Um Mitternacht verlässt UK formal die EU

Heute ist das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland den letzten Tag in der EU. Um Mitternacht (bzw. 23 Uhr britischer Zeit) wird der Brexit formal vollzogen. Die ‚Briten stimm[t]en für Brexit‘ im Sommer 2016, worüber Regierungen stürzten. Erst die zweite Unterhauswahl seither im letzten Dezember, die eine Art zweites Referendum über den Brexit darstellte, brachte Klarheit (siehe ‚Tories gewinnen und EU verliert UK‘), zumindest in formaler Hinsicht. Der ‚Brexit-Deal g[ing] jetzt locker durch‘ und das ‚Unterhaus stimmt[e] abschließend für den Brexit‘ vor drei Wochen. Vorgestern stimmte schließlich noch das EU-Parlament mit großer Mehrheit für ‚Johnsons Brexit-Deal mit der EU‘.

Faktisch ändert sich dadurch morgen wenig. Das Vereinigte Königreich ist nicht mehr in der EU und auch nicht mehr in deren Institutionen vertreten, aber bis Jahresende gelten fast alle Regelungen fort und bleiben die Grenzen für Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital offen. Was danach passiert, soll noch verhandelt und in einem neuen Abkommen fixiert werden. Der britische Premierminister Boris Johnson will das unbedingt in den nächsten elf Monaten schaffen, was aber (nahezu) ausgeschlossen ist, so dass es dann wieder Sondersitzungen und vermutlich Verlängerungsvereinbarungen geben wird. Der Brexit wird jetzt vollzogen, aber wie er sich am Ende tatsächlich darstellt, ist weiterhin offen.

34 Gedanken zu „Um Mitternacht verlässt UK formal die EU

  1. Ein trauriger Tag. Die Konflikte mit den Schotten stehen den Engländern noch bevor. Die EU-Gegner haben den großen friedenspolitischen Gedanken der EU, an dem seit 1945 gearbeitet wurde, immer ausgeblendet.

    • Die EU hat sich aber auch zu weit von ihren Wurzeln entfernt. Sie will kein Staatenbund und kein Europa der Vaterländer mehr sein, sondern ein Bundesstaat mit zunehmenden Zentralisierungstendenzen ohne hinreichende demokratische Legitimation. Nun sind die ältesten und verlässlichsten Demokratien alle außerhalb der EU, was kaum einem EU-Fan zu denken gibt oder sogar zu dem falschen Schluss führt, man brauche noch weniger statt mehr Demokratie.

      • ……….ja, das wollten wir immer, ein Europa der Vater/Mutterländer. So wie es später De Gaulle und Adenauer proklamiert , vorgelebt haben. Mit all den kleinen, vielen nationalen Eigenheiten, eigener Kultur – gerade die – und mit sehr Herzblut und Freundschaft. So wurden alle Bewohner/innen begeistert, geradezu mitgerissen. Wir bekamen ein EU blutleeres Monster in Brüssel, überbordend im Personal, protzend mit gläsernen Palästen und sehr viel Pomp. Glühbirnen , Gurken, Tomaten, Kindergeld für Gastarbeiter, Konglomerate von Verordnungen, Gebote, das ist die EU von Heute.

        Wir wollen all das nicht ! Sind freie, gestandene , selbstbestimmte Bürger/innen . Uns braucht man nicht mehr zu pampern ! Wir sind die Souveränen !

      • Das mit Adenauer stimmt nicht. Er war schon in den 1920er in Vereinigungen,welche sich die Errichtung der Vereinigten Staaten von Europa auf die Fahnen schrieben. Das glatte Gegenteil also vom Europa der Vaterländer. De Gaulle war in dieser Hinsicht eher mit Ludwig Erhard einer Meinung. Auch wenn De Gaulle das wohl eher als eine französische Hegemonie gedacht hatte. Als Erhard Kanzler wurde war es jedoch schon zu spät für einen deutsch-französischen bzw wohl eher französisch-deutschen Alleingang. Da war Deutschland längst von England und den USA entsprechend vertraglich eingebunden worden. Vor allem militärisch durch die Nato. Auch wirtschaftlich durch die EG.

      • Die NATO ist doch eine völlig andere Organisation und die EG war eindeutig ein Staatenbund, während die EU versucht, ein Bundesstaat zu werden, selbst wenn die Bürger, werden sie überhaupt einmal gefragt, dagegen votieren wie bei der geplanten Verfassung.

      • Die Nato bedeutet den Abtritt der nationalen Wehrhoheit. Die atlantische Krake kann seither in alles einsehen und eingreifen. Von der Geostrategie bis zur letzten Schraube im Panzermontagewerk. Die EG war der Vorläufer der EU. Weniger die wirtschaftlichen Belange als viel mehr die „idellen“ spielten dabei eine Rolle. Als Vorbereitung auf die vereinigten Staaten von Europa. Das fiel ja soagr dem Schnitzler unangenehm auf, wie dieser „europäische Geist“ jedes Nationalgefühl in der BRD aufzufressen begann. Das der die Denationalisierung Deutschlands als ein Problem begriff, hat mich wirklich sehr überrascht. Es handelt sich um die Folge vom 02.01.1962 – „Gedanken zur Jahreswende“

      • Deutschland kann sich im Zeitalter der Atomwaffen unmöglich allein verteidigen und mit der gegenwärtigen Bundeswehr überhaupt gar nicht. Da muss man sich schon entscheiden, ob man mit den USA verbündet bleiben will, allein auf die EU setzt oder die Oberherrschaft von Herrn Putin lieber hätte.

      • Nachträgliche Bemerkung:

        Anscheinend waren in der DDR nicht nur der Reisefreiheit oder Wahlfreiheit, sondern auch der Verblödung Grenzen gesetzt worden.

      • @Alexander Dilger

        Gegen wen sollte sich denn Deutschland in einem Atomkrieg verteidigen (können) müssen? Was ist Russland an einen verstrahlten und zerstörten Deutschland gelegen? Um deren Rohstoffförderung als Absatzmarkt zu dienen, muss die deutsche Industrie schon intakt bleiben. Wäre hier kein US-Militär präsent, vor allem keine Atomraketen, und wären wir nicht in der Nato was uns zum Beistand verpflichtet, dann wären wir doch überhaupt keine Zielscheibe für russische Atomraketen. Ganz einfach weil ein Krieg USA-Russland nicht automatisch einen Krieg Deutschland-Russland entsprechen würde. Wer kommt noch auf Ihre Feindesliste? Der Iran? Nordkorea? Wo bestehen denn zwischen uns und diesen Ländern wirkliche Interessenskonflikte, welche wir vor lauter Dummheit nicht ständig im Schlepptau der Amerikaner als Supporter ihres Imperialismus selber produzieren? Oder sind Sie Herr Dilger, gar ähnlich wie ein Herr Gauland von der AfD ernsthaft der Meinung, Deutschland müsse zb Israel im Kriegsfall bis zum letzten Blutstropfen verteidigen, dafür eventuell sogar einen Atomschlag durch dessen Feinde einkassieren? Das halte ich für Wahnsinn. Selbst jemanden der nicht zu meiner politischen Ecke gehör, sollte doch nicht zwangsläufig israelische mit deutschen Interessen verwechseln müssen. in meinen Augen hat das Überleben des deutschen Volkes Vorrang. Und wenn der Herr Gaulnad meint, aus welcher Art geistigen Umnachtung auch immer heraus entschieden, dieses Prinzip im Falle Israels auf Kosten der deutschen Bevölkerungauf die israelische umlegen zu müssen, dann gehört er als Regierungschef in spe sicherlich auf die Regierungsbank in die Knesset nach Tel Aviv. Jedoch keinesfalls auf die des deutschen Bundestages in Berlin. Dieser Zionist ist bei mir unten durch!

        Der beste Weg für Deutschland, in einer Realität von Atommächten zu überleben, ist es sich aus deren Konflikten ganz grundsätzlich herauszuhalten. Geostrategisch wären wir nicht mal in der Lage das kleine Nordkorea zu besetzen. Militärisch wären wir diesem RIESENzwerg sowieso nicht gewachsen. Was haben wir also davon, uns den Amis wegen mit solchen Ländern anzulegen, außer das Risiko der radioaktiven Vernichtung zu tragen? Welchen Grund gäbe es die Schweiz mit Atomwaffen plattzuwalzen oder überhaupt militärisch anzugreifen? Keinen! Die gehen kein riskantes Bündnis ein welches Bedrohungslagen überhaupt erst produziert und dulden auch keine fremden Massenvernichtungswaffen auf ihren Boden, die ja wie Magneten für Atomschläge anderer Mächte fungieren, selbst wenn man an deren Konflikten zunächst noch gar nicht mal beteiligt ist. Und selbst bei einen konventionellen Krieg, würden wir die Hauptlast des Krieges tragen. Hier würde doch die russische Dampfwaltze gestoppt werden von den Franzosen, Briten und Amerikanern, welche sich natürlich freuen, dass die härtesten Abwehrschlachten sich in deutschen Städten und Provinzen abspielen, wenn sich die Panzermassen gegenseitig aufs Horn nehmen.

      • Warum sollte Russland ein wehrloses Deutschland mit Atomrakten angreifen, statt es einfach zu besetzen? Immerhin hat es das mit der DDR jahrzehntelang getan.

        Deutschland könnte Israel gar nicht verteidigen. Aber dass Sie es am liebsten gemeinsam mit Arabern und Persern vernichten würden, glaube ich Ihnen sofort.

      • Warum sollte Russland ein friedliches Deutschland, das sich vorrangig um eigene Probleme kümmert und ansonsten auch unabhängig von der Tageslaune ind Washington gerne Handel mit Russland treibt, überhaupt angreifen und besetzen wollen? Was hätten die Russen denn davon? Womit die Russen ein Problem haben, ist es wenn Deutschland zusammen mit anderen Irren in Europa sofort amerikanische Probleme mit Russland zu eigenen Sache erklärt.

      • Warum hat die Sowjetunion die DDR über Jahrzehnte besetzt? Glauben Sie ernsthaft, die stolzen DDR-Bürger hatten das leichtere Schicksal gegenüber den armen BRDlern, die von den USA nur ausgebeutet wurden?

      • Nachtrag:

        Wenn es zum Kriegsausbruch zwischen der Nato und Russland kommen sollte, dann wäre es mir persönlich wirklich lieber die Russen würden in Ermangelung an Atomraketen auf deutschen Boden Deutschland einfach nur besetzen, anstatt zu verstrahlen. Aber wenn wir aus der Nato rauswären, hätte sich auch dieses Problem erledigt.

      • Wenn es zum Ernstfall kommt, ist „lieber rot als tot“ nicht so abwegig. Aber um den Ernstfall zu vermeiden, muss man verteidigungsbereit sein und nicht gleich mutlos aufgeben. Die Abschreckung funktioniert sogar viel besser, wenn die USA diese für uns übernehmen.

      • Aber warum sind Sie sich so sicher, dass von Russland eine territoiale Bedrohung für uns ausgehen könnte? Bauchgefühl? Ich glaube die fürchten viel eher, dass Polen bzw die USA in der Ostsee NorthStream 2 zerstören und keine Deviesen mehr von uns nach Moskau gehen.

  2. Die wunderbare Abschiedsrede von Nigel Farage im EU-Parlament:

    Knallhart, aber ein echter Gentleman mit Charme und Humor. Wenn wir in der AfD solche selbstlosen Köpfe hätten, wären wir bedeutend weiter…

    • „Wenn wir in der AfD solche selbstlosen Köpfe hätten, wären wir bedeutend weiter…“

      Der Brexit ist für Nigel Farage ohne Zweifel ein riesiger Erfolg, der natürlich auch mit ihm zu tun hat. Nur man muss dazu auch einiges ergänzen. Erstens hat Nigel Farage hier buchstäblich Jahrzehnte „Wühlarbeit“ in dieser Angelegenheit geleistet, zum anderen war es natürlich immer auch zusätzlich ein Proxy-Thema. Denn hinter dem Wunsch nach wieder mehr Souveränität und Eigenständigkeit lag bei den meisten Brexit-Befürwortern immer auch die Hoffnung auf eine verstärkte Kontrolle und Regulierung der Einwanderung, gerade aus wenig kompatiblen kulturfremden Drittweltländern. Da es in der englischen Mehrheitswahlrechts-Politik und der linksliberal ängstlichen Kultur der Schweigespirale und des Wegguckens bei tabuisierten Themen (Stichwort Telford, Rotherham, etc.) hier kaum Alternativen gab um seinem Ärgerüber das Establishment Luft zu machen, bot sich hier ein herrvorragendes Proxy- bzw. Türöffnerthema an. Ähnlich, wie 2013 bei uns die Eurokritik.

      Und hier ist eben der springende Punkt. Von alleine werden sich auch bei dem erfolgreichen Brexit die immer größeren und verheerenderen Probleme kulturfremder Masseneinwanderung und Ersetzungsmigration nicht lösen. Dafür sind alleine die „heimischen“ Parallel- und Gegengesellschaften schon zu groß. Besonders konfliktreich sind hier die muslimischen Communities aus Pakistan und Bangladesch, die anders als bei uns die Türken oder Balkanmuslime uns Europäern kulturell noch weiter entfernt sind. Anders als in Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien oder vielen anderen europäischen Ländern gibt es in England keine wirkliche politische geschweige denn relevante Kraft, die diese wichtigen Themen anspricht. Eingeschränkt und vorsichtig wurde dies noch bei UKIP gemacht, aber Nigel Farage hatte nur sein Brexit-Thema auf der Agenda und verließ bei zaghaften Versuchen sich hier bei kontinentalen Rechts-Parteien anzunähern und thematisch aufzuschließen die Partei. Seine neue Brexit-Partei war dann wie der Name schon sagt eine Ein-Themenpartei und von der Aufmachung her sogar extra etwas auf Multikulti aufgezogen. Von EInwanderungs- und Islamisierungskritik keine Spur.

      Die Linken und Grünen würden jetzt nach dem ersten großen Erfolg nachlegen und weitere Pflöcke des Terraingewinns in den Boden schlagen. In Sachen Heimatrettung müsste nun nachgelegt werden und Farage müsste seine große Bekanntheit und Beliebtheit dafür nutzen, um auch eigentlich mit dem Thema Souveränitätsgewinn zusammenhängende Thematiken wie Einwanderungskritik und Islamisierungskritik, zu niedrige Geburten, etc. in die öffentliche Debatte zu rücken. Dringend notwendig wäre es, denn die Probleme der Parallel- und Gegengeselschaften sind in England fast noch größer als hier. Aber kann und wird er es machen? Er muss dann auch riskieren, dass der politisch-mediale Mainstream ihm gegenüber noch unangenehmer sein wird. Für Englands Zukunft wäre es enorm wichtig. Die beiden Altparteien werden hier ohne Druck von außen jedenfalls nichts machen…

  3. Manchmal denkt man ja, dass sich in und an der Politik nichts grundlegend ändern lässt. Der Blick nach UK zeigt, dass es auch anders gehen kann. Wer hätte das vor einem Jahr bei der ewigen Eierei von Frau May noch erwartet?
    Die Zukunft ist wieder offener geworden, es gibt tatsächlich Alternativen.
    Welche Länder könnten folgen, reichere Noedländer wie Dänemark oder Finnland? Wäre der Austritt eines Visegrad Landes realistisch oder allein aus geopolitischen Gründen sehr unwahrscheinlich?

    • ….wie ausgeprägt ist der Wunsch bei den einzelnen Ländern noch die EU zu verlassen? Sicherlich sollte hart verhandelt werden, damit ein fairers Miteinander möglich wird….sich nur finanziel aus der Verantwortung stehlen ist zu billig….

      • Die EU sollte fair verhandeln, nicht hart. Sie wird aber UK nach dem Brexit keinen Erfolg gönnen, um nicht andere zur Nachahmung anzureizen. Aber echte Partner kann man nicht zwingen, sondern sie müssen freiwillig mitmachen. Gerade wenn die EU aus dem Brexit nichts lernt bzw. die falschen Lehren zieht, wird sie immer unattraktiver werden.

      • England war ein Nettozahle. Das sind die meisten anderen Länder nicht. Wolln wir wetten, dass es trotz allem getöse nicht zu einen polnischen oder ungarischen Austritt kommen wird? Da wären die ja schön blöde. Vor allem weil Deutschlands Stimme jetzt mehr Gewicht hat. Und Deutschland hat ja bekanntlich die Spendierhose an. „Wir“ geben doch gerne. Ich wette die von Polen geforderten 840Mrd an Reperationszahlungen werden früher oder späte rauch vertraglich geregelt werden. Der Schuldkult machts möglich.

    • Kurzfristig wird kein anderes EU-Mitglied gehen. Langfristig ist alles offen. Die EU müsste sich jetzt neu erfinden, aber man will weiter in dieselbe Richtung, als wäre nichts geschehen.

      • Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, sieht akute Gefahren für die gesamte Europäische Union. “Wenn der Brexit gefühlt ein Erfolg wird, dann ist er der Anfang vom Ende der EU”.

        Die UdSER wird nichts unversucht lassen, diesen Erfolg zu verhindern.

  4. GB hat die Souveränität über das eigene Land wiedererlangt.

    Mit allen möglich denkbaren Imponderabilien. Chancen für Prosperität sind unendlich viel größer als die von so vielen “ Experten “ beschworenen Risiken mit scheitern des Alleingangs.

    “ Experten “ wie Elmar Brik / CDU aus Bielefeld, selbst ernanntes Urgestein der EU haben GB geradezu in diese Entscheidung getrieben. Deutsche Männer / Frauen wie Brok die nur eines kannten und wollten , „Experten“ – von mir mit Plattidüde – “ am deutschen Wesen …. “ bedacht.

    Und sogen. EU Freizügigkeitsgesetz von 2005 brachte Fass zum überlaufen, einschl. der parallel laufenden Asylflutung.

    Wer je im wunderschönen Cornwall zum Besuch war , daneben liegendes Brighton besichtigte fühlte sich am Strand , Stadt eh nach Pakistan versetzt, Londoner haben wir in der Stadt selten gesehen, auch nicht in Restaurants weil geflüchtet / vertrieben von irre hohen Preisen, nicht realisierbar für normal arbeitende Briten.

    Es kann allgemein n u r besser werden für GB und unsere Industrie kann auf den solventen Kunden GB gar nicht verzichten !

    Meine Wenigkeit – deutscher Bürger – hat auch Nase voll von Finanzierung Europas, des gesamten Balkans einschl. Albanien, Ukraine die bereits verzweifelt mit der EU Flagge winken.

    Und jetzt finanzieren wir auch noch halb Afrika – Indien einfach so mit 1 Milliarde € für Elektro Busse ( ! ) – etc. Ist das noch normal ? Haben wir Recht auf Kritik an GB , an Johnson ?

    • Die Briten haben das demokratisch entschieden. Die letzte Unterhauswahl zeigt außerdem, dass das knappe Brexit-Referendum 2016 kein Versehen war. Ich wünschte, in Deutschland und der ganzen EU ginge es nur halb so demokratisch zu.

      • Johnson war schon in seiner Zeit als Korrespondent in Brüssel ein notorischer Verbreiter von fake News. Die ganze Brexit-Kampagne ist auf Lügen aufgebaut. Sie hat zwar ihr Ziel erreicht, wird aber auf Dauer verheerende Konsequenzen haben und ist auch nicht durch die berechtigte Kritik am Moloch Europa zu rechtfertigen. Die EU hat nach dem 2. Weltkrieg Frieden und Wohlstand gebracht. In historischen Dimensionen gedacht sind die 5 Jahrzehnte, in den wirklich an Europa gebaut wurde, wenig. Man hätte diesen Weg weitergehen die notwendigen Korrekturen an der Monsterbürokratie korrigieren anstatt vorzeitig ins Ungewisse auszubrechen.

    • „Wer je im wunderschönen Cornwall zum Besuch war , daneben liegendes Brighton besichtigte fühlte sich am Strand , Stadt eh nach Pakistan versetzt, Londoner haben wir in der Stadt selten gesehen, auch nicht in Restaurants weil geflüchtet / vertrieben von irre hohen Preisen, nicht realisierbar für normal arbeitende Briten.“

      Hier haben Sie eine wichtige Tatsache angesprochen, die ich selbst 2002 be meinem Englandbesuch bereits besonders in London schon gesehen habe. Es sah damals nämlich schon kaum nach einer englischen Stadt aus. Der Bevölkerungsaustausch ist heute wohl in vielen mittelgroßen englischen Industrie- und Arbeiterstädten bereits auf die Zielgerade eingebogen.

      Möchte nicht wissen, wie es heute aussieht, kann es mir aber denken. Genauso in vielen anderen englischen Städten. So sind dann auch die ganzen irrwitzigen Auswüchse wie in Telford, Rotherham und anderswo zu Tage getreten und jahrelang von einem Sumpf britischer Altparteien unter den Teppich gekehrt worden. Die Täter (meist pakistanischer Herkunft) ließ man aus Angst vor „Rassismus“ jahrelang bandenmäßig gewähren, die eigenen Opfer, weiße britische Unterschichtenmädchen, die tatsächlich rassistisch von den Tätern ausgewählt wurden, wurden übersehen und ignoriert.

  5. Nun hat das letzte britische Rettungsboot von der untergehenden Titanic EU abgelegt; auf dem Oberdeck rennen Macron und Von der Leyen umher und bieten Rückfahrkarten an. Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen.
    Jetzt müssen wir Deutschen den ClubMed durchfüttern. Hinzu kommen demnächst neben den Klimaflüchtlingen noch die Seuchenflüchtlinge aus Afrika mit zahlreichen Intensiv- und Beatmungsfällen.
    Die Beute aus dem Abgang Britanniens, Parlamentssitze und Funktionärsposten der EU werden dem ClubMed zugeschlagen. Deutschland geht leer aus.
    Britannien bleibt mit der leistungsfähigsten Armee Europas wenigstens der NATO erhalten.

  6. Was die letzte Rede von Farage im Europaparlament weiter oben angeht, hat man ihm während seiner Rede das Mikro abgedreht. Ich werde das nicht mehr vergessen. Auch das ist bezeichnend für die EU Obrigkeit.Das dicke Ende kommt aber noch. Die größte Sorge der EU ist ja, dass es den Briten irgendwann mal besser geht, als den EU Staaten. Dem entsprechend werden auch jetzt die weiteren Verhandlungen so gestaltet,dass dies nicht möglich wird. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis sich die EU wieder in eine Wirtschaftsgemeinschaft wandelt. Ich bin zuversichtlich.

  7. …..noch ein Kuriosum zu Brexit Kommentaren deutscher Politiker. NW ( Neue Westfälische ) vom 31. Januar 2020, Aufmacher 1. Seite

    ….Elmar Brok ( CDU ) : “ Das tut schon weh “ . Bedauert , beweint Austritt GBs aus der EU, dabei auf eigene Vergangenheit im Europäischen Parlament und an eine persönliche Demo 1975 in GB gemeinsam mit Margret Thatcher – für einen Verbleib GBs in der EU – erinnernd.

    Ausgerechnet Elmar Brok, d e r Briten – Politik Hasser Nr. 1 in Deutschland , u.a. vs. David Cameron Januar 2013 als es besp. um drastische Erhöhung EU Etats ging, bei Summe Haushalt 1,03 Billionen € !

    David Cameron gemeinsam mit Merkel (!) haben später Kompromiss ( 10 % Forderung wurde abgelehnt, ca. 2 % Zustimmung ) vereinbart.

    Elmar Brok Kompromiss vollmundig in allen Medien kommentierend „…..werden diese Zumutung nicht akzeptieren, Briten Rosinenpickerei … “ etc.

    In Verhandlungen bzgl. Brexit war Brok seit 2016 führend eingebunden, seine unnachgiebige harte Haltung vs. GBs bzgl. Thema „Freizügigkeit, Asylantenstatus “ etc. hat u.a. Fass für GB zum überlaufen gebracht und Brexit wurde beschlossen.

    Unglaublich wie Politiker aus Deutschland unwidersprochen in Medien Geschichte verdrehen, umkehren können.

    NW – Neue Westfälische – aus Bielefeld an vorderster Stelle u.a. mit Kommentaren in Jahren 2010 bis 2018 .

    NW bereits am 24. Januar 2013 ( ! ) unter “ Gute Reise “ . Wörtliches Zitat aus NW :

    “ ….. Briten als Volk der Krämer …….sind sie zwar längst nicht mehr , weil dort immer weniger produziert aber umso mehr g e d e a l t und g e z o ck t wird . Europa braucht Großbritannien weit weniger als die Briten Europa. Reisende aber soll man nicht aufhalten. Das nennt man eine wunderbare Isolation “ .

    Meine schriftliche Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen diesen unglaublichen Affront GBs bzw. seiner Bürger/innen im v.g. Kommentar – also nicht vs. Politiker – wurde kühl abgelehnt mit Hinweis “ …. im Rahmen Pressefreiheit etc. “

    Meine Wut u.a. weil Briten nach 1945 in selbstloser Art viele, sehr viele Deutsche Kinder in tiefer Not – besonders aus NRW und Berlin ( West ) – nach 1945 zur Erholung nach GB holten , sie dort vor Hungertod beschützend. Obwohl Briten bis ca. 1950 mit Lebensmittelkarten selbst in großer Not waren. Unvergessen die Großzügigkeit der Briten nach dem Überfall vom GröFaz und vielen Toten – nicht nur britische Soldaten – Bürger/innen, Zerstörungen.

    Elmar Brok als CDU Mann aus Bielefeld ist d e r bevorzugte Politiker in der NW. Auch die NW bedauert in diesen Tagen ( ! ) den Brexit. Meine emotionale Wut unglaublich groß .

    Freundschaft und Partnerschaft zu GB bleiben bestehen, Politiker kommen und gehen.

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