Für keinen Euro getankt

Dass der ‚Ölpreis erstmals negativ‘ wurde, hat auch Auswirkungen an den Zapfsäulen. Als ich meinen Kindern sagte, dass ein Liter Diesel keinen Euro mehr kostet, dachte mein Sohn, dass er gar nichts mehr kosten würde. Gemeint ist natürlich, dass er weniger als einen Euro kostet. So habe ich heute für 96,9 Cent den Liter getankt. Es ist wohl schon über 15 Jahre her, dass Tanken so günstig war (siehe „So haben sich die Spritpreise seit 1950 entwickelt“). Allerdings fahre ich aktuell auch viel weniger. Die leeren Straßen würden zwar dazu einladen, aber es gibt nicht mehr so viele lohnende Ziele.

9 Gedanken zu „Für keinen Euro getankt

  1. Grüne Weltuntergangspropagandisten hatten ja schon für die 90er Jahre prophezeit, dass die Erdölreserven zu Ende gehen. Stattdessen ist das Angebot immer größer geworden. Dank der Klimaerwärmung können jetzt auch Bodenschätze, also Erdöl ebenso, in Regionen (Nordkanada, Sibirien, Grönland, …) gefördert werden, die sonst von meterdickem Eis bedeckt waren. Alles Panikmache…!

    • Der Weltuntergang wird weiterhin prophezeit, nur der angebliche Grund ändert sich. Mal sollen der Menschheit die Rohstoffe ausgehen, dann sterben wir alle an Atomkraft, zuletzt war Klimawandel sehr beliebt und jetzt ist es eben ein Virus.

  2. Einfacher als an der Entwicklung der Spritpreise durch den Lockdown kann man die Wirkung von Angebot und Nachfrage auf die Preisbildung nicht erklären. Jedenfalls, wenn man den hohen Steueranteil, der ja nicht nur momentan den Löwenanteil eines Liters Kraftstoff ausmacht, einmal außen vor lässt.

  3. „Es ist wohl schon über 15 Jahre her, dass Tanken so günstig war“

    Also Ende 2008, Anfang 2009 gab es zuletzt schon einmal eine etwas längere Periode von mehreren Monaten, wo der Spritpreis sehr günstig war. Der Liter Super kostete an günstigen Tagen teilweise nur 1,05 Euro. Konnte mich noch ganz gut daran erinnern und in Ihrer Verlinkung lässt sich dies auch noch einmal nachlesen.

    Und was manche Leute an Ostern während der Corona Ausgangssperre auf den leeren Straßen so machen:

    372 Km/H mit einer Hand am Lenkrad und mit der anderen am Filmen. Während Ferrari für das extrem teure limitierte Sondermodell nur „größer 350 km/h“ als Höchstgeschwindigkeit angibt, weiß man nun: Es sind zumindest laut Cockpitmonitor 372

    • Zustimmung beim Blick auf den neuen, zum Monatsende geltenden Bußgeldkatalog, der in Verbindung mit der bekannten Wegelagerei der Öffentlichen Hand für Überkompensation sorgen wird !

    • „Solche ‚Wohltat‘ muß das Volk immer teuer bezahlen, weil kein Staat seinen Bürgern mehr geben kann, als er ihnen vorher abgenommen hat…“

      Ludwig Erhard, 1958

      • Der Dicke mit seinen wohlfeilen Sprüchen: Die Nationalstaaten und -wie jetzt zu befürchten die EU – geben mit vollen Händen viel mehr aus als sie vorher eingenommen haben (und derzeit einnehmen). Nennt sich Verschuldung, deren Auswirkungen für den EURO-Raum nicht negativ genug eingeschätzt werden können. Es ist – frei nach Mutti – eine Verschuldungsorgie.

      • Die Verschuldung sollte jetzt nicht die Hauptsorge sein, schon gar nicht in Deutschland. Die Realwirtschaft wird gerade ruiniert und viele freuen sich auch noch darüber. Der Staat vernichtet Millionen kleine Unternehmen und selbständige Existenzen, während er die Großkonzerne stärker subventioniert und dort z. T. stärker einsteigen will.

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