Trump will 12.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen

US-Präsident ‚Trump kritisiert Deutschlands geringe Verteidigungsausgaben […]‘ schon länger. Kürzlich kündigte er deswegen einen Truppenabzug aus Deutschland an, der heute konkretisiert wurde: Die „USA ziehen 12.000 Soldaten ab – Trump sieht Schuld bei Deutschland“. Richtig ist, dass Deutschland seinen Verpflichtungen im Rahmen der NATO nicht nachkommt. Deutschland hat sich verpflichtet, mindestens 2 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben. Unter Bundeskanzlerin Merkel sank dieser Wert auf 1,1 Prozent und liegt aktuell bei 1,3 Prozent, ist also über ein Drittel zu niedrig.

Trotzdem ist es fraglich, ob der geplante Abzug von einem Drittel der noch in Deutschland stationierten rund 36.000 US-Soldaten die richtige Reaktion darauf ist. Die Linke fordert, auch die „verbleibenden US-Soldaten abzuziehen und die US-Atomwaffen gleich mitzunehmen“, da sie sich wahrscheinlich wieder russische Soldaten in Deutschland wünscht.

Tatsächlich sind die USA noch immer Deutschlands Freunde und Verbündete, die uns viel stärker verteidigen als die eigene Bundeswehr. Selbst 2 Prozent des BIP würden nicht zur eigenen Verteidigung reichen, zumal es an Kampfbereitschaft mangelt und die wenigen noch wirklich einsatzfähigen Teile der Bundeswehr als politisch nicht hinreichend korrekt angegriffen oder sogar aufgelöst werden.

Ein Teil der US-Truppen soll in andere europäische Länder verlegt werden, was Frieden und Freiheit ebenso schützen kann. Im Ernstfall wäre die Kampfkraft der hier stationierten Soldaten ohnehin weniger wichtig als ihre symbolische Wirkung. Abschreckung ist glaubwürdiger, wenn die USA eigene Bürger und Soldaten zu verlieren haben. Solange die Abschreckung glaubwürdig genug ist, muss man keinen Angriff fürchten. Wenn das nicht mehr der Fall ist, wird es wirklich ungemütlich, wovon Länder außerhalb der NATO wie Georgien und die Ukraine ein Zeugnis ablegen.

63 Gedanken zu „Trump will 12.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen

  1. Aus US-Sicht stellt sich das aktuell in etwa so dar (wörtlich zitiert aus der Korrespondenz eines Trump-kritischen Freundes mit einem US-Kollegen aus der Fliegerei):

    „Shot and a miss! You fail. Pay your bills at NATO or learn Chinese you fucking twat.“
    („Schuss und ein Fehlschlag! Du scheiterst. Bezahle deine Rechnungen bei der NATO oder lerne Chinesisch, du verdammter Trottel.“)

  2. Reaktion auf Abzug US – Soldaten aus Deutschland durch „Die Linke“ ist irreal weil v.g. eh das gesamte – westliche – Militär abgrundtief hassen. Anspruch US Regierung auf Recht jeden einzelnen Bürger/in in der Welt auf selbstbestimmtes Leben in Freiheit nd Demokratie ohne Kollektiv für „Die Linke“ undenkbar.

    Sozialismus weiterhin in den USA bull shit artiges Wort.

    In Berlin – West haben wir Hass der Kommunisten täglich zu spüren bekommen mit unsäglichen Schikanen gegen die Bevölkerung. Nur die „Volksarmee“ wurde glorifiziert.

    Tatsächlich liegt Begründung zum Abzug von Teilen der US Armee viel tiefer und länger zurück, Rückkehr in die eigenen Kasernen ist bei US amerikanischen Bevölkerung – zumindest bei unseren Freunden, Verwandten – sehr beliebt, erwünscht.

    A. …weil zu teuer für US Steuerzahler B. …keinen Bock mehr auf Blutzoll – Polizist für die Welt – und für Nationen bei denen man nicht erwünscht ist , bei Regierungen und Bevölkerung.

    Präsident Trump erfüllt also auch hier sein Wahlversprechen.

    • In Deutschland zahlen die USA keinen Blutzoll (mehr). Die NATO ist zum gegenseitigen Vorteil, aber natürlich müsste Deutschland seine Verpflichtungen erfüllen. Wenn Donald Trump dazu beitragt, wäre das ein echter Erfolg.

  3. Wir sollen also noch rund 20 Mlliarden Euro mehr für Verteidigung ausgeben (gegen wen eigentlich?), um der Gnade der Stationierung amerikanischer Soldaten teilhaftig zu werden? Und uns dann noch als Vasallen behandeln lassen, vgl. etwa die Unverschämtheiten zu Nordstream 2? Da sollte Angie mal den US-Botschafter einbestellen, ist ja nur ein kurzer Spaziergang von der US-Botschaft ins Kanzleramt 🙂
    Mir kann keiner erzählen, daß man nicht auch mit 1 % des BIP, also vielleicht ca. 30-35 Milliarden Euro, eine ordentlich funktionierende Verteidigung auf die Beine stellen kann. Die Schweiz gibt (laut https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Streitkr%C3%A4fte) 0,66 % des BIP aus (Österreich 0,63 %, Irland 0,53 %), und noch keiner hat behauptet, daß die Schweiz mangelhaft gegen Invasoren gerüstet sei, Sie verzettelt sich auch nicht in unsinnigen Aktionen wie Afghanistan oder Mali, sondern konzentrieren sich auf die Landesverteidigung, und ich glaube nicht, daß die genannten Ländern demnächst von Rußland oder China geschluckt werden (auch wenn man unterstellen mag, daß sie indirekt mit unterm NATO-Schirm stehen).
    Mali ist ein Musterbeispiel, wie es nicht laufen soll. „Wir gehen nur mit ein paar Dutzend Ausbildern“ rein, hieß es, und dann wurden es immer mehr, und jetzt stecken wir da mit über 1000 Soldaten fest, ohne klar überprüfbare Ziele, ohne Exit-Strategie, mit Milliardenkosten … Die hätte man auch in ordentliches Gerät der Heimattruppe stecken können.
    Es kommen andere imperiale Unverschämtheiten der USA dazu, etwa alle US-Staatsangehörigen wie Leibeigene zu betrachten, die überall auf der Welt dem US-Finanzamt rechenschaftspflichtig sind (die US-schweizerische Doppelstaatlerin Tina Turner hat deswegen ihre US-Staatsangehörigkeit niedergelegt). Oder in ihren Wirtschaftskrieg mit Iran nichtamerikanische Companies mit hineinzuziehen … Die USA erlauben sich viele Dinge, die sie anderen nicht zugestehen.
    Vielleicht sollten wir froh sein, daß sie fort sind.

    • @R.Happ

      Ich halte es für völlig legitim, Ihre vorgetragene Auffassung zu haben.
      Nur handelt es sich bei der NATO, wie der Name schon sagt (NATO = North Atlantic Treaty Organization = Organisation des Nordatlantikvertrages) um ein Verbtragsbündnis. Wenn man dieses nicht mehr mittragen möchte, dann muss man den Vertrag entweder aufkündigen und das Bündnis verlassen oder neu verhandeln. Aber einfach vertragsbrüchig werden, wie es ‚Die Alternativlose‘ (Bundeskanzlerin Merkel) auch sonst so gerne macht, ist eben kein Verhalten, mit dem man sich Freunde in so einem Bündnis schafft. Und genau das passiert gerade. Mit entsprechendem Echo.

      • @ 300sel

        Die Anwesenheit derart vieler US-Soldaten (sowie vorher auch Briten) hat doch nicht nur etwas mit der Nato zu tun, sondern ist doch auch immer noch ein Relikt der Tage nach Mai 1945. Rein symbolisch würde auch eine kleinere Zahl, vielleicht 2000 Soldaten, genügen. Generell ist auch die Zeit des kalten Krieges schon seit längerem vorbei und gerade Deutschland sollte sich bemühen eine neutralere Rolle einzunehmen. Die Nato ist jedenfalls schon seit längerer Zeit korrigierungsbedürftig. Die Interessen der USA sind längst nicht immer mit den deutschen deckungsgleich, wie sich gerade auch wieder bei der zweiten Ostseepipeline zeigt.

      • @Patriot

        Alles schön und gut. Aber wenn eine Regierung das NATO-Bündnis für korrekturbedürftig hält (was für sich gesehen auch völlig in Ordnung gehen kann), dann muss sie das eben entsprechend artikulieren und danach handeln, also kündigen oder neu verhandeln. Einfach vertragsbrüchig zu werden ist nicht der richtige Weg. Das ist der Stil von Antidemokraten, die das Recht mit Füßen treten.

      • Die Besatzungszeit ist lange vorbei, auch wenn Sie sich wieder russische Soldaten in Deutschland zu wünschen scheinen.

        Nord Stream 2 ist auch nicht im deutschen Interesse. Frau Merkel verprellt damit nicht nur die USA, sondern vor allem unsere europäischen Nachbarn. Die Pipeline passt auch gar nicht zu ihren großspurigen Klimaplänen.

      • Zu meinem Entsetzen finde ich in einer älteren Version des AfD-Grundsatzprogramms folgenden Satz, der auch von der NPD oder Die Linke stammen könnte: „Die AfD setzt sich für den Abzug aller noch auf deutschen Boden stationierten alliierten Truppen und insbesondere deren Atomwaffen ein„. Sollte diese Forderung wieder in das Grundsatzprogramm aufgenommen werden, würde ich meine Unterstützung für die AfD sofort beenden!

      • @francomacorisano

        Für eine genaue Quellenangabe („Grundsatzprogramm für Deutschland“? >> welche Seite?) wäre ich Ihnen dankbar.

      • @francomacorisano

        Sie sollten mal Ihre Sozialisierung aus der Zeit des Kalten Krieges mit den Gegebenheiten des Jahres 2020 in Einklang bringen. Wenn die AfD eine alternative Partei neuen Typs sein will, muss sie selbstvberständlich unvoreingenommen und ohne vorgefertigte uralte Denkschablonen sich den Gegebenheiten der heutigen Zeit stellen und neue Ansätze und Überlegungen durchdenken. Die hündische einseitge Unterwürfigkeit der alten BRD-Tage ist jedenfalls nicht nur ziemlich out-fashioned, sondern auch längst nicht immer in Deutschem Interesse – siehe North Stream2. Sie sollten auch nicht immer gleich ein alternativloses Schwarz-Weiß Denken an den Tag legen. Mit NPD und die Linke hat das jedenfalls noch lange nichts zu tun.

      • @Patriot
        „Wenn die AfD eine alternative Partei neuen Typs sein will, muss sie selbstvberständlich unvoreingenommen und ohne vorgefertigte uralte Denkschablonen sich den Gegebenheiten der heutigen Zeit stellen und neue Ansätze und Überlegungen durchdenken.“

        Da stimme ich Ihnen zu. Und gerade deshalb ist in der AfD kein Platz für Geschichtsrevanchisten vom Schlage Tronkenburgs und Höckes. https://www.n-tv.de/politik/Herr-Gauland-macht-sich-nackig-article21941828.html

      • Überlegungen aus dem 19. Jahrhundert sind aber nicht neu, sondern einfach nicht mehr passend. Geostrategisch ist fraglich, ob sich Vereinigte Staaten von Europa wirklich verteidigen könnten ohne die USA, Deutschland allein könnte das jedenfalls nicht mehr.

      • @ 300sel

        So einen Schrott-Kommentar von einem Bertelsmannmedium lese ich mir gar nicht erst durch. Dafür ist mir meine Zeit viel zu kostbar. Wie schon bei der Bildzeitung wird auch hier Frau Tanit Koch die Abwärtsspirale nicht aufhalten können. Alleine schon der Ober-Opportunist Blome, der ja der mediale Langzeit-Sidekick vom Augstein ist, hat ganz sicher nicht das nötige Format, um Gauland, der AfD oder ihrem Umfeld intellektuell auch nur ansatzweise das Wasser zu reichen. Dass Sie nicht nur linksradikalen Ideologen wie Kemper auf den Leim gehen, sondern auch das vorhersehbare Geschwätz inhaltlich völlig nackter opportunstischer Mainstreamdinosaurier für bare Münze nehmen – obgleich deren Agenda und Auftrag einem doch sofort ins Auge springt – , spricht nicht für Sie.

      • @Patriot

        Sie wollen einfach nicht verstehen, dass sich die AfD von ihrem völkisch-sozialistischen Narrensaum und von Maximaletatisten wie Gauland trennen muss, um wirklich erfolgreich werden zu können.

      • Der Zug ist lange abgefahren und die AfD hat ihren Zenit überschritten, wer auch immer diesen Machtkampf am Ende gewinnt (wahrscheinlich ja doch der Flügel).

      • Ich denke, da irrren Sie sich, Herr Dilger.

        Die AfD steht kurz davor, Luckes rechtsextremes Erbe abschließend zu verdauen und endlich auszuscheiden. Der finale Showdown steht zwar nach wie vor aus, aber die Zeichen mehren sich, dass Tronkenburg und seine völkischen Schützlinge unterliegen werden.
        https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/frust-interview-gauland-befuerchtet-afd-zerfall-72183300.bild.html
        https://www.derstandard.de/story/2000119115368/afd-fraktionschef-gauland-befuerchtet-zerfall-seiner-partei

        Zwar fürchte ich, dass Gauland genau wie seine langjährige Parteifreundin IM Erika nächstes Jahr – trotz gegenteiliger Behauptungen – doch noch einmal antreten wird, aber das wird nichts mehr an der Tatsache ändern, dass die Schlacht für Jörg Meuthen gewonnen ist, sofern dieser nicht selbst noch einmal einknickt (wovon ich aber inzwischen nicht mehr ausgehe).

      • Eine Schlacht ist gewonnen, der (politische) Krieg aber noch lange nicht. Selbst wenn Herr Meuthen sich am Ende durchsetzt, ist nicht klar, wohin die AfD steuert.

      • Natürlich ist das erst einmal „nur“ ein Etappensieg. Aber ein sehr wichtiger. Und was wissen wir beispielsweise schon, wohin die CDU nach Merkel oder die FDP nach Lindner steuert und wann das überhaupt ist?

      • Es ist doch vollkommen absurd Gauland einen „Maximaletatisten“ zu nennen. Wenn Sie eine rein libertäre Partei wollen, werden Sie schnell feststellen, dass damit prozentual kein Blumentopf zu gewinnen ist. Auch eine relativ liberale Partei wie die FDP dümpelt doch nur zwischen 5 und 7% herum, trotz wohlwollender Presse. Es spricht auch Bände, wie leicht Ihnen das Wort „sozialistisch“ über die Lippen kommt. Nur wenn jemand nicht gleich alles privatisieren will, ist er für Sie schon ein Sozialist. Damit nehmen Sie innerhalb des deutschen Wählersprektrums eine Randposition ein. Tatsache ist, dass auch der von Ihnen gescholtene AfD-„Narrensaum“ (schönes Dieter Stein Vokabular) sich klar zum deutschen Mittelstand bekennt und für dessen Fortbestand und Gestaltungsfreiraum eintritt. Ihre peinliche „völkisch“-Vokabel, die Sie sich vom linken Mainstream zu eigen gemacht haben, kommentiere ich nicht weiter.

      • @Patriot

        Wie alle Sozialisten verkennen Sie, dass nur umverteilt werden kann, was erwirtschaftet wurde. Da der Staat selbst und seine Nettoempfänger dazu real nichts beitragen, braucht es Leistungsträger, die gemolken werden. Wenn diese zu sehr gemolken werden, suchen sie sich Aufenthaltsorte, an denen sie nicht so sehr zur Ader gelassen werden. Nennen Sie das meinetwegen in Ihrem Jargon „Republikflucht“. Fakt ist es trotzdem.

        Für mich ist im Übrigen jeder Bismarck-Verehrer ein Etatist.

      • @ 300sel:
        Schauen Sie hier:
        https://robby-schlund.de/tag/atomwaffen/
        Es gibt auch eine pdf-Datei bei Google:
        2016-06-20_afd-kurzfassung_grundsatzprogramm_webversion.pfd
        Es gelingt mir leider nicht, das als Link zu kopieren. Also einfach so über Google suchen.

        @ Patriot:
        Wer die eindeutige Westbindung Deutschlands, und dazu zählen auch die bei uns stationierten US-Truppen, in Frage stellt, hat die Lehren aus zwei Weltkriegen nicht gezogen. Wir können gute Beziehungen zu Russland haben, ABER die USA sind unser großer Bruder!

      • @ francomacorisano

        Wer hat denn eigentlich festgelegt, ob die USA „unser großer Bruder“ sind? Sie, Ich, oder unsere Vorfahren? Wohl nicht.

        Es ist allerdings richtig, dass in den USA viele Menschen mit deutschem familiären Hintergrund sind, die zu einem Zeitpunkt dorthin ausgewandert sind, als sich hier schon lange eine Zivilisation etabliert hatte.

        Dass eine „eindeutige Westbindung“ den 1. Weltkrieg verhindert hätte, glaube ich sogar gerne. Denn wie man auch aktuell in Syrien sehen kann, kann es einem gewaltig Ärger einbringen, wenn man sich nicht den geopolitischen Vorgaben von USA und derem willfährigem Anhang unterordnet. Dann werden dann auch mal gerne mehr oder weniger islamistische FSA Terroristen, die mit Islamisten wie Ahrar al Sham kooperieren, über Jahre hinweg unterstützt. Und die ganzen Flüchtlingsströme nach Deutschland, die die AfD zurecht kritisiert, sind zu einem nicht unerheblichen Teil gerade auch das Ergebnis der Politik „unseres großen Bruders“. Nein Danke. Bei Ihnen ist die einseitge Reeducation und Kalter-Krieg-Sozialsierung wirklich bis ins Blut übergegangen. Wie ich schon erwähnte, ist das Zustandekommen des 1. WK komplex. Ihre „Lehren aus den zwei Weltkriegen“ beruhen noch aus der Reeducation-Zeit, wo man Deutschland eine Alleinschuld am 1 WK einreden wollte. Über dieses Stadium sind wir schon längst hinweg. Deutschland sollte sich vor niemandes Karren spannen lassen. Ich sehe ein, dass ´man leider nicht von heute auf morgen aus der Nato austreten kann, aber mittel- und langfristig muss hier eine Kurskorrektur vorgenommen werden.

        Und nochmals: Was sagen Sie eigentlich dazu, dass „unser großer Bruder“ sich mit drastischen und höchst fragwürdigen Mitteln in Deutschlands souveräne Entscheidung einmischt, eine wietere Pipeline in der Ostsee zu betreiben. Finden SIe es normal, dass ein souveräner Staat keine souveränen Entscheidungen treffen kann?

      • @Patriot
        „Dass eine “eindeutige Westbindung” den 1. Weltkrieg verhindert hätte, glaube ich sogar gerne.“

        Unsinn!
        Die USA waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs noch gar nicht Hegemon. Sie sind genau genommen sogar erst durch ihren späten – von Ihrem geliebten Kaiser-Wilhelm II-Deutschland mehrfach provozierten – Eintritt in den Ersten Weltkrieg dazu geworden.
        https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/245922/kriegseintritt-der-usa

        und
        „Wer hat denn eigentlich festgelegt, ob die USA “unser großer Bruder” sind? “

        Wenn man schon mit mehr als hundert Jahre zurück liegenden Ereignissen und Hätte-hätte-Fahrradkette argumentiert, wie Sie das so gerne machen, dann aber bitte auch wie ein Schachspieler denken. Hätte Deutschland die RMS Lusitania nicht versenkt, Mexiko kein Bündnis gegen die USA vorgeschlagen und sich auch sonst nicht als latenter Aggressor erwiesen (z.B. durch den Einmarsch im bis dahin unbeteiligten Belgien), hätten sich die USA sehr wahrscheinlich aus dem Ersten Weltkrieg herausgehalten, wie sie es ja die ersten drei Jahre getan haben. Nicht anders verhält es sich mit der Rolle Hitler-Deutschlands und dem Zweiten Weltkrieg. Beides waren die maßgeblichen Ereignisse, deretwegen die USA überhaupt zum „Großen Bruder“ avancieren konnten und sich seither zum Weltpolizisten berufen fühlen (was, wie Sie wissen, auch ich durchaus nicht ganz unkritisch sehe). Die Grundlagen dafür hat aber im Wesentlichen Deutschland geschaffen, was Sie in Ihrer Argumentation völlig ausblenden.

      • Insbesondere Konrad Adenauer hat sich für die Westbindung der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. Nicht nur die SPD hatte damals andere Pläne. Vielleicht kommt Frau Merkel noch auf die Idee, aus der NATO auszutreten. Das wäre aber gar nicht gut für Deutschland (was sie bei anderen Entscheidungen aber auch nicht gestört hat).

      • @ Patriot:₩
        In der Ablehnung, bzw. dem Hass gegen die USA sind sich Rechts- wie Linksextremisten einig. Ein paar Theoretiker, die interessanterweise auch Einflüsterer des „Flügels“ sind (Elsässer, Kubitschek, …), träumen ja bereits von der „Querfront“. Genau da verläuft der Graben, der bürgerlich, freiheitlich, rechte Konservative von Rechtsradikalen und Rechtsextremisten trennt.

        Ich bin schon durch meine engen verwandschaftlichlichen Verbindungen in die USA ein „halber Amerikaner“. Aber ich bin Realist und sehe immer auch Licht und Schatten, gerade in der amerikanischen Außenpolitik, die leider nicht immer auf Seiten der „good guys“ ist. Das kritisieren auch Rechte in den USA! Würde Deutschland seine zugesagten NATO-Verpflichtungen erfüllen, könnte es auch selbstbewusster gegenüber dem „großen Bruder“ auftreten. Warum sollen amerikanische Steuerzahler für die Verteidigung eines vertragsbrüchigen Alliierten bezahlen, wenn der sein Gas bei einer anderen Weltmacht kaufen will…?!?

      • @francomacorisano

        Apropos „Querfront“ …
        Genau das Bestreben nach kollektivistischem Meinungszwang und die Diffamierung individueller Meinungen eint doch linke und rechte Sozialisten. In der geistigen Grundhaltung gibt es diesbezüglich keinen Unterschied zwischen Protagonisten wie Kubitschek und Höcke auf der einen und Esken, Habeck sowie der SED auf der anderen Seite. Einzig in der (ohnehin nicht durchhaltbaren und daher rein theoretischen) Öffnung oder Nichtöffnung anderen Völkern gegenüber unterscheiden sie sich in ihrer marxistisch-planwirtschaftlichen Ideologie. Beide Ansätze führen in der Praxis zu faschistischem Totalitarismus (q.e.d.).

      • @ 300sel

        Dass die USA zum Zeitpunkt des Beginns des 1. WK noch kein Hegemon waren und dies erst nach dem 1.Wk wurden, ist grundsätzlich richtig. Allerdings waren die USA auch 1914 schon nicht mehr ganz so unbedeutend und gerade auch wirtschaftlich und militärisch durchaus schon relevant.

        Die bpb würde ich jetzt nicht unbedingt als die allerbeste Nachrichten/ Geschichtsadresse ansehen. Im wesentlichen wird dort das wiedergegeben, was SPD, CDU und Grüne aktuell in der Schule gelehrt wissen wollen. Das sind Momentaufnahmen, die sich auch wieder ändern können. Vollständig und umfassend ist das dort veröffentlichte erwiesenermaßen jedenfalls nicht.

        Zu den von Ihenen genannten Beispielen nur Folgendes, da ich im Moment nicht unendlich Zeit habe: Die RMS Lusitania erhielt bereits Wochen vor ihrer Versenkung Warnung von deutscher Seite, dass sie sich in einem Kriegsgebiet aufhielt (vor der irischen Südküste). Ebenfalls ergingen bereits Wochen vorher auch an viele große US-Tageszeitungen Warnungen von Deutscher Seite, diesem Seegebiet fernzubleiben. Bereits im Verlauf der letzten Monate hatte das Schiff verschiedenen grau-schwarze militärische Tarnanstriche, welche eine Unterscheidung mit militärischen Schiffen erschwerte. Trotz nachlassendem Passagieraufkommen, zunehmender Gefahr und bestehenden Warnungen hielt man an dem Befahren dieses gefährlichen Seegebiets fest. Es drängt sich also durchaus der Verdacht auf, dass man die Gefahr eines Torpedotreffers in diesem gefährlichen Seegebiet gewissermaßen als Kollateralschaden angesehen hat. In den Krieg traten die USA dann übrigens auch noch nicht direkt ein.

        „…durch den Einmarsch im bis dahin unbeteiligten Belgien“.

        Diese gern angeführte Geschichte ist sogar noch eindeutiger widerlegbar und unter anderem bei Thorsten Schulte, aber auch anderswo nachlesbar. Das Narrativ war ja immer, dass Deutschland das „neutrale Belgien angegriffen habe“. Nicht erwähnt wird dann immer, aber aus belgischen sowie britischen Protokollen und Telegrammen geht dies eindeutig hervor, dass Belgien bereits seit 1906 gar nicht mehr neutral war, sondern aktiv mit den Briten militärisch zusammenarbeitete und Pläne für u.a. das Landen britischen Militärs längst ausgeführt waren. Es war im Prinzip so, dass Deutschland in Belgien im Grunde das gleiche machen wollte, was heimlich schon ab 1906 zwischen Belgien und GB ausgehandelt wurde.

        Nochmals: Es geht mir nicht um ein Weißwaschen des Deutschen Kaiserreichs, aber das Zustandekommen des 1 WK ist gerade eben nicht so eindeutig, wie früher einmal behauptet.

      • @Patriot zu WK I

        Mit Verlaub, aber das ist doch Geschichtsklitterung oder zumindest der Versuch völliger Kriegsverniedlichung, was Sie hier betreiben. Gaulands „Vogelschiss“ lässt grüßen.

      • @ francomacorisano

        Nichts für Ungut, aber es wundert mich ja immer wieder, mit welcher Inbunst und Selbstgewissheit sich manche Leute aufführen, um zu entscheiden, wer extremistisch oder bürgerlich ist. Ohne Herrn Kubitschek besonders gut zu kennen, eine derartige Wortwahl, wie sie manche besonders „Selbst-Bürgerliche“ wie Sie oder Herr Uwe Junge zuweil an den Tag legen, habe ich von diesem noch nicht vernommen. Und nochmals: Ihre Einschätzungen hinsichtlich der „Bürgerlichkeit“ oder „Nicht-Bürgerlichkeit“ bezüglich des Verhältnisses zu den USA spielen bei der Post-1989 Generation eine immer geringere Rolle.

        An einer sogenannten temporären „Querfront“ ist auch gar nicht so viel einzuwenden. Oder glauben SIe etwa, die Demonstranten von 1989 wären alle mit denselben politsichen Einstellungen versehen gewesen? Zu bestimmten Anlässen, wie der zunehmenden Corona-Dikatur, bieten sich gewisse Querfront-Bündnisse durchaus an. Die gestrige Großdemonstration, die vollkommen friedlich verlief, war auch so einzuordnen.

      • @ 300sel

        Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein? Sie haben Schlagwörter gebracht, worauf ich Ihnen mit Argumenten, die ich nachweisen kann, geantwortet habe und nun fällt Ihnen dazu nicht mehr ein, als die üblichen Floskeln „Geschichtsklitterung“ „Versuch völliger Kriegsverniedlichung“ und natürlich mal wieder Ihr geliebter „Vogelschiss“. Ihre Totschlag“argumente“ und die üblichen Stichwörter wie „Vogelschiss“ liest man für gewöhnlich sonst eher bei Seiten wie „Gegen die Alternative für Deutschland“ und anderen üblichen Verdächtigen. Das ist doch eigentlich unter Ihrem Niveau. Überhaupt ist es absurd mir „völlige Kriegsverniedlichung“ vorzuwerfen. Mein Großonkel ist im 2. Wk an Weihnachten 1944 mit gerade einmal 20 Jahren im Baltikum gestorben, mein Großvater väterlicherseits hat auch nur Dank glücklicher Umstände an der Ostfront überlebt. Ich habe hier ja auch schon erwähnt, dass ein Nicht-Zustandekommen des 1. WK uns Millionen Tote auch des 2. WK erspart hätte.

      • Ihre rechtsextreme Propaganda in meinem Blog nervt. Ohne den 1. Weltkrieg hätte es den 2. nicht gegeben, trotzdem tragen für diesen Adolf Hitler und die ihm blind folgenden Deutschen die volle Verantwortung.

      • Herr Gauland hat doch eigentlich immer nur die Rechtsextremen unterstützt, was selbst ich am Anfang so nicht gesehen habe. Es ist gut, wenn sich Herr Meuthen inzwischen dagegen wehrt, aber es kommt reichlich spät und ist bei ihm auch nicht mehr wirklich glaubwürdig.

      • Ja, es kommt reichlich spät. Aber besser jetzt als nie.

      • @ Alexander Dilger

        Schade, dass auch Sie nicht mit sachlichen (Gegen)-Argumenten debattieren können, sondern nur mit beschimpfenden Schlagwörtern. Wo genau hab ich mich hier in dem Strang denn konkret „rechtsextrem (!)“ geäußert? Für solch einen harten Vorwurf müssen Sie ja gravierende Argumente anbringen können. Rechtsradikal, was ja auch schon wertend ist, hat Ihnen ja nicht genügt. Argumente hab ich jedenfalls nicht gehört. Alles was ich hier geschrieben habe, lässt sich schwarz auf weiß nachvollziehen, unter anderem bei Wikipedia. Und die absolut geschmacklosen und tatsächlich problematischen Äußerungen, die ein Mit-Kommentator hier und auch mutmaßlich bei PI-News getätigt hat, habe ich ja ebenfalls schon einmal angesprochen. So habe ich mich nie geäußert! Ich bin dann jedenfalls gespannt, was von mir hier in dem Strang Geäußertes konkret „extremistisch“ sein soll, und bitte nicht mit einer nicht-argumentativen Totschlagvokabel wie „geschichtsrevisionistisch“.

      • Von Ihnen lese ich hier keine inhaltlichen Argumente, sondern Sie verteidigen nur die Flügel-Leute in der AfD und inzwischen selbst Hitler-Deutschland. Ich möchte das in meinem Blog einfach nicht mehr lesen und schalte Ihre Beiträge ab sofort nicht mehr frei.

      • „(…)verteidigen (…) und inzwischen selbst Hitler-Deutschland.“

        Diese Aussage ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch eine unfassbare Unverschämtheit, die ich Ihnen ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte. Nirgendwo habe ich in Ihrem Blog „Hitlerdeutschland verteidigt“ und gerade in diesem Blogbeitrag habe ich mich, wie eindeutig ersichtlich ist, nur hinischtlich des 1. Weltkriegs und einiger von „300sel“ angeführter Stichpunkte zu diesem geäußert, welche sich wiederum u. a. bei Wikipedia (RMS Lusitania) nachlesen lassen. In bereits mehreren Blogbeiträgen bei Ihnen habe ich geäußert, dass ein Gelingen des Stauffenberg-Attentats an Hitler sehr wichtig gewesen wäre und dass es besser überhaupt nie soweit gekommen wäre. Das wissen Sie auch. Nach dieser fast schon justiziablen Verleumdung verzichete ich hier auf weitere Beiträge, was eigentlich schade ist, da ich hier immer gerne mit sachlichen Argumenten meine Meinung kundgetan habe. Leider ist mir schon länger aufgefallen, dass wenig mit sachlichen Gegenargumenten gekontert wird, dafür aber umso mehr mit beschimpfenden Totschlagvokabeln. Wenn einem die Meinung oder die Argumente nicht passen, gibt es einem noch lange nicht das Recht den Gegenüber mit wie hier geschehen boshaften unsachlichen Beleidigungen zu überziehen. Wie auch immer, es ist natürlich Ihr Blog, aber schlimmste, sachlich falsche Unterstellungen muss ich mir natürlich auch nicht gefallen lassen. Gewähren Sie mir wenigstens noch diese allerletzte Antwort zu meiner Selbstverteidigung.

      • Diesen Kommentar schalte ich jetzt noch auf Ihren Wunsch hin frei, aber keine weiteren, die Sie entgegen Ihrer Ankündigung noch schreiben.

        Sie haben hier so getan, als seien andere Mächte am 2. Weltkrieg schuld, nicht Adolf Hitler und die Deutschen. Wenn Sie sich für Rechtsextremisten aussprechen, die auch offiziell so eingestuft werden, dann halte ich Ihre Klageandrohungen dagegen für recht aussichtslos. Es klagen nicht einmal die betreffenden Personen selbst oder verlieren dann wie Herr Höcke.

      • Ach ja …

        … und im Übrigen war Andreas K. auch nie in der HDJ, sondern hat dort nur 18 Jahre lang jeden Sommer seine Kinderchen im Zeltlager besucht. Amen.

        Stimmt es eigentlich, dass Bernd H. aus Bornhagen im Eichsfeld einem seiner Söhne den außergewöhnlich seltenen Namen Landolf gegeben hat? Ich meine das neulich irgendwo gelesen zu haben.

    • Die deutschen Auslandseinsätze halte ich auch für eine dumme Idee. Für die Landesverteidigung könnten wir dagegen durchaus mehr tun, vor allem unsere NATO-Verpflichtungen erfüllen, damit die USA uns weiter schützen. Die Schweiz könnte sich gegen einen ernsthaften Angriff nicht wirklich verteidigen, sondern setzt seit Jahrhunderten darauf, dass sich ein solcher Angriff einfach nicht lohnen würde.

  4. Ist ein reiner Fake, dass die USA Deutschland militärischen vor den Russen beschützen muss.
    Die NATO-Staaten ohne USA sind Russland doch militärisch weit überlegen.
    Verteidigungsbudget 2018:
    Russland: 61,4 Mrd. US-Dollar BRD: 49,5 Mrd. US-Dollar
    Alleine die östlichen NATO-Staaten plus BRD haben ein viel, viel höheres Verteidigungsbudget als Russland.

    • Entscheidend ist nicht das Geld, sondern das sind die Waffen und die Entschlossenheit zu ihrem Einsatz. Beides fehlt in Deutschland. Wahrscheinlich hat die Bundeswehr die geringste Schlagkraft pro Euro. Bei einem Atomkrieg, bei dem wir keine Atomwaffen hätten, ist schließlich noch die Tiefe des Raumes wichtig. Vielleicht ist die ganze EU dafür zu klein, Deutschland allein ist es auf jeden Fall.

  5. Auch die demokratischen Präsidenten Clinton und Obama haben Deutschland schon heftig kritisiert, weil es seine NATO-Verpflichtungen nicht einhält und Konsequenzen angedroht. Die Drohung, die Stärke der in Deutschland stationierten US-Soldaten zu reduzieren, wurde nicht von Donald Trump erfunden.

    Gerade Angela Merkel legt doch immer so großen Wert darauf, dass am deutschen Wesen die Welt genesen soll. Beiträge zur EU, UN und deren zahlreichen Unterorganisationen, werden überpünktlich, oft großzügiger als notwendig, gezahlt. Nur ausgerechnet bei der NATO bleibt „Musterknabe“ Deutschland beim 2%-BIP-Ziel zurück. Greift hier das alte Sozialisten-Denken: Militär = böse ?

    Die in Deutschland stationierten amerikanischen GIs erfüllen für die USA weit mehr Aufgaben, als nur Deutschland zu schützen. Ich glaube, dass bei diesem Thema das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird…!

  6. Vielleicht wäre es sinnvoll, wie von Herrn Giegold (Grüne, MdEP) vorgeschlagen, eine einheitliche europäische Armee mit einheitlichen Standarts aufzustellen.
    Ich denke, das wäre eine effizientere und preisgünstigere Verteidigung, als das jetzige Kirchturmdenken. Das Habsburgerreich ist untergegangen, weil die nationalen Egoismen stärker waren, als die Vernunft. (Wer es von einem Insider geschildert lesen will, greife zu Miklos Banffys „Siebenbürgischer Trilogie“, auch als Roman sehr lesenswert.)

    • Die NATO verteidigt Europa doch recht gut, benötigt jedoch die USA dafür. Ohne sie würde es viel teurer und schwieriger.

      Wer vernünftig ist, versucht nicht, nationale (wie auch individuelle) Egoismen moralisierend zu leugnen, sondern bindet sie ein. Ein sinnvolles Bündnis ist zum Vorteil aller und funktioniert nicht nur zum Vorteil mancher auf Kosten anderer.

  7. „Die in Deutschland stationierten amerikanischen GIs erfüllen für die USA weit mehr Aufgaben, als nur Deutschland zu schützen.“

    Was soll denn DAS heißen? Was für Aufgaben? Das klingt mir reichlich sonderbar …

      • Die Zahlungen an das Un-Flüchtlingshilfswerk wurden vor 2015 u.a. Von Deutschland auch nicht richtig bezahlt. Es müssten die Leistungen in den Flüchtlingslagern rund um Syrien verkürzt werden. Der BND warnte noch die Bundesregierung, dass dies zu einer großen Wanderung führen könnte. Der Rest ist bekannt. Deutschland ist generell ein unzuverlässiger Partner. Moral hat Recht ersetzt.

      • „In der Politik gibt es keine Moral, nur Zweckmäßigkeit.“
        (Wladimir Iljitsch Lenin)

        Wobei natürlich die Frage bleibt, worin die Zweckmäßigkeit derart sinnfreien und pseudomoralischen Gebarens liegen soll, wie es die Regierung Merkel an den Tag legt.

    • Auf der „Ramstein Air Base“ befinden sich außerdem das Hauptquartier der United States Air Forces Europe, der United States Air Forces Africa und das Hauptquartier des Allied Air Command Ramstein, einer NATO-Kommandobehörde zur Führung von Luftstreitkräften.

      Auch wenn das alles auf den ersten Blick befremdlich anmuten mag, muss man realistischerweise doch eingestehen, dass es keinen nennenswerten Unterschied macht, ob sich diese Einrichtungen nun weiterhin in Ramstein befinden oder beispielsweise nach Polen oder Italien verlagert würden (was zumindest die Polen wohl eher freuen als ärgern dürfte).

      https://www.n-tv.de/politik/Manche-stellt-der-US-Abzug-vor-den-Ruin-article21943781.html

      • Jedenfalls habe ich noch nirgends erlebt, dass der Abzug von US-Truppen oder auch die Schließung von Bundeswehrstandorten ohne signifikante Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden gewesen wäre. Allerdings nicht immer nur im negativen Sinne. Gerade in urbanen Gegenden ist dadurch oft viel Fläche freigeworden, die heute sinnvoll für neuen Wohnraum oder als Gewerbegebiet genutzt wird.

      • Die lokalen Auswirkungen sind immer nur eine Nebenfolge und sollte nicht bestimmen, ob und wo Soldaten stationiert oder abgezogen werden.

      • Ja, so was ähnliches hatte ich schon befürchtet. An Stelle der deutschen Regierung hätte ich schon lange mal gefordert, an der Horchtätigkeit z. B. von Echelon auch mit deutschem Personal beteiligt zu werden, schließlich geht es angeblich nur um die Aushorchung feindlicher Spione 😉

        Neulich stieß ich auf diesen SPIEGEL-Artikel von 1980:

        https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14324219.html

        Damals schon Gemecker über zu wenig deutsche Verteidigungsausgaben, von Republikanern wie von Demokraten, und Verlangen nach überproportionaler Steigerung der Verteidigungsausgaben.

        Wie man hier sieht:

        Klicke, um auf wd-4-025-17-pdf-data.pdf zuzugreifen

        … hatte Deutschland nicht nur in der Weimarer Republik nicht mehr als 1 % Verteidigungsausgaben (vom Versailler Vertrag erzwungen), sondern in den 50er und 60er Jahren über 4 %, ähnlich wie heute noch die USA. Dennoch werden die USA wohl auf lange Sicht den Rüstungs- und Wirtschaftswettlauf mit China verlieren …

      • Die USA verlieren relativ, aber nicht absolut, insbesondere wenn sie sich nach Trump wieder um ihre (potentiellen) Verbündeten kümmern.

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