Semesterbeginn verschoben und Kitas schließen in NRW

Während die Bundesregierung (fast) nichts tut gegen den Coronavirus, handeln jetzt etliche Bundesländer. So wurde der „Start des Sommersemesters an der Universität Münster auf den 20. April verschoben“ wie an allen Hochschulen von NRW. Das trifft sich gut, weil auch die Kitas (und Schulen) ab Montag geschlossen bleiben (siehe „Gegen Corona in NRW: Diese sechs Maßnahmen plant die Landesregierung“). Solche Verschiebungen und Schließungen bringen aber nur dann wirklich etwas, wenn möglichst alle Übertragungswege unterbrochen werden. Wenn sich die Epidemie exponentiell fortsetzt, wird es am 20. April nicht besser aussehen, sondern viel schlimmer.

23 Gedanken zu „Semesterbeginn verschoben und Kitas schließen in NRW

  1. ………….ja alles o.k. aber es muss auch gearbeitet werden. In Fabriken – Produktion / Energie / Logistik einschl. Deutsche Bundesbahn etc. – .

    Totaler Stillstand ist eigentlich nicht möglich.

    • Totaler Stillstand nicht, aber auf die längst im Gange befindliche Deindustriealisierung wird nun ein starker Rückgang des Konsums und des öffentlichen Lebens folgen. Im Land der Pizzakuriere und der Paketboten drehen sich die Räder dann deutlich langsamer und gegessen wird auch wieder zuhause.

      „Entschleunigung“ sagt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz dazu, der die Situation im Gegensatz zur ‚Besten Kanzlerin aller Zeiten‘ und ihrem Kakistokratenkabinett realistisch einschätzt und Maßnahmen trifft: https://kurier.at/politik/inland/coronavirus-kanzler-kurz-ueber-aktuelle-situation-nach-1-todesfall/400779527.

      Zum Glück haben in Deutschland wenigstens die ersten Bundesländer endlich den Handlungsbedarf erkannt und treffen Maßnahmen auf Länderebene. Vom Politbüro des Zentrtalkomitees in Berlin ist da nichts zu erwarten. Die Staatsratsvorsitzende nimmt eine Erkrankungsquote von 70% der Bevölkerung ja billigend in Kauf.

  2. Glücklich können sich jetzt alle schätzen, deren Gehalt erst einmal einfach weiter bezahlt wird. Also vor allem Beamte, Rentner und Pensionäre natürlich sowieso. Viele Unternehmen und kleine Selbständige wird es aber mit voller Wucht erwischen. Die ersten Gastronomen verkünden hierzulande (A) bereits vorauseilend die Insolvenz bzw. vorzeitige Geschäftsaufgabe.

    Kommentare wie dieser https://www.herder.de/cig/cig-ausgaben/archiv/2020/11-2020/oeko-virus/?utm_source=cg-newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=20200312&knr=C72989715 sollten uns indes nachdenklich stimmen, ob auf ewig währendes Wachstum zu setzen tatsächhlich der Segen der Menschheit sein kann.

    • Die Stunde der Zivilisations- Kritiker wird vorbei gehen, weil die Verstädterung die hier beklagten Freizeit- und Mobilitätsneigungen fördert.
      Ich sehe eher Konsequenzen in der Wirtschaftspolitik, in der Steuerpolitik und im unternehmerischen Verhalten, um mehr Stabilität in Krisenzeiten zu gewährleisten. Es geht um Liquiditätspuffer und Stabilisierung der Lieferketten.
      Die Steuerpolitik muss die Anpassung der Bedingungen für unternehmerische Einzelpersonen und Personengesellschaften an die der Kapitalgesellschaften verbessern,
      die mittelständischen Unternehmer müssen liquiditätsschonender finanzieren, in die Lieferketten müssen mehr Reserven eingebaut werden. Die letzteren zwei Maßnahmen schmälern den Ertrag in normalen Zeiten, sichern aber die Existenz.
      Den selbstausbeuterischen Kleinunternehmern hilft schon wegen vielfacher Beratungsresistenz nur die Insolvenz.
      Die größte Gefahr für Unternehmen sind die „normalen“ Zeiten.

  3. Hier ist doch einige Intelligenz versammelt, deshalb bitte ich darum mich aufzuklären. Angeblich hat China die Ausbreitung gestoppt und es sind per heute nur 80.824 Fälle bestätigt, davon noch 12069 aktiv. Uns erklären aber das RKI oder Drosten, dass 60-70% der Bevölkerung durchseucht sein müssen, bevor es zu einem Rückgang kommt (Herdenimmunität). Das wären in Deutschland ca. 50 Millionen und in China ca. 700 Millionen. Also irgendwas passt da nicht zusammen. Entweder haben die Chinesen einfach aufgehört zu testen und lassen die Dingen nun laufen oder das RKI bzw. Drosten reden dummes Zeug. Die Infotmationen aus Bergamo sprechen allerdings dafür, dass uns in Bälde auch die beatmeten Betten ausgehen. Der Bürgermeister der norditalienischen Stadt Bergamo, Giorgio Gori, schrieb am Dienstag in einem dramatischen Tweet “In der Realität gibt es aktuell keine Plätze auf den Intensivstationen mehr (es werden unter großer Mühe gerade neue geschaffen). Patienten, die nicht behandelt werden können, lässt man sterben.” Und genau diese Sitation könnten wir bald auch hier haben.
    Wenn 5% von 10 – 20 Millionen, die im Sommer innerhalb von 14 Tagen schwer erkranken werden – wenn die Entwicklung (R0= 2-2,5) so wie bisher weiterläuft- ein beatmetes Bett brauchen, dann werden 4,99% der schwer Erkrankten an Atemnot sterben. Ist das jetzt schon Panik oder noch Mathematik?

  4. Warten wir einfach mal ab. In 2-3 Wochen wird es — oh Wunder — einen wirksamen Impfschutz von einem der globalen Pharmakonzerne geben, und alles ist wieder gut. Danach können wir uns ausgiebig mit den Nebenwirkungen dieses neuen Wundermittels beschäftigen.
    Ich will damit nicht sagen daß die Vorsichtsmaßnahmen unnötig wären. Auch glaube ich nicht daß es sich um einen laborgezüchteten Virus handelt, wie mancherorts schon fabuliert wird. Die Natur selbst ist der erfolgreichste Genmanipulateur, und wir in Deutschland haben dem nichts entgegen zu setzen weil unsere Genforschung über Jahre erfolgreich behindert und unter drückt wurde.

  5. Andere Staaten machen die Grenzen dicht, statt Panik zu schüren. Merkel-Deutschland macht es genau umgekehrt…! 😦

  6. Pingback: Wieder von La Palma zurück | Alexander Dilger

  7. Drosten gab eben eine Warnung aus, kein gezapftes Bier mehr zu trinken. Der Grund sei,dass die Gläser nicht mit mindestens 70 Grad gespült würden. Wahrscheinlich werden bald auch die Kneipen dicht gemacht.
    Trump will Impfstoff von deutscher Firma (Cure-Vac) für 1 Milliarde.

    • Natürlich werden die Kneipen dicht gemacht. Das ist doch logisch, denn so gut wie nirgends ist die Ansteckungsgefahr höher als in Kneipen, Diskotheken und öffentlichen Bädern / Saunen usw..

      • Das erwarte ich auch. Wobei schon erstaunlich ist, dass man die deutschen Grenzen jetzt angeblich doch schließen und schützen kann.

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