Unterschiedliche Strategien gegen die Coronavirus-Epidemie

Bundes- und Landesregierungen versuchen, mit relative drastischen Maßnahmen (siehe ‚Regierung beschließt kurz zuvor als Fake News bezeichnete Einschränkungen‘ und ‚Deutsche Grenzschließungen plötzlich doch möglich‘) die Corona-Epidemie zu verlangsamen, damit alle schwer Erkrankten stets ordentlich behandelt werden können, was z. B. in Italien nicht mehr der Fall ist. Außerdem wird so Zeit gewonnen, bis irgendwann ein Impfstoff oder auch spezifische Medikamente zur Behandlung zur Verfügung stehen. Das Hauptproblem dabei ist, dass die Einschränkungen für die Bürger und Unternehmen wohl für viele Monate oder sogar Jahre fortgesetzt werden müssten mit erheblichen Konsequenzen für die Wirtschaft und Gesellschaft. Selbst ein hoher Nutzen von vielen vermiedenen oder hinausgeschobenen Todesfällen könnte irgendwann die enormen Kosten nicht mehr rechtfertige, zumal hier nicht einfach Leben und Geld gegeneinander abgewogen werden müssen, sondern Leben gegen Leben und Lebensqualität.

Dabei gilt auch hier das Motto dieses Blogs: Es gibt immer Alternativen. Einerseits könnte der Staat zu noch viel drastischeren Maßnahmen greifen, die dafür schneller Erfolg versprechen. In China oder Singapur könnte es gelungen sein, die Epidemie ganz zu stoppen. Wenn es gelänge, dass weltweit alle Menschen drei Wochen zu Hause bleiben und niemanden mehr anstecken, ist die Pandemie vorbei, weil alle Infizierten gesund (oder tot) wären. „NRW steht für Ausgehsperren bereit“, allerdings vor allem, weil die bisherigen Anordnungen nicht befolgt werden, was bei einer Ausgangssperre ohne strikte Kontrollen und Strafen auch passieren würde.

Andererseits könnte man auch in die andere Richtung gehen, wie es z. B. Thomas Straubhaar vorschlägt: „Kontrollierte Infizierung ist die beste Strategie gegen das Virus“. Nur die Risikogruppen sollten demnach noch vor Infektionen geschützt werden und alle anderen, also die Jüngeren ohne Vorerkrankungen, sich sogar möglichst schnell anstecken, bis sogenannte Herdenimmunität erreicht ist, wodurch sich der Virus nicht weiter verbreiten kann.

„Großbritanniens eigenwilliger Weg in der Coronakrise“ geht ebenfalls in diese Richtung (ohne bewusste Ansteckungen, aber auch ohne drastische Maßnahmen zu deren Verhinderung). Die Wirtschaft bricht dann nicht ein, aber die Todeszahlen dürften trotzdem stark steigen, weil sich erstens die Risikogruppen nicht so strikt separieren lassen und zweitens auch in den anderen Bevölkerungsgruppen (vielleicht mit Ausnahme von kleinen Kindern) eine gewisse Sterblichkeitsrate besteht. Allein ein Prozent für Menschen in den Fünfzigern bedeutet auf Deutschland hochgerechnet eine sechsstellige Zahl an Toten. Drittens ist bislang nicht klar, wie lange die Immunität nach einer überstandenen Infektion überhaupt anhält. Wenn der Zeitraum kurz ist, wiederholen sich die Erkrankungen immer wieder. Welcher Weg auch gewählt wird (wohl ohne die Betroffenen zu fragen), wir sollten hoffen, dass es bald einen Impfstoff und wirksame Medikamente gibt.

29 Gedanken zu „Unterschiedliche Strategien gegen die Coronavirus-Epidemie

  1. Greta & Co. freuen sich. Ihr Ziel ist erreicht:
    Keine Flüge, keine Reisen, kaum Konsum.
    Und hauptsächlich sterben alte, weiße Männer…

  2. Wenn diese Krise vorbei ist, wird man mit den Chinesen ein ernstes Wort zu sprechen haben. Es kann nicht sein, daß China immer wieder der Ausgangspunkt globaler Pandemien ist. Alleine im 20. Jahrhundert Hongkong-Grippe, Asiatische Grippe, SARS, Covid-19 und möglicherweise die Spanische Grippe (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Warum wird gerade in China die Artgrenze zwischen Mensch und Tier immer wieder überschritten? Die Buschfleischmärkte in Südchina, auf denen Fleischer mit den exotischsten Tieren in Blutkontakt kommen, gehören im Interesse der Menschheit verboten – für immer.

  3. …….wir setzen auf die Kompetenz der Forscher vs. Corona Viren. Viel Erfolg.

    Wenn es gelingt – wie wir hoffen – der Nobel-Preis und unser aller Dank ist gewiss !

  4. Schach trotzt der Corona-Krise, das Kandidatenturnier läuft seit Dienstag.
    In Ö wurden die letzten Runden der Mannschaftsmeisterschaft abgesagt.
    Ja es gibt wenig Sportarten wo man sich so oft die Hand gibt wie beim Schach, vor der Partei natürlich und ein schönes Händeschütteln ist, man steht schlechter, ist aber eine komplizierte Stellung, ist in Zeitnot und bietet Remis und der Gegner nimmt es an.

  5. Meine Strategie als Zugehöriger zur Hochrisiko-Gruppe:
    1. Umwidmung meines ebenso nutzlosen wie arbeitsaufwändigen Rasens in Pflanzregionen für Früh-, Mittel- und Spätkartoffeln (beginnend Ende März !), Häufelpflug vom Vorbesitzer vorhanden.
    2. Aufbereitung von Rezepten für die Zubereitung guternährter Goldfische (Karpfenfische !)- nach Farben zugeordnet, lange nutzbarer Lebend-Vorrat.
    3. Als Sachanlagen entgegen dem Rat von M. Meister („Oldtimer- Leica-Objektive“) Objekte in tauschfähigen Einheiten zu Beschaffungsaktionen „über Land“.

    • Da lobe ich die von Trump angekündigte Corona App, die Google nach Trumps Aussage gerade entwickelt. Einmal mit der Zunge über die Diagonale des Monitors lecken und dann die Taste „Done“ drücken.

    • zu 3.)
      Wenn Sie ‚Sachanlagen‘ als Tauschmittel bzw. Währung zum Einkaufen nutzen wollen, stimme ich ihnen zu. Das sind dann aber keine (mittel- oder langfristigen) Anlagen, sondern eher liquide Mittel …

      zu 2.)
      Die Idee mit den Goldfischen ist originell, aber schmecken die denn auch? 😖

      • @Herr Meister – Zu 3) Man muss die Güter so wählen, dass sie sowohl als Anlagen wie als Betriebsmittel geeignet sind (Goldmünzen in kleinen Stückelungen- z.B.). Man weiß ja nicht, wie das ausgeht.
        Zu 2) Ich weiß es noch nicht, aber sie sind doch eine Unterart der Karpfen.
        Ich stelle mir das so vor: Ein großer silberner Goldfisch als Karpfen blau. Die originale Version war (blau oder gebacken) unter uns Studenten an der WI-SO-Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg sehr beliebt- eine fränkische Spezialität, wie Sie wissen.

  6. Selbstansteckung kann ein geeignetes Mittel sein, kann aber auch in die Hose gehen. Wir haben ja auch noch keinen Impfstoff, weil die Nebenwirkungen noch nicht ausgetestet sind. Genauso nicht ausgetestet ist die Immunität nach einer Selbstansteckung. Erst heute wissen wir, dass die Kinderlähmung eine Nachwirkung von Impfvergiftungen war. Die Grippeepidemie 1918 erforderte 20.000.000 Tote. Und nur die waren ärztlich behandelt mit den falschen Medikamenten.

    • Kinderlähmung wird selbst durch Viren hervorgerufen, nicht durch Impfen. Man kann dagegen impfen, wobei die komplette Ausrottung noch nicht gelungen, gerade wegen militanten Impfgegnern.

      • Der Impfstoff ist ja üblicherweise ein genveränderter Virus. Damit sind wir schon mal aus der Forschung raus, weil bei uns Genforschung absolut bäääh ist. Wir müßen also warten bis uns China oder Amerika was passendes verkaufen.

      • Impfstoffe sind üblicherweise keine veränderten Viren, weil das zu gefährlich wäre, sondern nur einzelne Komponenten, gegen die dann Antikörper entwickelt werden, welche auch gegen das echte Virus helfen.

        CureVac von Dietmar Hopp bemüht sich doch gerade um die Entwicklung eines Impfstoffs.

  7. Wollte es nur mal klarstellen, weil mein Kommentar hier etwas in Verwirrung gerät. Die Spanische Grippe mit 20.000.000 Toten wurden 1918 von Ärzten verursacht. Bei dieser Pandemie jetzt müssen alle notwendigen Testverfahren abgeschlossen sein, weil man hier auch mit einigen hundert Millionen Menschen rechnen muss, die mit diesem Impfstoff geimpft werden. CureVac rechnet mit knapp einem Jahr andere sagen schon jetzt, ein Impfstoff kommt in Kürze auf dem Markt.
    Es gibt aber noch 50 andere Firmen und Institute,die an einem Impfstoff arbeiten,und das seit der SARS Epidemie. Das heißt, dass es bei einem Nachfolger des Corona Virus wieder darum gehen wird, zu entwickeln und man muss dann auch wissen, dass alle Immunitäten vernichtet sind. Damit ist klar, dass Impfstoffe keine Endlösung sind. Die Lösung kann nur sein, den Aufbau dieses Virus zu verhindern. Bislang habe ich noch von keinem Experten gehört,wie hier Stand der Dinge ist.

    • Wie kommen Sie immer zu solch absurden Thesen? Die Spanische Grippe wurde natürlich nicht von Ärzten verursacht.

      Was meinen Sie mit „Aufbau dieses Virus zu verhindern“? Die Viren kommen bei Tieren vor und können mutieren. Es sollte versucht werden, die Übertragung auf Menschen möglichst zu vermeiden. Falls sie doch passiert, ist schnelle Quarantäne nötig. Da haben die lokalen Behörden in Wuhan völlig versagt. Auch jetzt ist die Epidemie in China noch nicht vorbei und viel drastischere Maßnahmen als bei uns bleiben in Kraft.

  8. Meine absurden Thesen entstehen zum Beispiel durch aktuelle Recherchen. Vielleicht gibt Ihnen der angehängte 6 Seiten Bericht Hinweise auf meine absurden Thesen. Ihr Kommentar würde mich interessieren.
    Ein Auszug aus dem Buch von Dr. Eleanor McBean: The Swine Flu Expose (1977) finden sie hier:
    https://impfen-nein-danke.de/spanische-grippe

    CHAPTER 2: THE SPANISH INFLUENZA EPIDEMIC OF 1918 WAS CAUSED BY VACCINATIONS
    An analysis by Eleanor McBean written in her book, Vaccination Condemned, „It has been said that the 1918 flu epidemic killed 20,000,000 people throughout the world. But, actually, the doctors killed them with their crude and deadly treatments and drugs. This is a harsh accusation but it is nevertheless true, judging by the success of the drugless doctors in comparison with that of the medical doctors.“

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass meine Thesen nicht ganz so arg absurd sind. Sie brauchen ihre Aussage dies bezüglich allerdings nicht zurück zu nehmen.

    • Sie sollten nicht jeden Unsinn glauben, der irgendwo im Internet steht. Grippeimpfungen gibt es z. B. erst seit 1936. Hätte es sie schon 20 Jahre früher gegeben, wäre die Spanische Grippe viel weniger schlimm verlaufen.

      • Es soll wohl auch schon Versuche mit Impfungen vor 1936, angeblich auch schon im 19. Jahrhundert gegeben haben, aber man kann sich denken, auf welcher improvisatorischen Versuchsebene dies alleine aus technischen/ mechanischen Gründen stattfand. Gestern habe ich auf youtube bei Oliver Janich auch ein Interview mit einem Impfgegner-Gesprächspartner gehört, der behauptete, dass die allerste Impfung angeblich bereits im Jahre 1796/ 98 stattgefunden haben soll. Allerdings kann ich mir dies alleine nur schon von der Umsetzung her nur schwerlich vorstellen. 1918 war man sicherlich hinsichtlich Mechanik und Laborversuchen schon deutlich weiter, aber dennoch gibt es hier anders als bei andren „Verschwörungstheorien“ keine wirklichen Ansätze. Zumindest ist mir nichts bekannt.

      • Es gab schon vorher Impfungen gegen andere Erreger, zuerst gegen Pocken (bereits Ende des 18. Jahrhunderts und sogar noch früher durch die Übertragung lebender, aber abgeschwächter Viren von Erkrankten, was tatsächlich nicht ganz ungefährlich war), im 19. Jahrhundert dann gegen Tollwut, Typhus, Cholera und Pest.

      • Ich habe lediglich aus dem Buch zitiert, welches Eleanor McBean als Augenzeugin 1977 geschrieben hat. Ganz sicher glaube ich nicht jeden Unsinn aus dem Internet. Solche Kommentare sind Ihnen eigentlich nicht würdig und dienen auch nicht der Wahrheit.

      • Sie haben hier offensichtliche Fake News als Fakten hingestellt. Ich möchte solche antiwissenschaftliche Propaganda von Impfgegnern nicht in meinem Blog. Danke. Wir sehen auch gerade, dass das nicht einfach ein schlechter Scherz ohne Konsequenzen ist, sondern zu Pandemien mit vielen Toten beitragen kann.

    • Herr Dilger, ich bin absolut kein Impfgegner und werde mich impfen lassen. Es ging in meinen Kommentaren um Impfungen,die noch nicht ausgetestet wurden. Die Amerikaner behaupten ja, einen Impfstoff in Kürze auf den Markt zu bringen. Da geht es um monetäre Dinge, wer zuerst am Markt ist, mahlt zuerst, und dass kann auf unsere gesundheitlichen Kosten gehen. Eines ist ja klar, kommt jetzt ein Impfstoff,wollen ihn alle haben. Aus diesem Grunde habe ich aus der Geschichte zitiert um darzustellen, das Dinge auch verschiedene Seiten haben können. Wenn Sie möchten, brauchen wir hier darüber nicht weiter zu diskutieren.

      • Es hat keine Impfungen gegen die Spanische Grippe gegeben und folglich auch keine Impfschäden deswegen.

        Dass man jetzt möglichst schnell einen Impfstoff möchte, liegt nicht an den Gewinnmöglichkeiten aus dessen Verkauf, sondern um Milliarden Menschen zu schützen und nicht mehr einschränken zu müssen mit gigantischen wirtschaftlichen Verlusten. Dabei lässt sich ein Impfstoff relativ schnell finden, die Tests auf Nebenwirkungen brauchen viel mehr Zeit.

  9. Pingback: Merkel schiebt den Bürgern die Verantwortung zu | Alexander Dilger

  10. Es wäre mal schön zu erfahren, ob die Fallzahlen in China nur aufgrund des Lockdowns zurückgegangen ist oder ob nicht doch Medikamente am lebenden Objekten getestet wurden.
    Interessant ist, dass die Firma Roche einen Schnelltest entwickelt hat, der jetzt in den USA oder Notfallgenehmigung zum Einsatz kommt. Wieso nicht in Europa? Wenn die Firma Roche weiß, wie dieses Virus leicht zu identifizieren ist, dürfte die nächsten Schritte bald folgen. Es ist Spekulation, aber ich glaube aufgrund der stark fallenden Zahlen in China, dass Medikamente im Einsatz sind und wir noch mehr von der Firma Roche hören werden.

    • Kann man in diesen Zeiten jeder Meldung glauben?
      Wer weiß, ob die aus China gemeldeten Zahlen überhaupt stimmen?

  11. Wir wissen, dass sich das Corona Virus mittlerweile schon verändert. Es ist ein jungfräulicher Virus. Bei der Grippe Schutzimpfung 2018 sind Fehler gemacht worden. Wie viele Menschenopfer das gekostet hat, wurde nie kommuniziert. Deshalb ist es wichtig, dass hier die richtigen Medikamente für den neuen Virus in Umlauf kommen um das zu vermeiden,was vor über 100 Jahren passiert ist.

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