CDU will eigene Frauenquote und Gleichstellung statt Gleichberechtigung für alle

Die „CDU-Spitze einigt sich auf verbindliche Frauenquote“, die ab der Kreisebene in den Vorständen (aber nicht für Einzelpositionen wie Vorsitzende und Schatzmeister) 2021 mit 30 Prozent beginnen soll, über 40 Prozent 2023 auf 50 Prozent ab 2025 ansteigt. Der Frauenanteil bei den CDU-Mitgliedern liegt hingegen bei 26 Prozent. Der CDU-Bundesparteitag muss noch zustimmen, wobei er üblicherweise der Parteispitze folgt. Passende Worte findet Astrid Hamker, die Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrats (siehe „‚Übermotiviert‘: CDU-Wirtschaftsrat weist Frauenquote zurück“):

„Mir kommen Vorstöße wie der von Frau Merkel für die Wirtschaft oder der von Frau Kramp-Karrenbauer für die CDU ziemlich übermotiviert und unrealistisch vor“, sagte Hamker […].
So wie keine Führungspositionen in den Betrieben von oben angeordnet werden könnten, so verhalte es sich auch mit weiblichen Kandidatinnen in einer Partei. „Bei der CDU frage ich mich, ob sie angesichts einer Bundeskanzlerin, einer EU-Kommissionspräsidentin und derzeit noch einer Parteivorsitzenden sowie drei von fünf Spitzen ihrer Bundesministerien in weiblicher Hand überhaupt diese Frauendebatte braucht“, sagte Hamker.

Damit wird die CDU endgültig zur linken Partei, die nach dem Geschlecht diskriminiert und dieses für wichtiger hält als das Individuum, dessen Qualifikation und auch die demokratische Wahl. Sie überholt noch die SPD, die eine Frauenquote von 40 Prozent hat, und schließt zu Grünen und Linken auf, die mindestens die Hälfte aller Parteiämter, allerdings auch Mandate an Frauen vergeben.

Leider beschränkt sich die CDU nicht auf eine Quotenregelung für sich selbst, was letztlich ihre Sache ist, sondern die Merkel-„Regierung beschließt Gleichstellungsstrategie“. Diese soll nicht nur in „Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft gleichermaßen“ die Gleichberechtigung durch Gleichstellung ersetzen, sondern auch tief in die Familien hineinregieren, wo die Politik den Frauen und Männern bei der „Erziehungs-, Haushalts- und Pflegearbeit“ nicht helfen, sondern ihnen die politisch korrekte Verteilung vorschreiben will.

Nach der Frauenquote für Aufsichtsräte (siehe ‚Starre Frauenquote kommt‘) soll demnächst auch eine Frau für jeden Vorstand von größeren börsennotierten Unternehmen vorgeschrieben werden. Schließlich will Familienministerin Franziska Giffey den meisten Familien durch Abschaffung des Ehegattensplittings schaden, also Ehen mit gleichem Einkommen ungleich besteuern, und zwar zukünftig höher, wenn die Einkommensverteilung zwischen den Ehepartnern ungleich ist.

58 Gedanken zu „CDU will eigene Frauenquote und Gleichstellung statt Gleichberechtigung für alle

  1. Das Bestreben der Parteien links von der CDU, das Ehegattensplitting abzuschaffen, ist nicht neu, aber es gibt dafür keine Mehrheit.

    Frau Giffey steht mit ihrem „Gute-Kita-Gesetz“ exemplarisch für die Idee, die Kinder möglichst früh aus den Familien zu holen und fremdbetreuen zu lassen. Wer als Eltern die Kinder länger als einige Monate mehr oder weniger vollständig alleine aufziehen möchte, weiß, dass das nur mit Teilzeitarbeitsmodellen möglich ist. Genau hierfür ist das Ehegattensplitting gedacht und sinnvoll. Noch sinnvoller wäre natürlich ein Familiensplitting.

      • „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ (Artikel 6 Abs. 1 GG)
        Inzwischen darf doch jeder heiraten, ganz unabhängig vom Geschlecht, nur die Beschränkung auf zwei Personen muss noch fallen.

    • Die CDU läuft doch einfach den linken Forderungen mit einiger Verzögerung hinterher, siehe Frauenquote. Also wird auch das Ehegattensplitting irgendwann fallen, ohne durch ein tatsächlich sinnvolleres Familiensplitting ersetzt zu werden.

      • Irgendwann muss aber doch auch mal Schluss sein mit dieser Bewegung nach links. Wenn im linken Spektrum kein Platz mehr ist, rückt vielleicht die Linkspartei plötzlich nach rechts. Ein ähnliches Phänomen gab es in den USA, wo lange Zeit die Demokraten konservativer als die Republikaner waren und z.B. die Sklaverei befürworteten.

      • Für die SPD hätte ein Plätzetausch mit der nach links rückenden CDU eine Option sein können, aber die Chance wurde vertan (und war angesichts der Mitglieder und vor allem Funktionäre wohl nie realistisch). Frau Wagenknecht tritt teilweise für einen nationalen Sozialismus ein, was aber wohl nur der Nähe der Extreme geschuldet ist statt einem Rechtsruck.

    • Die CDU läuft doch einfach den linken Forderungen mit einiger Verzögerung hinterher, siehe Frauenquote. Also wird auch das Ehegattensplitting irgendwann fallen, ohne durch ein tatsächlich sinnvolleres Familiensplitting ersetzt zu werden.

  2. Gleichheit ist eine sozialistische Utopie.
    Wieder einmal wird ein sozialistisches Experiment ausprobiert.
    Das Schlimmste daran ist, dass es von der CDU ausgeht.
    Ich bereute heute jeden Tag, den ich in der CDU Mitglied war…!

    • Völlig richtig. Jeder Mensch ist gleich viel wert, aber eben nicht gleich. Und diese Tatsachenbeschreibung ist auch gar nicht schlimm, denn sie beschreibt die Natur des Lebens.

      Wenn man nun aber durch (gewaltsame) künstliche Eingriffe die Gesetze von Natur und sozilogischen Binsenweisheiten über den Haufen werfen will, dann kann dies nur unter Zwang einigermaßen aufrecht erhalten werden und wird langfristig dennoch scheitern. Das gilt für die absurden Frauenquoten ebenso, wie für das Verschmelzen unterschiedlicher Völker und Kulturen.

      Bei diesen aktuellen Projekten gibt es übrigens eine unheilige Allianz von globalistischem Großkapital und post-nationalen Linken Kräften. In der Politik genauso, wie außerhalb. Und die CDU nebst ihrer westeuropäischen Schwesterparteien ist schon lange mittendrin.

      Ich war zum Glück nie Mitglied dieser gefährlichen Deutschland- und Europaabschafferpartei. Leider habe ich diese bis einschließlich der LTW NRW 2010 gewählt. Ich bereue es heute noch. Mittlerweile halte ich die CDUCSU für Deutschlands gefährlichtse Partei, denn die Grünen waren immer ehrlich. An den meisten Entscheidungen gegen Deutschland waren Unionspolitiker beteiligt. Und der Langzeitschaden ist bereits jetzt immens.

      • Welches Interesse „von globalistischem Großkapital“ sollte denn an Frauenquoten bestehen? Die Unternehmen haben doch besonders unter Frauenquoten und vergleichbaren Markteingriffen zu leiden.

  3. Diese Quoten werden sicher bald wieder über den Haufen geworfen, da ja die Geschlechtsgruppe „divers“ übersehen wurde. Am besten wird es sein, wenn auch diese mit 1/3 vertreten sein muss. Ich bin schon heute sehr gespannt darauf, wie das dann in der Praxis umgesetzt wird.

    • Viele Opportunisten werden sich als Trans deklarieren, um so einen Divers-Listenplatz zu ergattern, den sie sonst nicht erhalten würden. Womit ich nicht sagen will, daß die anderen Listenplätze nicht ohnehin und vollständig von Opportunisten besetzt würden. Die zweitbeste Option ist, als Mann darauf zu bestehen, ganz Frau zu sein und auf einen Frauen-Quotenplatz zu bestehen. Die ungünstigste: als Mann als Mann zu kandidieren.

      • Vielleicht geht es auch einfach nur darum, dass Männer nicht mehr Männer sein sollen. Wenn Sie sich zu Ihrem Frausein bekennen (oder besser noch tatsächlich kastrieren lassen), ist alles politisch korrekt und gibt es einen Quotenplatz als Belohnung.

      • Dieser Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen. „Diverse“ werden bereits durch die pauschale Zusammenfassung massiv diskriminiert. Es wäre daher durchaus geboten, im Interesse der Gleichbehandlung entweder jedem der jeweiligen Geschlechter mindestens einen Vertreter zuzugestehen, oder aber gleich alle Geschlechter gleich herablassend zusammenzufassen und ganz auf die Geschlechterquote zu verzichten. Was meinen Sie? Wäre Letzteres ethisch vertretbar? *Kopfkratz*

      • Es ist natürlich die liberale Lösung, gar nicht aufs Geschlecht (oder auch die vermeintliche Rasse bzw. Hautfarbe) zu schauen und Menschen nicht danach zu diskriminieren, auch nicht mittels Quote.

      • Björn Höcke ist ein Agent Provocateur. Möglicherweise Agent des Verfassungsschutzes oder der NPD. Er gehört in meinen Augen nicht zur AfD und vor allem nicht in die AfD. Auch wenn ihm in den NBL viele AfD-Mitglieder vom Schlage „Jammerossi“ nachlaufen (ja, in den ABL gibt es auch ein paar Irrlichter die das tun), so repräsentiert er doch in keinster Weise die AfD im eigentlichen Sinne, sondern ist ein Fremdkörper von einem anderen Stern.

      • Sie müssen das nicht ständig wiederholten. Fakt ist, dass Herr Höcke sehr viele Anhänger in der AfD hat und nicht mehr rausgeworfen oder entmachtet werden kann. Selbst der Rauswurf des Neonazis Kalbitz ist noch nicht durch.

      • Das ist doch ein generelles Problem in der deutschen Parteienlandschaft (allerdings nicht der AfD), dass einmal aufgenommene Mitglieder nicht so einfach wieder los zu bekommen sind. Bezeichnend finde ich allerdings, dass sich ausgerechnet Wessis wie Höcke und Kalbitz bzw. ursprünglich in die alte BRD (West) eingewanderte Migranten aus Ostblockländern wie Gauland, Petry und Tillschneider, ganze AfD-Landesverbände in den NBL zur Beute machen um dann maximal zu provozieren und damit die AfD zu schwächen. Hat das in ihren Augen denn gar kein Gschmäckle?

      • Herr Gauland bezeichnet Herrn Höcke als die Mitte der Partei, muss man dazu noch mehr sagen?

        Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass in Zukunft das ein oder andere moderate AfD-Mitglied Informationen über Nazis in den eigenen Reihen an den Verfassungsschutz geben wird. Das scheint bisher schon der Fall zu sein (https://www.n-tv.de/der_tag/Immer-mehr-AfDler-wollen-offenbar-fuer-Verfassungsschutz-spitzeln-article21902484.html) und dieser Trend dürfte zunehmen. Ob sich die Nazis dadurch unter Druck setzen lassen, weiß ich allerdings nicht, würde es aber auch nicht völlig ausschließen.

      • @Josef Fischer

        Ein Agent Provocateur rückt den anderen in die „Mitte der Partei“.
        Ja und? Überrascht Sie das? Part of the game …

        Auch dass immer mehr Mitglieder dem Verfassungsschutz ihre Hilfe anbieten, um endlich die „Pateifreunde“ mit braunen Pfoten loszuwerden, überrascht mich nicht. Schon eher überrascht mich, dass sie da jetzt erst drauf kommen.

      • Herr Gauland hat eine breite Mehrheit der AfD hinter sich. Ebenso könnten Sie argumentieren, dass Frau Merkel für die CDU völlig irrelevant wäre.

        Zugleich ist es sehr fraglich, ob der Verfassungsschutz dabei hilft, die Extremisten in der AfD loszuwerden, oder ob er nicht eher versucht, über die Extremisten und eigene Agenten die ganze AfD loszuwerden.

      • @Alexander Dilger
        „Herr Gauland hat eine breite Mehrheit der AfD hinter sich.“
        Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Das ist nur noch nicht zu Außenstehenden wie Ihnen richtig durchgedrungen.

        Was die Rolle des Verfassungsschutzes angeht, teile ich Ihre Einschätzung durchaus. Andererseits würde niemand, der seine Sinne beisammen hat, einer dauerhaft von Provokationsagenten wie Gauland und Höcke dominierten AfD eine Träne nachweinen. Auch ich nicht.

      • Welchen Beleg gibt es für Ihre Verschwörungstheorie? Eine viel einfachere Erklärung ist doch, dass die AfD einfach viel zu weit nach rechts gekippt ist und sich deshalb gegen Rechtsextremisten nicht mehr wehren kann, die zuvor von Opportunisten geduldet oder sogar hofiert wurden.

      • Was daran ist denn eine Verschwörungstheorie?

        Fakt ist doch, dass die AfD-Gründungsmitglieder Lucke und Gauland, die zuvor 35 bzw. 40 Jahre in der CDU tätig gewesen sind, die Rechtsextremisten überhaupt erst in die AfD geholt haben. Unterstützt von anderen langjährigen CDU- und CSU-Mitgliedern in den AfD-Landesverbänden.

      • Herr Lucke hatte da sicher keine Hintergedanken, sondern war einfach zu naiv. Aber das hatten wir auch schon alles viel zu oft.

      • Ich staune wirklich immer wieder, mit welcher Nibelungentreue Sie nach wie vor zu Bernd Lucke stehen. Ich halte ihn überhaupt nicht für naiv. Er mag keine besonders gute Menschenkenntnis haben und sich mehrfach „verrechnet“ haben. Mit Naivität hat aber beides nichts zu tun. Eher mit überschaubarer, weil zu einseitig ausgeprägter Intelligenz. Lucke ist eben ein typischer Theoretiker und kleiner Rechthaber ohne praktische und emotionale Intelligenz.

      • Ich benenne hier doch ganz offen Fehler und Schwächen von Bernd Lucke, doch eine Verschwörung, mittels Neonazis in der AfD der CDU nutzen zu wollen, gehört definitiv nicht dazu.

      • Sie äußern doch selbst immer wieder, dass die AfD vor allem Frau Merkel und der CDU nutze. Das passt doch zusammen.

      • Nein, das passt nicht zusammen. Erstens kenne ich Bernd Lucke persönlich und verstehe seine Motivlage, zweitens ist der Nutzen für Frau Merkel doch vor allem durch seinen Abgang eingetreten. Vielleicht sind Sie selbst also der CDU- und Verfassungsschutzagent, den sie jedem anderen unterstellen.

      • Keine Sorge. Ich bin kein Agent. Weder für den Verfassungsschutz, noch für die CDU.

      • Von den prominenten AfDlern ist wohl am ehesten Herr Höcke ein Agent. Herr Pretzell wäre das für 5 Euro gerne geworden, aber sein Abgang passt nicht dazu.

      • Höcke ist ganz sicher ein Agent. Das schließt aber nicht aus, dass er trotzdem ein überzeugter Nationalsozialist ist.

      • Ja, so ist das mit Agenten. Sie weisen sich nicht als solche aus. Und Agent Landolf Ladig bestreitet ohnehin kategorisch jede Verbindung zu irgendetwas. Das unterscheidet den Profi Höcke vom Nicht-Agenten Kalbitz.

      • P.S.
        „… zweitens ist der Nutzen für Frau Merkel doch vor allem durch seinen Abgang eingetreten.“

        Genau deshalb hätte Lucke seinen „Weckruf“ ja nie starten dürfen, wenn er tatsächlich eine politische Veränderung gewollt hätte. So hat er eben Merkel gestützt, was vielleicht von Anfang an seine Mission gewesen ist.

      • Hören Sie mit dieser völlig abstrusen Unterstellung auf. Es ist doch offensichtlich, dass Herr Lucke die AfD weiter anführen wollte, und zwar ganz alleine. Der Weckruf war ein untauglicher Versuch dazu wie zuvor schon die Satzungsänderung in Bremen.

      • Als Autokrat und Theoretiker Lucke gemerkt hat, dass er die AfD nicht unter seine Alleinherrschaft bringen kann (was ohnehin reichlich naiv war), musste eben ein „Plan B“ her, der genauso wenig zu Ende gedacht war bzw. an der Realität scheiterte.

      • Alexander Gauland als Agent Provocateur zu bezeichnen, ist einigermaßen abenteuerlich. Ich halte ihn eher für eine der tragenden Figuren der Partei, zumindest bis zu seinem Abtritt als Parteivorsitzender. Auch z.B. die Boateng-Aussage wurde in der Partei weithin unterstützt. Die Aussage über das Stolz sein über die angeblichen Leistungen der Wehrmacht eher weniger, da würde ich Ihnen zustimmen.

      • @Josef Fischer
        „… z.B. die Boateng-Aussage wurde in der Partei weithin unterstützt.“

        Wie kommen Sie denn auf so eine absurde Idee? 😖
        Haben Sie dafür belastbare Belege?

        Gauland hat zwar die Außenwirkung der AfD auf tragische (nicht tragende) Weise geprägt, nämlich sowohl durch die Protektion von Nazis als auch durch seine eigenen angeblichen „Ausrutscher“, aber er war nie eine wirklich tragende Figur für die ganze Partei. Allenfalls als Strippenzieher am rechten Rand.

      • Ein objektives Indiz ist, dass Herr Gauland nicht allzu lange nach dieser Äußerung als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt wurde. Hätte die Partei eine solche Aussage sehr gestört, hätte sie jemand anderen gewählt.

      • Hätte, hätte, Fahrradkette. Bei der Kür der Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl 2017 waren auch andere Gründe für die Wahl des Teams Gauland/Weidel ausschlaggebend. Insbesondere Sympathien für bzw. Antpathien gegen Frauke Petry und Marcus Pretzell.

      • @ Josef Fischer

        Wie auch schon hinsichtlich der Corona-Thematik sollten Sie bei den Darstellungen in den Mainstreammedien vorsichtig sein. Denn unsere hiesigen Medien sind eben nicht neutral und unabhängig, sondern vielmehr abhängig und mit einem Auftrag ideologisch und inhaltlich unterwegs. Gerade der Tagesspiegel, der mit dieser Geschichte glaube ich zuerst raus kam, fällt nun wirklich nicht durch neutrale Berichterstattung auf. Überhaupt ist unsere Mainstreammedienlandschaft hinsichltich ihrer Eignerstruktur viel weniger vielfältig und unabhängig, als dies auf den ersten Blick wirkt.

        Finden Sie es nicht seltsam, dass ausgerechnet am Tag der Veröffentlichung des neuen Verfassungsschutzberichtes ein Tagesspiegeljournalist natürlich rein zufällig über Informationen zum Nachteil der AfD zu Berichten weiß?

        Die Frage stellt sich natürlich woher er dies bei einem angeblichen „Geheim“-dienst hat. Natürlich ist der sog. Verfassungsschutz spätestens seit der Maaßen-Entfernung immer mehr zu einem Regierungsschutz verkommen, was längst auf verschiedenen Ebenen sichtbar ist und bereits auch strukturell begründet ist. Ein wirklich neutraler Geheimdienst gibt keine Pressekonferenzen, hat keine Präsidenten mit Parteibuch und kann auch nicht einfach noch politischzen Erwägungen entlassen werden. Erst vor 10 Tagen konnte man in den Medien darüber lesen, dass es hinsichtlich des VS-Berichtes und der AfD-Thematik Streit gab. Der VS wollte explizit auf grund medialem Erwartungsdrucks AfD-Untergruppen mit hineinnehmen. Ein VS, der aber hinsichtlich des jeweiligen aktuellen medialen und öffentlichen Drucks agiert, ist genau was? Sicher nicht neutral und unabhängig.

        Und die von Ihnen verlinkte Berichterstattung der Mainstreammdien reiht sich eben in die altbekannte Diffamierungs- und Zersetzungsstrategie ein. Ängstliche und gescheiterte Karrieristen sollen aus der Reserve gelockt werden und Misstrauen und Zwietracht weiter geschürt werden, dafür ist das Stichwortgeber und Pingpongspiel von VS, Medien und Altparteien nötig. Uralte Zersetungsstrategien, mit denen lästige Opposition entfernt und die Macht bis zum Sankt-Nimerleinstag einzementiert werden soll.

        Ein paar dieser freiwilligen Spitzel wird es sicherlich immer geben, gerade in den von mir genannten Gruppen. Von einem Massenphänomen, wike es der Tagesspiegel behauptet, kann man aber sicherlich nicht sprechen. Erst recht nicht in Ostdeutschland, wo die Aversion gegen die Allmachtsphantasien der Obrigkeit hoch sind.

      • Gegen die offizielle Einstufung vom Verfassungsschutz könnten die AfD, ihre betroffenen Untergliederungen und -gruppen sowie auch Einzelpersonen klagen. Warum tun sie das nicht, wenn sie sich für verfassungstreu halten?

  4. Die ?DU kann sich die Mühe sparen, ein eigenes Parteiprogramm zu pflegen. Sie sollte statt dessen einfach auf das entsprechende Pamphlet der Grünen verlinken.

    • Die noch viel schlimmere Wahrheit ist, dass die Parteiprogramme von Grünen und CDU/CSU auch stark mit entsprechenden Papieren der EU übereinstimmen (z.B. hinsichtlich Klimawahn, Migration und EU-Zentralstaatsplänen). Im Prinzip haben wir es immer mehr mit einer orwellschen Demokratiesimulation zu tun.

      Mit echter Demokratie und vor allem verantwortlicher Zukunftsplanung hat das alles jedenfalls schon lange nichts mehr zu tun.

  5. Wichtiger fände ich beispielsweise eine Quote für Beamte. Aktuell sind diese mit 173 von 709 Mandaten, d.h. 24.4%, überrepräsentiert ggü. einem Anteil von 13.6% unter allen Beschäftigten.
    Ich sehe das kritisch, zumal es sich hierbei um die privilegierteste Gruppe von Beschäftigten im Land handelt, und diese von wichtigen Entscheidungen (Rente, Sozialabgaben) gar nicht betroffen ist.

    • Sie meinen eher eine Obergrenze als eine Quote. Beamte haben vor allem einen sicheren Arbeitsplatz, auf den sie auch nach vielen Jahren in der Politik wieder zurückkehren können. Das macht sie übrigens etwas unabhängiger als die vielen reinen Politkarrieristen, die keinen anderen bzw. richtigen Beruf gelernt haben und ausüben könnten.

      Wenn jede Gruppe nach ihrem Anteil in der Bevölkerung auch im Parlament repräsentiert sein soll, sind Wahlen übrigens nicht mehr sinnvoll, sondern sollten die Mandate besser verlost werden. Das Parlament wäre dann repräsentativ und vermutlich eher besser als aktuell (jedenfalls in moralischer Hinsicht).

  6. Pingback: Zweieinhalb Argumente für Quoten | Alexander Dilger

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