O tempora, o Moria!

Früher war der Tagesspiegel einmal eine liberale Zeitung. Heute verbreitet er linksextremistische Gewaltaufrufe: „Flüchtlinge im Lager Moria: Recht so, zerstört eure Camps!“ Am Dienstag und Mittwoch war das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos größtenteils durch Brandstifter aus dem Lager selbst zerstört worden. Von den sogenannten Schutzsuchenden gab es jetzt auch „Gewaltsame Proteste gegen neues Zeltlager auf Lesbos“, denn sie wollen nicht Schutz in Griechenland, sondern ein gutes Leben z. B. in Deutschland. Das kann man niemandem verdenken, aber das rechtfertigt keine Gewalt und auch keine bevorzugte Aufnahme in Deutschland.

Das Lager Moria entsprach nicht deutschen Standards, aber es lag und liegt auch nicht in deutscher, sondern griechischer Verantwortung. Die griechische Regierung will die Flüchtlinge auch gar nicht nach Deutschland weiterreisen lassen, um nicht noch mehr anzulocken, sondern sie setzt auf „Kalkulierte Härte“. Dabei wollen viele deutsche Politiker ihr in den Rücken fallen und weder die griechische Souveränität akzeptieren noch eine europäische Lösung erzielen, sondern mal wieder einen deutschen Sonderweg beschreiten. Doch statt wirklich Notleidenden an schlimmen Orten auf dieser Welt zu helfen, wollen sie Brandstifter und Gewalttäter von Lesbos nach Deutschland holen. Das wird dann Schule machen und nicht nur zu noch mehr Flüchtlingen einschließlich Todesopfern auf dem Weg führen, sondern auch zu mehr Gewalttaten.

17 Gedanken zu „O tempora, o Moria!

  1. Die Brandstiftungen in Moria sind blanke Erpressung.
    Wer dieser nachgibt, wird zuhauf Nachahmer auf den Plan rufen.

    • Jetzt denken Sie politisch, nicht moralisch. Brandstifter sind ja nur Einzelne, der Rest der Flüchtlinge leidet jetzt darunter. Das ist die Denkweise unserer Politiker. Welche Folgen dieses moralisch begründete Handeln für Deutschland und Europa haben kann, wird völlig ausgeblendet. Aus 2015 nichts gelernt, es ist unfassbar.

      • In dieser Frage kann man nur strategisch (nicht „politisch“) denken. Mit Moral hat der Vorfall nur bedingt zu tun. Denn was ist das denn für eine Moral, ein Lager in Brand zu setzen, um die Aufnahme seiner Insassen zu erzwingen oder (andere Seite des Tischs) sich dadurch erpressen zu lassen?

  2. 1. Die allermeisten „Flüchtlinge“ in Moria und anderen Camps sind keine echten Flüchtlinge, sondern illegale Eindringlinge. Wenn man sie gewähren lässt, kommen noch sehr viele mehr.

    2. Selbst wenn die Lebensverhältnisse in Moria nicht deutschem Standard entsprechen, sind sie immer noch viel besser, als in den Herkunftsländern der illegalen Eindringlinge. Es geht darum, an unsere Fleischtöpfe zu kommen. Wenn die „Flüchtlinge“ in der Heimat mit dem Leben bedroht wären, wären sie zufrieden mit dem niedrigen Standard in Moria.

    3. Es ist voll daneben, dass deutsche Gutmenschen alles mit sozialdusseligen, deutschen Augen sehen. Am deutschen Wesen, soll die Welt mal wieder genesen…?!?

    4. Es ist davon auszugehen, dass deutsche oder andere europäische Linksextreme die illegalen Eindringlinge in Moria dazu angestiftet haben, das Feuer in Camp zu legen. Solche „Aktivisten“ leben verdammt gut davon, dass sie vom staatliche alimentierten „Kampf gegen Rechts“ oder von Finanzjougleuren wie George Soros & Co. bezahlt werden.

    5. Nur (linksgrüne) Biedermänner wollen, dass wir massenhaft Brandstifter in Deutschland aufnehmen.

  3. Das Abfackeln der eigenen Lager ist das logische Äquivalent zum Übersetzen in nicht-hochseetauglichen Booten: Die Drohung mit dem eigenen, planvoll herbeigeführten Suizid soll die wohlstandsverwahrlosten Europäer zur Aufnahme zwingen. Der Globalismus hat sich in eine selbszzerstörerische Sackgasse manövriert, indem er gleiches Recht für alle auf alles propagiert.

    Deutsche Politiker und Nichtregierungsorganisationen spielen dabei eine besonders unrühmliche Rolle. Völlig unbelehrbar will eine kleine, radikale Minderheit das Tor für die endlosen Massen der Dritten Welt immer weiter aufstoßen, und zieht dabei andere EU-Länder wie Griechenland und Italien immer tiefer hinein.

    Die wenigen, die das drohende Unheil abwenden wollen, werden gerade vom Inlandsgeheimdienst zu Rechtsextremen kriminalisiert, während Liberale und Konservative sich aus Angst vor dem Rassismusvorwurf nicht aus den Löchern trauen. Die Linke möchte den Bürgerkrieg und wird ihn durch ihre toxische Weißenfeindlichkeit wohl auch bekommen. Die monatelangen Unruhen von Antifa und BLM in amerikanischen Städten geben einen Vorgeschmack auf das, was auch bei uns kommen wird, wenn die selbstinduzierte Wirtschaftskrise voll durchschlagen sollte.

  4. Sehr guter Beitrag, dem viel Verbreitung vor allem in solchen FDP- und CDU-Kreisen zu wünschen ist, die sich dafür noch ein Problembewusstsein bewahrt haben und entsprechende Handlungsnotwendigkeit sehen.

  5. Der Tagesspiegel lag bereits bei meinem Vater jeden Abend auf dem Tisch, war das Maß aller Dinge. Auch bei Verwandten – u.a.bei Tante Ursel als Lehrerin – war er Leib- und Magenblatt.

    Was da drin stand wie in Stein gemeißelt, gab keinen Zweifel an der Wahrhaftigkeit. Darüber wurde ernsthaft diskutiert. Man war liberal oder konservativ.

    Zudem war der Tagesspiegel Ausdruck einer bewusst hervorgehobenen Bürgerlichkeit und gerne trug man ihn unter dem Arm spazieren, so viel Eitelkeit musste sein.

    Die heutige politische Ausrichtung – von Holtzbrink Medien – nicht weit entfernt von Morgenpost, TAZ , Bild, BZ. Sogen. “ Bürgerliche “ meiden Tagesspiegel zumal in der Regel auf Regierungs- oder Senatsseite stehend , tatsächlich eine Linke Zeitung. Von liberal wie man sich gerne selbst einordnet keine Spur.

    Max. 80.000 Exemplare kann das heutige Blättchen aufbringen , ob die auch verkauft werden ?
    Vakant Stellung vom Chefredakteur Lorenz Maroldt mit dem Kollegen Casdorff, sind die überhaupt noch aktiv ? Bin nicht im Bilde.

    Zum Lager Moria : Eine Tragödie, furchtbar, schon wieder sehen uns die großen Kinderaugen klagend auf BILD an.

    Eine europ. Lösung wird es keinesfalls geben, vielleicht ab und zu Placebo zur Beruhigung bzw. Rechtfertigung mit Humanität.

    Alle europ. Nationen – Ausnahme Ost – stehen mit Rücken vs. Wand wegen vielfältiger eigener Probleme im Land, nicht zuletzt wg. Asylanten, siehe Frankreich, Italien. Österreich.

    Gibt eigentlich für Deutschlands GroKo bzw. Kanzlerin Merkel mit Oppositionsparteien Grüne, Linke, FDP im Rücken nur Lösung über die Brieftasche deutscher hart arbeitender Bürger/innen.

    Mit viel Geld an Regierung in Griechenland für Aufbau neuer Lager oder Rückführung in Heimat der Asylanten. Letzteres wird aber nicht gelingen weil sich Asylanten weigern wieder in ihre Heimat ohne Perspektive zu gehen.

    Lieber hofft man auf Germania mit Mutter Merkel. Vielleicht klappt es ja wieder wie bisher. Ist dann fast wie Lottogewinn, gesichertes Leben bis in den Rentenmodus, Familiennachzug eingeschlossen. Alles wie gehabt.

    Verlierer ist in Europa prinzipiell immer der deutsche arbeitende Bürger/in. “ ….Deutsche Bürger/innen sind ja soooo reich. “ Ändert sich vielleicht heute etwas an der Duldungshaltung durch die Wahl in NRW ? Heute abend sind wir schlauer. Bin skeptisch.

  6. Das Desaster von Mora ist alleine Griechenland in die Schuhe zu schieben. Mora war die Hölle für die Flüchtlinge, menschenunwürdig. Das Lager war für 2800 Personen konzipiert, über 25.000 Menschen mussten dort leben, für 1500 Menschen gab es dort nur einen einzigen Wasserkran. Während den letzten Jahren überwies die EU 2700 Millionen Euro nach Griechenland für die Unterbringung der Migranten. Darüber hinaus hat Deutschland mehrfach Millionenbeiträge überwiesen, LKW Kolonnen mit Feldbetten und anderen Hilfsgüter geschickt. Der Deutsche THW sollte die Wasserversorgung sichern. Die Hauptwasserleitung zum Camp wurde von der Gemeindeverwaltung des Ortes Vathi wegen Protesten der Bevölkerung abgeklemmt.
    Es gab viele Infrastrukturprojekte der EU, wobei von zur Verfügung gestellten 310 Millionen Euro nur 70 Millionen Euro abflossen.
    Die Corona Pandemie ist nicht der Ursprung der heutigen Situation. Ausschlaggebend ist alleine die mangelnde Kooperation Griechenlands.

    • Wo steht geschrieben, dass sich Griechenland (oder andere EU-Staaten) verpflichtet hätten, Flüchtlingsdarstellern den roten Teppich auszurollen?

      Wer genügend Geld hat, die Kosten für Schlepper zu bezahlen, der hat sicher auch Geld genug für eine standesgemäße Unterbringung im Hötel oder einer Ferienwohnung sowie für die Kosten eines legalen Visums. Wenn er Letzteres nicht hat, dann muss er eben damit rechnen, wieder nach Hause fahren zu müssen.

      Die meisten dieser Menschen sind weder echte „Flüchtlinge“ noch haben sie einen Asylgrund. Ein Flüchtling flüchtet nur so weit, bis er in Sicherheit ist und will nicht um jeden Preis in ein Zielland, das er sich nach dem Kriterium höchstmöglicher Alimentierung ohne Gegenleistung aussucht.

    • Griechenland bzw. die griechische Regierung ist nicht allein verantwortlich. Frau Merkel hat doch viele Wirtschaftsflüchtlinge überhaupt erst angelockt und will jetzt sogar noch das Abbrennen von Lagern in Griechenland belohnen. Den Einsatz deutscher Steuergelder müsste ihre Regierung auch besser überlegen und dann kontrollieren.

      • Merkel macht das Marketing der Schlepper-Mafia…!

  7. Pingback: O tempora, o Moria! – Ben's Blog für Demokratie und Freiheit

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