Oktoberfest-Attentat vor 40 Jahren

Vor 40 Jahren, am 26. September 1980, fand der (bislang) schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland statt, das Oktoberfest-Attentat. Mit einer Bombe tötete der 21-jährige Rechtsextremist Gundolf Köhler am Haupteingang des Oktoberfestes 12 unschuldige Opfer und sich selbst. Über 200 Menschen wurden verletzt, teilweise schwer bis hin zum Verlust von Gliedmaßen. Der Attentäter war Anhänger der Anfang 1980 verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann gewesen. Nach Mittätern oder zumindest Helfern wurde gefahndet, aber es ließen sich keine hinreichend sicher nachweisen, was nicht gegen ihre Existenz spricht. Jedenfalls ist es ein Mythos, dass hier oder in anderen Fällen der rechtsextremistische Hintergrund geleugnet worden wäre (siehe „Falsche Mythen um das Oktoberfest-Attentat und andere Neonazi-Morde“). Rechtsextremismus war und ist gefährlich bis tödlich, was allerdings auch auf den Linksextremismus und Islamismus zutrifft. Jedes Opfer ist eines zu viel.

12 Gedanken zu „Oktoberfest-Attentat vor 40 Jahren

  1. Ich bin der Letzte, der den Linksextremismus verharmlosen würde, aber es ist Fakt, dass in Deutschland seit Jahrzehnten dadurch wesentlich weniger Menschen als durch den Islamismus und insbesondere den Rechtsextremismus zu Tode kamen. Vielleicht ein Grund für den zunehmenden Linksruck in Deutschland.

    • Bei den politischen Gewalttaten tun sich Links- und Rechtsextremisten nicht viel. Es gibt tatsächlich mehr Tote durch rechtsextremistische, vielleicht aber auch „nur“ fremdenfeindliche Taten. Doch warum sollte das „ein Grund für den zunehmenden Linksruck in Deutschland“ sein? Liberale begehen überhaupt keine politischen Gewaltakte, ohne dass das zu Begeisterung bei den Wählern oder Journalisten führen würde.

      • Rechte Strömungen wirken abstoßend, weil es nicht gelingt, sie in der öffentlichen Wahrnehmung von Tötungsdelikten zu trennen.

      • Viele linke und grüne Politiker und Journalisten wollen das nicht trennen, sondern gleichsetzen mit folgender „Gleichung“, bei der jedes Gleichheitszeichen falsch ist: konservativ = rechts = rechtsradikal = rechtsextremistisch = Nazi = Mörder. Umgekehrt ist Die Linke rechtsidentisch mit der SED, die nicht nur an der Mauer viele unschuldige Menschen ermorden ließ, sondern auch innerhalb der DDR und z. T. sogar in der Bundesrepublik Deutschland.

      • In der Theorie mögen die Gleichheitszeichen falsch sein, aber zumindest in Deutschland gibt es zwischen den entsprechenden Milieus Schnittmengen. Schauen Sie allein auf den ehemaligen Pressesprecher der AfD, der vom Vergasen von Flüchtlingen spricht. Das ist kein Einzelfall in der Partei, auch wenn in diversen Sermonen auf diesem Blog immer wieder betont wird, wie moderat man doch sei. Die Republikaner in den VSA sind ebenfalls rechts, aber in diese Richtung geht es dort halt nicht.

      • Der Mann hat sich wohl tatsächlich zum Neonazi entwickelt. Aber was ist an ihm und seinen Äußerungen konservativ? Seine Mordphantasien machen ihn außerdem noch nicht zum Mörder.

    • Ist falsch. Der Oktoberfestanschlag war zwar der schwerste Anschlag, aber die größte Terrororganisation in der Geschichte der Bundesrepublik war eindeutig die Rote-Armee-Fraktion.

      • Die RAF verübte ihren letzten Mord 1991 und ihren letzten Anschlag 1993. Seither hat es mehr Todesopfer durch Rechtsextremisten und Islamisten gegeben.

  2. 2005 wurde die Asservaten-Kammer bzgl. des Oktoberfestattentats komplett vernichtet. Heute könnte man die damaligen DNA-Spuren etc. auswerten und weitere involvierte Personen identifizieren. … Warum wurde die Asservatenkammer vernichtet?

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