Trump wird hoffentlich klar abgewählt

Morgen finden die Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Dabei gibt es schon einen Rekord an Briefwählern. Der um seine Wiederwahl fürchtende Präsident Donald Trump wettert gegen die Briefwahl, obwohl er selbst schon auf diese Weise gewählt hat und diese jeweils gemäß den Gesetzen in den einzelnen Bundesstaaten durchgeführt wird. Doch sein Gegenkandidat Joe Biden von den Demokraten dürfte mehr Briefwahlstimmen bekommen wegen größerer Angst vor COVID-19 bei seinen Anhängern. Außerdem könnte der Präsident darauf setzen, durch Diskreditierung der Briefwahl das Wahlergebnis insgesamt unsicherer zu machen und auf diese Weise trotz schlechter Umfragewerte doch noch zu gewinnen, gegebenenfalls vor Gericht, zumal er gerade eine neue Richterin am Obersten Gerichtshof unterbringen konnte. Von ihm selbst verbreitetes Chaos könnte er schließlich dazu nutzen, sich einfach völlig undemokratisch zum Wahlsieger zu erklären und im Weißen Haus zu bleiben, was ihm bei einer eindeutigen Niederlage nicht möglich wäre. Nicht nur deshalb halte ich an meinem Kommentar zur Präsidentschaftswahl 2016 fest (siehe ‚Ökonomenpanel zur US-Präsidentschaftswahl‘):

Donald Trump ist gar kein seriöser Kandidat, so dass es leider keine echte Wahlmöglichkeit gibt.

Sein Herausforderer ist leider ebenfalls kein besonders guter Kandidat. Vor allem ist er eigentlich schon zu alt und senil sowie ohne überzeugende positive Ideen. Aber die hat der amtierende Präsident auch nicht. Zum Glück hat dieser in den letzten vier Jahren fast nichts durchgesetzt. Sein größter politischer Erfolg ist eine ökonomisch zweifelhafte Steuerreform. Außenpolitisch hat er wenigstens keinen Krieg angefangen, aber all seine Bündnispartner vor den Kopf gestoßen und die USA sowie den gesamten Westen erheblich geschwächt. Deshalb wünschen sich die Gegner der USA wie China und Russland seine Wiederwahl, selbst wenn er immer wieder verbal austeilt gegen sie. Hunde die bellen, beißen nicht. Deshalb sind seine Lügen und verbalen Entgleisungen das Schlimmste an ihm, zum Glück nicht seine Taten. Dementsprechend wäre seine Abwahl gut, aber seine Wiederwahl verkraftbar. Am schlechtesten wäre ein sehr knappes bzw. unklares Ergebnis morgen, welches die USA noch weiter spalten und vielleicht sogar zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen würde.

104 Gedanken zu „Trump wird hoffentlich klar abgewählt

  1. Haben Sie diesen Text mit einer Pistole am Kopf à la H.M. Schleyer geschrieben? Ich bin einigermaßen sprachlos. Der Frieden im Nahen Osten zählt für Sie zum Beispiel nichts?

    • Jetzt fangen Sie nicht auch noch mit Verschwörungstheorien und Gewaltphantasien an. Den Frieden im Nahen Osten hat Donald Trump insgesamt nicht befördert. Dem symbolischen Erfolg einer Anerkennung Israels durch ohnehin schon länger befreundete arabische Staaten stehen sein völlig gescheiterter Plan für die Palästinenser, die Aufkündigung des Atom-Deals mit Iran ohne den versprochenen viel besseren Nachfolgedeal, sondern mit jetzt wieder laufendem Atombombenbau, die Stärkung des IS im Irak und des Mörder-Regimes in Syrien, mehrere Konflikte mit und durch die Türkei, der Krieg im Jemen sowie weitere Gewalt in Libyen gegenüber.

      • Sie übersehen, dass es gar nicht die Aufgabe einer einzigen Nation ist, jeden Krisenherd auf der Erde zu befrieden.

      • Das haben ich nicht behauptet. Sie haben Herrn Trump für seine Friedensbemühungen im Nahen Osten gelobt. Meinen Hinweis auf gravierende Mängel dabei kontern Sie nun damit, dass er bzw. sein Land das gar nicht leisten könne und müsse. Aber soll sich niemand um Frieden bemühen oder wäre nicht internationale Zusammenarbeit sinnvoll, die Herr Trump gerade torpediert. Außerdem müssen sich die USA nicht um jedes Problem kümmern, aber wenn sie sich irgendwo gewaltsam eingemischt haben, sollten sie sich nicht einfach wieder verdrücken, als wenn nichts gewesen wäre.

      • Was heißt gravierende Mängel, andere Präsidenten haben doch viel weniger hinbekommen. Was z.B. hat der in Deutschland überaus beliebte Barack Obama für den Frieden im Nahen Osten geleistet?

      • Barack Obama hat das Atomabkommen mit dem Iran hinbekommen. Donald Trump hat es aufgekündigt und ein viel besseres Abkommen versprochen, aber nicht hinbekommen. Obamacare war ebenfalls eine echte Leistung, während Donald Trump die versprochene Abschaffung schuldig blieb (was wohl auch besser so war für viele seiner Anhänger).

  2. Keiner bekämpft das Lobby-Establishment, den Deep State, die New World Order Geheimzirkel, die linken Superreichen und die Koksnasen in Hollywood besser, als Donald Trump. Nur deshalb hassen sie ihn!

    Drain the swamp! 4 more years, Mr. President!!!

    • Donald Trump hat gar nichts bekämpft, sondern ist selbst der korrupteste Präsident zumindest seit Ende des 19. Jahrhunderts. Er trennt nicht zwischen Staats- und Privatgeschäften, zwischen Staatsdienern und Familie.

      • Welchen Deep State? Welche New World Order? Gibt es dafür auch nur einen einzigen Beweis?

      • In den USA werden schon viel zu viele Menschen eingesperrt. Fast die Hälfte der Bevölkerung wegen ihrer demokratischen Wahl einsperren zu wollen, geht dann doch zu weit. Das fordern nicht einmal die Trump-Anhänger.

    • „die linken Superreichen“ – kann es so etwas überhaupt geben?
      Linke haben doch Ihrer Meinung nach keine Ahnung von Wirtschaft. Irgendwo ist da ein Widerspruch- können Sie ihn aufklären?

      • Fragen Sie die „Menschenfreunde“ ( neudeutsch: Philantrophen) George Soros, Bill Gates, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Rothschild und die „Künstler“ aus dem Koksnest Hollywood…!

  3. Stimme dem Kommentar bzgl. Wunsch Präsident Trump möge abgewählt werden , dafür Biden an die Macht, nicht zu.

    Ohne Widerrede, Donald Trump ist vulgär in seiner Ansprache, brutal offen, kaum diplomatisch.

    Nation USA zu führen , seine Bürger/innen in und durch eine gesicherte Zukunft zu bringen angesichts Vielfalt der Nationalitäten Bürger/innen Herkulesaufgabe.

    Zumal USA weiterhin Nation in der Welt mit größten Freiheiten für seine Bürger/innen ist. Weshalb wohl USA Magnet für alle geknechteten, entrechteten, wegen sexueller Vielfalt , Religion etc. verfolgte Menschen ?

    Warum wollen fast alle jungen Iraner – und nicht nur die , Türken wollen es, Ägypter , Pakistani etc. – in die USA gleichwohl in der Heimat die USA als des Teufels – jedenfalls öffentlich – hassend ?

    Präsident Trump gibt Bürger/innen die Freiheit die sie in Old Germany nicht haben, auch nicht wollen, Bürger/innen die geführt und gepampert werden wollen, wo man Architekten / Statiker benötigt um etwas größeres Gartenhaus im Garten zu errichten, wo Angelschein vom Amt wichtiger ist als ein Ausweis bei der Überschreitung der Grenze.

    Präsident Trump bemüht sich um Sicherheit seiner ihm anvertrauten Bürger/innen wie kein anderer Führer auf der Welt, nicht endende Flut Menschen aus Süd- und Mittelamerika zu minimieren bzw. zu verhindern weil es bereits ca. 15 – 20 Millionen – keiner weiß es genau – Illegale im Land USA gibt und u.a. deshalb Kriminalität so hoch ist , Illegalität Ursachen für kriminelles Verhalten in sich birgt. Liegt nicht an deren Charakter. Und weil die Armut deshalb explodiert.

    Ohne seine feste Haltung mit Stop / Restriktionen von Billigwaren / Artikeln aus aller Welt könnten sämtliche Fabriken / Produktionsstätten in den USA schließen. China mit Stundenlohn bei 2,00 € oder weniger, USA bei 15,00 $ / Stundenlohn. Fairer Wettbewerb möglich ?

    Wer will , führt keinen Krieg mehr in Nahost, Afghanistan etc. ? Es ist Präsident Trump !

    Bashing in Deutschland, Europa wider diesem ungewöhnlichen Präsidentender der so ganz anders ist als das Alte Europ mit seiner verkrusteten Mentalität , ist nicht zu toppen und völlig kontraproduktiv.

    Mehltau über Deutschland ! Meine Wenigkeit wütend weil die meisten Deutschen USA Präsidenten Trump bis ins letzte Detail unmäßig kritisieren ohne den Way of Life zu kennen noch gesehen oder erlebt zu haben.

    Noch mehr Wut wegen der Geschichtsvergessenheit daß USA 1945 Deutschland von den Nazis befreiten mit ungeheurem Blutzoll, Demokratie, Freiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit brachten.

    Ohne USA wäre u.a. Berlin ( ! ) versklavt , wir wären verhungert, und alles unterm Kommunismus. Wiedervereinigung hätte es niemals gegeben. Präsident Trump ist bereits vor seinem Amt mit den Konservativen – gleich wie Reagan der als „Cowboy“ abqualifiziert wurde – für die Einheit Deutchlands eingetreten.

    Frust vom Präsidenten Trump über dieses undankbare Deutschland kann ich nachvollziehen.

    Mein Vorschlag an deutsche Urlauber : …..nächster Urlaub nicht Türkei sondern USA, mit Präsident Trump ! Vielleicht öffnet es Horizont wenn man dieses freie Land , seine liebenswürdigen hilfsbereiten, so ganz anders tickenden Menschen – nicht so verknöchert, devot, obrigkeitsergeben gegenüber seiner Kanzerlin – persönlich kennen lernt.

    Mit dem ungewöhnlichen Präsidenten Trump !

    • Kritik am Kandidaten Donald Trump ist doch keine Kritik an den USA und auch nicht am Präsidentenamt. Für die USA, aber auch für Deutschland und die meisten Menschen in der Welt wäre es jedoch besser, wenn er abgewählt würde. Joe Biden halte ich wie vor vier Jahren Hillary Clinton für keinen guten Gegenkandidaten, was Schwächen beim Nominierungsverfahren zeigt. Trotzdem ist er das kleinere Übel und würde auch den Republikanern erlauben, sich neu aufzustellen.

  4. Die FAZ berichtete gerade, der republikanische und (SEL 300 ! ) calvinistisch-konservative Senator Ben Sasse/Nebraska (seit Jahren Trump-Gegner) haben diesem u. a. vorgeworfen, Geld (gemeint: Steuerzahlergelder) auszugeben wie ein „betrunkener Seemann“. Biden ist da noch schlimmer und auch in anderen Fragen noch antiliberaler. Ist da Trump trotz seiner Psyche nicht das geringere Übel?

    • Joe Biden würde voraussichlicht mehr Geld ausgeben als Donald Trump, aber auch mehr Geld einnehmen, und zwar nicht nur über höhere Steuern, sondern auch mehr Wirtschaftswachstum. Die Präsidenten Clinton und Obama haben jedenfalls besser gewirtschaftet als Bush Junior und Trump. Auch in Deutschland kennen wir doch diesen Gegensatz zwischen realer Politik und vermeintlicher politischer Verortung. Kanzler Schröder hat bessere Wirtschaftspolitik gemacht als sein Vorgänger und erst recht seine Nachfolgerin von der CDU.

      • Post hoc non ergo propter hoc. Clinton wirtschaftete gut, wohl wegen vorheriger republikanischer Politik, Übernahme republikanischer Ideen, etwa bzgl Sozialhilfe, teils republikanischen Mehrheit im Kongress und der Friedensdividende durch Gorbatschow (und indirekt Reagan). Clinton folgte Bush senior, einem Halblinken. Trump wirtschaftete wohl eher besser als Obama, vor allem sozialer, aber das alles hat seine Wenns- und Abers. Liberale Traumpolitik sieht anders als die der letzten Präsidenten und der jetzigen Kandidaten. UND: Daß wir beide nicht Hitler-Junge werden mußten, verdanken wir dem so oft versagt habenden depressiven Alkoholiker Churchill…

      • Es geht nicht darum, ob einzelne Personen besonders gute Präsidenten waren (oder sein werden), sondern dass bestimmte Konstellationen günstiger sind als andere. Ein demokratischer Präsident kann eben leichter liberalere (im klassischen Sinne) Wirtschaftspolitik machen, weil die Republikaner dann weniger Widerstand leisten. Das gilt natürlich auch umgekehrt für die großen Ausgabenprogrammen von republikanischen Präsidenten (oder für die linksgrüne Politik von Frau Merkel), denen dann die Demokraten leichter zustimmen.

        Präsident Obama hat viel besser gewirtschaftet als sein Vorgänger, der zur Finanzkrise beitrug und ihr vor allem schlecht begegnet ist. Präsident Trump hat dann einfach vom bestehenden Wirtschaftsaufschwung profitiert, bis er dieses Jahr auf die Corona-Pandemie keine konsistente Antwort gefunden hat.

        Ohne Winston Churchill gäbe es mich gar nicht, ohne Adolf Hitler allerdings auch nicht. Donald Trump kann man mit beiden nicht vergleichen, weil er weder die freie Welt verteidigen noch die ganze Welt erobern will.

      • Obama „gut gewirtschaftet“???
        Wie begründen Sie das, lieber Herr Prof. Dilger…???

      • Er hat die Wirtschaft aus der Finanzkrise seines Vorgängers herausgeholt. Danach waren die Wachstumsraten unter ihm höher als unser seinem Nachfolger, auch wenn man die aktuelle Corona-Krise ausklammert, die die heutige Wahl entscheiden dürfte.

      • @Alexander Dilger 9:18 Uhr
        „Joe Biden würde voraussichlicht mehr Geld ausgeben als Donald Trump, aber auch mehr Geld einnehmen, und zwar nicht nur über höhere Steuern, sondern auch mehr Wirtschaftswachstum.“

        Der Wirtschaftsinkubator der US-Demokraten sind sinnlose Kriege.

      • Die letzten echten Kriege der USA hat der republikanische Präsident Bush der Jüngere in Afghanistan und grundlos im Irak angezettelt.

      • Es geht doch um Donald Trump und nicht um George W. Bush.

      • Ich habe auf Ihre falsche These geantwortet, dass (nur) Präsidenten der Demokraten auf Kriege zur Ankurbelung der Wirtschaft setzen würden.

      • Von „NUR Demokraten“ kann überhaupt keine Rede sein, das habe ich nirgends behauptet. Aber US-Demokraten sind alles andere als Friedensstifter. Im Vorwahlkampf der gestrigen US-Wahl haben sie sogar versucht, die USA selbst durch den ganzen (only) Black Lives Matter – Unfug zu spalten.

      • Ihre These war also nach eigenem Eingeständnis völlig einseitig, was jetzt auch für Ihre Ausführungen zum Vorwahlkampf gilt, bei dem Donald Trump sehr spaltend aktiv war.

      • warum soll eine These nicht einseitig sein dürfen? Entscheidend ist, ob man sie verteidigen kann. Im vorliegenden Fall geht es aber eher darum, dass Sie mich falsch zitiert haben und mir etwas unterjubeln wollen, was ich gar nicht behauptet habe.

    • Ulrich Motte sagte am 03/11/2020 um 07:41 : „:..Ben Sasse/Nebraska (seit Jahren Trump-Gegner) haben diesem u. a. vorgeworfen, Geld (gemeint: Steuerzahlergelder) auszugeben wie ein „betrunkener Seemann“. Biden ist da noch schlimmer . . .“
      Was ist das für ein sinnfreies Statement ! Die FAZ hat vor einigen Tagen die Steuer- und Wirtschaftspolitik Trumps kritisch beleuchtet. U.a. wurde benannt, dass ein Teil der Steuergeschenke in Aktienrückkäufe geflossen ist; weitere Kritikpunkte werden Ihnen nicht entgangen sein.

      • Klaus Wolfgang Berger: Ich zitiere – bejahend – eine Kritik an Trump- und erwähne, daß sie in Bezug auf Biden wohl noch berechtigter sein dürfte- was ist daran bitte „sinnfrei“?

      • @Ulrich Motte
        „Ich zitiere – bejahend – eine Kritik an Trump- und erwähne, daß sie in Bezug auf
        Biden wohl noch berechtigter sein dürfte- was ist daran bitte „sinnfrei“? “
        So nenne ich das, wenn der Vergleichssachverhalt nicht – oder nicht näher – beschrieben, aber daran die Behauptung geknüpft wird, die Vergleichsperson handle „noch schlimmer“.

  5. Ich hoffe, dass Mr Trump trotz unbestreitbarer – nennen wir es höflich – „Ungewöhnlichkeiten“ wiedergewählt wird. Denn ein weiteres Abdriften der USA Richtung Links wäre fatal. Auch und besonders für Deutschland und Europa. Wieder nur einen Parteisoldaten und blosser Erfüllungsgehilfe irgendwelcher „demokratischer“ Netzwerke, tun diesem wunderbaren Land sicher nicht gut.

    Im übrigen rechne ich Mr Trump hoch an, dass er im Gegensatz zu seinem – dafür sogar dekorierten! – Vorgänger keine neuen Kriege angezettelt hat, sondern im Gegenteil Friedensverträge zwischen Israel und islamischen Staaten erreicht hat. Was leider nirgendwo ausreichend gewürdigt wird.

    • Trumps pauschales Einreiseverbot wurde gerichtlich gekippt und dann von ihm selbst ersetzt durch ein differenzierteres. Er ist auch viel unberechenbarer als Joe Biden. Ein Atomkrieg ist unter beiden nicht zu erwarten.

  6. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich gehe – leider! – eher davon aus, dass er noch einmal gewählt werden wird. Er verkörpert die amerikanischen Ideale.

    <> (H. Gremlitza) Die Folgen sieht man nun.

    • Donald Trump verkörpert keine amerikanischen Ideale und auch nicht den amerikanischen Traum, den sein Großvater verwirklichte. Wie heißt es über Gründer? Die eine Generation baut es auf, die nächste verwaltet es und die Enkel reißen es wieder ein. Das droht uns leider auch unter Frau Merkel.

      • Trump steht für das, was Amerika (und jedes andere Land) groß gemacht hat: Wettbewerb, Freiheit, Kapitalismus. Biden für das Gegenteil: Staatsdirigismus, Bevormundung, Sozialismus. Makes America poor again.

      • Donald Trump steht doch nicht für Wettbewerb, Freiheit und Kapitalismus. Er hat sein Vermögen nur geerbt und schlecht damit gewirtschaftet. Er hat die meisten seiner Geschäftspartner schlecht behandelt und vermengt jetzt Privat- und Staatsgeschäfte. Außerdem setzt er auf Protektionismus, der Wettbewerb und Freiheit massiv beschränkt.

      • „Protektionismus“…?
        Weil Donald Trump ausländische Waren mit Sonderzöllen belegt, die nur durch Subventionen (z. Bsp. EU), bzw. durch miserable Sozialstandards wie Hungerlöhne, oder Kinderarbeit, und gigantische Umweltzerstörung, plus Patentraub (alles hauptsächlich China!) so scheinbar günstig sind!?! Wenn „Progressive“ in den USA und in Europa ihre postulierten „Werte“ ernst nehmen würden, wären sie noch härtere China- Kritiker, als Donald Trump!

      • Gegen unfaire Subventionen gäbe es Maßnahmen im Rahmen der Welthandelsorganisation. Dass die Löhne in China und echten Entwicklungslädnern niedriger sind, ist gerade ihr komparativer Vorteil. Durch den Welthandel steigen dann die Löhne und der Wohlstand. Es steigt auch der Wohlstand in den reicheren Ländern, allerdings ändert sich der Branchenmix und können Geringqualifizierte unter dem stärkeren Wettbewerb leiden. Donald Trump ist allerdings kein guter Geschäftsmann, der in Win-Win-Szenarien denkt, sondern er will brutal seinen eigenen Vorteil in vermeintlichen Nullsummenspielen zu Lasten aller anderen durchsetzen.

      • @Alexander Dilger
        „Donald Trump ist allerdings kein guter Geschäftsmann, der in Win-Win-Szenarien denkt, sondern er will brutal seinen eigenen Vorteil in vermeintlichen Nullsummenspielen zu Lasten aller anderen durchsetzen.“

        Steile These. Können Sie diese belastbar begründen?

      • Sie fragen ständig nach Begründungen für offensichtliche Tatbestände (Google hilft da weiter), während Sie Ihre Gegenmeinung nie belegen. Vorschlag: Wenn Sie Evidenz gegen meine Einschätzung anführen können, bringe ich stärkere dafür.

      • Was hat das jetzt mit der konkret von Ihnen angezweifelten These zu tun, dass Donald Trump nicht nach Win-Win-Lösungen sucht, sondern in vermeintlichen Nullsummenspielen gewinnen will?

        Bei genauer Lektüre zeigt sich auch, dass er von seinen Hauptversprechen nur die Steuersenkungen für Superreiche durchgesetzt hat, dafür keine Mauer und keine Abschaffung von Obamacare. Mehr Protektionismus hat er durchgesetzt, damit den USA und vor allem den Industriearbeitern aber nicht genutzt. Die neuen Richter am Obersten Gerichtshof fielen ihm quasi zu, nur die schnelle Besetzung der letzten Position kann man irgendwie als (partei)politische Leistung bezeichnen.

      • zu 1.
        Das ist doch Ihre These, nicht meine. Sie unterstellen Trump vieles, das gar nicht zutrifft. Anderes (wie sein ausgeprägter Narzissmus) trifft zwar zu, ist aber nicht relevant dafür, ob er ein erfolgreicher US-Präsident ist oder nicht und über Stilfragen kann man sich immer streiten. Den amerikanischen Geschmack trifft Trump mit seiner Art aber sicher besser als eine deutsche Kanzlerin, die so daher kommt, als ob sie schon zum Frühstück einen Eimer Essig getrunken hat.

        zu 2.
        Ja, Trump hat nicht alles in einer Amtszeit durchziehen können, dafür sind vier Jahre zu kurz. Aber in der zweiten Amtszeit kann er auch seine noch in Arbeit befindlichen Ziele erreichen, sofern er POTUS bleibt.

      • Das ist Ihre Interpretation vorauseilender, hiesiger Berichterstattung.
        Warten wir doch erst einmal ab, was US-amerikanische und angelsächsische Zeitungen schreiben werden. Deutsches Trump-Bashing ist nicht objektiv und mich wundert schon länger, dass Sie sich diesem so unkritisch anschließen.

      • Im Gegensatz zu Ihnen kann ich das Fehlverhalten von Donald Trump oder auch von Funktionären Ihrer AfD eigenständig beurteilen und brauche dafür weder deutsche noch angelsächsische Medien.

  7. Biden wird nur deshalb gewählt, um Trump zu verhindern. Dabei nimmt man Alter und Senilität in Kauf. Biden hat eine sympathische Vizepräsidentin, die den amerikanischen Patriotismus und die amerikanische Mentalität geradezu verkörpert. Das zählt in Amerika bedeutend mehr als z.B.in Europa. Deshalb werden es heute nacht in Amerika die Frauen sein, die die Wahl entscheiden.

      • Am Beginn des Videos ist der Istzustand dargestellt. Man kann es dann so verstehen, dass erst der Weiße die Gleichheit herstellen kann. Das wäre aber auch egal. Wenn beide erst mal am Ziel sind muss die Vergangenheit nicht mehr bearbeitet werden. Wie würde das Video mit gleichem Inhalt aussehen, wenn es zu Zeiten Obamas in Umlauf gekommen wäre?

      • Das Video verstehe ich anders. Es reicht nicht, jedem das Gleiche zu geben, sondern wer irgendwie benachteiligt ist (oder vielleicht auch nur zu einer Gruppe gehört, aus der andere benachteiligt werden oder wurden), muss mehr bekommen. Denn es soll jeder nicht nur gleiche Chancen, sondern auch das gleiche Ergebnis bekommen. Auf unterschiedliche Talente und Anstrengungen kommt es dabei nicht an, da diese vollständig auszugleichen sind.

      • Bei Ihrem Beitrag zu Phony vor ein paar Monaten hier, hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass sie eine knallharte Sozialistin ist. Da Sleepy Joe erkennbar wackelig ist, hätte Merkel-Fan Phony leichtes Spiel. Eine Katastrophe: https://youtu.be/i7ebSWtVHZY

  8. Dem Eröffnungsbeitrag stimme ich voll zu. Im Interesse einer verlässlichen internationalen Zusammenarbeit hoffe ich auf einen Wahlsieg Bidens. Diese Zusammenarbeit schließt die Verfolgung von Eigennutz nicht aus; andererseits halten die uneigennützigen Beiträge der USA zu etlichen internationalen Organisationen dort den Betrieb am Laufen. Das wollen wir hier in Dankbarkeit nicht vergessen.

  9. Her Prof. Dilger: Steuersenkungen und Deregulierungen durch Trump (und die Republikaner, als sie noch die Mehrheit im „Unterhaus“ hatten) dürften zu sozialen Folgen (geringere Arbeitslosigkeit, weniger Armut, beides gerade bei Minderheiten) beigetragen haben. Sie sind auch nicht pauschal schlecht aus liberaler Sicht. Schlecht sind mangelnde Privatisierung und Staatsaufgabensenkung unter Trump. Aber auch das wird (würde) bei Biden noch schlimmer. Und angesichts der Weltlage ist der Us-Präsident vor einer ähnlichen Aufgabe wie Churchill, meine ich.

    • Die Steuersenkungen kamen zur falschen Zeit, nämlich mitten im Aufschwung, und nur selektiv für die ohnehin schon sehr Reichen. Die Weltlage ist heute ganz anders und Donald Trump reagiert darauf mit dem Versuch der Abwendung (die er dann doch nicht durchhält wie z. B. auch sein versuchtes Ignorieren der Corona-Pandemie).

  10. Der sehr gute Präsident Trump wird zweifellos erneut und deutlicher gewählt werden – von der Mehrheit der US-Amerikaner, die ihn zurecht lieben.

    • Schon 2016 wurde Donald Trump nur von einer Minderheit gewählt. Das wird wieder passieren, während eine Mehrheit der Wahlmännerstimmen diesmal noch weniger zu erwarten ist. Dafür hat er zu erfolgreich provoziert – seine Gegner, so dass sie in viel größerer Zahl zur (Brief-)Wahl gehen.

    • genau, so wie der sehr gute Diktator Kim zweifellos von seinem Volk zurecht geliebt wird. Und natürlich wird Kim auch von dem sehr guten Trump geliebt, wobei wir dahingestellt lassen, ob es sich um eine sexuelle Anziehungskraft handelt

      • Selbst wenn Donald Trump sich das anders wünschen mag, sind die USA immer noch eine Demokratie und man sollte nicht fast die Wähler für völlig verblödet oder eingeschüchtert halten. Ich vermute, dass sowohl Trump als auch Biden viele Stimmen nur deshalb bekommen, weil der jeweils andere verhindert werden soll.

  11. Komisch. Eines der seltenen Male, in der ich nicht mit AD überein stimme. Biden ist eine schwarz-grüne Koalition in einer Person, der den ganzen Unsinn wie Klimanotstand, Dekarbonisierung oder affirmativ action (rassistische Diskriminierung abgenommener Mehrheiten) verkörpert. Trump hat nicht viel bewirkt, aber auch nicht viel geschadet. Eigentlich aus liberaler Sicht nicht schlecht.

    • Donald Trump hat schon viel geschadet, indem er allgemein Vertrauen zerstört und konkret viele nationale und internationale Institutionen beschädigt hat. Unter Joe Biden wird sich das wieder bessern und selbst seine Fehler könnten gute Folgen haben, etwa eine Mäßigung der hiesigen Klimapolitik, wenn die USA mit marktwirtschaftlichen Instrumenten mitmachen.

      • Demokratisch nicht legitimierte „internationale Institutionen“ sind in den letzten Jahren unter der Doktrin des Multilateralismus viel zu mächtig geworden. Kein Wunder, dass Nationalstaaten und der Wille der einzelnen Völker immer weiter zurückgedrängt werden sollen, zu Gunsten einer „Neuen Weltordnung“…!

      • Die demokratische Legitimation von Staatengemeinschaften kommt von und über ihre Mitgliedsstaaten, wenn diese demokratisch sind. Dass die EU sich als Superstaat aufspielt, ist eine Ausnahme.

      • Ich meine die zahllosen UN-Unterorganisationen mit fürstlich bezahlten Funktionären, die nicht demokratisch gewählt werden, aber versuchen, nationalen Regierungen Vorschriften zu machen. Auch NGOs (bei diesem Begriff sträuben sich meine Nackenhaare) spielen sich als Nebenregierungen auf.

      • Na ja, so mächtig sind die UN-Unterorganisationen nicht, insbesondere wenn die Nationalstaaten nicht mehr mitmachen. Gerade gestern haben die USA das Pariser Klimaschutzabkommen endgültig verlassen. Die EU hat die eigentliche Bedeutung des Brexit auch noch nicht richtig verstanden.

      • Nur ein Beispiel: Der UN-Menschenrechtsrat. Dort bestimmen Diktaturen wie China und Kuba, sowie zahlreiche autoritäre Staaten, darunter Russland, über „Rügen“ gegen westliche Demokratien, auch Deutschland, die angeblich die „Menschenrechte verletzen“…!

      • Das ist natürlich eine Farce und dieses Gremium sollte entweder grundlegend reformiert, ganz aufgelöst oder sonst von den westlichen Demokratien verlassen werden.

  12. Klaus Wolfgang Berger: Daß Biden noch höhere Staatsausgaben plant als Trump geht aus seinen Programmen hervor.

  13. Prof. Dilger: Es ist nicht leicht, die Wirkungen der Steuersenkungen und der Deregulierungen Trumps auf die wirtschaftlich-soziale Entwicklung zu berechnen. Ob Trump angesichts der Weltprobleme richtig handelt, muß nicht unbedingt meine These beeinflussen, daß wie bei Churchill nicht alle psychischen Probleme große Leistungen hindern müssen.

    • @Ulrich Motte
      „Ob Trump angesichts der Weltprobleme richtig handelt, muß nicht unbedingt meine These beeinflussen, daß wie bei Churchill nicht alle psychischen Probleme große Leistungen hindern müssen.“

      q.e.d. !

    • Welche große Leistung sehen Sie denn bei Donald Trump? Winston Churchill war hingegen gut in Kriegszeiten, nicht im Frieden, weshalb er da auch gleich wieder abgewählt wurde. Den Fall gibt es doch häufiger und manche Eigenschaften von uns sind nur in bestimmten Situationen sinnvoll, z. B. Aggressivität.

      • Donald Trump ist im Unterschied zu seinen letzten Vorgängern de facto ein Friedensstifter.

      • Er ist als erster POTUS seit ich denken kann in keinen Krieg gezogen. Das ist ein enormer Fortschritt.

      • In welchen neuen Krieg ist denn sein Vorgänger gezogen? Es gab Militäraktionen z. B. in Libyen und Syrien, aber keine richtige Kriegsbeteiligung der USA an diesen Bürgerkriegen. Russland und die Türkei sind dort viel aktiver.

      • Wenn Sie Libyen und Syrien zu „Militäraktionen“ herunterspielen (am Ende waren es nur friedliche Manöver?) können Sie das natürlich mit jedem beliebigen Krieg machen, den sich die USA außerhalb Ihres eigenen Territoriums so geleistet haben. Das ist doch lächerlich.

      • Ist Ihnen der Unterschied zwischen einem richtigen Krieg und militärischen Aktionen wirklich nicht klar? Wenn Sie da gar keinen Unterschied sehen, dann hat Donald Trump auch „Kriege“ angefangen, z. B. gegen den Iran.

      • Definieren Sie doch bitte einmal den exakten Verlauf der Grenze zwischen dem was so gerne verniedlichend als „Militärische Aktion“ bezeichnet wird und Kriegs- bzw. Bürgerkriegsbeteiligung?
        Wann ist es Beteiligung an einem Krieg oder Bürgerkrieg und wann nicht?

        Meiner Ansicht nach gehen auch „geheimdienstliche Operationen“ zum Sturz demokratisch oder nach anderen Regeln (andere Länder haben eben oft andere Traditionen) legitimierter Staatsoberhäupter entschieden zu weit.

      • Es gibt keine exakte Grenze und die moralische Beurteilung ist eine zweite Frage. Kriege können legitim sein und andere gewaltsame oder sogar friedliche Aktionen illegitim. Es ist nur so, dass Sie bei Ihrer sehr weiten Kriegsdefinition nicht mehr ehrlich behaupten können, dass Donald Trump keinen Krieg begonnen hätte, von der Fortführung mehrerer Kriege ganz abgesehen.

      • Zumindest ist es deutlich weniger geworden und das ist gut so.
        Gut finde ich auch, dass Sie zugeben, dass die Grenzen zwischen dem, was sie noch als „Militärische Operation“ bezeichnen und Krieg eben doch ziemlich fließend sind.
        Ich persönlich lehne jede Form von Gewalt ab. Gewalt ist nur zu rechtfertigen, wenn sie in echter Notwehr angewandt wird. Wirtschaftliche und so genannte „geopolitische“ Interessen rechtfertigen IMO jedenfalls keine militärische Gewaltausübung. Das sehen Sie vielleicht anders.

      • Unter Trump sind es nicht weniger militärische Konflikte geworden, sondern mehr, insbesondere wenn man auch die mitzählt, die durch das von ihm geschaffene Machtvakuum ausgebrochen sind.

        Mit der Ablehnung jeglicher Gewalt kann man keinen Staat führen. Ohne Staatsgewalt kein Staat und schon gar keine Supermacht. Es geht darum, dass der Staat nur legal und legitim Gewalt anwendet, nicht willkürlich oder gar böswillig. Schon für Privatpersonen ist nicht nur Notwehr erlaubt, sondern auch Nothilfe. Ein Staat muss seine eigenen Bürger schützen, notfalls mit Gewalt. Er muss auch seinen Bündnispflichten nachkommen und darf anderen Staaten bei ihrer Verteidigung helfen. „Humanitäre Gründe“ wurden oft als Kriegsgrund missbraucht, doch z. B. gegen Völkermord ist ebenfalls die Anwendung von Gewalt zulässig, aus reinen Wirtschaftsinteressen aber natürlich nicht.

      • Private Notwehr und Nothilfe lasse ich gerne durchgehen. Aber Angriffskriege zur „Erziehung“ angeblicher Schurkenstaaten nicht. Internationale Konflikte müssen anders gelöst werden.

      • „Angriffskriege zur ‚Erziehung‘ angeblicher Schurkenstaaten“ sind natürlich nicht zulässig. Das behauptet auch niemand, weshalb die Bush-Regierung Kriegsgründe für ihren zweiten Irakkrieg erfand. Der erste Irakkrieg der USA zur Befreiung Kuwaits war hingegen sehr wohl gerechtfertigt. Der Krieg der USA gegen Hitler-Deutschland war gleich mehrfach gerechtfertigt, zur Unterstützung sowie Befreiung anderer Staaten, zur Beendigung von Völkermord und zur eigenen Verteidigung. Immerhin erklärte Adolf Hitler den USA den Krieg und nicht umgekehrt.

      • Zum Glück leben wir nicht mehr in der Hitler-Zeit. Auch wenn manche Geschichtsrevanchisten diese wieder herbeisehnen.

      • Prof. Dilger: Ich sagte ja gerade, daß meine These, daß psychische Probleme politische Größe nicht unbedingt hemmen müssen, unabhängig davon ist, ob Trump Größe besitzt…

      • Ja, das hängt jedoch sowohl von der Situation als auch den psychischen Problemen ab. In einer akuten Notlage werden andere Eigenschaften gebraucht als in normalen Zeiten. Das könnte sogar evolutionär erklären, warum bestimmte Absonderlichkeiten nicht aussterben, eben weil sie in bestimmten Situationen doch nützlich sind. Ich sehe allerdings nicht, in welcher Notlage der hemmungslose Narzissmus von Donald Trump für den Staat von Nutzen sein könnte. Eine Gesellschaft kann sich einen solchen Präsidenten wohl nur im Überfluss leisten. Bei der ersten Krise versagt er, siehe Corona.

      • „Eine Gesellschaft kann sich einen solchen Präsidenten wohl nur im Überfluss leisten. Bei der ersten Krise versagt er, siehe Corona.“

        Wie gut, dass im Unterschied zu Donald Trump die beste Bundesregierung aller Zeiten so vorbildlich auf Corona reagiert. Davon können sich die Asiaten mit ihren niedrigen Inzidenzwerten eine Scheibe abschneiden, oder? 😖

      • Bei aller Kritik an der Bundesregierung hat sie zumindest, trotz Ziel- und Empfehlungsänderungen, konsistenter reagiert als Donald Trump. Auch beim Drücken der Inzidenzwerte war sie viel erfolgreicher als er. Meine Kritik bezieht sich gerade darauf, dass diese nicht das Maß aller Dinge sind.

      • Dass das Drücken der Inzidenzwerte alleine nicht das Maß der Dinge ist, darüber sind wir uns einig. Wir werden frühestens in einem Jahr sehen, ob Trumps Umgang mit der chinesischen Grippe der angemessenere war oder die Politik des panischen Aktionismus in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Es ist zu früh, um das tatsächlich abschätzen zu können. Fakt ist jeden falls, dass der POTUS seinen Bürgern wohl mehr Eigenverantwortung zutraut als die „Beste Kanzlerin aller Zeiten“.

  14. Prof. Dilger: Coronapolitik ist sehr umstritten, auch unter Experten für Gesundheit respektive Wirtschaft. Das Wort „Größe“ fällt auch mir bei Trump schwer, gerade angesichts seines Narzissmusses, aber auch wegen vieler Inhalte seiner Politik. Verdienste hat er durch Andeutungen besserer Politik : Gegen Links und „Eliten“ darf nicht, anders als bei Bush, nur im Wahlkampf Rhetorik sein. Zölle, die in Wirklichkeit keine sind, muß Amerika einsetzen. Im übrigen: Das einzig richtig überzeugende Argument für Trump heißt: Biden! Sie unterschätzen, meine ich, die Intoleranz und den Sozialismus der Demokraten.

    • Umstritten ist, was gute Coronapolitik auszeichnet, etwa der stärkere Fokus auf die Eindämmung des Virus oder auf das Bewahren von wirtschaftlichen und sonstigen Freiheiten. Donald Trump sieht allerdings in beiderlei Hinsicht nicht gut aus. Er gehört doch auch selbst zur Elite, wenn auch weniger vernetzt mit den etablierten politischen Seilschaften. Dass Sie als Liberaler für Protektionismus und Zölle eintreten, wundert mich sehr. Schließlich ist das Hauptargument für Biden Trump. Für sich genommen findet Joe Biden wohl kaum jemand gut und wäre er kaum nominiert worden. Er ist gerade kein Sozialist, schon gar nicht im europäische Sinne. Bei seiner Vizepräsidentschaftskandidatin bin ich mir leider nicht mehr so sicher.

  15. Trump ist reich vom Vater her, aber gehört nicht zur Us-Elite, weder von der Ausbildung her noch vom Denken noch von dem Umfeld, in dem er lebt, noch vom Äußeren noch vom Verhalten. Iich trete für Us-Zölle ein. weil sie- wie gesagt. eigentlich keine sind (anderes Thema, hier nicht darzulegen). Intoleranz und Sozialismus sind bei den Demokraten ausgeprägt. Ob man Biden dann Sozialist nennt… schon die Republikaner sind es jedenfalls viel zu viel…. Biden dürfte gewonnen haben.

    • Wenn selbst Milliardäre (oder dreistellige Millionäre) nicht zur Elite gehören, wer dann? Zur Bildungselite gehört Donald Trump zwar nicht trotz Bachelor von der Wharton School, aber es gibt auch noch andere Kategorien. Als US-Präsident gehört er z. B. eindeutig zur politischen Elite, nur eben weniger vernetzt als andere, was übrigens nicht nur Vor-, sondern auch gravierende Nachteile hat. So ist es kein Zufall, dass er viele Posten nicht besetzen konnte oder seine eigenen Berufungen schnell wieder rückgängig gemacht hat oder das zumindest wollte.

      Wie definieren Sie Zölle und unterscheiden diese von solchen, die gar keine sind? Was verstehen Sie schließlich unter Sozialismus, wenn Sie selbst die Republikaner für zu sozialistisch halten? Dort gibt es viele Etatisten, aber doch kaum Sozialisten nach dem üblichen und historischen Begriffsverständnis, also Befürworter der Verstaatlichung der Produktionsmittel.

      • Elite definierte ich als Establishment, solche die den traditionellen Herrschern in Hintergrund und Wesen weitestgehend gleich sind. Das sind Milliardäre oft nicht. Zölle im eigentlichen Sinne sind Abgaben, die ausländischen Herstellern höhere staatliche Abgaben aufzwingen als einheimischen. In den USA sind unzählige Produktionsmittel verstaatlicht, teils mehr als in Frankreich. Demokraten wollen das noch mehr als Republikaner. Wer das bejaht, ist Sozialist. Neben der Verstaatlichung im Sinne von Eigentumsübertragung gibt es Verstaatlichung im Sinne des Eingriffs in die Freiheit über das Minimale hinaus: Sozialistisch ist nicht nur die Staatsschule, sondern auch die Festlegung weiter Teile des Schulprogramms und von Prüfungen für Privatschulen.

      • Wen meinen Sie mit „traditionellen Herrschern“? Frau Merkel benimmt sich doch nicht wie eine König und Herr Trump nicht wie ein Kaiser, auch wenn er das gerne wäre. Es gibt zahlreiche politische Funktionäre. Donald Trump hat nicht diesen Hintergrund, ist als Präsident jedoch selbst einer und zieht viele weitere nach.

        Donald Trump hat doch genau solche Zölle eingeführt, „die ausländischen Herstellern höhere staatliche Abgaben aufzwingen als einheimischen“. Das schadet übrigens nicht nur den ausländischen Herstellern, sondern auch den einheimischen Konsumenten und anderen Herstellern, die selbst ohne Gegenmaßnahmen schwerer exportieren können. Selbst die durch Zölle geschützten Hersteller verlieren langfristig, nämlich an Wettbewerbsfähigkeit.

        Es ist doch nicht gleich jeder, der mehr als einen Minimalstaat will, ein Sozialist. Wenn bereits Staatsschulen sozialistisch sind, dann sind fast alle modernen Staaten sozialistisch und verliert der Begriff seinen Sinn.

  16. Pingback: Trump erklärt sich einfach so zum Wahlsieger | Alexander Dilger

  17. Mit traditionellen Herrschern in den USA meine ich nicht nur Absolventen/Angehörige der Ivy League, deren Eliteverbindungen, möglichst einschlägiger Schulen, der Elitekanzleien-Finanzfirmen, sondern auch nach deren üblichen Regeln Lebende und Denkende, was Trump nun alles nicht ist (was auch viele gute Seiten hat! ). Nein- Sie Irren sich- Zölle Trumps gleichen nur (allenfalls) staatliche Vorteile und staatlich verursachte Nachteile von US-Firmen ausländischer Firmen aus. Alle modernen Staaten sind sozialistisch- denken Sie wirklich, daß ich nicht gerade in dieser Hinsicht einen besonderen Sinn im Wort, im Begriff „Sozialistisch“ sehe?
    Darf ich mich damit von dieser (!) Debatte verabschieden?

    • Niemand muss hier diskutieren, sondern kann nach Belieben aussteigen oder aussetzen. Trotzdem erlaube ich mir eine Antwort, auf die Sie antworten dürfen, aber natürlich nicht müssen.

      Eliten sind in der Regel nicht homogen. Es gibt verschiedene Arten von Eliten (politisch, wirtschaftlich, wissenschaftlich etc.) und auch darin jeweils unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen. Donald Trump gehört demnach zur Elite in den USA, wenn auch nicht zum bisherigen politischen Establishment.

      Zölle sind Zölle, dazu gehören auch Strafzölle gegen Zölle und Subventionen anderswo. Für deren Verhängen hat die WTO allerdings Regeln, die Donald Trump völlig missachtet hat. Es ist auch nicht jeder Vorteil anderswo unfair, sondern im Gegenteil macht die unterschiedliche Verteilung von Vor- und Nachteilen den internationalen Handel gerade so sinnvoll, zumal er Regierungen und Unternehmen zwingt, nicht beliebig schlecht zu wirtschaften.

      Wenn Sie alle modernen und entwickelten Staaten für sozialistisch halten, verliert der Begriff seinen Sinn, sowohl beschreibend als auch normativ. Wenn ohnehin alle Sozialisten sind, kann das kein relevanter Vorwurf und erst recht kein Wahlkriterium mehr sein.

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