Mittlere Einkommen sollten nicht mit dem Spitzensteuersatz belastet werden

„Geschätzt vier Millionen Deutsche zahlen Spitzensteuersatz“ von 42 Prozent, der dieses Jahr für Unverheiratete bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 57.051 Euro beginnt (es gibt noch einen „Reichensteuer“ von 45 Prozent ab einem echten Spitzeneinkommen von 270.500 Euro). Das ist nicht die Mehrheit, aber doch ein erheblicher Anteil der Zahler von Einkommensteuer. „Es reicht schon, den 1,5-fachen Durchschnitt zu verdienen.“ Das ist kein Spitzeneinkommen, was an der seit Jahrzehnten wirkenden kalten Progression liegt. „Noch 1965 musste einer den 15-fachen Durchschnittslohn verdienen, um den Spitzensatz zu zahlen.“ Heute trifft er bereits Facharbeiter. „Den Spitzensatz von 42 Prozent zahlen 1,7 Millionen Arbeitnehmer, die nicht mehr als 5000 bis 7000 Euro brutto monatlich verdienen.“

Dagegen wendet sich nicht nur die FDP, die leider bei ihrer letzten Regierungsbeteiligung ihre großen Versprechen zur Steuersenkung und -vereinfachung in keiner Weise umgesetzt hat, sondern inzwischen selbst Die Linke. Das unterstreicht, dass die SPD gar keine Chance mehr hat, weil ihr auch für normale Arbeitnehmer nichts anderes als Steuererhöhungen einfällt. Aber auch die Union ist mittlerweile leistungsfeindlicher als Die Linke, falls es nicht ihr geheimer Plan ist, so mittelfristig eine Flat Tax einzuführen, indem alle den Spitzensteuersatz zahlen, der dann allerdings deutlich gesenkt werden müsste. Tatsächlich wird aber nicht einmal das Versprechen der vollständigen Abschaffung einer längst obsoleten Sondersteuer umgesetzt, sondern der ‚Solidaritätszuschlag soll nur teilweise abgeschafft werden‘. Die ‚Abschaffung der kalten Progression ist gerade günstig‘ und der Staat schwimmt in Geld, das er gar nicht mehr ausgeben kann, während die Konjunktur lahmt und durch eine Entlastung der Mittelschicht wieder angekurbelt werden könnte.

88 Gedanken zu „Mittlere Einkommen sollten nicht mit dem Spitzensteuersatz belastet werden

  1. Der Staat könnte das Geld doch problemlos ausgeben. Was ist zum Beispiel mit all den sanierungsbedürftigen Schulen, deren Toiletten maßlos verdreckt sind?

    • Es ist eben nicht problemlos, das Geld richtig zu verteilen, Anträge zu stellen und zu genehmigen sowie vor allem geeignete Handwerker zu finden (auch privat würde ich mehr machen lassen, wenn mehr Handwerker sich wieder blicken ließen).

  2. Niedrige Steuern war vor Merkels Machtergreifung ein Markenkern der CDU. Heute muss sie sich von den Kommunisten da überholen lassen. DAS zeigt den ganzen Zustand dieser Gurkentruppe…

  3. Die überflüssigste aller Parteien, die Partei aus dem Zeitalter der Dampfmaschinen, liefert in Fragen maximaler Steuer- und Abgabenlasten immer wieder kreative Vorschläge, die dann mit etwas Zeitversatz meist auch umgesetzt werden. Ich bin schon sehr gespannt, wann die vor kurzem von den ach so genialen Genossen vorgeschlagene Wertzuwachssteuer eingeführt wird. Insbesondere viele Eigentümer selbst genutzter Immobilien wird diese Steuer hart treffen. Die Quote selbst genutzten Wohneigentums, die in Deutschland ohnehin schon die niedrigste in ganz Europa ist, wird dadurch noch weiter sinken und die Mieten werden als Folge daraus weiter steigen, zumal Vermieter diese neue Steuer ja in ihre Wirtschftlichkeitsbetrachtung einbeziehen müssen. Es wird also zu weiterer Konzentration des Wohnraums in den Händen von immer weniger Eigentümern kommen. So sieht real existierender Sozialismus im 21. Jahrhundert aus!

      • Ich habe 20 Jahre für so ein deutsches Unternehmen gearbeitet! Die Produkte wurden in Italien hergestellt, auf dem Papier an die Konzernzentrale in der Schweiz verkauft und von da so teuer an die Ländergesellschaften in Deutschland und anderswo weiterverkauft, dass dort gar kein Gewinn entstand. Wenn doch, wird der Rest über Beraterhonorare, Lizenzgebühren und ähnliches abgeschöpft. Fast alle großen Firmen machen das so. Das sollte einem Wirtschsftprofessor aber bekannt sein…!?!

      • Handelte es sich dann nicht um einen Schweizer Konzern? Natürlich können Konzerne Gewinne verschieben, aber typischerweise nicht aus ihrem Sitzland heraus.

      • „Handelte es sich dann nicht um einen Schweizer Konzern?“

        Was francomacorisano geschildert hat ist beileibe kein Einzelfall. Machen Sie doch zum Beispiel einmal einen Spaziergang durch das schöne Städtchen Zug und sehen Sie sich dort die Konzernbriefkästen an. Sie werden staunen, wie viele Konzernzentralen weltbekannter Unternehmen auf nur einer Büroetage oder in einem eher klein geratenen Bürogebaude Platz finden.

      • Ich habe nicht von deutschen Gesprochen, obgleich es da auch Beispiele gibt. Ich rede viel mehr von diversen amerikanischen Niederlassungen. Da hat ja witzigerweise ein Martin Schulz gute Lobbyarbeit geleistet. Damals musste ja auch Irland aus der Patsche geholfen werden. Im Gegenzug vergüten die uns das mit Briefkastensubs für Amazon, Starbuck, McDonalds und Co.

      • Sie haben von Konzernen mit ausländischen Töchtern geschrieben, weshalb ich von deutschen Konzernen ausging. Dass viele US-Konzerne, insbesondere im Internet aktive, in Deutschland und Europa kaum Steuern zahlen, ist bekannt. Das zu ändern, ist aber gar nicht so einfach, insbesondere angesichts eines rachsüchtigen und handelsfeindlichen US-Präsidenten, den Sie sonst stets loben.

      • Den ich stets lobe? Habe ich hier und an anderer Stelle nie getan. Der war bei mir schon in der Wahl seines Finanzmisters als Schauspieler durchgefallen. Also noch eher er überhapt als Präsident im Amt war.

        [Sexuelle Beleidigungen gelöscht, AD.]

      • Dann habe ich Sie mit nicht ganz so radikalen Volksgenossen verwechselt. Könnte es überhaupt einen US-Präsidenten geben, mit dem Sie einverstanden wären?

      • Ja, einen der die Kaufmentalität bzw das mangelnde Nationalbewusstsein seiner Bürger, für das ja auch er mitverantwortlich ist, nicht materiell auf Kosten anderer Völker, dessen Waren, aus welchen Gründen auch immer, offenbar priorisiert werden, zu kompensieren versucht. Wenn Mr. Trump und der hinter ihm stehende amerikanische Bank- und Industrietrust nicht damit einverstanden ist, dass seine Stammwählerschaft lieber Waschmaschinen der Marke Miele, Bosch, Siemens, Braun, Bauhaus oder meinetzwegen auch Toshiba kauft, anstatt „qualitativ vergleichbare“ amerikanische Erzeugnisse, dann soll er entweder qualitative Standars festlegen oder ein Propagandaministerium schaffen, welches seinen Hinterwäldlern den nötigen Patriotismus eintrichtert. Aber er soll dann gefälligst den Rand halten, wenn wir seine Steuerhinterzieher in Europa zur Kasse bitten. Er soll uns dann denselben Patriotismus zugestehen. America first only in addition with germany / europe first. Und vor allem wäre ich mit einen amerikanischen Präsidenten zufrieden, welcher die Steuergelder seiner Bürger zu dessen Wohlfahrt verwendet, anstatt für Angriffskriege und Entfesselung von Bürgerkriegen in aller Welt zur krampfhaften Aufrechterhaltung einer ohnehin illusorischen monozentristischen globalen Hegemonie.

      • Was ist patriotisch daran, schlecht und teuer statt gut und günstig einzukaufen? Die großen Vorteile von Arbeitsteilung und Spezialisierung gelten auch zwischen Ländern.

        Aufgeklärter Patriotismus in verschiedenen Ländern widerspricht sich nicht, harter Nationalismus aber doch. Warum sollte ein amerikanischer Präsident für „Germany first“ eintreten?

        Hier hat noch niemand erklären können, für welche Angriffskriege die USA denn verantwortlich sein sollen. Wenn sie sich überall zurückziehen, geben sie echten Aggressoren Raum, auch gegen Deutschland.

      • Es ist durchaus patriotisch, durch gesteigerten Absatz für Arbeitsplätze im eigenen Land zu sorgen. Natürlich hat die Eintzelperson da am Anfang etwas weniger in der Geldbörse. Aber dadurch zeichnet sich ja wahre Vaterlandsliebe aus, dass man für eine bessere Zukunft der Heimat persönliche Opfer bringt. Aber „Gemeinnutz vor Eigennutz“, ist ja angeblich alles nur Schwachsinn. Es ist ja so furchtbar für Leute die das individuelle Glück vergötzen, für abgestumpfte Materialisten also, ein persönliches Opfer zu bringen, von dessen Mehrwert man weventuell gar nicht mal selbst partizipiert.

        Keine Angriffskriege?
        Vietnam, Krieg gegen Spanien, Überfall auf den Irak im Zuge des 11. September. Besetzung Hawaiis usw. Die Expansion gegen die Indianergebiete war im Übrigen auch ein Angriffskrieg. Sie setzten sich über den Willen der ureingeborenen Bevölkerung hinweg und annektierten einfach deren Landbesitz.

      • Es ist nicht patriotisch, teurere und schlechtere Produkte zu kaufen, damit sich die eigenen Unternehmen weniger anstregen müssen und an Wettbewerbsfähigkeit weiter verlieren. Das verschlechtert die Gegenwart und Zukunft. Gemeinnutz und Eigennutz sind häufig gar keine Gegensätze, so auch im Falle des friedlichen Handels zum gegenseitigen Vorteil von Nationen und Einzelpersonen.

        In Vietnam führten die USA keinen Angriffskrieg, sondern übernahmen die Verteidigung Südvietnams von den Franzosen. Der Spanisch-Amerikanische Krieg fand noch im 19. Jahrhundert statt, ebenso die letzten Kämpfe gegen Indianer und die Annexion Hawaiis. Danach entfesselte das viel gewaltsamere Deutschland zwei Weltkriege. Nur der zweite Irak-Krieg der USA war tatsächlich nicht gerechtfertigt, was ich jedoch auch immer betont habe.

      • Die anderen Produkte, namentlich die chinesischen, sind nur darum billiger und können sich in diesen Zusammnehang teilweise sogar besssere Qualität erlauben, weil sie ihre Arbeiter wie den letzten Dreck behandeln. Auf den Trichter sind ja auch teilweise schon amerikanische und deustche Firmen gekommen die darum gerne outsoercen. China gerät ja regelmäßig in die Schlagzeilen, dass dort bei einigen Fabirken Netze unter den Höfen und in den Treppenhäusern der Arbeiterwohnheime gespannt werden müssen, weil sich die Arbeiter ansonsten in den Tod stürzen würden. Andere leben dort in 3qm illegalen Kellerabteilen, welche eigentlich für den Luftschutz vorgesehen sind. Und in HongKong, dem angeblichen Vorzeigeexemplar des Liberalismus sieht es noch schlimmer raus. Dort werden 1qm Hunderboxen zu wucherpreisen an Menschen vermietet. Die Preisentwicklung muss also nicht zwnagsläufig mit „besseren“ Wirtschaften zu tun haben. Oftmals ist es ja gerade so, dass einheimische Produkte am ehesten die fairsten Produkte sind.

      • Sie übersehen den Wirtschaftsaufschwung, den China in den letzten Jahrzehnten genommen hat, seit es nicht mehr Ihrem national-sozialistischen Kurs mit Millionen Hungertoten folgt, sondern sich dem Weltmarkt geöffnet hat. Die Arbeitsbedingungen dort sind viel schlechter als bei uns, aber viel besser als früher oder auch in Ländern, die absolut arm geblieben sind.

      • Die haben eine riesige Anzahl an Arbeitern und sind darum in der Lage den Markt mit Produkten zu überschwemmen. Viel mehr hat sich der Westen chinesischen Produkten geöffnet, indem es die einheimische Produktion zu Gunsten des schnellen Profites windiger Geschäftsleute geopfert hatte. Wenn man fertige Produkte billiger importieren kann, als sie selber herzustellen, hat man einen Wettbewerbsvorteil gegenüber innländischer Konkurrenz. Und genau das hätte man schon im Keim ersticken müssen. Jetzt ist es schon so weit, dass unsere Industrie teilweise noch den letzten Rest an deutscher Innlandsproduktion nach China verschiebt. Was aus den Arbeitern und Zuliefererfirmen hier wird interessiert dieses Pack nicht weiter. Freie Marktwirtschaft eben. Eine Ordnung für Asoziale.

      • Wenn Milliarden Menschen in den Weltmarkt eintreten, ändern sich die relativen Preise. Sie dauerhaft vom Markt fernzuhalten, wie Sie das gewollt hätten, wäre asozial gewesen, und zwar sowohl gegenüber den Chinesen als auch Deutschen.

      • @“Deutscher Volksgenosse“
        „Oftmals ist es ja gerade so, dass einheimische Produkte am ehesten die fairsten Produkte sind.“

        Das ist richtig. Zudem schonen einheimische Produkte die Umwelt (kurze Transportwege und nachvollziehbare Herstellungsbedingungen) und tragen so am nachhaltigsten zum Umweltschutz und zu sozialem Frieden bei.

      • Das ist nicht richtig und Sie haben sich damit endgültig aus dem Kreis der Liberalen verabschiedet. Für die Umweltbilanz sind meist ganz andere Punkte entscheidend, z. B. wie die große Zahl an Endkonsumenten an das Produkt kommt (eine Schiffspassage aus China fällt dagegen kaum ins Gewicht). Umweltfreundlichere Produktionsbedingungen in einem Land würden auch Kunden in anderen Ländern betreffen und der soziale Friede wird bei besserer Integration in den Welthandel gestärkt, weil die Reallöhne steigen. Es muss nicht jedes Land alles selbst machen, sondern Staaten sollten sich wie Unternehmen und Einzelpersonen auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren, um von anderen das zu beziehen, was diese besser herstellen können.

      • Das Eine schließt das andere doch nicht kategorisch aus. Sie sind alt genug, um eigentlich wissen zu müssen, dass die Welt nicht nur aus Schwarz und Weiß besteht.

      • Mir ist nicht klar, was Sie meinen. Im Gegensatz zu Deutscher Volksgenosse und Ihnen bin ich für Freihandel, der weder durch staatliche Verbote noch gesellschaftliche Normen beschränkt werden sollte (allgemeine Regulierung von Produkten zum Schutz der Verbraucher oder auch Umwelt kann sinnvoll sein, aber völlig unabhängig von der Herkunft der Produzenten). Es ist weder sinnvoll noch patriotisch, teurerer und/oder schlechtere Produkte nur deshalb zu kaufen, weil sie aus dem eigenen Land kommen.

      • In diesen Punkten widerspreche ich Ihnen doch gar nicht. Aber des „Deutschen Volksgenossen“ Aussage „Oftmals (!) ist es ja gerade so, dass einheimische Produkte am ehesten die fairsten Produkte sind.“ (und nur darauf habe ich mich bezogen) kann ich trotzdem zustimmen, da sich diese Positionen doch keineswegs ausschließen müssen.
        Wo ist denn in Ihren Augen der Widerspruch?

      • Ausländische Produkte sind doch nicht oftmals unfair, sondern nur in bestimmten Situationen. Auf alle Länder bezogen müsste sich das doch sogar genau die Waage halten, da alle Produkte irgendwo einheimisch sind und anderswo ausländisch.

      • @Alexander Dilger wg. ausländischer Produkte

        Ihnen ist schon bekannt, dass gerade ausländische Billigprodukte wie T-Shirts und andere Bekleidungsstücke oder auch viele Elektronikartikel unter ethisch und ökologisch mehr als fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden?

      • Ist Ihnen nicht bekannt, dass das auch auf viele inländische Produkte und Dienstleistungen zutrifft? Also kommt es gar nicht auf das Land an, sondern vernünftige Standards.

      • Klar kommt es auf vernünftige Standards an. Wobei man es auch völlig übertreiben kann, wie man an vielen Beispielen der EU sieht.

        Dass vernünftige Standards hierzulande eher der Fall sind als in fernöstlichen Billiglohnländern oder gar in zentralafrikanischen Kobaltminen, werden Sie aber doch wohl hoffentlich nicht ernsthaft bestreiten … … oder doch?

      • Es handelt sich um ein internationales Unternehmen mit Zentrale in der Schweiz, unabhängigen Ländergesellschaften und einer deutschen Familie als Alleineigentümer, was allerdings über eine Luxemburger Holding verschleiert wird. Alles 100-fach geprüft, alles im Rahmen der Gesetze. Und jede Verkäuferin, jeder Sachbearbeiter und jeder Handwerksgeselle zahlt mehr Steuern…!

      • Wenn die deutsche Familie noch (hauptsächlich) in Deutschland wohnt, ist sie hier steuerpflichtig. Einbehaltene Gewinne führen dann höchstens zu einem Steuerkredit.

      • „Hier hat noch niemand erklären können, für welche Angriffskriege die USA denn verantwortlich sein sollen. Wenn sie sich überall zurückziehen, geben sie echten Aggressoren Raum, auch gegen Deutschland.“

        Wer die Diskurs- und Deutungshoheit in den westlichen ihm quasi hörigen Medien hat, kann natürlich auch Formulierungen wie Angriffskriege zu seinen Gunsten auslegen. Tatsache ist jedenfalls, dass die USA seit ihrer Gründung je nach Lesart in über 200 Fällen entweder selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder in kriegsähnliche Handlungen verwickelt waren – ohne überhaupt selber angegriffen worden zu sein. Oft ist es auch wie im Falle Syrien auch so, dass ohne Erlaubnis der legtimen Staatlichen Autorität US-Soldaten Gebiete des Landes besetzen und von dort aus Operationen durchführen und der legitimen staaatlichen Macht Zutritt zu ihrem eigenen Territorium verwehren.

        Man kann über Spitzfindigkeiten streiten, aber die beispiellos lange Liste an US-Interventionen nicht selten ungefragt und ohne Erlaubnis und unter falschen Behauptungen wie im Irak stellen weltweit schon lange ein Alleinstellungsmerkmal dar. Selbst in den USA stößt dies doch bereits vielen Bürgern auf und weltweit über alle Länder und Kulturen hinweg wird dies doch längst thematisiert. Da muss man schon ein glühender Transatlantiker sein, um hier keine Auffälligkeiten zu sehen. Jedenfalls kommen die ganzen vermeintlichen oder echten Flüchtlinge, die durch US-Interventionen und Regime-Changes sowie Regime-Change-Versuchen provoziert werden, nicht in die USA, sondern nach DE und Europa.

        https://www.beobachter.ch/foren/questions/18765/usa-ueber-200-kriege-seit-ihrer-gruendung.html

        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten

        Deutschland sollte sich perspektivisch zumindest langfristig so neutral wie möglich verhalten. Dann kann man auch nicht so leicht in Konflikte hineingezogen werden und zwischen Konfliktparteien zerrieben werden. Mir ist klar, dass dies auch wegen der kaum vorhandenen deutschen Selbstverteidigungsmöglichkeit eher eine theoretische Sache ist, aber zumindest langfristig sollte sich Deutschland sowohl neutraler, als auch unabhängiger positionieren.

      • Es ist langweilig, immer wieder auf dieselben Selbstverständlichkeiten hinweisen zu müssen. So bringt es nichts, hier Ereignisse vor über hundert Jahren zu diskutieren. Da haben die USA tatsächlich aus heutiger Sicht inakzeptable Dinge getan. Aber welcher Staat hat das nicht? Deutschland kämpfte noch vor 75 Jahren den schlimmsten Krieg aller Zeiten. Wünsche Sie sich auch, dass sich die USA da völlig herausgehalten hätten?

        Seither sind die USA Supermacht und haben das viel weniger ausgenutzt als jede überlegene Macht zuvor oder zugleich die Sowjetunion. Die Bundesrepublik Deutschland ist mit den USA verbündet und kann sich als Bündnispartner nicht einfach neutral verhalten. Ein Austritt aus dem Bündnis hätte hingegen schwerwiegende Folgen, insbesondere für Deutschland, aber auch für unsere europäischen Partner, am wenigsten übrigens für die USA.

      • „Deutschland kämpfte noch vor 75 Jahren den schlimmsten Krieg aller Zeiten. Wünsche Sie sich auch, dass sich die USA da völlig herausgehalten hätten? “

        Nun, der zweite Weltkrieg wie auch der Aufstieg Hitlers und der NSDAP sind nicht ohne den ersten Weltkrieg, dessen Zustandekommen sowie das Schanddokument namens „Versailler Vertrag“ zu erklären.

        Noch bis vor einigen Jahren war es Usus ganz nach altbekannter Siegerjustiz wider besseres Wissen Deutschland/ Österreich auch vollumfänglich für den 1 Weltkrieg die Verantwortung zuzusprechen, nahtlos anknüpfend an die alliierte Hetzpropaganda vom bösen gefährlichen Deutschen, die später auch Eingang in die „Reeducation“ nach dem WK2 fand. Anfangs bisweilen mit plakativen Totschlag-Wörtern wie Geschichtsrevisionismus beiseite gewischt ist es in den letzten Jahren selbst bis in den Mainstream hervorgedrungen, dass due These von der „alleinigen Kriegsschuld Deutschlands“ so nicht mehr haltbar ist. Wenn man dann noch dokumentierte Zitate vorliegender Hetzpropaganda und Vernichtungswünsche einflussreicher vor allem britischer, aber auch französischer Kreise aus den Jahren nach 1871 hinzuzieht, dann ahnt man, wer ein großes Interesse an einem Krieg mit dem gerade erst in Kraft getretenen Deutschen Nationalstaat hatte: Dieselben skrupellosen eigennützigen Kräfte, die sich die Politik von GB unf FR mittels der dort besonders gut funktionierenden „Demokratien“ bereits vor der Deutschen Reichsgründung untertan gemacht haben und die auch heute noch ihr Unwesen treiben.

        Die USA brauchen sich also gar nicht als große „Befreier“ aufspielen. Hätten sie mäßigender auf die Eliten in GB im Vorfeld des 1. WK gewirkt und bei diesem schändlichen „Friedensvertrag von Versailles“ widersprochen, hätten sie wesentlich mehr bewirken können.

        Im Prinzip hat dies Ähnlichkeiten mit den heutigen Aktivitäten der USA. Erst verschärft man Konflikte und lässt diese zu einem Flächenbrand werden, dann setzt man sich als den großen Feuerwehrmann in Szene.

        Sie sollten sich wirklich mal zur Gemüte führen, welche Hetze und Agitation es bereits in den 1870er Jahren und darauf folgend vor allem von bestimmten Kreisen aus GB gegen den noch jungen deutschen Nationalstaat gab. Ganz ohne Krieg oder einen späteren Hitler. In dem Zusammenhang könnte man auch die Konzentrationslager der Briten in Afrika von einem anderen Blickwinkel betrachten, in denen diese die Buren internierten und die Hitler nach eigenen Worten später inspirerten…

        Nein, der Keim für die unheilvolle Kettenreaktion des 20. Jahrhunderts wuchs gewiss nicht in DE heran. Eine richtige Demokratie mit Volksentscheiden hätte hier womöglich noch frühzeitig einschreiten können.

      • Deutschland war für den Ersten Weltkrieg nicht allein verantwortlich, hatte aber eine große Mitverantwortung. Beim Zweiten Weltkrieg war Hitler-Deutschland der Hauptschuldige, was Sie nicht versuchen sollten zu relativieren.

        Vor dem Ersten Weltkrieg hatten die USA weltpolitisch kaum Einfluss. Großbritannien wusste nicht, wie es mit der aufstrebenden Großmacht Deutschland umgehen sollte. Hitler-Deutschland hat dann doch auch die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Die Tragik ist, dass eine bessere Politik vorher ihn hätte verhindern können.

      • @Alexander Dilger

        Ohne die amerikanischen Waffen- und sonstigen Nachschublieferungen an England, oder den Geleitschutz dafür, wäre weder der erste noch der 2 Weltkrieg derart ausgeweitet worden. Und das bezieht sich nicht nur auf den Atlantik, wo der Ami im Übrigen sogar deutsche Schiffe enterte. Japan hatte genauso unter der amerikanischen Einmischung zu leiden. Das war alles Kriegsverleängernd. Genauso wie das Leih-Pacht-Gesetz ohne welches die rote Armee 1942 zusammengebrochen wäre. Es waren zigtausende amerikanische Lokomotiven und LKWs, welche die roten Horden von Innerasien gegen Europa in Bewegung setzten.

      • Plädieren Sie jetzt ernsthaft dafür, dass die USA sich aus dem Zweiten Weltkrieg hätten heraushalten sollen, um Hitler einen schnellen Sieg zu erlauben???

      • Ja. Das hätte England und der Sowjetunion den Wind aus den Segeln genommen. Die einen hätten kleibei gegeben anstatt auf Kosten anderer Völker den Krieg gegen Deutschland fortzusetzen und die letzteren hätten es sich gut überlegt, ob sie wirklich zwischen Lemberg und Byalistok 10.000 Panzer in klarer Angriffstellung hätten aufmaschieren lassen. Das führte ja überhaupt erst zum deutschen Angriff gegen die Sowjetunion. Ehe dem hatte Deutschland gerade mal 3 Divisionen an seiner Grenze zu Russland stationiert.

      • Sie sind also tatsächlich ein Neonazi, der sich einen Sieg von Adolf Hitler gewünscht hätte. Im Übrigen traten die USA erst Ende 1941 in den Zweiten Weltkrieg ein, als sie von Japan ohne Vorwarnung und Kriegserklärung angegriffen worden waren. In der Folge erklärte Hitler-Deutschland den USA den Krieg, nicht umgekehrt.

      • Nachdem die Amerikaner gegen deutsche Schiffe im Atlantik vorgegangen sind. Sie haben eins sogar gekapert. Zudem hat Deutschland lediglich den Kriegszustand festgestellt. Den Krieg haben im Grunde die Amerikaner erklärt, indem sie den Engländern und Russen das Durchhalten mit Gütern aller Art und Massen überhaupt erst ermöglichten. Wieviele deutsche Soldaten mussten deswegen sterben? Es ist doch so als hätte der Ami selber abgedrückt! Und genauso behandelten die USA auch Japan. Ihr Kollege aus Bayern hat schon ganz recht! Die Welt ist nicht nur schwarz-weiß!

      • Hitler war der schlimmste Verbrecher der Menschheitsgeschichte und ich möchte Ihre Relativierungen davon hier nie mehr lesen.

      • Wie genau quantifiziert man eigentlich den Status des „schlimmster Verbrechers der Menschheitsgeschichte“? Gibt es da eine Hierachie in Sachen Opfergruppen oder entscheiden absolute Zahlen? Das habe ich mich schon immer gefragt. Sind Chinesen und Russen für deutsche Historiker irgendwie als Menschen weniger Wert und zählen darum nur halb bzw 1/10 oder wie muss ich mir das vorstellen?

      • Wenn es nur um die absolute Zahl an Toten ginge, ist wohl Mao auf Platz 1. Es spielt aber auch die Tötungsabsicht und -art eine Rolle, wie auch sonst zwischen Mord, Totschlag und fahrlässiger Tötung unterschieden wird. Völkermord mittels Gaskammern ist schon besonders perfide.

      • Nachtrag zu Vietnam

        Der Vietnamkrieg begann mit der amerikanischen Falsflag-Operation im Golf von Tomkin. Das war der Vorwand das wackelnde weil korrupte Südvietnam, welches überhaupt keinen Rückhalt in der Bevölkerung besaß, nicht mehr nur mit „Miltärberatern“ sondern mit Bodentruppen zu versorgen. Auch hier ist zu sagen, dass eine Nichteinmischung der USA definitiv Millionen von Toten verhindert hätte, die ja durch den von ihnen zur Exzesse geführten Krieg produziert worden sind. Es hätte auch kein Abwurf von Agend Orange und ähnlichen Dreck gegeben, welcher heute noch jedes Jahr tausende Missgeburten produziert.

      • Der Vietnamkrieg begann 1955 gleich nach dem Indochinakrieg, durch den Vietnam geteilt wurde, weil Nordkorea Aufständische in Südvietnam immer offener militärisch unterstützte. Der Tonkin-Zwischenfall wurde erst 1964 inszeniert, um den offenen Kriegseintritt der USA zu rechtfertigen.

      • @Alexander Dilger
        „Der Tonkin-Zwischenfall wurde erst 1964 inszeniert, um den offenen Kriegseintritt der USA zu rechtfertigen.“

        Es ist letztlich immer das selbe Schema, wenn sich ein Weltpolizist völkerrechtswidrig militärisch in die Angelegenheiten anderer Länder einmischt und das nachträglich hanebüchen zu legitimieren versucht.

      • Wie viele Weltpolizisten gibt es denn, was war an diesem Legitimierungsversuch nachträglich und was völkerrechtswidrig an der Verteidigung eines angegriffenen Staates?

      • @Alexander Dilger
        Also zunächst einmal habe ich oben ja SIE zitiert und nicht mich.

        Weitere Quellen finden sich z.B. bei Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Tonkin-Zwischenfall oder https://de.wikipedia.org/wiki/Pentagon-Papiere .

        Wikipedia selbst schreibt u.a. „Ob die behaupteten Angriffe tatsächlich stattgefunden haben, war seit den 1960er Jahren umstritten. Seit den 1980er Jahren ist erwiesen, dass am 4. August 1964 kein Torpedoangriff auf die US-Kriegsschiffe erfolgt ist.[1] Die Pentagon-Papiere (erschienen 1971) und die Memoiren von Robert McNamara (1995) belegen, dass die US-Regierung die Vorfälle durch bewusste Falschdarstellung zur Durchsetzung ihres seit 1963 geplanten direkten Kriegseintritts benutzte.[2]“

      • Was soll dann die Frage nach Weltpolizisten usw.?
        Ist schon wieder Murmeltiertag?

      • Sie haben Unsinn von Weltpolizisten und nachträglichem Legitimationsversuch geschrieben und versuchen nun schon wieder abzulenken.

      • @Alexander Dilger
        „Sie haben Unsinn von Weltpolizisten und nachträglichem Legitimationsversuch geschrieben und versuchen nun schon wieder abzulenken.“

        Wie bitte?
        „Weltpolizisten“ (pl.) ja, aber ganz sicher nicht „nachträglicher Legitimationsversuch“ (jedenfalls nicht was Vietnam angeht). Wo genau soll das denn gewesen sein? Sie verwechseln das sicher mit dem von mir aufgegriffenen Zitat Ihrer eigenen Worte oder mit ihrem neuen Forumsfreund „Deutscher Volksgenosse“ …

      • Hier haben Sie das geschrieben. Im Übrigen sind Sie doch mit dem Hitler-Fan einig, dass der freie Handel abgeschafft werden sollte, auch wenn das Deutschland ganz sicher schaden würde.

      • Mit Ihrer Aussage „Der Tonkin-Zwischenfall wurde erst 1964 inszeniert, um den offenen Kriegseintritt der USA zu rechtfertigen.“ haben doch Sie die nachträgliche ‚Legitimation‘ ins Spiel gebraucht. Ich habe das nur aufgegriffen und mit dem Adjektiv „nachträglich“ (was ja wohl auch von Ihnen gemeint gewesen sein dürfte – was sonst?) versehen.

        Falls es sich hier um ein semantisches Missverständnis handeln sollte, klären Sie es doch bitte auf.

      • Was war denn daran nachträglich? Es wurde eine Rechtfertigung gesucht, um danach (!) offiziell in den Krieg eintreten zu können (so ähnlich wie später vor dem zweiten Irak-Krieg der USA).

      • Was den freien Handel angeht, bin ich in keinster Weise der Meinung, dass er abgeschafft werden sollte. Ich habe lediglich des ‚Deutschen Volksgenossen‘ Aussage zugestimmt, dass „oftmals“ (nicht immer!) einheimische Produkte am ehesten die fairsten Produkte sind. Und nur darauf habe ich mich – wie bereits weiter oben dargestellt – bezogen.

        Was davon haben Sie nicht verstanden?

      • Was nun, sind Sie für freien Handel, den Sie oftmals unfair finden, oder für fairen Handel, der willkürlich auf einige Produkte beschränkt wird? Im Übrigen exportiert Deutschland doch ohnehin schon viel mehr, als es importiert. Warum sollten schließlich andere Länder nicht ihre eigenen Produkte am fairsten finden?

      • Also noch mal:
        Es ging mir nicht um den Handel an sich, sondern um die Qualität (in Bezug auf Fairness) der Produkte, mit denen gehandelt wird.
        „Oftmals ((Anmerkung: nicht immer!) ist es ja gerade so, dass einheimische Produkte am ehesten (Anmerkung: auch eine Relativierung) die fairsten Produkte sind.“
        Das war die Aussage, die ich bestätigt habe.

        Was haben Sie daran nicht verstanden?

      • Fairness ist immer Ermessenssache. Das ist so wie „Schönheit im Auge des Betrachters liegt“ und hundertprozentige Objektivität gibt es in solchen Fragen ohnehin nicht.

        Ein Beispiel:
        Wenn ich Milch von einer Weidekuh oder Almkuh kaufe, kostet mich der Liter 1,20 € oder mehr und ich gehe davon aus, dass die Kuh artgerecht gehalten wird und der Bauer fair bezahlt wird.
        Falls Sie lieber H-Milch bei Aldi für 29 ct je Liter kaufen, stammt diese wahrscheinlich von einer Turbokuh in Anbindehaltung und der Bauer bangt um seine Existenz.

        Ich kaufe die teurere Milch aber nicht, um mein Gewissen zu beruhigen, sondern weil sie mir besser schmeckt und ich auch glaube (nachweisen kann ich es nicht), dass sie gesünder ist. Dennoch handele ich nach meiner Auffassung fairer als der Aldi-Kunde.

      • Wenn Sie sich dann besser fühlen und anderen nicht verbieten, mit günstigerer Milch den um seine Existenz bangenden Bauern wenigstens etwas zu unterstützen, ist aus liberaler Sicht wohl nichts dagegen einzuwenden. Deutscher Volksgenosse wollte jedoch auf etwas ganz anderes hinaus wie auch viele Ihrer Parteifreunde.

      • Ich denke nicht, dass ‚Deutscher Volksgenosse‘ ein Parteifreund von mir ist.

        Aber es freut mich, dass Sie endlich erfasst haben, worum es mir ging.
        Der Bauer, der seine Milch so billig an Aldi bzw. an die Molkerei, die Aldi beliefert, verkauft, dass diese dort so billig angeboten werden kann, wird aber trotzdem immer um seine Existenz kämpfen und die Art, wie er seine Kühe halten muss, um seine Milch so billig verkaufen zu können, ist in meinen Augen Tierquälerei.

      • Bitte genauer lesen, ich habe den Genossen nicht als Ihren Parteifreund bezeichnet. Im Übrigen ist die Milch doch ein ungeeignetes Beispiel, weil die EU damit den Weltmarkt überschwemmt und den Binnenmarkt abschottet. Das ist tatsächlich unfair, hat aber auch mit freiem Handel wenig zu tun.

      • Guten Morgen,

        das mit dem Deutschen Volksgenossen wollte ich nur gesagt haben.

        Natürlich kann man auch beliebige andere Beispiele wählen. Bleiben wir doch z.B. bei den T-Shirts oder anderen Kleidungsstücken, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Drittweltländern zum Teil unter Einsatz von Kindern hergestellt werden.

      • Hätte dieser „angegriffene Staat“ eigentlich ohne den völkerrechtswidrigen Krieg der Franzosen gegen den Willen der Einheimischen entstehen können?

      • Vietnam war eine gemäß dem damaligen Völkerrecht legitime französische Kolonie. Die Kommunisten schufen erst im Norden gewaltsam einen Staat, um diesen dann ebenso gewaltsam mit chinesischer Hilfe auf ganz Vietnam ausdehnen zu wollen. Die normale Bevölkerung wurde nicht gefragt.

      • In einen Gebiet in welchen die französische Kolonialverwaltung schon in den 1930er per Dekret unter Strafandrohung verordnet hat, dass in jeden Dorf so und so viel Einwohner eine bestimmte Menge Alkohol beziehen und verzehren müssen, damit die Kolonialherren ihre Überproduktion loswerden, da reden Sie vom Volkerrecht? Was da alles Schweinereien gegen die einfache Bevölkerung losgetreten worden ist, ausgerechnet von jenen welche uns Deutschen jedwede kolonial-zivilisatorische Befähigung absprachen, passt auf keine Kuhhaut. Die Wurzeln des indochinesischen Krieges reichen weit in die vorkommunistische Zeit zurück. Oder meinen Sie, die Bereitschaft jenen zu folgen fällt vom Himmel? So war es in Deutschland nicht, so war es in Russland nicht, so war es in China nicht und so war es auch in Vietnam nicht gewesen.

      • Kolonialismus war nicht nur großartig, aber das rechtfertigt keinen Massenmord an den eigenen Landsleuten, den Sie hier schönzureden versuchen.

      • Massenmord, Deportation, Bespitzelung usw gab es auch von Süden aus. Aber wo wir doch beim thema Massenmord sind! Wer ist denn in Kambotscha einmarschiert und hat die roten Khmer beseitigt? Rotvietnam! In Vergkleich zu den roten Khmer waren die Vietkong die reinsten Blauhelme. Dort bestand wirklich Bedarf zu einen Interventionskrieg. Die Amerikaner jedoch, warfen dort lieber einfach nur ihre teuren Bomben und Napalm ab. Mehr als im 2. Weltkrieg insgesamt an Bomben abgeworfen worden waren! Das muss man sich angesichts der Fläche mal vorstellen. Der Rüstungskomplex in den USA freute sich. Das traf hauptsächlich die Zivilbevölkerung. Ganz neben dem Massenmord, welchen die roten Khmer dann noch veranstaltet hatten.

      • Es gibt eben immer noch schlimmere Verbrecher, wobei Sie die USA völlig falsch einordnen (weil sie Ihren geliebten Führer besiegt haben?).

  4. Wäre der Solidaritätszuschlag auch wirklich in den Osten geflossen, anstatt in solch sinnstiftende Projekte wie dem Irakkrieg, dann müsste man darüber eigentlich gar nicht diskutieren, weil er sich bewährt hätte.

    • Deutschland hat sich nicht am letzten Irakkrieg beteiligt und es ist viel mehr Geld aus den alten in die neuen Bundesländer geflossen als nur der Solidaritätszuschlag. Fragen Sie nur einmal Herrn Meister, was er vom Rentensystem hält.

      • Die Rede war vom ersten Angriff gegen das legitime Hussein-Regime. Da flossen deutsche Gelder. Zum Teil Umleitungen aus dem Solidaritätstzuschlag. (Selbst wenn das Regime nicht legitim war oder sonst verpöhnt wegen Diktatur und ähnlichem Blabla, so war der Zustand unter Hussein für die Menschen stabiler und sicherer als der jetzige. Vor allem was die Infrastruktur, Versorgungssicherheit anbelang. Besonders aber im Hinblick auf religiösen Extremismus). Im Übrigen kolportierten wir damals auch die Brutkastenlüge. Obgleich die familäre Zugehörigkeit und der Aufenthalt des kleinen Lügenmauls (ich unterdrücke jetzt mal ein ganz anderes Wort), welches vor der UN ihre Lügen verbreitete, dem deutschen Nachrichtendiesnt bekannt gewesen war. Ebenso beteiligten wir uns am abamaligen Lügenfeldzug gegen Hussein, als auch wir diesem in der zweiten Runde Massenvernichtungswaffen andichteten. Obgleich zu keinen Zeitpunkt Beweise dafür vorlagen.

        Anasonsten empfehle ich mal die Treuhand unter die Lupe zu nehmen. Bei meinen letzten Auftritt auf diesem Blog, hatte ich ein Video von Ken Jebsen und Hermann Ploppa verlinkt. Darin erfährt man, wie die Wende von den Banken auf Kosten des gesamten deutschen Volkes aus reiner Geldgier versaut wurde und wie die Deutschen insgesamt von jenen Banken um mehrere hundert Milliarden beraubt worden sind. Vor allem auch wer da Strippenzieher war. Von Horst Köhler bis Thilo Sarrazin wurden und werden wir vonn allen verarscht. Ich erspare mir jetzt das Video abermals zu verlinken. Es würde von Ihnen wahrscheinlich nicht mal freigeschaltet werden. Ich kann ja von Ihnen nicht erwarten, ein 5 minütiges Video zu sichten und dann über dessen Freischaltbarkeit zu entschließen. Ist ja eh alles immer nur rechtsradikale Hetze, was ich verlinke. Daher hier nur der Videotitel zur Suche bei YouTube, für interessierte Gemüter: „Hermann Ploppa über die Übernahme des DDR-Finanzmarktes durch Westbanken nach 1989“

        Der Solidaritätszuschlag wäre in weiten Teilen gar nicht notwendig gewesen, wenn die Bankenheuschrecken nicht über ihre abgeordneten Prostituierten hätten schalten und walten können wie sie wollten. Ich glaube das alles war Absicht. Ganz im Sinne der Siegermächte. Wir sollten auf viele Jahrzehnte wirtschaftlich künstlich behindert werden und zudem innerlich gespalten! Wen aber trifft die Schuld? Den ostdeustchen Bürger? Den westdeutschen Bürger? Keinen von Beiden! Der Feind steht außerhalb der Volksgemeinschaft, auch wenn er sich offiziell als Bürger ausgibt. Und das perfideseste an diesen Subjekten ist, dass sie die Folgen ihres Landesverrats auch noch als Spaltkeil zwischen ihre Opfer, die Deutschen, treiben, um von sich selber und ihren Auftraggebern abzulenken.

      • Sie verbreiten hier tatsächlich „rechtsradikale Hetze“ und Verschwörungstheorien, die aber ebenso auch von Linksradikalen stammen könnten.

        Der erste Irakkrieg der USA war durch die Annexion von Kuwait gerechtfertigt und führte extra nicht zu einem Regimewechsel. Helmut Kohl hielt Deutschland bewusst aus dem Krieg heraus, musste dafür aber an anderer Stelle Kompensation leisten, was Gerhard Schröder beim zweiten, weniger bzw. falsch gerechtfertigten Irakkrieg ganz verweigerte.

        Bei der deutschen Wiedervereinigung wurden tatsächlich viele Fehler gemacht, aber aus anderen Gründen. Politik und Wirtschaft funktionieren nicht so einfach, wie Sie sich das vorstellen.

      • „musste dafür aber an anderer Stelle Kompensation leisten“

        Also doch keine Verschwörungstheorie?

        Beim zweiten Akt zog Schröder sich (nicht Deutschland) aus der Nummer heraus, weil er eine Wahl gewinnen wollte. Im Hintergrund erteilte er dennoch Durchmarsch- und Überflugrechte.

        Welche anderen Gründe als Ausraubung und Lähmung der Deutschen, sollten diesen „Fehlern“ zugrunde gelegen haben?

      • Es gab da keine Verschwörung. Die Situation zwischen den Bündnispartnern war doch in beiden Kriegen völlig transparent, während Sie so tun, als gäbe es gar kein Bündnis und wären die USA unser Feind.

        Die Wiedervereinigung zwischen zwei in dem Moment recht ungleichen Staaten ist nie einfach. Denken Sie an die Schwierigkeiten einer Wiedervereinigung zwischen Nord- und Südkorea. Es mussten Kompromisse gemacht werden, z. B. zwischen Erhalt der Betriebe und Arbeitsplätze oder einer schnellen Lohnanpassung. Man hat sich für den Geldumtausch 1:1 und eine schnelle Lohnangleichung entschieden, weil viele Ex-DDR-Bürger das so wollten, ohne die Konsequenzen zu überblicken, und sonst mit den Füßen abgestimmt hätten.

      • Was soll jetzt diese Rabulistik? Sie wissen doch genau, wie und in welchen Zusammenhang das Wort Verschwörungstheorie in diese Diskussion hineinkam.

        Ja wir waren und sind leider noch mit den USA verbündet. Zumindest auf den Papier denn ich bezweifle, dass wir für die etwas anderes als Vasallen sind. Das Wort „Bündnis“ soll doch nur dem deutschen Ego schmeicheln. Wir sind wieder wer… hey 🙂 Ich habe nicht die scheinbare Transparenz dieses Vorganges bemängelt, sondern den Vorgang insgesamt. Mit verlogenster Kriegshetze versuchte man einen lokalen Konflickt, welcher durchaus auch seine Vorgeschichte hatte (Es ging damals um künstlich herabgestufte Ölpreise und im Zuge dessen um eine Schädigung der irakischen Wirtschaft durch Kuwait und die USA), möglichst weit auszudehnen. Unter diesen Umständen hätte von uns aus eine unbedingte Neutralität gewahrt werden müssen. Überhaupt hätte dies Anlass zum Überdenken unseres Bündnisses mit den USA sein müssen. Stattdessen lies man hier die Medien im Dienste des US-Imperialismus hetzen bis eines Tages die Stimmung reif war, deutsche Truppen ins Ausland zu schicken wo sie den USA Kriegskosten einsparen helfen und damit die us-interne Kriegshetzerpropaganda populärer machen sollte. Die USA stehen ja nicht mehr alleine da im „Kampf gegen das Böse“ und ähnliches Geschwafel.

      • Es geht nicht um das Wort Verschwörungstheorie, sondern die von Ihnen aufgestellten Thesen. Natürlich ist Deutschland mit den USA verbündet. Das Verhältnis ist offensichtlich asymmetrisch, aber Deutschland profitiert mehr davon als die USA, was Präsident Trump sauer aufstößt.

        Meinen Sie wirklich, dass man Konkurrenten mit Gewalt überfallen und sich aneignen darf, wenn man mit ihren Entscheidungen nicht einverstanden ist?

      • @Alexander Dilger
        „Meinen Sie wirklich, dass man Konkurrenten mit Gewalt überfallen und sich aneignen darf, wenn man mit ihren Entscheidungen nicht einverstanden ist?“

        Mit Rohstoff-Lieferanten machen die USA das doch traditionell auch sehr gerne …

      • Ja, Sie stellen ständig dieselben unwahren Behauptungen auf, die Sie dann nicht belegen können. Vielleicht wird es einmal wieder Zeit, das nicht mehr freizuschalten.

      • @Alexander Dilger:
        „Man hat sich für den Geldumtausch 1:1 und eine schnelle Lohnangleichung entschieden, weil viele Ex-DDR-Bürger das so wollten, ohne die Konsequenzen zu überblicken, und sonst mit den Füßen abgestimmt hätten.“

        Und was hat es genutzt?
        Ein gutes Drittel der DDR-Bürger hat trotzdem mit den Füßen abgestimmt (zuerst die attraktivsten jungen Frauen, etwas später dann die meisten der markttauglich qualifizierten Frauen und Männer). Zurück geblieben sind die Alten, weniger arbeitsmarktkompatible Männer im arbeitsfähigen Alter und unattraktive Frauen im heiratsfähigen Alter. Eine Art Brain- and Beauty-Drain also.

      • Knapp ein Viertel der ehemaligen DDR-Bürger ist in den Jahrzehnten seit der Maueröffnung in den Westen gezogen. Inzwischen ist die Wanderungsbewegung in die andere Richtung jedoch größer. Vor allem wären noch schneller noch viel mehr Menschen abgewandert, wenn die Angleichung länger gedauert hätte oder gar die Wiedervereinigung ausgefallen wäre, wie Sie es mit Genosse Lafontaine befürwortet hätten.

      • Angesichts der Wohnungsknappheit im Süden und großen Teilen des Westens der Republik und des erheblichen Leerstands in den NBL verwundert es schon, dass nicht deutlich mehr Rentner und Arbeitslose, aber auch „Geflüchtete“ die Chance erfgreifen, sich in „Mitteldeutschland“ niederzulassen.

  5. Pingback: Scholz will Steuererhöhungen | Alexander Dilger

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