Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl

Donald ‚Trump erklärt sich einfach so zum Wahlsieger‘, doch „Pennsylvania brachte die Entscheidung für Biden“, wenn auch erst heute, am vierten Tag nach der Wahl, hinreichend sicher. Wirklich offiziell ist das Ergebnis noch immer nicht und Donald Trump will noch viele Gerichtsprozesse darum führen. Das ist sein Recht, auch wenn er sich damit als schlechter Verlierer zeigt und das an seiner Abwahl nichts mehr ändern wird.

Herzlichen Glückwunsch an Joe Biden für die Wahl zum 46. Präsidenten der USA! Ich wünsche ihm gute Gesundheit und kluge politische Entscheidungen. Zumindest will er sich bemühen, die von seinem Vorgänger absichtlich vertieften Spaltungen in den USA zu verringern und das Verhältnis zu den Verbündeten der USA wieder zu verbessern. Ob ihm das gelingt, hängt nicht nur von ihm selbst ab, doch es ist ihm, den USA und dem Rest der Welt einschließlich Deutschland zu wünschen.

60 Gedanken zu „Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl

      • 46 operiert so vielleicht nicht, aber andere in seiner Partei möglicherweise schon. Die Linken werden schon ordentlich Druck ausüben, dass klassische Feindbilder gepflegt werden.

      • In großen Parteien gibt es verschiedene Positionen und Personen. Dabei sind die Parteien in den USA ganz anders organisiert als bei uns. Der Präsident hat viel mehr Einfluss auf seine Partei als umgekehrt (na gut, das gilt wohl auch für die Kanzlerin und ihre CDU).

      • Es ist zu früh, um sich von Europa aus tatsächlich ein Bild von Joe Biden machen zu können. Aber eines ist sicher: Weder Joe Biden noch Donald Trump ist unser Präsident. Schuster, bleib bei Deinen Leisten.

      • Joe Biden ist seit Jahrzehnten im politischen Geschäft. Die größte Unbekannte ist sein Gesundheitszustand. Der US-Präsident ist natürlich auch für den Rest der Welt relevant, also auch für uns.

      • Weltweit freuen sich die vereinigten Linken, dass AP und CNN (und nicht etwa der Oberste Gerichtshof) Joe Biden zum neuen US-Präsidenten ernannt haben. Na hoffentlich hat er selbst das bis zur Amtseinführung im Januar nicht schon wieder vergessen. 😂

        Aber Spaß beiseite – natürlich hat der POTUS viel Einfluss auf den Rest der Welt. Und da Joe Biden sehr viel enger mit dem, was Linke früher als „Militärisch-industriellen Komplex“ zu bezeichnen pflegten, verwoben ist, wird der Nahe Osten gewiss bald wieder in Flammen stehen.

      • Vielleicht ist es Ihnen entgangen, doch im Nahen Osten toben bereits etliche Kriege, einige davon mit direkter US-Beteiligung unter Donald Trump, andere wohl wegen seiner erratischen Politik, die andere Mächte zur Kriegsführung ermuntert.

      • Alexander Dilger
        sagte am 08/11/2020 um 08:45 :“ . . .Die größte Unbekannte ist sein Gesundheitszustand. . . .“ Im Alter gehen Teile des Kurzzeitgedächtnisses verloren (Worteinfall, Assoziation, Namensgedächtnis); Fähigkeitsdefizite, die sich negativ auf den öffentlichen Auftritt auswirken. Dafür wird das Langzeitgedächtnis gestärkt, was in Verbindung mit Bildungsniveau zu zielgerichteten, rationalen Entscheidungen führt.

      • Mit dem Alter lassen die kognitiven Fähigkeiten nach (eigentlich wie bei der Muskelkraft schon ab Anfang 20), was sich jedoch lange durch zunehmende Erfahrung ausgleichen lässt.

      • Die Sorge hinsichtlich des Nahen Ostens teile ich. Es ist mir nach wie vor unbegreiflich, warum auch hier an prominenter Stelle im Blog die Friedensbemühungen von Donald Trump so wenig anerkannt wurden. Ein Präsident, der sich nicht klar auf die Seite Israels stellt, riskiert, dass Israel wieder stärker bedroht wird.

      • Welche Friedensbemühungen von Donald Trump? Unterstützung für Israel ist grundsätzlich sinnvoll und die Bundesregierung lässt sie entgegen allen Sonntagsreden schändlich vermissen, wenn es darauf ankommt, z. B. bei UN-Abstimmungen. Diese Unterstützung bringt aber nicht zwingend Frieden und Trumps Plan für die Palästinenser war kein ernsthaftes Angebot. Diplomatische Anerkennung Israels durch zwei Golfstaaten und den Sudan ist ein symbolischer Erfolg, aber die Aufkündigung des Iran-Deals ohne den versprochenen Ersatz ist eine reale Verschlechterung. Auch zum Ende der Gewalt im Irak, Jemen oder Syrien hat er wenig beigetragen.

  1. Bei dieser Wahl hat es in vielen Bundesstaaten offenbar ein diametral entgegengesetztes Wahlverhalten am Wahltag vs. der Briefwahl gegeben, die aber erst später ausgezählt wurde. Das wurde und wird selbst in extremen Fällen als plausibel und erwartbar bezeichnet. Nur macht dann die mehrtägige Kommunikation eines „spannenden Auszählungsmarathons“ keinen Sinn bzw. man hätte früher bereits Projektionen inkl. Briefwahl erstellen müssen (wie in Österreich). So ist es doch völlig albern, Trump z.B. in Pennsylvania erst mit Hunderttausenden Stimmen und mehr als 10 Prozentpunkten führen zu lassen und dann mit der Briefwahl holt Biden das ganz locker auf.

  2. Glückwunsch auch von uns – meiner Wenigkeit – gleichwohl kein Anhänger Joe Bidens , an den neuen Präsidenten der USA.

    Viel Erfolg, Gesundheit, Erfolg, glückliche Hand im Vielvölkerstaat USA. Probleme zu lösen die im Einwanderungsland USA selbst begründet sind gibt es genug. Vom fehlenden Gesundheitssystem – Tradition “ jeder für sich “ – bis zu divergierenden Interessen der Einwohner.

    Nur wer in den Staaten gelebt, gearbeitet oder als Einzeltourist besucht hat kann ermessen wie tief unterschiedliche Traditionen einschl. Aspekt Religionen der Bürger/inen im täglichen Leben wirken.

    “ ….Ob ihm das gelingt, hängt nicht nur von ihm selbst ab, doch es ist ihm, den USA und dem Rest der Welt einschließlich Deutschland zu wünschen. “

    Richtig, das ist Crux eines jeden US Präsidenten. Anarbeiten vs. Flut von Billig- Produkten z.B. aus China , Bangladesh etc., wo Löhne um 1,00 $ / Stundenlohn gezahlt werden bei 15,00 $ Mindestlohn in den USA. Gleichzeitig Arbeitsplätze in den USA halten ?

    Wo auch Basisprodukte von Apple und anderen Großkonzernen in v.g. Billig – Regionen produziert werden , Jeff Bezos, Bill Gates , Zuckerberg etc. – bestenfalls – den Mäzen/Förderer medienwirksam spielen, von Hollywood – Schauspielern abgesehen die auf Heilige machen und ihre Ländereien / Villen von Bodyguards bewachen lassen.

    Joe Biden wird daran nichts, aber auch gar nichts ändern , und moralische Überlegenheit der Deutschen – ARD/ZDF eingeschlossen – bleibt unübertroffen.

    Tatsächlich wird sich auch am traurigen Schicksal der ca. 12 – 20 Millionen Illegalen (Einwanderer) nichts ändern. Es gibt praktisch Null Jobs für diese Gruppe, bleibt nur Untergrund mit daraus resultierenden Problemen. Verschuldung USA ist soo gigantisch groß einschl. weltweitem Engagement mit Soldaten und daraus resultierenden Verpflichtungen.

    Konservative US Amerikaner – in der Regel sehr hilfsbereit – sind über Sieg der Demokraten tief frustriert .Trägt keinesfalls zur Verbesserung des US – amerikanischen Way of Life für die Gesamtbevölkerung bei.

    Man igelt sich ein. So jedenfalls mein persönlicher Eindruck über Freunde in Alabama, Florida, Arizona in den letzten Wochen.

    Noch trauriger : ……US Bürger/innen haben augenblicklich – nicht nur wg. Corona – Null Bock auf Europa, noch weniger auf Deutschland. Sind ja nicht doof, haben mitbekommen welch unmäßiger Hass deutsche Medien, Politik , viele , zu viele deutsche Bürger/innen pauschal auf USA haben.

    Gipfel der perfiden Gemeinheit, in vielen Talk Shows , entblöden sich Teilnehmer nicht USA mit Diktaturen gleichzusetzen.

    • Die USA sind ein großes und diverses Land. Der Präsident soll den Pluralismus und Föderalismus gar nicht beseitigen, wie sich das manche für die EU in Europa vorstellen, sondern für einen demokratischen Grundkonsens sorgen. In dieser Hinsicht hat Donald Trump völlig und absichtlich versagt, doch seine vielen Wähler können nun zeigen, dass sie bessere Verlierer und Demokraten (nicht im parteipolitischen, sondern inhaltlichen Sinne) sind. Wer hierzulande von Diktatur in den USA faselt, hat weder die USA noch überhaupt Demokratie verstanden, die wir vor allem auch den USA verdanken. Bitte vermitteln Sie das Ihren Freunden und Bekannten.

      • …….ich gebe das sehr gerne 1 : 1 an Ken, Gavin etc. weiter. Und noch etwas : ….wer in die USA reist, das Glück hat Privat bei Amerikanern „unterzukommen“ wird totale Gastfreundschaft erfahren. Ohne Vorbehalte. In Shop gehen, einkaufen: … vom Service , Freundlichkeit – bis zum PKW – einfach überwältigend. Fragen nach richtigen Weg werden zum small Talk, gleich wen man trifft. Offen und hilfsbereit, Das ist USA !

  3. Die USA haben Biden gewählt und werden Harris bekommen.
    Ich wäre bereit zu wetten, dass Biden noch vor seiner Inauguration die Dienste des Surgeon General in Anspruch nehmen muss. (Der bei uns bedauerlicherweise sehr fehlt.)
    Die Verwechselung der Enkeltochter mit dem verstorbenen Sohn ist kein Versacgen des Kurzzeitgedächtnisses sondern eine beginnende Demenz.
    Bei der weltweiten Medienoffensive gegen Trump wäre auch Donald Duck zum US-Präsidenten gewählt worden.
    Bei Harris sind es nicht nur die für amerikanische Verhältnisse linksradikalen Äußerungen (gleicher Lebenserfolg für alle), welche bedenklich erscheinen. Sie beabsichtigt und wird es durchsetzen, die sog. Schläfer, Nachkommen illegaler Einwanderer aus Südamerika, als voll berechtigte US-Bürger aufzunehmen. Konservative Schätzungen gehen von fünf Millionen aus, manche sprechen von bis zu 20 Millionen. Da zwei bis drei Millionen Stimmen jede Präsidentenwahl entscheiden, bedeuten auch nur fünf Millionen dankbare Wähler die zweimalige sichere Wiederwahl von Harris.
    Das ist das wirklich wichtige Ergebnis dieser Wahl. Die überschäumenden Gratulationen bestimmter Kreise sprechen für sich.

    • @Herr Konorza:
      Sie benutzen den Argumentations-Stil gedienter AfD´ler, LKR´ler, mit den Begriffen „Sozialismus“, „linke Weltanschauung“ einen Popanz aufzubauen, in den man dann missliebige Personen einpresst. Was empfehlen Sie denn z. B. der US-Innenpolitik zur Behandlung der „Schläfer“ ? Verweigerung der Bürgerrechte auf Lebenszeit ? Das ist doch alles absurd.

      • Es ist gesicherte Lehrmeinung, dass Ferndiagnosen in der Psychiatrie nicht möglich sind. Wann, Herr Berger, haben Sie Ihr Explorationsgespräch mit Präsident Trump geführt?
        Wenn überhaupt, so handelt es sich bei Trump um eine abnorme Persönlichkeit. Diese Aussage ist für sich nicht negativ. Albert Einstein und auch Goethe waren solche. Ich selbst war zehn Jahre Vorsitzender der Psychosomatischen Orthopädie in Deutschland. Völlig unverständlich ist, was mein Argumentationsstil mit LKR oder AfD zu tun hat.
        Zu den Schläfern: Wieso soll man nach illegaler Einwanderung ohne Weiteres das volle Bürgerrecht erwerben können? Man kann auch nicht Eigentum an Diebesgut erwerben auch wenn man gutgläubig erwirbt. Analogien sind immer etwas schief.

      • Sie haben über Joe Bidens Geisteszustand auch eine Ferndiagnose abgegeben. Dass Donald Trump ein übersteigerter Narzisst ist und deshalb schlechte Politik macht, ist doch selbst für medizinische Laien offensichtlich. Andere Abweichungen von der Norm können positiv sein, seine sind es leider nicht.

      • Günther Konorza
        sagte am 08/11/2020 um 15:55 :“ . . .Es ist gesicherte Lehrmeinung, dass Ferndiagnosen in der Psychiatrie nicht möglich sind . . .“ – was Sie Ihrerseits von solchen nicht abhält. Dann lassen Sie doch konsequent abweichende Meinungen als Hypothesen so stehen. Die Typisierung mit AFD und LKR trifft neben benannten Denkschablonen auch auf Ihre neuerlichen Ausführungen zu, wobei Sie meiner Fragestellung ausweichen. Die „Schläfer“ sind als Folgegeneration von Einwanderern – wie ich TV-Berichten entnommen habe – in die Wirtschaft der USA integriert. Wollen Sie diese Millionen von Menschen als „Diebe“ über die Grenze nach Mexiko treiben ? Oder wenigstens auf Lebenszeit Bürgerrechte vorenthalten und diese Menschen in Subkulturen und Ghettoisierung drängen ? Das ist keine Politik, das ist Rechthaberei. Unterlassungen in der Vergangenheit haben Bindungswirkungen für Gegenwart und Zukunft.

      • Vielleicht sollte man die Staatsbürgerschaft nicht pauschal verschenken, was auch in Deutschland eine dumme Idee war, aber sie auch nicht dauerhaft vorenthalten, sondern sie an Bedingungen knüpfen, z. B. kein illegaler Grenzübertritt als Erwachsener, keine (gewalttätigen bzw. schwereren) Straftaten, hinreichend Englischkenntnisse, Bekenntnis zu den USA und ihrer Verfassung sowie Aufkommen für den eigenen Lebensunterhalt.

    • Es ist wohl tatsächlich mehr Donald Trump abgewählt als aktiv Joe Biden gewählt worden. Das spricht allerdings vor allem gegen den immer noch amtierenden Präsidenten, der zwar auch seine Anhänger mobilisieren konnte, aber eben noch stärker seine Gegner.

      Was die „Träumer“ („Dreamer“, nicht „Schläfer“) angeht, so kamen diese als kleine Kinder in die USA, so dass man ihnen im Gegensatz zu ihren Eltern ihren illegalen Grenzübertritt nicht vorwerfen kann. Sie wurden dort auch vollständig sozialisiert und wären US-Bürger, wenn sie dort geboren wären und nicht kurz vorher anderswo. Ensprechend ist ihre Einbürgerung z. T. nach Jahrzehnten nicht so abwegig und dürfte ihr Wahlverhalten dem von vergleichbaren Migranten entsprechen. Dass diese trotz häufig konservativer Ansichten mehrheitlich die Demokraten wählen, haben sich die Republikaner selbst zuzuschreiben.

    • Wieso ist es peinlich, wenn unsere Politiker dem gewählten Präsidenten gratulieren und ihre Erleichterung darüber zu erkennen geben, dass ein ganz offensichtlich psychisch kranker Mann aus dem Amt gewählt wurde?

      • @danielsodenkamp

        Peinlich ist, Donald Trump an seinem Narissmus zu messen und nicht an seinen politischen Ergebnissen, aber dafür die Wahl eines Dementen, der nur den Türöffner für eine glühende Kommunistin gibt, zu bejubeln.

      • Das Thema hatten wir doch schon. Erinnern Sie sich nicht?

      • Doch, da war Ihnen ebenfalls nicht ein einziges positives Ergebnis von vier Jahren Trump-Präsidentschaft eingefallen, sondern Sie hatten auf die nächten vier Jahre verwiesen. Da Sie jede militärische Aktion mit Krieg gleichsetzen, können Sie nicht einmal darauf verweisen, dass Donald Trump keinen Krieg selbst angefangen hat.

      • D.S.: Ihre Pathologie in allen Ehren, aber vielleicht sollten Sie die Entscheidung, wer psychisch krank oder gesund ist, den Profis überlassen.

      • Lieber Demokrat, zahreiche USPsychiater haben bei Trump ebenso einen pathologischen Narzissmus diagnostiziert wie zuletzt z.B. Prof Rainer Sachse (mein alter Uniprof in Bochum) und Prof. Lammers uva. Auch Trumps Nichte, die ihn seit Jahren persönlich kennt und selbst Psychologin ist, bescheinigt ihm psychische Auffälligkeiten. Unter den von Fachleuten gestellten multiplen Diagnosen für den Patienten Donald ist die des Narzissmus fast noch die harmloseste.

      • Glauben Sie nicht eher, dass Psychologen hier auf irgendwelche fahrende Züge aufspringen, die losgefahren sind, als Zeitgenossen sich von D.T. ungerecht behandelt fühlten? Auch Neid könnte eine Rolle spielen. T hat seit Jahrzehnten klare politische Vorstellungen und Erfolg, wobei er bei der Wahl seiner Mittel möglicherweise nicht immer zimperlich ist. Er legt außerdem keinen Wert auf gute Beziehungen zu Menschen, die ihm nicht wohlgesonnen sind.

      • Donald Trump hat während seiner Präsidentschaft keine klaren politischen Vorstellungen gezeigt, sondern sich ständig widersprochen. Auch davor stand er z. T. für gegenteilige Positionen und war zeitweise bei den Demokraten eingeschrieben. Reale Erfolge hat er kaum erzielt und gerade ein Präsident sollte nicht nur zu eigenen Fans Beziehungen pflegen.

      • Vielleicht sind Sie ihm intellektuell nicht gewachsen und erkennen seine Linie nicht? America First und die vermeintlichen Verbündeten nutzen die VSA aus. Das ist seit Jahrzehnten seine Linie und die hat er konsequent so gut es ging umgesetzt.

      • Das ist intellektuell armselig. Sie sollten nicht Propagandasprüche mit Politik verwechseln und besser auf die realen Konsequenzen schauen. Die USA sind jetzt in einer schlechteren Position als vor vier Jahren. Donald Trump ging es immer nur um die eigene Person. Er hatte vier Jahre Party und die ist jetzt vorbei.

      • Es geht nicht um Propaganda, sondern um konsistente politische Ziele. In vielen Bereichen stehen die VSA heute besser da als vor vier Jahren, z.B. ökonomisch (wenn man für Corona diskontiert) oder im Bereich der Handelsabkommen.

      • Tatsächlich stehen die USA wegen Corona wirtschaftlich schlechter da als vor vier Jahren. Das dürfte auch der wesentliche Grund für die Wahlniederlage von Donald Trump sein. Inwiefern er da vor allem Pech hatte oder durch seine inkonsistente Politik wesentlich dazu beitrug, könnte man ernsthaft diskutieren. Dagegen ist ökonomisch wie politisch völlig klar, dass er den USA durch seinen Protektionismus geschadet hat. Nicht einmal das zweifelhafte Ziel, dadurch Industriearbeitsplätze in den USA zu retten, konnte er auf diese Weise erreichen.

      • Er hat zahlreiche neue Handelsabkommen ins Leben gerufen, etwa mit China oder Japan. Diese verbessern die Konditionen für die USA verglichen mit der früheren Situation. Unser Wirtschaftsminister Altmaier hat doch z.B. selber zugegeben, dass im Status Quo der Abkommen mit der EU Ungerechtigkeiten für die USA bestanden bzw. bestehen.

      • Donald Trump hat vor allem Handelsabkommen gekündigt oder einfach gebrochen. Die Konditionen haben sich auch für die USA nicht wirklich verbessert, weil sein Vorstellung, Handelsbilanzdefizite mit einzelnen Staat senken zu wollen, völlig verfehlt ist. Dass Herr Altmaier von Wirtschaft ebenfalls keine Ahnung hat, ist doch allgemein bekannt.

      • Zu den Ergebnissen:

        Donald Trump hat gerade vier Friedensabkommen im Nahen Osten ausgehandelt, etwas, das 71 Jahre politischer Intervention und endloser Krieg nicht produziert haben.

        Donald Trump ist der erste Präsident, der die USA seit Eisenhower nicht in einen Auslandskrieg verwickelt hat.

        Donald Trump hatte die größten Auswirkungen auf die Wirtschaft, brachte Arbeitsplätze und senkt die Arbeitslosigkeit der Schwarzen und Latinos, welche andere Präsidenten verursachten.

        Donald Trump hat die tiefe, weit verbreitete und langjährige Korruption im FBI, der CIA, der NSA und der republikanischen und demokratischen Partei aufgedeckt.

        Donald Trump drehte die NATO um und ließ die Bündnispartner anfangen, ihre Anteile zu bezahlen.

        Donald Trump neutralisierte die Nordkoreaner, hielt sie davon ab, weitere Atomraketen zu entwickeln, Raketen nach Japan zu schicken und die Westküste der USA zu bedrohen.

        Donald Trump hat die Beziehungen zu den Chinesen umgewandelt, brachte Hunderte von Geschäften in die USA zurück und belebte die Wirtschaft wiede

        Donald Trump hat die Steuern gesenkt, Abschreibungsmöglichkeiten erhöht und veranlasste, dass sich der Aktienmarkt über das 100-fache auf Rekordwerte verlagert hat, was die Rentenfonds von zig Millionen Bürgern positiv beeinflusst.

        Donald Trump arbeitet umsonst und hat weit über zwei Milliarden Dollar seines eigenen Geldes im Dienste verloren – und tat all dies und vieles mehr angesichts unerbittlicher Untergrabung und Opposition von Menschen, die bedroht sind, weil Sie wissen, dass sie als Kriminelle ausgesetzt werden – wenn er wiedergewählt wird.

        Ich habs kapiert, ihr mögt ihn nicht. Viele von euch hassen und verachten ihn. Man macht sich über seine Frisur lustig und feiert sich selbst für diese Oberflächlichkeit… Wie clever. Er dient dem amerikanischen Volk und weiterhin uns allen. Was macht ihr, außer seinen Namen in den Schmutz zu ziehen und darüber zu lachen, dass er „das China-Virus fängt“???

        Und bitte informiert mich darüber, was Biden im Amt für Amerika erreicht…!

  4. Amerika muss nach dem Trumpdesater jetzt der Welt seine Vereinigten Staaten zeigen als Zeichen der Stärke, als Zeichen der Einheit und als Zeichen der Rassenzusammenführung. Trump selber könnte sich ein Denkmal setzen. wenn er seine Wahlmänner im Januar auffordern würde, Biden als Präsidenten mit zu wählen.

    • Das ist dann wohl doch zu viel verlangt. Er sollte allerdings irgendwann seine offensichtliche Niederlage anerkennen und vor allem nicht zu Gewalt aufrufen oder sein Amt auf andere Weise in den letzten gut zwei Monaten missbrauchen.

  5. Die linke Kanaille jubiliert über den Sieg Bidens, Mutti kann man sogar glauben, daß ihre Freude „von Herzen“ kommt.
    Für alle anderen ist es ein eher trauriger Sieg.

  6. Themenwechsel:
    Was ist eigentlich davon zu halten:
    „Die Corona-Krise bestätigt damit eine Geldtheorie, die in den USA derzeit Furore macht: die „Modern Money Theory“, gern zu MMT abgekürzt. Im Kern besagt diese Theorie, dass unser Wirtschaftssystem ohne Staatsschulden gar nicht funktionieren kann. Defizite sind gut, nicht schlecht.“. Die Wirtschaftsredakteurin der taz – man muß nicht mit ihr einig sein!- ist zumindest anregend. Der ganze Artikel hier https://taz.de/Geldtheorie-aus-den-USA/!5722161/
    Frage 1 Wird Biden darauf aufbauen?
    Frage 2 Ist diese Theorie unsinnig, und warum?

  7. Die meisten der staatsgläubigen Deutschen („Vater Staat“) haben leider überhaupt keine Ahnung von den USA und dem Freigeist der Amerikanern.

    Das amerikanische Denken ist auch heute noch stark von dem Überlebenswillen aus den Anfängen der europäischen Einwanderung nach Nordamerika geprägt. An der frontiers line, der „Grenze“ zwischen Zivilisation und Wildnis, waren die Siedler auf sich alleine gestellt, gegen Indianer, Banditen, wilde Tiere und die Naturgewalten. Staatliche Strukturen kamen erst viel später.

    In den USA konnten die Bürger schon über ihr Schiksal selbst bestimmen, während in Deutschland, das es eigentlich noch gar nicht gab, weit über 30 Fürsten sogar darüber bestimmten, welche Religion ihre Untertanen haben mussten. Das Revolutiönchen 1848/49 war schnell niedergeschlagen und die Anführer und viele Unzufriedene gingen auf der Suche nach einem besseren Leben in die USA.

    Die 50 Staaten der USA sind nach innen hin unabhängig, die Gesetze, Steuern und Regeln bei Wahlen höchst unterschiedlich. Viel mehr als in Deutschland wird auf kommunaler Ebene entschieden. Washington hat über die US-Bundesstaaten viel weniger Macht und Einfluss, als die Brüssel-EU auf ihre Mitgliedsstaaten. Ich bleibe dabei: Amerika, von Links- und Rechtsradikalen in Deutschland gleichermaßen gehasst, Du machst es besser!

    • Das stimmt, auch politisch. Die Amerikaner leisten sich keine Dauerkanzlerin, sondern wählen einen schlechten Präsidenten einfach ab, während auch ein guter Präsident gehen muss, bevor er schlecht wird.

    • francomacorisano sagte am 09/11/2020 um 03:00 :“ . . . Viel mehr als in Deutschland wird auf kommunaler Ebene entschieden. . . . Du machst es besser!“
      Das sehe ich ganz anders: Sie unterschätzen den formellen und informellen Druck, der in den kleinteiligen Strukturen auf das Individuum ausgeht. Neben aus liberaler Sicht häufig nicht nachvollziehbaren formalen Regeln gibt es abhängig von der Zusammensetzung der Gemeinden den informellen Druck zu Verhaltensregeln (was man tut oder nicht tut). Das ist die Kehrseite der beeindruckenden Hilfsbereitschaft der US-Amerikaner. Aus meinen Erfahrungen in den USA bevorzuge ich das Leben in einer NRW-Kleinstadt. Ich gebe zu, dass auch in den Käffern Württembergs und Niederbayerns noch informelle Nötigungen vorhanden sind (was angesiedelten Flüchtlingen aus den Ostgebieten nach 1945 sehr zu schaffen machte)- aber diese Nötigungen nehmen dort mit wachsender Durchmischung ab.

      • Ihren Kritikpunkt kann ich nachvollziehen, teile ihn aber nicht. Es ist doch gerade ein Vorteil von föderalen Staaten (und einer Vielfalt von Staaten weltweit), dass die Bedingungen nicht überall gleich sind. Jeder kann sich dann ein für ihn besonders passendes Plätzchen suchen, während eine völlig Angleichung weltweit Freiheit und Pluralismus reduzieren statt steigern würde. Die Menschenrechte sind natürlich überall zu achten, aber nicht jeder muss Sie mögen und nicht jede Gemeinschaft muss Sie mit offenen Armen empfangen.

  8. Heute Bekanntgabe der gut wirksamen BionTech/Pfizer Impfung gegen Corona.
    Sofortiger Börsenboom: DAX ´+6%, DOW 1600 Punkte. Insbesondere Werte von Fluglinien, Flugtechnik, Kreuzfahrtlinien.
    Wer wäre wohl gewählt worden, wenn diese Nachricht letzten Montag/Dienstag bekannt geworden wäre?
    Giuliani sollte hier nachwühlen. Biden / Harris Wahl war sicher im Interesse der Pharmaindustrie. Die Träumer werden ihre umfangreiche Verwandtschaft nachholen, gewiss alle Medicare-berechtigt.

    • Viele Stimmen für die Demokraten gingen schon vorher per Briefwahl ein. Aber ja, die Nachricht hätte vielleicht den ein oder anderen Bundesstaat drehen können. Interessant ist, dass die Kurse einiger „Pandemiegewinner“ stark gefallen sind. Ein Beispiel ist Zoom Communications, das allerdings auch ein sehr sportliches KGV hatte.
      An Tagen wie heute zeigt sich wieder, wie sinnvoll ein weltweit diversifiziertes Depot in der Aktienanlage ist.

  9. Pingback: Wahlleute wählen Biden zum Präsidenten | Alexander Dilger

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