Exponentielles Wachstum der Corona-Epidemie vorbei

Das exponentielle Wachstum des Coronavirus SARS-CoV-2 ist aktuell in Deutschland gestoppt, was eine sehr gute Nachricht ist. Die „Maßnahmen in Deutschland zeigen deutliche Wirkung“ oder es hat eine andere Ursache. Jedenfalls gilt jetzt offiziell: „Seit ein paar Tagen steckt jeder Infizierte laut den verfügbaren Daten nur noch einen anderen Menschen an.“ Das kann man auch direkt beim „Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard“ sehen (rechts unten, zum Vergrößern klicken). Natürlich sind bis zu 6.000 Neuinfektionen pro Tag nicht wenig, aber bereits damit (ein weiterer Rückgang der Ansteckungsrate, der zum Verschwinden der Epidemie führen würde, ist nun in greifbarer Nähe) wird die Kapazität der Krankenhäuser nicht überschritten werden und auch die Gesamtzahl der Todesfälle in einem noch vertretbaren Rahmen bleiben. Aktuell ist die Sterblichkeit in Deutschland insgesamt sogar niedriger als gewöhnlich und auch in ganz Europa unter dem üblichen Saisonwert (siehe EuroMOMO).

Ein Risiko dabei ist, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder steigen statt demnächst sinken könnte, schlimmstenfalls von sich aus oder bei Lockerung der drastischen Gegenmaßnahmen. Allerdings gibt es in vielen anderen Ländern eine ähnliche Entwicklung, auch in solchen ohne so starke staatliche Einschränkungen. Deshalb ist inzwischen das viel größere Risiko, dass die Wirtschaft ohne hinreichenden Grund weiter abgewürgt und fast alle Grundrechte völlig unverhältnismäßig massiv eingeschränkt werden. Eigentlich sofort, aber spätestens am 19. April muss es Lockerungen geben. Sollte es danach wieder zu exponentiellem Wachstum kommen, könnte die Rückkehr zu den schärferen Maßnahmen überlegt werden. Eine solche Variation erlaubt es außerdem, genauer zu bestimmen, was überhaupt wirkt und was nicht. Vermutlich sind etwas mehr Abstand und weniger Händeschütteln ohnehin auf Dauer sinnvoll.

30 Gedanken zu „Exponentielles Wachstum der Corona-Epidemie vorbei

  1. Dann würde mich ihre Meinung zu dieser Quelle interessieren

    Dort ist das Wachstum noch 1,07 und die RKI Zahlen von morgen so seit vielen Tagen

    • Wo stehen in dem Video diese Zahlen? Beim Robert-Koch-Institut sind die heutigen Zahlen noch niedriger, was aber auch an verzögerten Meldungen durchs Wochenende liegen dürfte. Jedenfalls kann von einem exponentiellen Wachstum in Deutschland nicht mehr gesprochen werden. Wenn das so bleibt, kommt es zu keiner Katastrophe und sind die staatlichen Maßnahmen völlig unverhältnismäßig und damit wohl auch verfassungswidrig. Das Infektionsschutzgesetz ist als rechtliche Grundlage dafür ohnehin dünn und die dort genannten Voraussetzungen sind nicht mehr erfüllt.

      • Der Multiplikator ist 1,05 und morgen haben wir die 100.000 in Deutschland erreicht. Am 19.4 vermutlich 189.000. Das wird niemals ausreichen eine der Maßnahmen zu lockern, außer man gibt auf und nimmt eine Kollaps des Krankensystem bewusst in Kauf um den Kollaps der Wirtschaft zu verhindern. Wichtig wäre auch das Beobachten, was machen unsere Nachbarn. Was nützt eine fehlende Herdenimunität bei der bisherigen Freizügigkeit des Reisen wenn in anderen Ländern das Virus noch aktiv ist. Ein Alleingang von einem EU Land wird zur Isolation führen von dem Land, als genesen oder als noch infiziert.

      • Woher kommen Sie jetzt auf 1,05 und gestern auf 1,07? Die offizielle Aussage ist 1 und die offiziellen Zahlen sprechen auch dafür oder sogar einen Wert geringfügig darunter. Entsprechend ist am 19. April mit weniger Fällen zu rechnen (als Ihren 189.000), von denen auch ein erheblicher Teil wieder gesund sein wird. Das Gesundheitssystem wird das dauerhaft gut verkraften, wenn nicht wieder ein exponentielles Wachstum einsetzt. Um das zu verhindern, sollten natürlich nicht gleichzeitig alle Maßnahmen überall entfallen. Die Einreise aus Risikogebieten sollte z. B. weiter eingeschränkt oder mit individueller Quarantäne verbunden werden. Abstandsregeln sind auch weiterhin sinnvoll, aber warum sollen mit solchen Regeln nicht alle Läden wieder öffnen dürfen, Freizeiteinrichtungen, Sportstätten, Hochschulen, Kirchen etc.? Bei Schulen sind Abstandsregeln wohl schwerer durchsetzen, aber auch nicht völlig unmöglich. Außerdem gehören die meisten Schüler zu keiner Risikogruppe.

      • ist geschätzt
        01. Apr 2437 2.439 1,06
        02. Apr 2557 2.586 1,06
        03. Apr 2739 2.741 1,06
        04. Apr 2882 2.878 1,05
        05. Apr 3019 3.022 1,05
        06. Apr 3.173 1,05

        Der Multiplikator soll laut RKI 1,0 werden und reduzierte sich am 3.4 lediglich um 0,01 und nicht auf 1- Gilt auch für die BRD. Diese Zahlen sind nur Hamburg

      • Ist es denn so schwer, die Quelle anzugeben, oder haben Sie das selbst ausgerechnet? Der 6. April ist doch noch gar nicht und Hamburg liegt über dem Bundesschnitt.

      • Die ist Zahlen sind aus den täglichen Pressemitteilungen des Senat. https://www.hamburg.de/coronavirus
        Ebenso weiterhin ca. 2% der Fälle auf Intensivpflege.

        Die Prognose basierend auf den aktuellen Steigerungen. Entsprechend für den 6.4 die wahrscheinliche Zahl. Sollte die falsch sein, verändert sich der Multiplikator für die folgenden Tage. So kann man auch gut erkennen ob wirklich ein Rückgang erfolgt.
        Wenn die Zahl passt bleibt es bei der Prognose für den folgenden Tag. Derzeit für den 19.4 ca 5983

        Seit beginn verfolge ich die Zahlen. Tägliche Steigerung am Anfang *1,5 inzwischen auf 1,05 gesunken.
        Italien liegt jetzt bei 1,02 . Am 2.4 noch 1,03

      • Von 1,05 steht da nichts. Haben Sie einfach die jeweilige Gesamtzahl an Infektionen durch den Wert des Vortages geteilt? Dieser Quotient würde aber erst 1, wenn es überhaupt keine Neuinfektionen mehr gäbe, und kann nie kleiner 1 werden, auch in 100 Jahren nicht. Relevant ist aber, wie viele weitere Personen ein Infizierter ansteckt, also das Verhältnis von Neuinfektionen zeitverzögert auf vorherige Infektionen (siehe „Basic reproduction number“).

      • Multiplikator = Multiplizieren ? Ich habe immer den Wert des Tages am Anfang mit 1,3 multipliziert. Denn das RKI sprach von einer Verdoppelung in 2-3 Tagen. Mithin alle 2 Tage entweder mal 2 oder eben täglich 1,5 oder 1,3. Wenn sie so wollen mein erfundener Multiplikator für meine Prognose.

        Diese Prognose sollte mir eigentlich nur zeigen, ob die Ausbreitung durch die Maßnahmen langsamer wird. Also wie gewünscht 1,0 . Menge nicht gestiegen, somit Vortagesmenge mal 1,0 = gleiche Menge.

        Ihre Argumentation ist also schlechtweg falsch. Von einer Teilung oder Dividieren von Zahlen habe ich nie geschrieben. Immer von Multiplikator. Multiplizieren, mal nehmen. Diese Begriffe wurden mir in der Schule mal so beigebracht.

        Zu meinen Zahlen : Angenommen hatte ich am 4.4 2878 ( Ergebnis der Zahlenkette bis 4.4.) mal genommen mit dem Faktor 1,05 (ursprünglich 1,3 so weit wurde augenscheinlich eine Vermehrung eingedämmt) ergibt Prognose 3022. Gemeldet wurden dann am 5.4 = 3019.

        Dann hat sich die Vermehrung nicht wirklich reduziert. Ich darf also annehmen, das heute 3022 mal 1,05 die Menge der gemeldeten Fälle werden. Ist die Zahl sehr falsch, ist der Multiplikator für die nächsten Tage anzupassen.

        Ich habe keine Ahnung was die Regierung plant. Zumindest eine abflachende Kurve im Verhältnis der Krankenhauskapazitäten würde eine sehr lange Aufrechterhaltung von den Maßnahmen erfordern. Das wird weder die Wirtschaft noch die Menschen durchhalten.

        Zurück zu Phase 1, also so geringe Steigerung, dass man die Kontaktpersonen verfolgen kann ?

        Möglich. Würde aber für eine Herdenimunität von 60 % der Bevölkerung zu einem ebenso langen Anhalten von Maßnahmen führen. Zwar in Schritten immer weniger, aber auch bis zu einem Impfstoff oder ohne ca. 2 Jahre.

        Aktuell würden bei einer Verdoppelung (heute ca. 100.388) von allen 14 Tagen ( Ziel des RKI ) am 19.4 ca. 200.000 erwartet. Ich denke es werden ca. 189.296 sein. Ob das reicht für Aufhebung von Maßnahmen wird man sehen.

      • Sie hatten auch auf mehrfache Nachfrage nicht erklärt, woher die Werte 1,07 und 1,05 kamen. Deshalb habe ich etwas vermutet, was nicht „schlechtweg falsch“ war, sondern leichter zum gleichen Ergebnis führt wie Ihr Vorgehen. Division ist nämlich einfach die Umkehrung der Multiplikation. Die heutige Zahl an allen Infektionen geteilt durch die gestrige führt zu demselben Faktor, mit dem Sie die gestrige Zahl multiplizieren, um die heutige zu errechnen. Vorteil der Division ist nur, dass sie direkt einen Wert liefert, den Sie erst schätzen und ggf. anpassen müssen.

        In beiden Fällen kann der Faktor nie kleiner als 1 werden und exakt 1 auch nur erreichen, wenn es überhaupt keine Neuinfektionen mehr gibt. Die eigentlich gesuchte Ansteckungsrate wäre dann jedoch 0. Sie ist 1, wenn die Zahl der Neuinfektionen konstant bleibt. Für die Gesamtzahl der Infektionen bedeutet das, dass sie linear steigt, nicht exponentiell. Bei rund 6.000 Neuinfektionen am Tag und aktuell 95.000 ist in 13 Tagen mit 173.000 gemeldeten Infektionen zu rechnen, wovon jedoch auch schon wieder viele gesundet sind (und manche leider gestorben). Es würde 22 Jahre dauern, bis auf diese Weise Herdenimmunität erreicht wäre. Allerdings geht ich davon aus, dass die Epidemie auch ohne Impfstoff schon viel früher auslaufen würde. Die tatsächlich größte Gefahr ist, dass sie in Wellen leicht verändert wiederkehrt.

  2. Die Aussichten für Deutschland sind in der Tat gut. Für die VSA gilt das allerdings nicht. Die Entwicklung dort ist beunruhigend, unter anderem, aber nicht nur, in New York. Es gibt immer noch keine landesweite Ausgangsbeschränkung und der POTUS möchte selber keine Maske tragen. Ich fürchte schwerwiegende ökonomische Auswirkungen auf die ganze Welt, wenn es so weitergeht (nicht zuletzt deswegen, weil die weltweiten Börsenkurse zu einem guten Teil durch die VSA gesteuert werden).

      • Am 29.3 meldete die USA 135627 Corona Fälle und 2385 Todesfälle. Heute am 14.4 meldet Deutschland 130826 Fälle und 3356 Todesfälle.

        So gesehen liegt die Quote in der BRD deutlich schlechter als in Amerika.

        Wie das ? Unser Krankensystem ist doch so viel besser laut Medien?

      • Das ist ein schräger Vergleich, da die Todesfälle stärker zeitverzögert sind als die nachgewiesenen Infektionen. Aktuell haben die USA 587.357 nachgewiesene Infektionen und 23.649 Todesfälle mit dem Coronavirus. Beides ist viel höher als in Deutschland, auch pro Kopf und im Verhältnis. Außerdem ist Deutschland schon weiter auf der Kurve, die Epidemie hier also schneller wieder vorbei, wobei der Lockdown erst nach der Trendwende kam und zumindest bislang keinen großen Effekt hatte.

  3. Obwohl Fr. Merkel sagte, vor Mitte April werde Nichts hinsichtlich lockerungsmassnahmen entschieden hat jetzt die kmk entschieden, dass die Hochschulen und Universitäten am 20. April wieder öffnen. Da dürfen wir also mglw. Wieder in die Bütt. Mal wieder ein kommunikatives Fiasko.

  4. Vermutlich sind etwas mehr Abstand und weniger Händeschütteln ohnehin auf Dauer sinnvoll

    Eine Armlänge etwa, weil die „Gäste der Kanzlerin“ gerne messern…???
    Hände schütteln gibt es in deren Kultur sowieso nicht und ist zwischen Mann und Frau, die nicht miteinander verwandt sind, sowieso tabu!?! Noch ein Stück Eurabien…?!?

    • Das ist doch nicht der Grund, sondern der Schutz vor dieser und zukünftigen Infektionskrankheiten. Dieser Schutz könnte allerdings seinerseits der Grund dafür sein, dass andere Kulturen nicht zum Händeschütteln neigen, weil es dort immer schon zu gefährlich war. Auch hierzulande dient es vielleicht gerade deswegen als Geste des Vertrauens (nicht kostenloses Signal), weil es nie ganz risikolos ist. Im Übrigen kann man es als Teil der persönlichen Freiheit auffassen, dass andere einem nicht zu nahe kommen, wenn man das nicht will.

      • Händeschütteln ist aber doch nur gefährlich, wenn man danach mit den Händen das eigene Gesicht berührt. Wenn man sich regelmäßig die Hände wäscht, sollte man sich eigentlich auch problemlos die Hand geben können.

      • Typischerweise schüttelt man sich die Hände nicht nur zum Abschied, sondern auch zur Begrüßung. Wer schafft es wirklich, sich bei längeren Treffen nie ins Gesicht zu fassen?

  5. Die Zahleninterpretationen des RKI sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Als Grundlage für statistische Aussagen taugen sie nicht die Bohne. Das Kernproblem liegt darin, daß die Probanden, die auf das Virus getestet werden, starke Gemeinsamkeiten aufweisen. Sie sind auf die eine oder andere Weise bereits Kandidaten für eine bestehende Infektion durch das Virus oder weisen bereits deutliche Symptome einer Erkrankung aus. Wenn man daraus statistische Aussagen ableiten will, kann man auch gleich auf Basis der Wählerbefragung in einer Studentenkneipe eine Prognose für die nächste Bundestagswahl abgeben.

    In diesem Zusammenhang verweise ich auf ein Interview von Gerd Antes im Deutschlandfunk.

    • Die Zahlen und Testverfahren sind nicht geeignet, die Dunkelziffer zu bestimmen, also wer ohne Symptome erkrankt (oder mit sehr leichten ohne spezifischen Corona-Verdacht). Sie sind aber sehr wohl geeignet, um die zeitliche Entwicklung zumindest abzuschätzen. Es werden auch eher Erkrankte getestet, deren Zahl für die Frage nach den Krankenhauskapazitäten relevant ist. Wenn die Dunkelziffer nicht riesig ist, worauf wenig hindeutet, zeigen die Zahlen auch, dass der Weg über die Herdenimmunität völlig ungeeignet ist, da viel früher mit einem Impfstoff zu rechnen ist (und die Todeszahlen bei Ansteckung von rund 50 Millionen viel zu hoch wären).

      • Wir kennen die Dunkelziffer nicht und haben keine Hinweise auf ihre Größe. Die kennen wir erst, wenn endlich einmal wissenschaftlich die Daten erfaßt worden sind.

      • Das stimmt, aber für die Frage der exponentiellen Ausbreitung ist die Dunkelziffer nicht so wichtig, insbesondere wenn ihr Anteil sich nicht zu stark ändert. Ihre Kenntnis ist wichtig, um die Höhe der Sterblichkeit zu bestimmen und ob Herdenimmunität vielleicht doch eine Option wäre (bei sehr hoher Dunkelziffer und entsprechend niedriger Sterblichkeit).

  6. Soeben bin ich darauf hingewiesen worden, dass es schon mal einen „lock down“ in Deutschland gab und zwar 1923 anläßlich der Besetzung des Ruhrgebietes durch Franzosen und Belgier: „Weil die Reichsregierung nicht mehr in der Lage war, die Reparationen in angemessener Höhe zu bezahlen oder Ersatzleistungen in Form von Wirtschaftsgütern zu erbringen, kam es zur Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen. Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Cuno rief zum „Ruhrkampf“, zum passiven Widerstand gegen die militärische Besetzung auf. Um die Streikenden bei Laune zu halten, wurden ihnen entsprechende finanzielle Hilfen ausgezahlt – in einer Mark, die sich durch die von der Regierung betriebene Geldvermehrung immer rascher entwertete. Damit begannen die Monate der Hyperinflation, die noch Generationen von Deutschen als Beispiel für die Schrecken einer Inflation verfolgten. Immer schneller vervielfachte sich die Abwertung gegenüber dem US-Dollar, bis schließlich im November 1923 der Kurs für einen US-Dollar 4,2 Billionen Mark entsprach.“ Auch jetzt pumbt die Regierung Geld ohne Ende in die Märkte. Wenn diese wieder öffnen stösst viel Geld auf wenig Angebot. Dann gibt es auf jeden Fall steigende Preise=Inflation. Vielleicht ist es doch ratsam, jetzt Aktien von Unternehmen, die die Krise überleben werden, zu kaufen. Börsenfeiertage sind nicht auszuschließen und dann kommt man nicht mehr rein. Beobachten kann man das jetzt schon bei den Edelmetallen. Wer jetzt z.B. physisches Silber oder Gold kaufen will, muss einen extremen hohen Aufpreis zahlen und sich auf lange Lieferzeiten einstellen. Den Tiefpunkt erwischt man am Markt eh nicht, solange dort gehandelt wird kann man ja mittels „cost average“ Effekt mit einem 30-50%igen Teilbetrag seines geplanten Investments einsteigen und nachkaufen, sollten die Märkte weiter fallen. Das ist natürlich keine Finanzberatung, denn alles ist möglich, auch das Gegenteil von dem oben beschriebenen Szenario. Die Musik an den Finanzmärkten wird nach wie vor an der Wallstreet und der City of London gemacht und an beiden Plätzen ist noch einiges in Sachen Crash möglich. Die Spanier und Italiener sind was den IBEX 35 und den FTSE MIB Index betrifft schon auf dem Weg nach ganz unten. Falls die Börsen wegen „Dsyfunktionalität“ schließen sollten,kommt man trotz fallender Kurse nicht mehr rein, um billig einzukaufen.

    • Die Ruhrbesetzung kann man mit der heutigen Situation nicht vergleichen. Bei (z. T. viel schlimmeren) Pandemien hat es schon oft lokale Quarantäne gegeben, aber noch nie eine nahezu globale (oder auch nur von kompletten größeren Staaten). Mit Hyperinflation rechne ich nicht, eher mit weiteren deflationären Tendenzen verbunden mit weiteren Zinssenkungen, Anleihenkäufen, neuen Staatsanleihen etc.

      • Ja, derzeit ist das wirtschaftliche Umfeld deflationär. Davor haben die Politiker aber mehr Angst als der Teufel vor dem Weihwasser, deshalb stellt sich die Frage, ob die Zentralbanken nicht nur Anleihen kaufen, sondern das Geld auch noch „aus dem Hubschrauber werfen“. Wenn es eine Deflation gibt, dann sterben Banken und dann wird Geld teurer. Also auf weitere Zinssenkungen würde ich nicht wetten, eher auf ein Bail-in für Sparer, die etliche Tausend Euro auf dem Sparbuch haben. Cash mag derzeit King sein, aberbestimmt nicht auf einem Konto der Deutschen Bank als „Sichteinlage“. Warten wir es einfach ab, in einem Jahr sind wir schlauer.

  7. Pingback: Bundesverfassungsgericht erlaubt unverhältnismäßige Grundrechtsverletzungen | Alexander Dilger

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