SPD nominiert Scholz als Kanzlerkandidaten

Heute verkünden die SPD-Vorsitzenden „Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans: Olaf Scholz ist unser Kanzlerkandidat!“ Präsidium und Vorstand der SPD haben ihn heute recht früh und überraschend nominiert. Damit ist der Bundestagswahlkampf 2021 quasi eröffnet, ohne dass die CDU wüsste, wer ihr nächster Vorsitzender oder gar Kanzlerkandidat werden soll. Wenn Frau Merkel nicht doch wieder antritt, wird Herr Scholz auch der einzige Kanzlerkandidat mit Regierungserfahrung sein. Selbst die Grünen haben Robert Habeck noch nicht nominiert. Außerdem ist Olaf Scholz der bekannteste und beliebteste Politiker der SPD.

Das war es aber auch schon mit den Vorteilen für die SPD. In den Umfragen liegt sie nur noch bei 14 Prozent und damit auf dem dritten Platz hinter der Union und den Grünen. Erst gestern sprachen sich die SPD-Vorsitzenden für eine Koalition mit Grünen und Linken aus. Anders hätte die SPD gar keine Chance auf die Kanzlerschaft, aber in den Umfragen hat eine solche Koalition schon länger keine Mehrheit. Selbst wenn sie sie bekäme, lägen die Grünen vorne und bekämen damit nach deutscher Tradition das Kanzleramt. Außerdem ist eine Koalition mit der umbenannten SED geschichtsvergessen und stellt auch in der aktuellen Politik einen noch weiteren deutlichen Linksruck dar, während Herr Scholz doch eher Wähler in der Mitte gewinnen soll, obgleich er als Bundesfinanzminister keine sonderlich glückliche Figur macht. Wahrscheinlich will die SPD auf beiden Seiten Wähler gewinnen, wird sie aber eher noch weiter verlieren. Denn schließlich ist Herr Scholz vor gerade einmal gut acht Monaten innerhalb der eigenen Partei durchgefallen: ‚SPD-Basis will Esken und Walter-Borjans als Vorsitzende‘ und nicht Herrn Scholz, der jetzt in eine (fast) aussichtslose Kanzlerkandidatur geschickt wird.

356 Gedanken zu „SPD nominiert Scholz als Kanzlerkandidaten

  1. So langsam wird erkennbar, worauf die SPD hin arbeitet. Sie will mit der Satirepartei „Die PARTEI“ konkurrieren. Es ist nur noch nicht ganz klar worum.

  2. Neben einer sozialdemokratisierten CDU und richtigen Radikalsozialisten von Linke und Grüne, ist kein Bedarf mehr für die SPD. Wenn Tilo Sarrazin jetzt die „Wahren Sozialdemokraten“ gründet, fällt die SPD unter 5%…!

      • Diese Partei aus dem Zeitalter der Dampflokomotiven ist doch schon lange weg vom Fenster. Nur hat es die SPD selbst noch nicht gemerkt.

        Schulz-Zug, Scholz-Zug, Zug nach Nirgendwo …

      • Erstens: Wie kommen Sie denn darauf?
        Zweitens: Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, ist es vollkommen egal, welche Partei man wählt. Im Endeffekt kommt seit 1998 nur Mist dabei heraus.

        Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit der AfD. Die taugt mittlerweile auch nichts mehr, weil sie das erreicht hat, was sie erreichen wollte, nämlich an der Geldquelle zu sitzen und dauerhaft versorgt zu sein.

        Ich gehe gar nicht mehr wählen. Das letzte Mal habe ich 1998 die SPD gewählt, und das Resultat ist, ein Deutschland, dass nicht mehr wiederzuerkennen ist.

      • Es ist nicht egal, welche Parteien gewählt werden. Richtig ist, dass es auf eine einzelne Stimme (fast) nicht ankommt (schon die Auszählfehler sind weit größer) und dass es keine überzeugende Partei gibt.

      • Leider kann ich Ihre Meinung diesbezüglich nicht teilen.

        Seit 2005 also mit der Einführung der bürgerfeindlichen Agenda 2010, wurde die SPD bei jedem Urnengang abgewählt. Sie hat jedes Mal verloren, sitzt aber seit 2005 in der Regierungsverantwortung, bis auf eine Ausnahme, da hat Merkel die FDP genommen.

        Aus meiner Sicht bringt es nichts wählen zu gehen, auf jeden Fall nicht im Moment, erst dann wieder, wenn die Demokratie wieder hergestellt ist.

        Klar wir haben ein Parlament und auch den Bundesrat, dort wird abgestimmt und ein bisschen palavert für die Galerie, aber was bringt uns das, nichts.

        Thüringen ist auch ein gutes Beispiel. Merkel ruft aus Afrika, wo sie auch hingehört, „die müssen noch mal wählen“, und was war, es wurde so lange gewählt, bis Merkel damit einverstanden war.

        Das beste Beispiel für den Verfall der Demokratie ist natürlich Merkels Asylpolitik. Die Asylgesetze, die wir haben, wurden von ihr komplett ignoriert.

      • Wir leben in einer Demokratie, auch wenn diese leider große Mängel aufweist. Aber wie sollen diese denn abgestellt werden, wenn nicht durch Wahlen? In Weißrussland kämpfen die Menschen gegen einen echten Diktator, was viel schwieriger ist.

      • Zwischendurch mal ein guter Kommentar von Ihnen.
        Durch Wahlen werden wir die angerichteten Schäden in der Demokratie und in unserer Gesellschaft nicht verändern, vielleicht schafft das ja Corona.

        Ich bin da sehr rigoros geworden, was diese Fragen anbetrifft. Ich glaube nicht, dass von AfD bis zu den Linken eine Wende zum Besseren zu erwarten ist. Ich glaube, dass alle aktiven Politiker von der Bildfläche verschwinden müssen. Sie gehören auch vor Gerichte gestellt. Man darf diese Leute einfach nicht mit völlig überzogen Pensionen in die Freiheit entlassen.

        Es ist schwierig, diesen Sumpf trocken zu legen. Das kann man seit 4 Jahren sehr gut in Amerika beobachten. Der tiefe linke Staat, muss entfernt werden, um eine bessere Welt für alle Menschen zu verwirklichen. Trump ist da auf einem guten Weg. Einen guten Teil hat er schon geschafft.

        Wenn wir ein Pendant zu Trump in Deutschland hätten, dann wären Wahlen auch wieder sinnvoll. Aber ich sehe keinen weit und breit.

      • Die Kakistokratie hat in Deutschland nicht erst 1998 Einzug gehalten, sondern bereits mit Helmut Kohl, der jedes unter ihm aufstrebende politische Talent weggebissen und / oder ausgesessen hat und den größten Fehler in der Deutschen Nachkriegsgeschichte möglich gemacht hat: Die überstürzte und völlig undemokratische, so genannte „Wiedervereinigung“, der wir insbesondere Angela Merkel als ewige Kanzlerin „verdanken“ aber zum Beispiel auch eine bis dahin nie dagewesene Staats- und Abgabenquote. Die Bürger der BRD wurden nicht gefragt, sondern einfach übergangen. Seither hat der „Real existierende Sozialismus“ in ganz Deutschland und der EU freie Bahn.

      • Ja, ich weiß 300sel, Sie haben es mit Ihrem Helmut Kohl. Den mögen Sie nicht.

        Ich mag Schröder/Fischer/Merkel nicht.

        Stimmt schon, was Sie so sagen, nur ich würde eine Aussage von Ihnen gerne verschärfen: „Der real existierende Sozialismus“, ist faschistisch geworden, damit meine ich auch diktatorisch, und er hat nichts mehr mit einer Demokratie zu tun. Die Demokratie ist Fassade, quasi ein potemkinsches Dorf.

      • Faschistisch ist hier nicht der richtige Begriff. Der real existierende Sozialismus war totalitär und in der späten DDR zumindest autoritär und in keinster Weise demokratisch. Für die Sozialdemokratie galt und gilt das so nicht, aber ihre Probleme sind groß und könnten zum Untergang der SPD führen. Doch dann gibt es ja immer noch CDU, CSU, Grüne und Linke.

      • Ja, ich weiß auch nicht so genau wie man die Politik der Sozialisten bezeichnen soll. Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass die Sozialisten keine soziale Politik betreiben, sondern zu tiefst a-sozial geworden sind mit Schröder + Fischer.

      • @linda levante
        „“Der real existierende Sozialismus”, ist faschistisch geworden, …“

        Das war er doch schon immer.

  3. Den Flirt der SPD mit der SPD geschichtsvergessen zu nennen, ist natürlich berechtigt. Aber da steckt noch mehr hinter. Franz Josef Strauß hat das mal so formuliert:
    Die Sozialisten haben nichts aus der Vergangenheit gelernt, versagen in der Gegenwart und versprechen eine goldene Zukunft …

      • Ja, ich hätte korrekturlesen sollen. Die zweite SPD war die SED.

      • SED, SPD – was soll´s – Sozialismus ist für alle da!

        Aber die SPD wird über kurz oder lang mit der SED fusionieren müssen. Nur so kann sie sich noch ein paar Jährchen davor schützen, in einigen Bundesländern an der 5%-Hürde zu scheitern.

  4. Olaf Scholz ist populär weil er immer so lieb grinst / lächelt. Kompetenz hat er auf keinem Feld, in Hamburg mit sogen. Elphi ist ihm sein Meisterstück an Missmanagement gelungen.

    Von ca. 77 Mio € Kostenschätzung auf ca. 800 Mio € Endabrechnung ( ? ) und gleichwohl immer guter Laune , das nahmen ihm die Hambürger – unbegreiflich als Kaufleute ? – glatt ab.

    Kongruent sein ebenfalls beliebter Bürgermeister – Kollege Klaus Wowereit, ausgewiesener Fachmann im Bauen von Großobjekten wie BER, er jonglierte mit Millliarden von 1,1 Milliarden € auf 7,3 ( ? ) Milliarden € als seien es Kartoffeln. Es war und ist wie auf einer Party, da war er Chef.

    Fazit : Sozialdemokraten können einfach nicht haushalten, ohne Fachwissen, Kompetenz und ohne Ehrgeiz hart erarbeitete Steuergelder der Bürger/innen gewissenhaft zu verwalten, einzusetzen.

    Wie es aktuell in Berlin geht mit Rot / Rot / Grün kann man nicht nur an verschmierten, versifften verschandelten Gebäuden, Straßen sehen. Öffentliche und PKW / LKW Verkehr mit permanentem Stillstand sichtbarer Ausweis von Chaos ,Chance dass ein PKW nachts abgefackelt wird nicht gering. Inzwischen auch der bürgerliche kleine Golf PKW betroffen.

    Gunter Schupelius von der BZ . zeigt beispielhaft auf wie diese Regierungs-Koalition täglich wirkt. Zukunft auch für ganz Deutschland ?

    • Stan Laurel war auch sehr populär.
      Der konnte so schöne komische Grimassen ziehen.

      Wer wird nächster Kanzlerkandidat?
      Oliver Hardy von der CDU?
      Oder „opfert“ sich die Alternativlose und tritt noch einmal an?

      • Sind sie sicher?
        Fast jeder männliche Türke in Deutschland ist doch „Kaufmann“ …

  5. Herr Scholz ist als Kandidat besser als das aktuelle Führungsduo der SPD, aber es darf nicht übersehen werden, dass er sicher kein neuer Helmut Schmidt wäre. Seine Sozialpolitik ist linksgeprägt, er hält nicht viel von Aktienanlage und er hat es als Hamburger Regierungschef nie geschafft, die linksextreme Szene in der Stadt in Schach zu halten. Wir erinnern uns sicherlich noch gut an die G20-Ausschreitungen in Hamburg. Ob er besser oder schlechter als Robert Haback ist, weiß ich nicht. Sicherlich würde ich irgendeinen der CDU/CSU-Kandidaten als Kanzler deutlich bevorzugen.

  6. Häufig wird die Linkspartei mir der SED gleichgesetzt. Schauen wir nach Brandenburg, nach Berlin und nach Thüringen, wo die Linkspartei schon länger in Regierungsverantwortung sitzt. Wo ist der befürchtete Sozialismus? Das ist doch nur Propaganda, um den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit als wahnsinnigen Sozialismus zu defamieren.

    https://uberlaufer.wordpress.com/2020/08/01/extremistische-mitte/

    Dennoch sehe auch ich den Scholz skeptisch. Für ihn hatte es nicht gereicht die SPD zu führen und jetzt soll er Deutschland führen? Er ist das Geschicht der neoliberalen SPD, die nach Schröder, Steinmeier, Steinbrück und Schulz immer mehr an Zuspruch verliert.

    https://uberlaufer.wordpress.com/2020/08/11/erst-wumms-dann-rumms/

    • Die Linke erklärte selbst vor Gericht, mit der SED identisch zu sein, vor allem um das Parteivermögen behalten zu können. Insbesondere in Berlin macht der Senat eine katastrophal schlechte Arbeit. Linksextreme Gewalt und das Verschleudern von Steuergeldern führen nicht zu mehr Gerechtigkeit. „Neoliberal“ wird inzwischen als undefinierter linker Kampfbegriff gebraucht, passt aber trotzdem kaum auf die SPD oder gar jemanden wie Martin Schulz.

      • An Eides Statt erklärte Bundesschatzmeister Karl Holluba: „,Die Linke‘ ist rechtsidentisch mit der ,Linkspartei.PDS‘, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.“ (Siehe hier.)

        In Berlin ist die öffentliche Sicherheit zum Teil nicht mehr gewährleistet. Es wird Rechtsbruch bis hin zu politischer Gewalt geduldet. Für Milliarden werden Wohnungen zurückgekauft, die vorher verramscht wurden, ohne dass eine einzige neue Wohnung entsteht. Dafür werden die Mieten von Luxuswohnungen in Toplage gedeckelt. Der Flughafen BER ist bis heute nicht fertig. Selbst einfache Verwaltungsaufgaben werden kaum noch erledigt und die Bürger müssen z. T. monatelang warten. Schließlich ist Berlin die einzige Hauptstadt in Europa, die pro Kopf weniger erwirtschaftet als der Rest des Landes.

      • Stuttgart 21 und die Elbphilharmonie waren auch Großprojekte, die von der CDU gestartet wurden und auch deurlich teurer wurden als erwartet. Es ist zu einfach zu sagen, dass nur die SPD nicht mit Geld umgehen kann.

        Wo genau ist in Berlin die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleister? Das sind einfach nur pauschale Behauptungen. Dass Berlin so schlecht finanziell darsteht, hängt eben mit der Vergangenheit zusammen. Sie war jahrzehnte von dem Rest von Deutschland getrennt.

      • Stuttgart21 wird jetzt von den Grünen verantwortet und die Elbphilharmonie wurde ausgerechnet unter Olaf Scholz von der SPD so teuer. Die Eurorettungspolitik von Frau Merkel ist natürlich noch teurer, aber auch daran hat die SPD ihren Anteil.

        Einige Beispiel für die Gewalt in Berlin benennt R. Happ. Berlin ist seit 30 Jahren wiedervereinigt, hat aber seither durch die DDR-Funktionäre eine linke Mehrheit und wirtschaftlich wie finanziell weiter verloren.

      • interessant das die elbphie und stuttgard 21 an den regierungswechsel halten und dann plötzlich teuer werden wenn linke kräfte übernehmen. hätte die cdu weiter gemacht, wäre alles billiger geblieben.

      • Aha. Immer wenn etwas schlecht läuft, sind die Grünen oder die SPD schuld, auch wenn die Ausgangsituation wie in Stuttgart und Hamburg bei der CDU lag. Wen wollt ihr eigentlich mit eurer Propaganda vergiften?

      • Sie haben doch einfach die falschen Beispiele dafür ausgewählt, dass die CDU für überlaufende Kosten sorgte, wenn diese erst unter SPD und Grünen überliefen. Das ist also Ihre Propoganda, die nach hinten losging, nicht meine.

      • Die Großprojekt waren schon vorher gestartet und die Firmen dazu ausgewählt. Das allein den Grünen und der SPD vorzuwerfen ist schon sehr stumpf.

      • Nochmals, Sie brauchen entweder andere Beispiele oder müssen den Vorwurf ändern, z. B. in ein anfängliches Unterschätzen der Kosten. Später Mehrkosten lassen sich hingegen nicht der früheren Regierung anlasten, sondern nur der späteren, unter der sie entstehen.

      • „Spätere Mehrkosten sind häufig eine Folge von vorriger UNterschätzung der Baukosten.“

        Ja, das kommt davon, wenn Vollpfosten Kosten von Großprojekten nur „schätzen“, statt sich ernsthaft und professionell damit auseinanderzusetzen. Das ist ungefähr so, wie wenn Du Dich in einem komplexen Rechtsstreit als juristischer Laie selbst vertrittst, statt einen Anwalt zu mandatieren, weil Du „schätzt“, dass Du als Lehrerin sowieso alles besser weißt und immer im Recht bist. 😂😂😂

      • Ja, aber das ist kein Problem der Linken, sondern ein Problem, dass die Politiker sich ein denkmal setzen wollen und bewusst die Kosten als zu niedrig angeben, weil eine realistische Abschätzung dazu führen könnte, dass es abgelehnt wird.

      • @Überläufer

        Ich muss Deine verqueren Thesen doch nicht begründen. Das musst Du schon selbst.

      • Auf welche Frage denn?
        Du hast doch Behauptungen aufgestellt, die rein spekulativ sind.

      • Meine Erklärung steht doch schon da.
        Wenn Sie Dir nicht genügt, dann lies noch einmal die Statements von Herrn Dilger dazu. Diesen kann ich mich in diesem Fall nur anschließen.

      • @Überläufer

        Muss man das?
        Wozu soll diese „trennscharfe“ Abgrenzung denn gut sein?

      • Du schwurbelst doch hier die ganze Zeit, ohne konkret zu werden. Du schaffst es ja nicht einmal, Deine Fragen so zu stellen, dass klar ist, was Du überhaupt wissen willst.

    • @Überläufer
      „Wo ist der befürchtete Sozialismus? Das ist doch nur Propaganda, um den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit als wahnsinnigen Sozialismus zu defamieren.“

      Der war gut!
      Glauben Sie ernsthaft, dass es den Genossen (egal ob von SED oder SPD) tatsächlich um etwas anderes geht, als um ihre eigene Bereicherung?
      Parteibonzen die Wasser predigen und Wein saufen waren doch schon immer das Markenzeichen sozialistischer oder kommunistischer Parteien und Bewegungen. Das Feigenblatt des Sozialismus mit seinen weltfremden Versprechungen ist doch die größte politische Lüge überhaupt.

      • Diese Frage müssten Sie schon etwas konkretisieren, damit ich Ihnen mit den hier maximal zur Verfügung stehenden 500 Wörtern antworten kann.

      • Was genau sind Ihrer Ansicht nach „die sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“?

        Überbevölkerung?
        Verdummung?

      • @Überläufer

        Zunächst einmal vielen Dank für den Link.

        Der Artikel endet zutreffend mit dem Satz
        „Ohne angemessenes Problemverständnis wird indessen jede noch so gut gemeinte Reformpolitik Stückwerk bleiben.“

        Leider gelingt es dem Verfasser jedoch nicht, die eigentliche Ursache der von ihm geschilderten Entwicklung zu benennen. Es sind die viel zu hohen Abgaben, die zu all dem führen. Weniger so genannter „Sozialstaat“ wäre tatsächlich nämlich auch in sozialer Hinsicht mehr. Aber da traut sich dank Soziallobbyismus kein Politiker ran.

      • Ja, viel weniger „Sozialstaat“, weil der nämlich nicht „sozial“ ist.

        Die USA bringen es zur Zeit immerhin fertig, all ihren Bürgern eine wöchentliche „Notstandshilfe“ von 600 USD (pro Kopf) zu bezahlen, was 2.600 USD, also etwa 2.500 € monatlich als „Bedingungsloses Grundeinkommen“ entspricht. Warum wohl und was hat unser ach so toller „Sozialstaat“ dem entgegen zu setzen?

        Meiner Meinung nach vertreten Sie hier typische Beamtenpositionen. Sie selbst sind als Lehrerin (?) – so entnehme ich es jedenfalls Ihrer verlinkten Webseite – doch von dem, worüber Sie hier ach so altruistisch fabulieren, selbst nicht ansatzweise betroffen.

      • Schön, dass du meine Meinung als Beamtenposition einstufst. Es ist nur meine Erfahrung und ich komme aus der Unterschicht. Ich habe auch hart gekämpft um da zu stehen, wo ich jetzt bin, aber nicht jeder hat so viel Glück wie ich. Wie kommst du von 600$ auf 2500 €?

      • @Überläufer:

        Ich komme von 600 USD je Woche auf ca. 2.500 € je Monat wie folgt:

        52 x 600 USD p.W. = 31.200 USD p.a.
        31.200 USD / 12 Monate = 2.600 USD p.M.
        2.600 USD p.M. = aktuell 2.210 € p.M. (https://www1.oanda.com/lang/de/currency/converter/)

        Zugegeben, da mit den 2.500 € ich etwas zu grob geschätzt. Aber der Wechselkurs schwankt ja und ich hatte in letzter Zeit öfter mit Schweizer Franken als mit US-Dollar zu tun. Ich bitte daher um Nachsicht, Frau Lehrerin!

        Es bleibt aber immer noch etwa das Fünffache von „Hartz IV“ und das ganz ohne vorherige Entreicherung (die natürlich nur für deutsche Inländer Voraussetzung zum Bezug von Leistungen ist nach „Hartz IV“ usw. ist und nicht für „Geflüchtete“ oder sonstige Antragsteller aus dem Ausland) und ohne höchste Abgabensätze weltweit. Wie schaffen das diese Radikalkapitalisten nur?

        Aber lieber alle „gleich“ arm, oder? 😂

      • Das Problem an dieser Art der Unterstützung ist, dass sie für viele höher ist als der vorherige Arbeitslohn, also keine guten Anreize zur Arbeitsaufnahme setzt, bis sie irgendwann wieder wegfällt.

      • Das stimmt. Jedenfalls auf den ersten Blick.

        Ich wollte damit allerdings nur veranschaulichen, dass viel weniger „Sozialstaat“ durchaus viel mehr leisten kann als unser hoch gepriesener Maximalstaat. Vor allem, wenn es darauf ankommt.

        Die deutschen Coronahilfen reichen jedenfalls bei kleinen Selbständigen mit Sicherheit nicht aus, die Unternehmen auch nur ansatzweise über den Zeitraum der Krise abzusichern und die Lebenshaltungskosten des Unternehmers sind ohnehin davon ausgeschlossen.
        Unternehmer die keine ausreichenden Rücklagen haben (und das sind sehr viele) haben also gar keine andere Wahl als hinzuwerfen und ihr Hab und Gut zu verhökern. Erst wenn sie sich völlig „entreichert“ haben, sind auch sie berechtigt „Hartz IV“ zu beantragen.

        Das ist der Unterschied zwischen den ach so schrecklichen Verhältnissen in den USA und denen im „Sozialstaat“ nach deutschem Strickmuster.

        Aber verbeamtete Etatisten wie „Überläufer“ können das natürlich nicht wissen.

      • Der Hauptfehler der hiesigen Hilfen, der aber durchaus zum bisherigen Verhalten von Frau Merkel und ihrem Wirtschaftsminister Peter Altmaier passt, ist die großzügige Unterstützung von Großkonzernen, während kleine Unternehmen und selbständige bestenfalls Kredite zur Deckung ihrer laufenden Kosten bekommen, was auch mittlere und längere Sicht die sichere Insolvenz bedeutet, wobei die Pflicht zur Insolvenzanmeldung kurzfristig auch ausgesetzt wurde.

      • Genau so ist. Einmal mehr paktieren Sozialisten ohne Wirtschaftskenntnisse (zu denen getrost auch Merkel und Altmaier gerechnet werden dürfen) mit den Großkonzernen. Kleine Selbständige und der Mittelstand, also echte UNTERNEHMER, bleiben auf der Strecke. Getreu Merkels Motto „Mir doch egal“. Ob das etwas mit der Lobbyarbeit der Großkonzerne zu tun hat? Honi soit qui mal y pense …

      • Also ich finde nur etwas davon, dass sie eine Einmalzahlung bekommen haben. Woher nimmst du deine Informationen?

      • @Überläufer

        Wenn die Hilfen ausgelaufen sind, gibt es in den USA neue Hilfen. Im schlimmsten Fall vielleicht „nur“ noch 400 USD je Woche, statt bislang 600 USD, aber das sind umgerechnet immer noch knapp 1.500 € p.M..

        Und was bietet unser fetter „Sozialstaat“ seinen echten Problemfällen, wie kleinen Selbständigen? Eine riesige Antragsbürokratie mit völlig ungewissem Ausgang, deren Verwaltung wie üblich Milliarden verschlingt. Die derzeitigen Mittel für KMUs und Selbständige kannst Du ohne Testat eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers überhaupt nicht beantragen. Im Klartext, musst Du erst einmal ein paar Tausend Euro ausgeben, um den Antrag überhaupt zu stellen. Du weißt aber nicht, ob er dann auch bewilligt wird. Welcher kleine Corona-gebeutelte Selbständige kann sich das überhaupt leisten und wenn, warum sollte er dieses Risiko eingehen? Die „Hilfen“ sind ganz klar nur auf Großunternehmen ausgelegt. Selbständige, Kleinunternehmer und den Mittelstand lassen die Sozialisten verrecken wie früher auch. Toller „Sozialstaat“ …

      • Es ist interessant, dass du die CDU und die SPD als Sozialisten betitelst. Aber deiner Meinung kann ich mich anschließen, dass die Coronahilfen besonders für Kleinstselbsttändige und Künstler miserabel sind. Stattdessen wird Lufthanse mit 9 Milliarden gestützt, obwohl im Kulturbereich mehr Jobs vorhanden sind und damit auch mehr existenzen dran hängen.

      • Der Kranich und die zigfachen Millionengehälter der von Herzogenauracher Sportartikelherstellern gesponsorten Sportler sind als Markenbotschafter Deutschlands eben systemrelevant. Kleine und mittlere Unternehmen oder brotlose Künstler hingegen nicht. So ist das im Sozialismus. Verstehst Du? *Ironie aus*

      • P.S.
        600 USD p.W. sind nur die Hilfe vom Bund. Von den einzelnen Bundesstaaten gibt es noch zusätzliches Geld. Also kein Grund, ins gelobte Deutschland zu flüchten.

      • Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass jeder das Gleich bekommt unabhängig von seinen Fähigkeiten und Anstrengungen. Grundsätzlich sollte jeder Mensch behalten dürfen, was er für sich und die Seinen erarbeitet und erspart. Moderate Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit zur Finanzierung echter Gemeinschaftsaufgaben ist ebenfalls gerecht, nicht jedoch exzessive Besteuerung nur zur Umverteilung oder sogar Vernichtung von Reichtum. Menschen in Not zu helfen, gehört zu den Gemeinschaftsaufgaben, doch die Hilfe zur Selbsthilfe ist besser als dauerhafte Alimentierung.

      • Leistung zahlt sich doch aus. Armut wird doch nicht biologisch vererbt, sondern Kinder lernen z. B. schon früh, dass man auch von Sozialtransfers ohne Arbeit leben kann oder dass man sich mit Gewalt in bestimmten Kreisen durchsetzen kann.

        Nicht der Erbe, aber der Erblasser hat etwas geleistet (und sei es nur, dass er das eigene Erbe nicht durchgebracht hat). Gegebenenfalls musste auch der Erbe dafür auf etwas verzichten, z. B. auf Zeit mit den Eltern, die mehr gearbeitet haben, oder auf Konsum in der Kindheit, da gespart wurde.

      • Der Schulkerfolg ist maßgeblich abhängig von der sozialen Herkunft. Lies dazu mal Bildungsberichte wie PISA, IGLU oder Bildungsforscher wie hattie.

        Bezüglich der Leistung ist es ben keine Leistung des Erbens. Und damit sollte es eben auch genau wie jeder andere Geldeingang versteuert werdne. Wenn du arm bist, dann kannst du nichts sparen.

      • Die entscheidende Frage ist doch, warum der Schulerfolg von der sozialen Herkunft abhängt. Wer z. B. kaum Deutsch kann, hat auf deutschen Schulen in der Regel weniger Erfolg. Wem die Eltern nicht helfen, der lernt weniger. Wäre es nicht umgekehrt seltsam, wenn elterliche Fürsorge und auch Gene völlig egal wären?

        Die Frage ist, ob Erben als Einkommen des Erben anzusehen ist oder als innerfamiliärer Transfer bereits versteuerter Vermögenswerte. Im Übrigen ist in Deutschland niemand mehr absolut arm und es kann grundsätzlich jeder sparen. Als Student hatte ich teilweise weniger als das Sozialhilfeniveau (nicht vom Staat, sondern von meinen Eltern) und konnte trotzdem noch ein paar Aktien kaufen.

      • Die Gene miteinzubringen ist biologistisch und falsch. Intelligenz wird nicht nach den Regeln von Mendel vererbt.

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/04/18/das-ratsel-der-intelligenz/

        Aber die Schule soll doch ein Ort sein, wo die Fähigkeiten des Kindes eine Rolle spielen und es ist ungerecht, wenn diese überlagert werden von dem sozialen Status der Eltern.

        Dass jeder sparen kann ist ein Mythos. Ich hatte nicht nru weniger als Sozialhilfe, ich hatte weniger als Hartz IV. Ich hatte zum Leben, wenn ich Miete (200/monat) und Studiengebühren (125/monat) abziehe noch etwa 100-150€.

      • Intelligenz ist sowohl von den Genen als auch der Umwelt abhängig. Bei intelligenten Eltern ist in der Regel beides günstiger. Der soziale Status kann damit auch korrelieren, ist aber weniger wichtig.

        Hartz IV hat für Erwerbsfähige die alte Sozialhilfe abgelöst. Auch davon kann man etwas sparen, hat dann allerdings das Problem, dass Vermögen schnell auf die Zahlungen angerechnet wird.

      • Das Konzept Intelligenz ist im Moment noch nicht richtig entschlüsselt. Auf Ebene der Gene ist es jedenfalls nicht zu finden. Um bei der Vererbbarkeit zu bleiben, musst du schon die Ebene der Basenfrequenz bleiben und die geht über mehrere Gene hinweg und wird nicht so einfach vererbt,

        Worum es mir geht, ist, dass es einfach nicht stimmt zu sagen, dass die Menschen aus der Unterschicht einfach in der Unterschicht sind, weil sie dümmer sind. Und dann beginnt es ungerecht zu werden.

      • Es geht hier doch gar nicht um die akademische Frage, was genau Intelligenz ist, sondern ganz allgemein um kognitive Fähigkeiten (die eine ist sprachlich besser, der andere mathematisch etc.). Es geht auch nicht um die Identifizierung konkreter Gene dafür, sondern um einen erblichen Einfluss, den kein seriöser Wissenschaftler bestreitet und auch Sie in Ihrem Blog einräumen (ansonsten sollten Sie nicht Biologie unterrichten).

        Es gibt doch kaum noch eine deutsche Unterschicht. Die meisten Deutschen, die und deren Vorfahren schon länger hier leben, gehören nicht mehr der Unterschicht an, sondern sind in die Mittelschicht aufgestiegen (oder vereinzelt ins Subproletariat abgestiegen mit dauerhafter Hartz IV-Karriere). Die neue Unterschicht setzt sich aus Migranten und deren Nachkommen zusammen, denen es weniger an Intelligenz als an Sprachkenntnissen und kultureller Anpassung mangelt.

      • Wenn diese Erblichkeit aber nicht nach den mendelschen Regeln funktioniert, dann ist es nur polemisch zu sagen, dass die Unterschicht einfach nur dumm ist.

        Ich finde es fahrlässig zu behaupten, dass es kaum noch eine deutsche Unterschicht gibt. Noch heute ist dein Bildungsabschluss sehr stark abhängig von denen deiner Eltern. Wenn das nur Genetik wäre, dann müsste das in den anderen Ländern auch so sein, aber in keinem anderen OECD Land wie in Deutschland ist der EInfluss des Erfoles so abhängig wie hier,

      • @Überläufer
        „Wenn das nur Genetik wäre, dann müsste das in den anderen Ländern auch so sein, aber in keinem anderen OECD Land wie in Deutschland ist der EInfluss des Erfoles so abhängig wie hier“

        Womit im Grunde bewiesen ist, dass sozialistische Gleichmacherei genau das Gegenteil dessen bewirkt, was sie doch angeblich bewirken will.

      • Das ist auch ein wichtiger Punkt: Mehr Wettbewerb führt zu effizienteren, meist auch faireren und häufig sogar gleicheren Ergebnissen als die staatliche (oder auch private) Begrenzung des Wettbewerbs.

      • Es hat hier doch niemand (außer Ihnen?) behauptet, „dass die Unterschicht einfach nur dumm ist“. Aber es ist doch nun wirklich nicht überraschend, dass Eltern, die klüger und gebildeter sind sowie sich um ihre Kinder kümmern, zum Schulerfolg ihrer Kinder beitragen. Der Effekt ist in Deutschland auch gar nicht unbedingt größer als anderswo. Wenn z. B. auf die Quote von akademischen Abschlüssen für Kinder von Nichtakademikern abgestellt wird, darf man den international eher geringen Anteil an Bachelorabschlüssen in Deutschland nicht übersehen. Ein anderer Faktor ist, dass in Deutschland faktisch die Eltern bestimmen, ob ihr Kind aus Gymnasium kommt.

      • Aber wenn es kein biologisches Argument ist, dass hinter der vererbten Armut spricht, dann ist es doch ungerecht.

      • @Überläufer

        Was ist denn das für eine Logik?
        Stimmt irgendetwas mit Deinem Übersetzungsprogramm nicht?

      • Eigentlich hatten wir über Schulerfolg und nicht Armut diskutiert. Warum halten Sie biologische Ungleichheit für gerecht, solche durch eigene und elterliche Anstrengungn aber nicht?

      • Weil die Genetik des Menschen sollten wir nicht ändern und elterlich Anstrengungen könnten auch durch Förderpogramme des Staates ergänzt werden, dass tatsächlich mehr Chancengleichheit besteht.

      • Der Staat kann Kinder nicht so gut fördern wie deren Eltern (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Er kann dagegen kluge und eigenständige Kinder hemmen, um zu Ihrer Chancengleichheit zu kommen. Das geht allerdings auch hinsichtlich angeborener Talente und ist mit viel Leid verbunden.

      • Wenn die staatlichen Schulen jeden nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten so gut wie möglich fördern würden, wäre das gut, würde aber die Ungleichheit nicht zwingend verringern, sondern vielleicht sogar noch vergrößern. Ungleichheit reduziert man hingegen am einfachsten mit dem Rasenmäher, also indem man die Klügeren zumindest im übertragenen Sinne, wenn nicht sogar wortwörtlich, einen Kopf kürzer macht.

      • @Alexander Dilger
        „Ungleichheit reduziert man hingegen am einfachsten mit dem Rasenmäher, …“

        Genau so wird es seit der „Wiedervreinigung“, ganz besonders aber seit Merkels Amtsantritt 2005 gemacht.

      • Polemik ist ein rhetorisches Stilmittel.

        Unsachlich sind auch andere Dinge. Zum Beispiel Deine von Klassenkampfdenken geprägten naiven Kommentare hier.

      • Ich bin weder Wachstums- noch Produktivitätsfetischist. Ganz im Gegenteil. Ich denke, dass weniger von beidem oft deutlich mehr wäre. Vor allem in puncto Lebensqualität.

        Aber vor allem:
        Woraus bitteschön schließt Du in Deinem neunmalklugen (Be)Lehrer-Habitus, dass meine Gedanken „menschenverachtend“ seien?
        Ich erwarte entweder eine wirklich substantiierte Erklärung (keine platten Marxistenphrasen) oder eine Entschuldigung von Dir.

      • Wenn alles den Gesetzen des Marktes unterworfen wird, dann ist auch der Mensch eine Ware. Und das ist inhuman.

      • Das ist doch einfach nicht richtig. Erstens wird nicht alles „den Gesetzen des Marktes unterworfen“, während (fast) alles den Gesetzen des Staates unterworfen ist einschließlich des Marktes. Zweitens ist der Markt keine eigene Entität, sondern setzt sich aus Milliarden Einzelentscheidungen von individuellen Akteuren zusammen. Dass Menschen grundsätzlich frei entscheiden dürfen, ist sehr human und besser als die Alternative, dass ihnen andere Menschen alles vorschreiben.

      • Es ist also richtig, dass alles der Markt regelt? Was ist mit Umweltschutz? Was ist mit Sozialen? Warum gibt es noch keinen Markt für Organe?

      • Sie behaupten doch fälschlich, dass der Markt alles regeln würde. In Deutschland regelt der Staat fast alles, sollte aber den privaten Akteuren genug (und das bedeutet aktuell viel mehr) Spielraum lassen. Individuelle Freiheit ist ein Wert an sich und führt meistens auch zu mehr Wohlstand.

        Beim Umweltschutz muss der Staat tätig werden, aber möglichst nicht durch ineffiziente Detailregelungen, sondern durch allgemeine Vorgaben (z. B. die Vorgabe eines CO2-Mengenziels, wobei das nur auf nationaler oder selbst europäischer Ebene wenig bringt). Auch im Sozialbereich sollte der Staat nicht alles regeln wollen mit Sozialabgaben von mehr als 40 Prozent, sondern sich auf Hilfe (möglichst zur Selbsthilfe) für die wirklich Bedürftigen konzentrieren, was so ziemlich das Gegenteil von einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle ist. Kommerzieller Organhandel ist in Deutschland verboten und alle vorhandenen Probleme können damit nicht dem Markt angelastet werden, sondern sind staatlich verursacht oder zumindest nicht staatlich gelöst.

      • So sind leider reale Sozialisten. Sie schimpfen auf den Markt und richten gleichzeitig Menschen hin, um deren Organe verkaufen zu können.

      • Wie wahr. Im Sozialismus ist der Mensch nur Ware, nicht im Kapitalismus.

      • Und is das zu begrüßen? In Deutschland kann ich nicht ohne weiteres meine Niere verkaufen. Ist dieses Handelshindernis jetzt schlecht?

      • Das musst Du selbst entscheiden, ob Du es begrüßenswert findest. Jedenfalls kannst Du Deine Organe in vielen sozialistischen Staaten ganz problemlos anbieten und verkaufen.

      • Das ist doch gar nicht das Ziel.
        Marxistische Enteignung zum Zwecke der Umverteilung ist außerdem noch inhumaner.

      • Weil Marxisten Leistung bestrafen. Findest Du das human?

      • Leistung wird nicht bestraft. Es wird dir ja nicht alles weggenommen, wenn du etwas leistet. Von dir wird nur erwartet, dass du die Schwächeren stützt.

        Zudem müssen wir dringend klären was hinter dem Begriff Leistung steht.

      • Mit meinen Steuern und Abgaben stütze ich doch bereits die Schwachen und darüber hinaus Millionen nur vermeintlich „Schwacher“. Was willst Du denn mehr?

        Du kannst ja gerne mal etwas vorlegen, was die Definition von Leistung angeht … ich bin sehr gespannt.

      • Ich ahbe dich zuerst gefragt, was Leistung ist. Das jetzt einfach zu spiegeln zeugt nicht von großer Leisung.

      • Ich habe nicht das Bedürfnis hier Nachhilfeunterricht zu geben.
        Übrigens hast Du mir noch immer keine substatiierte Erklärung geliefert, warum Du meinst, meine Gedanken seien „menschenverachtend“ und Dich auch nicht für diesen Anwurf entschuldigt.

      • @Überläufer

        Ja, da gibt es einen statistischen Zusammenhang, der aber keineswegs bedeutet, dass es in jedem Einzelfall zwingend so kommen muss und das vorprogrammiert ist. Dass es auch anders geht, dafür bist Du selbst doch das beste Beispiel, oder? (jedenfalls nach Deiner eigenen Aussage an anderer Stelle hier in diesem Thread, siehe etwas weiter oben)

        Und was das Erben angeht, scheinst Du
        a) noch nie etwas davon gehört zu haben, dass es eine Erbschaftssteuer gibt, die sich zumindest in Deutschland oberhalb des Freibetrags unmittelbar am Steuersatz für die Summe aller Einkünfte orientiert
        b) wohl nicht zu wissen, dass das zu Vererbende in aller Regel vom Erblasser aus bereits versteuerten Einkünften erworben wurde und daher bereits versteuert worden ist.

      • Für die Linken ist Gerechtigkeit ein Synonym für Gleichheit, für Uniformität. Diese Gerechtigkeit kann niemand ernsthaft wollen.

      • @ Überläufer:

        Über die Mißstände und den Niedergang in Berlin gibt’s fast täglich Infos von dem Mecker-Kolumnisten Gunnar Schupelius. Die folgenden Links sind nur die Spitze des Eisbergs, beim Stöbern in den Ausgaben der Schupelius-Kolumne findet man noch mehr.

        Linke Gewalt aus der Rigaer Str. 94:

        https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/polizeifuehrung-bestaetigt-ihre-machtlosigkeit-gegenueber-linker-gewalt

        https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/die-politische-gewalt-von-links-wird-nicht-entschieden-bekaempft

        Da traf sich mal ein Politiker mit Schupelius in einem Straßenlokal in Neukölln(?) und floh eiligst, als sich Leute bedrohlich um die beiden zu versammeln begannen …

        Schupelius‘ Auto wurde zweimal von Linken abgefackelt.

        Lokale, die irgendwelchen Linken nicht passen, werden von der Antifa zertrümmert, beschmiert …

        Daß der Görlitzer Park von Drogendealern übernommen wurde, wird einfach so hingenommen von der Politik:

        https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/schupelius-gruene-lassen-goerlitzer-park-verkommen

        Zum Schluß noch eine andere Autorin, die die Entwicklung am „Görli“ von klein auf miterlebt hat:

        https://www.achgut.com/artikel/dealen_in_corona_zeiten_ein_lagebericht_aus_kreuzberg

        Hinzu kommen noch die extremen Wartezeiten bei Berliner Ämtern, die immer schludrigere Straßenreinigung etc. pp. – eine Stadt in Niedergang und Agonie.

      • Aristoteles (384-324 v. Chr.) unterschied bereits zwischen Gerechtigkeit der Quantität und der Qualität. Erstere gilt etwa bei einer Parlamentswahl (jede Stimme ist gleich), letztere beispielsweise im Sport (der Erste ist der Beste). Die Linke will das Rad jedoch um über 2500 Jahre zurückdrehen und erstere Gerechtigkeit unterschiedlos in allen Lebensbereichen anwenden, während ausgerechnet bei der Wahl die numerische Gerechtigkeit außer Kraft gesetzt wird, Stichwort privilegiertes Frauenwahlrecht („Parität“).

        Was Erbschaften angeht, so muß man bedenken, daß viele Menschen ab einem gewissen Lebensalter mit dem Erreichten zufrieden sind und primär für die Absicherung ihrer eigenen Kinder arbeiten. Würde man ein konfiskatorisches Erbschaftsrecht einführen, beraubte man diese Arbeitnehmer der Motivation und die Wirtschaft der Produktivität. Das Leben einer Familie hört eben nicht mit dem Tod eines Familienangehörigen auf, sondern ist per definitionem und qua natura generationsübergreifend ausgelegt.

        Die regressive Linke besitzt anders als Marx und Engels keine Bildung, kein geschichtliches Verständnis und kein Gefühl für die Bedürfnisse der Menschen mehr. Anders als die Rechte, die ihre Hausaufgaben gemacht hat, und nur noch durch institutionelle Machtausübung von der Diskurshoheit abgehalten werden kann.

      • Bei Parlamentswahlen werden die beiden Formen der Gerechtigkeit kombiniert: Jede Stimme zählt gleich, aber nicht jeder bekommt gleich viele Stimmen, so dass nur manche Mandate und Regierungsmacht gewinnen und andere nicht.

        Die Rechtsradikalen haben doch ihre Hausaufgaben auch nicht gemacht und lassen ebenso jedes geschichtliche Verständnis vermissen.

      • Linke haben noch nie dynastisch gedacht. Viele Politiker haben ja nicht einmal Kinder. ‚Generation Sackgasse‘ sozusagen.

      • Ja, Ausnahmen bestätigen die Regel.

        Wobei ich zu wenig über die Geuking-Partei weiß, um sie als sozialistisch einzustufen. Ist sie das?

      • @Michael Meister
        Lehrer sind es gewohnt, dass sie nur einen einzigen Lebensentwurf kennen. Schon wenn sie nicht an ihr geliebtes allgemeinbildendes Gymnasium dürfen, sondern wie aktuell häufig mit alternativen Schularten (Berufsschulen, Gemeinschaftsschulen, Realschulen) Vorlieb nehmen müssen, ist das Geheule groß und die Welt furchtbar ungerecht. Dass später mal fast alle Studenten in zumindest teilweise fachfremden Berufen arbeiten, ist ihnen selbstverständlich nicht bewusst.

        Dass es an einigen Schularten tatsächlich Lehrermangel gibt, ist in der Tat nicht dem Gehalt zuzuschreiben, das im nationalen und internationalen Vergleich so ziemlich spitze ist, sondern den immer widrigeren Arbeitsbedingungen. Auffällig ist außerdem, dass es immer weniger Männer und immer mehr Teilzeitfrauen gibt. Hiermit dürfte man vermutlich nicht geplant haben. Die Mehrheit der Kollegien sind mittlerweile von Teilzeitkräften besetzt. Das war früher nicht so und ist auch nirgendwo sonst im Arbeitsleben so. Auch das spricht nicht für ein zu geringes Gehalt. Warum es kaum mehr Männer gibt, die sich für diesen Job entscheiden, sollte längst näher untersucht werden. Für unsere Gesellschaft ist eine reine Verweiblichung der Erziehung jedenfalls nicht gut.

      • Wem erzählen Sie das … ich bin selbst ein „DLK“ (Doppel-Lehrer-Kind) und kenne dieses weltfremde Gejaule aus meinem Elternhaus zur Genüge.

      • Dann habe ich ja Glück, dass ich in meinem „Lehrerumfeld“ schon mal den Begriff „Schmerzensgeld“ zu hören bekommen habe. Nicht alle Lehrer sind weltfremd und nicht alle Kinder lassen sich davon beeinflussen. Manch offener Geist merkt nach einigen Jahren tatsächlich, wie gut und wie wenig Sorgen man als Teil einer Lehrerfamilie hatte.

      • Es ist vor allem Jammern auf ziemlich hohem Niveau. Wirklich sozial Schwache kennen Lehrer i.d.R. nur vom Hörensagen. Und was den sie antreibenden Sozialneid angeht, orientieren sie sich dabei eben immer nur an Menschen, denen es noch besser geht.

        Irgendwie fände ich es ganz gut, wenn Lehrer ein paar Jahre in einem wirklich harten Beruf assistieren müssten, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden. Zum Beispiel als Assistent oder Copilot von Berufskraftfahrern.

    • @Überläufer:
      Für Sozialisten ist es „Gerechtigkeit“, den Fleißigen das Geld abzunehmen und es an ihre Genossen zu verteilen. Es geht um Gleichheit, egal wie, selbst wenn alle am Schluss gleich arm sind.

      Konservative halten sich an die Definition für Gerechtigkeit von Thomas von Aquin: Suum cuique (Jedem das Seine). Gleich sind wir nur vor dem Gesetz und vor Gott.

      • Ihr Denkfehler: Fleiß ist nicht die Voraussetzung für Geldvermögen. Schauen Sie sich die wirklich Reichen an (nicht die Bruttoeinkommen von 100.000 für 4-köpfige Familie). Vielleicht kommen Sie dann drauf, welche hervorstechende Eigenschaft diesen Personenkreis auszeichnet. Fleiß ist es meist nicht

      • Die Oberschicht hat ihr eigenes Wertesystem, in dem Fleiß nicht an erster Stelle steht. Deutschland ist aber nicht wegen seiner relativ kleinen Oberschicht so wohlhabend, sondern wegen seiner breiten Mittelschicht, für die Fleiß, Leistung, Sparen etc. wichtig sind.

      • @ danielsodenkamp:
        Sie bedienen den Neidkomplex! Natürlich gibt es auch Leute, die durch Cleverness, z. Bsp. an der Börse, oder durch Erbschaft, Heirat oder Lottogewinn reich geworden sind. Solange die Herkunft des Geldes legal ist, hat das niemand etwas anzugehen.

        Ich stimme Ihnen jedoch zu, dass es sehr viele Global Player gibt, die mit allerlei Steuervermeidungstricks, teilweise weniger Steuern zahlen, als ein kleiner Handwerksbetrieb. Solche „Schlupflöcher“ zu schließen, haben bisher weder linke, noch bürgerliche Regierungen geschafft, die EU erst recht nicht.

      • Die EU hat doch viele solcher Schlupflöcher erst geschaffen. Darauf beruht z. B. das Geschäftsmodell von Luxemburg und teilweise auch Irland.

      • Inwiefern ist das Erben eine Leistung von Fleißigen? Wenn die Menschen bei Toennies 12 Stunden Schichten schieben ist es schon zynisch von Faulheit zu sprechen und es hilft auch nicht mit Latein rumzuschwurbeln.

      • Niemand wird gezwungen, bei Tönnies zu arbeiten. Dass die Menschen, die es trotzdem tun, zu den Fleißgen zählen, steht außer Frage. Aber wo steht geschrieben, dass Fleiß alleine zwingend zu märchenhaften Reichtümern führt? Grotesk ist doch viel mehr, dass andere Menschen (vor allem solche, „die noch nicht so lange hier leben“) dasselbe und noch mehr für süßes Nichtstun bezahlt bekommen, weil ihnen die Sozialindustrie dabei hilft, ihre Antragsformulare entsprechend auszufüllen.

      • Du wirst gezwungen zu arbeiten. Wenn du länger als 1 Jahr arbeitskos bist, steht dir kein Mindestlohn mehr zu. Wenn du Arbeit ablehnst wiurd dein HartzIV schrittweise gekürzt auf bis 100%,

      • Weißt Du, als Unternehmer habe ich noch nie einen „MIndestlohn“ erhalten, musste aber immer dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter ihre Gehälter pünktlich erhalten und die Pflichtversicherungen und Steuern für die Mitarbeiter ebenfalls pünktlich entrichtet werden. Und einen Automatismus für eine gesicherte Auftragslage gibt es ebensowenig wie eine Staatsbürgschaft gegen Zahlungsausfälle. Das ist die Realität da draußen in der Freien Wildbahn, Frau Lehrerin!

      • Was verdienst du denn so als Unternehmer? Das wird vermutlich deutlich mehr sein als Mindestlohn. Dazu dann noch die Freiheit, weil du dir die schöneren Aufträge aussuchen kannst. Erwarte jetzt kein Mitleid von mir.

      • Herrn Meister geht es nicht so schlecht. Aber nicht jeder Unternehmer ist Millionär und die meisten verdienen weniger, als sie bei gleichem Einsatz abhängig beschäftigt verdienen könnten, viele kommen nicht einmal auf den Mindestlohn pro Stunde bei hohem Stundeneinsatz.

      • Es wird vor allem immer schwieriger, überhaupt ein Unternehmen zu gründen und die Schikanen werden von Jahr zu Jahr mehr. Vom (m.E. völlig ungerechtfertigten) Sozialneid und der ewigen Stigmatisierung als potentieller Steuerhinterzieher/Krimineller in der Gesellschaft (besonders in Deutschland) ganz abgesehen. Welche Vorurteile Unternehmern gegenüber bestehen, lässt sich an den Beiträgen der „Überläufer“(in) besonders gut ablesen.

      • Da gibt es auch noch die Scheinselbstständigen bei den Paketdiensten. Das müsste man sich genauer ansehen, wie viele ds betrifft. Es gibt auch in anderen Branchen Scheinselbstständige. Ich muss mir bei gelegenheit das mal näher ansehen, wenn ich wieder mehr Kraft habe.

      • @Überläufer

        Dass Amazon nicht nur keine Steuern im Zielland bezahlt und den stationären Einzelhandel ruiniert, stört die Protagonisten des „Sozialstaats“ ebensowenig wie die prekären Verhältnisse für Paketdienstfahrer und Lkw-Fahrer (https://www.focus.de/finanzen/karriere/zehntausende-fahrer-fehlen-miese-loehne-sklavendienste-ruepel-image-warum-niemand-mehr-lkw-fahren-will_id_9335484.html). Hauptsache die Artikel des Blödkonsums werden Euch immer schön an die Wohnungstür geliefert.

        Wusstest Du, dass …

        …. alleine in Deutschland zum 01.01.2020 3,3 Mio. Lkw zugelassen zugelassen waren?
        (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6961/umfrage/anzahl-der-lkw-in-deutschland/)
        Du kannst davon ausgehen, dass zu jedem Lkw mindestens ein Berufskraftfahrer gehört, zu den größeren Lkw aber meist mehrere Fahrer, da die Fahrzeuge möglichst rund um die Uhr rollen müssen, um für das Transportunternehmen wirtschaftlich rentabel zu sein.

        … viele der Lkw auf deutschen Straßen aber wegen der hohen Lkw-Besteuerung gar nicht in Deutschland zugelassen sind, sondern ausgeflaggt? Insbesondere große Speditionen gründen lieber Filialen im EU-Ausland und lassen dort den Großteil ihrer Lkw zu, da sie anders im Wettbewerb nicht bestehen könnten.

        … es in Deutschland 21,5 Millionen Lkw-Fahrerlaubnisse gibt? (https://de.statista.com/themen/735/lastkraftwagen-lkw/#dossierSummary__chapter3)

        Wie Du siehst, sind sehr, sehr viele Menschen (von denen Du als Lehrerin wahrscheinlich kaum jemanden kennst) damit beschäftigt, Dir Deine Lebensmittel in den Supermarkt und Deine Bestellungen an die Haustür zu bringen. Die meisten von ihnen sind Kleinstunternehmer in sehr prekären Verhältnissen. Von Deiner sozialen Absicherung können die nicht einmal träumen, da sie dafür gar keine Zeit haben. Diese Menschen haben nämlich alle mindestens einen 12-Stunden-Tag, und das an sechs oder sieben Tagen je Woche. Für Unternehmer gibt es keine Gewerkschaft und keine Arbeitsschützer usw..

        Aber das lässt die von ihnen servicierten Konsumsozialisten natürlich völlig kalt, da sie darüber gar nichts wissen. Es sind die unsichtbaren fleißigen Heinzelmännchen wie Steuern zahlende Lkw-Fahrer, Kurierfahrer, Paketdienste, Regaleinräumer in den Supermärkten, Großmarktarbeiter, Lageristen, Zeitungsausträger, usw., usf., die den Laden für Euch am Laufen halten, während Ihr gerade ins Bett geht, um Eueren Rotweinrausch auszuschlafen. „Geflüchtete“ leisten dazu übrigens auch keinen Beitrag. Schon eher Steuern und für Eueren tollen „Sozialstaat“ Abgaben bezahlende Gastarbeiter aus Osteuropa.

      • Was sollen diese Pauschalisierungen? Was unterstellst du mir? Ich habe doch vorher von den Scheinselbstständigen gesprochen und natürlich sind die ein Problem.

      • @Überläufer
        Ich unterstelle Dir persönlich gar nichts. Ich kenne Dich ja gar nicht. Ich wollte es nur anschaulicher machen.

        Und die „Scheinselbständigen“, wie Du Sie so herablassend bezeichnest, sind kein Problem, sondern der verfettete Feudalisten-„Sozialstaat“ ist DAS Problem. Aber der wird ja zum Glück bald an seiner Unbezahlbarkeit zu Grunde gehen und dann haben sich die auch in Deutschland weit verbreiteten neomarxistischen Utopien endlich ausgeträumt.

      • Neomarxistisch findest du das hier? Dir ist schonm klar, dass nach dem marxismus es keine Klassen mehr gibt, aber hier in unsere Gesellschaft sind wir eben doch gepalten in arm und reich und das wurde in den letzten jahren mehr. Schau dir doch mal die Entwicklumg des Ginikoeffizients ab den 1990ern.

      • Der Aufruf zum Klassenkampf ist doch das Axiom aller Marxisten!

        Und was den Gini-Koeffizienten angeht, erkläre uns bitte mal worauf „ideale“ Gleichverteilung fußen soll? Das ist blanker marxistischer Unsinn.
        Und dann schau Dir doch erst einmal an, wo der Gini-Koeffizient am höchsten ist und wo am niedrigsten: https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient#/media/Datei:2014_Gini_Index_World_Map,_income_inequality_distribution_by_country_per_World_Bank.svg
        Wo ist das Problem?
        Geht es den Menschen in Kolumbien, Bolivien oder Subsahara-Afrika tatsächlich besser als in Mitteleuropa, USA und Japan? Materiell sicher nicht. Aber vielleicht haben sie (auch deshalb) mehr Sex. 😂😂😂

      • Vergleiche doch mal die europäischen Länder und den Gini fürs Vermögen. Da ist Deutschland hinten. Und da brauchst du auch nicht polemisch werden mit dem Sex.

      • In Russland ist die Vermögensungleichheit viel größer, während in Deutschland z. B. die Renten- und Pensionsansprüche nicht mitzählen und auch von einer von linker Seite geplanten Vermögensteuer nicht erfasst würden. Wer selbst fürs Alter vorsorgen muss, scheint aber nur reicher als diejenigen (einschließlich mir), deren Altersversorgung vom Staat garantiert wird.

      • In anderen Ländern gibt es oft eine andere Vermögensstruktur, z. B. mehr Hausbesitz oder mehr private Vorsorge fürs Alter. Außerdem hat die DDR kaum die Bildung größerer Vermögen zugelassen (außer für die SED), was seit der Wiedervereinigung nachwirkt.

      • Was ist denn daran polemisch? Das war nur ein ironischer Hinweis auf Tatsachen.
        Auch beim Gini-Index für Vermögen sieht es so aus, dass sozialistische Staaten schlechter abschneiden als solche die Du als „nicht sozial“ bezeichnest. Von Ländern der Dritten Welt einmal ganz abgesehen. Real existierender Sozialismus sorgt außerdem für Armut auf breiter Front (q.e.d.).

      • Vielen Dank für den interessanten Link.
        Da steht genau, was ich sage:
        1.) Niedrige Wohneigentumsquote führt zu mehr „Ungleichheit“ bei der Vermögensverteilung.
        2.) Mehr „Sozialstaat“ für zu mehr Ungleichheit, da er gerade niedrigeren Einkommen keine Luft zum Sparen bzw. zur Vermögensbildung lässt.
        Der Marxismus und der so genannte „Sozialstaat“ führen also nicht zu mehr „Gerechtigkeit“ oder zur Überwindung der bösen, bösen „Klassengesellschaft“, sondern bestenfalls zu Armut für alle.

        Ist es in Deinen Augen denn erstrebenswert, dass alle gleich arm sind, auch wenn das bedeutet, dass sie dann noch weniger haben als die „Armen“ im bösen, bösen Kapitalismus?
        Wenn ja, warum ziehst Du dann nicht nach Nordkorea?

      • Jetzt setzt du wieder mein Bestreben nach Gerechtigkeit mit Nordkorea gleich. Ich kann ganz einfach die Gegenfrage stellen, ob du so leben willst, wie in Ländern wo selbst das Wasser privatisiert wird und sich nicht mehr jeder das alles leisten kann.

        Noch einmal zur Klärung: Ich möchte Demokratie, aber weder der historische Sozialismus noch der aktuelle Kapitalismus sind demokratisch.

        Willst du wirklich in einem Land leben, wo deine Stimme kein Gewicht hat?

        Und was soll das Geschwurbel von bösen bösen Kapitalismus?

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/03/20/die-demokratie-des-sandkastens/

      • @Überläufer

        Du bist also der Meinung, dass die Wasserwirtschaft in Deutschland nicht privatisiert sei?
        Dann solltest Du Dich erst einmal genauer informieren. Warum glaubst, Du haben inzwischen die meisten Städte ihre Infrastrukturbetriebe in Kapitalgesellschaften verwandelt?
        Was glaubst Du, wozu das gut ist?
        Bist Du wirklich so naiv oder tust Du nur so?

        Und was Deine „Stimme in der Demokratie“ angeht … wie viel Gewicht hat die denn?
        Du darfst alle vier bis sechs Jahre (je nach Art der Wahl) ein paar Kreuzchen bei Kandidaten die Du nicht kennst machen und entscheiden, ob der Etatismus für die nächste Legislaturperiode schwar-rot, schwarz-grün oder rot-rot-grün beflaggt sein soll. Das war´s. Die Politik, die dann gemacht wird, unterscheidet sich aber nicht. Tolle Mitsprache. Aber Hauptsache, Meinungsbildner wie Du glauben daran.

      • Natürlich sind die westlichen Länder wie Deutschland und die USA demokratisch. Diese Demokratien sind nicht perfekt, aber besser als anderswo. Außerdem ist Demokratie nicht alles. Die Mehrheit soll nicht alles mit der Minderheit oder auch Einzelpersonen machen dürfen, weshalb die Ergänzung um den liberalen Rechtsstaat nötig ist.

      • @Überläufer
        Zitat aus Deinem Link:
        „… wir müssen bereit sein uns weiter zu vernetzen und dem heutigen Geldadel weitere Formen der Gerechtigkeit abpressen.“

        Erschreckende Worte aus Deiner Feder. Sie lassen mich an Lynchjustiz und „Antifa“ denken, aber gewiss nicht an Freiheit und Demokratie.

      • Die Arbeitnehmerrechte sind immer ein Kampf gewesen. Die Herrschenden wollen ihre Macht nicht teilen. Und was ist an einer Vernetzung so erschreckend? Sollen wir enfach nur die Hände in den Schoß legen?

      • Gäääähn … die üblichen abgedroschenen Marxistensprüche.
        Sie leben geistig offenbar noch im Zeitalter der Dampfmaschinen.

        Nie hatten Arbeitnehmer mehr „Rechte“ als heute. Das geht doch inzwischen längst so weit, dass sich gerade kleinere Unternehmen gar nicht mehr trauen, mehr Beschäftigte als unbedingt notwendig einzustellen, um sich nicht selbst in den Ruin zu treiben.

      • Wenn die Mehrheit eine solche Politik will, ist das durchaus demokratisch. Sie muss dabei nicht einmal systematisch getäuscht werden, sondern kann einfach den eigenen Wohlstand höher gewichten als die von Ihnen angestrebte Gleichheit.

      • Ich strebe keine Gleichheit an. Unterschiede kann es geben. Aber die Unterschiede sind im Moment zu groß und nicht mehr verhältnismäßig.

      • Woran machen Sie es fest, dass die Unterschiede zu groß und nicht verhältnismäßig sind? Der deutsche Staat verteilt schon stark um und die Produktivitätsunterschiede sind z. T. noch viel größer.

      • Sicher sind viele „Topmanager“ hoffnungslos überbezahlt. Vor allem, wenn sie selbst kein unternehmerisches Risiko tragen.

        Aber wie viele Personen im reinen Anstellungsverhältnis (so genannte „Nieten in Nadelstreifen“), die in der von Dir erwähnten Gehaltsliga spielen, gibt es in Deutschland?
        Ein paar Hundert? Fallen die wirklich ins Gewicht?

        Und vor allem: Warum willst Du den Unternehmen, in denen diese Manager beschäftigt sind, einen Gehaltsdeckel vorschreiben? Was soll das?

        Die Unternehmen sind frei in ihrer Entscheidung, wie viel sie ihren teuersten Leuten bezahlen. Wir sind hier zum Glück noch nicht in der reinen Staatswirtschaft (in der es aber auch etliche überbezahlte Manager gibt). Diese Neiddebatte ist doch eine Diskussion um des Kaisers Bart.

      • Sie wollen also privatwirtschaftlichen Unternehmen vorschreiben, wie sie ihr Geld einzusetzen haben?
        Na das sind ja schöne Vorstellungen von einem totalitären Staat, in dem private Unternehmen zwar auf eigenes Risiko wirtschaften aber nicht selbst über ihr Erwirtschaftetes verfügen dürfen sollen.

      • Von welchen Unternehmen sprichst Du denn da?
        Kennst Du überhaupt den Unterschied zwischen Unternehmen und Unternehmern oder wirftst Du einfach alles in einen Topf?

      • Das Risiko wurde doch nicht ausgehebelt, sondern vom Staat noch dadurch vergrößert, dass einzelne, meist sehr große Unternehmen willkürlich von der Regierung unterstützt wurden und andere nicht.

      • Es kann durchaus gerechtfertigt sein, dass Spitzenkräfte viele Millionen verdienen, weil ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg noch höher ist. Allerdings besteht gerade bei Vorstandsmitgliedern die Gefahr, dass sich ihr Einkommen wie das von Politikern ihrer Macht und nicht ihrer wirtschaftlichen Leistung verdankt. Gerade bei Abfindungen kann ein unfähiger Manager mehr verlangen als ein guter, weil sein Weggang wertvoller ist.

      • Sagen wir es so: Wenn eine Abfindung vertraglich gerechtfertigt ist, dann ist das eben so. Punkt. Auch ein ‚Goldener Handschlag‘ zur Entsorgung eines Problemvorstands kann wirtschaftlich durchaus vernünftig sein. Letztlich ist das aber vor allem eine Entscheidung, die die Eigentümer des Unternehmens treffen müssen und nicht irgendwelche außenstehende Dritte.

        Dass es sehr viele überbezahlte ‚Nieten in Nadelstreifen‘ gibt ist zwar tragikomisch, liegt aber ebenfalls ausschließlich im Verantwortungsbereich des Unternehmens und nicht Dritter. Völlig inakzeptabel ist es aber, angeblich „systemrelevante“ Unternehmen in Schieflage auf Steuerzahlers Kosten zu „retten“ und dabei mit dem Geld der Steuerzahler überbezahlte Vorstandsnieten oder andere Versager weiter zu beschäftigen oder mit hohen Abfindungen zu verabschieden. Zur Vermeidung derartiger Fälle sollte es eine gesetzliche Regelung zur Abwendung unnötiger Kosten zu Lasten des Steuerzahlers geben.

      • Der Staat regelt doch auch, wie das mit den Abfindungen ist. So werden vorherige Regeln im Anstellungsvertrag nicht anerkannt (warum eigentlich nicht?) und dürfen Vorstandsmitglieder auch nicht einfach gefeuert werden (warum das eigentlich nicht, solange sie keine vertragliche Vereinbarung dagegen getroffen haben?). Ebenso unternimmt der Staat bzw. die Regierung diese teuren Rettungsmaßnahmen, bei denen auch noch jeder Bonus von einem ansonsten insolventen Unternehmen an die dafür verantwortlichen Manager gezahlt werden muss.

      • Das ist ein planwirtschaftlicher Gedanke, dass jemand (Sie?) zentral bestimmt, was jeder verhältnismäßig zu allen anderen verdienen soll. In einer Marktwirtschaft ergibt sich das Einkommen endogen. Unser Staat besteuert dann Spitzeneinkommen entsprechend höher und unterstützt Bedürftige mit sehr niedrigen Markteinkommen.

      • „Überläufer“(in) will, dass die Steuern so hoch werden, dass netto allen gleich viel bleibt. Das ist echter marxistischer Leistungsanreiz.

      • Das sollten Angebot und Nachfrage regeln und nicht irgedwelche Bürokraten oder Politiker, die von Wirtschaft keine Ahnung haben.

      • Angebot und Nachfrage sind auch nur ein Modell. Es bezieht nichts Soziales und auch nichts Ökologiches ein.

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/06/27/ideologielose-geiseshaltung/
        Welchen genauen Wert hat ein Menschenleben? Wieso verdienen soziale Berufe so schlecht? Was hat es mit Angebot und Nachfrage zu tun, wenn systemrelevante Berufe so schlecht bezahlt werden?

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/04/17/geht-ein-systemrelevanter-zum-anderen-systemrelevanten/

      • Du verstehst es nicht.
        Was Du „ein Modell“ nennst, ist die Realität.

        In sozialen Berufen wird zwar nicht schlecht bezahlt (ein weiteres Indiz dafür, dass Du keine Ahnung davon hast, wie die Realität draußen in der rauhen Welt der Wirklichkeit aussieht), aber auch hier bestimmen letztlich Angebot und Nachfrage den Preis. Es wird ja niemand gezwungen, in einem sozialen Beruf zu arbeiten. Wenn dort tatsächlich soooo wenig bezahlt würde, warum gibt es denn dann immer noch so einen großen Ansturm auf diese Berufe?

      • Bist Du wirklich der Meinung, dass ausgerechnet Lehrer zu schlecht bezahlt werden?
        Ich denke eher, es hat andere Gründe, wenn immer weniger Leute Lehrer werden wollen oder es einen Lehrermangel (oft auch durch organisatorisches Unvermögen der zuständigen Schulämter und Schulen selbst) gibt.

      • Du argumentierst doch immer mit Angebot und Nachfrage. Wenn die Nachfrage nach Lehrern nicht gestillt werden kann, dann ist das Angebot wohl zu schlecht.

      • Das muss nicht unbedingt am Gehalt liegen. Vielleicht sind auch einfach die Arbeitsbedingungen inzwischen zu widrig. Zum Beispiel, weil zu viele Kinder gar nicht beschulbar sind.

      • Es gibt auch Soft Skills, die auf dem Arbeitsmarkt über Angebot und Nachfrage entscheiden. Geld ist nicht alles was zählt. Außer für Sozialisten. Die wollen immer das Geld anderer Leute.

      • Weil es an den Problemen in den Schulen doch nicht das Geringste ändern würde. Lehrer werden im Verhältnis zu ihrem Arbeitsaufwand, ihrer Qualifikation und ihrer vielen Freizeit doch bereits fürstlich bezahlt. Vom Privileg lebenslanger Absicherung ganz zu schweigen.

      • Wenn das so fürstlich ist, wieso wirst du nicht Lehrer? Und woher nimmst du dein Wissen, dass Lehrer nur einen geringen Arbeitsaufwand haben?

      • Da ich selbst ein Doppel-Lehrer-Kind bin und nicht so werden wollte, wie das Umfeld in dem ich aufwachsen durfte, habe ich mich anders entschieden.

      • Das sind doch alles Bereiche, die vom Staat dominiert werden. Das können Sie doch nicht ernsthaft dem Markt bzw. unterdrückter privater Initiative vorwerfen.

      • Mehr Wettbewerb wäre auch in diesen Bereichen auf jeden Fall besser. Das muss nicht heißen, dass es gar keine staatlichen Anbieter mehr gäbe oder der Staat nicht auch für Leistungen von privaten Anbietern zahlen könnte. Staat und Markt sind keine einander ausschließenden Alternativen, sondern sollten sich auf bestmögliche Weise ergänzen.

      • Doch. Lehrer können das. Die können alles und wissen alles. Da ist die ‚Überläuferin‘ kein Einzelfall … 😂

      • Sie sind hier der Gastgeber und dürfen daher alles. 😂

      • Zudem funktionmiert das Modell nur bei elastischen Bedarf, der nicht immer gegeben ist. Ich kann nach einem Studium schlecht einen Beruf wechseln, weil plötzlich der Markt andere Dinge besser bezahlt. Schon nach einer Ausbildung wrd es schwer.

      • Na dann bist Du aber ganz schön unflexibel. Ich bin wahrscheinlich schon etwas älter als Du und kenne dennoch extrem viele Leute, die nach ihrem Studium ein oder mehrmals den Beruf gewechselt haben. Das trifft sicher sogar auf die große Mehrheit der Menschen zu, die ich kenne.

      • Sie meinen ein unelastisches Angebot. Doch natürlich kann man den Beruf wechseln, wenn der Staat das nicht verbietet. Außerdem ist meist über viele Jahre absehbar, für welche Schulfächer mehr Bedarf bestehen wird und für welche weniger etc.

      • Gerade die Nachfrage nach Wasser ist doch extrem elastisch, weil es für so viele verschiedene Dinge verwendet werden kann. In der Wüste kann es im Extremfall mit Gold aufgewogen werden, wenn jemand mit einem Goldschatz zu verdursten droht. Den Rasen sprengt man nur, wenn es hinreichend billig ist. Kostet es gar nichts, kann man auch stets den Wasserhahn laufen lassen.

      • Dass man in der Wüste Wasser mit Gold aufwiegt, dann siehst du doch, dass du immer Wasser brauchst. Natürlich wenn es teuer ist, versuchst du weniger zu verbrauchen, aber es geht ebn nur zu einen bestimmten punkt.

      • Es gibt viele Dinge, die wir zum Leben brauchen. Die Nachfrage nach Wasser wäre aber nur dann unelastisch, wenn wir eine bestimmte Menge ganz dringend brauchen würden und keinen weiteren Tropfen. Genau das Gegenteil ist der Fall, entsprechend elastisch ist die Nachfrage.

      • Genau deshalb gehört die Wasserversorgung zu den wenigen elementarebn Dingen, die nicht privatisiert werden sollten. Gerade sozialistische Bürgermeister betreiben aber genau das Gegenteil.

      • Man verdient am Markt so viel, wie andere einem freiwillig zu geben bereit sind. Dabei haben die anderen in der Regel nichts zu verschenken, sondern zahlen, solange das ihren Nutzen bzw. als Unternehmen ihren Gewinn mehrt. Für staatliche Zahlungen gilt diese Logik nicht unbedingt, weshalb sich die Gehälter dort an der Privatwirtschaft orientieren sollten statt umgekehrt.

      • Wer legt fest, was verhältnismäßig ist und was nicht?
        Marxisten wie Sie?

      • Unser Rentensystem wirkt in beide Richtungen. Durch die Rentenbeiträge bleibt weniger zum Sparen übrigen, es muss aber auch weniger privat gespart werden, weil es später die gesetzliche Rente gibt. Die scheinbare Vermögensungleichheit entsteht dadurch, dass Selbständige etc. eben doch selbst sparen müssen (bzw. dürfen). Bei gleichem Einkommen sowohl im Arbeitsleben als auch im Alter bauen die einen also eine Vermögensposition auf und wieder ab, die anderen nicht.

      • Kann man so sehen. Vorausgesetzt, es kommt nichts „unerwartet“ dazwischen, wie der Zusammenbruch des Rentensystems oder der Absturz von Immobilienpreisen usw..

      • Das Rentensystem hat u. a. zwei Weltkriege überstanden (dessen Kapitaldeckung allerdings nicht), also nach Risikogesichtspunkten ist nur meine Beamtenpension noch sicherer.

      • Auch Ihre Beamtenpension ist vor nichts mehr sicher, wenn die Kompetenzbolzenregierung von Frau Merkel noch einmal vier, acht oder vielleicht noch mehr Jahre weiter regiert.

      • Gleichheit ist nicht gleich Gerechtigkeit und absolute Armut ist der normale Zustand für die meisten Menschen über den größten der Geschichte gewesen. Insbesondere durch Marktwirtschaft und mit ihr verbundenen technischen Fortschritt hat sich das geändert.

      • Das ist richtig, aber die Armut wächst gerade wieder. Und der Staat sollte dagegen steuern.

        Im Moment besitzt die arme Hälfte in Deutschland nur 2,3% des Gesamtvermögens. Das reichste Prozent beseitzt etwa 1/3. Das ist nicht mehr verhältnismäßig.

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/04/19/gefesselte-gerechtigkeit-und-winziges-wirtschaftswachstum/

        Und nein es ist kein Neid. Auch relative Armut hat seine negativen Folgen.

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/04/09/verheizt-fur-irrlichter/

      • Jemand z. B. ohne Schulabschluss oder sogar Deutschkenntnisse muss erst einmal so produktiv sein wie der Mindestlohn. Bei Familie reicht auch dieser nicht. So müssen in München z. T. selbst Polizisten Sozialleistungen beantragen.

      • Er kann ja auch woanders hinziehen, wo die Mieten billiger sind. Nicht nur in den neuen Bundesländern stehen sehr viele Häuser und Wohnungen leer.

        Es ist nun mal so, dass Angebot und Nachfrage den (echten) Marktpreis bestimmen. Außer in der marxistischen Wolkenkuckucksheim-Planwirtschaft natürlich.

      • Schade, dass da wo die Mieten billiger sind eben auch weniger Arbeit gibt. Du machst es dir zu leicht. Es hat schon einen Grund, wieso die Mieten da so billig sind.

      • Natürlich hat das einen Grund. So funktioniert Marktwirtschaft nun mal.
        Aber Du kannst ja planwirtschaftlich unproduktive Arbeitsplätze dort ansiedeln.
        Wie wäre es zum Beispiel mit Sand hin und her schaufeln?

      • Und was wäre der Sinn dahinter? Es geht einfach darum, dass Menschen leben müssen. Oder ist das menschenleben auch nur ne Ware`?

      • Der Sinn dahinter wäre zumindest, dass sie sehen, dass man sich Leistungen erarbeiten muss. Ich hätte nichts dagegen, wenn es Sozialleistungen (mit Ausnahme wirklich schwer Kranker und Gebrechlicher) nur gegen eine zu erbringende Gegenleistung gibt.

      • Richtig, das hat einen Grund, der selbst wieder in Angebot und Nachfrage begründet liegt. Zwischen Löhnen und Mieten gibt es einen Zusammenhang (und zwar meist auch in dieser Richtung: Verdichtung steigert die Produktivität und damit die Löhne, wodurch die Mieten steigen, bis sich ein Gleichgewicht einstellt), nur die staatlichen Maßnahmen passen nicht dazu (flächendeckender Mindestlohn bedeutet, dass er in München viel zu niedrig ist und in einem Dorf in Brandenburg zu hoch).

      • Genau so verhält es sich mit den beitragsfrei geschenkten Renten für Bürger der Ex-DDR, die zudem im Durchschnitt nicht nur absolut deutlich höher sind als in den Alten Bundesländern, sondern in realer Kaufkraft gemessen mindestens doppelt so hoch als in Hamburg oder München. Auch das ist eine Folge von „Gleichheit“ wie sie sich Sozialisten vorstellen.

      • Er bekommt doch Sozialleistungen, z. B. Mietzuschüsse. Das zeigt nur, dass das Konzept von flächendeckend gleichen Mindestlöhnen (oder auch Löhnen im öffentlichen Dienst) nicht sinnvoll ist angesichts unterschiedlicher Lebenshaltungskosten, insbesondere Mieten. In Manhattan ist man selbst mit einem Jahreseinkommen von 100.000 Dollar bedürftig.

      • Aber, aber … Herr Dilger. Das ist doch inhuman und menschenverachtend. Die gebratenen Tauben müssen in Armreichweite am Himmel fliegen und Milch und Honig für alle in den Bächen fließen. Wie einst in der Ur-DDR. Oder habe ich da jetzt etwas verwechselt? 😉

      • Ja, aber diese Mietzuschüsse sind eine Subvention für die Wirtschaft, die an Löhnen spart. Was ist eigentlich so verwerflich an meiner Idee, dass man von seiner Arbeit leben können muss?

      • Wenn ein Polizist Mietzuschüsse erhält, subventioniert der Staat doch nicht die Wirtschaft, sondern quasi sich selbst.

        In der Regel können die Menschen doch von ihrer eigenen Arbeit leben, aber nicht an jedem Ort und beliebig gut sowie mit ganz vielen bedürftigen Angehörigen. Wenn Sie einen bestimmten Lebensstandard für alle garantieren wollen, dann geht das eben nur mit staatlichen Eingriffen. Auch das ist nicht verwerflich, aber dann dürfen Sie nicht zugleich auf den Markt oder sogar einzelne Arbeitgeber schimpfen, die das eben nicht leisten (können).

      • @Überläufer

        So ein Humbug!

        Wenn die „Armutsgrenze“ so definiert wird, wie sie definiert ist, werden immer etwa 20 bis 30% unter der „Armutsgrenze“ leben. Diese ist nämlich ein relativer Wert im Verhältnis zum Durchschnitt der Einkommen und hat so gut wie gar nichts mit den tatsächlichen Kosten für das, was man elementar zum Leben braucht zu tun. Die „Armutsgrenze“ in Deutschland ist ein künstlich geschaffenes sozialistisches Wohlstands“problem“. Ersonnen von Marxisten, die absolute Gleichverteilung (Funktionärseliten ausgenommen) wollen, und sonst gar nichts.

      • Wenn die unteresten 20% der Bevölkerung gar kein Vermögen haben, dann läuft schon etwas sehr verkehr in diesem Land.

      • Es gibt kein Grundrecht auf Vermögen. In aller Regel muss man es sich hart erarbeiten und vor allem auch gut mit seinem Geld wirtschaften. Wenn Geringverdienern Dinge, die man nicht zum Leben braucht (z.B. Alkohol und Zigaretten, Drogen, Bordellbesuche, teure Schuhe, Karten für die Fußball-Bundesliga, Playstation für die Kinder, Autos über ihren Verhältnissen, usw., usf.) wichtiger sind als Vermögensbildung, dann haben sie eben nie ein nenennswertes Vermögen. So ist das nun mal.

      • Es gibt keine „sichere Altersvorsorge“. Weder für DRV-Gläubige noch für Unternehmer (für die am allerwenigsten) und auch nicht für Beamte. Wenn nichts mehr da ist, da die sozialistische Planwirtschaft alles verteilt hat, dann ist eben nichts mehr da. Das gab es im Übrigen in der Geschichte ihres geliebten Sozialismus schon öfter.

      • Der Mindestlohn reicht gar nicht für eine Altersvorsorge. Du kannst dvon nicht auf Dauer leben und schon gar nicht fürs Alter vorsorgen.

      • Das ist doch schon wieder alles plattes Marxisten-Geschwalle. Jeder abhängig Beschäftigte hat Anspruch auf Aufstockung, wenn seine Rente tatsächlich nicht „reicht“. Wobei es auch wieder eine Frage der Ansprüche ist, wer was als ausreichend empfindet.

      • Und das zahlt die Allgemeinheit. Das wäre dann doch wieder Umverteilung nur mit dem Beigeschmack, dass es sich um Almosen handelt. Dann mache du mir doch mal eine Planung, wie du mit dem Mindestlohn konkret für deine Altersvorsorge beitragen willst.

      • Das verstehe ich nicjt. Wo ist das Problem, dass ich es für eine Umbverteilung halte, dass es Mindestrente gibt, die gleichzeitig schlechte Arbeitsbedingungen subventioniert? Es macht die Menschen unfrei und unmündig.

      • Für Deine Generation (auch für meine) wird es sowieso keine Rente nach heutigen Maßstäben mehr geben. Wer soll die denn bezahlen? Etwa die Kinder, die ihr heute schon nicht mehr beschulen könnt, da sie nicht einmal unsere Sprache verstehen? Also zerbrich Dir doch über solche marxistischen Phantomdiskussionen nicht den Kopf.

      • Das Rentenkonzept mus überarbeitet werden. Trotzdem gilt, dass im Alter niemand verhungern darf. Wir brauchen also ein solidarisches Konzept, in denen nicht die sterben, die zu wenig Geld haben.

      • In Deutschland verhungert schon niemand. Jedenfalls nicht, so lange es noch böse, böse Kapitalisten und Leistungsträger gibt, die Steuern und Abgaben bezahlen. Wenn die Marxisten aber auch die letzten von ihnen aus dem Land getrieben haben, wird sich das natürlich ändern.

      • Na dann mach doch mal einen Vorschlag. Oder hast Du keine Idee?

      • Du hast den Begriff Leistung eingeworfen und dann solltest du ihn auch erkären können. Ich argumentiere lieber mit Bedürfnissen und nicht mit Leistung. Weil auch ein Mensch, der nich leisten kann, darf nicht zum Sterben ausgesetzt werden.

      • Hast Du keinen Duden?

        In Mittel- und Westeuropa muss niemand an Hunger sterben. Im Sozialismus hingegen schon. Merkst Du was?

      • Es geht darum, dass Leistung nicht so leicht zu definieren ist und weichst mir lieber aus.

        Es gibt auch kapitalistische Staaten, in denen Menschen verhungern.

      • In marktwirtschaftlichen Systemen gab es außerhalb von Kriegszeiten keine Hungersnöte mit Massensterben. Aktuell gibt es überhaupt keine liberale Demokratie, in der jemand aus Armut verhungert (im Gegensatz zu Magersucht oder schlecher Pflege). Dagegen hat allein der „Große Sprung nach vorn“ von Mao eine achtstellige Zahl an Menschenleben gekosten (schätzungsweise 40 Millionen Chinesen sind dabei verhungert oder direkt ermordet worden).

      • Das ist doch eine Phantomdiskussion, die Du hier vom Zaun zu brechen versuchst. Sozialismus hat den Menschen nie genutzt. Nenne mir doch auch nur ein einziges Beispiel eines Landes, in dem der Sozialismus tatsächlich nachhaltig (also über einen langen Zeitraum) zu besseren Lebensbedingungen für den größten Teil der Bevölkerung geführt hat.

      • Wenn China noch sozialistisch ist, dann führt der Sozialismus seit dem Tod von Mao zu deutlich besseren Lebensbedingungen. Das liegt aber vor allem daran, dass diese davor insbesondere von Mao so stark verschlechtert wurden. Im Grunde holt China nur nach, was es davor verloren hat. Außerdem ist ein autoritäres System besser als ein totalitäres, zeigen sich also auch in China die Vorteile zunehmender Freiheit, selbst wenn diese für unsere Verhältnisse noch immer sehr gering ist.

      • @Alexander Dilger
        „Wenn China noch sozialistisch ist, …“

        Womit Sie in erster Linie die Frage aufwerfen, ob der gelenkte Kapitalismus in China sozialistisch ist oder nicht. Immerhin gibt es in China 389 Milliardärsdarsteller https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Zahl+der+Milliard%C3%A4re+nach+L%C3%A4ndern (die mitunter allerdings auch von heute auf morgen verschwinden https://www.arte.tv/de/videos/083456-000-A/china-milliardaere-verschwinden-einfach/), was für ein sozialistisches Land doch eher ungewöhnlich ist.

      • Die Elite hat im Sozialismus doch schon immer viel besser gelebt als das gemeine Volk. Früher hat sie nur direkt auf die Milliarden des Staates zugegriffen, jetzt gibt es nominell Sondervermögen und damit Milliardäre, deren Vermögen aber nicht wirklich privat ist, sondern sofort an den Staat zurückfällt, wenn die Betreffenden in Ungnade fallen.

      • Also was ist China?
        Sozialismus oder gelenkter Kapitalismus?

      • Worum handelt es sich dann?
        Volkskapitalismus?
        Mir fällt dafür einfach kein passender Begriff ein …

      • China ist wohl besser aus seiner eigenen langen Geschichte heraus zu verstehen. Es war nie liberal oder demokratisch, sondern immer autoritär mit wenig Rücksicht auf einzelne Untertanen. Für reinen Zentralismus war es aber auch stets zu groß, so dass Machtausübung auf untere Funktionäre und Eliten übertragen werden musste. Daran hat sich nicht so viel geändert. Viele Chinesen sind auch sehr geschäftstüchtig, legen sich dabei aber nicht mit den staatlichen Autoritäten an.

      • Ich strebe ja gar nicht den Sozialismus an. Ich möchte nur mehr Gerechtigkeit. Allerdings kommen wir nicht weiter, weil wir keine Definition haben, was Leistung ist.

      • Wir haben kein gemeinsames Verständnis von Gerechtigkeit, die gerade nicht gleiche Ergebnisse impliziert. Leistung ist in einer Marktwirtschaft keine objektive Größe, sondern bemisst sich danach, was andere ihnen freiwillig zu geben bereit sind.

      • Es ist doch auch keine sinnvolle Funktion eines Mindestlohns, zum Vermögensaufbau beizutragen. Sie könnten eher hinterfragen, dass für Hartz IV und andere Sozialleistungen das Vermögen angerechnet wird. Ohne Anrechnung käme es allerdings dazu, dass Bezieher kleiner Einkommen Steuern für Sozialtransfers an Millionäre zahlen müssen.

      • Auch Millionäre sind nur Menschen. Warum sollten sie schlechter gestellt werden als andere? Das ist inhuman und menschenverachtend!

      • Es ist keineswegs inhuman und menschenverachtend, dass jeder erst einmal für sich selbst sorgen soll, sei es durch Arbeit oder auch eigenes Vermögen. Dagegen ist es nicht sozial, dass Bezieher kleiner Arbeitseinkommen noch dafür zusätzlich besteuert werden sollen, dass Millionäre Sozialtransfers wie Hartz IV oder ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen (und zwar netto, wenn sie selbst keine Steuern zahlen).

      • Ich denke, Sie haben schon auch so verstanden, dass ich da völlig auf Ihrer Schiene bin. Ein solches Grundeinkommen darf selbstverständlich nicht höher sein als der Einkommensteuerfreibetrag. Alles andere befördert nur die Bürokratie.

      • Guter Punkt. Aber wir könnten doch einfach den Freibetrag erhöhen. Wenn du nur 150€ pro Lebensjahr behalten darfst, ist das schon sehr wenig.

      • Das halte ich auch nicht für sinnvoll, zumal andere Formen der Alterssicherung (wie die gesetzliche Rente) ganz anders behandelt werden.

      • Bereits erworbenes Vermögen sollte grundsätzlich nicht angetastet bzw. angerechnet werden.

      • Nein, das würde man rein statistisch so erwarten. Danach gäbe es sogar noch mehr Leute mit negativem Vermögen. Wer wirklich arm ist, bekommt jedoch meistens keinen Kredit, während es durchaus Menschen mit negativem Vermögen gibt, denen es meist gar nicht so schlecht geht.

      • Dem Marxismus geht es doch vor allem um Klassen und Klassenkampf. Erst an dessen Ende steht die klassenlose Gesellschaft, nachdem jeder, der der Diktatur nicht passt, umgebracht wurde. In unserer freien und demokratischen Gesellschaft gibt es viele Unterschiede, nicht nur solche im Einkommen und Vermögen, die bei genauer Betrachtung viel kleiner sind als in ehemals oder offiziell immer noch sozialistischen Staaten.

      • Dass du mein Bestreben nach mehr Gerechtigkeit mit dem historischen Sozialismus gleichsetzt, ist schon üble Nachrede. Ich behaupte ja auch nicht, dass Kapitalismus in Reinform zu der industriellen Revolution zu Tod durch Ausbeutung geführt hat.

        Was ich anstrebe, ist, dass einfach die begrenzten Güter gerechter verteilt werden. Es kann nicht gut sein, wenn 82% des globalen Vermögenswachstums an das Reichste Prozent geht.

        https://uberlaufer.wordpress.com/2020/03/20/die-demokratie-des-sandkastens/

      • Sie haben doch mit Marxismus argumentiert, bei dem es kein arm und reich mehr gäbe. Doch Ihr Streben nach perfekter Gleichheit führt nicht zu Gerechtigkeit, sondern zu mehr Armut und Gewalt. Zu große Ungleichheit kann ebenfalls zu Problemen führen, aber das gilt insbesondere für die Machtverteilung, die im Staat viel konzentrierter ist als bei Privatpersonen.

      • Es gibt Scheinselbständige, aber auch Gesetze zu deren Schutz. Am wenigsten verdienen echte Unternehmensgründer in den ersten Jahren, da sie sehr lange arbeiten und dabei eigenes Vermögen verlieren (in der bloßen Hoffnung auf spätere Gewinne).

      • @Überläufer

        Das geht Dich nichts an.

        Nur so viel – das Einkommen ist sehr volatil und es gibt auch Jahre, in denen man sehr, sehr viel Geld mitbringen muss. Gerade am Anfang, der jungen Entrepeneuren in Deutschland immer schwerer gemacht wird.

        Soziale Absicherung durch „Vater Staat“ gibt es überhaupt keine.
        Im Gegenteil: Der Unternehmer ist verpflichtet, seine Mitarbeiter sozial abzusichern, sonst wandert er in den Knast.

        Und dann immer das ganze Geschwafel von NichtunternehmerInnen wie Dir über die ach so große Freiheit bei der Auswahl der Aufträge und der allmorgendlichen Entscheidung, ob man überhaupt Lust hat zur Arbeit zu gehen oder sich nicht lieber einen schönen Lenz macht. Also ich stehe schon seit mehr als 35 Jahren jeden Morgen um vier Uhr oder früher auf. Auch am Wochenende. Machst Du das auch oder bist Du da gerade erst ins Bett gegangen?

        Weißt Du, wenn es so leicht wäre Unternehmer zu sein und vor allem über lange Zeit zu bleiben, dann hätten wir viel mehr davon. Tatsächlich aber geht die Zahl der Unternehmer seit der Nachkriegszeit kontinuierlich zurück (in den 1950er Jahren war jeder dritte Erwerbstätige selbständig, heute ist es nicht einmal mehr jeder elfte) und Deutschland hat eine der niedrigsten Selbständigenquoten weltweit (auch in Europa, wo nur Luxemburg und Dänemark noch weniger Selbständige haben http://wko.at/statistik/eu/europa-selbstaendigenquote.pdf).
        Meinst Du wirklich, dass das daran liegt, dass uns Unternehmern die gebratenen Tauben von selbst in den Mund geflogen kommen und sie sich ihre unzähligen Aufträge nur auszusuchen brauchen?

        Übrigens verdienen Selbständige im Durchschnitt deutlich weniger als Angestellte oder gar Beamte wie Du. Und das bei vollem Risiko und null sozialer Absicherung!

        Warum machst Du Dich nicht einfach selbständig, wenn Du glaubst, dass das so einfach ist?
        Unternehmer werden gerade jetzt dringend gebraucht. Denn nach den ganzen unsinnigen Anti-Corona-Maßnahmen werden bald noch mehr von ihnen verschwunden sein. Und dann ist bald niemand mehr da, der Deinen schönen Vollkaskostaat finanziert …

      • Wenn das so ein toller Arbeitgeber ist, dann lohnt sich auch ein Umzug. Ich bin für mein Referendariat auch 450 km umgezogen.

      • Osteuropäische Gastarbeiter nehmen noch viel weitere Wege auf sich, um bei Tönnies zu arbeiten. Für sie ist es bessere und vor allem besser bezahlte Arbeit als in der Heimat, sonst würden sie nicht kommen oder schnell wieder gehen.

      • Aber das rechtfertigt doch nicht seine Methoden. Mit der Logik könnte cih ja auch sagen, dass ich nur gebrauchte Autos stehle und das es nicht so schlimm ist wie wenn ich Neuwagen stehle.

      • Es geht hier nicht nur um Strafnorm, sondern auch um moralische. Nur weil es legal ist, was er tut, ist es moralisch eben nicht einandfrei. Wenn Mord legal wäre, dann wäre es immer noch abzulehnen. Und das gleiche sehe ich bei der Ausbeutung.

      • Mord ist nur in Unrechtsstaaten legal (und auch da nicht jeder Mord). Was Sie für Ausbeutung halten, ist hingegen ein Geschäft zum beiderseitigen Nutzen, welches der Staat gar nicht verbieten, sondern höchstens besser regulieren sollte.

      • In Deutschland wird niemand gezwungen zu arbeiten. Richtig ist, dass es Geld nicht immer ohne Gegenleistung gibt. Wer penetrant jede Arbeit verweigert, muss trotzdem nicht verhungern, sondern wird dann durchaus wieder staatlich unterstützt.

      • Wie sieht eine solche Unterstützung aus, wenn 100% des Geldes gestrichen werden? Wie willst du so deine Miete bezahlen?

      • Die staatliche Unterstützung wird nicht dauerhaft vollständig gestrichen. Die Miete zahlt der Staat auch noch zusätzlich. Bitte denken Sie daran, dass andere für vollständige Arbeitsverweigerer arbeiten müssen und es viele Menschen auf der Welt gibt, denen es trotz schwerer Arbeit viel schlechter geht.

      • Woher hast du das? Nach meinem Kenntnisstand wird 100% gestrichen und da sbeduetet auch die Miete. Natürlich gibt es auch Menschen, den es noch schlechter geht, aber das hilft denen jetzt auch nicht.

      • Bei Tönnies arbeiten vor allem EU-Ausländer, die für deutsche Verhältnisse schlecht bezahlt werden, aber dadurch wohlhabender werden als die meisten ihrer Landsleute. Sie können dann z. B. in der Heimat Häuschen erwerben und vererben.

      • Hast du dir mal die Methoden angesehen, wie dort bezahlt wird? SIe müssen ihre Schutzausrüstung selber bezahlen, indem sie sich diese leihen. Im ersten Monat arbeiten sie komplett für umsonst. Sie müssen sogar noch etwas drauf zahlen. Hast du dir mal die kleinen Quatiere angesehen, wo sie untergebracht werden? Es ist kein Wunder, dass sie dort nicht den Mindestabstand einhalten konnten und Corona sich ausgebreitet hat.

        Und rein ketzerisch gefragt: Wieso muss der Lohn so niedrig sein, dass kein Deutscher sich das mehr leisten kann dort zu arbeiten? Tönnies hat ein Milliardenvermögen. Wo ist das noch verhältnismäßig?

      • Das Coronavirus hat sich nicht in den Unterkünften verbreitet, sondern in den Schlachtbetrieben. Der Staat sollte nicht immer nur neue Regeln erfinden, sondern auch einmal die Einhaltung von sinnvollen bereits bestehenden Regelungen überwachen. Im Übrigen können Sie gerne selbst einen Schlachtbetrieb eröffnen, wenn Sie meinen, das besser zu können und/oder dort leicht Milliarden zu verdienen.

      • Das Problem ist, dass mir Startkapital fehlt. Ich sage ja nicht, dass es einfach ist ein Schlachtbetrieb zu leiten, ich meine nur, dass die Arbeitnehmer besser behanelt werden sollten.

      • Die bessere Behandlung ist aber allgemein zu fordern, nicht als Aufgabe einzelner Unternehmer und Manager, die mit anderen in Konkurrenz stehen. Der Staat sollte also sinnvolle (weder zu strenge noch zu laxe) Gesetze machen und dann auch durchsetzen.

        Wenn Sie übrigens tatsächlich bessere Ideen zur Führung von Schlachthöfen oder auch anderen Unternehmen haben, dann lässt sich das Startkapital dafür auftreiben und im Laufe der Zeit noch deutlich mehren.

      • @Überläufer
        „Hast du dir mal die Methoden angesehen, wie dort bezahlt wird? …“

        Das mag alles noch so grotesk anmuten, aber NIEMAND wird gezwungen bei Tönnies zu arbeiten oder sich in eine vom Betrieb vermittelte Unterkunft zu begeben. Wer die geschilderten Verhältnisse akzeptiert, ohne sie zu hinterfragen oder sich um Alternativen zu kümmern, dem scheint es nichts auszumachen und er wird seine Gründe dafür haben. Gezwungen wird er jedenfalls nicht.

        Warum glauben Sozialisten eigentlich immer, sich in alles einmischen zu müssen und andere Menschen mit ihren Vorstellungen zwangsbeglücken zu müssen? Kannst Du mir das erklären?

      • Lieber „Überläufer“,
        ich habe NICHT geschrieben, dass „das Erben eine Leistung von Fleissigen“ ist und auch nicht angedeutet! Ebenfalls habe ich niemand „Faulheit“ unterstellt, den Arbeitern von Toennies schon gar nicht! Bitte lernen Sie lesen…!

      • „Jedem das Seine“ geht bereits auf Aristoteles zurück und ist die fast schon tautologische Grundform der Gerechtigkeit. Die verschiedenen Gerechtigkeitskonzepte unterscheiden sich darin, was jeweils „das Seine“ ist.

      • Liebe Überläuferin,

        woher kommt die Mär, dass soziale Berufe schlecht bezahlt seien? Was ist für sie ein sozialer Beruf? Sprechen wir jetzt von Pflege und Erziehung? Krankenschwester ist ein Ausbildungsberuf, den man nach 3 Jahren ausübt und welcher bereits in der Ausbildung verhältnismäßig gut vergütet wird. Wollen Sie dies mit einem mehrjährigen Studium vergleichen? Der passende Vergleich ist der Metzger, Bäcker, die Friseurin. Da steht die Krankenschwester ganz vorne. Natürlich gibt es auch den Daimler-Bandarbeiter, der in besseren Jahren mit viel Schichtarbeit netto auf unglaubliche Summen kommt. Nur ist dieser die Regel? Wohl kaum. Die meisten einfacheren Arbeiter in der Industrie krebsen irgendwo in KMU herum, kassieren ein paar Euro mehr als der Mindestlohn und müssen sich in jeder Rezession Sorgen um ihren Job machen. Nicht zuletzt ist es die Automobilindustrie, die als Schlüsselbranche den hohen Lebensstandard in Deutschland erst ermöglicht und von welcher auch ihre Branche lebt. Darüber hinaus zeichnen sich soziale Berufe über eine außerordentliche Jobsicherheit aus, da sie nicht nur nachgefragt sind, sondern häufig auch in den Öffentlichen Dienst fallen und somit gute Arbeitsbedingungen gewährleistet sind. Frag aktuell doch mal in der Gastronomie nach, wie es den dort Tätigen ergeht.

        Speziell zu Dir als angehende Lehrerin: Ich habe viele Freunde und Familie in diesem Metier. Du wirst damit abhängig vom Bundesland und abhängig von der Schulart (Primarstufe oder Sekundarstufe) nach Deinem Referendariat mit A13 (Gymnasium, berufliche Schulen. Realschule, Gemeinschaftsschule in meinem BL) anfangen. Das sind in meinem BL momentan 3467,79€ netto als Single in Steuerklasse I und ohne Kirchensteuer. Selbst nach Abzug der PKV ist man da irgendwo im Bereich 3200-3250€. Solltest Du sogar bereits verheiratet und Mutter eines Kindes sein, dann steigt der Satz bereits auf 3630,43€ an. Selbst ohne Aufstieg (Oberstudienrätin ist dann doch noch recht häufig) kommst Du im Alter vor der Pension mit 2 Kindern und Ehepartner auf netto 4297,02€, wobei man davon noch PKV bezahlen muss.

        Das sind Werte, die in der freien Wirtschaft in der breiten Masse fast utopisch (wenige Großunternehmen mögen das für sehr qualifiziertes Personal bezahlen) sind. Ganz zu schweigen von der Arbeitsplatzsicherheit und der überaus üppigen Pension. So viele Manager gibt es leider nicht, der Regelfall ist, dass man einfacher Angestellter bleibt oder lediglich eine geringe Führungsverantwortung für wenige Personen übernimmt. Ich kann Dir versichern, die meisten Lehrer wären in der freien Wirtschaft nicht Manager geworden, auch wenn sie wie selbstverständlich immer davon ausgehen.

        Ich würde Dir also etwas Dankbarkeit denjenigen gegenüber empfehlen, die Dir ein angenehmes und sorgenfreies Leben ermöglichen werden, weil sie u.a. in der Industrie (noch) mit ihrer außerordentlichen Wertschöpfung einen immer stärker um sich greifenden Staat ermöglichen.

        Es gibt offizielle Statistiken der DRV und der Finanzämter. Da kann man sehr genau nachschauen, was für Gehälter/Einkommen üblich sind. Dann muss man nicht weiter unsachliche Aussagen bemühen.

    • Komplett Off-Topic, aber kann man sich nicht einigen, wie man sich hier anspricht? Wir haben einen Mix aus „Sie, „Du“ und „du“, was beim Lesen etwas verwirrt.

      • Der Standard in diesem Blog ist, wie unter Erwachsenen in Deutschland üblich, das Siezen. Wenn manche sich nicht daran halten, geht die Welt aber auch nicht unter.

      • @Josef Fischer

        Ich halte das „Sie“ unter Fremden, die sich nicht persönlich kennen, auch für geboten. Wenn mich jemand aber hartnäckig ungefragt duzt wie „Überläufer“ oder bereits früher „Stefan König“, dann gehe ich auch irgendwann zum „Du“ über.

      • Ich bin sonst auch ein Anhänger von Tit for Tat, aber in solchen Fällen halte ich es für besser, konsequent beim Sie zu bleiben.

      • An Ihrer Stelle – als Inhaber des Blogs – würde ich das auch so handhaben.

      • Ich verliere leider den Überblick bei der obigen Diskussion. Zwei Kernargumente scheinen mir aber zu fehlen:
        1. Das Vermögen in Deutschland, egal ob ungleich verteilt oder nicht, führt oft zu gut bezahlten Arbeitsplätzen. Wenn jemand 100 Millionen Euro besitzt, bedeutet das ja nicht, dass er 100 Mio. Cash hat und davon jeden Abend gut essen geht. Vielmehr ist das Vermögen in Fabriken etc. gebunden und dient der Volkswirtschaft.
        2. Es ist schlichtweg nicht sinnvoll, jedem Bundesbürger einfach einen Betrag X zu überweisen, der dem aktuellen Durchschnittseinkommen o.ä, entspricht. Warum sollte irgendjemand da noch die Arbeiten ausführen, die man vielleicht nicht so gerne macht, die aber notwendig für die Gemeinschaft sind (z.B. Müllabfuhr)?

      • @Josef Fischer

        zu 1.) volle Zustimmung!

        zu 2.) um mehr zu verdienen und ein besseres Leben führen zu können als nur vom Grundeinkommen.

      • 2. Ganz genau, aber das geht dann halt auch nur, wenn man mehr verdienen kann als andere. Im Kommunismus ist das nicht vorgesehen.

      • @Josef Fischer

        Ein solches Grundeinkommen bedingt doch keinen Kommunismus. Zudem jeder oberhalb dieses Grundeinkommens hinzuverdienen können soll, wie und wie viel er will bzw. kann.

        Kommunismus will genau das Gegenteil. Nämlich bedingungslose Gleichschaltung und Knechtschaft für alle. Ein bedingtes oder auch ein bedingungsloses Grundeinkommen ist daher viel liberaler als der Sozialismus und Kommunismus es je gewesen sind und je sein werden.

      • Das hängt von der Höhe des Grundeinkommens ab. Wenn es, wie von Herrn Fischer angenommen, dem Durchschnittseinkommen entspricht, dann haben alle gleich viel und ist Hinzuverdienen faktisch nicht möglich. Sinnvollerweise würde man es deutlich niedriger ansetzen, aber es gäbe schnell einen politischen Überbietungswettbewerb. Rein theoretisch könnte man es doch sogar über das Durchschnittseinkommen erhöhen. Arbeit stiftet nämlich auch Nutzen, der besteuert werden sollte…

      • Ein Grundeinkommen soll – wie die Bezeichnung schon sagt – nur die Grundbedürfnisse sichern und nicht das Niveau der Einkommen einander angleichen. Aber Marxisten verstehen das natürlich anders.

  7. Esken/Stegener geht nicht, wegen der 5% Hürde.
    Die Grünen werden ihre Wähler besser mobilisieren können. Den SPD Kanzlerkandidat jetzt zu nominieren war ein schwerer politischer Fehler,den die SPD Oberen wahrscheinst nicht verstehen werden.

    • Die SPD hat vermutlich den besten Kandidaten, den sie noch hat, zum bestmöglichen Zeitpunkt nominiert, aber es wird natürlich trotzdem nicht zur Kanzlerschaft reichen. Auch Platz 2 beim Stimmanteil und der Verbleib in Regierungsverantwortung sind zumindest fraglich.

      • Ich war schon immer Merzfan,weil er wirtschaftliche und finanzielle Visionen hat und er seine Fachkompetenz in jedem Augenblick den Bürgern empfehlen kann. Wenn er kein Kanzler wird hoffe ich,dass er den entsprechenden Ministerposten bekommt. Ich hoffe, dass die CDU stärkste Partei wird, da müsste ich meine Stimme aber für die Tierschutzpartei opfern.

      • Dann geben Sie Ihre Stimme besser der Tierschutzpartei, die an der 5%-Hürde scheitert, als der CDU, die Frau Merkel zum fünften Mal zur Bundeskanzlerin machen wird, Herr Krebs.

      • Na ja, so groß ist die Fachkompetenz von Herrn Merz auch nicht und in letzter Zeit geht er auf Kuschelkurz mit den Grünen und sogar Frau Merkel. Auch ohne ihn wird die CDU wieder stärkste Partei.

  8. Der Sachverhalt ist doch jetzt: Merkel geht, ist dann also weg. Deutsche lieben und wählen Stabilität (mit Erfahrung gepaart). Beides hat Scholz mehr als „zurecht“ bewiesen. Er wäre zur Wahl dann der „männliche Merkel“ und gut für 20 Prozent plus „x“ für die SPD. Vorausgesetzt die 2RotGrün Fraktionen halten ihre Prozente wäre die Mehrheit demokratisch/rechnerisch gesichert. Und erst recht dann, wenn nicht Söder, sondern der Gutmensch Laschet als Kanzlerkandidat antritt!? Allerdings wäre Regierungsbildung mehr als spannend, bei den doch sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielen für eine Regierungsbildung. Vllt. schafft der neue außenpolitische Sprecher Gysi dann auch noch einen Wumms für seine Partei 🙂

    • Falls sie nicht überraschend stirbt, wird Merkel sich noch einmal „zur Verfügung stellen“. Wetten dagegen werden gerne angenommen.

      • Wenn Merkel es erlebt, werden auch wir es noch erleben.
        Wetten?

    • Wer soll denn noch die SPD wählen? Gemäßigt linke Politik gibt es jetzt von der Union, radikalere von Die Linke und dazwischen liegen noch die Grünen mit besonders vielen Verboten und Warnungen vor dem Weltuntergang. Zu konsequenter Politik für Arbeitnehmer kann sich die SPD auch nicht mehr durchringen und sie erscheint nicht einmal mehr als das Orginal, welches die Leute angeblich lieber wählen als die Kopien.

      • Es gibt noch die Restmilieuwähler, die Gewohnheitswähler, die Pfründewähler, die verpeilten Wähler und die eigenen Parteimitglieder (Überschneidungen möglich). Das reicht unter den Bedingungen des hermetischen deutschen Parteisystems, um den Niedergang zu verlangsamen.

      • Richtig. Die SPD hat keine Zielgruppe mehr. Ihre letzten Wähler sind ihre eigenen Mitglieder (reicht bei durchschnittsgeringer Wahlbeteiligung für 1%) und vielleicht noch die letzten Steinhäger-Trinker. Anschlusszug ins 21. Jahrhundert verpasst.

      • Die Arbeiter wählen jetzt die AfD und die Türken Grün. Da bleibt für die SPD halt nichts mehr übrig.

  9. Saskia Esken, Norbert Walter-Borjans, Olaf Scholz . Dieses SPD-Trio ist an Langeweile kaum zu überbieten.
    Irgendwie wünscht man sich den unsympathischen Martin Schulz und „in die Fresse“ Nahles zurück , die hatten wenigstens einen gewissen Unterhaltungswert und man konnte sich fremdschämen.

    • Für trashige Unterhaltung gibt´s doch RTL, RTL II und Super-RTL Fernsehen. Nicht mal dafür braucht man die „Sozialdemokraten“ noch.

      • Hallo Herr Dilger,
        freue mich sehr über Ihre Antwort. Meinen Beitrag zur SPD finden Sie hier:
        https://lindalevante.wordpress.com/2020/10/18/die-spd-die-asozialste-partei-deutschlands/
        Falls Ihnen mein Beitrag zur SPD gefallen sollte, dürfen Sie ihn auch auf Ihrer Webseite einstellen. Ihr Hinweis, dass man mich nicht finden kann, ist ja ein Ding. Wie verlinke ich den meine Seite? Sie können mir auch gerne schreiben. Meine Mailadresse:
        linda.levante@t-online.de
        Ich würde mich wirklich über eine Antwort freuen.

      • Ja, ich hab’s probiert und anscheinend geschafft. Ich bin Ihnen so Dankbar für Ihren Hinweis, das glauben Sie gar nicht. Feedback ist so wichtig. Sie sind ein Klasse-Professor.

      • Das habe ich mir schon gedacht und Ihre Entscheidung ist auch richtig. Zu dem Zeitpunkt war ich ja noch nicht verlinkt. Dank Ihres Hinweises, bin ich es ja nun. Ich kann ja einen kurzen Auszug aus meinem Beitrag in der Kommentarfunktion einstellen. Okay?

      • Okay, habe ich das bisher nicht so gehandhabt?

        Die SPD ist die asozialste Partei Deutschlands. Sie hat die Gegenwarts- und Altersarmut erfunden, unser Land verkommen lassen und geflutet mit illegalen Neubürgern Merkels.

        Die SPD muss sterben.

        Mehr dazu auf meiner Webseite.

      • In Deutschland gibt es keine besondere Altersarmut (der Anteil der relativ armen Menschen ist in jungen und mittleren Jahren höher). Die Migrationspolitik von Frau Merkel hat diese selbst zusammen mit der Union zu verantworten, die SPD war in dem Fall nicht die treibenden Kraft.

      • Als ob die verfehlte Migrationspolitik die einzige oder auch nur Hauptursache für Armut wäre. Das ist zu kurz gesprungen.

      • Nach den monatlichen Arbeitslosenzahlen, die nicht stimmen, liegen wir ungefähr bei 2,8 Millionen Arbeitslosen.
        Es wurden nicht die arbeitslos gemachten über 55 Jahre einbezogen, nicht die Langzeitarbeitslosen, nicht die Krank geschriebenen und auch nicht diejenigen, die in einer Fortbildung sind. Die Millionen Arbeitslosen Neubürger Merkels ebenfalls nicht.
        Die angeblichen 2,8 Millionen Arbeitslose, haben zum größten Teil Frauen und auch Kinder. Sozialwissenschaftler + Armutsforscher haben errechnet, dass durch Schröder/Fischer/Merkel, 12 Millionen echte Deutsche in die Gegenwarts- und Altersarmut abgeschoben wurden.
        Um nur einen Sozialwissenschaftler zu nennen, es gibt viele andere auch, ist Herr Prof. Christoph Butterwegge.

        Das sollten eigentlich alle Bürger erfahren in einer Demokratie, tun sie aber nicht.

      • In Deutschland ist niemand absolut arm. Die relative Armut wird relativ zum Medianeinkommen gemessen. Inzwischen wird die Armutsgrenze meist bei 60 Prozent davon angesetzt, früher bei 50 Prozent. In jedem Fall steigt sie mit dem Wohlstand. Trotzdem und trotz Millionen Zuwanderern hat sich der Anteil der Menschen unterhalb dieser Grenze kaum verändert.

      • Auch an diesem Punkt ist eine sinnvolle Fortsetzung des Dialogs nicht mehr gegeben.

        Sie leben einfach in einer anderen Welt.

      • Ich bin Wissenschaftler und mich interessieren deshalb empirische Evidenz und rationale Argumente, nicht Fake News aus dritter Hand.

      • Noch ist nicht alles bei der SPD verloren. Erstaunlicherweise setzen sich aktuell einige Protagonisten dort vom Linksextremismus und Islamismus ab:
        https://www.tagesspiegel.de/berlin/interview-mit-berliner-spd-spitze-giffey-und-saleh-wir-muessen-auch-beim-linksextremismus-grenzen-deutlich-aufzeigen/26286036.html
        https://www.bz-berlin.de/berlin/feuer-in-der-liebig-34-moegliche-brandstiftung
        https://www.tagesspiegel.de/berlin/unangenehm-auffaelliges-schweigen-beenden-kuehnert-fordert-von-linken-ein-staerkeres-engagement-gegen-islamismus/26295538.html
        Sollte durch die Partei diesbezüglich ein Ruck gehen, könnte sie bei einem Kanzlerkandidaten Söder tatsächlich wählbar sein.

      • Früher war es Konsens unter Demokraten, gegen jede Form von Extremismus zu sein. Die umbenannte SED hat das natürlich nie so gesehen, auch die Grünen hatten von Anfang an ein ungeklärtes Verhältnis zu Linksextremismus und politischer Gewalt, die SPD ließ sich davon anstecken und zuletzt auch die Merkel-CDU. Jetzt ist es schon bemerkenswert, wenn sich jemand in der SPD gegen Linksextremismus oder Islamismus äußert.

  10. Pingback: Scholz bleibt aussichtsloser Kanzlerkandidat mit grünem Zukunftsprogramm | Alexander Dilger

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