Marktkonsultation zu Größe und Qualitätskriterien des DAX

Die Deutsche Börse AG bzw. ihre Töchter STOXX AG führt eine „Marktkonsultation“ durch, an der auch jeder (potentielle) Privatanleger teilnehmen darf. Es geht um „Methodologieänderungen zu den Headline DAX®-Auswahlindizes“. Die wichtigste geplante Änderung ist die Erweiterung des DAX von 30 auf 40 Unternehmen, wofür der MDAX von 60 auf 50 reduziert werden soll. Ich habe dagegen votiert, weil es die Qualität des DAX eher beeinträchtigt statt erhöht. Dasselbe gilt für das „Ersetzen der Anforderung einer Notierung im Prime Standard durch die Anforderung einer Notierung im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse“. Die „Einführung des Ausschlusses der Beteiligung an umstrittenen Waffen“ finde ich ebenfalls bedenklich, da kein DAX-Konzern illegale Waffen produzieren wird und es um solche auch gar nicht geht, während moralische Zweifel an legalen Geschäften jedem Anleger selbst überlassen bleiben sollten. Die anderen Maßnahmen („Einführung der Anforderung zur Vorlage eines geprüften Jahresberichts“, „der vierteljährlichen Zwischenberichterstattung“, „dass der Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat existiert und personell besetzt ist“, und die „Einführung der Profitabilitätsanforderung“ bei der Neuaufnahme in den Index) finde ich in Ordnung, wenn auch nicht zwingend erforderlich.

6 Gedanken zu „Marktkonsultation zu Größe und Qualitätskriterien des DAX

  1. Solche Indizes haben sich für mich ohnehin überlebt. Erschreckend finde ich vielmehr, dass sich in Deutschland keine namhaften Namen mehr für einen Aufstieg finden. Mittelständische Struktur hin oder her, das sollte uns zu denken geben. Deshalb bin ich gegen eine Erhöhung. Gegen ESG sowiso. Einzig und allein Gewinnkriterien finde ich angemessen. Sonst hat man nur noch irgendwelche überhypten Start-ups, von denen am Ende sich allenfalls 1 oder 2 von 10 sich langfristig etablieren.

  2. Was mir beim DAX nicht gefällt, sind die Auswahlkriterien. Dabei geht es dann nur um die Marktkapitalisierung und dem Umsatz, um die Fonds attraktiv zu gestalten.
    Man sollte im DAX auch die Branchen berücksichtigen und daraus einen Mix erstellen. Das macht den DAX und die Darstellung der Wirtschaft erst vollständig. Wird die Auswahl jetzt von 30 auf 40 erhöht, kommen doch lediglich die marktkapitalisierten und umsatzstärksten, die alle schwächer sind als die ersten 30 in den Index. Das macht doch für die Fonds kaum Mehrwert.

  3. …,während moralische Zweifel an legalen Geschäften jedem Anleger selbst überlassen bleiben sollten„.

    Genau so ist es! Die linksgrüne Moralkeule UND das Anbiedern daran, nerven furchtbar! Ich finde Waffenexporte gut. Und Waffenbesitz auch.

      • Wenn Deutschland die Waffen nicht liefert, dann liefern sie eben Engländer, Franzosen oder Amerikaner. Noch weniger Skrupel hat Indien, ganz zu schweigen von Russland oder China. Die linksgrüne Moraldusselei ist leider typisch deutsch und bringt uns nur Nachteile…!

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