Sinn Féin bei irischer Parlamentswahl erfolgreich

Auch in anderen Ländern ist Demokratie nicht immer einfach. In der Republik Irland hat Sinn Féin bei den Wahlen zum Parlament (Dáil Éireann) letzten Samstag einen Überraschungserfolg errungen und ist zur zweitstärksten Partei aufgestiegen, einen Sitz hinter Fianna Fáil, die bislang die Regierung von Fine Gael unterstützte, welche ihrerseits vom ersten auf den dritten Platz zurückfiel. Die „Sinn-Fein-Chefin will irische Premierministerin werden“. Wo ist das Problem?

Sinn Féin war der politische Arm der Provisional Irish Republican Army (IRA) und hat deren Terror in Nordirland gerechtfertigt, wo die Partei ebenfalls aktiv war und ist. Heute gibt sie sich als linke Partei, die mangels Regierungsbeteiligung für aktuelle Probleme etwa im Gesundheitswesen oder in Form von Wohnungsnot und Obdachlosigkeit nicht verantwortlich gemacht werden kann. Das erinnert an Die Linke in Deutschland, die auch eine schmutzige Vergangenheit hat und sich jetzt mit sozialen Wohltaten profilieren will. Sinn Féin ist allerdings zugleich eine nationalistische Partei, deren wichtigstes Ziel die Vereinigung Irlands ist.

Sinn Féin wurde übrigens schon 1905 gegründet mit dem Ziel der irischen Unabhängigkeit von Großbritannien und der britischen Krone, wofür sie schon damals auf Gewalt setzte und sowohl den irischen Unabhängigkeitskrieg als auch den nachfolgenden Irischen Bürgerkrieg auslöste. Fianna Fáil und Fine Gael waren damals jeweils Abspaltungen von Gemäßigten, die danach bis zum letzten Wochenende viel erfolgreicher waren und das bettelarme Irland zu Wohlstand führten. Doch das Gedächtnis der Wähler ist kurz, insbesondere wenn sie zu jung für eigenes Erleben schlimmen Verhaltens sind. Zugleich ist das systematische Ausgrenzen einer populären Partei in einer Demokratie auf Dauer schwierig bis unmöglich.

12 Gedanken zu „Sinn Féin bei irischer Parlamentswahl erfolgreich

  1. Die ganzen Sezessions/ Autonomie-Bewegungen in Europa sind angesichts der heutigen Bedrohungen und herbeigeführten Realitäten anachronistische Überbleibsel einer längst vergangenen Zeit.

    Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass einige dieser aktuell übrig gebliebenen Autonomie-Bewegungen, wie etwa in Katalonien oder hier in Irland, überwiegend eine linke und multikulturelle Schlagseite eingenommen haben und sich mit den eigentlichen Problemen und Bedrohungen längst arrangiert zu haben scheinen. Aber eine Autonomie von Kataloien oder Irland ist nicht mehr viel wert, wenn Nation und Kultur von Einwanderern aus aller Herren Ländern dominiert werden und der ursprüngliche eigene Charakter nicht mehr wiederzuerkennen ist.

    Aus diesem Grund muss man diese Leute mit ihrer Scheinheiligkeit und dem mangelnden Aktualitätsbezug immer wieder konfrontieren und die gutgläubigen Wähler hierüber aufklären. Ein einheimischer Engländer ist einem Iren wesentlich näher, als ein nicht assimilierter Migrant aus einem Drittweltland.

    Bezeichnend auch, dass Autonomie-Bestrebungen sogar mit einer gewalttätigenden Vergangenheit vom links-globalistischen Establishment wohlwollend begleitet werden, wenn sie nur die gleiche nationszersetzende Agenda haben, wodurch die autonomiebestrebungen langfristig sowieso überflüssig werden.

    Im Falle Katalonien hatten viele Patrioten Europas, egal ob Salvini, oder die AfD in Deutschland, sicch aus mangelndem Hintergrundwissen, auch Dank der hiesigen Medien, zunächst wohlwollend über die dortigen Autonomie-Bestrebungen geäußert. Nun, da wie im Falle Irlands der wahre zersetzende ahistorische Charakter offensichtlich ist, wird sich selbstverständlich auf die Seiten von VOX, den wahren Patioten Spaniens und des christlichen Abendlandes gestellt.

    Wenn noch igendetwas des ursprünglichen Europas gerettet werden soll, dann müssen die Patrioten Europas hinsichtlich dem Kampf gegen das Establishment und der Bekämpfung der irreparablen Symptome wie Masseneinwanderung, Islamisierung, Geburtenrückgang und EU-Superstaat eines kränkelnden und taumelnden Kontinents an einem Starng ziehen. Die Fehden der Vergangenheit sind Geschichte, wenn ganz Europa durch die Feinde im Inneren und Äußeren ein für alle mal sturmreif geschossen wird.

    • Was haben Sie eigentlich gegen Nationalstaaten? Nach Ihrer Logik sollte sich die EU zur Festung zusammenschließen und sind die Briten böse Spalter, die lieber weltoffen als abschottend sein wollen.

      • Wie Sie aus meinen früheren Kommentaren wissen müssten, habe ich nichts gegen Nationalstaaten und spreche mich sogar explizit für deren Erhaltung anstelle eines EU-Superstaates aus. Nur wenn dies wie im Falle Kataloniens, oder auch im Falle Sinn Feins mit ihrer links-multikulturellen Agenda ein heuchlerisches und unechtes Bekenntnis ist, dann spreche ich es diesen Leuten auch ab Hüter der Vielfältigkeit der Europäischen Nationen zu sein.

      • Geschichtlich ist Sinn Féin vor allem nationalistisch, die linksradikale Ausrichtung kam erst später dazu und wäre wohl immer noch sekundär, wenn es zum Schwur kommt.

    • @Patriot
      „Aber eine Autonomie von Kataloien oder Irland ist nicht mehr viel wert, wenn Nation und Kultur von Einwanderern aus aller Herren Ländern dominiert werden und der ursprüngliche eigene Charakter nicht mehr wiederzuerkennen ist.“

      Was veranlasst Sie zu der (m.E. völlig unsubstantiierten) Annahme, dass Kataloniens und Irlands „Nation und Kultur von Einwanderern aus aller Herren Ländern dominiert werden und der ursprüngliche eigene Charakter nicht mehr wiederzuerkennen ist.“ ?

      Wie oft halten Sie sich in diesen Ländern auf, dass Sie das beurteilen können?

      • Unsubstantiiert?
        In Irland vielleicht, aber auf Katalonien gibt es massive orientalische Einflußnahme, teils sogar von den Katalanen (anfangs) gewollt, siehe hier:

        https://www.mena-watch.com/kalifat-katalonien/

        https://www.deutschlandfunk.de/salafisten-hochburg-kataloniens-verlorene-soehne.795.de.html?dram:article_id=393959

        https://de.wikipedia.org/wiki/Qatar_Foundation

        https://www.welt.de/sport/fussball/internationale-ligen/article136873401/Kommt-es-zum-Bruch-zwischen-Barcelona-und-Katar.html

        Es kam schon vor, daß im Fußballstadtion von Barcelona Transparente entrollt wurden mit der Aufschrift „Katar is not Barcelona“.

        Die haben sich da ein schönes Islamistennest in die Bude gesetzt 😉

      • Niemand bestreitet, dass es besonders in Barcelona Probleme mit unzähligen kriminellen Afrikanern und Muslimen gibt, die gewaltigen sozialen Sprengstoff in sich bergen. Aber die diesbezügliche Situation Barcelonas lässt sich besser mit der anderer großer Zentren in Europa, insbesondere mit Hafenstädten wie Marseille oder dem Süden Italiens vergleichen, als sie ein besonderer Ausdruck der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung wäre.

        Der angeblich bestehende direkte Zusammenhang zur katalanischen Unabhängigkeit ist von dubiosen „islamkritischen“ Quellen herbeikonstruiert. Gerade in Andalusien, das von 711 bis 1492 von den Mauren, also tatsächlich arabisch / muslimisch bestzt war, und von wo später besonders viele der spanischen Binnenmigranten nach Katalonien migriert sind, ist der Islam auch so eng mit der Geschichte Spaniens verbunden.

      • Es ist aus naheliegenden Gründen nicht ganz einfach in den Mainstreammedien hierzu entsprechend fündig zu werden. Über die Jahre habe ich allerdings auch durch die Berichterstattung in den Alternativen Medien zumindest hinsichtlich des Beispiels Katalonien ein deutlich klareres Bild gewonnen.

        In Irland sind die Probleme hinsichtlich Masseneinwanderung, Islamisierung und Geburtenmangel zwar noch eindeutig niedriger, als in anderen europäischen Ländern oder auch konkret Katalonien, jedoch ist auch hier derselbe Trend vorhanden.

        In Katalonien sind die Probleme jedoch evident, ebenso wie die Vereinnahmung der Autonomie-Bestrebungen durch Linksradikale und Multikulti-Befürworter sowie islamische Verbände und Organisationen:

        https://philosophia-perennis.com/2017/08/23/blutbad-von-barcelona/

        „Katalonien hat nicht nur den höchsten muslimischen Bevölkerungsanteil in Spanien, es ist auch eine der die islamisiertesten Gegenden des Landes.
        Von den 7.5 Millionen Katalonen sind 510.000 Korangläubige, 7 Prozent der Bevölkerung. In manchen Städten beträgt ihr Anteil mittlerweile mehr als 40 Prozent.
        In seinem Buch „Jihadism: The Radical Islamic Threat to Catalonia,“ kommt der katalanische Terrorismus-Experte Jofre Montoto zu dem Schluss, dass
        „10 Prozent der Muslime in Katalanien Extremisten sind, die in an die Lehre des Dschihad glauben.“ “

        „Im Bemühen den katalonischen Nationalismus und die Sprache zu fördern, haben katalonische Unabhängigkeits-Parteien 30 Jahre lang ganz bewusst die Einwanderung von arabisch-sprechenden Muslimen gefördert, in der Hoffnung, dass diese schneller Katalanisch als Spanisch sprechen würden.
        Ein zweiter Hintergedanke dieser Parteien war, mit Hilfe dieser massiven muslimischen Einwanderung eine schnellere Unabhängigkeit erreichen zu können.
        In den letzten Jahren sind mehr als 10.000 der Unabhängigkeitsbewegung nahestehenden Katalanen zum Islam übergetreten.
        Man geht davon aus, dass zwei von zehn radikalen Katalanen die den Republikanischen Linken Kataloniens (ERC) angehören, zum Islam konvertiert sind. Die ERC, die gegenwärtig Katalonien regiert, hat es vehement abgelehnt mit der Regierung in Madrid ein Abkommen im Kampf gegen den dschihadistischen Terrorismus zu schließen.“

        https://www.deutschlandfunk.de/salafisten-hochburg-kataloniens-verlorene-soehne.795.de.html?dram:article_id=393959

        „Salafisten-Hochburg Kataloniens verlorene Söhne“

        „Dass die Region im Visier des IS liegt, ist kein Zufall. Katalonien gilt als Hochburg des Salafismus in Europa.“

        https://www.heise.de/tp/features/Katalonien-Erstmals-mehr-als-50-fuer-die-Unabhaengigkeitsparteien-4433126.html

        „Deshalb lag die Unabhängigkeitsbewegung erstmals über 50% der Stimmen, obwohl bei diesen Wahlen die linksradikale CUP nicht antrat, die sich besonders für die Unabhängigkeit einsetzt. Einige ihrer Wähler, wie Telepolis erfahren konnte, wählten lieber Puigdemot als ERC. „Erstmals habe ich keine klar linke Partei gewählt“, erklärte zum Beispiel eine Anarchistin,…“

        https://www.neues-deutschland.de/artikel/1067779.unabhaengigkeitsstreit-katalonien-katalanische-linke-ruft-zu-zivilem-ungehorsam-auf.html

        „In Katalonien hat die Linkspartei CUP für den Fall der von Madrid angekündigten Zwangsmaßnahmen eine »massive Kampagne des zivilen Ungehorsams« angekündigt. Den Vorstoß der Zentralregierung zur Aktivierung des Artikels 155 der spanischen Verfassung bezeichnete die Partei am Montag in einer Erklärung als »größte Aggression« gegen Katalonien seit der Diktatur von Francisco Franco zwischen 1939 und 1975.“

        Zusammengefasst konkret zu Katalonien: Die Unabhängigkeitsbefürworter kooperieren seit Jahrzehnten mit (islamischen) Einwanderer-Communities, locken sogar extra viele Einwanderer nach Katalonien, um diese für ihre Unabhängigkeits-Agenda gegen das verhasste Madrid zu instrumentalisieren. Außerdem sind unter den Unabhängigkeitsbefürwortern auch Linksradikale und Autonome, die hier eine Chance sehen gegen das verhasste christlich-traditionelle Spanien mit einer revolutionären One-World-Agenda zu opponieren. Radikale Muslime hegen den gleichen Hass aus historischen Gründen wegen der Reconquista.

        Habe nachgezählt, es sind 486 Wörter, auch wenn es mehr aussieht.

      • Die Argumentation ließe sich doch durchaus umdrehen: Weil den Katalanen die Selbstbestimmung verweigert wird, sind sie ganz verzweifelt und suchen sich auch falsche Freunde.

      • @Patriot
        „Einige ihrer Wähler, wie Telepolis erfahren konnte, wählten lieber Puigdemot als ERC.“

        Ich habe den Eindruck, dass Sie da einige Dinge durcheinander werfen.

        Carles Puigdemont (nicht Puigdemot) ist gewiss kein Linker.
        Aber er ist die Ikone der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.
        Auch wäre Katalonien von einem politischen Linksdrall verschont geblieben, wenn sich nicht – v.a. bedingt durch die Industriealisierung – so viele Einwanderer aus deutlich ärmeren Regionen Spaniens (v.a. aus dem Süden, insbesondere aus Andalusien und der bettelarmen Extremadura) in Katalonien angesiedelt hätten. Diese Ansiedlung hat aber im Wesentlichen unter dem Klerikalfaschisten Franco stattgefunden, den sie getrost mit seinen nationalsozialistischen (Zeit-)Genossen und Brüdern im Geiste, Adolf Hitler und Benito Mussolini in einem Atemzug nennen können. MIt Islamisierung hat das alles überhaupt nichts zu tun.

  2. Irlands wirtschaftlicher Aufschwung ist wirklich bemerkenswert und widerlegt auch solche, die Völkern (oder sonstigen Gemeinschaften), die wenig leistungsfähig erscheinen, für immer und ewig Leistungsfähigkeit unbedingt absprechen.

  3. Keine Kopftücher geschweige Burkas gesehen bei Rundreise durch ganz Irland.
    Dr. Varadkar ist gestandener Arzt und Sohn eines chirurgischen Chefarztes in Indien.
    Trinity von Leon Uris empfehle ich zur Lektüre über die Nordirlandproblematik.

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