Call von Hochschulmanagement zu Corona-Pandemie

Mittlerweise ist das Heft 4/2019 von Hochschulmanagement (Zeitschrift für die Leitung, Entwicklung und Selbstverwaltung von Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen) erschienen. Darin findet sich von mir der Beitrag „Begutachtungsverfahren nach Zahl, Gewichtung und Fehlern der Gutachten“ (siehe ‚Diskussionspapier zu Begutachtungsverfahren‘). Als neuer ‚Geschäftsführender Herausgeber von Hochschulmanagement‘ freue ich mich noch über Einreichungen zum Heft 1/2020. Vor allem hinweisen möchte ich jedoch auf einen ganz aktuellen „Call zum Themenheft: ‚Corona-Pandemie und Hochschulen'“. Dieser lautet:

Sowohl die Corona-Pandemie selbst als auch die drastischen Maßnahmen dagegen haben einen enormen Einfluss auf die gesamte Gesellschaft einschließlich der Hochschulen. Mit einem aktuellen Themenheft der Zeitschrift Hochschulmanagement (HM) zum Thema „Corona-Pandemie und Hochschulen“ sollen wichtige Aspekte davon beleuchtet werden.

Wie verändert sich die Lehre und ergibt sich durch die Krise ein Moder­ni­sierungsschub hinsichtlich der Digitalisierung von Hochschulen? Erweist sich Homeoffice als reine Notlösung oder dauerhaft effi­zienter? Wie verändert sich die Durchführung von allgemeinen Forschungsprojekten und welche neuen Forschungsfragen ergeben sich durch die Pandemie? Welchen Einfluss hat es auf die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft allgemein, wenn jetzt ständig Virologen massenmedial präsent sind? Wie lässt sich die Selbstverwaltung der Hochschulen, aber auch die Betreuung und Prüfung von Studierenden ohne physischen Kontakt organi­sieren? Wie verändern sich das Konferenzwesen und internationale Kooperationen? Welche besonderen Herausforderungen stellen sich für private Hochschulen? Welche Erfahrungen gibt es schließlich an unterschiedlichen Hochschulen und macht jeder Einzelne?

Theoretische, empirische und konzeptionelle Beiträge sowie Erfahrungsberichte werden bis zum 30. Juni 2020 erbeten an den geschäftsführenden Herausgeber Prof. Dr. Alexander Dilger unter alexander.dilger@uni-muenster.de. Die Autorenhinweise des Verlages finden Sie hier, wobei auch Kurzbeiträge sehr willkommen sind. Sie können geplante Beiträge außerdem gerne vorher absprechen oder auch noch später einreichen für gegebenenfalls eines der nachfolgenden regulären Hefte der Zeitschrift, da uns das Thema voraussichtlich noch lange beschäftigen wird. Bitte bleiben Sie gesund.

15 Gedanken zu „Call von Hochschulmanagement zu Corona-Pandemie

  1. Ich finde die Veröffentlichungen von Forschungsergebnissen immer wieder hoch interessant. Nicht zu allen Themen, klar. Aber Dinge die einen persönlich beschäftigen.

    Man kann es auch zweiten Bildungsweg nennen. Daher auch mal einen Dank an diesen Blog, die Sicht anderer Mitmenschen mit ihren Gedanken und Überlegungen erweitern eigene Meinungen.

    So habe ich 2013 mich für die Frage Hochwasserschutz interessiert bei der Auswahl einer Lagermiete in Hamburg im Hafenbereich. Einfach nur wegen Versicherungsfrage. Ob was und wie versichert werden sollte.

    So kam ich auf die Bundestagsdrucksache 17/12051.

    An meinem Geburtstag 26.12 sind oft schlimme Dinge passiert. Tsunamie Katastrophe z.B.

    So achte ich immer genau auf die Nachrichtenlage an diesem Tag.

    Also viele Zufälle, denn genau in dieser Drucksache von 2013 wird eine mögliche Virus Pandemie beschrieben. Zufällig auch mit dem Namen Corona.

    Folglich habe ich mich entsprechend der angenommen Szenario im Anhang 4 auf der Seite 55ff selbst vorbereitet. Für mein Unternehmen.

    Aktuell fühle ich mich als „Sieger“ in der Krise. Umsatzsteigerung von 300 % , Viele alternative Lieferketten im Warenbezug konnte ich sofort aktivieren und auch Personal einspannen.

    Aber:

    Wenn solche Forschungsergebnisse des RKI und anderen aus 2012 an die Bundesregierung gegeben werden, die Bundesregierung das Parlament mit so einer Drucksache informiert, somit uns alle stellt sich mir die Frage :

    Warum werden Informationen aus Forschungsergebnissen veröffentlicht und die Verfasser dieser Studien/ Forschungsarbeiten reagieren nicht, wenn dann so ein Ereignis Eintritt.

    Das RKI hätte am 2.1.2020 die Politik auffordern jegliche Einreise von China stoppen zu müssen.

    Ich habe den Eindruck, 2012 geschrieben und vergessen.

    So gesehen sollten Universitäten aus dieser Krise mal überdenken, ob Veröffentlichungen von Ergebnissen der Forschung weiter verfolgt werden als bis zur Veröffentlichung. Kurzum so auch Politik die sich personell alle 4 Jahre ändern kann, früher zu warnen oder hinzuweisen.

    Diese Krise in der Auswirkung ist in meinen Augen ein Versagen des RKI aber zumindest ein Versagen der Regierung. Man hätte diese Ausbreitung verhindern können.

  2. Man darf aber die Frage stellen,ob eine Verhinderung der Ausbreitung für die Menschheit die sinnvollere Variante gewesen wäre. Die jetzt entwickelten Antikörper könnten mal zum Segen der Menschheit werden. Voraussetzung ist, dass die jetzige Pandemie unter Kontrolle kommt.

    • Es ist immer besser, eine Pandemie zu verhindern. Die Antikörper schützen nur gegen den gleichen Virus, der sich sonst gar nicht verbreitet hätte. Im Übrigen ist eine Impfung besser als eine akute Erkrankung.

  3. Das China-Virus wird uns noch eine Weile beschäftigen. Zwangsmassnahmen sind zwar jetzt richtig, ABER wir müssen gut aufpassen, dass sie nicht beliebig verlängert werden…!

    • Die Begrifflichkeit China-Virus wird außer von Herrn Trump und Ihnen von niemand sonst verwendet. Und das zu Recht. Übrigens hatte die Spanische Grippe ihren Ursprung nach heutiger Kenntnis wohl in den USA

      • Die schlimmen Grippewellen der letzten Jahrzehnte hatten alle ihren Ursprung in China. Das muss einen Grund haben…!

    • Wer die aktuelle Entwicklung der Corona Fälle in einer Prognose verfolgen will hier meine Exelformel:

      gemeldet am 25.3 38182 Fälle in Deutschland. Prognose von mir war 37965 Fälle.

      Meine Prognose multiplizieren mit 1,15 für den nächsten Tag.
      Wenn man dann vergleicht mit den gemeldeten Fällen sieht man ob die Zahlen wie o.a. annähernd passen. Wenn zu hoch, scheinen die Maßnahmen zu wirken.

      So war der Multiplikator am Anfang 1,3 bis 20.3. Reduzierte sich am 21.3 auf 1,2 und am 22.3 auf 1,1.
      Am 25.3 erhöhte sich der Multiplikator auf 1,15 bis heute.

      Ich habe dann gleiche Exeldatei erstellt für Italien ( wegen der Frage des Staatsbankrott und Euro Tod). Am 14.3 Multiplikator 1,3 ab dem 15.3 Multiplikator 1,1. Also wie bei uns. Seit dem 25.3 1,05, als sinkend entsprechend der Maßnahmen.

      Für Amerika ( als wichtigste Weltwirtschaft für BRD),gelt der Multiplikator 1,3

      Die Todesfälle habe ich erfasst, mag da aber noch keine Prozentzahl der Fälle darlegen.Hier scheint es durch die unterschiedlichen Kapazitäten der Intensivpflegeplätze und der frühzeitigen Behandlung von Patienten sehr unterschiedliche % Entwicklungen zugeben.

      Augenscheinlich 0,5 % in der BRD , 10 % in Italien und 1,5 % in den USA.

      Wesentlicher die Prognose berechnet auf Ostern :
      In der BRD evtl. 400.000 und Ende April ca. 1,2 Millionen.
      Diese Zahlen wenn die Verbreitungsgeschwindigkeit nicht gebremst wird.

      Dann würden 1,2 Millionen für 14 Tage mindestens krank sein. Dies gilt für alle Bereiche, auch der Grundversorgung. Tankstellen, Supermärkte, Transport usw. über all ein sehr hoher Personalausfall für 14 Tage. Öffnungszeiten von derzeit 8 Uhr bis 22.00 wird es nicht geben können. Lebensmittel werden weniger produziert werden, Ketten weniger stabil sein.

      Es ist also WICHTIG die Ausbreitung zu bremsen. Wie auch immer.

      Richtig finde ich auch, dass jedes EU Land eigene Maßnahmen ausprobiert. So machen nicht 27 Länder den gleichen Fehler. Und man kann prüfen ob der eigene Weg Erfolg hat. Siehe oben Multiplikator.
      Die radikale Maßnahme in Italien scheint richtig zu sein. Multiplikator „nur“ 1,05.

      • Das Problem ist, dass in verschiedenen Ländern und wohl auch über die Zeit unterschiedlich getestet wird (sowohl bei möglicherweise Infizierten als auch Verstorbenen, von denen jeder mit positivem Virentest als Coronatoter zählt, selbst wenn er an keine Symptome hatte und offensichtlich an etwas anderem starb) und die Testkapazitäten begrenzt sind, was die Zahlen schwer vergleichbar macht. Nötig wären repräsentative Tests für die ganze Bevölkerung.

      • Das Problem ist, dass in verschiedenen Ländern und wohl auch über die Zeit unterschiedlich getestet wird (sowohl bei möglicherweise Infizierten als auch Verstorbenen, von denen jeder mit positivem Virentest als Coronatoter zählt, selbst wenn er an keine Symptome hatte und offensichtlich an etwas anderem starb) und die Testkapazitäten begrenzt sind, was die Zahlen schwer vergleichbar macht. Nötig wären repräsentative Tests für die ganze Bevölkerung.

      • Man ist der Meinung, dass die täglich bekannt gegeben Zahlen der Infizierten um das 3 – 4 fache höher liegen. Man strebt an, die täglichen Tests auf 200.000 zu erhöhen. So hat Südkorea es auch gemacht.

      • Es gibt dazu sehr unterschiedliche Meinungen. Es fehlt an repräsentativen Tests, deren Zahl gar nicht so groß sein müsste.

      • Es gibt dazu sehr unterschiedliche Meinungen. Es fehlt an repräsentativen Tests, deren Zahl gar nicht so groß sein müsste.

  4. Herr Dilger, mit welcher Begründung sagen sie, dass die Anzahl der Tests eigentlich nicht groß sein müsste? Die USA z.B. sind ein gutes Beispiel. Bei fast 340.000.000 Einwohner wurden bislang 500.000 getestet in einem Zeitrahmen von knapp 3 Wochen. Deutschland hat in bezug der Infizierten die wenigsten Tote in Europa. Als es Ende Januar in Südkorea die ersten 4 Infizierten gab begannen die Tests. Fast 10.000 waren infiziert, gestorben sind wenige.
    Ohne Gegenmaßnahmen hätten wir heute schon einige Millionen Tote. Für mich sind die Tests der entscheidende Faktor, je mehr je besser. Wenn sie sagen,dass die Anzahl der Tests nicht so groß sein müsste, hätte ich es gerne, wenn sie das mir und uns auch begründen würden.

    • Meine Aussage war, dass repräsentative Tests nicht groß sein müssen, um abschätzen zu können, welcher Anteil der Bevölkerung bereits infiziert ist und was der relevante Nenner für die Sterberate ist. Das ist wie bei Wahlumfragen, für die man auch nur einen sehr kleinen Anteil der Wähler befragen muss, wenn man das repräsentativ macht. Fragt man hingegen auf einer Parteiversammlung, gibt es eine völlige Verzerrung. Das bedeutet nicht, dass man für andere Zwecke nicht viel mehr Tests gebrauchen könnte, z. B. um für jeden mit irgendwelchen Krankheitsanzeichen das Vorliegen des Virus abzuklären, was wiederum alles andere als repräsentativ wäre.

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