Rekordjobverluste in den USA und Ausgangssperre in ganz Indien

„Amerikas historischer Job-Kollaps ist erst der Anfang“. Dabei sind allein in der letzten Woche 6,6 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, was trauriger Rekord ist, und in der Vorwoche 3,3 Millionen, also zusammen fast 10 Millionen durch die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Diese hatte Präsident Donald Trump anfangs, als Gegenmaßnahmen am meisten gebracht hätten, gar nicht erst genommen. Nun droht neben einer gesundheitlichen Katastrophe mit Hunderttausenden Toten auch ein ökonomisches und soziales Fiasko. Die Arbeitslosigkeit könnte auf bis zu 30 Prozent ansteigen. Zugleich sind die meisten Arbeitslosen in den USA viel schlechter geschützt als hier in Deutschland. Viele verlieren ihre Krankenversicherung oder erhalten gar nichts. Manche müssen mit ihren Familien in einem der reichsten Länder der Welt hungern.

Noch härter trifft es Millionen Menschen in wirklich armen Ländern. So gibt es in Indien eine überraschende „Ausgangssperre für 1,37 Milliarden Menschen“. Das entzieht vielen die ohnehin armselige Lebensgrundlage, so dass ihnen wortwörtlich der Hungertod droht. Zugleich breitet sich das Virus schnell aus, weil eine Ausgangssperre wenig bringt, wenn viele gar keine Wohnung haben, in der sie bleiben können, in Slums dichtgedrängt leben und sich die raren sanitären Einrichtungen mit Hunderten teilen müssen oder Millionen Menschen nur wegen der Ausgangssperre und den mit ihnen verbundenen Massenentlassungen bzw. entfallenden Verdienstmöglichkeiten zurück in ihrer Dörfer drängen und dabei das Virus verbreiten. Zugleich ist das Gesundheitswesen auf die zu erwartende hohe Zahl an Erkrankten in keiner Weise vorbereitet. Zwar sind die meisten Inder jung, aber es gibt auch viele mit Vorerkrankungen sowie Unterernährung. Im Vergleich dazu haben wir in Deutschland nur Luxusprobleme.

82 Gedanken zu „Rekordjobverluste in den USA und Ausgangssperre in ganz Indien

  1. Es wäre mir lieber, wenn wir hier über die Absicherung unseres Vermögens kontrovers diskutieren würden, als über die USA oder Indien.

    – Aktien kaufen: Jetzt oder warten, wenn ja welche? Oder einfach halten?
    – Gold: kaufen, verkaufen oder warten?
    – Immobilien: Spitze erreicht? Oder warten, oder kaufen, oder sogar verkaufen und was dann mit dem Geld machen?
    – Devisen: Wo geht der Kurs des US-Dollar hin?

    Wer sind die Gewinner, bzw. die Verlierer der Krise?
    Jetzt, bzw. mittel- oder langfristig?
    In jeder Krise gab es immer auch Gewinner.
    Ich möchte eingefahrene Denkpfade verlassen. Wer kommt mit…?

    • Interessante Fragen. Ich versuche es mal mit meiner Einschätzung.

      – Aktien kaufen: Jetzt oder warten, wenn ja welche? Oder einfach halten?
      > kommt ganz auf die Aktie an. Pharma (z.B. Hoffman-La Roche), Nestlé und andere gut aufgestellte Grundversorger halten, alle anderen Aktien erst mal weg.

      – Gold: kaufen, verkaufen oder warten?
      > Finger weg von Gold. Es gibt keinen rationalen Grund, Gold zu horten, so lange mehr Gold geschürft wird als für die Verarbeitung (industrielle Produktion) benötigt wird. Die Goldblase kann jederzeit platzen.

      – Immobilien: Spitze erreicht?
      > schwer zu sagen. Wie immer: Lage, Lage, Lage. Wenn der Wert der Währung fällt, steigen scheinbar die Immobilienpreise. Aber sind die Immobilien selbst deshalb wirklich mehr wert?

      Oder warten, oder kaufen, oder sogar verkaufen und was dann mit dem Geld machen?
      > Vermietete Immobilien verkaufen und den Erlös in unbebauten Grund investieren. Jedenfalls, wenn Sie nicht auf laufenden Ertrag aus der Investition angewiesen sind.

      – Devisen: Wo geht der Kurs des US-Dollar hin?
      > In Bezug auf den Euro? Da ist m.E. nicht viel Volatität zu erwarten.
      > Der Schweizer Franken wird hingegen wohl weiter kräftig steigen.

      Wer sind die Gewinner, bzw. die Verlierer der Krise?
      > Gewinner kurz- und mittelfristig: Grundversorger, Pharma, Gesundheitswesen (auch Kliniken), Internethandel
      > Gewinner mittel-/langfristig: Altenversorgung, evtl. Medien (monetär aber erst deutlich nach der Krise, derzeit kämpfen sie mit massiven Umsatzeinbrüchen), evtl. Versicherungen, Hersteller gehobener Luxusartikel, Internethandel
      > Verlierer: Gewerbe- und Vermietimmobilien, Tourismus, nicht lebensnotwendiger Konsum, stationärer Fachhandel

      Soweit meine 5ct zu diesen Fragen.

      • Die derzeitige Entwicklung sollte jeden dazu anregen rational zu denken und zu handeln.
        Jegliche Anlagepapiere verkaufen. CASH zählt um bei der anstehenden ersten Phase günstig SACHWERTE zu kaufen.
        Der Goldpreis kann im Moment nicht wirklich steigen, die Juweliere sind geschlossen, so auch Degussa. Dort geht nur online.

      • Interessant, dass man so oft hört, dass aktuell Aktien verkauft werden sollten. Börsenprofis raten generell zum Gegenteil, also dem marktbreiten Nachkaufen nach starken Kursverlusten. Unternehmen wie Nestlé sind tatsächlich sehr krisenrobust und bieten sich für risikoaverse Anleger an. Allerdings bieten Unternehmen, deren Kurse stark gefallen sind, aber die trotzdem langfristig hohes Potential haben, wohl mehr Renditechancen.

      • Gerade als langfristig orientierter Kleinanleger sollte man nicht jetzt verkaufen, wo die Kurse schon stark gefallen sind. Trotz erster Kursanstiege ist es aus meiner Sicht aber auch zu riskant, jetzt schon groß nachzukaufen. Die Epidemie beeinflusst ohnehin fast nur indirekt die Kurse, nämlich über die politischen Gegenmaßnahmen. Wer diese richtig antizipiert, kann jetzt auch kurzfristig spekulieren, aber das Risiko ist hoch.

      • @Josef Fischer

        Viele der in den letzten Wochen stark gefallenen Werte werden sicher noch viel weiter fallen. Sie jetzt nicht zu verkaufen, erhöht nur die Verluste bis zur Depression. Daher ist es klüger, jetzt abzustoßen und sie bei Gefallen wieder nachzukaufen, wenn es wieder erkennbar bergauf geht.

      • Wenn Sie „sicher“ wissen, was passiert, sollten Sie nur darauf mit Hebelprodukten und allen verfügbaren Krediten spekulieren. Ich weiß hingegen, dass ich da gar nichts sicher weiß, weshalb die Streuung von Risiken so wichtig ist.

      • Na gut, ersetzen wir das Adjektiv sicher lieber durch „sehr wahrscheinlich“.

        Mit Hebelprodukten habe ich mich einmal „verhebelt“. Das ist zwar schon etwa 30 Jahre her, war damals aber ein schmerzhafter Totalverlust meines Einsatzes. Nie wieder. Und auf Pump, wie von Ihnen empfohlen, schon mal überhaupt nicht.

      • Wenn etwas wirklich sicher ist, gibt es kein Verlustrisiko. Aber tatsächlich ist an der Börse gar nichts sicher und „sehr wahrscheinlich“ kann selbst eine Fehleinschätzung sein.

      • Klar kann auch „sehr wahrscheinlich“ und „wahrscheinlich“ eine Fehleinschätzung sein. Chancen und Risiken eben. Wem das zu gefährlich ist, der muss in Realitäten investieren oder sein Geld unter dem Kopfkissen aufbewahren. Zur Bank tragen würde ich größere Summen in diesen Zeiten jedenfalls nicht.

      • Historisch war es im Hinblick auf die Rendite in der Regel besser, alles direkt zu investieren. Der gelegentlich diskutierte „Cost Average“ Effekt kostet erwartete Rendite und reale Transaktionsgebühren. Zur Reduzierung des Risikos kann man einen festen Anteil oder Betrag Cash halten.

        Natürlich kann es passieren, dass direkt nach der Einmalinvestition starke Kursverluste auftreten, das gilt aber immer, auch in weniger volatilen Zeiten.

      • „Risiko“ bedeutet bei marktbreitem Investieren, dass das Geld zu einem gewünschten Zeitpunkt möglicherweise nicht in dem Umfang zur Verfügung steht, wie man es gerne hätte. Es ist kein Risiko im Sinne von Totalverlust.

    • Diesen Kommentar an dieser Stelle halte ich für völlig unpassend. Wenn Sie das Leid von Millionen Menschen nicht interessiert, dann müssen Sie doch gar nichts dazu schreiben und können an anderer Stelle (ich kann dazu einmal einen eigenen Beitrag schreiben, falls gewünscht) darüber diskutieren, wie sich daraus noch Profit schlagen lässt. So kommt es mir vor wie ein Zwischenruf während der Trauerreden bei einer Beerdigung: „Wann gibt es endlich den Leichenschmaus?“

      • Das Virus trifft vor allem geschwächte Menschen plus ein paar jüngere Ausnahmen. Geschwächte Menschen gibt es in dritten Welt en masse. Allerdings hat man sich dort noch nie für Gesundheitsmaßnahmen interessiert und es ist fraglich, ob Covid19 für sie schlimmere Schäden bringt, als es der wirtschaftliche Niedergang tun wird, der nicht nur kurzfristig den Hunger verstärkt, sondern auch nachhaltig den Aufbau hygienischer Strukturen verzögert. Letzteres könnte mehr Menschen das Leben kosten als das Virus selbst.

        In Deutschland ist es schon fraglich, ob man Millionen Existenzen wirtschaftlich und sozial vernichten möchte. Auch hier wird das Gesundheitssystem langfristig Schaden nehmen und es werden Menschen an den Gegenmaßnahmen sterben. Aber wir können ein paar Wochen durchaus durchhalten, ohne zumindest Hunger erleiden zu müssen. Aber auch in Deutschland wird sich unendliches Leid abspielen, wenn unsere Regierung tatsächlich meint, dieses Spiel über Monate durchziehen zu müssen.

        Die Bilder aus der Lombardei sind schrecklich. Das, was kommen wird, wird aber auch schrecklich sein, wenn wir nicht bald wieder anfangen zu arbeiten. Ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich alle betroffenen Menschen in den Pflegeheimen wollen, wenn sie noch über die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung verfügen.

      • Das Virus ist ziemlich ansteckend, aber nicht so extrem wie z. B. Windpocken. Was noch immer nicht klar ist, ist die Sterblichkeitsrate der Infizierten, weil insbesondere bei den symtomlos Infizierten die Dunkelziffer hoch ist. Günstig ist allerdings, dass Kinder (fast) gar nicht sterben und die Rate bei Jüngeren sehr niedrig ist. Das spricht dafür, mit Schutzmaßnahmen wie Abstand und gegebenenfalls Masken, sobald es diese in hinreichender Zahl gibt (wobei deren Fehlen selbst im medizinischen Sektor ein gigantisches Versäumnis insbesondere von Herrn Spahn ist), die Menschen wieder arbeiten und konsumieren zu lassen. Bei uns ist „nur“ der wirtschaftliche und finanzielle Schaden gigantisch, in Indien werden wohl leider Millionen Menschen an der schlechten Politik sterben.

    • Man hätte das Zwischenhoch schon zum Verkaufen nutzen können. Allerdings wohl eher nicht als eher uninformierter Kleinanleger, sondern als aktiver Investor.

      Ich persönlich habe in der Nähe des bisherigen Tiefs eine erste Order platziert und bin damit bislang gut gefahren. Allerdings vom Volumen auch nicht viel mehr, als wenn ich regelmäßig einen Sparplan besparen würde. Ich würde von Verkäufen absehen und zusehen, dass man im Sommer/Herbst wieder zukauft, wenn die Auswirkungen klarer werden. Mittlerweile wird wieder mehr differenziert, es wird verstärkt nach Titel unterschieden. Allerdings sind die Analysten noch viel zu optimistisch in ihren Gewinnprognosen. Wie tief die Rezession werden wird, ist in vielen Köpfen wohl noch nicht angekommen. Sobald das den Marktteilnehmern klar wird, wird es nochmal bergab gehen.

    • …..Sie sollten sich die Bilanzen der Firmen deren Aktien Sie beabsichtigen zu erwerben genau ansehen…das gilt für alle Firmen….bei der augenblicklichen
      Voalitität sind Aktienkäufe-/verkäufe für kurzfristige Strategien für mich keine Option…Grundstück und Immobilienerwerb schon eher….

      • Ich bin kein kurzfristig orientierter Anleger, sondern habe im Regelfall einen Horizont von mehreren Jahren. Ich meide jede Investition, bei der ich das Gefühl habe, sie regelmäßig überwachen zu müssen. Bei jeder Investition muss ich auch das Gefühl haben, sie so in 10 Jahren noch im Depot zu haben.

        Wenn man so vorgeht, dann findet man aktuell bereits dividendenstarke Aktien, die von Corona nicht unmittelbar (mittelbar sind alle betroffen) betroffen sind. Die können sicherlich noch weiter fallen, aber werden sich auch wieder erholen, wenn sie solide finanziert sind und über ein funktionsfähiges und zukunftsträchtiges Geschäftsmodell verfügen.

        In diesem Fall kann man, um auch eine zeitliche Diversifikation zu erreichen, durchaus schon Zukäufe tätigen. Den absoluten Tiefpunkt wird man nie erwischen. Der kann sicherlich noch weit entfernt sein. Aber in 10 Jahren werden viele Aktien nicht niedriger stehen als jetzt. Wichtig ist, dass man ausschließlich Geld verwendet, das man auf Sicht von ein paar Jahren nicht unbedingt braucht. Deshalb sind kleinere! Käufe denkbar, ich würde jetzt aber sicherlich nicht mein ganzes Kapital auf den Kapitalmarkt werfen.

        Für irgendwelche Wetten à la Luftfahrtbranche, Reisebranche oder Automobilindustrie ist es noch viel zu früh. Finger weg!

      • Die Luftfahrt an sich dürfte sich nach der Krise schon ziemlich schnell erholen. Nicht aber der Billig-Pauschaltourismus. Da wird m.E. ein Umdenken stattfinden.

  2. Nicht nur Trump, auch hier in Deutschland sind die Politiker und die Medien (gewollt?) mit den Informationen an die Bevölkerung auf Abwegen.

    Meine folgenden Aussagen basieren auf der Annahme, dass die Steigerungen der Infizierungen fortsetzen wie am gestrigen Tag. Entsprechende Grafik auch auf meiner Facebook Seite vom Getränkehandel.
    Da ich nur für Hamburger ca. Daten habe von Krankenhausbetten ( aus Antworten des Senat an Abgeordnete ) und Statistiken, haben wir in Hamburg ca. 15.000 Krankenhaus Betten.
    Sicherlich teilweise genutzt auch von Randgemeinden aus SH und NDS. Aber das klammer ich mal aus. Es sollen im Moment maximal 50 % frei sein also 7500 Betten.
    Ebenso haben wir ca. 1600 Intensivbetten aktuell. Davon laut diversen Aussagen bis zu 40 % belegt durch andere Krankheitsfälle. Dies kann man wohl durch aufschiebende Operationen reduzieren auf ca. 20 %. Mithin bleiben ca. 1280 Betten für Corona Intensiv Behandlungen.

    Derzeit liegt der Trend bei 10 % der gemeldeten Fälle für einen Krankenhaus Aufenthalt. Wenn in Hamburg also 75000 Corona Fälle gemeldet werden, dürften alle Betten belegt sein. Bei der aktuellen Steigerungsrate vermutlich am 30.5.

    Entsprechend wird es auch in Deutschland Ende Mai bei den aktuellen Steigerungsraten spannend.

    Zurück zu Hamburg. 2% der gemeldeten Fälle liegen im Durchschnitt auf Intensivbetten. Dies für durchschnittlich 40 Tage. Alles Aussagen aus den vielen Medienberichten. Vermutlich sind dann alle Intensivbetten bereits 2 Tage vorher belegt.

    Laut Frau Merkel wird erwartet, das 60 % der Bevölkerung infiziert seien muss für eine Herdenimunität. In Hamburg leben 1,8 Millionen Menschen. Es sollen also 1,1 Millionen infiziert werden. Ein Corona Fall dauert 14 Tage. Die Obergrenze liegt bei 75.000 Fällen entsprechend der o. a. Kapazitäten. Entsprechend brauchen wir 15 mal 14 Tage mit 75.ooo Fällen. Also 210 Tage. Das sind 7 Monate.
    Die Todesrate liegt in der BRD bei ca. 1 %. Also werden vermutlich in Hamburg 18.000 Tote zu beklagen sein oder ca. 800.000 in Deutschland

    In der BRD werden gleiche Bedingungen gelten. Also am 30.5 derzeit zu erwarten 1.370.000 Fälle.
    Dies dann für 7 Monate bei voll Auslastung der Betten. Der notwendigen Maßnahmen um ja keine Steigerung zu verursachen.
    Folgerichtig wird der Senat (Regierung) alles tun, die Maßnahmen so zu erweitern, dass nicht mehr als 75.000 vorkommen.

    Die Aktuellen Maßnahmen sind nicht genug. denn am 31.5 wären wir schon bei 80.000 Fällen in Hamburg weiter massiv steigend.

    Für Amerika und andere Länder sieht es noch düsterer aus. Die Krankenbetten Mengen kenne ich nicht in den Ländern.

    Derzeit werden wir in Amerika bei gleichbleibenden Steigerungsraten 63.5 Millionen Fälle haben.

    Schon jetzt leiden viele aktive Unternehmen unter steigenden Krankenzahlen. Selbst bei den Pflegern und Ärzten massive Ausfälle.

    Wenn für 7 Monate in der BRD 1,3 Millionen Mitmenschen durch Krankheit ausfallen, dürfte jegliche Lieferkette und Einkaufsstelle das massiv merken.

    Da vollkommen unbekannt ist, wann unsere Nachbarländer es in den Griff bekommen, ob besser oder wie in Italien massiv schlechter, dürfte für 7 Monate jegliche Warenmenge (Ersatzteile, Rohstoffe usw.) in Frage stehen. Jeglicher Export von uns ebenso. Wer braucht noch was von uns und wann.

    Innerhalb dieser Krise startet der Wirtschaftskollaps. Eben auch in den anderen Ländern.

    Kurzum, die Medien, die Politik hat das Drama noch nicht begriffen im Ausmaß ( siehe Diskussion wie sollen die Maßnahmen bald reduziert werden).

    • Durch Maßnahmen wie Mundschutz oder Handytracking könnten die Infektionszahlen auch mit weniger strikten Maßnahmen gesenkt werden.

      • Ja, die einzelnen Maßnahmen müssen auf den Prüfstand, welche wie gut funktionieren zu welchen Kosten. Es gibt nicht nur die Alternativen, alle komplett einzusperren (was für zwei Wochen vielleicht trotzdem die beste Lösung sein könnte, um das Virus ganz loszuwerden) oder gar nichts zu machen. Dabei könnte man auch von anderen Ländern lernen wie Südkorea, wo man die Epidemie ohne Shutdown vor allem mit Tests und Tracking in den Griff bekommen hat.

      • Wir werden doch hier gerade dreist angelogen. Man hat uns erzählt, dass man den Anstieg der Zahlen nur abflachen wolle, es sich aber so oder so über 60% der Menschen infizieren werden. Wenn man die aktuellen Maßnahmen durchzieht, dann wird das Monate gehen und wir haben ein komplett kollabiertes System. Das kann also nicht das Ziel sein.

        Die Wahrheit ist doch, dass man längst umgeschwenkt ist und Gott spielen möchte, also das Modell China verfolgt. Nur wird auch das mit den aktuellen Maßnahmen nicht gelingen, weil diese dafür nochmal viel drakonischer ausfallen müssten. Unsere Entscheidungsträger sehen doch nur noch die Rate der Neuinfektionen und wollen wie ein Süchtiger eine immer geringere Zahl sehen. Die Kosten sind dagegen völlig aus dem Blick geraten.

        Unsere Regierungen genießen die Allmachtsphantasien. Corona ist für sie ein unglaubliches Geschenk. Jetzt können sie den Alltag und die Wirtschaft ohne jeglichen Widerstand nachhaltig verstaatlichen. Luisa Neubauer reibt sich schon die Hände und möchte schon die Methoden für ihren Klimafeldzug übernehmen.

        Wohl auch deshalb hat man immer noch keine Antikörperstudien gemacht. Denn dann würde man möglicherweise feststellen, dass insb. in den Kernregionen (Lombardei, Madrid New York) sicherlich bereits große Bevölkerungsteile infiziert sein, d.h. die Dunkelziffer gigantisch ist. Ich habe diverse Überlegungen angestellt und bin zum Schluss gekommen, dass in diesen Regionen die wahren Infiziertenzahlen bei mindestens 20% (leider alles sehr ungenau, da eine Verdoppelung oder Halbierung eines einzigen Parameters die Zahl auf 40% ansteigen oder 10% abfallen lässt). In diesen Gebieten würde nach einer Eindämmung tatsächlich bereits eine gewisse Herdenimmunität bestehen, die eine erneute Ausbreitung zumindest etwas erschweren würde. Bei uns könnten die Infiziertenzahlen dagegen noch deutlich zu gering sein. Womöglich wird sich dieser scheinbare Vorteile noch in einen Nachteil verwandelt. Uns hat man mal erzählt, dass man diese Immunität erreichen möchte. Davon sehe ich mittlerweile nichts mehr. Jedenfalls wäre es reiner Selbstmord, diese über Monate und Jahre strecken zu wollen. Denn vorher wird man sicherlich keinen zuverlässigen und sicheren Impfstoff bekommen.

      • Südkorea ist m.M.n. kein sinnvoller Vergleich. Bei uns ist das Virus flächendeckend ausgebrochen. Wir haben viel zu viele Infektionsherde. Wir werden nie wieder an den Punkt gelangen, an dem Südkorea war/ist. Dafür müsste man zuerst die Methode China anwenden. Wenn man das möchte, dann muss das aber der Bevölkerung auch sagen und ihnen nicht etwas von Herdenimmunität erzählen.

        Das Virus ist für alte Leute und Risikopatienten extrem schlimm. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass es die meisten Patienten nicht einmal bemerken. Das gilt zwar auch für die klassische Grippe, die in Wahrheit ebenfalls in den meisten Fällen symptomlos (oder allenfalls ganz leichte) ist. Die Dunkelziffer muss gigantisch sein, in den Regionen Norditaliens kann man sicherlich mindestens der Faktor 20 ansetzen (da man ja auch die Hälfte der Toten wohl übersehen hat). Juventus Turin hatte mehrere (symptomlose) Infizierte, dabei kann man das Virus nur für wenige Tage im Rachen nachweisen, d.h. Spieler können bereits vorher infiziert gewesen sein oder sich erst danach infiziert haben. Das ist jetzt zwar keine repräsentative Stichprobe, aber sollte doch zum Nachdenken anregen. Die enorme Anzahl an Prominenten (Politikern), die infiziert sind, die eher an einen Test kommen, kann auch als Indiz dienen.

        Lediglich in Deutschland könnte die Dunkelziffer noch vergleichsweise human sein. Aber in Ländern wie Italien, Spanien, USA, Frankreich oder UK, wo das Virus sich mehr oder weniger unbemerkt und ungehindert über Wochen hat ausbreiten können, sollen die mir nicht erzählen, dass die Anzahl der Infizierten noch im Promillebereich liegen.

        Das Virus ist krass ansteckend, man merkt doch, dass sich mehr oder weniger jeder Pfleger früher oder später infiziert. Wir wissen auch, dass uns China anlügt. Die Maßnahmen, die ein solches Killervirus (im Sinne der Infektiosität) in Schach halten könnte, möchte ich in Deutschland nicht sehen. Das wäre bei der Pest gerechtfertigt, aber nicht bei Covid19.

        Bis zum 19. April kann ich die Maßnahmen noch nachvollziehen, um notwendige Vorbereitungen zu schaffen, um auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter im Gesundheitssystem zu verbessern. Das war eine Schande, was vorher passiert ist. Danach muss aber Schluss sein. Ich möchte China nicht in Deutschland haben und darauf läuft es in abgeschwächter Form momentan hinaus. Ob das die Menschen im Altenheim wollen würden, die größtenteils selbst noch eine Diktatur erklebt haben?

      • Das Problem ist, dass unsere Regierung viel zu sehr auf Virologen hört, die sich oft gegenseitig widersprechen und wenig Gespür für ökononomische und psychologische Zusammenhänge haben. Warum zum Beispiel gibt es immer noch keine klare Empfehlung, beim Kontakt zu anderen Menschen Masken zu tragen? Ich verstehe es einfach nicht. Auch heute wieder druckst der Chef des RKI wieder herum und betont, dass man selber durch einfache Masken nicht geschützt wird. Was sollen solche Aussagen? Natürlich ist es ceteris paribus besser, eine Maske zu tragen, als dies nicht zu tun, auch wenn es kein perfekter Schutz ist. Das zeigen Erfahrungen in asiatischen Ländern. Tschechien und bald Österreich gehen ähnliche Wege. Wenn man aber so herumdruckst, bewirkt man keine relevante Verhaltensänderung.

      • Das RKI ist eine unfähige Behörde. Der Hintergrund dieser z. T. sachlich einfach falschen Empfehlungen ist, dass es nicht genug Masken in Deutschland gibt, weil der Herr Bundesgesundheitsminister geschlafen hat und selbst simple marktwirtschaftliche Zusammenhänge nicht durchblickt (außerhalb einer Epidemie braucht fast niemand diese dann entsprechend billigen Masken, was sich jetzt schlagartig geändert hat). In Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen werden die Masken dringender gebraucht als anderswo. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch anderswo nützlich wären. Dabei schützen die einfachen Masken tatsächlich den Träger weniger als seine Mitmenschen. Der Grund ist der, dass die Viren kleiner sind als die Poren der Maske, sie also weiterhin eingeatmet werden, aber beim Husten etc. weniger Viren nach draußen gelangen, weil Körperflüssigkeiten mit Viren in der Maske zurückgehalten werden. Bessere Masken schützen auch den Träger. Wenn Sie sich hinreichend einpacken, ist eine Ansteckungsgefahr ausgeschlossen.

      • @Joser Fischer

        Ich würde mal eher sagen, dass das Problem ist, dass unsere Regierung durchwegs aus unvorbereiteten Dilettanten besteht.

    • Vermutlich verläuft diese Pandemie anders. Frau Merkel hat sich völlig unpassend geäußert. Wenn man gar nichts tut, werden irgendwann maximal 60 bis 70 Prozent aller Menschen infiziert sein (dann hört die weitere Ansteckung von selbst auf, wozu ich demnächst vielleicht auch noch eigene Berechnungen präsentiere). Durch geeignete Maßnahmen lässt sich das jedoch verhindern. So setzen alle auf einen Impfstoff. Wenn die Ansteckungen bis dahin verzögert werden, stecken sich insgesamt weniger Menschen an. Durch harte Quarantänemaßnahmen lässt sich die Verbreitung auch ohne Impfstoff komplett stoppen, aber dazu kamen die aktuellen Maßnahmen wohl zu spät und dafür sind sie auch nicht hart genug. Außerdem gibt es auch noch keine passende Behandlungsmethode, so dass Zeit bis zu deren Entwicklung gewonnen werden soll. Was wohl hilft, die Todesrate bei Schwerstkranken zu reduzieren, ist die Beatmung, wofür die Kapazitäten (an Geräten und Personal) noch erweitert werden können. Wenn die Kapazitätsgrenze überschritten wird, sind harte Entscheidungen nötig, wie das wohl schon in Norditalien und im Elsaß der Fall war bzw. ist. Aber auch unabhängig davon stirbt ein kleiner Anteil der Infizierten, was hochgerechnet auf viele Millionen Menschen zu hohen Todeszahlen führt.

      • Es wird aber auf die Schnelle kein Impfstoff kommen. Das wird Monate oder Jahre gehen. Ich bin doch kein Versuchskaninchen und hole mir dann etwas wegen eines ungetesteten Impfstoffes. Die Möglichkeit Zeit zu gewinnen, um einen Impfstoff zu haben, bedeutet der komplette Zusammenbruch unserer Volkswirtschaft, vergleichbar mit Kriegen. Das kann man nicht ernsthaft wollen.

        Zeit gewinnen, um die Kapazitäten zu erhöhen, ist grundsätzlich sinnvoll. Aber auch das wird nicht gelingen, weil man gar nicht über die Fähigkeiten verfügt, ausreichend Materialien in kurzer Zeit zur Verfügung zu stellen. Und auch hier werden wir belogen. Es wird so getan, als ob ein Beatmungsgerät die Menschen rettet. Die Wahrheit ist, dass auch trotz Beatmungsgerät die meisten Menschen sterben. Wer auf die Intensiv kommt und ein Beatmungsgerät braucht, der stirbt dennoch in den meisten Fällen. Ohne Gerät ist die Wahrscheinlichkeit 0. Mit ist sie zwar höher, aber leider immer noch nicht hoch.

        Man streut den Menschen Sand in die Augen. Man tut so, als ob alles wie vorher bleibt. Das ist nicht so. Entweder es sterben Millionen Menschen direkt (vorrangig Alte und Schwache) oder man ruiniert die Wirtschaft restlos und wird langfristige Schäden haben, die ebenfalls Menschenleben kosten werden. Auch darunter werden vorrangig Alte und Schwache leiden. Man sollte den Menschen ehrlich die Wahrheit sagen.

      • Es dauert wohl nicht so lange, einen Impfstoff zu entwickeln, wobei es bis heute meiner Kenntnis nach noch nicht den Durchbruch gegeben hat. Zeit kosten die Testphasen, die sich aber gegebenenfalls verkürzen ließen, wenn die Not groß genug ist. Natürlich darf man nicht Milliarden Menschen mit einem unsicheren Impfstoff behelligen, aber es könnte genügend Freiwillige geben, insbesondere wenn das persönliche Vorteile bringt (z. B. weniger Einschränkungen oder kein Erkrankungsrisiko mehr bei individuell hohem Sterberisiko). Ich rechne gegen Ende des Jahres mit einem Impfstoff. Aber es wäre natürlich fatal, bis dahin die gegenwärtigen Einschränkungen komplett aufrechtzuerhalten oder sogar noch zu verschärfen. Bis zum 19. April haben sich wohl schon alle damit abgefunden, aber dann muss es Lockerungen geben (und zugleich bessere Maßnahmen, wo es wirklich um viele Menschenleben geht wie in Alten- und Pflegeheimen).

      • ES WIRD KEINE LOCKERUNGEN GEBEN ab 19.4. Das ist eine vollkommen unrealistische Hoffnung. Nein, ab dem Datum werden die Maßnahmen ehr verstärkt. Es wird eine Lockerung viel viel später geben. Vermutlich Anfang Juni.

      • Ich denken nicht, dass unsere Politiker das so lange durchhalten werden. Der wirtschaftliche Niedergang wäre gigantisch. Außerdem könnte die Geduld der Menschen irgendwann erschöpft sein. Wenn Millionen Menschen sich das nicht mehr gefallen lassen, ist es vorbei mit den Ausgangsbeschränkungen. Nun sind die Deutschen besonders gesetzestreu und obrigkeitshörig, aber der Ausländeranteil ist schon hinreichend hoch oder andere Völker machen uns das vor.

      • 90 % bleiben derzeit zu Hause im Bett. 10 % kommen in das Krankenhaus. 2 % davon auf Intensiv. So die Zahlen in Hamburg.
        Nach meiner Prognose werden es heute in Hamburg ca. 2741 Fälle werden. Vermutlich 184 mehr.
        Entsprechend werden heute ca. 50 Betten belegt sein.

        Sicherlich haben Sie recht, das die Migranten weniger Akzeptanz zeigen werden je länger das läuft. In Paris und Marseille hat der Staat schon katapultiert. Mit Steinwürfen werden die Ordnungskräfte dort vertrieben.

        Nur, wenn der Staat zu früh lockert wird es massiv mehr Tote geben durch fehlende Betten. Die Prozentzahl aus Frankreich und Spanien oder Italien. Dann bekommen wir 7,5 Millionen Tote. Mit 7 Monate Maßnahme bei Linearer Erkrankung eben ehr 800.000.

        Also Wirtschaft total beschädigt und 800.000Tote oder Wirtschaft am Taumeln und 7,5 Millionen Tote. Spätestens dann ist die Wirtschaft genauso kaputt.

        Der Multiplikator der Fall Zahlen ist in Hamburg im Moment 1,06 kommend von 1,3. Diese Reduzierung erfolgte in Folge der Maßnahmen. In Amerika von 1,3 gesunken auf 1,1 in Italien auf 1,04.
        Das RKI will unter 1,0. Dies dann für ca. 14 Tage. So und nun schauen Sie auf den Kalender. Das wird nix mit dem 19.4.

      • Wie kommen Sie denn auf 7,5 Millionen Tote allein in Deutschland? Das würde bedeuten, dass fast 10 Prozent aller Einwohner sterben. Da sich nur rund 60 Prozent langfristig überhaupt infizieren, wenn man gar nichts tut, würde das bedeuten, dass 15 Prozent der Infizierten sterben würden. Aber Sie schreiben doch selbst, dass nur 2 Prozent überhaupt auf die Intensivstation kommen (vielleicht 50 Prozent entwickeln übrigens gar keine Symptome). Wenn schätzungsweise ein Prozent der Infizierten stirbt (das ist ungenau, aber 15 Prozent sind es sicher nicht, eher deutlich weniger als ein Prozent), führt das deutschlandweit zu knapp einer halben Millionen Toten. Das ist viel, aber immer noch weniger, als Sie selbst mit drastischen Gegenmaßnahmen über 7 Monate annehmen. Außerdem sterben jedes Jahr in Deutschland ohnehin knapp eine Millionen Menschen. Da das Virus vor allem sehr Alte und Kranke trifft, werden viele Todesfälle nur etwas früher innerhalb dieses Jahres erfolgen. Hinzu kommt, dass diese Maßnahmen ohnehin nicht alle Todesfälle direkt durch die Infektion verhindern und selbst wieder für Leid und eine langfristig verkürzte Lebenserwartung sorgen.

      • Bei einer Überlastung des Krankensystem, bei unkontrollierten Verbreitung, haben wir mehr schwere Fälle als Betten, so kommen wir auf eine Toten Quote von ca. 14 % der Fälle wie in Italien.
        Ja es sterben so wieso täglich viele Menschen. Ob nun mit oder durch das Virus. Derzeit wird da nicht unterschieden, entsprechend auch in meiner Mathematik nicht.

        Wesentlicher ist, dass 100% der Infizierten für 14 Tage nicht am Arbeitsleben teilnehmen werden. Derzeit also ca.85.000 . Davon x % Arbeitnehmer. Die fehlen nun. Bei 1,3 Millionen ( mit Maßnahmen) schon heftig. Unkontrolliert ein vielfaches. Das dürfte die Wirtschaft on Top belasten in Produktion und Lieferketten.

      • Auch in Italien sterben keineswegs 14 Prozent der Infizierten. Solch ein Anteil muss nicht einmal ins Krankenhaus. Genau weiß man es nicht, weil es sowohl bei den Infizierten eine hohe Dunkelziffer gibt als auch bei den Toten eine eindeutige Ursachenanalyse oft fehlt (es wird zumindest in Deutschland nicht immer auf den Virus getestet, während umgekehrt auch welche zwar mit dem Virus sterben, aber nicht an ihm).

        Dass die akut Infizierten 14 Tage nicht arbeiten können, spielt angesichts der drastischen Maßnahmen für alle keine Rolle (höchstens punktuell z. B. im Gesundheitswesen, wo dann dieses Arbeitsverbot teilweise auch wieder gelockert wird). Viele Millionen Menschen dürfen oder können in Deutschland aktuell nicht arbeiten, weil z. B. das Angebot ihrer Dienstleistungen verboten wurde oder Kinder zu Hause betreut werden müssen. Der Wirtschaftseinbruch allein dadurch ist dramatisch, aber bei lange anhaltenden Maßnahmen droht noch viel Schlimmeres. Viele Unternehmen werden für immer zerstört und auch die Lieferketten der Grundversorgung z. B. mit Nahrungsmitteln werden bedroht. In Indien ist doch schon absehbar, dass dort mehr Menschen verhungern als am Virus sterben werden.

      • Es geht nicht nur um das Gesundheitswesen. Es fehlen jetzt schon Fahrer, Produktionsmitarbeiter in der Lieferkette der Grundversorger. Auch Tankstellen und Sicherheitspersonal. Geldautomaten werden dadurch schon schlechter wieder aufgefüllt. Polizei, Busfahrer. Kurzum, das Personal wird knapp in allen Bereichen, auch bei den Banken und öffentlichen Hand zur Bearbeitung der Förderanträge.
        Krankentage kosten den Unternehmer zusätzlich, eben auch die noch teilweise oder immer noch gut arbeitenden Unternehmen.
        Apotheken, Supermärkte werden die aktuellen Öffnungszeiten nicht mehr halten können usw.

        Es wird nicht mehr 20 verschiedene Sorten Kekse geben, sondern nur noch 2 oder 3.

        Rohstoffe, Verpackungsmaterial fehlt jetzt schon bei meinen Herstellern. 80 % der Brauereien gehen bis Mai in Kurzarbeit, so die Aussage des Brauerbund.

        Die Medien triumphieren den Rückgang an Erkrankungen, dabei ist es nur ein minimal Rückgang, dennoch eine real zu Hohe (weiterhin) Steigerung. Zuviel für die Kapazitätsgrenze der Betten.

      • Die staatlichen Maßnahmen behindern die Wirtschaft, die tatsächlich Erkrankten fallen fast gar nicht ins Gewicht, da es dafür zu wenige sind und vor allem Menschen weit jenseits der Verrentung. In Deutschland gibt es momentan keine Übersterblichkeit (also nicht mehr Tote als in den Vorjahren), bei den Jahrgängen im normalen Arbeitsleben sogar eine Untersterblichkeit.

        Bei den Infektionen ist das exponentielle Wachstum vorbei. Die Reproduktionsrate liegt bei 1, also im Schnitt steckt ein Infizierter noch eine weitere Person an, was nicht dramatisch ist. Wenn das so weitergeht, werden die Kapazitäten an Betten und Beatmungsgeräten auch gar nicht erreicht werden. Die Gretchenfrage ist natürlich, ob das vor allem an den drastischen Maßnahmen liegt und was bei deren Lockerung geschieht. Andere Länder mit anderen, weniger drastischen Maßnahmen wie Taiwan, Südkorea oder auch Schweden machen da aber eher Mut.

      • RKI ?Ich arbeite mit den Zahlen der Regierung hier Senat Hamburg und hier die offiziellen Zahlen der Politik
        https://www.hamburg.de/coronavirus
        Denke meine verwendeten Zahlen des Senat sind im Bezug meiner Prognose die wiederum auf diesen Zahlen beruhen, richtig. Der Multiplikator ist weiterhin 1,06, also weit entfernt von 1,0. Weit entfernt? Ja weil die ganzen Einschränkungen erst 0,24 Reduzierung gebracht haben. Was muss noch verordnet werden um 0,6 zu schaffen?

        Am 29.3 runter von 1,1 auf 1,06. Also Kontaktverbot. Gastronomie und Veranstaltungen schließen von 1,3 auf 1,2, Einzelhandel schließen von 1,2 auf 1,1. Terminlich alles belegbar.

      • Das RKI ist die zuständige Behörde des Bundes, die die offiziellen Zahlen bundesweit aggregiert. Hamburg ist ein Hotspot der Epidemie (vermutlich wegen vielen Skiurlaubern). Es wäre gerade in einem föderalen Staatswesen sinnvoll, die Maßnahmen nach den regionalen Gegebenheiten auszugestalten, also z. B. in Hamburg später und weniger zu lockern als in Flächenländern mit deutlich weniger Ansteckung. Da die Infektionen zeitlich verzögert in Erkrankungen, Test- und Todeszahlen aufscheinen, ist eine eindeutige Zurechnung zu einzelnen Maßnahmen nicht möglich.

      • Vermutlich läuft die Pandemie anders ? Die IST Entwicklung führt im Moment zu meinen Überlegungen. Welche Trendwende soll es geben. Ja sofortige noch härtere Maßnahmen um eine weitere Steigerung ab 29.5 zu verhindern. Doch wenn dann gleichbleibend neue Erkrankungen aufkommen wie andere genesen ( die Menge die 14 Tage zuvor erkrankten) .führt noch nicht zur Lockerung von Maßnahmen für .7 Monate.

        Impfstoff. Ja hier liegt eine Hoffnung, aber mal abgesehen von den notwendigen Test und der dann startenden Produktion für Milliarden Menschen in der ganzen Welt kommt im aller Besten Fall so, dass die 7 Monate etwas weniger werden.

        Sehe ich aber nicht bei den gesetzlichen Vorgaben zur Zulassung eines Impfstoff.

        Alternative Lösungen die jetzige Ausbreitung im Bezug zur maximum Leistung des Gesundheitssystem zu gehen sollen was sein ?

        Es wird bis 31.5 bei diesem aktuellen Maßnahmen bleiben, mehr noch, die werden weiter verstärkt. Ja ein kompletter STOP von Arbeit die nicht Lebensnotwendig ist wird täglich wahrscheinlicher. Hausarrest wie in Italien eben auch.

      • In anderen Ländern sieht man schon ein Abflachen der Kurve, z. T. ohne Shutdown oder unabhängig von diesem. Die Gegenmaßnahmen scheinen mir zunehmend unverhältnismäßig zu sein, insbesondere wenn die Krankenhausbehandlung gar nicht so viel bringt, wie Herr Burger richtig bemerkt. Die enormen Kosten sind doch höchstens gerechtfertigt, wenn sich tatsächlich Hunderttausende Todesfälle vermeiden lassen. Wenn diese nur um ein paar Wochen hinausgezögert werden, kann man sich den Aufwand auch sparen.

      • Ein Abflachen einer Kurve ist nur ein langsamerer Anstieg, der im Vergleich nur dazu führt, dass die Grenze der Betten (Beispiel Hamburg) im Juni erreicht wird. Ich habe den Multiplikator aus solchen Ländern mit flacher Kurve getestet.
        Heute in der RKI Erklärung wurde deutlich gesagt, man wie eine Kurve mit Top im Bereich der Bettenkapazität. Entsprechend gilt ca. :
        Maximal 1,3 Millionen in Deutschland oder 75.000 in Hamburg.

      • Jeder hat ein Bett zu Hause. Es gibt bislang kein spezifisch wirksames Medikament. Die künstliche Beatmung ist eine reine Hilfsmaßnahme, die vielen auch nicht mehr hilft. Konkrete Zahlen dazu kenne ich allerdings auch nicht.

      • Im Prinzip ist das wie mit dem Opa, der nach einem Sturz ins Krankenhaus kommt, sich dort eine Lungenentzündung holt, mehr oder weniger das Bewusstsein verliert und danach dann noch über medizinische Geräte für einige Monate am Leben gehalten wird, ohne aber noch ein echtes Leben zu haben.

        Ich kenne zwar keine genauen Zahlen, aber man hört eindeutig, dass Atemgeräte keinesfalls eine Garantie für eine erfolgreiche Behandlung darstellen. Vor allem bei älteren Patienten wird der Tod im Regelfall nur herausgezögert. Man demonstriert Handlungsfähigkeit, in Wahrheit ist sie keine.

        Ich kenne die elsässischen Krankenhäuser übrigens ganz gut. Die waren schon zu Normalzeiten unter aller Sau. Die dortigen Nachrichten haben mich daher nicht gewundert. Das Gesundheitssystem der Grande Nation ist himmelweit unterhalb des deutschen. Leider erspart uns das (vorerst) nur die unschönen Bilder und unschönen Zeitungsberichte. Das Virus erwischt uns trotzdem.

      • Es gibt verschiedene Beatmungstechniken, was vielleicht wichtig ist zu erwähnen. Die nichtinvasive Beamtung wäre auch zuhause möglich und sie hilft bereits bei vielen Patienen. Das Problem ist die invasive Beamtung auf Intensivstationen, die potentiell schwere Nebenwirkungen hat, aber manchmal leider notwendig ist. Wichtig ist, dass man es so lange wie irgendwie möglich mit der nichtinvasiven Variante versucht.

      • Das stimmt wohl immer. Bei der invasiven Beatmung gibt es nicht nur das größte Kapazitätsproblem, sondern stellt sich eben auch die Frage, wie groß der Nutzen ist. Die drohenden hohen Todeszahlen werden dadurch wohl nur etwas gesenkt. Das allein rechtfertigt nicht so drastische und teure Maßnahmen für alle Bürger.

      • Sie (AD) hatten in einem anderen Kommentar heute um 14:42 ( zum Beitrag von gestern) u.a. auch geschrieben, dass die Sterblichkeitsrate in Italien nur leicht erhöht sei. Das könnten Sie gelegentlich noch mal besprechen oder verlinken. In ganz Italien sterben im langjährigen Durchschnitt ganz grob rd. 1800 Menschen täglich, in ganz Spanien normal etwa 1400 und in Deutschland 2400. Die Zahl der „Corona-Toten“ liegt aktuell in Italien noch bei über 700 täglich (!), in Spanien sogar bei über 900 (!) täglich. Wenn diese Toten überwiegend an und nicht nur mit Corona sterben, dann weist das zumindest für ein paar Wochen auf einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen hin, in bestimmten Regionen Norditaliens oder auch in Madrid erst recht.
        – Und bei Vergleichen spezifischer Sterblichkeitsraten von Corona muss man sich fragen, mit was man vergleicht (starkes Grippejahr?), außerdem sind die Abhängigkeiten vom Testen (Anzahl der Tests auch post mortem …) zu berücksichtigen.

      • Da muss ich wohl etwas zurückrudern. Vor allem in Italien (und auch Spanien) gibt es jetzt tatsächlich eine höhere Sterblichkeit. In Europa insgesamt liegt sie unter den vorheriger Zyklen und für die Altersgruppen unter 65 (sowie in Deutschland) gibt es sogar Untersterblichkeit (siehe EuroMOMO).

  3. Investieren? Ich würde im Moment die Finger von allem was nicht physisch ist weglassen. Gold ist immer eine gute Versicherung. 1999, als der Euro kam, stand es bei 250 Euro und heute kostet der Krügerrand 1 Oz beim Händler ab 1690 Euro. Keine schlechte, aber steuerfreie Rendite. Man kann den XAU kaufen und sich dann das echtes Gold aisliefern lassen, dann bekommt man die Unze inkl. Lieferkosten zu gerundet etwa1550 Euro. Das Gold Silber Ratio liegt über 100. Das ist einmalig. Wer jetzt noch physisches Silber kaufen kann (nahe Spotpreis) ist ein Glückspilz. Ein American Eagle in Silber konnte man in 2018 für unter 16 Euro haben. Heute wird er für 25 Euro angeboten, obwohl der Spotpreis aktuell nur ca.13,5 Euro / Unze beträgt. Quelle: https://www.gold.de/kaufen/silbermuenzen/american-eagle/kurs/. Wer einen kühlen Keller hat, dem ist ein guter Chateau als Investition zu empfehlen. Und wer sich eine Halle leisten kann, der sollte jetzt Porsche Boxter, MB E-Klasse, BMW E30 Cabrio oder Volvo V70 kaufen und einlagern. Wer gerne Aktien will, der könnte sich mal bei internationalen Logistikunternehmen wie UPS oder Deutsche Post etc. umschauen. Die werden vom online Handel profitieren. Und vor vier Wochen habe ich mir etliche Rollen Klopapier für ,30 Euro pro Rolle gekauft. Heute kostet die Rolle etwa das doppelte und ich hätte genug Nachfrage. 🙂

    • Liebe Sonnenblume, irgendwann ist ihre Klopapierrolle aber nichts mehr wert. Ich kann mich noch als Kind erinnern, wo wir aus Zeitungspapier Streifen geschnitten haben. Klopapier setzt ja voraus,dass wir genug zu essen haben. Da würde ich mein Geld eher in Nahrung investieren.

    • @Sonnenblume
      „Und wer sich eine Halle leisten kann, der sollte jetzt Porsche Boxter, MB E-Klasse, BMW E30 Cabrio oder Volvo V70 kaufen und einlagern.“

      Stimmt!
      Wobei der Volvo etwas zu exotisch für den deutschen Markt ist. Bei den anderen stimme ich Ihnen voll zu. Auch alte Porsche 911 (bis Serie 993, also alles was noch luftgekühlt ist) sind trotz der inzwischen stolzen Preise noch immer eine sichere Bank. Ebenso alle Mercedes Cabriolets, Kombis und Limousinen bis Mitte 1990er aus den Baureihen R107 (SL), W124 (E-Klasse), W126 und W140 (S-Klasse) sowie W201 (190er). Aussichten auf hohen Wertzuwachs in dieser Reihenfolge absteigend. Und auch Limousinen (zwei- oder viertürig) der BMW E30 Reihe, insbesondere M3, 318iS und 325iX. Last but not least alte Toyota Landcruiser (bis etwa 1995), Landrover 88, 90, 109, 110 und Defender (alle Modelle) sowie Mercedes G-Modell. Bei Zweirädern vor allem historische Vespas.

      Wer nicht so viel Platz und keine große Garage oder Halle hat, sich aber mit Optiken gut auskennt, der kann auch gut in sehr gut erhaltene, hochwertige (Metallfassung), vor allem nicht mehr neu erhältliche festbrennweitige Wechselobjektive, insbesondere von Leitz/Leica, Zeiss oder Nikon mit noch gängigen Anschlüssen oder M39 bzw. M42 Gewinde investieren (ist heute so gut wie alles an sucherlose digitale Systemkameras auch anderer Hersteller und an viele professionelle digitale Filmkameras adaptierbar und wird immer beliebter). Die Objektive sollten auf jeden Fall staubfrei sein und dürfen keine Kratzer auf den Vorder- und Hinterlinsen habe. Leichte Gebrauchsspuren an der Fassung können akzeptiert werden, beeinflussen aber bei gängigeren Typen den Preis.

      Last but not least hochwertige historische Renn- und Sporträder der französischen, italienischen, österreichischen, schweizer, niederländischen, britischen und japanischen Edelmarken mit Stahlrahmen.

      • All diese Dinge sind die ersten, die bei Liquiditätsproblemen der Privaten an den Markt kommen – und aus demselben Gründen nicht oder nur zu sehr viel tieferen Kursen nachgefragt werden.

      • Gerade deshalb ja. Kaufen Sie antizyklisch, auch Sachwerte.

    • Randnotiz zu Edelmetallen: Der extreme Preisanstieg bei Palladium auf über 2.000 USD pro Unze, zwischenzeitlich bis fast 3000, zeigt aber punktuell riesige Spekulationen auf kleinen/engen Märkten. Es mag auch ein paar fundamentale Gründe dafür geben, die aber kaum so maßgeblich für eine derartige Kursexplosion sein dürften.

  4. Masken bringen nichts, so das statement des RKI von vorgestern. Hätte das RKI gesagt Leute, ihr müsst alle eine Maske tragen,dann hätte unser Staat dem RKI die Fördergelder gestrichen. Somit sind die Prioritäten der Politik klar. Es geht um die Vertuschung von Verantwortlichkeiten. Meine Frau hat mir jetzt 2 neue Mundschutze genäht, dieses mal mit Nasenklammer. Sie weiß,was richtig ist.

  5. Gut, dass Ihr Blogeintrag einmal die große Not thematisiert, die den wirklich bedürftigen Menschen in den Elendsvierteln der Welt droht. Und zwar in reichen und vor allem auch in armen Staaten. Bezeichnend, dass ein Großteil der Kommentare zu diesem Blogeintrag sich darauf bezieht, wie man jetzt sein Geld anlegt.

    • Offensichtlich ist vielen hier das Leid anderer egal. Aber ein echter Börsenprofi würde es trotzdem in seine Überlegungen einbeziehen, denn insbesondere die dramatische Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA wird große Rückwirkungen auf die Wirtschaft und Politik nicht nur dort, sondern weltweit haben.

      • Für uns sind die von Ihnen benannten Zahlen zunächst nur statistische Angaben, zu denen – anders als bei einem Begräbnis – der persönliche Bezug fehlt. Und es ist für das Individuum lebenserhaltend, sich ständig an Umgebungsveränderungen zu orientieren. Dazu gehört die Sorge um künftige Kapitalerträge, die für Einige im Unabhängigkeitsstreben vom Staat die einzige Einkommensquelle sind. Deshalb liegen die von Ihnen gerügten Verhaltensweisen eigentlich in der Themenvorgabe selbst begründet.

      • Ich glaube nicht, das vielen das Leid anderer egal ist. Das Blogthema war ja vorgegeben,z.B die Verluste in den USA. Ein jeder versucht ja in solch einer Situation das richtige für sich und seine Familie abzuwägen mit allen möglichen Sicherheitsaspekten. Das große Leid, dass Corona uns hinterlässt und noch hinterlassen wird, ist doch allen bewusst.

      • Herr francomacorisano schreibt explizit in seinem Eröffnungskommentar: „Es wäre mir lieber, wenn wir hier über die Absicherung unseres Vermögens kontrovers diskutieren würden, als über die USA oder Indien.“ Die Lage dort muss ihn nicht interessieren, aber dann sollte er sein Thema an einer passenderen Stelle bringen (ich kann übrigens Kommentare nicht so einfach verschieben).

      • „Nein, es handelt sich um eine völlig unpassende Themenverfehlung“
        Kann man so sehen. Es ist aber kein Einzelfall und das liegt in dem linearen Aufbau der WordPress-BLOG-Software begründet (also aktuelle Beiträge eben nicht in einem dazu passenden zurückliegenden Thema unterzubringen). Ich würde mich an der Beschaffung und am Betrieb einer besser geeigneten Forensoftware (wie wir sie etwa bei ALFA/LKR hatten) beteiligen.

      • Danke, doch die Umrüstkosten wären mir zu hoch (weniger finanziell als zeitlich). Das Hauptproblem ist auch die inzwischen sehr große Menge an Beiträgen und Kommentaren. Vielleicht besser als die Kategorien ist die Suchfunktion. Es spricht nichts dagegen, auch bei alten Beiträgen die Diskussion wieder aufzunehmen.

    • Ich finde es etwas absurd, es hier als negativ zu bewerten, wenn man vom Thema „Arbeitslosigkeit in den USA“ auf die Börse kommt, während es sich gleichzeitig in vielen anderen Diskussionen irgendwann quasi zwangsläufig immer wieder um die AfD, Frau Merkel und den drohenden Weltuntergang dreht.

      • Es ging ja nicht abstrakt um die Börse, sondern darum, wie man persönlichen Vorteil aus einer Katastrophe ziehen kann. Aber das passt natürlich schon zur Einstellung, die viele auch zur AfD haben…

  6. Zur Börse: Vielleicht sollte man die vom Kriegskabinett in Berlin offenbar als systemrelevant eingestuften Fluggesellschaften und Reiseveranstalter investieren. Man müsste dann noch antizipieren, was sich dieses „Coronakabinett“ sonst noch so auf dem Rücken der Verbraucher ausdenkt und hätte eine gute Anlagestrategie.

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/im-sogenannten-corona-kabinett-der-bundesregierung-wurde-heute-folgender-beschluss-fuer-eine-gutscheinloesung-bei-pauschalreisen-flugtickets-und-freizeitveranstaltungen-gefasst–1738744

  7. Kommen wir doch wieder zurück in die USA und weg von den Börsen. Die Vereinigten Staaten entblößen sich vor unseren Augen als Bananenrepublik, in der die Reichen die Flucht ins Ferienhaus ergreifen, während die Armen und Schwachen auf der Straße sterben, weil im Krankenhaus kein Platz mehr ist. Die Corona-Krise zeigt die ganze moralische Verwerflichkeit und intellektuelle Hilflosigkeit der Trump-Administration. Man kann hier nur noch auf die junge amerikanische Generation hoffen,die langsam die Nase voll hat. In seiner täglichen Pressekonferenz sagte er gestern, die Beatmungsgeräte seien in einigen Monaten keine 5 Dollar mehr wert.

    • @Horst Krebs
      „Die Vereinigten Staaten entblößen sich vor unseren Augen als Bananenrepublik, in der die Reichen die Flucht ins Ferienhaus ergreifen, während die Armen und Schwachen auf der Straße sterben, weil im Krankenhaus kein Platz mehr ist.“

      Halten Sie das tatsächlich für ein US-spezifisches Phänomen?
      Dasselbe können Sie doch zur Zeit überall erleben. In Ungarn fliehen die ‚Reichen‘ aus Budapest in ihre Feriendomizile am Plattensee und ich war ehrlich gestanden auch schon seit mehr als vier Wochen nicht mehr in meinem Büro in der Stadt, obwohl unsere Quarantäne nur zwei Wochen gedauert hat und nun schon eine gute Woche zurückliegt.

    • Entblößt sich aktuell irgendein westlicher Staat nicht als Bananenrepublik? Immer das unreflektierte Einschießen auf Trump. Ja, seine Twitter-Tiraden waren widersprüchlich und weltfremd. Das war aber in Deutschland nicht anders, Jens Spahn ist auch so ein Märchenonkel. Hier in Deutschland gibt es über die steigenden Fallzahlen in den USA regelrechte Schadenfreude, pfui Teufel kann ich da nur sagen.

      Die USA hat es immerhin geschafft, die Tests in kürzester Zeit dramatisch zu erhöhen, nachdem man vorher freilich nichts gemacht hat. Auch das gehört zur Wahrheit. Ebenso dass der demokratische Bürgermeister noch kurz vor dem Lockdown ins Fitnessstudio musste, um danach auf Trump einzuprügeln. Der USA wird es meiner Meinung nach jetzt auch besser gelingen an Schutzmaterial zu gelangen. Dort ist man einfach flexibel und ja, auch rücksichtslos. Jetzt schimpft man wieder auf Trump, weil er einen Exportstopp verhängt. Nur dumm, dass die Bundesregierung das schon vor 2-3 Wochen tat.

      Das Virus trifft uns alle und ich bin entsetzt, wie man so eine Lage weiterhin als Ventil für Abneigung und Hass missbrauchen kann. Und das hohe Ross, auf dem wir sitzen, kann sich schnell ändern. Wir haben nicht gehandelt, obwohl wir vorgewarnt waren. In der nächsten Phase der Pandemie werden hingegen die Krisenstaaten mit einer höheren Durchseuchung Vorteile genießen. Und ob unsere wirtschaftlichen Strukturen wirklich so widerstandsfähig sind, wird sich zeigen. Es zeichnet sich doch jetzt schon ab, dass viele Selbständige und angeknackste Unternehmen lieber in die Insolvenz gehen, als weiter ein letztlich überschuldetes, totes Pferd zu reiten. Dazu werden dann die dahinsiechenden Zombiestaatsunternehmen kommen. Das wird viele Arbeitsplätze kosten und angesichts unserer Wirtschaftsstruktur wird eine Erholung lange gehen, denn anders als in der Vergangenheit waren unsere Produkte schon in der Vorkrisenzeit nicht mehr gefragt. In Verbindung mit einem starren Arbeitsmarkt und hohen Arbeitskosten ist das ein giftiger Mix.

      Die gute Laune der Deutschen wird leider nicht ewig anhalten. Vielleicht beschäftigt man sich dann auch wieder mit den eigenen Problemen. Ständig mit dem Finger auf andere Menschen/Länder/Sonstiges zu zeigen, ist nun wirklich eine schlechte Eigenschaft der Deutschen.

      • Präsident Trump hat schon viel vermasselt in den USA. Epidemien lassen sich anfangs am leichtesten eindämmen. Das hat er vorsätzlich unterlassen. Allerdings haben die hiesigen Politiker nicht wirklich besser gehandelt und die regierungsnahen Medien werfen gerne das Versagen der eigenen Regierung anderen vor. Schadenfreude ist in jedem Fall verfehlt und alle Opfer sind zu beklagen, sowohl die vom Virus als auch der jeweiligen Regierungspolitik.

  8. Das Schiksal der Menschen, egal wo auf der Welt, ist mir nicht egal. Wenn das so verstanden wurde, hätte ich mich in der Kürze des Kommentars deutlicher ausdrücken müssen.

    Ich bin aber kein Schwarzseher! Selbst als Bomben fielen, wurden Kinder geboren und Menschen sind ihren Weg gegangen. Ich befinde mich gerade in der Dritten Welt und sehe mit eigenen Augen, dass hier entschlossener gehandelt wird, als in Deutschland. Schwierige Zeit offenbaren, trotz all dem Leid, wer besser, bzw. weniger gut mit einer Krise umgeht. Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb.

    Krisen sind aber auch Chancen. Geld wird immer verdient. Es muss verdient werden, nicht aus Geldgier allein, sondern nur mit Wirtschaftskraft kann man auch den Armen helfen!

    • Okay, dann habe ich Sie falsch verstanden. Ihre Fragen finde ich auch berechtigt, nur an der Stelle nicht passend. Die Antworten hängen auch von der eigenen Position ab. Spezialisierte Profis können nicht echte Krisengewinne einfahren, für Kleinanleger ohne Insiderkenntnisse geht es wohl eher um Risikominimierung, weshalb auch die allgemeinen Ratschläge weiter gelten, insbesondere diversifizieren und nicht die Nerven verlieren.

      • Auch hier habe ich mich möglicherweise unklar ausgedrückt. Mein Gedanke war/ist, welche Anlagen (Aktien, Edelmetall, Immobilien, Devisen, …) derzeit niedrig bewertet sind und in Folge einer ziemlich wahrscheinlichen Wirtschaftskrise nach der Pandemie große Chancen haben könnten. Denn auch in einer Wirtschaftskrise gibt es Bedarf (z. Bsp. an Nahrung, Treibstoffen, Medizin, …). Aber, Sie haben vollkommen Recht, das könnte eine gute Fragestellung für einen eigenen Beitrag sein. Wenn er kontrovers diskutiert wird, ist das befruchtend.

      • Momentan ist doch (fast) alles niedriger bewertet. Zugleich ist schon eingepreist, dass manche Branchen mehr leiden als andere. Worauf man jetzt noch spekulieren kann, ist die Frage, wie lange die einschränkenden Maßnahmen anhalten werden und ob man solche Maßnahmen demnächst bei jeder Grippewelle mit vergleichbaren Todeszahlen wiederholt oder ob es doch eher ein einmaliges Ereignis war. Spekulation in dieser Hinsicht könnte sich insbesondere deshalb lohnen, weil man nicht gegen professionellere Marktteilnehmer wetten muss, sondern die nicht unbedingt besonders cleveren Reaktionen von Politikern zu antizipieren versucht.

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