Sanders steigt halbherzig aus

Vor fünf Wochen galt: Joe ‚Biden liegt bei Demokraten vorn und nur noch Sanders dahinter‘. Das hat sich heute geändert: Bernie „Sanders gibt auf – und kämpft weiter“. Der selbsterklärte demokratische Sozialist räumt ein, dass er nicht mehr gewinnen kann, und steigt deshalb aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aus, aber nicht so ganz. Er will weiter Stimmen sammeln und auf den Stimmzetteln bleiben, damit eine große Zahl an Delegierten mehr radikale Positionen im Wahlprogramm unterbringen kann. Die eigentliche Folge wird aber sein, dass er Joe Biden in dessen Wahlkampf gegen Amtsinhaber Donald Trump schadet, dem er schon beim letzten Mal zum knappen Wahlsieg gegen Hillary Clinton verholfen hatte. Auch hier könnte also die Hufeisentheorie gelten, doch persönliche Eitelkeit und Rachsucht sind die einfachere Erklärung.

13 Gedanken zu „Sanders steigt halbherzig aus

  1. Ja, nur eine geeinte Partei kann gewinnen. Wenn Donald Trump sich jetzt als entschlossener Krisenmanager beweißt, gewinnt er die Wahl. In schwierigen Tagen wechselt man die Pferde nicht.

    Jetzt werden einige sagen, dass Trump die Lage zu spät ernst genommen hat. Das stimmt zwar teilweise, aber Merkel hat noch viel später reagiert, bzw. reagiert noch immer nicht umfassend, womit ich die für „Flüchtlinge“ nie geschlossene Grenze meine… 😦

  2. Amerika lässt seine Ärmsten sterben. Trump hat sich noch nie für die interessiert. Hier wird seine Unfähigkeit als Präsident am deutlichsten. Eigentlich müsste Biden jetzt leichtes Spiel haben. Ich vermute,die Demokraten werden Sanders bald zurückpfeifen.

    • Bernie Sanders lässt sich von den Demokraten nicht zurückpfeifen. Diese können schon froh sein, dass er nicht noch als unabhängiger Kandidat antritt. Damit hatte Donald Trump beim letzten Mal den Republikanern gedroht. Jetzt wird er durch die Corona-Krise gestärkt. Eine Regierung kann noch so schlecht sein, in der Krise sammeln sich viele hinter ihr.

      • „Eine Regierung kann noch so schlecht sein, in der Krise sammeln sich viele hinter ihr.“

        Siehe Deutschland aktuell.

      • Ad hoc fällt mir keines ein.
        Der Mensch ist eben offenbar ein Herdentier.

  3. Der allergrößte Versager in dieser Krise ist die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihr China-höriger Chef aus Äthiopien. An deren vertuschende Einschätzung haben sich weltweit Regierungen, Wissenschaftler und Medien orientiert.

    Ich hoffe, dass Donald Trump ernst macht und dieser Selbstversorger-Schmarotzer-UN-Unterorganisation den Geldhahn abdreht. Und die Grenzen hat Trump schneller dicht gemacht, als Merkel!

    Stellt Euch nur einmal vor, Hillary Clinton wäre jetzt US-Präsident.
    Die war als Außenministerin noch nicht einmal in der Lage, ihr Botschaftspersonal in Libyen zu schützen, das gelyncht wurde, obwohl sie durch Berichte ihres Ministeriums gewarnt war.

    Donald Trump hat alles im Griff.
    4 more years, Mr. President!

      • Interessant ist, wie schnell China die Coronakrise (angeblich?) in den Griff bekommen zu haben scheint. Setzt man dann die Zahlen auch noch in Relation zur Bevölkerungsgröße, steht China im internationalen Vergleich sehr gut da.
        Das muss allerdings nicht zwingend an der Politik liegen, sondern hat vielleicht viel mehr etwas mit der höheren Selbstdisziplin seiner Bevölkerung zu tun.
        Wenn ich solche Meldungen aus dem (Kern-)Land der Dichter und Denker lese https://www.infranken.de/ueberregional/blaulicht/coronavirus-quarantaene-polizei-loest-zwei-partys-in-neustadt-am-rennsteig-kurz-vor-ende-auf;art74350,4990703
        kann ich jedenfalls nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln.

      • Wir wissen nicht, ob die Zahlen und Berichte aus China stimmen. Allerdings scheint die Epidemie nicht völlig zufällig zu verlaufen oder gar stets exponentiell, sondern einem typischen Muster zu folgen, welches eher logistisch ist, also S-förmig mit einem erst exponentiellen Anstieg, der sich immer weiter abschwächt und dann symmetrisch umkehrt, wobei China schon weit über dem Wendepunkt ist und wir inzwischen auch. Wenn das richtig ist, ist der Spuk bald vorbei, jedenfalls die erste Welle, da ohne Herdenimmunität, die aber bei den meisten Krankheiten ohne Impfung nie erreicht wird, die Krankheit erneut ausbrechen kann. Im Übrigen gelten doch auch die Deutschen eher als diszipliniert und obrigkeitsgläubig.

      • Dass man sich gleich wieder anstecken kann, ist doch eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Es gibt aber noch zahlreiche weiter Argumente gegen Herdenimmunität, insbesondere als aktiv anzustrebendes Ziel.

      • „Herdenimmunität“???
        Warum gehen die Mitglieder von Bundes-, bzw. Landesregierungen nicht mit „gutem Beispiel“ voran und lassen sich freiwillig infizieren und damit immunisieren. Wenn es bei denen klappt, können wir anderen ja folgen… 🙂

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