Bayern-Urlaub

Vor genau einer Woche kamen wir von unserem Familienurlaub in Bayern zurück. Diesen hatten wir bereits vor der Corona-Panik geplant und dafür eine Ferienwohnung in Roßhaupten bei Füssen reserviert. Jetzt waren die Ferienwohnungen knapp, weil sie nun sicherer und bequemer sind. Freie Hotelzimmer hätte es hingegen noch gegeben. Außerdem sind wir mit dem Auto gefahren, was ebenfalls sicherer ist, zumindest hinsichtlich einer möglichen Ansteckung, und schneller.

Auf der Hinfahrt haben wie Verwandte besucht und das Legoland. Dort waren wir schon letztes Jahr (nach unserem München-Besuch, siehe ‚E-Scooter- und Fahrradfahrer in München‘) und hatten jetzt noch immer gültige Jahreskarten erstanden. Trotz Maskenzwang in bestimmten Bereichen hat es mir dieses Jahr besser gefallen, weil es nicht so voll war, was die Wartezeiten deutlich verkürzte. Allerdings musste ich deswegen auch unsere Tochter auf der Dschungel X-pedition begleiten und einen Wasserfall hinunterstürzen.

Am Urlaubsort haben wir viel unternommen. Ich war schon einmal vor 39 Jahren mit meinem Vater in Füssen. Am eindrucksvollsten ist Schloss Neuschwanstein (wofür Bayern vielleicht seine Unabhängigkeit und König Ludwig II. sein Leben verlor). Man darf es nur mit Führung besichtigen, die wegen Corona aber auch viel kleiner (und mit Maske) ist. Schloss Hohenschwangau ist auch sehr schön, ebenso das Hohe Schloss in Füssen. Wir sind außerdem über den Forggensee mit dem Boot gefahren, mit der Alpspitzbahn auf einen Berg und mit der Sommerrodelbahn das letzte Stück wieder hinunter. Wir haben u. a. Kempten besucht und dort den Archäologischen Park Cambodunum. Außerdem ist unser Sohn schon richtig gut im Minigolf, während unsere Tochter lieber badet. Insgesamt war es ein sehr schöner Familienurlaub vor der ‚Einschulung von Fabian‘.

38 Gedanken zu „Bayern-Urlaub

  1. Bayern ist immer eine Reise wert und Ferienwohnungen sind in vielen Aspekten Hotelzimmern überlegen.

    Interessant ist in diesem Szenario die „anti-bayerische“ Inszenierung des gestrigen Kanzlerinnenbesuches in NRW. „Anti-Bayern“ ist vielleicht das falsche Wort. Aber es wurde ein deutlicher Gegensatz zur prunkvollen Alpenkulisse im Chiemsee beim Besuch von Frau Merkel in Bayern gesetzt, indem der „Malochercharakter“ des Ruhrgebietes in den Vordergrund gestellt wurde.

      • Genau so ist es. Merkel wird sich noch einmal „zur Verfügung stellen“ und ihr sozialistisches Werk zu Ende bringen.

      • Zählt Herr Merz auch noch zur Konkurrenz?
        Würden Sie wirklich darauf wetten, dass Merkel Kanzlerin bleibt? Schlimm genug, dass es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür gibt. Dennoch würde ich dagegen wetten.

      • Herr Merz hat höchstens noch Außenseiterchancen und erscheint mir auch nicht mehr als bürgerlicher Hoffnungsträger. Auf Frau Merkel als Kanzlerin würde ich nicht wetten (Sie sollten die Wette mit Herrn Meister noch konkretisieren), aber die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Amtszeit von ihr halte ich trotzdem für recht groß.

      • Herr Merz ist von den Kandidaten der am wenigsten opportunistische. Aber ich bewzweifele, dass sich eine Mehrheit der Deutschen für ihn erwärmen kann. Insbesondere ist nicht zu erkennen, dass sich die Medien für ihn stark machen.

      • Herr Merz hat sich doch zuletzt bei den Grünen angebiedert und Frau Merkel gelobt. Doch wer Frau Merkel und eine schwarz-grüne Regierung gut findet, braucht ihn nicht dafür.

      • Friedrich Merz umweht eben der Nimbus eines extrem Konservativen, dem er in Wahrheit aber gar nicht gerecht wird.

      • Teils teils… ich habe ihn in einer Talkshow zu dem Thema gesehen, da hat er den Forderungen der Klimaaktivisten durchaus auch widersprochen (und den erwarteten Fäkalsturm auf Twitter in Kauf genommen).

      • @Josef Fischer

        Wow. Was für eine Leistung von Friedrich Merz!
        Genügt das heute bereits, um Bundeskanzler zu werden?
        Nicht Ihr Ernst, oder?

      • Was ist denn die Alternative? Alle anderen ernstzunehmenden Kandidaten sind doch noch viel mehr in Richtung grün orientiert.

      • Die Alternative heisst Angela Merkel. Sie ist alternativlos und wird sich – wer wollte das bezweifeln? – wohl gnädigerweise noch einmal zur Verfügung stellen. Amen.

      • Es gibt immer Alternativen und das kleinste Übel könnte 2021 tatsächlich eine Ampelkoalition sein. So schlecht war die letzte rot-grüne Regierung nicht, insbesondere im Vergleich zu den CDU-Regierungen davor und danach. Die FDP mildert das vielleicht noch etwas ab und die Union erneuert sich hoffentlich in der Opposition.

      • Bei Herrn Dilger lese ich so eine 30% Wahrscheinlichkeit für eine weitere Merkel Kanzlerschaft raus. Bei passender nächster Gelegenheit kann ich das mit einer Wette mal konkretisieren.
        Ich bin natürlich schon seit ganz langer Zeit dafür, dass Merkel abtreten sollte. Aber irgendwelche Hoffnungen auf positive Veränderungen habe ich kaum. Vielleicht müssen tatsächlich erst die Grünen das Land vollends gegen die Wand fahren, sei es zusammen mit der Union oder mit GRRplus.

      • Frau Merkel hat aus meiner Sicht bessere Chancen als jeder Alternativkandidat, aber nicht als alle anderen Kandidaten zusammen. Vor allem ist unsicher, wie ernst ihre Rückzugspläne wirklich sind. Wenn sie unbedingt gehen will, kann sie niemand daran hindern, aber wenn sie unbedingt bleiben will, wohl auch nicht.

  2. Das südliche Bayern ist wunderschön, aber leider auch hoffnungslos überlaufen. Ferienwohnungen sind mit Kind vermutlich entspannter, Hotels haben aber auch etwas für sich. Man muss weniger arbeiten, hat mehr Zeit für sich und in einem guten Hotel auch ein in der Regel besseres Ambiente.

    Neuschwanstein ohne Asiaten hat schon was, die fehlenden Scheichs in Garmisch werden der Authentizität aktuell ebenfalls zuträglich sein. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Schüler im fast meterhohen Neuschnee zun verlassenen Schloss Neuschwanstein hochwandern musste, um dort eine Führung zu bekommen. Ein einzigartiges Erlebnis!

    Waren Sie mit ihrem Sohn auch Wandern? Vor meiner Einschulung war ich damals in den Alpen und musste direkt mehrere Wanderungen mit jeweils über 1000 Höhenmeter mitmachen. Ich glaube, ich war damals fitter als die meisten Erwachsenen heute, vor allem hatte ich viel Spaß daran. Vermutlich weit mehr als heute, wo ich eher andere Sportarten bevorzuge.

    • Für ihre Verhältnisse sind unsere Kinder viel gewandert und auch auf kleine Berge gestiegen. Vielleicht können sie in ein paar Jahren auch richtig lange Wanderungen machen – oder verlieren die Lust daran.

      • Ich war heute auch mit meiner großen Tochter (20) wandern. Nachdem wir gestern ein paar Stunden im Vorarlberger Rheindelta gewandert sind (da ist alles flach, aber man kann an dieser wohl ruhigsten Ecke des Bodensees stundenlang kleine Fische, Enten, Schwäne und Möwen beobachten, gut fotografieren, und die Natur sehr nah erfahren), haben uns heute für eine kurze Route im Appenzellerland entschieden https://www.schweizersee.ch/wanderung-wasserauen-seealpsee/ .

        Da wir bereits seit etwa 15 Jahren unser Haus in Vorarlberg haben und schon zuvor häufig in den Alpen gewandert sind, ist meine Tochter von früher Kindheit an an die Berge und längere Wanderungen gewöhnt. Das zahlt sich heute sehr positiv aus.

    • Kinder sind beim Wandern und vor allem Klettern aufgrund ihres Gewichtsvorteils gegenüber Erwachsenden überraschend konditionsstark. Es mangelt ihnen bloß an der Motivation. 🙂

      In Bayern ist die Welt aber auch nicht mehr wirklich heiler. München sieht wie Paris sieht wie Algier sieht wie Lagos aus. Kosmopos, die es gerne überall gleich haben, kommen auf ihre Kosten, aber alle anderen mit Sinn für die Besonderheit des Ortes, der Menschen und der Kultur nicht.

      • München ist immerhin weiterhin die sicherste Großstadt in Deutschland. Das ländliche Alpenvorland ist teilweise durchaus nach wie vor traditionell geprägt, was man etwa an den zahlreichen Trachtenvereinen sieht. Insgesamt ist die Gegend in der Tat touristisch geprägt, punktuell auch sehr stark, wobei nicht zuletzt viele Asiaten angezogen werden. (Für selbige ist ein Mundschutz übrigens seit Jahren Standard, insbesondere im Urlaub, aber ich möchte jetzt gar nicht direkt nach der freundlichen „Entsperrung“ wieder eine Spitze setzen…)

      • Ich bin heute vielleicht insgesamt etwa 1.000 Personen auf unserer Wanderung begegnet. Darunter auch mindestens zwei Dutzend Asiaten. Nicht ein einziger hat einen Mundschutz getragen.

      • @Eurokanadier

        Das Münchner Bahnhofsviertel (gleiches gilt für den Nürnberger Hauptbahnhof) ist zum Glück nicht repräsentativ für den Rest Bayerns.

      • Bei Wanderungen im Freien, bei denen sich keine Menschenmengen bilden, sind Masken natürlich obsolet.

      • Nicht einmal die Bedienungen in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Garten des Bergrestaurants Seealpsee, in dem wir eingekehrt sind, haben Masken getragen.

      • Wenn es zumindest im Garten war… Aber schauen Sie sich den rasanten Anstieg der Infektionszahlen in Österreich an. In den Touristengegenden ist man offensichtlich recht locker mit den Schutzmaßnahmen, das beste Beispiel dafür ist Ischgl.

      • Auch im Restaurant hatte niemand eine Maske auf.

        Der Anstieg in Österreich ist in erster Linie den Urlaubsrückkehrern von der kroatischen Party-Insel Pag zu verdanken. Mit Mund-Nasen-Masken hat das nichts zu tun. Eher mit der Nichteinhaltung des Mindestabstands an den Stränden und in Partykneipen. Deshalb wurde auf Mallorca ja auch der Ballermann geschlossen.

      • @ Eurokanadier, 300sel: „Bahnhofsviertel“
        In den 90ern bin ich berufsbedingt viel Bahn gefahren (lange vor Greta). Am Hauptbahnof Hannover wurde damals eine offene Drogenszene geduldet, dass es mir manchmal Angst und Bange wurde. Im Bahnhofsviertel Frankfurt war es ähnlich. Noch vor wenigen Jahren bin auch auf dem Weg zum Flughafen Köln/Bonn am Hauptbahnhof Köln in die S-Bahn umgestiegen. Dort hatten Obdachlose, Junkies und Zigeuner regelrechte Lagerplätze errichtet. Erschreckend! Heute fahre ich nur noch Bahn, wenn es unbedingt sein muss und habe Pfefferspray griffbereit.

      • @francomacorisano

        Da sprechen Sie mir aus der Seele. Ich fahre – wenn überhaupt – schon seit Jahren nur noch 1. Klasse mit der Bahn. Aber selbst da sind sie zu Randzeiten vor angetrunkenen „Gästen“ aus Afrika nicht sicher. Das Bahnpersonal fragt diese Personen nicht einmal nach einem gültigen Fahrschein.

  3. „Außerdem sind wir mit dem Auto gefahren, was ebenfalls sicherer ist, zumindest hinsichtlich einer möglichen Ansteckung, und schneller.“

    Als regelmäßiger Bahnkunde kann ich dies bestätigen. „Sicherer“ würde ich jedoch im doppelten Sinne verstehen. Gerade nachts und im Regionalverkehr ist das Klientel doch teilweise unterirdisch. Als junger Mann ist das ja noch okay. Aber als junge Frau wäre mir da doch mulmig. Aber letztendlich muss man sich der Realität stellen. Nur so erlernt man eine gesunde Portion Härte, die in den heutigen Zeiten wieder immer wichtiger wird.

    • Aber vor allem junge Frauen haben an der Wahlurne genau diese Umstände mit erstaunlicher Penetranz herbeigewählt („Bereicherung“).

      Aber ist es nicht asozial, von jungen Männern zu fordern, diese im Konfliktfall mit Gefahr für die eigene Gesundheit herauszuhauen („unterlassene Hilfeleistung“)?

      Warum sollten diese auf dem Bahnsteig den Kampf aufnehmen, den der Staat bei der Grenzsicherung millionenfach bewußt unterlassen hat?

      • @Eurokanadier

        Welchen Nahkämpfer wollen Sie schicken?
        Andreas Kalbitz? 😫😫😫

  4. Pingback: Ausflug zur Saarschleife | Alexander Dilger

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