Biden macht Harris zu seiner Vize-Kandidatin

„Joe Biden wählt Kamala Harris als Vize-Kandidatin aus“. Er hatte schon vorher verkündet, eine Frau auswählen zu wollen. Kamala Harris, US-Senatorin für Kalifornien, zählt als Schwarze (wegen ihres Vaters aus Jamaika, während ihre Mutter aus Indien stammt), was schwarze Wähler mobilisieren dürfte. Sie gehört nicht dem linken Flügel der Demokraten an, sondern vertritt größtenteils gemäßigte „liberale“ (im amerikanischen Sinne, also zumindest für die USA linke) Positionen. Sie hatte bei den Vorwahlen selbst Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden wollen und war dabei mit Joe Biden aneinander geraten, gab allerdings relativ früh wegen schlechter Umfragewerte auf. Nun hat sie gute Chancen, die erste Vizepräsidentin oder sogar Präsidentin der USA zu werden. Denn Joe Biden ist bereits 77 Jahre alt und hält vielleicht eine volle Amtszeit nicht durch oder tritt nach einer Amtszeit ab.

21 Gedanken zu „Biden macht Harris zu seiner Vize-Kandidatin

  1. Phony ist definitiv keine Liberale im deutschen Sinne, sondern eine bekennende Linksradikale, die Donald Trump viele Angriffsflächen bietet:

    • Sie wird Trump absolut keine Angriffsfläche anbieten können. Wahrscheinlich hat er schon bemerkt, wie schlecht ihm das von den Wählern honoriert wird. Biden und Co werden ihm jetzt einige Köder hinwerfen,an denen er sich stets verschlucken wird. Frau Harris ist die Kompensation für Bidens Alter. Ich glaube, da bahnt sich etwas Gutes für die Zukunft an. Biden als familienorientierter Politiker und Harris als Sinnbild der Klimagerechtigkeit. Das kann was werden.

      • Es ist schon amüsant, wie gut die Auguren in Deutschland immer über Trumps Befindlichkeiten und seine ach so unwahrscheinliche Wiederwahl Bescheid wissen. Sieht man sich die Berichterstattung in schweizer, österreichischer oder britischer Medien an, stellt man verwundert fest, dass die Wahrnehmung dort schon eine ganz andere ist. Noch größer ist der Unterschied, wenn man sich mit Menschen unterhält, die in den USA leben. Aber was zählt das schon, oder?
        Es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen … das ist eben ‚Deutschlands Beruf'(ung).

        Deutschlands Beruf von Emmanuel Geibel

        Deutschlands Beruf
        Soll’s denn ewig von Gewittern
        Am umwölkten Himmel braun?
        Soll denn stets der Boden zittern,
        Drauf wir unsre Hütten baun?
        Oder wollt ihr mit den Waffen
        Endlich Rast und Frieden schaffen?

        Daß die Welt nicht mehr, in Sorgen
        Um ihr leichterschüttert Glück,
        Täglich bebe vor dem Morgen,
        Gebt ihr ihren Kern zurück!
        Macht Europas Herz gesunden,
        Und das Heil ist euch gefunden.

        Einen Hort geht aufzurichten,
        Einen Hort im deutschen Land!
        Sucht zum Lenken und zum Schlichten
        Eine schwerterprobte Hand,
        Die den güldnen Apfel halte
        Und des Reichs in Treuen walte.

        Sein gefürstet Banner trage
        Jeder Stamm, wie er’s erkor,
        Aber über alle rage
        Stolzentfaltet eins empor,
        Hoch, im Schmuck der Eichenreiser
        Wall‘ es vor dem deutschen Kaiser.

        Wenn die heil’ge Krone wieder
        Eine hohe Scheitel schmückt,
        Auf dem Haupt durch alle Glieder
        Stark ein ein’ger Wille zückt,
        Wird im Völkerrat vor allen
        Deutscher Spruch aufs neu‘ erschallen.

        Dann nicht mehr zum Weltgesetze
        Wird die Laun‘ am Seinestrom,
        Dann vergeblich seine Netze
        Wirft der Fischer aus in Rom,
        Länger nicht mit seinen Horden
        Schreckt uns der Koloß im Norden.

        Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
        Klarer Geist und scharfer Hieb
        Zügeln dann aus starker Mitte
        Jeder Selbstsucht wilden Trieb,
        Und es mag am deutschen Wesen
        Einmal noch die Welt genesen.

        *sarcasm off*

  2. Ein genialer Schachzug für Harris für einen eventuellen Übergang ins Präsidentenamt. Aber Trump fängt schon an, sie zu diffamieren, wie es zu erwarten war:
    „Donald Trump wiederum bezeichnete Harris als „garstig“ und „respektlos“ und wiederholte dabei nach Ansicht vieler Beobachter Stereotype über Frauen.“, wie die FAZ schreibt
    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/joe-biden-und-kamala-harris-wir-sind-startklar-16902641.html
    Es dürfte noch mehr aus der Ecke kommen.

      • Trump vielleicht nicht, aber die „Achse“ schon:

        https://www.achgut.com/artikel/die_frau_unter_der_joe_biden_praesident_werden_koennte

        Zitat:
        „Ein anderes Rezept aus Kamala Harris‘ San Quentin Kitchen: Man schmore Unschuldige, die zuvor in halbgare Gerichtsverfahren gewickelt wurden, langsam zu Tode, würze sie mit erkauften Zeugenaussagen und streue anschließend Salz in die offenen Wunden der Justiz. Fertig ist die Platte der sieben Grausamkeiten à la Kamala Harris.“

        Na, Mahlzeit 😉

      • Das ist aber eher Kritik von links, da sie eine erfolgreiche Staatsanwältin war (und als solche in den USA Prozesse gewinnen wollte und sollte, während die Verteidiger die Angeklagten gut verteidigen und die Richter für faire Prozesse sorgen sollen).

  3. KHs Vater war VWL-Professor in Stanford, nachdem er bei dem Nobelpreisträger und Ökonometriker Daniel McFadden promovierte. Interessant, das ist ja fachlich durchaus nahe an Ihnen dran.

  4. Ein Teil der beruflichen Anforderungsprofils von Harris wird sein, überall Rassismus und Benachteiligung von Nichtweißen zu wittern, während sie selbst aus einer wirtschaftlich privilegierten Familie stammt, die wie Obama überhaupt keine Unterdrückungserfahrung hat, sondern erst sehr viel später eingewandert ist. Solche Details stören die Linke aber ohnehin nicht mehr, da sie sich schon lange darauf geeinigt hat, daß Weiße systemisch rassistisch und alle anderen Rassismusopfer sind.

    Darin wird sie von der amerikanischen Lückenpresse bestärkt, die die Hinrichtung des fünfjährigen Cannon Hinnant durch einen Schwarzen ignoriert, während der dauerkriminelle George Floyd, der bei seiner Festnahme die dreifach potentiell tödliche Menge an Fentanyl im Blut hatte, unter großer Anteilnahme in einem goldenen Sarg beerdigt wurde.

    Trump wird Harris aber trotzdem identitätspolitisch nicht voll kontern, da er selbst auf die schwarzen Stimmen zielt, während er die weißen als gegeben ansieht, was sich aber als Fehleinschätzung erweisen könnte.

    • Dass der rassistischen „Black Lives Matter“ – Bewegung nicht längst eine „All Lives Matter“ entgegentritt ist wirklich erstaunlich.

      • Für diese menschenfeindliche Behauptung wird man in den VSA mittlerweile im hohen Bogen gefeuert: https://wwos.nine.com.au/news/nba-announcer-fired-over-controversial-all-lives-matter-tweet/a9a50198-4b52-4cb7-a800-e0ffacb3302d

        Die extreme Linke ist im Besitz fast aller Machtmittel und kann ihr immer irrationaleres Wahrheitssystem immer aggressiver durchdrücken. Ich sehe die Verantwortung bei den Altliberalen und Altkonservativen, die sich in den letzten 50 Jahren um jeden Kulturkampf gedrückt haben. Jetzt haben wir den Salat. Seit Stalin und Lenin hat die Linke nicht mehr soviel institutionelle und ideologische Macht angehäuft.

      • Und was genau ist jetzt bitteschön rassistisch daran, „Black Lives Matter“ mit „All Lives Matter“ zu begegnen? Ist es nicht gerade in den USA eher so, dass der Rassismus von vielen Schwarzen geradezu kultiviert wird? Jedenfalls war das mein Eindruck schon in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre mit dem Aufkommen des Gangsta-Rap. Eine ab Ende der 1980er nicht nur in den USA sehr erfolgreiche Musikgattung, in der bis heute Gewalt, Homophobie, Diskriminierung von Frauen und Rassismus verherrlicht werden.

      • Das ist wirklich schlimm. „All Lives Matter“ (eigentlich „All Humans Matter“) ist die ethisch richtige Position. „Black Lives Matter“ ist demnach nur vertretbar, wenn es als (vielleicht bislang nicht hinreichend beachteter, aber wichtiger) Teil des allgemeineren Prinzips gedacht wird (im Sinne von „Black Lives Matter, Too“), nicht als Gegensatz, wodurch es selbst rassistisch wird.

      • Die Aussage „All Lives Matter“ relativiert nach linksradikaler und BLM-Logik die Aussage „Black Lives Matter“, weil sie den Opfersonderstatus der Schwarzen zwar nicht negiert, aber aus dem nowendigen Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt.

        Aus einem ähnlichen Grund gilt es auch als quasirassistisch „It is okay to be white“ zu sagen, weil dies von der angeblichen historischen Schuld und Privilegierung der Weißen ablenkt..

        Wir sind an einem Punkt angekommen, wo die Linke nicht mehr Toleranz oder Akzeptanz, sondern Unterwerfung fordert. Sie dehnt den eigenen „safe space“ so weit aus, daß für die Identität aller anderen kein Raum herrscht. Das ist etwa so, als würden Sie von allen anderen fordern, daß diese die andere Straßenseite nutzen sollen, weil Sie sich sonst eingeengt, belästigt und bedroht fühlen.

        Ich kann nur empfehlen, sich mit dem nordamerikanischen Diskurs vertraut zu machen, weil die hiesige Linke – entgegen ihrer sonstigen antiamerikanischen und „antiimperialistischen“ Haltung – alles sklavisch übernimmt und auf hiesige Verhältnisse überstülpt. So müssen mittlerweile auch die Nationalstaaten der autochthonen Europäer „entkolonialisiert“ werden, d.h. von spezifisch einheimischen kulturellen Elementen „befreit“ werden, weil sich die Immigranten ansonsten fremd fühlen würden.

        Es ist offensichtlich, daß bei diesem tollwütig-totalitären Anspruch ein Bürgerkrieg aufziehen wird und zwar noch zu unseren Lebzeiten.

      • Es gibt keine pauschale historische Schuld „der Weißen“ (welcher genau überhaupt?). Sklaverei gab es in Afrika schon immer und das in einem viel schlimmeren Ausmaß, als sie jemals von Weißen betrieben wurde. Zudem gab es auch Versklavung von Weißen. Der überzogene Opfermythos der Schwarzen verzerrt die Realität völlig.

        Sehr empfehlenswerte Literatur hierzu: https://www.amazon.de/verschleierte-V%C3%B6lkermord-Geschichte-muslimischen-Sklavenhandels/dp/349804690X (deutschsprachig zur Zeit leider nur sehr selten gebraucht zu astronomischen Preisen zu ergattern, aber sehr lesenswert! – Leseprobe hier: https://www.rowohlt.de/fm/131/N_Diaye_Voelkermord.pdf) oder weit erschwinglicher auf Französisch: https://www.amazon.de/g%C3%A9nocide-voil%C3%A9-Enqu%C3%AAte-historique/dp/207271849X/ref=pd_lpo_14_t_0/258-2111562-1520755?_encoding=UTF8&pd_rd_i=207271849X&pd_rd_r=2ba0a3c4-e92d-414c-bcfd-873ccc45f6be&pd_rd_w=RZsNn&pd_rd_wg=Mvztz&pf_rd_p=d5c9797d-0238-4119-b220-af4cc3420918&pf_rd_r=FJKDJG7P24YRDZGYGVF2&psc=1&refRID=FJKDJG7P24YRDZGYGVF2

      • Richtig ist die Ablehnung von jeglichem Rassismus (wie auch Sexismus), sowohl gegen Schwarze als auch Weiße (gegen Frauen und Männer). In der Vergangenheit hat die eine Form überwogen, nun droht ein Kippen in die andere Richtung, wobei auch wechselseitiger Rassismus gleichzeitig möglich ist (und Linke teilweise die Diskriminierung der eigenen Gruppe befürworten, wobei sie für sich selbst eine Ausnahme zu machen pflegen).

      • Für linke „People of color“-Ideologen geht „Rassismus“ automatisch immer von Weißen aus. Schwarze sind demnach „von Natur aus antirassistisch“, was natürlich riesengroßer Blödsinn ist. Daher werden von unserer linken Lückenpresse auch die gerade ganz massiven Vertreibungen von Weißen in Südafrika nicht erwähnt. Nelson Mandela, dem es um Versöhnung ging, müsste im Grab rotieren.

        Eurokanadier hat hier sehr richtig beschrieben, dass sich Altliberale und Altkonservative leider immer darum gedrückt haben, den Linken die Stirn zu bieten. Statt den Kulturkampf aufzunehmen und selbst Themen zu setzen, um den Diskurs zu bestimmen, sind, knicken sie immer wieder vor den Linken ein. In den konfliktscheuen, bürgerlichen Biedermann-Kreisen gibt man den linken Brandstiftern ständig nach, hofft dass „es doch nicht so schlimm kommt“ und verkennt, dass es im Gegenteil immer schlimmer wird…!

      • 13,4% – das ist der Anteil der Schwarzen an der amerikanischen Bevölkerung.
        In der Kriminalstatistik der USA führen diese 13,4% Schwarzen die Gewaltverbrechen (Mord, Totschlag, bewaffneter Raubüberfall mit schwerer Körperverletzung, etc.) mit mehr als 50% aller Taten an.

        Letztlich ist es aber wohl immer eine Frage des betrachteten Ausschnitts aus der Grundgesamtheit, wie beispielsweise dieser Artikel aus der NZZ und die darunter befindlichen Kommentare sehr schön belegen:
        https://www.nzz.ch/visuals/proteste-in-den-usa-acht-grafiken-zur-polizeigewalt-ld.1559186

        In einer anderen Quelle habe ich noch folgende Hinweise gefunden:

        Morde an schwarzen und weißen Menschen
        USA 2018 (pro 1.000.000 Einwohner der Hautfarbe des Täters)
        Weiße von Weißen getötet 10,84
        Weiße von Schwarzen getötet 11,30
        Schwarze von Schwarzen getötet 57,14
        Schwarze von Weißen getötet 0,95
        Quelle: FBI Crime Report 2018

        Ich denke, dass diese Zahlen für sich sprechen und – unabhängig von den Gründen für das weitaus kriminellere Verhalten Schwarzer (insbesondere junger Schwarzer) – durchaus erklären, warum Schwarze häufiger „Opfer“ von Polizeigewalt werden. Dabei werden Tatverdächtige offenbar all zu vorschnell zu „Opfern“ stilisiert obwohl viele von ihnen Straftäter sind, denen man eben leider oft nicht gewaltfrei beikommen kann.

      • Dass Schwarze in den USA viel häufiger Täter und Opfer von Gewalttaten bis hin zu Morden sind, ist natürlich ein Problem, welches sich aber nicht einfach mit Rassismus erklären lässt. Wenn nun die Polizei verteufelt oder teilweise sogar aufgelöst wird, dann dürfte das übrigens insbesondere den Schwarzen schaden, die noch häufiger Opfer werden.

      • Geben wir immer nach? Der linke Rassismus war früher kein solches Problem. Solange Schwarze oder auch Frauen tatsächlich diskriminiert wurden, war das wichtiger. Wenn sich die Diskriminierung jetzt umkehrt, wird auch dagegen der Widerstand zunehmen. Kompliziert wird es dadurch, dass es gleichzeitige Diskriminierung in beide Richtungen geben kann, sei es durch verschiedene Personen oder sogar denselben Staat.

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