antithese zum bisherigen Maßnahmen-Katalog in der Corona-Politik – eine Analogie zu den Maßnahmen in der Klima-Politik. Und überall haben subventionsabhängige Wissenschaftler als Stütze der Regierung die Hände im Spiel.

      • Demokrat
        sagte am 10/11/2020 um 14:48 :“ . . .Vielmehr wurden enorme Ressourcen aufgewandt und Prüfprozesse parallel durchgeführt. . . .“
        HIer argumentiert Dr. Hockertz mit 30jähriger Berufspraxis als Virologe und Toxikologe – wie Sie nun sicherlich gehört haben – so, dass die zu beobachtenden Prozesse teilweise aufeinander aufsetzen- also nicht parallel erfolgen können.
        Irgendwann, lieber Demokrat, mündet Ihre Argumentation in Rechthaberei – da klinke ich mich aus.

      • Sie übersehen, dass Dr. H. eine Minderheitenmeinung vertritt (wie Sie selber übrigens auch).

      • Wissenschaft ist keine Frage der Mehrheitsmeinung, nur die Argumente zählen. Nun weiß niemand, wie gefährlich die neuen Impfstoffe sein werden. Vielleicht sind sie völlig ungefährlich, vielleicht aber auch nicht. Damit sind sie zumindest subjektiv mit einem gewissen Risiko verbunden, welches es gegen die Risiken von COVID-19 abzuwägen gilt. Letztere lassen sich inzwischen besser abschätzen als noch im Frühjahr. Meinen Kindern droht z. B. überhaupt keine ernsthafte Gefahr. Warum sollte ich sie dann impfen lassen?

    • Gelassenheit ist immer gut. Sie gelingt mir allerdings besser gegenüber der Natur einschließlich Viren und deren Gefahren als gegenüber Bedrohungen durch Mitmenschen einschließlich der Regierung. Dagegen kann ich alleine auch nichts tun, gemeinsam mit vielen anderen wäre das hingegen möglich. Das kann allerdings den Seelenfrieden kosten, warum sich viele lieber ganz aus der Politik heraushalten.

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