CDU und UNO sind jetzt 75

Heute gibt es gleich zwei Jubiläen zum 75. Gründungstag. Sowohl die CDU als auch die UNO gelten als am 26. Juni 1945 gegründet, wobei in beiden Fällen auch andere Daten angeführt werden könnten. So gab es vor dem Gründungsaufruf zur CDU an diesem Tag schon lokale christdemokratische Gruppen, während der 1. Bundesparteitag der CDU erst 1950 stattfand. Die Charta der Vereinten Nationen wurde an diesem Tag von 50 Staaten unterzeichnet, war aber schon vorher erstellt worden und trat erst am 24. Oktober 1945 in Kraft.

Die CDU entwickelte sich schnell zur stärksten Partei in Deutschland, die auch am häufigsten und längsten den Kanzler stellte bzw. jetzt die Kanzlerin stellt, die allerdings das alte christdemokratische Profil mit großen liberalen und konservativen Anteilen völlig aufgab, um die CDU von der Mitte nach links zu rücken, wo sie die SPD aufreibt, während in der Mitte eine von der FDP kaum gefüllt Lücke und eine immer weiter nach rechts driftende AfD entstanden. Es ist leider kein potentieller Nachfolger mehr zu sehen, der das wirklich ändern wollte, weshalb Frau Merkel auch gleich Kanzlerin bleiben kann und vielleicht auch wird.

Die Vereinten Nationen waren, wenn man das überhaupt vergleichen kann, weniger erfolgreich und mächtig als die CDU, aber immerhin besser aufgestellt als der vorherige Völkerbund, den die USA anregten, um ihm dann selbst gar nicht beizutreten. Die UNO wird auch zukünftig gebraucht werden, hat aber große Probleme, weil sich nicht nur die größten Mächte meist gegenseitig blockieren, sondern auch die schwersten Menschenrechtsverletzter im Menschenrechtsausschuss sitzen und dort das große Wort führen, insbesondere gegen Israel. Eine Weltregierung wird die UNO nicht werden, was auch gut so ist, aber zukünftig etwas mehr Einfluss zur Sicherung des Friedens und der Menschenrechte sind ihr zu wünschen.

23 Gedanken zu „CDU und UNO sind jetzt 75

  1. Die UN und ihre Unterorganisationen haben sich zu Versorgungsinstitutionen von ausgedienten Politikern und Negerhäuptlingen, sowie zu einem Sprachrohr für linksgrüne Propagandisten entwickelt.

    Die CDU war zwar nie eine rein konservative Partei, aber unter Merkel hat sie SPD und Grüne links überholt und den Rechtsstaat aufgegeben.

    UN und CDU wünsche ich zum Geburtstag den verdienten Untergang. Sie sind überflüssig wie ein Kropf…!

    • Die ideologische Verortung der Parteien führt am Problem unserer Demokratie vorbei. Dass nämlich ALLE Parteien zur Bildung von Seilschaften neigen, die sich den Staat zur Beute machen (von Arnim). In Regierungsbeteiligung scheuen sie auch nicht davor zurück, sog. „Antifa“- Vertreter – in Wirklichkeit meist Anarchisten – mit Steuermitteln zu begünstigen und gegen den politischen Gegner einzusetzen. Fleischhauer beschreibt das heute in Focus Online unter https://is.gd/FGaY0A – ich hatte schon auf das EBuch „Der Linksstaat . .“ von Jung/Gross verwiesen. Kohls Steuerung der CDU mit „Bimbes“ wurde vielfach beschrieben. Hans Herbert von Arnim untertitelt sein Buch „Die Hebel der Macht . . .“ mit „Parteienherrschaft statt Volkssouveränität“.
      Die AfD – ursprünglich mit guten Vorsätzen angetreten – beteiligt sich am Wettbewerb um das Abzocken des Steuerzahlers (Stiftungen). In meiner Kommunal-Fraktion der AfD wurde der letzte Vorwand genutzt, den budgetierten Zuschuss der Gemeinde komplett zu verbraten, um nichts zurückgeben zu müssen.

      • Ja, das deutsche Parteiensystem ist ein großes Problem. Aber wie kann es reformierr werden? Neue Parteien, die mit dem Ziel starten wie Grüne und AfD, treiben es schnell noch doller als die alten.

  2. Wenn eine Partei – aus welchen Gründen auch immer – erst fünf Jahre nach ihrer Gründung ihren ersten Parteitag abhält, dann ist damit der Grundstein für das innerparteiliche Demokratieverständnis gelegt.

      • Mein Hinweis stellt nicht auf Föderalismus ab (der auch in der CDU längst der Berlin-Unterordnung gewichen ist), sondern auf innerparteiliche Demokratie. Wer traf die Entscheidungen in einer CDU, die in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens keinen Parteitag abhielt? Adenauer alleine?

      • Bis heute stellt die Union Landeslisten auf. Was passt Ihnen daran nicht? Sind Sie plötzlich für Zentralismus oder einfach nur gegen die CDU mit vorgeschobenen Argumenten?

      • Ja und?
        Ist das alleine ein Grund, die Klatschhasen-CDU gut zu finden?
        Wahrscheinlich werden die Empfehlungen für die Landeslisten zentral im Konrad-Adenauer-Haus ausgeklüngelt. Und wer „Mutti“ nicht genehm ist – na ja, siehe Thomas Kemmerich. Der Arm von IM Erika reicht weit. Sogar bis in andere Parteien.

      • Die CDU von 1945 gibt es nicht mehr und weder Sie noch ich kennen diese Partei, da wir damals beide noch nicht einmal als Quark im Schaufenster standen. Relevant ist für uns doch, was die Parteien heute anbieten. Im Falle der CDU ist es Merkelismus. Also eine Mischung aus SED-Prägung, Willkürentscheidungen ohne Sinn und Verstand, Autokratie und Zentralismus.

      • Geschichte ist wichtig. Wenn sie Ihnen egal ist, sollten Sie sich nicht dazu äußern. Dann können Sie aber z. B. auch nicht Die Linke vorwerfen, rechtsidentisch mit der SED zu sein. Auch die FDJ-Karriere von Frau Merkel spielt dann keine Rolle mehr, die neonazistischen Treffen von Herrn Kalbitz, die NPD-Texte von Herrn Höcke etc.

      • Ach geh, Herr Dilger. Sie wissen genau, dass ich die Geschichte der Parteien immer in meine Überlegungen einbeziehe. Die SPD orientiert sich noch heute an den Verhältnissen aus dem Zeitalter der ersten Dampfmaschinen und hat nicht erkannt, dass sich die Erde weiter gedreht hat und es zumindest in Deutschland kaum noch eine „Arbeiterklasse“ gibt. Die SED versteckt ihr Milliardenvermögen und tut so, als wäre sie eine neue Partei. Dabei wurde nur ein neues Schild an die Tür gehängt. Am meisten verändert hat sich von den alten Parteien in der Tat die CDU. Aber gerade deshalb ergibt es überhaupt keinen Sinn, in Adenauers und Ehrhards Zeiten zu schwelgen. Die Verhältnisse sind heute andere und die CDU ist – wie Sie oben bereits richtig feststellen – auch nur noch dem Namen nach dieselbe Partei. Folglich gibt es da auch nichts zu feiern.

      • In der CDU waren die Mitglieder schon immer nur dazu da, Beitrag zu zahlen und in Wahlkampfzeiten Plakate zu kleben und Flyer zu verteilen. Ansonsten haben sie die Klappe zu halten. Wichtige Entscheidungen werden von den Eliten in Hinterzimmern getroffen…!

      • @francomacorisano

        Zum Plakate kleben und Flyer verteilen braucht man Fußvolk vor Ort. Wahrscheinlich ist das der ganze Föderalismus der CDU …

      • @ francomacorisano

        Völlig richtig, die CDU/CSU war schon immer eine Partei, die von allen etablierten Parteien Direkte Demokratie am stärksten abgelehnt hat. Gleiches galt selbstverständlich stets auch für innerparteiliche Partizipation. Andere etablierte Parteien, wie z.B. die Grünen, haben zuimdest stark eingeschränkt und themenbezogen (natürlich links-grüne Themen) Ihre Bereitschaft zu Volksabstimmungen erklärt. Für die CDUCSU aber war dies immer schon Teufelszeug. Alle großen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte, wie etwa Dauer-„Gast“arbeiter, Euroeinführung, Eurorettung, Umbau der EU zum Zentralstaat, Masseneinwanderung und Asylmissbrauch, etc, wurden meist auch unter der Beteiligung der Union ohne Volksabstimmungen umgesetzt. Ich halt schon seit einiger Zeit die Unionsparteien als die gefährlichsten Parteien überhaupt in Deutschland. Anders als etwa die Grünen, welche mit ihren Absichten stets offen und transparent umgegangen sind, haben CDUCSU die großen links-globalistischen Ideologieprojekte unter Vorspiegelung falscher tatsachen durchgezogen.

    • Sie liegen mit Ihrem Verdacht völlig richtig, auch auf die Gefahr hin, dass Herr Dilger meinen Kommentar wieder nicht freischaltet.

      Das Zustandekommen und der rasante Aufstieg der CDU/CSU ist gelinde gesagt etwas „fishy“, wie man im Englischen sagt.

      Denn Tatsache ist, es gab bereits mit der Zentrumspartei eine bekannte etablierte christlich-konservative Partei, welche nicht hinsichtlich der Verbrechen des NS in Mithaftung genommen werden konnte. Auch wenn diese zugegebenerweise eine katholische Schwerpunktsetzung hatte und damit in nicht-katholischen Gebiten Deutschlands ein schlechteres Standing hatte, kann hier deren „Kaltstellung“ und Bedutungslosigkeit nach 1945 nicht hinreichend erklärt werden. Wie jeder weiß, braucht es für das Etablieren einer neuen politischen Kraft eine Menge Geld, idealerweise gute Kontakte auch in die Medienlandschaft , zumindest aber wohlmeinende Medien, die über einen berichten, sowie schlichtweg einen stetig wachsenden hohen Bekanntheitsgrad, um dann auch reüssieren zu können. Wenn man dann bedenkt, dass sämtliche Medien sowie die DPA (und in der Anfangszeit deren lokale Vorläufer) quasi vollkommen in Allierternhand waren und von diesen immer zugelassen werden mussten, dann verdichten sich die Zusammenhänge noch mehr.

      CDU/CSU, die mit null Bekanntheitsgrad beginnend binnen weniger Jahre (ganz ohne alternative Verbreitungswege wie das Internet) deutschlandweit dominierend wurden, sind ganz offensichtlich, wenn nicht direkt/ indirekt von den West-Allierten selbst gegründet, so doch zumindest von diesen mindestens in der Zeit von 1945-1949 massivst protegiert worden.

      CDU/CSU waren keine Graswurzelbewegungen aus dem Deutschen Volk heraus, sondern transatlantische Retortenparteien, die sich bis heute wie abhängige Zweigstellen aufführen. Auch sind diese in die ganzen post-nationalen Zusammenhänge, wie auch die unselige UN, in welcher wie francomacorisano völlig richtig andeutet Drittweltstaaten samt ihrer Vorstellungen längst dominieren, vollständig miteingebunden. Klar ersichtlich ist dies auch bei anti-europäischen Beschlüssen, wie dem fatalen UN-Muigratonspakt, von dem ausschließlich Drittweltstaaten profitieren, welcher aber von den UNions-Parteien West-Europas – allen voran von CDUCSU – massivst vorangetrieben wurde.

      Wenn man sich viele Aktivitäten nach 1945, besonders in der Gründungszeit der BRD bis etwa 1953 ansieht, dann ist ersichtlich, dass man nach dem Ende der NS-Diktatur gerade nicht das Ziel hatte größtmögliche Demokratie, pluralistischen Wettbewerb und vollständige Souveränität der Deutschen zu ermöglichen. Im Grunde hat man uns mit der Installierung der Mainstreammedien, der dazugehörigen Presseagenturen sowie ergänzend dazu den jeweiligen Altparteien, Dinge vorgestzt, die bis heute Bestand haben, bis heute die Geschicke Deutschlands (und Europas) maßgeblich lenken und immer unmittlebaren Volksbeteiligungen, wie der Direkten Demokratie, reserviert bis ablehnend gegenüber stehen. So erklären sich dann auch die Verkrustungen, Missstände und zunehmenden eklatanten Demokratiemängel, da eine unvoreingenommene breite direkt-demokratische Politik aus dem Deutschen Volk heraus bereits in den Anfangsjahren anch 1945 explizit nicht gewünscht war.

      • Das ist zwar verschwörungstheoretischer Unsinn, aber etwas anderes als Ihr ständig wiederholtes Relativieren der Extremisten in der AfD, welches ich wie angekündigt nicht mehr freischalte. Jeder kann es doch beliebig oft in Ihren bisherigen Kommentaren nachlesen.

      • Konrad Adenauer hat die eindeutige Westbindung Westdeutschlands durchgesetzt. Er war allerdings etwas frankophile orientiert. Der eindeutige Atlantiker war Ludwig Erhard.

        In der CDU gab es in ihren Gründungsjahren sogar starke sozialistische Tendenzen (Ahlener Programm, …). Regionale Besonderheiten (CSU in Bayern, Nordlichter, …) waren Teil des Markenkerns, bis Merkel die Partei gleichgeschaltet und Regionalfürsten entthront hat. Aber schon Kohl hat parteiinterne Kritiker bis hinunter in den Ortsverband kaltstellen lassen. Und Adenauer hat seinen Koalitionspartner Deutsche Partei (DP) demontiert und angeschlossen, was er allerdings in seinen letzten Jahre bitter bereut hat.

  3. In der fast rein katholischen Zentrumspartei (einer der besseren Parteien von 1871-1933) gab es seit der Jahrhundertwende Überlegungen, sich auch – nicht nur theoretisch – für Evangelische zu öffnen. Nach 1945 gab es sogar Tendenzen für nur noch eine große bürgerliche demokratische Partei. Selbst Theodor Heuss zeigte dafür Sympathie. Dann entstand neben der CDU aber doch die FDP. Die wieder entstandene Zentrumspartei blieb klein. Zudem stand sie deutlich links vom Hauptstrom der CDU. Heute sind manche Fragen von kurz nach 1945 nur für wenige noch wichtig, etwa Konfessionsparteien. Aus meiner Sicht fehlt vor allem eine strikt liberale, strikt demokratische Partei. (Adenauer wurde 1949 natürlich von der Bundestagsfraktion von CDU/CSU nominiert)

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