Linken-Chef will Zwangsarbeit statt Erschießungen für Reiche

Auf einer „Strategiekonferenz“ von Die Linke sagte eine Teilnehmerin: „Und auch wenn wir das ein Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen.“ Sie erhält dafür Applaus. Parteivorsitzender Bernd Riexinger ist gnädig und deshalb für Zwangsarbeit statt Erschießungen: „Ich wollt‘ noch sagen, wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ Auch dafür gab es Applaus (siehe „‚Erschießungen von Reichen‘ – Skandal auf Linke-Konferenz“).

Das Gedankengut der SED ist also noch vollständig vorhanden. Wie kann da der FDP-Vorsitzende ‚Lindner gegen liberalen Ministerpräsidenten‘ und für einen von der Mauerschützenpartei sein, die wieder öffentlich für Zwangsarbeit oder gar Massenhinrichtungen eintritt? Frau ‚Merkel schmeißt Ostbeauftragten wegen Glückwunschtweet an Liberalen raus‘, findet aber als gelernte FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda offensichtlich solche kommunistischen Gewaltphantasien nicht anstößig.

27 Gedanken zu „Linken-Chef will Zwangsarbeit statt Erschießungen für Reiche

  1. Merke(l)n Sie etwas?
    Dieser Irrsinn wird inzwischen als ganz normal betrachtet.

    Linke Mord- und Gewaltphantasien?
    Kein Problem. Hauptsache nicht AfD.

    Noch Fragen?
    Wer kritische Fragen stellt, wir auch gleich erschossen.

    Die großen Idole Walter, Erich und „Bruder Nr. 1“ (Pol Pot) aus dem Bruderstaat Demokratisches Kampuchea lassen grüßen!

  2. Wäre das bei irgendeinem AfD-Kreisverband vorgefallen, hätten sofort hysterisch viele SPD und CDU/CSU-Funktionäre nach Verfassungsschutz-Beobachtung gerufen. Dass dies mal wieder ausbleibt, zeigt, dass nur das als verfassungsfeindlich öffentlich angeprangert wird, was einem politisch und mandatstechnisch aktuell und noch in der Zukunft Probleme bereiten kann.

    Da die SED-Linke grundsätzlich den selben Kurs wie SPD und CDU/CSU verfolgt (Vereinigte Staaten von Europa, Abschaffung der Deutschen Energie-Selbstständigkeit und Industrie, Beseitigung der Deutschen Kultur, etc), kann sie sich sogar dezidiert antidemokratisch und gewaltaffin äußern. Herrn Haldenwang wird dies nicht im geringsten beeindrucken, da er nur das macht, was SPD und CDU/CSU ihm sagen.

  3. Sie wissen sehr genau, dass es sich hier um Selbstironie handelt.
    Was hingegen nicht ironisch gemeint ist, ist der Vortrag von Markus Krall. Er fordert seit in seinen Vorträgen seit einem Vierteljahr die Abschaffung des Allgemeinen Wahlrechts. Und dies wird er demnächst auch beim Hayek-Club Münsterland ihres Kollegen Ulrich van Suntum so halten. Wählen soll zukünftig nur noch derjenige, der kein Geld vom Staat erhält.
    Ohne jede Ironie.

    • Was war daran (selbst)ironisch? Richtig ist, dass es der Frau eigentlich um einen anderen Punkt ging, in dem ich sogar zustimme: Das oberste Prozent ist gar nicht das Problem und z. B. menschlichen Einfluss aufs Klima gibt es auch durch die übrigen 99 Prozent. Aber so ganz nebenbei Massenerschießungen zu fordern und dem Beifall zu zollen, macht es auch nicht besser, sondern zeigt, wie tief dieses Denken noch in der umbenannten SED verwurzelt ist. Man beruft sich doch auch weiterhin gerne auf Karl Marx, der explizit eine gewaltsame Revolution forderte. Dagegen will Herr Krall die Demokratie ganz friedlich und demokratisch umgestalten (wofür er ebenso wenig eine Mehrheit finden wird).

    • Lieber Herr Kemper,

      auf die alte Hayek-Idee der Abschaffung des Wahlrechts für Beamte, öffentlich Bedienstete und sonstige Nettoleistungsempfänger hat bereits Konrad Adam in seiner Eröffnungsrede zum ersten Bundesparteitag der AfD am 14.04.2013 in Berlin völlig zu Recht hingewiesen.
      Das ist also keine Erfindung von Markus Krall.

      Wie sonst sollte der Selbstbedienungsladen „Sozialstaat“ auch endlich wieder auf ein vernünftiges und vor allem nachhaltig leistbares Maß eingedämmt werden?
      Wollen Sie warten, bis der letzte Nettoleistungsträger das Land verlassen hat oder von Ihren kommunistischen Genossen erschossen worden ist?
      Wer bezahlt die Zeche dann?
      Etwa die bis dahin auch restlos aus Deutschland verschwundenen Maschinen der Industrie?

      • Auch wenn der Gedanke intellektuell interessant sein mag (wobei er keineswegs zu Ende gedacht ist, da der Staat auf diese Weise jede Berufsgruppe beliebig vom Wahlrecht ausschließen könnte, denn was machen Ärzte, Lehrer oder auch Müllmänner von privaten Einrichtungen eigentlich anderes als solche von öffentlichen Betrieben?), kann eine verfassungstreue demokratische Partei ihn nicht ernsthaft vertreten. Allerdings wiegt der Verlust des Wahlrechts weniger schwer als der Verlust der Freiheit oder gar des Lebens, wozu es bei Die Linke offensichtlich Gewaltphantasien gibt.

      • @Alexander Dilger
        „… was machen Ärzte, Lehrer oder auch Müllmänner von privaten Einrichtungen eigentlich anderes als solche von öffentlichen Betrieben?“

        Sie üben zwar den gleichen Beruf aus, sind aber in der Privatwirtschaft tätig und daher nicht unbedingt Netto-Leistungsempfänger (es sei denn, ihr Arbeitgeber hängt ausschließlich am Tropf der öffentlichen Hand).

      • Wir hatten den Punkt schon öfter. Es ist ein entscheidender Unterschied, ob meine eine Leistung mit oder ohne Gegenleistung empfängt. Wer für den Staat arbeitet und dabei nicht überbezahlt wird, ist dementsprechend kein Nettoleistungsempfänger. Dasselbe gilt für Rentner, die zu Rentenbeiträgen genötigt wurden und bei privater Vorsorge mehr erhalten würden.

      • @Alexander Dilger 00:55

        Auf das im öffentlichen Dienst tätige Individuum oder den einzelnen DRV-Rentner bezogen mag das zutreffen. Aus der Sicht derer, die für ihre Bezahlung aufkommen müssen jedoch nicht. Und genau hieran krankt das gesamte Sozialsystem. Sowohl bezogen auf die Überrepräsentation der Beamten und öffentlich Bediensteten in den Parlamenten als auch auf die von der Politik zu Lasten nachfolgender Generationen gekauften Stimmen der Ruheständler.

      • Wie definieren Sie denn einen Nettoleistungsempfänger? Wer 1.000 Euro vom Staat erhält und 2.000 Euro an ihn zahlt, ist doch offensichtlich ein Nettozahler. Warum soll das nicht auch bei zeitlicher Verzögerung gelten, wenn jemand weniger Rente erhält, als er bei angemessener Verzinsung für seine Zwangsbeiträge bekommen hätte? Warum soll es schließlich nicht für jemanden gelten, der eine größere nichtmonetäre Gegenleistung, z. B. in Form von Arbeit, erbringt?

      • @Alexander Dilger 23:21:

        Können Sie konkrete Beispiele aus der Praxis für Ihre abstrakte Darstellung benennen?
        Ich kenne keinen öffentlichen Bediensteten, der mehr Steuern bezahlt, als er Gehalt empfängt und auch keinen, der gratis arbeitet.

      • Ich kenne durchaus Kollegen, die mehr Steuern zahlen, als sie im Hauptamt verdienen. Vor allem unterschlagen Sie wieder die Arbeitsleistung. Wenn jemand sein Gehalt wert ist, ist er kein Nettoleistungsempfänger. Das gilt selbst bei leichter Überbezahlung, solange diese (die Überbezahlung, nicht die gesamte Bezahlung) unterhalb der gezahlten Steuern liegt.

    • Wie ich es mir schon dachte. Wenn Herr Kemper mit den „Rechten“ und „Faschisten“ (wo beginnt das eigentlich genau) fertig ist, dann sind auch die „Neoliberalen“ an der Reihe.

      Und nachdem er gemerkt hat, dass rückgratlose und dem demokratischen Wettbewerb feindlich gesonnene Opportunisten, die krampfhaft mit Pöstchen und Mandat an der Macht bleiben wollen, seinem „antifaschistischen“ Furor auf den Leim gehen, legt er natürlich immer weiter nach. Natürlich ist für ihn und seine Antifa-Freunde auch der Haldenwang-VS „rechts“, aber solange alle seinen Thesen folgen, ist ihm das gleich.

      Würde mich nicht wundern, wenn er nun ebenfalls Herrn Kralls Vita durchforstet und auf den Antifa-Photographen-Bildchen seiner Freunde nachschaut, ob Herr Krall mal vor 10 Jahren auf irgendeiner Demo oder Veranstaltung war, auf der auch Person X bekannt mit Person Y war. Möglicherweise hat Herr Krall auch dieselbe Hochschule besucht, auf der auch Person Z war. Sogleich ergeben sich dann auch schon „Bezüge“ und die antifaschistische Beweislast verdichtet sich.

      Diese „produktiven Tätigkeiten“ gehen so lange weiter, wie es üppige steuerfinanzierte Töpfe für linksradikale Vereine und Stiftungen ebenso gibt, wie entsprechende Abnehmer.

      • Markus Krall hat als Freiburger Student noch sein Vorbild, Friedrich August von Hayek, live miterlebt. Er ist nicht nur geistig ein Schüler Hayeks. Heute, 30 Jahre später, würden die Vorlesungen Hayeks durch die Antifa bedroht werden. Freiburg ist zu einer besetzten Uni geworden, die sich totalitären Extremisten unterworfen und letztlich ihre Würde verloren hat.

        Persönlich hege ich für die Ideen Kralls große Sympathien, sehe aber ein erhebliches Umsetzungsproblem. Als reines Gedankenexperiment führt es aber zu wesentlichen Schlussfolgerungen und liefert wichtige Denkanstöße. Richtig ist die Zahl der Subventionsempfänger zu reduzieren und die Menschen in eine Lage zu versetzen, die ein besseres Leben ohne staatliche Subventionierung gestattet.

        @Andreas Kemper
        Markus Kralls große Krise steht uns möglicherweise näher, als es uns allen lieb ist. Das Coronavirus hat jedenfalls jederzeit das Potenzial dazu, eine riesengroße Rezession auszulösen, die jene der Finanzkrise locker in den Schatten stellt.

        Auch wenn sich Kralls Träume einer bürgerlichen, demokratischen Revolution kaum verwirklichen werden, können Sie kaum glücklich sein. Denn eines ist sicher: Wenn die Arbeitslosigkeit in Deutschland ansteigt und das wird sie (und tut sie in den industriellen Zentren Süddeutschlands längst), denn langsam gehen mir mehr und mehr die Argumente dagegen aus, dann wird in Deutschland nicht mehr über Klima und Flüchtlinge gesprochen werden. Dann wird der Ökosozialismus oder auch der beinharte Stalinismus der Linken-Konferenz schnell an Zuspruch verlieren.

    • Seit wann sind Kommunisten für Humor bekannt?
      Krall liegt mit seiner Vorstellung falsch. Aber eine private Vortragstour über die Lande ist etwas anderes als die offene Verfassungsfeindlichkeit, die die Linke, Grüne, SPD und Teile der CDU mitterweile im Parlament an den Tag legen.
      Dort wollen sie über die Zwangseinführung einer Frauenquote das freie und gleiche Wahlrecht aushebeln. Sie sind sogar schon offen dabei. Vollgas zurück in den Ständestaat.
      Ohne jede Ironie.

      • Meist stimmen wir nicht überein, doch diesen Kommentar finde ich sehr gut. Es würde mich tatsächlich interessieren, ob Herr Kemper jede Einschränkung des allgemeinen Wahlrechts gleichermaßen ablehnt oder nur einige schlimmer findet als Massenerschießungen und Zwangsarbeit, andere jedoch als sozialen Fortschritt begrüßt.

      • Zunächst einmal wirbt Krall für den Aufbau einer Bewegung, die in den Wirrungen des von ihm prognostizierten „Crash“ eine Revolution durchführen wird. Für mich hört sich das nicht nach einem parlamentarischen Weg an. Der Zusammenbruch des Wirtschaftssystem erlaubt eine Revolution der Gesellschaft. Da eine Abschaffung des Allgemeinen Wahlrechts verfassungsrechtlich gar nicht möglich ist, wird dies nur mit einer Revolution, also nicht im bisherigen parlamentarischen Rahmen stattfinden können.

        Kralls Szenario:
        „Crash“ => Revolutionäre Situation => Abschaffung des Allgemeinen Wahlrechts

        Für dieses Szenario wirbt er derzeit in AfD-Veranstaltungen (ich habe zwischen Januar und März 6 AfD-Veranstaltungen gezählt).

        Zu den „Massenerschießungen und Zwangsarbeit“: Die Rednerin hat gegen dubiose Vorstellungen einer Revolution polemisiert.

        Wir haben es hier also einerseits um eine explizite Forderung nach einer Revolution mit dem verfassungsfeindlichen Ziel der Abschaffung des Allgemeinen Wahlrechts zu tun und andererseits mit einer Polemik gegen antiquierte Revolutionsvorstellungen.

      • Die deutsche Sprache hält bereits grammatikalisch andere Formen bereit, wenn man Reiche nicht erschießen oder zu Zwangsarbeit heranziehen, sondern dies als irreal und unsinnig darstellen möchte.

        Herr Krall möchte hingegen keine blutige Revolution. Dass er das Grundgesetz ablehnt, halte ich allerdings für einen schweren Fehler, denn es wird nichts Besseres nachkommen und für Gewalt sorgen schon andere, wenn man ihnen nur die Gelegenheit gibt.

      • Ramelow macht bei seinem demokratiefeindlichen Wahlungleichheitsgesetz bereits einen vorläufigen Rückzieher. Weil er weiß, daß er bei einer Einbringung in den Landtag die bürgerliche Mehrheit zum gemeinsamen Widerstand zwingen würde. Kommunisten mögen zwar die größten Verbrechen im 20. Jahrhundert gegen die Bürgerlichen verübt haben, aber sie sind lernfähig.

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-bodo-ramelow-kuscht-vor-afd-und-fdp-a-a0a9aa88-f79e-4690-89bf-c094dac973d1

      • Ist das Paritégesetz nicht schon beschlossen? Wie will er das stoppen?

      • Wie genau er das machen will, weiß ich nicht, Vermutlich über einen Landtagsbeschluß mit der CDU zusammen.
        Aber die bürgerliche Mehrheit im Thüringer Landtag könnte zu jedem Zeitpunkt natürlich auch gleich die ganze Aufhebung des Gesetzes beschließen. Und davor fürchtet sich Ramelow, weil damit ein Präzedenzfall für die Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD geschaffen wäre.

      • CDU und FDP wurden doch völlig verängstigt und werden sich nicht mehr trauen, auch nur möglicherweise mit der AfD zu stimmen, selbst wenn das sinnvoll ist. Richtig wäre es natürlich, stets für seine Überzeugungen einzustehen, ganz unabhängig von anderen Parteien wie der AfD oder Die Linke.

        Herr Ramelow fürchtet weniger eine Aufhebung des Gesetzes, da sie erstens unwahrscheinlich ist und zweitens gegen die aufhebenden Parteien verwendet werden könnte, sondern vor allem die gerichtliche Aufhebung des offensichtlich verfassungswidrigen Gesetzes. Das wäre nicht nur peinlich für ihn, sondern könnte ihn nach Neuwahlen schon wieder das Amt kosten.

        Nun bitte unter ‚Ramelow will eigenes Paritätsgesetz aussetzen‘ weiterdiskutieren.

  4. Hoffentlich erscheinen noch rechtzeitig zur Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen morgen dazu Leserbriefe in diesem Sinne in Tageszeitungen…

  5. Deutschland aktuell :

    Totale Konfusion bei der CDU, Gewaltfantasie bei „Die Linke“ mit Rückkehr in Gulag Zeiten.

    Deutschland im Scherbenhaufen. Wir – Bürger/innen frustriert.

  6. Pingback: Sozialist wird durch CDU wieder Thüringens Ministerpräsident | Alexander Dilger

  7. Pingback: Grüne wollen mit Linke und Linksextremistin koalieren | Alexander Dilger

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