Gabriel will in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel soll Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank werden. Ist das „Eine Fehlentscheidung erster Güte“? Er selbst hat wohl nach einer solchen Aufgabe gesucht, sei es wegen des Geldes oder auch dem realen Einfluss, während er momentan nur unverbindlich das Weltgeschehen kommentiert (vergleichbar diesem Blog, wenngleich sein Publikum deutlich größer ist). Vom Bankgeschäft versteht er wenig, doch die Deutsche Bank hofft wohl auf seine politischen Kontakte (wenn sie ihn nicht für vergangene Gefälligkeiten belohnt). In der SPD hat er inzwischen mehr Feinde als Freunde, was durch dieses Mandat noch verstärkt wird, doch international könnte die Situation besser sein. Trotzdem bleibt die Symbolik, dass sowohl die SPD als auch die Deutsche Bank ihre besten Zeiten längst hinter sich haben. Wenn sie nicht dem Untergang geweiht sind, dann doch zumindest dem Niedergang. Damit hat Genosse Gabriel also Erfahrung, wobei er ihn im Falle der SPD zumindest verzögerte, wie man an seinen Nachfolgern sieht, die das nicht mehr tun.

9 Gedanken zu „Gabriel will in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank

  1. Was den früheren Volksschullehrer Gabriel dazu befähigt, Aufsichtsrat zu werden, bleibt das Geheimnis der (nicht mehr so) Deutschen Bank. Ich habe meine Spareinlagen dort schon vor Jahren aufgelöst, nachdem die Deutsche Bank einem konservativen Verein in Hamburg das Konto gekündigt hat.

    Es ist eine (natürlich nicht verbotene) Unart, abgehalfterten Politikern in Aufsichtsräten ein Gradenbrot zu verschaffen. Haben die mit Ämtern und Mandaten samt fürstlicher Pension nicht genug Geld gescheffelt, das uns Bürgern zuvor abgenommen wurde…?!? 😦

  2. Es geht hier um die Nachfolgeregelung für Jürg Zeltner, dem Vertrauensmann der Großaktionäre von Katar. Zeltner ist Chef der Quintet Private Bank, die im Bereich der vermögenden Großkunden mit der DB konkurriert und von daher auf das Bedenken der Bafin gestoßen war. Gabriel besitzt angeblich ebenfalls das Vertrauen dieser Großaktionäre und man kann annehmen, dass die Personalie mit Katar abgesprochen worden ist. Investor Relations ist für den AR-Vorsitzenden Paul Achleitner nach dessen personellen Mißgriffen derzeit von besonderer Bedeutung. Vielleicht vermittelt der als AR-Mitglied bei Daimler dem Gabriel auch dort noch einen Job, wo es derzeit ähnlich trostlos aussieht.

  3. Gabriel ist die Nummer zwei des kolossalen Rechtsbruchs von 2015. Er war der einzige Politiker gewesen, der Merkels Wahnsinn hätte aufhalten können. Stattdessen ließ er sich vernehmen, daß er von der CDU nicht links überholt werden wolle. Später hat er kritische Töne zwischengestreut, aber das war reines window dressing. Da waren die zwei Millionen Fachkräfte schon in das deutsche Sozialnetz eingewandert – unter seiner Ägide als zweitmächtigster Mann der rechtsbrecherischen Merkel-Regierung. Darüber wird in Zukunft noch zu reden und zu richten sein.

    • @Eurokanadier
      „Darüber wird in Zukunft noch zu reden und zu richten sein.“

      Wo denn?
      Im Wasserglas nach dem Sturm?
      Seit wann werden denn in Deutschland Spitzenpolitiker für den Mist, den sie verzapfen, zur Rechenschaft gezogen?

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