Ausschreitungen in den USA nach Polizeigewalt

Am Montag starb George Floyd bei der Verhaftung durch vier Polizisten in Minneapolis, weil ihm einer der Polizisten acht Minuten mit dem Knie auf den Hals drückte. Seither gibt es Ausschreitungen in zahlreichen Städten der USA. „Die Polizei wird der Lage nicht Herr“, auch weil sie selbst von vielen als Teil des Problems und nicht der Lösung gesehen wird. Es gab schon vorher vergleichbare und andere Fälle von Polizeigewalt, außerdem war das Opfer weiß und der Täter schwarz. Allerdings sind alle vier beteiligten Polizisten bereits entlassen worden und der Haupttäter wurde verhaftet und angeklagt.

Es gibt neben vielen guten Polizisten, die einen schwierigen Job machen und dabei z. T. ihr eigenes Leben riskieren, leider auch schlechte Polizisten und entscheidend ist der Umgang damit. Nicht in Ordnung sind gewaltsame Ausschreitungen, die ihrerseits zu vielen Opfern einschließlich Toten sowie zu Gegengewalt führen. Dabei setzt insbesondere Präsident Trump auf harte Maßnahmen, die gegen Gewalttäter und Plünderer durchaus gerechtfertigt sind. Friedliche Proteste sind hingegen natürlich erlaubt und der Präsident könnte mehr tun, damit die Verhältnisse wieder friedlicher statt noch aufgeheizter und gewalttätiger werden.

130 Gedanken zu „Ausschreitungen in den USA nach Polizeigewalt

  1. Polizeigewalt gegen Unschuldige, bzw. Verdächtige, die keinen Widerstand leisten, ist nicht zu rechtfertigen. Das Gewaltmonopol des Staates muss das richtige Maß finden.

    In den USA versuchen aber linksradikale Gruppen den Tod eines Verdächtigen, der durch unverhältnismäßige Polizeigewalt gestorben ist, für Raub, Gewalt und Terror zu instrumentalisieren. DAS ist inakzeptabel. Auch die USA haben inzwischen ein Problem mit Antifa-Gruppen, obwohl die dort zwar kein staatliches Geld für den „Kampf gegen Rechts“ bekommen wie in Deutschland, aber von linksliberalen Superreichen unterstützt werden. In diesem Kulturkampf dürfen wir keinen Zentimeter nachgeben. Donald Trump ist der richtige Mann dafür, mit eisernem Besen zu kehren. So einer fehlt uns in Deutschland!

    • Die Polizei ist gerade dazu da, Gewalt gegen Unschuldige zu verhindern. Donald Trump ist jedoch keineswegs der richtige Mann, um das in beide Richtungen durchzusetzen (gegen Verbrecher in den Reihen der Polizei und gegen gewalttätige Protestler, während friedliche Demonstrationen durchaus erlaubt und ihrerseits zu schützen sind).

  2. Der POTUS gießt ordentlich Öl ins Feuer, aber er trifft sicherlich einen Punkt, wenn er die Antifa für die gewalttätigen Proteste verantwortlich macht (wobei man sich auch anschauen müsste, inwiefern das rechte Spektrum auf der Straße dazu beiträgt).

    Das Zusammenleben zwischen Weißen und Schwarzen in den USA ist schwierig, ich würde auch sagen, schwieriger als das zwischen Biodeutschen und dem muslimisch-türkisch-arabischen Menschenschlag in Deutschland. In Deutschland läuft manches nicht gut, aber tagelange, kulturell bedingte Proteste auf den Straßen gibt es in der Form hier nicht. In Frankreich sieht das schon anders aus.

    • Das trifft doch tatsächlich für die meisten Einwanderer zu. Ein Teil der Schwarzen bildet eine Ausnahme, wobei deren Vorfahren nicht freiwillig einwanderten und auf die Sklaverei eine lange Zeit der Diskriminierung folgte. Eine andere wichtige Ausnahme könnten inzwischen lateinamerikanische Einwanderer sein, die ihrer nahen Heimat stärker verbunden bleiben. Vielleicht holen sie sich aber auch nur Gebiete zurück, die sich die USA im 19. Jahrhundert aneigneten.

      • @Alexander Dilger
        „Vielleicht holen sie sich aber auch nur Gebiete zurück, die sich die USA im 19. Jahrhundert aneigneten.“

        Eine sehr interessante Perspektive … 😉

        Aber ich wollte eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus. Nämlich darauf, dass sich die Nachfahren der Sklaven überwiegend nicht assimiliert haben, sondern unter sich geblieben sind. Die meisten Schwarzen, wie auch die meisten Latinos (natürlich nicht alle), leben in den USA nach wie vor in einer Paralellwelt, die auf die Welt der Weißen nur in der Arbeitswelt trifft. Darüber können auch die wenigen erfolgreichen Vorzeigeexemplare in Politik und Showbiz nicht hinwegtäuschen.

      • Aber liegt das nur an den Schwarzen? Bis in die 1960er Jahre wurde doch in vielen Bundesstaaten noch ganz offiziell eine Apartheidspolitik betrieben. Selbst heute noch gibt es Formen der Diskriminierung, auch wenn diese nicht so simpel ist, wie viele Linke tun. Zumindest sollten bessere Bildungsangebote gemacht werden. Auch die Drogenpolitik ist zu überdenken.

      • Mein Hinweis war keine Schuldzuweisung in irgendeine Richtung, sondern nur eine Feststellung von Tatsachen.

        Betrachtet man es von der sozialen Seite, wäre noch anzumerken, dass auch bei der Paarung und Familiengründung Schwarze überwiegend unter sich bleiben, wie Latinos, Asiaten und die europäischstämmigen Weißen auch. Woran liegt das wohl?

      • Das liegt vor allem am Bekanntenkreis. Außerdem gibt es durchaus Paare unterschiedlicher Hautfarbe. Insbesondere die meisten Schwarzen sind gar nicht mehr so schwarz, zählen aber auch bei teilweise weißen Vorfahren weiter dazu. So galt Barack Obama als erster schwarzer Präsident, obwohl seine Mutter eine Weiße war (während sein Vater aus Kenia kam und kein Nachfahre von Sklaven war).

      • Barack Obama war ein Vorzeigeschwarzer, wie andere oben angedeutete Schwarze aus Politik und Showbiz. Repräsentativ ist er für die meisten Schwarzen in den USA aber weder von seiner Abstammung noch in sonst einer Hinsicht. Er war sozusagen der Alibi-Schwarze der Demokraten fürs Weiße Haus.

      • Das ist eine steile These. Können Sie diese Behauptung belegen?

      • Früher galt (wenn auch nicht im Bundesrecht) in den USA die „One-drop rule“. Wer auch nur einen Tropfen schwarzen Blutes in sich hatte (bzw. einen noch so entfernten Vorfahren aus Afrika unterhalb der Sahara), zählte danach als Schwarzer (was allerdings nach neueren genetischen Verfahren auf 30 Prozent der Weißen zutrifft – oder auf jeden Menschen, wenn man ganz langfristig denkt). Statistisch gesehen haben die heutigen Schwarzen in den USA 18 % europäische Vorfahren. 58 Prozent, also die absolute Mehrheit, hat mindestens 12,5 Prozent (also umgerechnet ein Urgroßelternteil) europäische Vorfahren. 10 Prozent haben zu mehr als 50 Prozent europäische Vorfahren.

      • Ihre Erläuterung zeigt doch schon, wie schwer es ist, Grenzen zwischen den „Rassen“ zu ziehen. Wann ist demnach ein Schwarzer wirklich schwarz und wann nicht mehr? 1/8 weißer Anteil macht sicher niemanden zu einem Weißen und selbst 50/50-Mischlinge wie Barack Obama oder die Schauspielerin Halle Berry (Bond-Girl in „Stirb an einem anderen Tag“) werden selbst von uns Nichtrassisten wohl eher als Schwarze denn als Weiße wahrgenommen.

      • Es gibt überhaupt keine menschlichen Rassen. Es gibt unterschiedliche Hautfarben, aber auch diese in beliebigen Abstufungen (hinzu kommen noch Albinos, die ganz weiß sind, auch wenn sie Kinder von Schwarzafrikanern sind).

      • Mit dieser Entgegnung müsste Rassismus eigentlich ins Leere laufen. Tut er aber nicht …

      • Auch die Diskussion hatten wir schon einmal. Es gibt auch kein Hexen, trotzdem hat es Hexenverfolgung gegeben. Dasselbe gilt für den Rassismus, der besonders schlimm ist, weil er Meschen ohne irgendeine reale Grundlage diskriminiert (er wäre sonst allerdings auch schlimm, wie man am Sexismus sieht).

      • Sexismus ist relativ. Soweit Sie damit auf körperliche Gewalt abstellen, bin ich bei Ihnen. Wobei sich auch diese heute keineswegs immer nur gegen Frauen richtet.

        Quotenregelungen gegen angebliche sexuelle Diskriminierung sehe ich hingegen nicht ein. Das ist Sexismus, der sich gegen gleich oder besser qualifizierte Männer richtet. Aber auch dieses Thema hatten wir hier schon …

        Generell wird mit dem Vorwurf sexuellen „-ismus“ heute ohne jede Berücksichtigung biologischer Unterschiede inflationär um sich geworfen

      • Als Liberaler bin ich gegen jede Form von Sexismus, also Diskriminierung allein wegen des Geschlechts. Das gilt natürlich auch für die Diskriminierung von Männern oder von Menschen mit geändertem oder nicht eindeutigem Geschlecht (während es biologisch kein drittes Geschlechte gibt), z. B. durch Frauenquoten. Ebenso bin ich gegen Rassismus, also Diskriminierung wegen einer vermeintlichen Rasse bzw. der Hautfarbe oder Herkunft. Im Unterschied zu Rasse ist jedoch Geschlecht immer noch eine biologisch relevante Kategorie.

      • Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte – Quoten lösen das Problem nicht, sondern verschärfen es noch. Es gibt genügend objektive Kriterien für Leistungsmerkmale. Geschlecht per se und Hautfarbe gehören nicht dazu, daran ändern auch Quoten nichts.

      • Hier in der Dominikanischen Republik sind ca. 10% weiß und ca. 10% schwarz. Die 80% dazwischen decken sämtliche Brauntöne ab. Das ist eine klassische „Regenbogen“-Nation, aber meistens sind die Weißen und Hellbraunen wohlhabender und Dunkelbraune, bzw. Schwarze ärmer.

        Ähnlich wie in Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten viele Arme versuchen, illegal nach Europa zu kommen, gibt es auch hier viele Wege, die in die USA führen. Ob mit kleinen Booten nachts nach Puerto Rico, mit erschwindelten Scheinehen oder per Besuchervisa direkt ins promised land und dann einfach dort bleiben. Steinreiche Familien schaffen ihre schwangeren Töchter zu kostenlosen Entbindung ins liberale Nueva York, um dem Kind die amerikanische Staatsbürgerschaft zu verschaffen und nebenbei noch coupons für Milchpulver, Babyausstattung und food stamps abzugreifen. Und die Drogenmafia findet in den Slums immer Nachwuchs als mulas, die Kokainbeutelchen im Magen nach Norden transportieren.

        Die westlichen Industrienationen werden von Beutegesellschaften überrannt. Noch ist ja genug da…!

  3. Wenn man in die USA schaut, dann sieht man das dystopische Bild der Zukunft Europas, etwas vor dem unzählige Kritiker zu recht immer gewarnt haben. Von immer denselben globalistischen Kreisen, die ihre scheinbar alternativlose Agenda links-grün-ideologisch grundiert haben, wurde uns Europäern der melting pot immer wieder bewundernd für die angeblich besonders erstrebenswerte Buntheit angepriesen. Die USA wurden uns immer wieder als das ideale Leuchtfeuer eines Staatsprojektes präsentiert, in das eine angeblich überholte gewachsene Kutlurnation einmünden sollte.

    Dabei haben nicht nur in Europa, sondern auch auf der anderen Seite des Atlantiks schon vor Jahrzehnten Forscher Wesentliches zu derlei künstlich und gewaltsam herbeigeführten Staats- und Gesellschaftprojekten geforscht und ausformuliert.

    Alle stark multikulturellen Geselschaften münden über kurz oder lang in Apartheitsgesellschaften, ob nun in den USA, Südafrika, Ex-Jugoslawien, mit Abstrichen Brasilien, oder muslimisch-buddhistisch-hinduistische Grenzregionen im Fernen Osten. Sie bedeuten Gewalt, Spannung, Konflikt und gegenseitiges Misstrauen. Das Soziale Kapital sinkt rapide. Vielfalt ist nicht automatisch die Stärke wie gerne vereinfacht postuliert wird.
    Ethnische, religiöse, kulturelle Vielfalt plus Nähe bedeuten Gewalt, manchmal gar Krieg, immer aber Misstrauen.

    Nach soziologischen Fakten und Untersuchungen ist dies alles bekannt. Die Menschen ziehen sich stärker wahlweise in den Konsum, oder wenn dieser keine Befriedigung mehr darstellt, in ihre eigenen tribalistischen Gruppen zurück. In letzter Konsequenz schaukelt sich die ganze gesellschaftliche Anspannung hoch und auch die Polizei wird brutaler und schließlich Teil der gesamten Situation.

    Die ohnehin schon vorhandene ökonomische Spaltung der Gesellschaft wird durch den desorganisierten Zustand in ethnisch-religiös-kulturelle Fragmentierungen noch verschärft und vertieft. Homogene Gesellschaften können Krisen und Schocks besser überleben und sind weniger anfällig für ständige Unruhen sowie vermeintliche oder tatsächliche rassistische Polizeigewalt nebst entsprechender Gegenreaktionen.

    Der Grünen Vordenker Daniel Cohn Bendit hat dies vor vielen Jahren auch schon einmal selber treffend beschrieben: „Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer, sie hat die Tendenz, in eine Vielzahl von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.“

    Was können wir nun aus dem Negativ-Beispiel USA lernen? Seitdem die Nation-builder die Einwanderungsländer bereits auf Raub, Lüge, Gewalt und unter dem Ignorieren soziologischer Tatsachen aufgebaut haben, existiert in ihren aufgespaltenen Gesellschaften eine ständige Anspannung, die nur durch einen harten repressiven Polizei- und Überwachungsstaat irgendwie unter Kontrolle gehalten werden kann. Wehe aber es gibt Unruhen und das Geld für Amazon Prime und das tägliche Burger-Menü fehlt. Für diejenigen, die dann nicht in ihren Gated Communities leben, gibt es in diesen fragmentierten Gesellschaften nur noch wenig zum Lachen. Die Wahrheit ist: Es gibt keine Rainbow Nations.

    • Es gibt durchaus gelungene Beispiele von dem, was herablassend „multikulti“ genannt wird. Dazu muss man gar nicht so weit schauen. In Deutschland z.B. hat z.B. die Integration von Millionen Gastarbeitern, darunter vielen Muslimen, von den 1960er Jahren bis vor etwa 10 Jahren recht gut funktioniert. Erst, als AfD und andere begannen, gegen Muslime Stimmung zu machen, eskalierte es. Oder soll ich Ihre Ausführungen so interpretieren, dass Sie z.B. Prof. Weyel aus Deutschland ausweisen wollen?

      • Lieber Herr Sodenkamp,

        ich vermute mal, dass auch Sie das Privileg genießen, in „besseren Kreisen“ zu verkehren und wahrscheinlich in einer Gegend wohnen, in der man von all dem wenig bis garnichts mitbekommt. Schön für Sie!

        Dennoch sollten Sie die Augen nicht vor der Realität verschließen. Die von Ihnen zitierten Gruppen leben schon seit Jahrzehnten überwiegend in Parallelgesellschaften. Nicht alle, aber vor allem solche aus etwas entfernteren und stark religiös geprägten Kulturräumen.

        Und glauben Sie mir, ich bin weder Rassist noch ein Befürworter irgendwelchen völkisch-nationalistischen Gedönses.

      • Ja, das Zusammenleben mit primitiven Unterschichten aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten funktioniert nur dann, wenn der dumme, deutsche Michel sich alles gefallen lässt und immer das Portmonee aufmacht…!

      • Die Unterschicht bzw. die wirklich Armen schaffen es gar nicht nach Deutschland. Wir transformieren dort dringend benötigte Angehörige der Mittelschicht in eine hiesige Unterschicht, die es sonst kaum noch gäbe. Viel schlechter kann Politik kaum sein.

      • @ danielsodenkamp

        Mein Kommentar war natürlich etwas zuspitzend formuliert und auf Grund der 500 Wörter Grenze konnte und wollte ich nicht noch tiefer ins Detail gehen. Dennoch habe ich Tatsachen an Hand von Beispielen beschrieben, an denen bereits in den 70ern unter anderem in den USA geforscht wurde. Dass auch Grüne/ Linke Ideologen Yascha Mounk/ Daniel Cohn Bendit sich über diese Zusammenhänge grundsätzlich im Klaren sind, sollte Ihnen durchaus zu Denken geben.

        Prof. Weyel macht für die AfD nach allem was ich mitbekommen habe sehr gute Arbeit und er gehört für mich neben Martin Renner, Udo Hemmelgarn und Roland Hartwig eindeutig zu den Stärkeren der AfD NRW Bundestagsabgeordneten. Es wäre positiv, wenn er auch beim nächsten mal wieder in den Bundestag einziehen würde.

        Falls es in meinen früheren Kommenatren noch nicht ganz deutlich geworden ist, so möchte ich dies noch einmal konkretisieren. Migration und ein gewisses Maß an „Durchmischung“ gab es selbstverständlich schon immer, auch schon vor langer Zeit, als die Regionen Europas noch relativ homogen waren. Das ist völlig normal, monolithische Blöcke waren Völker und Nationen noch nie. So gibt es z.B im heutigen Österreich Menschen, die von den früheren Türkenbelagerungen abstammen. Heute merkt man davon nichts mehr und niemand käme auf die Idee ihnen die Zugehörigkeit abzusprechen.
        Ein Herr Weyel ist das beste Beispiel, wie Zuwanderung durch Integration, besser wie auch in seinem Falle Assimilation gelingen kann. Ein bekannter AfD Politiker hat dies auch einmal angedeutet: „DIe türkischen Kinder in Erfurt sprechen erfurterisch…“

        Integration, besser Assimilation kann in kleinen Dosen gelingen und auch zur Bereicherung werden. Ich bin ja selber mit meinen 35 Jahren als hier in Westdeutschland auch schon entsprechende Migrationshintergründe gewöhnt. Einen Groll, gar Hass gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund hege ich nicht. In gewisser Weise kann ich sogar ihren inneren Zwiespalt verstehen. Letzendlich sind sie ja auch oft Opfer der Umstände.

        Problematisch wird es immer dann, wenn die Zuwanderung ein gesundes Maß deutlich übersteigt und sich Parallelgesellschaften bilden. Gerade bei Menschen mit stärkeren unterscheidlichen Hintergründen und Unterschieden zur Mehrheitsgesellschaft wird es schwierig. Hier können Spannungen und Konflikte leichter entstehen.

        Die Migranten müssen Teil der Mehrheitsgesellschaft werden wollen und sich mit ihr und deren Geschichte identifizieren. Das geht nicht, wenn diese den halben Tag türkische Medien konsumieren und sich für Erdogan und dessen osmanische Agenda interessieren.

      • Sie gestehen doch selbst zu, dass Integration durchaus gelingen kann, was von großen Teilen der AfD inzwischen leider geleugnet wird. Umgekehrt ist klar, dass sie nicht automatisch gelingen muss oder völlig verzichtbar ist, wie viele Linke meinen. Vernünftige Politik würde also die Bedingungen für Integration verbessern und Zuwanderung daran ausrichten, was sowohl Rechte wie Linke (einschließlich Frau Merkel) nicht tun.

      • „Die Unterschicht bzw. die wirklich Armen schaffen es gar nicht nach Deutschland. Wir transformieren dort dringend benötigte Angehörige der Mittelschicht in eine hiesige Unterschicht, die es sonst kaum noch gäbe. Viel schlechter kann Politik kaum sein.“

        Da kann ich Ihnen voll zustimmen. Diese Meschen würden eigentlich in ihrer Heimat benötigt. Die jungen kräftigen Männer aus Afrika , Asien und dem Orient sind da sicherlich nicht die Ärmsten und Schwächsten. Ich habe da immer Bilder von bemitleidenswerten minderjährigen Mädchen im Kopf, die in Afghanistan oder in anderen prekären archaischen Gesellschaften gegen ihren Willen doppelt oder gar dreimal so alte Männer heiraten müssen und für deren Haushalt sowie andere Bedürfnisse zur Verfügung stehen müssen.

        Für diese eigentlichen Hilfsbedürftigen setzen sich unsere linken Gutmenschen aber verhältnismäßig wenig ein. Jedenfalls befinden sich diese tasächlich Hilfsbedürftigen nicht auf den NGO Schiffen sowie in den Willkommensgruppen alternder deutscher Frauen.

      • Trotzdem gibt es solche Mädchen auch in Deutschland und der größte Skandal ist ihre Unterdrückung auch hierzulande einschließlich Zwangsverheiratungen, Genitalverstümmelungen und „Ehrenmorden“. Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf unseren liberalen Rechtsstaat.

      • Millionen Menschen sind gut integriert worden, andere aber auch nicht. Am meisten Sorgen muss machen, dass z. T. die Angehörigen der dritten Generation weniger integriert sind als die der zweiten oder sogar ersten. Das galt schon vor der AfD, die aber inzwischen die Problemlösung nicht erleichtert, sondern weiter erschwert.

      • Eben. Woher kommt es, daß hunderttausende Polen sich innerhalb von 50 Jahren im Ruhrgebiet völlig assimiliert haben („Schimanski“), wohingegen die Integration der Türken in derselben Zeitspanne in demselben Gebiet von ihrem relativ niedrigen Niveau sogar zurückgeht. Wer sich diese Frage ernsthaft stellt, weiß, daß es keine politisch korrekten Antworten darauf gibt.

      • Politische Korrektheit vertritt hier wohl keiner der Diskutanten, während Ihre nationalistische Antwort offensichtlich ebenfalls nicht stimmt, denn die meisten Polen haben sich gut integriert und sind heute, wenn überhaupt, noch an ihren Nachnamen zu erkennen, was auch auf viele Türken zutrifft, aber eben leider auch auf viele nicht.

    • @Patriot
      “ . . .Homogene Gesellschaften können Krisen und Schocks besser überleben und sind weniger anfällig für ständige Unruhen sowie vermeintliche oder tatsächliche rassistische Polizeigewalt nebst entsprechender Gegenreaktionen. . . .“
      Ja – das haben wir und unsere Nachbarn zwischen 1933 und 1945 erfahren müssen. Die USA mit relativ hoher innenpolitischer Stabilität haben diesem Albtraum Europas zu einem Ende verholfen.

      • Das Thema 1. und 2. WK ist komplex und vielschichtig, hat aber mit dieser von mir beschriebenen soziokulturellen Thematik sehr wenig bis gar nichts zu tun. Man sollte dieses Sondethema nicht für das aktuelle Tagesgeschehen oder generelle weltweite Phänomene ständig manisch heranziehen. Das machen Linke und Verteidiger des politischen Establishments aus eigennützigen Erwägungen schon zur Genüge.

        Ich glaube kaum, dass die Phänomene, Verwerfungen und tiefen Narben in den USA, die zumindest teilweise schon mit den Sklavenschiffen des 16. 17. Jahrhunderts etwas zu tun haben, sich mit der 2. WK- und NS-Thematik verwursten lassen.

        Die Probleme der Welt lassen sich nicht so eindimensional und monokausal beschreiben.

      • Das ist nicht der Punkt, sondern die Widerlegung der These, dass Nationalstaaten immer so viel besser funktionieren würden. Meine eigene Vermutung ist allerdings, dass das Werden und Vergehen von Staaten viel größere Probleme aufwirft als die Zeit dazwischen, in der sie einfach existieren. Die USA sind durch Krieg und Bürgerkrieg entstanden, auch der deutsche Nationalstaaten erwuchs aus Kriegen, was gegen die Schaffung von Vereinigten Staaten von Europa spricht.

    • Lieber 300sel. Ich wohne an einer stark befahrenen Straße in der Arbeiterstadt Witten mitten im Ruhrgebiet. Aufgewachsen bin ich in Dortmund, gar nicht mal so weit vom Borsigplatz/Nordstadt entfernt. 2 Mal in meinem Leben habe ich massive Gewalt erlebt – beide Male durch Deutsche: Als Banklehrling bin ich 1988 Opfer eines Bankraubs mit Entführung geworden – die beiden später gefassten Täter waren Deutsche. Als ich 1991/2 für die Commerzbank in Rostock arbeitete, bekam ich mit, wie in Rostock-Lichtenhagen alle Ausländer jagten und abfackeln wollten. Die Szenen waren gespenstisch und ich konnte mir mit einem Mal vorstellen, was 1933 ff. in Deutschland los war. – Die von Ihnen zitierten Parallelwelten habe ich so nie erlebt. Im Ruhrgebiet gab es immer ein friedliches Miteinander der Nationen. Die Probleme begannen erst, als Typen wie Guido Reil die Situation anstachelten, als er bei Markus Lanz und anderswo davon phantasierte, dass man in Essen keinen Supermarkt mehr betreten könnte, ohne einen Raubmord befürchten zu müssen. Seine glatt gelogenen Erzählungen haben ihm aber immerhin ein Mandat im Europaparlament eingebracht (wo man nichts mehr von ihm hört, seitdem er jetzt gut versorgt ist) und einen anderen Zweck hatten seine Märchen wohl auch nicht

      • Die Integration hat niemals funktioniert und die AfD ist auch nicht schuld an der jahrhundertelangen Rückständigkeit des Islam in jeder Hinsicht. Sobald die Stillhaltegelder des deutschen Sozialstaats nicht mehr so üppig fließen, wird die Gangart auch auf deutschen Straßen härter werden.

      • Der Islam ist nicht „in jeder Hinsicht“ rückständig. Islamisten sind rückständig und wollen an nie gewesene Zeiten anknüpfen, völkische Nationalisten aber auch.

      • Genau deshalb haben Rückwärtsgewandte in einer Partei, die sich ‚Alternative für Deutschland‘ nennt, nichts verloren. Die AfD kann erst Zukunftspartei werden, wenn Alexander Gauland und seine Geschichtsrevanchisten gegangen sind.

      • Seien Sie nicht so ungeduldig. Immerhin ist Kalbitz weg.
        Allerdings gebe ich zu, dass mir etwas mehr Tempo auch recht wäre …

      • So ganz weg ist Herr Kalbitz noch nicht. Wenn er ganz wiederkehrt, sei es mit juristischen oder politischen Mitteln, dann ist Herr Meuthen weg (zumindest von der Parteispitze). Und Sie?

      • Wenn Herr Kalbitz wiederkäme und Herr Meuthen deshalb weg wäre, wäre die ganze AfD weg vom Fenster. Jedenfalls in den Alten Bundesländern. Dazu wird es aber nicht kommen.

      • Wie genau soll die Wette lauten?
        Und welchen Zeitraum wollen wir dafür ansetzen?

      • Wir sollten bei der Mitgliedschaft von Herrn Kalbitz ansetzen. Der Zeitraum wäre entweder das Erschöpfen aller Rechtsmittel oder politisch zwei Bundesparteitage (ggf. mit kurzer Nachfrist, wenn ein neuer Bundesvorstand eine angekündigte Wiederaufnahme bzw. Aufhebung des Rauswurfs erst noch vollziehen müsste). Als Einsatz schlage ich wieder eine Flasche nicht zu billigen Champagners vor. Einverstanden?

      • Also gut. Wir wählen das Erschöpfen aller Rechtsmittel. Das ist klarer.
        Der Wetteinsatz geht in Ordnung.

      • Das war nicht alternativ gemeint, sondern ich wette, dass Herr Kalbitz entweder auf dem rechtlichen oder politischen Wege in die AfD zurückkehren wird (bzw. je nach Auslegung nie weg war). Der Rechtsweg könnte sich allein schon dadurch schnell erschöpfen, dass er ihn nicht weiterverfolgt, weil er auf andere Mehrheiten im Bundesvorstand setzt. Dieser könnte ihn auch wieder neu aufnehmen bzw. der Neuaufnahme durch untere Gliederungen nicht widersprechen.

      • Es gibt keine politisch sinnvollen Argumente dafür, Herrn Kalbitz in der AfD zu halten bzw. ihn in die AfD zurück zu holen. Das wird inzwischen sogar durch eine Forsa-Umfrage bestätigt: https://philosophia-perennis.com/2020/05/26/umfrage-joerg-meuthen-hat-die-meisten-afd-anhaenger-hinter-sich/
        Mein seit Jahren bestehender Verdacht, dass die bekannten Provokationsagenten dieses ganze Theater um ihre Kultfigur Höcke nur inszenieren, um damit letztlich den Regierungsparteien, allen voran der CDU zu nutzen, erhärtet sich zunehmend.

      • Ich weiß nicht, ob es auch 2015 solche Umfragen gab, die dann ebenso eine Mehrheit für Bernd Lucke ergeben hätte. Das nützt(e) aber nichts, weil die Entscheidungen von anderen anders getroffen werden.

      • Lucke hat es sich mit seinem autokratischen Verhalten rundherum verscherzt.
        Niemand in der AfD weint ihm eine Träne nach.

      • Im Grunde muss in einer demokratischen Partei jeder ersetz- und austauschbar sein. Parteien, in denen das nicht der Fall ist, sind eher nicht im demokratischen Spektrum zu verorten.

      • Wenn zentrale Personen ausgetauscht werden, verändern Parteien ihren Charakter. Stellen Sie sich z. B. die CDU ohne Frau Merkel vor.

      • Das schon. Dennoch kann in einer demokratischen Partei niemand ‚unersetzbar‘ sein. Es sei denn, es handele sich um eine Ein-Mann-Partei wie „TEAM Stronach“ In Österreich oder Geert Wilders „Partij voor de Vrijheid“ (NIederlande), was aber in Deutschland unzulässig ist.

      • Zumindest mir geht es gar nicht um die Personen, sondern um die politischen Ideen und Inhalte, die jedoch typischerweise mit Personen verknüpft sind.

      • In der Politik sollte es immer um Inhalte gehen und nicht um Personen. Leider scheint der Personenkult aber sogar von den meisten Wählern gewünscht zu sein.

      • @Daniel Sodenkamp

        Bezüglich Herrn Reil müssen Sie bei mir keine Überzeugungsarbeit leisten. Er ist der Prototyp eines Hinterbänklers, wie ihn so nur die Genossen einer sozialistischen Partei aus dem Zeitalter der Dampfmaschinen hervorbringen können. Dass er das Pferd gewechselt hat, da es der SPD bei ihren verdienten Wahlergebnissen nicht mehr möglich ist, alle ihr nahestehenden Gewerkschafts-Blindfische mit lukrativen Posten zu versorgen, ist wohl eher dem Opportunismus geschuldet als irgendwelchen politischen Überzeugungen.

        Was Ihre eigenen Erlebnisse aus den 1980ern und der Zeit nach der Wende angeht, widerspreche ich Ihnen nicht. Aber die Erde hat sich seither gut zehntausend mal weiter um ihre Achse gedreht und noch nie gab es so viele arbeitsunwillige „Gäste“ in diesem Land wie heute. Zudem führen die eklatanten Missstände an den Schulen ganz sicher nicht in eine rosigere Zukunft. Natürlich kann kein Migrant etwas dafür, wenn sich Einheimische nicht mehr fortpflanzen wollen, sondern lieber an Videospielen und Gratispornos aus dem Internet ergötzen, in Folge dessen Muttersprachler zur Minderheit in den den meisten Schulklassen im urbanen Raum geworden sind (das vergessen die selbst ernannten „Patrioten“ und Vaterlandsverteidiger immer all zu gerne), aber beschulbar sind diese Klassen kaum noch und so geht es mit dem ehemaligen Land der Dicher und Denker eben sehenden Auges rasend weiter bergab. Rette sich wer kann!

      • Ich glaube niemand hier hat Respekt vor den widerwärtigen kriminellen Tätern in Solingen oder in Rostock-Lichtenhagen. Mit Patriotismus oder Kritik an Masseneinwanderung oder Parallelgesellschaften hatte diese Taten jedenfalls nicht das Geringste zu tun. Zumindest in Solingen soll es wohl auch eine gewisse dubiose V-Mann Verbindung zu den Tätern gegeben haben, aber das ist hier nicht das Thema.

        Aber dies waren letzten Endes die Taten weniger Einzelner, auch wenn es in Rostock-Lichtenhagen einige zusätzliche Schaulustige gab.

        Sie sollten sich nicht von den linken Narrativen leiten lassen es gäbe in der Deutschen Mehrheitsbevölkerung ein großes rassistisches ausländerfeindliches Reservoir der Menschenverachtung. Dies ist nicht der Fall. Die Deutschen, aber auch generell alle Europäer sind sehr gutmütige Menschen, die eher vieles stillschweigend erdulden, als dagegen frühzeitig aufzubegehren. Es gibt natürlich immer viele Mitläufer, aber dass es einen großen Anteil an Menschen gibt, die bereit wären mit Hass und Gewalt gegen friedliche Menschen vorzugehen, ist ein linker Mythos.

        Dass Sie nun quasi Herrn Reil mit diesen primitiven Tätern der frühen 90er Jahre in Verbindung bringen wollen, ist unredlich und hält einer neutralen Faktenlage nicht Stand. Guido Reil hat lediglich soziologische Phänomene beschrieben (etwa, dass die Prägung beim Menschen mit 18, 20 Jahren überwiegend abgeschlossen ist), die Forscher bereits vor Jahrzehnten festgestellt haben und die die Probleme bei der Integration volljähriger Migranten in eine kulturell andere Mehrheitsgesellschaft begründen.

        Es stimmt auch nicht, dass die Probleme von Desintegration und Parallelgesellschaften vor Guido Reil, der AfD und Sarrazin nicht da waren.

        Dieser schlimme Ehrenmord geschah im Jahre 2005, lange vor der patriotischen Revolte, die Sarrazin eingeleitet hat. Der minderjährige Bruder erschoss die gegen ihre streng-konservativ-muslimische Familie aufbegehrende junge Frau explizit deshalb, weil sie „wie eine Deutsche“ war!!!

        https://de.wikipedia.org/wiki/Hatun_S%C3%BCr%C3%BCc%C3%BC

        Außerdem gab es auf Youtube bereits Dokus aus den Jahren 2007-2009, wo junge Schüler im Teenager-Alter mit Migrationshintegrund befragt wurden und wo diese sich klar von ihren verbliebenen Mitschülern ohne Migrationshintergrund abgrenzten. Quasi das Deutschsein als einen Makel hinstellten. Besonders bemerkenswert, die geschätzt 13- 15 Jährigen mit vielleicht albanisch, bosnisch oder türkischen Hintergrund wirkten rein äußerlich durchaus integriert. Aber ihre Abneigung gegenüber der Deutschen Mehrheitsgesellschaft und Kultur hatten diese wohl schon von den Eltern mitgegeben bekommen.

        Leider finde ich die entsrechenden Videoschnipsel auf die Schnelle nicht mehr.

      • @ Patriot
        So klein war der Anteil derjenigen, die direkt oder indirekt am Holocaust beteiligt waren, aber nun auch nicht…

      • Leider nicht, aber der Holocaust wurde von den Nazis nicht propagandamäßig ausgeschlachtet und es musste sich auch niemand daran beteiligen, sondern er fand eher heimlich statt, was die Verblendung der NS-Spitze zeigt, aber auch ihre Einsicht, dass die meisten Deutschen nicht ebenso fanatisch waren.

      • Auch ich lebe ja immer noch im Ausland. Wenn man Gast in einem fremden Land ist, hat man die Bringschuld, sich zu integrieren, die Sprache des Gastlandes zumindest so weit zu lernen, dass man sich vernünftig verständigen kann, die Gesetze zu achten und kulturelle Eigenheiten zu respektieren. Außerdem muss man für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen. Wer das nicht kann, bzw. nicht will, sollte zu Hause bleiben, bzw. dort hin zurückkehren!

      • Das gilt für freiwillige Aus- bzw. Einwanderer wie Sie. Es kann aber Ausnahmen geben bei erzwungener Flucht oder für nachfolgende Generationen (diese sollten natürlich wie jeder andere auch die Gesetze achten, aber wohin sollten sie ausgewiesen werden, wenn sie z. B. trotz Anstrengung ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können?).

      • Sie überschätzen die Bedeutung von Guido Reil und unterschätzen die Integrationsprobleme im Ruhrgebiet. Allerdings ist es richtig, dass diese kleiner sind als in anderen Großstädten wie z. B. Berlin oder Frankfurt.

      • „Der Islam ist nicht „in jeder Hinsicht“ rückständig. Islamisten sind rückständig und wollen an nie gewesene Zeiten anknüpfen, völkische Nationalisten aber auch.“

        Die unbequeme Wahrheit ist: Moderate und säkulare Muslime leben den Islam und die quasi gesetzgebende Scharia eben nicht völlständig nach.

        Heutige Islamisten und Salafisten kopieren (mit einigen neumodischen Hilfsmitteln wie Handfeuerwaffen, Toyota-Pickups, Internet und Telekommunikation) das Leben der wichtigsten und „edelsten“ Person im Islam Mohammed.

        Wenn Sie sich hier

        https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed

        einmal etwas in die Biographie Mohammeds, die übrigens recht gut auch durch die Hadithen überliefert ist, reinlesen (wikipedia ist ja sicherlich nicht islamophob), dann werden Sie sehr vieles über Karawanenüberfälle, militärische Siege, Suche nach persönlicher Anerkennung und Einteilungen der Welt in Gut und Böse lesen (wobei wikipedia vieles aus Rücksicht nicht erwähnt).

        Es wird im Koran in „Haus des Islam“ und „Haus des Krieges“ unterteilt, was auch die gesamten unterschiedlichen Wertschätzungen und Rechte-Zusprechungen Mohammeds noch einmal verdeutlicht. Die harmlosen und wohlklingenden Verse, die einem immer gerne präsentiert werden, beziehen sich eben ausschließlich auf Muslime. Nicht-Muslime sind Menschen quasi ohne Rechte, die Steuern (heute würde man es Schutzgeld nennen) bezahlen müssen und Juden und Christen sind „schlimmer als das Vieh“ (Originalzitat im Koran).

        Man braucht gar nicht Islamwissenschaftler oder als rechtspopulistisch und islamophob beschimnpfte Seiten bemühen, um sich mit der Materie auseianderzustzen. Allein die Biographie Mohammeds, als angebliches Vorbild und „edelsten“ Menschen genügt vollständig. Glücklicherweise kennen viele Muslime die Inhalte und Biographie ihres Vorbildes nicht vollständig.

      • Den Unsinn haben wir auch schon diskutiert. Sie können doch nicht von außen bestimmen, was der richtige Islam sei. Halten Sie auch nur fundamentalistische Christen für richtige Christen? Muss die Bibel ganz wörtlich genommen werden und entscheiden da auch allein Sie über den Umgang mit den vielen Widersprüchen, nicht die Gläubigen? Historisch betrachtet ist der Islamismus ein neues Phänomen, welches von den alten muslimischen Traditionen abgeschnitten ist. Dabei glaubt jeder, was er glaubt, und es gibt keinen äußeren Maßstab dafür, welcher Glaube der wahre ist. Mit Ihrem naiven Verständnis kann man sich dann nur die Köpfe einschlagen, während aufgeklärte Menschen Frieden schließen können. Entsprechend ist der Islamismus nicht aus religiösen, sondern weltlichen Gründen abzulehnen, was auch für Ihre Einstellung zum Islam gilt.

      • @Patriot

        Ich rate Ihnen dringend, auch Tanach, also die Hebräische Bibel, und das Alte Testament zu lesen und erst dann Vergleiche mit dem Islam zu ziehen. Sie werden sich wundern, was dort so alles Blutrünstiges geschrieben steht.

      • Ja, in der Tat. Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands lesen offenbar lieber im Koran als in den Bibeln der ‚christlich-jüdischen Abendländer‘ … 😂😂😂

      • Zum Thema Integration im Ruhrgebiet: Ich würde sagen, dass sie gut funktioniert hat, als es großflächig Arbeit gab bzw. das Ruhrgebiet wirtschaftlich stark war. Im Zuge des Strukturwandels nahmen dann auch die Probleme zu. Tatsächlich gibt es hier aber z.B. keine größere gewaltbereite linke Szene wie in Hamburg. Das Hauptproblem sind letztlich die kriminellen Clans.

      • @ Alexander Dilger
        Wenn Kalbitz ausgeschlossen bleibt und ca. weitere 20 bis 30 rechtsaußen Funktionäre auch draußen sind, kommen Sie dann in die AfD zurück???

      • Wahrscheinlich nicht, da die AfD keinen liberalen Flügel mehr hat und auch kaum noch echte Konservative. In gewisser Weise kämpfen jetzt die Rechtsradikalen gegen die Rechtsextremisten (siehe ‚AfD schmeißt Kalbitz raus‘). Doch vielleicht setzt danach eine positive Dynamik ein, wenn der Trend nach immer weiter rechts außen gebrochen werden sollte.

      • Ich zähle mich weder zu Rechtsradikalen noch zu Rechtsextremisten und kenne immer noch sehr viele Parteifreunde in der AfD (die meisten), denen es genauso ergeht. Das Bild der AfD wird allerdings leider maßgeblich von Provokationsagenten wie Gauland und Höcke beeinflusst.

      • Wie bereits mehrfach geschrieben. Ich sehe den derzeitigen Zustand schon auch kritisch und würde mir wünschen, dass die Klärung der künftigen Ausrichtung der AfD schneller vonstatten geht. Aber so eine Partei ist eben träge, also eher ein Tankschiff als ein wendiger Sportwagen. Das ist eines der ganz großen Handicaps der Demokratie über ein Parteiensystem.

    • Patriot sagte am 01/06/2020 um 08:18 “ . .Die Wahrheit ist: Es gibt keine Rainbow Nations. . . .“
      Die Aufteilung der multikulturellen Gesellschaft verläuft aber nicht entlang ethnischer Grenzen, wie man in entwickelten und meist auch in Entwicklung begriffenen Gesellschaften sieht; vielmehr differenzieren sich die Ethnien nach wirtschaftlichem Erfolg, wobei die Differenzierung gegenüber Benachteiligten oder Integrationsverweigerern zu Ansätzen in der Gesellschaftspolitik führen muss. So ist es auch in den USA- um beim Thema zu bleiben.

      • Natürlich verlaufen auch in multikulturellen Gesellschaften Grenzen quer zur ethnischen Gemengelage, aber das Problem ist, daß die ausschlaggebenden Trennfaktoren primordial und damit letztlich nicht durch Aushandlungsprozesse ausgleichbar sind. Lee Kuan Yew hat diese primordiale Gesellschaftsspaltung in einem Spiegel-Interview unübertrefflich auf den Punkt gebracht: „In multiracial societies, you don’t vote in accordance with your economic interests and social interests, you vote in accordance with race and religion.“ (https://www.spiegel.de/international/spiegel/spiegel-interview-with-singapore-s-lee-kuan-yew-it-s-stupid-to-be-afraid-a-369128.html)

      • @Eurokanadier
        “In multiracial societies, you don’t vote in accordance with your economic interests and social interests, you vote in accordance with race and religion.”

        Ist das tatsächlich so?
        Wenn es so ist, warum haben dann Asiaten, Latinos und Schwarze in den USA (und anderen Ländern) keine eigenen Parteien?

      • Das ist nicht richtig, sondern es ist meist so, dass in solchen Gesellschaften die ökonomischen, sozialen und auch Sicherheitsinteressen meist mit denen der eigenen Ethnie und Religionsgemeinschaft zusammenfallen (darauf zielt doch auch Ihr Ansatz ab, unsere Gesellschaft entlang dieser Linien zu spalten). Für wen das nicht so ist, der kann durchaus auch anders wählen.

      • @ 300sel

        Welchen politischen Erfolg hätten denn eigene Parteien in einem Zweiparteiensystem? Die Regenbogenkoalition hat doch bereits einen Zugriff auf die Demokratische Partei, der sich proportional zur demographischen Verschiebung erhöht.

        Seit vielen Jahrzehnten ist das ethnische Wahlverhalten in den VSA bestens dokumentiert: Weiße wählen mehrheitlich republikanisch (außer die Juden), alle anderen deutlich mehrheitlich demokratisch (im Regelfall über 70 Prozent).

        Barack Obama wurde sogar von 99% der schwarzen Wähler gewählt. Wie kommts?

        Ohne Weiße als Wechselwähler wären die Präsidentenwahlen schon vor Jahrzehnten ‚racial headcounts‘ gewesen. Demokratie funktioniert eben nur mit demos und ethnos. Deswegen ist sie ja auch zuerst in den Nationalstaaten entstanden und eben nicht in Vielvölkerstaaten.

        Die VSA sind als Sonderfall auf dem Weg in ihre Abwicklung und werden geschichtlich den Weg ihres großen ehemaligen Rivalens, der Sowjetunion, gehen. Keine Macht der Welt kann den zentrifugalen ethnischen Kräften im Inneren dauerhaft widerstehen, selbst das Römische Reich konnte es nicht. Sobald das staatstragende Volk die Macht verliert, ist die Messe gelesen.

      • Welches staatstragende Volk meinen Sie in den USA? Es sind alles US-Bürger, während die Menschen mit weißer Hautfarbe kein eigenes Volk bilden, sondern aus vielen Völkern stammen. Vielleicht waren am Anfang die Engländer staatstragend, aber sie haben die Macht erfolgreich geteilt. Um die US-Demokratie mache ich mir auch trotz Donald Trump viel weniger Sorgen als z. B. um die deutsche.

      • @300 sel

        Dass diese in den USA und einigen anderen Ländern (etwa GB und FR) noch keine eigenen Parteien haben, liegt einzig und allein an dem dortigen Mehrheits-Wahlrechtssystem, welches generell das Mitwirken für neue kleinere Parteien quasi verunmöglicht. Dies betrifft dann nicht nur Migranteninteressen, sondern auch andere politische Gestaltungswünsche. Die zwei etablierten jahrhunderte alten Parteien der „Mitte“ haben sich deshalb in den dortigen politischen Systemen wie Mammutbäume verankert und sind eigentlich in einem evolutionären Prozess kaum noch wegzubekommen. Marine Le Pen mit dem Front National ist hier über eine jahrzehnte wärende Ausdauer recht weit vorgedrungen, aber so weit normalerweise kaum einer. Daher wollten CDU-Funktionäre in den 60ern dieses Sytem ja auch hier implemtieren…

        Migrantenparteien gibt es jedenfalls schon, wenn auch mangels struktureller & finanzieller Defizite, 5% Prozent-Hürde, mangelnder Bekanntheit sowie teils eigener Unzulänglichkeiten bisher eher als kaum erfolgreiche Randerscheinung. Hier gelten aber auch für die Protagonisten ähnliche Schwierigkeiten, wie auch für nicht-migrantische politische neue Akteure (stichwort, ALFA, blaue Partei, etc).

        Dass von Eurokanadier beschriebene Phänomen der sogenannten „ethnischen Wahl“ ( vielleicht gibt es dafür auch andere Begriffe, in Deutschland hat man sich damit noch nicht so stark befasst) existiert aber wirklich. Immer zeigt sich bei diesem Phänomen, dass die ethno-kulturellen spezifischen Partikularinteressen vor den jeweiligen individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Individuums Vorrang haben. Besonders gut wurde dies in England erforscht und festgestellt:

        Beispiel: In einem Bezirk X stellt Labour einen muslimisch-pakistanischen Kandidaten A zur Wahl auf. Die Tories haben vor Ort keinen Kandidaten dieser Comumnity. In der örtlichen pakistanisch-dominierten Mscheegemeinde wird für die Wahl von Kandidat A getrommelt, dieser einer von ihnen und würde für „ihre“ Interessen einstehen. Während Kandidat A landesweit nur ein kleines Licht und wenig bekannt ist, schießt er bei der Wahl in Bezirk X durch die Decke. Riesige Großfamilien hatten für ihn wie Wähler-Batterien gestimmt.

        Variante1:
        Zur nächsten Wahl passiert folgendes: Tories stellen in Bezirk X auch einen muslimisch-pakistanischen Kandidaten (B) auf. Bei der örtlichen Moscheegemeindes gibt sich dieser noch gläubiger und treuer und kompromissloser für die Partikularinteressen, macht ggf. noch größere Versprechungen (Bau einer Mega-Moschee, etc). In der Moscheegemeinde wird umgeschwenkt. Nun wird zur Wahl von B aufgerufen und bei der nächsten Wahl gewinnt dieser.

        Variante 2: Kandidat A wechselt die Partei und tritt Tories bei. In der örtlichen pakistanischen Moscheegemeinde wird – trotz neuem anderen Parteibuchs weiterhin für Wahl von Kandidat A getrommelt.

        Die Interessen der jeweilgen Parte sind plötzlich sekundär, ob nun mehr soziale, oder wirtschaftsliberale Schwerpunktsetzung ist nun nicht mehr relevant. Das einzelne Individuum ist nur noch Teil einer vorher abgesprochenen riesigen Wählerbatterie. In letzter Konsequenz werden Demokratie und individuelle Partizipation ad absurdum geführt. Die Partikularinteressen der Parallelgesellschaft überwiegen.

      • Vielleicht zeigt sich hier ein Vorteil des Mehrheitswahlrechts, welches zu größeren Bündnissen zwingt und zu Entscheidungen durch den Median-Wähler führt. Für relativ homogene Migrantengruppen gilt doch tatsächlich, dass sie viele gemeinsame Interessen haben, diese aber nicht gegen alle anderen durchsetzen können (solange sie nicht die Mehrheit bilden, was tatsächlich zu großen Problemen führen dürfte).

      • Eurokanadier
        sagte am 02/06/2020 um 15:19 „Natürlich verlaufen auch in multikulturellen Gesellschaften Grenzen quer zur ethnischen Gemengelage, aber das Problem ist, daß die ausschlaggebenden Trennfaktoren primordial und damit letztlich nicht durch Aushandlungsprozesse ausgleichbar sind . . .“

        Das ist die Sicht der Husserl-Schüler, die auf die sozio-kulturellen Entwicklungen im Rahmen einer globalisierten Wirtschaft nicht anwendbar ist (wenn auch in Übergängen noch zutreffend) – ebenso wenig anwendbar wie die zusammen getragenen Erfahrungen aus der Geschichte der Nationalstaaten. Mit dieser historisierenden Betrachtung verbauen Sie sich – wie @Patriot – den Zugang zu gestaltender Politik – AfD eben.

      • @ Klaus Wolfgang Berger

        Es gibt in den Nationalstaaten und in der Menschheitsgeschichte überhaupt keine Erfahrungen mit der Multikulturalisierung durch Massenzuzug aus allen Zivilisationen rund um den Globus in wenige bestimmte Länder. Gewaltfreie Migration ging bislang immer nur von geographisch und kulturell benachbarten Ländern aus. Was wir gerade erleben, ist ein historisch einmaliges Experiment am lebenden Patienten. Die Konflikte der Welt entladen sich verdichtet im Westen, der der Nettoempfänger der Weltmigration ist.

      • Das trifft doch überhaupt nicht zu. Bereits in der Antike gab es multikulturelle Gesellschaften, die über Jahrhunderte gut funktioniert haben. Denken Sie nur an das Römische Reich. Das ist natürlich nicht mit heutigen westlichen Demokratien zu vergleichen, doch der richtige Vergleich wäre auch mit anderen damaligen Staaten. In der Neuzeit gab und gibt es Einwanderungsländer wie die USA, Kanada und Australien, die natürlich Probleme haben, die aber auch nicht größer sind als in relativ homogenen Nationalstaaten. Daneben gab und gibt es Vielvölkerstaaten durch Eroberung statt Zuwanderung wie z. B. Österreich-Ungarn, Russland oder in gewisser Weise auch Indien. Ihnen droht der Zerfall, der aber auch nicht unbedingt besser ist als der Zusammenhalt.

      • @ Alexander Dilger

        Ich meine mich zu erinnern, daß wir die Diskussion schon öfters hatten. Wir werden uns nicht einig werden, aber das sei noch einmal kurz erwidert:

        – Die Römer waren sehr ethnozentrisch und haben das Bürgerrecht den Italikern erst nach einem Krieg 88 v. Chr. verliehen (660 Jahre nach Gründung Roms). Das Bürgerrecht für das ganze Reich wurde erst 212 n. Chr. verliehen (beinahe ein Jahrtausend nach der Gründung) und auch nur aus steuerlichen Gründen.
        – Australien, Neuseeland und Kanada waren solange erfolgreich wie die Einwanderung auf Europäer beschränkt blieb. Mittlerweile zehren sie wie die VSA von der Substanz. Ich weiß es teilweise aus eigener Anschauung.
        – Österreich-Ungarn ist geradezu das klassische Beispiel, daß Vielvölkerstaaten nicht funktionieren, aber es gibt noch zahlreiche weitere in Europa (Sowjetunion, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Osmanisches Reich, Polen 1919-1939).

        Überdies ist der jetzige „Multikulturalismus“ eigentlich ein Multizivilisationismus, da Völkerscharen aus aller Welt im Westen angesiedetl werden. Dafür gibt es in der Geschichte überhaupt kein erfolgreiches Beispiel. Ganz im Gegenteil: Die wirtschaftlich erfolgreichsten Staaten seit dem Ende des Kalten Krieges sind ausnahmslos strikte Nichteinwanderungsländer (China, Südkorea, Taiwan und andere Tigerstaaten).

        Der Westen hat sich mit dem Migrationsfetisch völlig verzockt und riskiert seinen eigenen geistigen und physischen Fortbestand.

      • Es ging nicht um das römische Bürgerrecht, zumal das Römische Reich nie demokratisch war und ab Kaiser Augustus auch keine Republik mehr, sondern um Ihre falsche These, dass es noch nie multikulturelle Staaten gegeben hätte (auch die zivilisatorischen Unterschiede dürften damals eher größer gewesen sein als heute). Die schwarzen Sklaven kamen zu großen Teilen schon vor der Unabhängigkeit der USA nach Amerika, es gab auch asiatische Einwanderung etc. China und die asiatischen Tiger haben einfach wirtschaftliche Entwicklung nachgeholt, insbesondere durch eine Öffnung gegenüber dem Rest der Welt (allerdings tatsächlich kaum hinsichtlich dauerhafter Migration).

      • @ Alexander Dilger

        Gerade das Römische Reich hat eben unter multikulturellen Gesichtspunkten eben nicht gut funktioniert und bestätigt doch die Thesen von Eurokanadier und mir.

        Das Römische Reich war ein riesiges Gebilde, dass eine Vielzahl von Ethnien, Kulturen und Religionen beinhaltete, welche aber trotzdem überwiegend nicht mit- und untereinander, sondern in ihren jeweiligen Herkunftsregionen nebeneinander lebten. Überall wurden die Römer doch als feindliche Besatzer und Fremde angsehen.

        Gerade Israel und die Geschichte von Jesus Christus drückt dies doch aus. Was viele nicht wissen, Jesus war nicht der einzige „Widerständler“. Es gab in einem Zeitraum von insgesamt ca. 300 Jahren mehrere Dutzend Israelis, denen es gelang Teile der Bevölkerung hinter sich zu vereinen und die sich entweder selbst als Messias sahen, oder denen dies zugesprochen wurde.

        Wie auch Jesus, hatten diese „Widerständler“ neben der jüdisch-religiösen Komponente immer auch eine soziale sowie anti-römische Agenda. Nie interessierten sich diese für die römische Kultur des italienischen Festlandes. Sie wurden auch von der römischen Besatzung als jüdische Befreiungskämpfer und Aufständische angesehen, weshalb man auch mit Schauprozessen und brutalen öffentlichen Morden wie der Kreuzigung als Abschreckung gegen sie vorging.

        Sowohl im Süden auf dem Afrikanischen Kontinent, als auch im Norden (hier vor allem die germanischen Stämme) konnte das römische Reich keine hinreichende Assimilierung erzielen. lange Zeit hielt man dies wohl auch nicht für besonders nötig, als man dann zunehmend die Kontrolle verlor und hohe Gebietsverluste hinnehmen musste, war es eigentlich schon zu spät. Die Konstantinische Wende und mit ihr die Emporhebung des Christentums zur Staatsreligion zum Anfang des 4. Jahrhunderts waren dann Versuche irgendwie Druck aus dem Kessel zu bekommen und das Römische Reich als übergeordndetes Gebilde weiter beizubehalten. Aber die Auflösungsprozesse im Inneren und eine bräsige römische Elite konnten nichts mehr machen. Die vielen Völker und Kulturen waren in ihrer Unterschiedlichkeit eben nie bereit ihre Sprachen, Religionen, Traditionen, Mythen und Erzählungen zu Gunsten der zivilisatorisch fortgeschritteneren römischen Staatsform aufzugeben. Dies alles wollte nie zusammen sein und wurde nur durch militärischen Zwang zusammen gehalten. In Israel beispielsweise hatten die Römer zunächst jüdische Protektoren eingesetzt. Aber diese lieferten wohl nicht den gewünschten Erfolg und man setzte dann Personen direkt aus Rom als römische Statthalter in Israel ein.

      • Das Römische Reich hat über Jahrhunderte erstaunlich gut funktioniert und den meisten Bewohnern ging es besser als vorher, nachher oder ihren Zeitgenossen außerhalb des Reiches. Zerfallen ist es durch Dekadenz der römischen Elite und Druck von außen (aber nicht aus Afrika, sondern aus dem Nord- und Südosten), nicht durch die Völker im Inneren. Dabei waren die Juden besonders rebellisch, aber Jesus doch gerade nicht.

      • Das Römische Reich ist – wie die allermeisten Reiche in der Geschichte – als Vielvölkerstaat anzusprechen. Das gebietet schon alleine die Tatsache, daß es auf seinem Höhepunkt ein Viertel der Menschheit in einem Staatswesen vereinte.

        Die Zeit der Vielvölkerreiche ging im ersten Weltkrieg zuende. Der Nationalstaat hat sich unter dem gewaltigen Druck von Krieg, Leid und Hunger als widerstandsfähiger und demokratie-kombatibler erwiesen.

        Die Linke will das Rad der Geschichte nun wieder zurückdrehen und in die Vielvölkerzeit zurückkehren, nur unter anderer Bezeichnung („multikulturell“) und diesmal mit noch größerer, geradezu planetarer innerstaatlichen Diversität.

        Das Ergebnis wird natürlich wieder dasselbe sein. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie ein zweites Mal durchzumachen.

      • Das Problem scheint mir weniger „multikulti“ als vielmehr die Größe heutiger Staaten zu sein. In der kleinen Schweiz funktioniert Demokratie (sogar direkte Demokratie) trotz vier unterschiedlicher Sprachräume interessanterweise bereits seit mehr als 700 Jahren ganz hervorragend.

      • Die Schweiz ist ein Beispiel für einen sehr gut funktionierenden Vielvölkerstaat. Aber auch die viel größeren USA funktionieren besser als die meisten Nationalstaaten und selbst Indien ist für sein wirtschaftliches Niveau eine relativ gut funktionierende Demokratie.

      • Erst haben Sie behauptet, es hätte noch nie multikulturelle Staaten gegeben, nun behaupten Sie umgekehrt, dass es sie nur früher gab. Tatsächlich gab und gibt es stets solche Staaten und zugleich solche mit nur einem Volk. Nationalstaaten sind eine Erfindung der Neuzeit, aber Staaten mit nur einem Volk gab es natürlich auch schon in der Antike und im Mittelalter. Ihre größte Zeit hatten die Nationalstaaten im 19. Jahrhundert, während die Weltkriege gerade ihnen zusetzten und die Vielvölkerstaaten Sowjetunion und USA als Supermächte daraus hervorgingen. Offensichtlich haben Sie aus der Geschichte nichts oder, noch schlimmer, das Falsche gelernt.

      • @ Alexander Dilger

        Definieren wir doch erst einmal „multikulturell“, wie es im Sprachgebrauch üblich ist. Mit „multikulturell“ meint die Linke die Umwandlung von homogenen (de facto ausschließlich europäischen) Nationalkulturen in ein Potpourri aus Völkern, ‚Rassen‘ und Religionen in einem Land – mittels Masseneinwanderung aus allen Kontinenten parallel zur Zurückdrängung der einheimischen Kultur (Quoten, Minderheitenkult, „Deutsche müssen sich integrieren“).

        DAS hat es noch nie vorher gegeben.

        Sogar Multikulturalisten geben zu, daß das Ganze ein Gesellschaftsexperiment ist. Karl Popper hätte von social engineering gesprochen, allerdings wohl eher im negativen Wortsinne (damals waren Liberale noch Bürgerliche).

      • Multikulturell meint, dass mehrere Kulturen nebeneinander in einem Staat leben. Das mit der Umwandlung von homogenen Nationalkulturen haben Sie jetzt eingeschmuggelt. Ob das wirklich eine so gute Idee ist, vor allem als Ziel und nicht nur Nebenfolge anderer Entwicklungen, ist eine andere Frage.

        P. S.: Die meisten Liberalen sind im Gegensatz zu Rechtsextremisten bürgerlich.

    • Die USA sind kein Nationalstaat, haben aber geschichtlich betrachtet doch viel besser funktioniert als z. B. der deutsche Nationalstaat. Die Integrationskraft der USA ist riesig, nur eben nicht perfekt. Schwarze Zuwanderer sind auch nicht das Problem, sondern Nachkommen von Sklaven, die man unmöglich abschieben kann. Sie sind stärker in den Rest der Gesellschaft zu integrieren, was bei vielen auch schon gelungen ist. Die Rezepte von Ihnen funktionieren dort hingegen überhaupt nicht und hier vermutlich auch nicht.

  4. Es gab ähnlich gelagerte Unruhen in Los Angeles von 1992, ausgelöst von der Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King durch vier Polizisten mit deren anschließendem Freispruch und der Folge von 38 Toten, der Brandstiftung an Insgesamt 3 700 Gebäuden und 4 000 Verhaftungen. Diese Vorfälle basieren auf einer Wechselwirkung des sozialen Verhaltens wirtschaftlich nicht integrierter Unterschichten von Hispano- und Afroamerikanern und des Verhaltens der Polizeikräfte.
    Präsident Clinton hat mit Einsetzung einer Untersuchungskommission 1997 versucht, dieses Problem grundsätzlich anzugehen. Beide Bevölkerungsgruppen haben übrigens eine anteilig starke und integrierte Mittelschicht hervorgebracht, die sich von den sozialen Unterschichten der eigenen Gruppe absetzt. Dies widerspricht insoweit auch den Thesen der hier vertretenen AFD-ler. Im Rust Belt ist es eine überwiegend weiße Bevölkerung, die mit der Wirtschaftsverfassung und insbesondere dem Strukturwandel nicht zurecht kommt, sich dort aber – in ländlichen Strukturen – eher in Drogenkonsum flüchtet.
    Es ist übrigens nicht verwunderlich, weshalb in den USA trotz sozialer Spannungen linke Bewegungen nicht dominieren: Es ist die Durchlässigkeit einer Industrie-Gesellschaft für Talente aus allen Schichten. Die USA müssten – etwa mit einem dualen Bildungssystem wie in D. und anderen Hilfen zur Integration und einer Reform des Strafrechts Maßnahmen zum Abbau der sozialen Spannungen treffen.

    • Ach so, Sie wollen Kuscheljustiz wie in Deutschland. Das wird in den USA genauso wenig funktionieren wie bei uns. Wer mit Appeasement die Raubzüge von Beutejägern verharmlost, wird am Ende Frieden, Freiheit und Wohlstand verlieren.

      • francomacorisano
        sagte am 01/06/2020 um 16:00 “ . . .Sie wollen Kuscheljustiz wie in Deutschland . . .“ In Europa zielen Strafen und Strafvollzug (auch) auf Resozialisierung ab, wohingegen das Strafrecht in den USA auf Vergeltung gerichtet ist. Deshalb hatten die USA 2011 mit 706 Gefangenen pro 100.000 Einwohner die zweithöchste Inhaftierungsrate der Welt nach den Seychellen (799 Gefangene / 100.000 Einwohner). Zum Vergleich (Stand 2016): Russland 420, Volksrepublik China 118, Deutschland 77 Gefangene je 100.000 Einwohner (alles zitiert nach Wikipedia).
        Bei der Tendenz Deutschlands, an der Infrastruktur zu sparen und gleichzeitig in der weiten Welt den großen Max zu markieren, besteht hier in der genannten Zielsetzung noch Verbesserungsbedarf. Unter humanitären wie ökonomischen Gesichtspunkten sehe ich keine Alternative zu unserer Zielsetzung.

      • Im Vergleich westlicher Demokratien haben die USA tatsächlich die meisten Gefangenen (absolut sowieso, aber auch relativ), doch z. B. China (oder gar Nordkorea) kann man nicht ernsthaft damit vergleichen. Auch die DDR sperrte alle Menschen ein.

      • francomacorisano
        sagte am 04/06/2020 um 05:09 :“ . . .sondern nur das „Recht des Stärkeren“. Das werden Linke, auch Linksliberale, nie begreifen…! . . .“
        Andererseits hat aber das überproportionale Wegsperren auch nichts gebracht- wie man sieht. Spötter folgern aus Ihrer Position, die Hälfte der US-Bevölkerung werde demnächst einsitzen, die andere Hälfte auf diesen Teil aufpassen.
        Eventuell bessern Sie Ihre Vorschläge noch mal nach.

    • Richtig, die USA versuchen, ihre Probleme zu lösen. Alle Menschen brauchen Chancen, sollte diese dann aber mit eigener Anstrengung nutzen, sei es durch Lernen oder Arbeiten. In Deutschland neigen viele hingegen dazu, nur staatlich vereinheitliche Ergebnisse als sozial anzusehen.

      • Der FAZ-Korrespondent Winand von Petersdorff beschreibt das in der FAZ vom 3.6.2020 so: “ Eine fatale Rolle spielt offenbar die Kriminalisierung von Bagatelldelikten, die schwarze Männer ganz überwiegend getroffen hat. Sie sind immer noch überproportional vertreten in Amerikas Gefängnissen und damit unterproportional in ihren Familien. Ihre Kinder wachsen oft ohne Väter
        auf und verlieren damit in frühen Jahren die Stabilität, die den sozialen Aufstieg
        erleichtert“ . So sehen wir das in unserer Familie auch ( eine Nichte ist Gehilfin der Staatsanwaltschaft in Washington D.C.) .

      • Die harte Bestrafung von Bagatelldelikten, oft kleinen, gewaltlosen Drogenvergehen, ist ein großes Problem in den USA. Allerdings gibt es dort auch schlimme Gewaltverbrecher. Eine stärkere Differenzierung wäre für die ganze Gesellschaft gut.

      • Auch „Bagatelldelikte“ müssen sofort verfolgt werden. Mit dieser „Broken windows“-Strategie hat bereits Rudolph Giulinani als New Yorker Bürgermeister die Kriminialität in seiner Amtszeit erfolgreich halbiert. Rechtsbrecher, nicht nur die aus archaischer, gewaltaffinen Kulturen, stoppt man nicht mit Kuscheljustiz und Stuhlkreis-Pädagogik. Wer in Slums großgeworden ist, kennt keine Humanität, sondern nur das „Recht des Stärkeren“. Das werden Linke, auch Linksliberale, nie begreifen…!

      • Auch Bagatelldelikte sollten verfolgt und die Täter bestraft werden, aber bitte verhältnismäßig. In einigen Bundesstaaten der USA wie Kalifornien ist es möglich, dass jemand für drei gewaltlose Straftaten lebenslänglich eingesperrt wird (in vielen anderen Bundesstaaten muss zumindest eine Gewaltanwendung oder -drohung darunter sein). Das ist schon für sich genommen unverhältnismäig und ungerecht, mehr noch bei Berücksichtigung der Tatsache, dass relativ viele Jugendliche und junge Erwachsene kleinere Straftaten begehen und danach ganz von sich aus damit aufhören. Warum zerstört man zu immensen Kosten deren Leben?

  5. Man darf ruhig von Rassenunruhen sprechen, denn die Mehrzahl des Mobs besteht aus jungen Schwarzen. Dazu gesellen sich weiße Antifas, die von einer proletarischen Regenbogenrevolution träumen, während Trump eine eklatante Führungsschwäche offenbart, die ihn die Wiederwahl kosten könnte.

    • Mein Instinkt war anscheinend richtig, mich überhaupt nicht mehr in den Hauptstrommedien über die Unruhen (Medien: „Proteste“) zu informieren: https://twitter.com/clairlemon/status/1267700183187378176

      Die kaum verhohlenen Sympathien für die Antifa und die moralische Paralyse gegenüber Schwarzen verhindern dort jede objektive Sicht auf die Ausschreitungen (Medien: „Demonstrationen“).

      • Es gibt viele friedliche Demonstranten, aber eben auch Gewalttäter. Dass sich die SPD-Vorsitzende mit der Antifa solidarisiert, ist verantwortungslos und völlig geschichtsvergessen.

      • Eurokanadier
        sagte am 03/06/2020 um 10:18 :“Auch diese kluge Migrationspolitik begründet ihren außergewöhnlichen Erfolg, wohingegen der Westen mittlerweile einen Großteil seiner Energie und Aufmerksamkeit für die „Integration“ aufwendet, . . “
        Die Folgerungen sind so nicht richtig: China ist ein multiethnischer Staat mit 50 anerkannten und teilweise mit Sonderrechten versehenen Minderheiten. Selbst die Bevölkerungsmehrheit der HAN-Chinesen unterscheidet sich nach Dialekten und Interessen stark. Wirtschaftlich sind viele Millionen von Menschen noch weniger als die Hispano- und Afro-Amerikaner integriert. Die Innenpolitik Chinas ist von der Aufgabe geprägt, dieses Bündel zusammenzuhalten. Das soll die KP so richten wie vormals in der SU und im Tito-Jugoslawien. Die digital gestützten sozialen Kontroll-Instrumente sind ein weiterer Ausdruck der Furcht vor Zentrifugalkräften. Die Reibungsverluste in dieser Gesellschaft sind enorm.

      • Außerdem hat China bei der Binnenmigration eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen. Die Wanderarbeiten und ihre Kinder sind quasi rechtlos.

    • Sie haben eigentlich in allem recht. Dass einzige, was ich anders einschätze, ist die Wahl Trumps. Ich denke, auch wenn er sich nicht perfekt verhalten hat (u.a. hat er es aus taktischen Erwägungen vermieden neben der Antifa auch die überwiegend Schwarzen Gewalttäter und Randalierer zu erwähnen), so geht er unterm Strich doch gestärkt aus der Sache heraus. Der linke politische Mainstream, der die Antifa grundsätzlich wohlwollend betrachtet, gerät in Erklärungsnot. In krisenhaften Situationen wird außerdem eher nach einem starken etablierten Mann votiert, außerdem scheint Trump nun durchzugreifen.

      • Trump ist seinem Amt nicht gewachsen. Er ist ihm auch nicht würdig. Sein unseliges „America first“ spielt Chinas KP wunderbar in die Hände. Wir erleben derzeit den Zeitenwandel, dass China DIE Macht dieses Jahrhunderts sein wird. Wenn Trumps Fokussierung auf die eigene Nation wenigstens dazu geführt hätte, das Land wirklich groß zu machen…..stattdessen wird dieser blondgefärbte Erbmilliardär ein gespaltenes Land in Schutt und Asche hinterlassen, wenn er sich eines Tages aus dem Staub macht. Schade um diese einst große Macht USA, die in meiner Generation als Sehnsuchtsort für Freiheit galt.

      • @danielsodenkamp

        Dass China „DIE Macht des Jahrhunderts“ werden wird, war lange absehbar. Dies ist aber nicht auf den amtierenden POTUS, sondern auf Fleiß, Ehrgeiz, Ausdauer und den bedingungslosen Gehorsam der Chinesischen Bevölkerung zurückzuführen sowie auf den westlichen Geiz-ist-geil-Blödkonsum, der den Chinesen jeden Ramsch abkauft.

      • Sie überschätzen die schädliche Wirkung von Donald Trump. Die USA halten das aus. Wahrscheinlich wird er demnächst abgewählt, doch selbst noch vier Jahre seiner Präsidentschaft werden die USA weniger hart treffen als Deutschland und Europa noch vier Jahre Kanzlerin Merkel, die ich inzwischen für viel wahrscheinlicher halte.

        China strebt gar keine globale Führungsrolle an und wird sie (wahrscheinlich) auch nicht erreichen, sondern passt eher in das autoritäre Weltbild von Alexander Gauland von Großmächten, die jeweils in ihrem Hinterhof beliebig walten und ansonsten nur gegenseitig ihre Macht respektieren, aber kein gleiches Recht für alle, auch kleine Staaten oder gar Individuen.

      • Die Chinesen haben eine Nulleinwanderungspolitik. Seit 1949 wurden nur rund 1.000 Menschen in die Volksrepublik China eingebürgert (also soviele wie die Bundesregierung 2015 in wenigen Stunden über die deutsche Grenze einmarschieren ließ). Auch diese kluge Migrationspolitik begründet ihren außergewöhnlichen Erfolg, wohingegen der Westen mittlerweile einen Großteil seiner Energie und Aufmerksamkeit für die „Integration“ aufwendet, die sich trotzdem rückwärts entwickelt.

      • Donald Trump ist doch kein starker Mann. Vor allem hat er seine Wähler aus der weißen Unterschicht belogen und objektiv gegen deren Interessen gehandelt. Die gute Wirtschaftslage konnte das überdecken, doch mit der Corona-Pandemie sind seine Wiederwahlchancen rapide gesunken (auch viele ältere Wähler werden mit seinem Verhalten angesichts dieser Krise nicht zufrieden sein).

      • @ Alexander Dilger
        China strebt gar keine globale Führungsrolle an…
        Dann schauen Sie mal nach Afrika. In vielen afrikanischen Staaten geben die Chinesen heute den Ton, schlimmer als in den Zeiten europäischer Kolonialmächte!

      • China verhält sich aber ganz anders als frühere Kolonialmächte, denn es möchte die afrikanischen Staaten und Völker gar nicht beherrschen (und auch nicht erziehen), sondern einfach Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte abgreifen.

  6. Sehr geehrter Prof. Dilger,
    Ferndiagnosen beinhalten Risiken! Insbesondere, wenn diese von Nicht-Medizinern stammen. Sie schreiben sinngemäß: Er starb daran, das ihm ein Polizist sein Knie acht Minuten auf den Hals drückte.
    Starb er wirklich daran? Das erscheint höchstwahrscheinlich, aber absolut sicher eben nicht.
    Meine Anmerkung zielt ausdrücklich nicht dahin, Polizeigewalt zu relativieren. Mir geht es um eine vorbehaltlose Bewertung von Vorgängen ohne absolut gesicherten Kenntnisstand.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article208735095/George-Floyd-Erstickungstod-Autopsie-im-Auftrag-der-Familie-widerspricht-der-amtlichen.html

    • Nichts ist absolut sicher (nicht einmal das) und ich referiere hier doch nur einen Bericht, wobei niemand das Referierte bestreitet (bestritten wird nur die Monokausalität, die ich gar nicht behauptet habe, weil die einen auch noch Rauschmittel und Vorerkrankungen im Spiel sehen und die anderen zwei weitere Polizisten für aktive und nicht nur passive Mittäter halten).

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