Friedensnobelpreis 2020 fürs Welternährungsprogramm

„The Nobel Peace Prize for 2020“ geht ans Welternährungsprogramm (World Food Programme, WFP) der Vereinten Nationen. Es ist die größte humanitäre Organisation der Welt, die den Hunger bekämpft, nicht nur, aber auch in Konflikt- und Kriegsgebieten. Langfristig geht der Hunger trotz immer noch steigender Weltbevölkerung zurück, aber gerade die Corona-Maßnahmen vieler Regierungen haben zu einem starken Anstieg dieses Jahr geführt. Die Bekämpfung des Hungers ist menschlich und moralisch wichtig, kann aber auch zu Frieden und wirtschaftlicher Entwicklung beitragen. Der Preis ist verdient und auch die Bundesregierung sollte lieber (noch) mehr zum Welternährungsprogramm beitragen, statt ein Vielfaches für ihre vielen sinnlosen bis schädlichen Maßnahmen zu verschwenden.

42 Gedanken zu „Friedensnobelpreis 2020 fürs Welternährungsprogramm

  1. Wie kann es sein, dass in Staaten, wo große Teile des Volkes hungern, sich die Regierenden trotzden Austern aus Frankreich und weitere Luxusgüter einfliegen lassen können…???…und die EU willfährig solche Regierungen finanziell unterstützt…?!?

  2. Da muss man mal Kommunisten loben:
    “ Lê Đức Thọ (* 14. Oktober 1911 in Pich-Le in der Provinz Hà Nam; † 13. Oktober 1990 in Hanoi; eigentlich Phan Đình Khải) war ein vietnamesischer Politiker und Träger des Friedensnobelpreises, dessen Annahme er jedoch ablehnte……“
    https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%AA_%C4%90%E1%BB%A9c_Th%E1%BB%8D

    Wenigstens hat er ihn abgelehnt, ist aber auch etwas absurd den brutalen Kommunisten den Friedensnobelpreis zugeben. So brav und gemäßigt waren die Kommunisten in Vietnam nun auch wieder nicht. Natürlich war der Pol Pot viel brutaler, warum hat der eigentlich nicht den Friedensnobelpreis bekommen.
    Wird im Friedrich-Hayek Verein eigentlich der „Pinochetorden“ verliehen ? Der Hayek war doch Unterstützer der brutalen Militärdiktatur in Chile. Ein Diktaturliberaler halt.

    • Im Vergleich dazu ist doch der diesjährige Friedensnobelpreis ganz passend vergeben worden, insbesondere wenn man die Alternativen bedenkt. Eine Verleihung für den Sturz der Roten Khmer wäre ebenfalls angebrachter gewesen als für einen doch nicht eingehaltenen Waffenstillstand nach Anzettelung eines blutigen Krieges. Wiederum relativ betrachtet war Augusto Pinochet kein besonders brutaler Diktator. Die Lieblinge der Linken in Kuba und aktuell Venezuela oder eben auch in Vietnam oder gar Kambodscha waren viel blutrünstiger.

    • Ja, war sehr mies von der deutschen Botschaft bezüglich “ Colonia Dignidad“.
      @Dilger
      Verbreiten Sie doch keine Fakenews die Pinochet-Diktatur war viel brutaler als das linksautoritäre Venezuela.
      Terroranschläge im Ausland haben die auch gerne verübt.
      Zum Beispiel:
      „..
      Letelier wurde gemeinsam mit seiner amerikanischen Assistentin Ronni Karpen Moffitt durch eine Autobombe im Sheridan Circle in Washington D.C. am 21. September 1976 ermordet. Ihr Ehemann Michael Moffitt wurde dabei zwar verletzt, überlebte aber…..“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Orlando_Letelier

      Hayek hat sicher gesagt:“ Das war die RAF“

      • Die Pinochet-Diktatur hat nachweislich 3.197 Menschen ermordet und schätzungsweise 4.000 bis 5.000 (siehe Wikipedia). Die Maduro-Diktatur tötete allein von Anfang 2018 bis Mitte Mai 2019 mindestens 6.856 und vermutlich 9.000 Menschen (siehe „Venezuelan ‘death squads’ killed thousands and covered it up, UN says“). Folter und Morde nehmen dort eher noch zu, während in Chile fast alle politischen Verbrechen kurz nach dem Putsch erfolgten. Hinzu kommen in Venezuela noch viel mehr Opfer durch den wirtschaftlichen Niedergang und den Zusammenbruch der Sozialsysteme einschließlich Gesundheitssystem, während in Chile ein wirtschaftlicher Aufschwung einsetzte, zu dem auch Friedrich August von Hayek mit seinen Ideen beitrug.

      • Gibt es für die angeblichen Ermordungen in Venezuela in dieser Anzahl echte Beweise? Das Regime hat in gewissem Rahmen Exekutionen vorgenommen, ja, aber die USA verhängen z.B. auch die Todesstrafe. Wo wäre der Unterschied?

      • Extralegale Tötungen aus politischen Gründen von meist gewaltfreien Regimegegnern (die Zahlen stammen immerhin von der UNO) kann man doch überhaupt nicht vergleichen mit der Anwendung der demokratisch beschlossenen Todesstrafe für rechtskräftig verurteilte Mörder in den USA, selbst wenn man diese ablehnt.

      • @ Demokrat
        Es ist völlig daneben, einen demokratischen Rechtsstaat, wie die USA, auf eine Stufe mit dem sozialistischen Terrorregime in Venezuela zu stellen! In vielen US-Bundesstaaten ist die Mehrheit der Wähler für die Beibehaltung der Todesstrafe. Aber für Linksliberale ist es undenkbar, dass Regierungen das zu tun haben, was die Mehrheit des Volkes will…!

      • Die Todesstrafe ist grausam und einer Demokratie unwürdig, zumal Unterprivilegierte immer wieder in solchen Prozessen benachteiligt werden.

      • Die Todesstrafe ist tatsächlich grausam (die meisten Mörder sind das allerdings auch), aber kann durchaus demokratisch beschlossen werden (wobei sie in Deutschland dem Grundgesetz widerspräche). Prozesse, die zur Verhängung der Todesstrafe führen, sind in den USA besonders aufwendig und damit fairer als andere Prozesse. Dadurch ist die Todesstrafe auch keineswegs billiger, sondern deutlich teurer als lebenslange Haft.

      • Wer bestimmt, dass „die Todesstrafe einer Demokratie unwürdig“ sei? Sie setzen ihre Ansicht über den Willen der dortigen Mehrheit. Typisch linkes Moralisieren…!

        Leuten mit Ihrer Einstellung reicht es nicht, kein Fleisch zu essen oder auf das Fliegen zu verzichten, sondern es soll auch allen anderen verboten werden. Ihr Denken mündet automatisch in einer Diktatur!

      • FJS: Mit diesem Argument könnten Sie legitimieren, dass in einem Staat eine Mehrheit beschließen dürfte, eine Minderheit zu vernichten. Das erscheint mir sehr fragwürdig zu sein.

      • Auch das ist doch keineswegs mit der demokratischen Entscheidung für (oder zunehmend auch gegen) die Todesstrafe vergleichbar, die nach ordentlichen Gerichtsprozessen nur gegen echte Schwerverbrecher verhängt wird.

      • Warum wird meine Antwort an FJS nicht freigeschaltet?

      • In der ersten Version war er völlig ungeeignet, um unkommentiert freigeschaltet zu werden, auch in der zweiten bin ich nicht sicher, so dass Sie warten müssen, bis ich wieder Zeit für inhaltliche Antworten habe.

        Das gilt auch für andere Kommentare und Kommentatoren: Erst wenn der nächste Antwortzyklus von mir vorbei ist, ist mit einer Freischaltung oder auch Antwort von mir nicht mehr zu rechnen bzw. lohnt sich die Nachfrage.

  3. Allende war zweifelsohne daran, aus Chile ein zweites Kuba zu machen. Notfalls mit Gewalt. Der Systemtherapeut Bert Hellinger hat mit den Müttern der Plaza Mayor gearbeitet und festgestellt, dass beide Seiten hier zu Gewalt und notfalls Mord entschlossen waren.
    General Pinochet war lediglich schneller, wohl von der CIA beraten. Natürlich sind die Morde abscheulich, aber möglicherweise handelte es sich um einen tragischen Konflikt.
    Hinter Pinochet standen vor Allem die chilenischen Lastwagenunternehmer, Vertreter der Mittelklasse und nicht Latifundienbesitzer.

    • Der Militärputsch in Chile fand mitten im Kalten Krieg statt. General Pinochet musste, auch auf Drängen der USA, ein zweites Kuba unbedingt verhindern. Franz-Josef Strauß hat das damals richtig kommentiert: „Wenn das Militär zugreift, geht es eben anders zu, als beim Franziskanerorden, der Suppe an die Armen verteilt.“

      • Es ist wohl tatsächlich eine Frage der Alternativen. Die Allende-Regierung bestand nicht nur aus friedlichen Hippies und ohne Putsch durch das chilenische Militär hätten vielleicht die USA direkt eingegriffen.

  4. Heute waren Landtagswahlen in Wien , für HC ist es politisch vorbei ca. 3,5% der Stimmen.
    Ich Seher lag aber richtig im Dilger-Blog mit : HC Abspaltung wird erfolgreicher sein als Lucke, Petry und Poggi Abspaltung.
    Ich habe FPÖ gewählt, aber 23% Minus ist ein totales Debakel. Die Bierpartei hat 2% erreicht, die sind schon irgendwie lustig..

    • Strache hätte sich halt mit der Ottakringer-Partei zusammen tun müssen. Zusammen hätten sie den Einzug geschafft. Aber der HC trinkt vermutlich lieber in gleicher Menge Wodka aus den Bierkrügerln. 😂

      • Stimmt, THC gemeinsam mit der Bierpartei hätten die 5% geschafft.
        Bei einem harten Wetttrinken hätte aber FJS sowohl gegen Haider, HC oder auch Dr.Pogo von der Bierpartei gewonnen, hatte halt mehr körperliches Gewicht.

      • @Stefan König

        FJS konnte sich alles erlauben. Sich sogar betrunken in die Elefantenrunde zuschalten lassen …

      • Auch Gas-Gerd (Doppel-Bedeutung!) war mehrfach besoffen im TV zu sehen. Von Whisky-Willy oder EU-Juncker ganz zu schweigen. Sogar von Merkel gibt es ein TV-Interview, wo sie leicht lallte…!

      • Stimmt alles. Wir werden offenkundig seit Jahrzehnten von Alkoholikern und moralischen Geisterfahrern „regiert“, aber niemand unternimmt etwas dagegen.

    • Rechte politische Meinungen sind nicht mehr gefragt, das wird man auch bei der US-Präsidentschaftswahl im nächsten Monat sehen.

      • @Demokrat
        „… das wird man auch bei der US-Präsidentschaftswahl im nächsten Monat sehen.“

        Wenn Sie sich da mal nicht irren …

  5. Ö ist wiedermal ins Buch der Weltrekorde eingezogen, 5 TV Elefantenrunden unzählige 2 Duelle,,waren es jetzt 30 oder doch 40, immer natürlich die Spitzenkandidaten.
    FPÖ Nepp gegen HC Strache.:

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