Diskussionspapier zu fehlendem Heimspielvorteil bei Geisterspielen

Das aktuelle Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik stammt von meinem neuen Mitarbeiter, Herrn Lars Vischer, und mir. Es trägt den Titel „No Home Bias in Ghost Games“. Die deutsche Zusammenfassung lautet:

Wegen der COVID-19-Pandemie musste die erste deutsche Bundesliga der Männer die Saison 2019/20 mit Geisterspielen beenden, da Zuschauer in den Stadien nicht zugelassen waren. Wenn wir diese Spiele mit den regulären Spielen zwischen denselben Teams vergleichen, stellen wir fest, dass der normale Vorteil für die Heimmannschaft verschwindet. Ein Grund dafür ist das Verschwinden des Bias der Schiedsrichter für die Heimmannschaft, während Änderungen in der sportlichen Leistung der Mannschaften in dieser Hinsicht irrelevant zu sein scheinen.

4 Gedanken zu „Diskussionspapier zu fehlendem Heimspielvorteil bei Geisterspielen

  1. Gibt es eigentlich bei Ihnen an der Fakultät irgendwelche Anreize, jeden Monat ein Diskussionspapier zu veröffentlichen? In der VWL gilt ja mittlerweile eher das Prinzip Klasse statt Masse…
    (Das soll keine Kritik an dem vorliegenden Aufsatz sein, den ich nicht im Detail gelesen habe. Immerhin werden lineare Regressionsanalysen durchgeführt, womit sich längst nicht jeder Abiturient auskennt.)

    • Es gibt keine Anreize dafür. Es dient nur der inneren Motivation, wie ich auch (fast) jeden Tag einen Blog-Beitrag schreibe. Das Schreiben selbst übt übrigens.

      Was die Klasse in der VWL (aber auch BWL) angeht, so wird diese fast nur noch auf die Zeitschriften bezogen, in denen Beiträge erscheinen. Diese legen vor allem auf die neusten Methoden wert (die nicht bei jedem Problem angemessen sind) und sortieren unsichere Beiträge aus, worunter auch besonders innovative fallen, die dann vielleicht Jahrzehnte später als nobelpreiswürdig erkannt werden. Lineare Regressionen reichen dafür jedenfalls nicht, auch nicht die verwendete logistische Regression, wobei das Hauptergebnis wohl schon mit einem einfachen t-Test gezeigt wird.

  2. Mit der unbewussten Steuerung von Ergebnissen hatte ich mich befasst, als ich als Student mit verblüffenden Ergebnissen beim „Teller-Rücken“ konfrontiert wurde. Dort – wie beim Wünschelrutengang – schlägt sich der Einfluss in „Mikrogestik“ nieder. Vorgelegtes Thema ist ja doch wohl eher eines aus der Psychologie.

    • Es ist ein sportwissenschaftliches Thema. Der Ergebnisbezug macht es sportökonomisch interessant. Das Schiedsrichterverhalten könnte psychologisch erklärt werden, was wir jedoch nicht näher analysieren.

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