Unverhältnismäßige Kosten der Corona-Maßnahmen

Diese Zahl zeigt die völlige Unverhältnismäßigkeit auch in finanzieller Hinsicht der politischen Maßnahmen in der „Corona-Krise: Bund rechnet mit Gesamtkosten von 1,5 Billionen Euro“. Konkret schätzt die Bundesregierung, dass „die Bewältigung der Corona-Krise die öffentlichen Kassen in diesem und im nächsten Jahre mit 1,446 Billionen Euro belasten wird.“ Teilweise handelt es sich um Kredite und Bürgschaften, von denen wiederum ein Teil zurückgezahlt oder gar nicht in Anspruch genommen werden dürfte. Dafür sind die finanziellen oder gar nichtmonetären Kosten für Unternehmen und Privathaushalte noch gar nicht enthalten.

Bislang gibt es offiziell knapp 10.000 COVID-19-Tote in Deutschland, wozu jeder positiv auf SARS-CoV-2 bzw. einen Schnipsel davon Geteste zählt, selbst wenn er aus einem ganz anderen Grund gestorben sein sollte oder ohnehin gestorben wäre. Pro Totem liegen also allein die bislang von unseren Politikern verursachten Kosten allein für den Staat bei 150 Millionen Euro. Nun sind diese Menschen ohnehin gestorben.

Eigentlich relevant sind die durch die Maßnahmen verhinderten Toten. Aktuell kommt eine Metastudie für die Weltgesundheitsorganisation zu dem Schluss, „dass die meisten Gebiete Infektionssterblichkeiten unter 0,20 Prozent aufweisen. Mit Maßnahmen zum Schutz von Risikogruppen könnten sie sogar noch niedriger ausfallen“ (siehe „WHO veröffentlicht Studie Covid-19 weniger tödlich als vermutet?“). Umgerechnet auf 83 Millionen Menschen in Deutschland bedeutet das, dass maximal 166.000 Menschen stürben, wenn sich alle infizieren würden. Abzüglich der 10.000 bereits Gestorbenen ergeben sich also Kosten von minimal 10 Millionen Euro pro verhindertem Todesfall. Tatsächlich würden sich jedoch auch ohne staatliche Maßnahmen nicht alle anstecken, sondern vielleicht die Hälfte (und bei einem schnell verfügbaren Impfstoff weniger), was die Kosten verdoppelt.

Sollte uns ein Menschenleben nicht so viel wert sein? Hinsichtlich anderer Todesarten ist es das nicht. In einer anderen Metastudie wurde errechnet, dass im Schnitt 173.868 Euro für ein statistisches Lebensjahr in Deutschland angesetzt werden (siehe „164.400 Euro für ein Lebensjahr“), was z. B. für medizinische Entscheidungen, aber auch andere politische Maßnahmen relevant ist. Selbst bei Aufrundung auf 200.000 Euro und bei Annahme von durchschnittlich 10 verlorenen Lebensjahren (siehe „86 Prozent sterben direkt an Corona und verlieren zehn Jahre Lebenszeit“) ergeben sich damit „nur“ 2 Millionen Euro, während allein der Staat 10 bis 20 Millionen aufwendet, womit an anderer Stelle fünf- bis zehnmal mehr Lebensjahre hätten gerettet werden können (in Deutschland, während es anderswo noch viel mehr wären).

Dabei handelt es sich nur um die Kosten für die bisherigen Corona-Maßnahmen. Doch ein ‚Zweiter Lockdown wird kommen‘, der die Kosten für den Staat und die Privaten weiter erhöhen wird. Zugleich wird es weitere Tote geben, die also durch diese unverhältnismäßigen Maßnahmen gar nicht verhindert wurden, womit die Kosten pro verhindertem Todesfall noch weiter steigen. Dasselbe gilt für Tote wegen der Maßnahmen, die z. B. notwendige Operationen gar nicht oder zu spät erhalten haben oder sich wegen dieser schlechten Politik selbst umbrachten.

46 Gedanken zu „Unverhältnismäßige Kosten der Corona-Maßnahmen

  1. 1,5 Billionen entspricht grob der Kostendimension der Wiedervereinigung sowie für die Alimentierung der Wirtschaftsmigranten nach Schätzung von Sarrazin. Dazu kommt noch das Geld, das im Feuer der Europolitik verbrannt wird.

    Von diesen vier Maßnahmen war nur eine sinnvoll und richtig. Was die politische Führungsebene angeht, ist die Bundesrepublik ein Zwerg. Das Land lebt von der Abschöpfung des Mittelbaus, der das Rückgrat der Nation bildet, aber – aus aus Eigenverschulden – die geringsten politischen Mitspracherechte besitzt.

    • Sie haben mindestens noch die Energiewende als Billionengrab vergessen. Hinzu kommt der Angriff auf die Automobilindustrie, zuerst auf den besonders umweltfreundlichen Diesel, nun den Verbrennungsmotor insgesamt. Einzig sinnvoll war die Wiedervereinigung, wenngleich sie wirtschaftlich und sozial auch besser hätte gestaltet werden können als durch Herrn Schäuble. Die Wiedervereinigung lag allerdings vor Frau Merkel bzw. sie selbst ist das teuerste Erbe davon.

  2. Ich stimme zu, wobei Karl Lauterbach erst gestern meinte, dass die Infektionssterblichkeit im Falle einer Überlastung des Gesundheitssystems steigt, was nicht ganz unplausibel ist (wobei es an einer wirksamen Therapie immer noch fehlt, aber die Beatmung rettet vielleicht trotzdem Leben).

    Für mich ist die Verhinderung einer Überlastung des Gesundheitssystems (gerade auch die Abwendung der ethischen Notlage der Triage) immer noch der einzig legitime Grund für die Freiheitseinschränkungen. Diese Freiheitseinschränkungen müssen dann aber auch effektiv und verhältnismäßig sein.

    Ich sehe erstens nicht, dass man sich bemüht hätte, die staatlichen Eingriffe auf ihre Wirksamkeit (und Kosten) hinreichend zu evaluieren. Und vor allem ist mir immer noch keine Kennzahl hinsichtlich des Infektionsgeschehens bekannt, ab der unsere Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen. Das sind für mich die größten Versäumnisse des letzten halben Jahres.

    • Deutschland kam doch nie auch nur in die Nähe einer Überlastung des Gesundheitssystems, auch nicht auf dem Höhepunkt der Pandemie im März noch vor den Gegenmaßnahmen. Umgekehrt wurden dann viele Ärzte, anderes Krankenhauspersonal und selbst Bestatter in Kurzarbeit geschickt. Das Intubieren hat schließlich viel mehr Leben gekostet als gerettet. Die Behandlungsmethoden wurden seither verbessert, was dazu beiträgt, dass die Todesrate stark gefallen ist.

      • Ja, dementsprechend wäre die Toleranzschwelle hinsichtlich der Neuinfektionen in Deutschland auch sehr hoch und wohl deutlich höher als etwa in Tschechien oder den Niederlanden, wo es deutlich weniger Intensivbetten pro Kopf zu geben scheint. Aber die meisten Politiker scheuen, bei Corona ein Wort wie Toleranzschwelle überhaupt in den Mund zu nehmen, weil wir ja „alles tun müssen, um Neuinfektionen zu verhindern“, was wir bei keiner anderen Infektionskrankheit (und eigentlich selbst bei Corona nicht) beherzigen.

  3. Ups … she did it again. Nach Atomausstieg/Energie(w)Ende und „Flüchtlings“-Krise dachte ich eigentlich, Merkel könnte uns kein weiteres Billionen – Grab schaufeln, zumal auf ihren letzten Metern im Amt. Doch muss ich mich nun offenbar eines Schlechteren belehren lassen. Es gilt wahrscheinlich bis zum Ende ihrer Kanzlerschaft sinngemäß Offenbarung 12, 12: „ 12 (…) Weh denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer! denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, daß er wenig Zeit hat.“ 😉

  4. Die Eingrenzung der Entscheidungsparameter auf die Vermeidbarkeit von Todesfällen mit Kostenabwägung und die Belastung der Krankenhäuser ist nicht sachgerecht. Verkannt werden auch die Entscheidungsprozesse in Abhängigkeit von den zunehmenden Erkenntnissen hinsichtlich
    – Infektionswegen, Ausbreitungsgeschwindigkeit und Vermeidungsstrategien
    – Folgen der Erkrankung (Spätfolgen ?), Betriebsabläufe
    – Übertragbarkeit internationaler Erfahrungen
    – Anpassung an die Strategie in anderen Nationen u.a.m.
    Generalisierend vertrete ich die Meinung, dass die Kosten für diesbezügliche Fehlentscheidungen weit hinter denen zurücktreten, die durch frühere oder derzeitige Eingriffe in unsere Wirtschaftsstruktur, Energieversorgung und Sozialpolitik mit langfristiger Geltung bewirkt werden.
    Bei Kleinbetrieben hat es immer schon hohe Ausfälle gegeben (z.B. bei verpachteten Gaststätten zwischen 20 und 25 % p.a. mit anschließenden Sozialfällen). Es erweist sich weiterhin in der Krise, dass unser Steuersystem für Mittelstands-Unternehmen ungeeignet ist, Eigenkapital-Thesaurierung für die Finanzierung von Notlagen zu betreiben.

    • Die anderen Faktoren sprechen doch noch weniger für so drastische Maßnahmen. Hier habe ich grob abzuschätzen versucht, was COVID-19 selbst schlimmstenfalls bewirkt und die Vermeidungskosten sind schon jetzt höher. Im internationalen Vergleich steht Deutschland besser, nicht schlechter da. Die Verluste in Wirtschaft und Gesellschaft sind noch nicht inkludiert. Die langfristen gesundheitlichen Spätfolgen von Erkrankten, die nicht sterben, lassen sich noch nicht definitiv absehen, scheinen aber nicht so verbreitet zu sein wie bei den Opfern der Maßnahmen. Die Kosten steigen durch weitere Maßnahmen, die wohl erst nachlassen, wenn es einen günstigen und gut verträglichen Impfstoff für alle gibt, was vielleicht nie der Fall sein wird. Auch dann könnte das jetzt gesetzte schlechte Beispiel zur Massenpanik bei der nächsten Infektionskrankheit führen, die bestimmt kommt. Auch der Grippevergleich lässt sich leicht umkehren: Wenn Corona faktisch weniger schlimm ist als eine Grippewelle, immerhin gibt es in Deutschland dieses Jahr Untersterblichkeit, dann müssen wir vielleicht immer, zumindest im Halbjahr der Grippesaison, Masken tragen, Abstand halten und auf Reisen sowie Kontakte verzichten.

      • Es wird darauf ankommen, wie die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen in weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Die Unternehmen haben sich anscheinend an die Infektions-Risiken angepasst; das Beherbergungsverbot wird von den Landespolitikern (und Verwaltungsgerichten) als unverhältnismäßig erkannt. Die Folgen der Virus-Infektion sind (sofern zutreffend) im Hinblick auf jüngere Menschen und unser BIP relevanter als etwaige Kollateralschäden für – in der Regel ältere – Patienten, die ohnehin kürzere Restlebenserwartung haben und aus dem Produktionsprozess ausgeschieden sind (um bei Ihrer ökonomischen Bewertung von Leben und Tod zu bleiben). Das ist Stochern im Nebel – jedenfalls keine Entscheidungsgrundlage.
        Ich sehe noch zwei ungelöste Problemkreise:
        – Vorkehrungen gegen Infektionsrisiken bei privaten Begegnungen und in Freizeiteinrichtungen, weil strikte Verbote nicht durchzuhalten sind (Kosten : In den Unternehmen Kostenunterdeckung u.a. durch Umsatzminderung, in der Verwaltung Testaufwand, Aufwand für Nachverfolgung von Infekten)
        – Internationaler Reiseverkehr (Im Warenverkehr scheinen hinsichtlich des Personals internationale Absprachen getroffen worden zu sein). Der Reiseverkehr wird davon abhängen, was die Zielländer an Sicherheiten anbieten.

      • COVID-19 trifft doch die arbeitsfähige Bevölkerung kaum und Kinder und Jugendliche fast gar nicht. Der BIP-Rückgang und die sonstigen wirtschaftlichen und finanziellen Kosten kommen größtenteils über die staatlichen Gegenmaßnahmen und der Rest durch persönliche Vermeidungsstrategien. Der Einbruch im Dienstleistungssektor wie bei Hotels, Gaststätten und Freizeitangeboten kommt ebenfalls größtenteils durch die staatlichen Maßnahmen. Wir wären jetzt z. B. verreist, wenn unsere Politiker nicht so unberechenbar wären und selbst im eigenen Land willkürlich von einem Tag zum nächsten Deutsche ein- oder aussperren würden.

  5. Wieviele der Kosten sind denn tatsächlich der staatlichen Pandemiebekämpfung zuzuordnen und welcher Anteil beruht auf (nicht durch staatliche Maßnahmen begründete) Verhaltensänderung? Der „Pandemieeffekt“ vor den behördlich angeordneten Betriebsschliessungen (z.B. Restaurants) variiert zum Teil erheblich, aber ein Umsatzrückgang im Gastronomiebereich von 25% ist eine eher konservative Schätzung (eine übliche Annahme von Betriebsunterbrechungssachverständigen bei der Berechnung von versicherten Ausfallschäden).

    • Die meisten Verhaltensänderungen wegen Corona sind auch politisch begründet. Die Panik wurde absichtlich geschürt. Ohne Corona-Tests, an deren Entwicklung Herr Drosten mitgewirkt hat, hätte niemand gemerkt, dass es überhaupt eine Pandemie gibt. Es wäre vielleicht eine gewisse Häufung von seltsamen Lungenkrankenheiten aufgefallen. Außerdem hätte man gedacht, dass die Grippewelle diesmal recht milde, aber spät stattfindet.

      • Das die Bilder von Särgen auf Militärtransportern in Norditalien eine substantielle Rolle bei der Einschätzung der Pandemie in Deutschland hatte, sollte unstrittig sein. Warum Sie die Entwicklung eines Corona-Tests erwähnen ersschliesst sich mir nicht ganz. Das Wissen um eine Pandemie ist m.M. nach absoult zu befürworten, Verschwörungstherien werden bereits so reichlich gestreut. Pandemien wird es immer geben, ein vernünftiger Umgang damit sollte Ziel einer jeden Gesellschaft sein. Einige ostasiatische Länder scheinen da einiges weiter zu sein (z.B. Taiwan oder Südkorea). Persönlich halte ich das hier im Forum sehr populäre Ignorieren derselben für keine vernüftige Lösung.

      • Entscheidend ist die Frage, ob tatsächlich eine Epidemie von nationaler Tragweite vorliegt. Die Tests werden aber gerade nicht dafür eingesetzt, diese Frage zu beantworten. Die „Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020“ spricht dagegen. Es werden haufenweise Informationen gewonnen, die letztlich irrelevant sind bzw. nur zur Panikmache dienen.

        Grundsätzlich sind mehr Informationen besser als weniger, aber manchmal können sie in die Irre führen. Stellen Sie sich z. B. vor, Sie würden ständig sehen, wo überall Milben herumkrabbeln. Das dürfte Ihr Leben ziemlich beeinträchtigen statt verbessern.

      • @Alexander Dilger 19/10/2020 21:53
        „Ohne Corona-Tests, an deren Entwicklung Herr Drosten mitgewirkt hat, hätte niemand gemerkt, dass es überhaupt eine Pandemie gibt. Es wäre vielleicht eine gewisse Häufung von seltsamen Lungenkrankenheiten aufgefallen.“

        Wären wir hierzulande (also in Europa) so isoliert bzw. abgeschirmt, dass keine mediale Berichterstattung aus China stattgefunden hätte, dann vielleicht. Aber dann wäre das China-Virus wohl auch gar nicht bis Europa gekommen.

      • Frühere Epidemien in China haben uns doch auch nicht gestört, weil sie nicht bis nach Europa kamen (oder wir das einfach nicht gemerkt haben).

      • Da gab es ja noch andere Pan(ik)demien. Schweinegrippe, Vogelgrippe, usw., usf..

      • Und da es derer mehrere gab, wollte ich wissen, auf welche davon Sie sich beziehen.

      • Formulierung und Kontext zeigen eindeutig, dass ich mich auf alle früheren Epidemien in China bezogen habe, die nicht bis nach Europa kamen und deshalb keinen hier störten.

      • „… ans ursprüngliche SARS (von 2002) …“

        Das ist eindeutig Singular, kein Plural.

      • Sie outen sich einmal mehr als Troll, der nicht bis oben scrollen und der selbst angezettelten Diskussion folgen kann, die hiermit beendet ist.

  6. „EIN TIGER IST AUSGEBROCHEN!!!!!!

    Medien: „Die Zooleitung fordert die Bürgerinnen und Bürger auf – bitte retten Sie sich nach Hause und schließen sie sich ein, EIN TIGER IST AUSGEBROCHEN!!!!!!“

    Bürger 1: „Widerstand gegen diktatorische Anordnungen der Zooleitung ist oberste Bürgerpflicht! Wir lassen uns nicht einfach unterbuttern!“

    Bürger 2: „Immer diese Panikmache. Tiger sind ja auch nur so eine Art Katzen!“

    Bürger 3: „Statistisch stirbt doch kaum jemand durch Katzen!“

    Bürger 4: „Der Tiger wurde absichtlich freigelassen – die wollen uns nur unsere Freiheitsrechte nehmen!“

    Bürger 5: „Mit gesunder Lebenseinstellung und Meditation greift mich der Tiger sicher nicht an und tödliche Bisswunden heilen viel schneller mit ausreichende Vitamin C!“

    Bürger 6: “Alte und langsame Zoobesucher mit schlechter Kondition sind durch die Tiger gefährdet und die wären sowieso früher oder später von einer Katze gefressen worden!“

    Bürger 7: “ Es ist überhaupt noch nicht klar ob jemand durch einen Tigerangriff je gestorben ist. Todesursache durch eingewachsene Zehennägel wurde nie durch eine Obduktion entkräftet!“

    Bürger 8: „Im Kuscheltierzoo kommt man problemlos ohne große Zäune aus, was ist die Absicht mit dem hohen Zaun beim Tiergehege? Was will man uns verheimlichen?“

    Bürger 9: “Prof X und Doktor Y erklären auf Youtube wie liebebedürftig Tiger sind und dass ihre angebliche Aggressivität völlig missverstanden wird. Seht Euch das unbedingt mal an und denkt darüber nach!“

    Bürger 10: „Was hat der Zoo davon, wenn er Euch warnt und wer profitiert davon? Wir werden doch alle verarscht! Das ist meine Meinung und schließlich besteht Meinungsfreiheit!“

    Bürger 11: “ Wir sollten die Zoobesucher auf hungrige Tiger einstellen und wenn alle Tiger satt sind ist eh Ruhe. Es trifft ja nur immer ein paar wenige. In schwedischen Zoos klappt das auch ganz hervorragend!“
    Quelle unbekannt

  7. @Prof. Dilger, Sie vertreten eine Axiomatik, um die die Diskussion in Varianten herumeiert. Diese besteht in den Elementen
    – COVID 19 ist eine Art Grippe, vergleichbar in den Kurz- und Langzeitwirkungen,
    – wie eine Grippe-Infektion wirkt sie relevant auf die Vorgeschädigten und Alten
    – mit einer Herden-Immunität wird die Epidemie abklingen
    – infolgedessen sind Vermeidungsstrategien Geldverschwendung und Freiheitsberaubung.
    Ich nenne das Axiomatik, weil die Forschung hier noch nicht zu eindeutigen Ergebnissen kommt, andererseits aber Entscheidungen getroffen werden müssen. Politik beurteile ich danach, wie sie die hieraus gewonnenen Erfahrungen umsetzt.

    • Nein, ich stütze mich auf die verfügbare empirische Evidenz, während Sie diese z. T. ignorieren oder mit ihr unvereinbare Schlüsse ziehen. Es ist richtig, dass noch nicht alles über COVID-19 bekannt ist. Das war aber im März und April eine bessere Entschuldigung der verantwortlichen Politiker und ihrer Apologeten wie Ihnen als heute, da jetzt viel mehr Evidenz vorliegt und die Horrorszenarien nicht eingetreten sind. In einem liberalen Rechtsstaat müssen Grundrechtsbeschränkungen gut begründet werden, nicht das Einfordern der Grundrechte und individuellen Freiheiten. Eine rein abstrakte und potentielle Gefahr ist dabei keine hinreichende Begründung. Nun sterben durch COVID-19 tatsächlich Menschen, aber das gilt für viele andere Krankheiten und sonstige Ursachen auch, ohne dass man 20 Millionen Euro und mehr pro vielleicht gerettetem statistischen Leben ausgibt. Anders ausgedrückt, mit dem Geld (und ohen die Grundrechtsbeschränkungen) könnte man auf andere Weise viel mehr Menschenleben und qualitätsvolle Lebensjahre retten.

  8. Bislang wurden über 41.000.000 Menschen innerhalb von 8 Monaten infiziert. Davon sind über 1.118.000 Menschen gestorben. Wären diese Menschen auch gestorben, wenn es das COVID-19 gar nicht gegeben hätte? Bitte jetzt nicht mit der Übersterblichkeitsstatistik kommen. Mit dieser Statistik wird ja dokumentiert, je mehr und länger es diese Viren gibt, je weniger Menschen sterben. Lasst euch mal etwas wissenschaftliches einfallen.

    • Weltweit sind bereits viel mehr Menschen infiziert worden. 41 Millionen wurden positiv getestet. Über eine Millionen Tote sind viele, aber insgesamt sind dieses Jahr bereits 47 Millionen Menschen gestorben und durch die Corona-Maßnahmen wird es weltweit ziemlich sicher mehr Tote geben als durch das Virus selbst. In Deutschland gibt es dieses Jahr immer noch eine leichte Untersterblichkeit. Je länger es das Virus gibt, desto mehr Menschen sterben insgesamt daran, aber der Vergleich mit den übrigen Todeszahlen ist wichtig, um die völlig Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen erkennen zu können. Würden Menschen nur an COVID-19 sterben und sonst ewig leben, dann wäre die verbreitete Panik vielleicht gerechtfertigt.

  9. Ergänzend zu Ihrem Beitrag, hätte ich gerne eine Antwort, und zwar zu folgender, meiner (unbewiesenen), selbst angestellten Überlegung.
    Medien + Politiker schauen nach Amerika und erklären, dass es dort so viele Tote gibt (230.000), sei Trump Schuld. Rechnet man aber die Anzahl der Toten in Westeuropa zusammen, liegen wir ebenfalls bei 230.000 Toten, trotz aller sinnvollen und sinnlosen Maßnahmen.

    Ich erkläre mir das so: Das Virus wird u.a. durch Aerosole übertragen, und da das so ist, gibt es meiner Meinung nach auch keinen hundertprozentigen Schutz, eigentlich gar keinen, es sei denn, wir würden alle in Schutzanzügen herumlaufen. Oder?

    Nebenbei, was viele gar nicht wissen, Trump hat nie gesagt „Ihr braucht keine Masken, keinen Abstand und die Hände müsst ihr euch auch nicht waschen“, er plädiert an Einsicht und Vernunft und überlässt in einem freiem Land, vielleicht dem letzten freien Land auf unserer Erde, die Entscheidung jedem einzelnen Amerikaner.

    • Das Virus wird auch durch Tröpfchen übertragen, dagegen ist Schutz leichter möglich. Gegen Aerosole helfen auch Abstand (aber gegebenenfalls deutlich weiter als 2 Meter), frische Luft und Virenfilter.

      USA und EU insgesamt stehen tatsächlich ähnlich da. In ihnen gab es jeweils sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen und auch unterschiedliche politische Ansätze. Präsident Trump kann vor allem für seine Worte kritisiert werden, die konkrete Politik wurde größtenteils auf Ebene der Bundesstaaten sowie lokal gemacht.

      • Ich weiß Herr Dilger. Z.B. New York wird von den Demokraten regiert und dort sind die Infektionszahlen sehr hoch und die Menschen fliehen aus New York, zumindest die, die es sich leisten können. Viele von Ihnen gehen nach Florida und werden von dort aus trotzdem wieder die Demokraten wählen, obwohl die demokratisch geführten Bundesstaaten, die meisten Infektionszahlen aufweisen.
        Die Zahlenspielereien über Covid-19, sind zwar interessant, aber in den meisten Fällen fehlt dann doch die wissenschaftliche Evidenz.

      • Die Bedeutung staatlicher Zwangsmaßnahmen wird allgemein überschätzt (vielleicht mit Ausnahme eines totalen Lockdowns, wie er in China möglich war, nicht aber in liberalen Demokratien). In großen Städten konnte sich das Virus einfach schneller ausbreiten, wer auch immer dort regiert. Inzwischen steigen die Infektionszahlen auch anderswo.

      • Mit der Bezeichnung „Demokratie“ und mit der politischen Aussage dahinter, habe ich seit 1998, dem Jahr, indem Schröder und Fischer die neue Armut erfunden haben, so meine Probleme.

        Ich würde eher den Begriff „Schein-Demokratie“ oder „Nenndemokratie“ verwenden.

        In der Bonner Republik konnte man Deutschland noch als ein demokratisches Land bezeichnen. Nachdem aber Sozialisten Deutschland in die Mangel genommen haben, ist von der Demokratie nicht viel übrig geblieben.

      • @linda
        „Nachdem aber Sozialisten Deutschland in die Mangel genommen haben, ist von der Demokratie nicht viel übrig geblieben.“

        Das fing schon zu Helmut Kohls Zeiten, nämlich mit der „Wiedervereinigung“, an und nicht erst mit Gerhard Schröder und Joschka Fischer.

  10. Pingback: Schuldenbremse wird Corona-Opfer | Alexander Dilger

  11. Der Fall der Mauer 1989 als solche, war aus meiner Sicht nicht schlecht, nur was danach kam, der Verkauf der ehemaligen DDR, die Nato-Osterweiterung, sind zu kritisieren.

    Aber das Thema „Wiedervereinigung“ ist an dieser Stelle nicht angebracht. Es gibt bestimmt irgendwann eine Gelegenheit an einer anderen geeigneteren Stelle, zu diskutieren.

    • Seit der „Wiedervereinigung“ ist ganz Deutschland in den Marxismus abgeglitten. Ohne „Wiedervereinigung“ wäre das nicht passiert.

      • Stimmt 300sel,

        und ohne fischer/schröder/merkel, wäre die Fortsetzung auch nicht passiert.

  12. Pingback: Moderate Lohnerhöhungen nach unangemessenen Warnstreiks | Alexander Dilger

  13. Pingback: Mehr als eine Millionen positiv auf Corona Getestete in Deutschland | Alexander Dilger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.