Elektronische Steuererklärung 2019

Letztes Jahr hatte ich die ‚Steuererklärung 2018 mit Einnahmenüberschussrechnung‘ erstellt. Letztere musste digital eingereicht werden (siehe ‚Zwang zur elektronischen Einnahmenüberschussrechnung‘), was einen unverhältnismäßigen Vorbereitungsaufwand erforderte. Aber dabei handelte es sich um Fixkosten, die ich gestern genutzt habe, um die gesamte Steuererklärung 2019 elektronisch zu erstellen und auch einzureichen, nicht nur die Einnahmenüberschussrechnung, die diesmal drei Einnahmepositionen und zwei Gegenpositionen umfasste. Zeitlich habe ich allerdings etwas länger dafür gebraucht als in den Vorjahren, obwohl ich auch Daten z. B. von den Lohnsteuerbescheinigungen digital übernehmen konnte.

Für die Steuererklärung brauchte ich diesmal 3 Stunden 45 Minuten und für die Einnahmenüberschussrechnung nochmals 30 Minuten, also zusammen 4 Stunden 15 Minuten, wofür letztes Jahr 2 Stunden 45 Minuten reichten. Dafür hoffe ich, nächstes Jahr auch die dieses Jahr gemachten Angaben elektronisch übernehmen zu können, denn vieles wiederholt sich doch jedes Jahr oder sogar im gleichen Formular. Außerdem überlege ich, für meine Kinder eine Nichtveranlagungsbescheinigung zu beantragen, da ihre Kapitaleinkünfte inzwischen (etwas) über dem Sparerpauschbetrag liegen.

10 Gedanken zu „Elektronische Steuererklärung 2019

  1. Leider war es das dann aber auch mit Elsterformular und 2019. Ab 2020 soll die elektronische Steuererklärung dann nur noch in MyElster – also online – oder mit Kauf-Software möglich sein. In Elsterformular 2019 wird daher ein Daten- Export zu MyElster angeboten- sollte man vorsorglich wahrnehmen. Nach MyElster sollen sukzessive auch Daten z.B. aus Lohnabrechnungen und der Sozialversicherung und aus steuerbegünstigten Vorsorgeverträgen automatisch übertragen werden.
    Die mit Sicherheit nachgeforderten Jahresbescheinigungen der Depot-Banken kann man nunmehr als PDF-Dateien per EMail übertragen. Die dazugehörige Adresse muss man aber noch telefonisch oder per Fax beim Sachbearbeiter erfragen.

    • Ich habe jetzt schon alles online gemacht und wusste nicht, dass die bisherige Option, Formulare offline am Computer auszufüllen, entfällt.

      Ich musste einmal meine schon eingereichte Steuererklärung nachträglich korrigieren, weil die Depot-Bank ihre schon ausgestellte Bescheinigung um wenige Cent änderte.

  2. Ich war froh, meine Steuererklärung 2019 online machen zu können, denn ich werde dieses Jahr nicht mehr nach Deutschland kommen können.

    Überlegen Sie doch mal, eine Familien-GmbH zu gründen und die Haushaltskosten abzusetzen. So etwas auszutesten, könnte „wissenschaftlichen Charakter“ haben und „Forschungszwecke“ erfüllen. Wir brauchen mehr Phantasie. Alles was der Merkel-Staat nicht bekommt, kann er auch nicht verschwenden…!

    • @francomacorisano – Hinsichtlich der Phantasie sollten Sie jetzt mal in Vorlage treten:
      – Art der geplanten Einkünfte
      – Kostenaufwand, der einem Fremdvergleich standhält.
      Zuständig wäre das Finanzgericht Münster- da kann Prof. Dilger immer persönlich vorbeischauen.
      Das FG Münster hat übrigens entschieden (Chance für Prof. Dilger), dass auch Aufwendungen für einen verwaltungsgerichtlichen Rechtsstreit steuerlich als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen sind. Voraussetzung sei jedoch, dass der entsprechende Rechtsstreit weder mutwillig noch völlig aussichtslos geführt worden ist (und dass die Aufwendungen den Einkommen abhängigen Selbstbehalt übersteigen).

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Warum denn nur „Art der geplanten Einkünfte“?

        Viel interessanter ist für den Fiskus doch die Höhe der geplanten Einkünfte.
        Wer im Voraus zu wenig angibt, muss eine zusätzliche Strafsteuer bezahlen und wer im vorauseilenden Gehorsam zu viel angegeben hat, dem wird der Laden bei Zielverfehlung wegen Liebhaberei von Amts wegen wieder geschlossen. So geht erfolgreiche Planwirtschaft! *Ironie aus*

      • 300sel
        sagte am 21/07/2020 um 12:02 :“Warum denn nur „Art der geplanten Einkünfte“?
        Viel interessanter ist für den Fiskus doch die Höhe der geplanten Einkünfte. . . .“
        Den Vorstellungen von @francomacorisano entsprechend, soll es sich doch um ein (legales) Steuervermeidungsmodell handeln. Die geplanten Kostenarten sind von der Art der vorgesehenen Einkünfte abhängig. Würden Kosten anfallen, die ein Fremder für die Einkünfte-Erzielung nicht aufwenden würde, so fällt das Modell in sich zusammen. Der Fremdvergleich ist eines der besonders häufig angewandten Methoden in der Betriebsprüfung. Da habe ich mit Gegengutachten schon gutes Geld verdient.

      • @Klaus Wolfgang Berger

        Interessanter Hinweis. Wobei ohnehin die Frage aufkäme, wer bei einer „Familien GmbH“ i.S. von ‚francomacorisano‘ den Gewinn einfährt und ob das Finanzamt die langen Anlaufverluste anerkennt. 😉

    • Das wird nicht funktionieren, zumal ich kein Steuerexperte bin. Was der Staat mir jetzt nicht an Steuern nimmt, lege ich besser an als er (was wirklich nicht schwer ist), so dass er zukünftig noch mehr Steuern bekommen wird.

  3. Wow, dann besitzen Ihre Kinder jeweils mindestens 50k, sofern Sie einen marktbreiten ETF kauften (800 Euro Kapitalerträge durch 2,5% durchschnittliche Ausschüttungen durch 70% Teilfreistellung bei ETFs als erste Näherung)? Das ist ein schöner finanzieller Start ins Leben, zumal der Aktienmarkt tendenziell bekanntlich noch wachsen wird.

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