Erstmals Astronauten mit privater Rakete im All

Vorgestern startete die erste Rakete eines privaten Raumfahrtunternehmens, konkret die Crew Dragon von SpaceX, welches Elon Musk gehört, mit zwei Astronauten an Bord, die gestern bei der internationalen Raumstation ISS ankamen (siehe „SpaceX-Raumkapsel dockt an ISS an – Musk stichelt gegen Russland“). Das ist der Beginn eines neuen Kapitels der Weltraumfahrt. Die USA hatten seit 2011, als sie ihr Space Shuttle-Programm aus Kostengründen einstellten, nicht mehr selbst Astronauten ins All bzw. zur ISS geschickt, sondern nur mittels russischen Raketen. Nun sind sie wieder selbst dabei, aber nicht mit der staatlichen NASA, sondern zu ihrem Wirtschaftssystem passend mit privaten Raketen, die deutlich günstiger sind.

Raketentechnik ist immer noch schwierig, aber relativ gesehen doch leichter geworden, so dass nicht mehr nur teure staatliche Programme von Supermächte Menschen ins All befördern können. Neben den USA und Russland ist nur noch China dazu in der Lage, während die europäische Weltraumbehörde ESA wie auch Kanada und Japan bislang auf die russischen Sojus-Raumschiffe und -Raketen setzt, die nun private Konkurrenz bekommen hat, die das Geschäft belebt.

9 Gedanken zu „Erstmals Astronauten mit privater Rakete im All

  1. Nichts könnte besser die falsche Prioritätensetzung illustrieren, unter der die abendländische Zivilisation leidet. Diese Pioniertat ging nämlich unter den Rassenunruhen in den VSA leider völlig unter. Anstatt zum Mars zu fliegen, Krebs zu heilen und die Bedrohung der Menschheit durch Robotik und künstliche Intelligenz zu adressieren, zwingt uns die Linke ihre endlosen Selbstgespräche über ihre eigenen klinischen Depressionen auf. Bezeichnenderweise hat sich Musk schon von Twitter zurückgezogen (https://twitter.com/elonmusk/status/1267650659320500226).

    Es ist einfach nur noch zum Heulen, wie die Zivilisation, die die Menschheit in die Moderne geführt hat, sich jetzt nur noch um Wahnvorstellungen wie „safe space“, „white privilege“ und Gendergaga dreht. Der Leitbegriff der europäischen Zivilisation war einmal der Fortschritt, aber jetzt dreht sich alles nur noch um die eigene Nabelschau, während die anderen aufholen und vorbeiziehen.

    Laß das reinigende Feuer vom Himmel regnen. Wenn es hier hart auf hart kommt, werden viele erstaunt sein, wie wenig Rückhalt die ganze Chose in Wirklichkeit noch besitzt.

    • Das ist doch gerade ein Vorteil von relativ freien und marktwirtschaftlichen Gesellschaften. Man kann die Politiker und Journalisten reden lassen und trotzdem seine Träume verwirklichen. Auch in dieser Hinsicht sollten wir uns weniger Sorgen um die USA als z. B. Deutschland (oder das von Ihnen an anderer Stelle gelobte China) machen, denn politisches Geschwätz ist eine Sache, reale Beschränkungen der Freiheit sind eine andere.

  2. Wer hat die private Raumfahrt erfunden?
    Elon Musk ist spät dran.
    Schon in den 1960er Jahren machte sich der schwäbische Raumfahrtpionier Lutz Kayser – zunächst mit staatlicher Förderung – daran, die Raumfahrt zu privatisieren:
    https://www.werstreamt.es/film/details/1842675/fly-rocket-fly-mit-macheten-zu-den-sternen/
    Kaysers 1975 gegründete Firma OTRAG (Orbital Transport und Raketenaktiengesellschaft) war das erste private Raumfahrtunternehmen.

    • Das Unternehmen war nicht erfolgreich. Private Zulieferer gab es von Anfang an, inzwischen gibt es auch rein private Raketenstarts. Dies war der erste mit menschlicher Besatzung (wenngleich im staatlichen Auftrag), wenn man suborbitale Weltraumflüge nicht mitzählt.

      • Erfolgreich war die OTRAG zwar nicht, aber sie war der Pionier.
        Wie erfolgreich „SpaceX“ wirtschaftlich tatsächlich ist, wissen allerdings auch nur das Finanzamt und Elon Musk. Belastbare (veröffentlichte) Kennzahlen gibt es mangels Börsennotierung ja nicht.

      • Das ist schon richtig. Verglichen mit der bemannten Mondlandung vom 20. Juli 1969 (so diese tatsächlich auf dem Mond stattgefunden haben sollte und nicht in einem Filmstudio) und angesichts von mehr als 50 Jahren dazwischen liegendem technischen Fortschritt auch keine große Pionierleistung.

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